Zeit für Papayasalat

Also irgendwie vermisse ich Thailand. Statt dessen müssen wir jeden Tag selbst kochen und abspülen. Natürlich kann man hier auch in Restaurants essen gehen, aber die Preise sind vergleichbar mit unseren Preisen. Manchmal gibt es allerdings auch Angebote wie: „Dienstags ab 19:30 Uhr: Steak mit Pommes für 10$“

Auf dem Weg nach Townsville haben wir sogar eine weitere Möglichkeit gefunden, günstig zu essen und uns ein bisschen wie daheim zu fühlen, auch wenn wir nicht aus Schweden kommen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich die Gürkchen und die getrockneten Zwiebeln bei den 1$ Hot Dogs bei IKEA Australia vermisst habe. Nach dieser eher weniger nahrhaften Mahlzeit wird es Zeit für etwas Asiatisches.

Brisbane

Kurz nach Brisbane…

Ikea Australien

…kann man bei IKEA Hot Dogs für 1$ kaufen.

Papayasalat

Die größte Schwierigkeit bei der Zubereitung von Papayasalat in Deutschland, dürfte wohl das Auffinden eines Verkäufers für grüne Papaya sein. Ich habe es versucht, Papayasalat mit gelber Papaya schmeckt mir persönlich überhaupt nicht. Eine rote Papaya kann man ebenfalls nicht nehmen, weil der Salat dann viel zu matschig wird und keinen Biss hat. Eine grüne Papaya ist eine unreife rote Papaya. Richtig frisch ist die grüne Papaya, wenn beim Schälen weisse Flüssigkeit austritt. Das Fruchtfleisch ist dann schön hart und knackt beim Reinbeissen.

Zutaten

Grüne Papaya

1/2 Knoblauchzehe

1-? Chilis

Zucker

1 Limette

Fischsauce

2 Tomaten

Erdnusssplitter

Zubereitung

Für zwei Personen habe ich eine halbe Papaya verwendet. Dazu eine halbe Knoblauchzehe und drei Birds Eye Chilis. Für den typischen Geschmack sind diese Zutaten essentiell, lassen sich aber nach Belieben variieren.

Am Zeitaufwendigsten ist das Schneiden der Papaya. Diese muss in dünne Streifen geschnitten werden. Die Thailänder haben dafür eine fantastische Technik. Allerdings habe ich beim Versuch, das genauso zu machen, kläglich versagt. Also die Papaya in Scheiben und anschließend in Streifen schneiden.

Etwa die Hälfte davon gibt man zusammen mit den klein gehackten Chilis, dem Knoblauch, etwa 1TL Zucker, einer klein geschnittenen Tomate, dem Saft einer Limette und ein paar Erdnusssplittern, sowie 5 EL Fischöl in einen Mörser. Nun vermengt man das Ganze, bis sich der Geschmack aller Zutaten gleichmässig verteilt hat und die Papayastreifen geschmeidig sind. Je nachdem wie knackig man den Salat möchte, kann man jetzt die restlichen Papayastreifen dazu geben und ebenfalls geschmeidig mörsen oder als Grundlage für den Salat verwenden.

Den Inhalt vom Mörser auf den Tellern verteilen, die zweite kleingeschnittene Tomate und mit – in meinem Fall – vielen Erdnusssplittern garnieren. Fertig.

Knoblauch

Knoblauch dazu geben…

Limette

…eine Limette auspressen…

...ein paar Spritzer Fischsauce...

…ein paar Spritzer Fischsauce…

Tomaten

…und wenn man keinen Mörser hat, tuts auch sowas…

Papayasalat

…die zweite Tomate dazu, und mit reichlich Erdnusssplittern garnieren – Fertig!

Weiter nach Townsville

Gestärkt geht es jetzt weiter nach Townsville. In ein paar Tagen werden wir dort erwartet, um ein Haus, einen Hund, zwei Katzen und einen Fisch zu sitten.

Auf dem Weg nach Townsville haben wir dann endlich auch Mal lebende Kängurus gesehen...

Auf dem Weg nach Townsville haben wir dann endlich auch Mal lebende Kängurus gesehen…

Neue Freunde

…neue Freundschaften geschlossen…

Kakadu

…und jede Menge…

Papageie

…komische Vögel getroffen…

Papagei

…Australien ist echt einzigartig.

Winter in Australien

Je weiter wir runter in den Süden fahren, umso kälter wird es. Es ist eindeutig Winter in Australien. Nachdem uns das nicht davon abgehalten hat, Australien überhaupt zu besuchen, wird uns der Winter auch nicht davon abhalten, auf die Great Keppel Islands zu fahren.

Noch reicht eine Decke

Bevor es mit der Fähre auf die Insel geht, haben wir uns mal wieder einen kostenlosen Campingplatz im Grünen gesucht. Und auch wenn es vielleicht niemanden interessiert, aber ich wollte seit dem Retreat nie mehr zu Mc Donald’s gehen. Ich muss diese Aussage richtig formulieren, denn in Australien sind wir sehr oft bei Mc Donald’s gewesen. Richtig müsste es heissen: Ich gehe nie mehr zu Mc Donald’s essen. Ansonsten gibt es bei Mc Donald’s saubere Toiletten und kostenloses Internet. Und auch wenn ich davon nichts habe, finde ich es eine tolle Sache, dass in Australien die Rentner bei Mc Donald’s kostenlosen Kaffee bekommen. Ausserdem gibt es bei Mc Donald’s freundliche Mitarbeiter, die einem im Notfall Starthilfe geben können, aber das ist eine andere Geschichte.

Campingplatz am Fluss

Heute Nacht müssen wir nichts für die Unterkunft bezahlen

Woolwash Campingplatz

Voll ausgerüstet machen wir uns es gemütlich

Die Great Keppel Islands

Die Great Keppel Islands wurden uns von den Franzosen empfohlen, die wir am Campingplatz am Trinity Beach kennengelernt haben. Über einen Monat haben die Jungs dort Wooving gemacht. In ihrer Freizeit haben sie die Inseln und die angrenzenden Korallenriffe erkundet. Laut den Jungs kann man dort wunderbar vom Strand aus Schnorcheln. Da es jedoch offensichtlich Winter in Australien ist, legen wir uns noch Neoprenanzüge zu.

