Tag 1

Endlich sind wir angekommen. Wir sind zwar noch immer total geschlaucht von der langen Reise, aber wir haben gut geschlafen. Das Zimmer ist sauber und das Moskitonetz über dem Bett hat dicht gehalten. Gleich nach dem Frühstück habe ich mich hingesetzt um meinen ersten Blog aus Asien zu schreiben.

Unsere Bleibe für die nächsten Tage

Unsere Bleibe für die nächsten Tage

Mein neuer Arbeitsplatz

So lässt es sich aushalten

Spabereich

Der Spabereich, aber bei 30 Singapur Dollar für eine Massage, wird dieser unbenutzt bleiben

Eigentlich sollte hier in diesem Ressort eine Internetverbindung bestehen, doch diese funktionierte nur auf Anfrage. Ich habe es nicht einmal geschafft, meinen Blog mit allen Bildern hochzuladen, da war auch schon die gesamte Kapazität von einem Tag verbraucht. Angeblich haben die hier täglich nur 1GB Datenvolumen zur Verfügung. Durch einige Downloads der Dropbox und ein bisschen Zeitung lesen war diese bereits vollständig aufgebraucht. Das habe ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt. Auffällig sind hier auch die extrem hohen Preise. Eine 1,5 Liter Flasche Wasser kostet 25.000 Rupien, das sind knapp zwei Euro. Ich kann mich sehr gut daran erinnern das alle meine Freunde und Bekannte von den günstigen Preisen in Indonesien geschwärmt haben. Aber hier in diesem Ressort besteht keine Chance für die angeblichen zwei EUR für Essen und Trinken für zwei Personen ran zu kommen.

Bea im Meer

Ein Meer wie der Plattensee

Das fantastische Wetter und der Blick auf das Meer lassen mich den ersten Frust vergessen. Also nichts wie rein in die Badehose und ab ins Meer. Doch irgendwie komme ich mir gerade vor als wäre ich in Ungarn am Plattensee. Nach hunderten von Metern, die wir watend im Wasser verbracht haben, stehen wir endlich hüfttief im klaren, warmen Wasser. Die willkommene Abkühlung dauerte jedoch nicht all zu lange an. Bis wir wieder an unserer Strandhütte angekommen sind, waren wir bereits sonnengetrocknet. Die Dusche ist sauber und trotz nur einem Wasserhahn, hat das Duschwasser genau die richtige Temperatur. Noch etwas Sonnencreme und Mückenschutz auftragen und wir sind bereit für den ersten kleinen Erkundungstrip auf unserer Insel. Doch sobald wir das Ressort auf dem Strandweg verlassen haben, öffnet sich vor unseren Augen ein Bild der Verzweiflung. Überall liegt der Müll der Menschheit im sandigen Strand. Von Badeschlappen über intakte Glühbirnen, leere Glasflaschen, Fischernetze und jede Menge undefinierbarem Müll liegt hier alles rum, was man sich nur vorstellen kann. Ein Müllsack wäre in ein paar Minuten randvoll. Es ist wirklich traurig zu sehen, wie wir Menschen mit unserer Umwelt umgehen.

Ungestellte Szene

Kaum draussen aus dem Ressort, bietet sich dieser Anblick

Als wir dann wieder im Ressort angekommen sind, haben wir ein deutsches Paar kennengelernt, die ebenfalls ein paar Nächte hier verbringen. Während des Gesprächs wurde dann klar, das die Ressorts auf der Insel Bintan sowie der Nachbarinsel Batam hauptsächlich von den Bewohnern Singapurs genutzt werden. Da dies die nächstliegenden Destinationen sind, bitten die Indonesier die Singapurer und in diesem Fall auch uns heftig zur Kasse. Mit dieser Informationen im Hinterkopf müssen wir unser Kaufverhalten einfach nur ein wenig umstellen. Wasser kaufen wir jetzt ausserhalb des Ressorts am Strassenverkauf und gegessen wird ebenfalls ausserhalb.

Wir haben auch gleich am ersten Abend am Strassenrand eine kleine Hütte gefunden, an der Einheimische gegessen haben. Ich habe zwar kein Wort verstanden, was auf der Karte gestanden ist, oder was der nette Herr gesprochen hat, aber dieser hat dann einfach die Zutaten an den Tisch gebracht und ich habe dann einfach mit dem Finger darauf gezeigt, was mir am meisten zugesagt hat. Geschmacklich kann man absolut nichts sagen. Das Essen von uns beiden hat echt super geschmeckt. Und natürlich haben wir die Goldene Regel für Auslandsreisende beachtet: Cooked, Boiled, Fried. Aber wir wären ja nicht in Asien, wenn es hier nicht in jedem Essen etwas geben würde, was bei uns eher unvorstellbar ist. Denn ich habe mich anfangs ein wenig gewundert, warum die Sojasprossen so hart sind. Bis ich dann gesehen habe, dass die Sojasprossen kleine Augen haben und das dies eigentlich gar keine Sojasprossen waren, sondern kleine 2-3 cm Fischchen. Das hört sich vielleicht komisch an, war aber bissig und hat verdammt gut geschmeckt. Für zwei Personen haben wir dort inklusive Getränke und einer Kokosnuss, 50.000 Rupien, also knapp 3,50 EUR bezahlt. Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg. An der Kokosnuss habe ich dann meinen neuen Leatherman ausprobiert. Ein kleines Loch, ein Strohhalm und der erste Tag nahm ein erfrischendes Ende.

Kokosnuss

Erfrischungsgetränk

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