Wie mir eine LASIK die Augen geöffnet hat

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mich dazu entschieden, mir die Augen lasern zu lassen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich ständig eine Brille tragen müssen, und dass war für mich eine Qual. Immer dieses Gewicht auf der Nase tragen zu müssen, war noch das kleinste Übel. Andauernd war dieses Ding dreckig, staubig oder hatte Fingertatscher drauf. Wenn ich Sport gemacht habe, ist sie mir ständig von den Ohren gerutscht. Wenn ich in ein Lokal gegangen bin, war sie erst mal beschlagen und ich hab nur Nebel gesehen. 3-D Kino, Helm oder Schibrille tragen? Nicht nur das dies alles ziemlich blöde aussieht, es drückt und beschlagt ständig. So macht das alles keine wirkliche Freude. Außerdem kam es mir die ganze Zeit so vor, als würde ich die Welt durch einen Bilderrahmen betrachten. Kurzum – ich habe mich mit meiner Brille behindert gefühlt.

Mein Baby und ich

Ich mit Brille

Nachdem ich keine Kontaktlinsen vertrage, habe ich mich über eine LASIK Operation informiert. Ein guter Freund hat mir dann das Augenlaserteam in München empfohlen. Nach einem Infoabend des Arztes und den nötigen Voruntersuchungen stand für mich fest: Ich werde brillenlos. Natürlich habe ich bei den Kosten von rund 4000 EUR schlucken müssen, aber im nachhinein betrachtet, war das die beste Investition meines Lebens. Ich möchte mich auf diesem Weg auch noch einmal bei Herr Dr. med. Thomas Christmann bedanken, dass er mir ein neues brillenloses Leben ermöglicht hat. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das für ein Gefühl war, als ich direkt nach der 5 minütigen OP im Wartezimmer gesessen bin. Ich saß auf der einen Seite einer Couch. Gegenüber an der Wand war so eine silberne Getränketonne in der kleine Wasserflaschen waren. Als ich ohne Brille das Pfandzeichen mit der Dose, der Flasche und dem Pfeil klar und deutlich erkennen konnte, sind mir die Tränen gekommen. Ich möchte nicht alles schönmalen, denn am Tag der OP haben meine Augen gebrannt und ich konnte sie kaum offen halten. Doch schon am nächsten Tag konnte ich wieder in die Arbeit gehen. Ich hatte tagelang das Gefühl, als würde ich in die Ferne nicht scharf sehen können, weil mein Gehirn mit dieser Menge an neuen Bildinformationen anscheinend nicht klar gekommen ist. Als ich dann eines Abends zur Entspannung meiner Augen – wie empfohlen – ferngesehen habe, hat es mir die Augen geöffnet.

LASIK Gut - Augen Gut

Ich nach meiner LASIK

Ich habe mein ganzes Leben durch einen Bilderahmen geschaut und jetzt sitz ich da und schau ich mir schonwieder Bilder mit einen Rahmen drum herum an? Wie geil muss das sein, dies alles mit eigenen Augen zu sehen. Die Welt ist so riesig und ich habe bisher nur einen winzigen Teil gesehen. Da kann es doch nur das größte Glück auf Erden sein, dass der Traum meiner Lebenspartnerin, eine Weltreise ist.

Der Entschluss war gefasst und am 2.September heißt es dann: Ich seh’ dann mal los.

Um meine Reisevorbereitungen, aber auch meine gesamte Reise zu dokumentieren, möchte ich diesen Blog nutzen. Ich hoffe, dass ich die eine oder andere Person inspirieren kann, vielleicht selbst eine Reise in die Welt zu unternehmen. Ich werde an dieser Stelle darüber bloggen, welche Orte ich besuche, welche Menschen ich kennen lerne und wie ich mir das gemeinsam mit meiner Lebenspartnerin überhaupt leisten kann.

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