Pelikane

Tiere auf dem Wasser…

Opossum

…Tiere auf Bäumen…

Schnorcheln auf GKI

…und dort unten soll es ein schönes Riff geben.

Wenn man nicht für seine Unterkunft und Verpflegung arbeiten möchte, dann bekommt man in der Nebensaison für 100$ die Nacht eine kleines Häuschen direkt am Strand. Nachdem wir unsere bis dato teuerste Unterkunft unserer gesamten Reise bezogen haben, haben wir uns auf den Weg zum Monkey Beach gemacht. Dort soll es schöne Korallen geben, die man direkt vom Strand erreichen kann.

Weg zum Strand

Auf zum Monkey Beach

Monkey Beach GKI

Dort drüben kann man abgeblich super Schnorcheln

Der Aufmerksame Leser hat mitbekommen, dass wir uns einen Neoprenanzug gekauft haben. Denn in Australien ist es Winter. Das sieht zwar auf den Bildern aus wie im Paradies, aber in Wahrheit bekommt man bei diesen Temperaturen harte Nippel. Da bringt dann auch ein Neoprenanzug nicht viel. Wenn dann auch noch raue See herrscht und man nicht zum Riff schwimmen kann, hat so ein Inselaufenthalt kaum einen Sinn. Und auch wenn wir nicht gesehen haben, was wir eigentlich wollten, haben wir zwei schöne Tage in Zweisamkeit auf den Great Keppel Islands verbracht.

Great Keppel Islands

Sieht aus wie im Paradies…

Strand GKI

…ist aber nicht so.

Noch mehr Strand

Immerhin hatten wir alle Strände für uns alleine

Typisch Australien

Typisch Australien! Was fällt mir da als erstes ein? Kängurus. Aber ganz ehrlich, Kängurus habe ich bisher leider nur tot am Strassenrand liegen sehen. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum man auf den Highways in Australien höchstens nur 110 km/h fahren darf. Meistens jedoch geht es mit maximal 100 km/h vorwärts.

Points of Interest

Wenn man diese Highways – die eigentlich nur etwas bessere Landstrassen sind – entlang fährt, sieht man neben toten Wildtieren auch komische Dinge. Und während man noch am Schmunzeln ist, befindet man sich mitten in einem Dorf, dass aussieht wie aus einer 70er Jahre TV-Serie. Folgt man dann einem der braunen Schilder mit weisser Schrift, befindet man sich plötzlich mitten in einem Nationalpark.

Australischer Humor

In Australien fährt man stundenlang den Highway entlang…

Dorf in Australien

…und auf einmal befindet man sich mitten in einem Dorf.

Nationalpark

Wenn man dann irgendwo abbiegt…

Mitten im Dschungel

…befindet man sich auf einmal mitten im Dschungel.

Natürlich gibt es dort dann einen BBQ Grill, eine überdachte Hütte zum Essen und voll ausgebaute Fußgängerwege zum Wandern.

Geteerte Wege

Mitten im Wald gibt es geteerte Fußgängerwege…

Gesicherte Wege

…über die man zu den gesicherten Aussichtsplattformen kommt…

Yosephine Falls

…um sich, wie hier zu sehen, die Yosephine Falls anschauen zu können.

BBQ an den Yosephine Falls

Nach einer Wanderung durch den Wald, darf ein anständiges BBQ natürlich nicht fehlen

Bananen statt Erdbeeren

Wir haben uns dann aber doch für Bananen entschieden…

Nicht weit davon entfernt findet man dann einen Campingplatz mitten im Grünen, mit frisch gemähter Wiese, Duschen und Trinkwasser – ebenfalls typisch Australien.

Campingplatz

…und sind zu unseren neuen Campingplatz gefahren.

Golden Hole

Der Campingplatz am Golden Hole besticht durch seine Landschaft…

Park am Golden Hole

…verfügt über einen BBQ Grill und öffentliche Toiletten.

Camping in Australien

Tags zuvor haben wir uns noch gewundert, warum alles so geschleckt aussieht…

G'mahte Wiesen

…am nächsten Tag wurden wir dann für den Grund dafür aus dem Schlaf gerissen.

Australische Blumen

Nach dem vielen Fotografieren…

...und Blümchen schauen...

…und Blümchen schauen…

Folgt man dann einem anderen braunen Schild mit weisser Schrift, befindet man sich plötzlich mitten am Strand und kann im Meer baden und den Australischen Winter geniessen. Ansonsten fährt man einfach den Highway entlang und passt auf, damit man kein Känguru überfährt.

Mission Beach

…ging es für uns weiter zum Mission Beach.

Am Strand relaxen

Dort habe ich den typisch Australischen Winter genossen…

Sonnenuntergang in Australien

…damit ich für die Fahrt zur nächsten Destination fit bin.

In Australien ein Auto mieten

Unser Ausflug zum Great Barrier Reef war absolut unvergesslich. Nachdem wir den ganzen Tag im Meer verbracht haben, wird es jetzt Zeit für eine warme Dusche. Nichts wie auf nach Port Douglas ins Dougies und so tun, als würde man dort wohnen.

Woher kommt dieses Geräusch?

Die Küstenstrasse von Cairns nach Port Douglas ist angeblich die schönste Strecke an der Ostküste Australiens. Die Strecke mit den zahlreichen Kurven erinnert mich ein wenig an die Fahrt von Chiang Mai nach Pai. Allerdings sitze ich diesmal hinter dem Steuer. Mich würde echt Mal interessieren, woher dieses komische Geräusch kommt. Das war doch heute Vormittag noch nicht da. Ausserdem muss ich unbedingt stehen bleiben. Meine Frontscheibe ist total verschmiert, die Sonne steht verdammt tief und blendet mich.

Links ran fahren

An der nächsten möglichen Stelle fahre ich links ran und putze meine Frontscheibe. Richtig gelesen, links ran, denn in Australien herrscht Linksverkehr. Auf den ersten Blick scheint die Scheibe jetzt sauber zu sein. Weiter geht es nach Port Douglas, aber schon nach der ersten Kurve muss ich feststellen, dass meine Frontscheibe immer noch verschmiert ist. Das komische Geräusch ist ebenfalls noch da und ich frage mich ernsthaft, was das ist. Zum Glück ist nach ein paar Kilometern wieder ein Parkplatz zu sehen und ich kann nochmal links ran fahren.

Eine Stunde reicht…

Als ich auf das Armaturenbrett schaue, ob ich die Automatik auf „P“ steht, sehe ich wie die Temperaturanzeige in den roten Bereich steigt. Eigentlich wollte ich ja nur meine Scheibe putzen, aber dazu komme ich nicht mehr. Im selben Moment als wir aussteigen, fängt der Motor an zu rauchen, welcher sich unter dem Beifahrersitz befindet. Als ich den Beifahrersitz nach oben klappe, kommt mir eine Dampfwolke entgegen und uns bleibt nichts anderes übrig, als zu warten. Nachdem wir aus unseren bisherigen Fehlern nicht gelernt haben und Port Douglas nur noch 15km entfernt ist, beschließen wir nach etwa einer Stunde, weiter zu fahren. Die Temperaturanzeige ist wieder im grünen Bereich, Kühlerwasser haben wir nachgefüllt und der Ölstand ist perfekt.

…nicht

Das Ganze geht dann auch etwa 5km gut, bevor der Motor erst anfängt zu stottern, um dann völlig unbeeindruckt vom Druck auf das Gaspedal immer langsamer zu werden beginnt, bis er letztendlich vollkommen den Geist aufgibt. Glücklicherweise ist das Ganze nur ein paar hundert Meter vor einer Seitenstraße passiert und wir konnten mit letzter Kraft auf irgendeinen Vorgarten einer Farm rollen. Wahrscheinlich haben wir gedacht, dass am nächsten Tag das Auto schon wieder anspringen wird, als wir uns dann einfach schlafen gelegt haben.

Morgenspaziergang

Am nächsten Tag ist der Van natürlich nicht mehr angesprungen. Google Maps hat mir verraten, dass die nächste Werkstatt nur 2km entfernt ist. Während Bea den Van bewacht hat, bin ich zur Werkstatt spaziert. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es Samstag war? Auf jeden Fall haben samstags die Werkstätten in Port Douglas nicht geöffnet und ich bin wieder zurück zum Van spaziert. Es ist mir nichts anderes übrig geblieben, als beim RACQ anzurufen. Das ist das Queensland Pendant zum Deutschen ADAC. Nachdem ich vier verschiedenen Mitarbeitern mein Problem geschildert habe, haben sie mir, da ich ja nicht Mitglied beim RACQ bin, folgendes Angebot gemacht: Sie können mir entweder für 150$ einen Mechaniker schicken, der mir sagen kann, ob der Motor hinüber ist oder nicht. Oder sie können mir für 150$ einen Abschleppwagen schicken, der den Van zur nächsten Werkstatt bringen kann. Nachdem ich die Mitarbeiterin gefragt habe, was passiert, wenn der Mechaniker feststellt, dass der Motor hinüber ist, war die Antwort: Dann müssen Sie den Abschleppwagen zusätzlich bezahlen. Wir haben uns dann für den Abschleppwagen entschieden. Wahrscheinlich hatte der Fahrer des Abschleppwagens schon so viel Ahnung von Autos, dass er uns, nachdem er den Zündschlüssel umgedreht hatte, sagen konnte, dass der Motor hinüber ist. Zu den 150$ Abschleppgebühr bezahlen wir also noch weitere 40$ für das Verschrotten. Zumindest habe ich einen Beleg für den Transport zum Schrottplatz bekommen, aber vielleicht hat er den Van auch zu irgendeinem Händler gebracht. Ich weiss es nicht.

Dougies

Immerhin haben wir im Dougies…

Pool und Fahrrad

…einen Pool, können Fahrräder mieten…

Billard

…haben noch mehr Pool…

Kochstelle

…und eine Küche zur Verfügung.

Was uns bleibt…

Was uns bleibt sind Teller, Besteck, Gaskocher, Decken und Kissen, ein Skateboard, zwei Tennisschläger, ein paar verschließbare Plastikschüsseln, eine Kühlbox gefüllt mit ein paar Dosen sowie einem Kürbis, 5kg Reis ein USB-Lautsprecher und die Nummernschilder. Ich weiss auch nicht wirklich, ob wir dieses ganze Gerümpel in ein Zelt untergebracht hätten, aber im Dougies war sowieso nur noch ein Doppelzimmer für drei Nächte frei. Bisher war das Zelt unsere teuerste Unterkunft unserer gesamten Reise, jetzt war es dieses Zimmer. Und nachdem wir unser gesamtes Gerümpel endlich im Zimmer verstaut haben, war es endlich Zeit für die warme Dusche. Eigentlich haben wir uns das alles ja ein wenig anders vorgestellt, aber wir versuchen den finanziellen Verlust zu verdrängen und werden für den Rest unseres Roadtrips in Australien ein Auto mieten.

Das wars mit dem Van

Field wird das ganze Zeug schon an die richtigen Menschen weitergeben

…bekommt Field geschenkt

Die Versicherung für ein Mietauto kostet am Tag mehr, als die Miete für das Fahrzeug selbst. Bei zwei Monaten Mietdauer sind die Kosten für die Versicherung höher als die Selbstbeteiligung im Falle eines Unfalls. Um diesen Fall abzusichern, muss die Autovermietung diesen Betrag auf der Kreditkarte blocken. Was ja auch kein Problem ist, wenn man nicht ein paar Wochen zuvor einen Van gekauft hat. Habe ich schon erwähnt, dass es Sonntag ist? Auf jeden Fall haben sonntags in Deutschland die Banken geschlossen und dazu kommt noch die Zeitverschiebung. Anstatt für zwei Monate mieten wir das Fahrzeug nur für zwei Tage mit dem Rundum-Sorglos-Paket. Da wir jetzt keine Selbstbeteiligung haben, muss auch nichts auf der Kreditkarte geblockt werden und ich habe genug Zeit, mich mit meiner Bank in Verbindung zu setzen. Im zweiten Anlauf konnte die Autovermietung den Betrag blocken und wir konnten unseren Roadtrip wieder fortsetzen. Da unser neuer Camper mit allem ausgestattet ist, was man benötigt, haben wir aus unserem alten Van nur noch den USB-Lautsprecher und die Nummernschilder. Den Rest haben wir Field geschenkt, weil die karitative Einrichtung in Port Douglas dienstags geschlossen ist.

Unser neuer Van

Unser Van für die nächsten Monate – Jucy

Das Nummernschild

Uns wurde gesagt, dass man die Nummernschilder beim Kraftfahrzeugamt oder bei der Polizei abgeben muss. Das ist dann gleichbedeutend mit einer Abmeldung des Fahrzeuges. Ausserdem bekommt man einen Teil der REGO wieder zurückerstattet. In Wahrheit ist das aber so: Die Polizei nimmt das Nummernschild schonmal überhaupt nicht entgegen. Das Kraftfahrzeugamt nimmt das Nummernschild, aber man bekommt nur einen Beleg, den man dann bei der Kraftfahrzeugbehörde einreichen muss. Diese teilt einem mit, nachdem keine Strafen oder Bussgelder auf dem Nummernschild verzeichnet sind, dass man als Tourist kein Anrecht auf Rückerstattung der REGO hat. Also auch in Australien gilt: Same Same – But Different.

Schnuppertauchgang für Anfänger

Uns fehlt es an nichts. Kostenlose, öffentliche, saubere Duschen sind fünf Minuten vom Campingplatz entfernt. Bisher sind alle öffentlichen Toiletten vorbildlich sauber und anders als in Asien gibt es hier immer Klopapier. Eine Sache ist uns jedoch aufgefallen, die genauso ist wie in Asien: Es gibt öffentliche Sportplätze mit Sportgeräten. Im nächsten Dorf gibt es eine Bücherei mit kostenlosem Internetzugang und Strom. Bisher habe ich das Gefühl, Australien ist perfekt für Backpacker.

Für jeden was dabei

Wie wir von unseren neuen Freunden auf dem Campingplatz erfahren haben, kann man in Australien auch relativ einfach einen Job finden. Da wir aber nur mit einem Touristenvisa in Australien sind, interessieren wir uns eher für Angebote für Touristen. Die Auswahl an Touren ist riesig. Fallschirmspringen, Tauchen, Geländewagenfahren, Angeln oder Surfen – für jeden gibt es irgendeine Freizeitaktivität. Immer wieder haben wir uns Flyer sowie Prospekte mitgenommen und die Angebote und Preise verglichen. Am Ende sind wir mit unserem Campervan nach Cairns zur Touristeninformation gefahren und haben einen Tagesausflug zum Great Barrier Reef gebucht. 195$ pro Person inklusive drei Mahlzeiten und einem Schnuppertauchgang für Anfänger.

Aufbruchstimmung am Trinity Beach

Als wir wieder auf dem Campingplatz ankommen, herrscht bei einem Teil der Franzosen Aufbruchstimmung. In einer anderen Stadt gibt es für die Jungs lukrative Jobs und deshalb verlassen sie gerade fluchtartig den Campingplatz. Während die Jungs am Packen sind, gehen immer wieder Einheimische über den Campingplatz zum Strand. Eine davon macht uns darauf Aufmerksam, dass es keine gute Idee ist, eine Hängematte zwischen zwei Kokosnuss Palmen aufzuspannen. Angeblich sind bereits mehrere Menschen durch herunterfallende Kokosnüsse gestorben als durch Haiangriffe. Die Australier haben eben ein bisschen andere Statistikgrundlagen. Der nächste Australier untermauert seine Aussagen mit Hilfe einer App für sein Handy. Diese App behauptet, dass der Meeresspiegel bei Flut am Trinity Beach in den nächsten 48 Stunden um etwa 50 cm höher sein wird als heute. Es wird wirklich Zeit, den Standort zu wechseln.

Reef Experience

Am nächsten Tag um 6:00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Cairns. Nachdem die Flut bereits gefährlich hoch angestiegen ist, wecke ich die Franzosen und die beiden Engländer, die in der Zwischenzeit ihre Hängematten von den Kokosnuss Palmen am Strand zum Campingplatz verlegt haben. Einige Stunden später bekomme ich ein Foto auf Facebook zu sehen, auf dem der gesamte Campingplatz unter Wasser steht. Von alldem bekommen wir allerdings nichts mehr mit. Nachdem wir unseren Campervan in Cairns auf dem öffentlichen Parkplatz abgestellt haben, suchen wir am Pier die Reef Experience.

Reef Experience

Auf der Suche nach der Reef Experience

Great Barrier Reef

Ich bin mir nicht ganz sicher ob es nur eine Verkaufsmasche gewesen ist, aber letztendlich bin ich schon froh darüber, dass ich mir für 4$ Tabletten gegen Seekrankheit gekauft habe. Die Raue See war auch der Grund, warum wir am heutigen Tag nur ein Riff gesehen haben. Trotz der rauen See war das Wasser angenehm warm. Der Schnuppertauchgang für Anfänger hat uns so gut gefallen, dass wir für 55$ pro Person einen weiteren Tauchgang absolviert haben. Und auch wenn irgendwie alles inklusive ist bei so einer Tour, habe ich zusätzlich 40$ zum Leihen einer Unterwasserkamera ausgegeben. Und obwohl der Akku nicht den ganzen Tag gehalten hat und die Bildqualität zu wünschen übrig lässt, habe ich ein paar Bilder vom Great Barrier Reef und Frank machen können.

Schnuppertauchgang

Der Schnuppertauchgang für Anfänger ist ein voller Erfolg

Great Barrier Reef

Die Unterwasserkamera ist zwar nicht die beste…

Great Barrier Reef

…und viel zu oft…

Great Barrier Reef

…bin ich mit schauen beschäftigt…

...aber hin und wieder...

…aber hin und wieder…

Great Barrier Reef

…kommt mir ein Fisch vor die Linse.

Great Barrier Reef

Leider war die See heute sehr rau…

Great Barrier Reef

…und die Sonne nicht so oft zu sehen…

Great Barrier Reef

…darum sind die Farben auf den Bildern…

Great Barrier Reef

…nicht die besten.

Great Barrier Reef

Trotzdem hat mir das Tauchen verdammt viel Spass gemacht.

Great Barrier Reef

Unser Ausflug zum Great Barrier Reef…

Great Barrier Reef

…war der Hammer!

Bush BBQ

In Australien wird jeden Tag und überall ein BBQ veranstaltet. Fast auf jedem öffentlichen Platz findet man einen Münz BBQ Grill. Ob Parkanlage, Autobahnraststätte, Campingplatz oder der Parkplatz vor einem Wasserfall, überall gibt es einen Münz BBQ Grill. Wenn kein Grill zu finden ist, dann veranstaltet man einfach ein Bush BBQ. Rein in den Wald, Holz sammeln und dann improvisieren.

Überall ein ein BBQ

Gleich bei unserer Ankunft am Trinity Beach gab es zur Abwechslung einen selbst gemachten Burger. Die Franzosen neben uns haben immer noch keinen Fisch gefangen und essen Nudeln mit Ketchup. Die zwei Deutschen und der Engländer spielen währenddessen polnische Trinkspiele. Zwischendurch spazieren Einheimische mit ihren Hunden durch unseren netten Campingplatz. Die meisten allerdings fahren direkt mit ihren dicken Allradgetriebenen Trucks an uns vorbei und drehen ein paar Runden am feinen Sandstrand, bevor sie entweder ebenfalls mit ihren Hunden spazieren gehen oder die Angel auspacken. Viele bleiben sogar stehen und fragen, wie es uns geht, wo wir herkommen, und was wir doch für einen wunderschönen Campingplatz gefunden haben.

Selbst gemachte Burger

Selbst gemachte Burger

Trinity Beach

Eine Runde drehen und Angeln

Lust auf Bush BBQ?

Auch am nächsten Tag haben die Franzosen immer noch keinen Fisch gefangen und man kann spüren, wie jeder mit den armen Jungs leidet. Wieder packen sie ihre Nudeln aus. Während sie am Nudelwasser kochen sind, fragt Paul plötzlich in die Runde: „Hey, wollen wir morgen vielleicht ein Bush BBQ machen?“ Stefan, der Tramper aus England, der nebenbei Koch ist, bietet sich sofort als Koordinator an und alle auf dem Campingplatz rufen vor lauter Euphorie: „Ja klar, natürlich!“

Zigarettenersatz

Queensland ist voll mit Zuckerrohr. Ein super Zigarettenersatz!

Machen wir ein BBQ

Wollen wir ein Bush BBQ machen?

Klar machen wir ein BBQ

Klar machen wir ein Bush BBQ!

BBQ verbindet die Welt

Am nächsten Tag hat jeder 20$ in einen Pot geworfen und ein Teil von uns hat sich zum Shopping Centre nach Townsville begeben. Nach ein paar Stunden machte sich bei den verbleibenden Anwesenden ein kleines Hungergefühl bemerkbar. Wir haben schon angefangen Witze darüber zu machen, dass Marius, Katarina und Stefan mit unserem Geld durchgebrannt sind, als Nikolas vom Strand angerannt kommt. Er hat tatsächlich einen Fisch gefangen! Plötzlich springen alle auf, schnappen sich ihre Angeln und rennen zum Strand. Im selben Augenblick höre ich ein Motorgeräusch, aber an Stelle der drei Einkäufer kommen zwei Engländer mit ihrem Jeep und belegen den letzten freien Campingplatz. Noch während die beiden Engländer ihr Zelt aufbauen, kommt der weisse Campervan von Marius um die Ecke. Einparken, Bier auf Eis legen, Fisch und Fleisch einlegen, Salat vorbereiten, Briketts anfeuern, Holz sammeln, jetzt geht alles ganz schnell.

Kein Fisch gefangen

Auf einmal kommt Nikolas mit seinem Fisch vom Strand angerannt

Bush BBQ Feuer

Während die Kartoffeln in der Glut garen…

Eis ausgegangen

…fahren die Jungs nochmal Eis kaufen.

Huhn vorgaren

Das Hühnerfleisch wird vorgegart…

Wurst und Salat

…die Würste und die Salate werden zubereitet.

Superlecker

Dieser Salat ist mit Obst und Gemüse. Kann man als Abendessen und Frühstück genießen!

Ein freier Campingplatz ist zwar nicht mehr da, aber das hindert die beiden anderen Engländer nicht daran, vor dem Campingplatz zu parken und eine Hängematte zwischen zwei Bäumen aufzuspannen. „Kommt doch her, esst mit uns, wir haben genug!“ Unser fantastisches, mehrgängiges Bush BBQ in bester Gesellschaft endete mit einem Lagerfeuer am Strand mit Chips und Marshmallows. Da haben wir dann alle entschieden, noch einen Tag am Trinity Beach zu bleiben.

Gemeinsam beschliessen wir zu bleiben

Gemeinsam beschliessen wir zu bleiben

In Australien einen Campervan kaufen

Australien! Gut, dass wir nicht mehr rauchen, denn eine Schachtel Zigaretten kostet 25$. Aber eigentlich ist hier alles teurer als in Asien. Die teuerste Unterkunft unserer bisherigen Reise ist ein Zelt mit Ventilator und Stromanschluss. Auf der Strasse Essen oder in Restaurants gehen, wie in Asien gehört für uns in Australien ebenfalls nicht zum Alltag. Um uns ein wenig Geld zu sparen, wollen wir uns deshalb in Australien einen Campervan kaufen.

Mit dem Campervan die Küste entlang

Bereits in Deutschland hatten wir uns in den Kopf gesetzt, dass wir uns in Australien einen Campervan kaufen werden. Während der letzten Monate haben wir uns über alles erdenkliche schlau gemacht, wie man in Australien ein Auto kauft. Im Vergleich zu Deutschland gibt es einige Unterschiede. Manche Dinge sind einfacher, andere wiederum umständlicher. In jedem Bundesstaat gibt es unterschiedliche Regelungen. Strafen, Maut und Kredite laufen auf die Nummernschilder und eigentlich haben wir überhaupt keine Ahnung von Autos. Unser letztes eigenes Auto haben wir vor sieben Jahren besessen. Also haben wir bei unserer Unterkunft einen netten Australier im Rentneralter um Hilfe gebeten. Gemeinsam mit Field haben wir uns den ersten Campervan angesehen. Eigentlich ein Superteil. Es war alles mit dabei, Backpacker Vollausstattung sozusagen. Herd, Gas, Bett, Inverter, Besteck, Geschirr, Bettzeug und alles was man so benötigt. Laut Field war der Campervan in sehr gutem technischen Zustand, aber trotzdem sei der Campervan keine 5000$ wert. Wir sollen uns lieber was Billigeres holen für die paar tausend Kilometer die Küste entlang.

Ein Campervan muss her

Für einen Autokauf war unsere Unterkunft nicht die Beste. Die einfache Fahrt mit dem Bus in die nächste größere Stadt Cairns kostet 25$ pro Person. Also haben wir uns auf den Hostelbus für 5$ zwei Mal die Woche beschränkt. Nachdem wir stundenlang durch Cairns von Händler zu Händler spaziert sind, hatten wir einen Termin für eine Campervan Besichtigung. Für uns hat er einen soliden Eindruck gemacht, und wir waren uns sicher, dass er sein Geld wert ist und die paar tausend Kilometer die Küste entlang durchhält.

Port Douglas

Für einen Autokauf war unsere Unterkunft nicht die Beste, aber wir hatten wunderschöne Sonnenaufgänge in Port Douglas

Autokauf in Australien

Für uns hat er einen soliden Eindruck gemacht

Cape Tribulation im Daintree Nationalpark

Gerade rechtzeitig haben wir einen Campervan gefunden. Bevor wir in den Süden fahren, machen wir uns in unserem neuen Campervan auf in den Norden vorbei an Mossman nach Cape Tribulation gemacht. Cape Tribulation befindet sich im Daintree Nationalpark, der Heimat der Kasuare. Diese Tiere sehen aus wie aus einer anderen Welt. Leider konnten wir auf keiner unserer Wanderungen eins dieser Tiere sehen. Lediglich ein paar Buschtruthähne haben uns am frühen Morgen aus dem Schlaf gerissen. Geschlafen haben wir auf einem kostenlosen Campingplatz, den wir mit der Wiki Camps App gefunden haben.

Daintree Nationalpark

Mit der Fähre ging es zum Daintree Nationalpark…

Kasuare

…eigentlich wollten wir uns Kasuare ansehen…

Alexandra Range Lookout

…irgendwo da draussen müssen sie sein…

...vielleicht entlang eines Wanderweges...

…vielleicht entlang eines Wanderweges…

Cape Tribulation

…oder irgendwo an einem der Strände von Cape Tribulation.

Strand im Nationalpark

Wir haben keine Kasuare gesehen.

Trinity Beach vor Smithfield vor Cairns

Da unser Campervan nicht für die Fahrt durch den Daintree Nationalpark nach Cock Town geeignet ist, machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Süden. In Cairns wollen wir eine Schnorcheltour zum Great Barrier Reef buchen. Laut Wiki Camps ist der Campingplatz am Trinity Beach der nächste kostenlose Campingplatz vor Cairns. Wir machen uns auf nach Smithfield zum Trinity Beach. Angeblich ist der Weg dorthin schwer befahrbar, aber nachdem am Campingplatz bereits ein ähnlicher Campervan steht, beschliessen wir ebenfalls die in Wiki Camps mit Ruff Road beschriebene Strasse entlang zu fahren. Das selbe hat sich auch das junge Paar aus Hamburg gedacht, welches kurze Zeit später ebenfalls auf dem Campingplatz am Trinity Beach angekommen ist. Gemeinsam mit dem Tramper aus England, den sie im Gepäck hatten und den sechs Franzosen, die bereits seit ein paar Tagen erfolglos versucht haben einen Fisch zu fangen, waren wir auch dieses Mal nicht alleine im großen endlosen Australien, wo man angeblich auf jedem Quadratkilometer nur auf 1,9 weitere Menschen trifft.

Nach Smithfield zum Trinity Beach

Wir machen uns auf nach Smithfield zum Trinity Beach

Trinity Beach

Auch am Trinity Beach waren wir nicht alleine

Von Flughafen zu Flughafen

Die nächsten drei Tage lassen sich sehr einfach zusammenfassen. Flughafen Phuket, Flughafen Kuala Lumpur, Flughafen Perth, Flughafen Cairns. Von Flughafen zu Flughafen!

Flughafenhopping

In ganz Thailand bekommt man für ein paar Euro leckeres, frisches Essen. Das gilt jedoch nicht für Flughäfen. Statt dessen versucht man mich an jeder Ecke zu verführen. Zahl zwei 500g Toblerone, nimm drei! Du trinkst doch gerne Grey Goose! Na komm schon, eine Stange Zigaretten! Am Ende konnte ich nicht widerstehen! Eine kleine Flasche SangSom gegen die Flugangst und ein labbriges Brötchen mit Schinken. Ausserdem haben wir uns darauf geeinigt, dass man keine CocaCola trinkt, wenn man sie mit SangSom mischt. Schwups – waren wir in Kuala Lumpur.

Grey Goose

Hier versucht man mich mit meinem Lieblingsvodka zu verführen

8 Stunden auf dem KLIA

So ein labbriges Brötchen ist nicht gerade der Bringer, vor allem wenn man die nächsten acht Stunden am Flughafen verbringen muss. Neben den üblichen Fast Food Ketten haben wir am Flughafen in der hintersten Ecke einen kleinen Inder gefunden. Während wir uns noch darüber gefreut haben, einen Eistee anstelle einer CocaCola gekauft zu haben, ist uns aufgefallen, dass der Eistee von Nestlé war. Neben einem köstlichen Inder hat der Flughafen von Kuala Lumpur noch kostenloses Internet zu bieten. Allerdings ist der Flughafen von Kuala Lumpur – gefühlt – der kälteste Flughafen der Welt. Obwohl wir lange Kleidung tragen, frieren wir uns unseren Allerwertesten ab. Um mich ein wenig aufzuwärmen, entschließe ich mich eine heisse Fertigsuppe zu essen. Warm wird mir allerdings schon vom Spaziergang zu dem einen Shop, der Fertigsuppen verkauft, die nicht von Knorr sind.

17 Stunden in Perth

Mensch, hab ich gut geschlafen. Im Gegensatz zu Perth war es richtig warm im Flieger. Wir holen unsere Rucksäcke vom Gepäckband ab und spazieren zum Terminal 2. Da wir satte 17 Stunden Aufenthalt in Perth haben, war es nicht weiter schlimm, dass wir im Terminal 2 gemütlich unser Frühstück zu uns genommen haben. Denn irgendwann haben wir herausgefunden, dass unser Flieger vom Terminal 3 abfliegt. Dieses Mal fahren wir mit dem kostenlosen Shuttle Bus zum nächsten Terminal. Nichtmal der Akku von meinem Macbook hält 17 Stunden. Beim Versuch mein Macbook aufzuladen, stehe ich das erste Mal seit unserer Reise vor einem Steckdosenproblem. Mit zehn Australischen Dollar konnte ich dieses Problem jedoch relativ einfach beheben und auch am Flughafen von Perth gibt es kostenloses Internet.

7 Stunden in Cairns

Ja fantastisch! Endlich in Cairns angekommen! Jetzt müssen wir ja nur noch sieben Stunden auf den Bus warten, der uns zu unserer Unterkunft nach Port Douglas bringt. Bei tropischen Temperaturen warten wir im schattigen Bushäuschen vor dem Flughafen. Pünktlich um 11:15 Uhr steht der Dougies Bus vor dem Bushäuschen. Nach einer kleinen Rundfahrt durch Cairns und Port Douglas werden wir im Dougies abgesetzt. Dort beziehen wir unser 52$ Zelt und machen uns auf den Weg zum Supermarkt.

Tja, was soll ich sagen? Das war das beste Angus Beef, dass ich jemals selbst zubereitet und verzehrt habe!

Unterkunft im Zelt

Zelt mit Parkettboden, zwei Betten, Ventilator, Licht und Steckdosen

Geschlecktes Port Douglas

Nicht ein Blatt liegt auf dem Boden. Der Rasen hat Golfplatzniveau…

Port Douglas Nordstrand

…die wunderschöne Umgebung…

Papagei statt Amsel

…zieht tropische Vögel an.

Port Douglas Suedstrand

Der wunderschöne Strand…

Peter in Port Douglas

…zieht Touristen an.

Unser letztes Ziel in Asien

So schnell kann man gar nicht schauen, da sind zehn Tage vorbei. Ich kann es irgendwie kaum fassen, aber unser Asien Urlaub neigt sich nach knapp acht Monaten ebenfalls bald dem Ende. Unser letztes Ziel in Asien ist Phuket. Nicht um dort zu feiern, sondern weil die Flugtickets von Phuket nach Perth am günstigsten sind.

Von Koh Phayam nach Phuket

Zum einen fällt es uns schwer, Koh Phayam zu verlassen, andererseits ist das Wetter die letzten Tage nicht mehr so schön wie die erste Woche. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen wir die Insel mit dem Slow Boat. Dreieinhalb Stunden benötigen wir für die Überfahrt aufs Festland. Mit dem Sammeltaxi geht es weiter zum Busbahnhof in Ranong. Mit drei Stunden Verspätung ist der Bus nach Phuket endlich am Busbahnhof Ranong angekommen. Die Fahrt ist mir ewig vorgekommen. Bei jeder Strassenkontrolle mussten wir anhalten und einige Fahrgäste wurden von den Militärs kontrolliert. Bei einem Fahrgast mussten sie jedes Mal ganz genau nachfragen und irgendwas bereden, bevor die Fahrt wieder weiter gehen konnte. Aufgrund der Verspätung und den vielen Stopps war es bereits Mitternacht als wir endlich in unserer Unterkunft in Phuket angekommen sind.

Have a good trip

Nach zehn Tagen Koh Phayam heisst es: Have a good trip

Unser letztes Ziel in Asien

Nach mehreren Stunden Verspätungen sitzen wir endlich im Bus nach Phuket

Zimmer zur Wanne

Mitten in der Nacht kommen wir in unserer Unterkunft an

Check! Liste

Badewanne im Zimmer? Check! Pool mit Meerblick? Check! Kostenloses WLAN? Check! Flug von Perth nach Cairns buchen? Check! Unterkunft in Port Douglas reservieren? Check! Die Restaurants der Umgebung durchprobieren? Check! Jeden Tag Yoga machen? Check! Keine Zigaretten rauchen? Check! Endlich auf eine Waage stellen? Check! Die letzten Tage in Thailand geniessen? Check!

Badewanne im Zimmer

Badewanne im Zimmer? Check!

Pool mit Meerblick

Pool mit Meerblick? Check!

Restaurant durchprobieren

Die Restaurants in der Gegend durchprobieren? Check!

Waage stellen

Auf die Waage stellen? Check!

Was war das für ein geiler Asientrip? Eigentlich will ich gar nicht weg! Aber wir haben uns in den Kopf gesetzt nach Australien zu fliegen, ein Auto zu kaufen und die Küste entlang zu fahren.

Breathe in – Breathe out!

Über 100 Blogs habe ich in dieser Zeit geschrieben. Ich freue mich schon darauf, wenn ich mir diese in ein paar Jahren einmal durchlesen werde. Hier noch eine Nachricht für den Zukunfts-Peter: Hey Du alter Sack! Ich hoffe Du bist immer noch Nichtraucher, alles andere ist enttäuschend! Ich hoffe Du bist immer noch genauso verliebt in Beatrice wie eh und je! Ich hoffe Du sitzt nicht in irgendeinem blöden Bürosessel sondern schaust Dir immer noch die Welt an! Ich hoffe Du lebst Dein Leben und Deine Träume und lebst nicht für die Träume eines anderen! Bleib wie Du bist, bei Dir ist eh schon alles zu spät mein Freund.

Urlaub auf Koh Phayam

Alois Hingerl, Nr. 172, Dienstmann in München, besorgte einen Auftrag mit solcher Hast, daß er vom Schlage gerührt zu Boden fiel und starb. Zwei Engel zogen ihn mit vieler Mühe in den Himmel, wo er von St. Petrus aufgenommen wurde. Der Apostel gab ihm eine Harfe und machte ihn mit der himmlischen Hausordnung bekannt. Von acht Uhr früh bis zwölf Uhr mittags »frohlocken«, und von zwölf Uhr mittags bis acht Uhr abends »Hosianna singen«. – »Ja, wann kriagt ma nacha was z’trink’n?« fragte Alois. – »Sie werden Ihr Manna schon bekommen«, sagte Petrus.

Koh Phayam – Urlaub mit Verzicht

Also wie ein Münchner im Himmel habe ich mich in Suan Mokkh nicht gefühlt, aber von 17 Uhr bis 18 Uhr abends war für mich die Zeit des Hosianna singen. Das beste zu dieser Zeit war jedoch der junge Mönch mit russischem Akzent. Eines Tages kam er mit einem kleinen Säckchen zum Chanting. Er setzte sich wie jeden Tag im Schneidersitz auf das Podest vor uns, und fing an zu erzählen. Dieses Mal war er ein wenig bedrückt über seine Aussagen des Vortages. Ich weiss gar nicht mehr genau, was er am Vortag erzählt hat, auf jeden Fall wollte er sich bei uns für seine Worte entschuldigen. Damit das nicht mehr vorkommt, hat er sein kleines Säckchen mitgebracht. Nachdem wir uns alle gegenseitig fragend angeschaut haben, öffnet er das kleine Säckchen und schüttet es vor sich auf dem Podest aus. Zum Vorschein kommen lauter Steine. Er meint, jeder dieser Steine repräsentiert eine schlechte Eigenschaft. Er nimmt sich einen dieser Steine und wirft ihn in den See vor dem Saal. Er meint, er hat einen ganzen Sack voller Steine mitgebracht, damit jeder von uns einen oder mehrere schlechte Eigenschaften in den See werfen kann. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, wie viele Steine ich mir nehmen soll. Erst Tage später habe ich von Beatrice während eines verbotenen Gesprächs ein paar Steine zugesteckt bekommen. Am Ende habe ich vier Steine in den See geworfen. Die Steine repräsentieren Rauchen, Mc Donald’s, Coca Cola und Nestlé.

Kreislauf oder System?

Dazu kommt noch Morgensport und den Konsum von Fleisch zu reduzieren. Während unserem Urlaub auf Koh Phayam haben wir das alles ohne Probleme durchgehalten. Insgesamt ist unser Urlaub auf Koh Phayam genauso verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Schöne Strandspaziergänge, Schwimmen, frische Früchte und Kaschu Nüsse naschen. Lediglich drei Ereignisse stechen aus unserem sonst erholsamen Strandurlaub auf Koh Phayam heraus.

Flut vor Junes Horizon

Bei Flut kann man direkt vor der Haustüre schwimmen gehen

Hier fließt das Meer ab

Wenn das Wasser aus dem Meer am späten Nachmittag abgelaufen ist…

Ebbe vor Junes Horizon.JPG

…kann man bei Ebbe schöne Strandspaziergänge machen.

Strandkrebse

Wir haben eine Hundertschar von Strandkrebsen vor uns her getrieben…

Dreck einsammeln

…und Müll eingesammelt.

Wo beginnt ein Kreis?

Als wir bei June angekommen sind, und unsere Rucksäcke in den Strandbungalow geworfen haben, um zu Pitar zu fahren, ist das nicht exakt so reibungslos abgelaufen. Denn es gab einen kleine Pause zwischen Rucksack ablegen und Abfahrt. Während Beatrice, was auch immer, gerade im Badezimmer macht, setze ich mich auf die Veranda und genieße die Aussicht. Auf einmal höre ich, wie jemand meinen Namen sagt. Die Stimme kommt aber nicht vom Bad hinter mir, sondern vor mir steht Martina. Wir haben Martina in Bangkok kennen gelernt und jetzt wohnt sie im Bungalow neben uns. Sie ist gerade vom Mango sammeln zurückgekommen und ist gerade dabei einen Mangosalat zu machen. Bevor wir also zu Pitar gefahren sind, haben wir uns den Sonnenuntergang angesehen und dazu Mangosalat und Reis gegessen. Insgesamt waren wir zu fünft. Martina, zwei ihrer Freunde aus Australien, Beatrice und ich. Zwei ihrer Freunde aus Australien? Fantastisch! Gleich mal ausquetschen, wo wir am besten hinfahren und worauf wir achten müssen. Immerhin kommen die beiden gerade von dort, wo wir hinwollen. Genau das haben wir dann die nächsten zwei Tage immer wieder getan. Unter anderem waren wir gemeinsam bei Pitar beim Fischessen und in der absolut abgefahrenen Hippie Bar. Die gesamte Bar, die eher aussieht wie ein kleines Dorf, ist aus Treibholz zusammengezimmert, das am Strand vor der Bar angespült wird.

Hippie Bar

Die Hippie Bar auf Koh Phayam

Das Sternbild Widder

Vom zweiten Ereignis habe ich bereits geschrieben: Es steht Songkran an. Während dem thailändischen Neujahr ist es Sitte, dass sich die Menschen gegenseitig mit Wasser vollspritzen. Oftmals ist das Wasser gefärbt, oder man bekommt das Gesicht mit Puder oder Talcum verziert. Auf Koh Phayam ist das bei weitem nicht so extrem wie beispielsweise in Bangkok. Trotzdem haben wir während dieser Tage auf unseren Roller sowie unsere Kamera verzichtet. Trocken und mit heller Kleidung sind wir zum Essen gegangen, pitschnass und in roter Kleidung sind wir wieder daheim angekommen. Schön wars!

Der Kreis schließt sich

Das dritte Ereignis war der Anruf meines Freundes aus Bangkok. Eigentlich wollte ich ihn die ganze Zeit schon anrufen, um ihm zu erzählen, dass wir die zehn Tage durchgehalten haben. Aber zum einen hatte ich kein Guthaben mehr auf meiner Pre-Paid Karte, und zum anderen kann ich ihm das in drei Monaten persönlich erzählen. Ich weiss noch wie ich ihn vor ein paar Monaten folgende dumme Frage gestellt habe: Wie kann ich Disziplin lernen? Eigentlich wollte ich ihn nur fragen, wie er jeden Tag sein krasses Programm durchziehen kann, und dass mich das echt beeindruckt. Auf jeden Fall musste ich gerade an diese Frage und meinen Freund denken, als mein Telefon klingelt. Seine Worte waren in etwa folgende: Hey Peter wie geht’s? Alles klar bei Euch beiden? Ich hoffe es hat Euch in Thailand gefallen! Ich wollte Euch zeigen, wie wir Thailänder leben, wie wir denken und woran wir glauben! Ich hoffe wir sehen uns bald wieder, Ihr seid jeder Zeit herzlich bei mir Willkommen, kommt vorbei wann immer Ihr wollt! Ich wünsche Euch noch eine schöne Reise! Grüße an Martina!