Warum geht es jetzt nach Mataram?

Man könnte fast meinen, unsere Reiseziele seien willkürlich gewählt, aber tief hinten im Kopf haben wir einen Plan. Wir möchten unbedingt nach Mataram. Warum? In Deutschland haben sich meine Lebenspartnerin und ich uns neue Laptops zugelegt, und wir haben uns gefragt, was wir mit den alten Laptops machen. Hätten wir sie verkauft, würden wir nicht mehr sehr viel dafür bekommen. Die Akkus halten noch maximal 5 Minuten und die DVD-Laufwerke waren defekt. Zum Wegwerfen waren sie aber auch noch zu schade, da wir unsere Laptops bis zu diesem Zeitpunkt noch täglich genutzt haben. Ich habe mich dann im Internet einmal umgesehen, was man mit diesen alten Dingern machen kann. Dabei bin ich auf die Homepage der gemeinnützigen Organisation Labdoo gestoßen. Labdoo ist eine non-profit Organisation und NGO. Ihr Ziel ist es, nicht mehr benutzte Laptops, eBook Reader, Tablet-PCs u.a. mit kindgerechter Lernsoftware und -inhalten umweltfreundlich und ohne große Kosten zu Kindern und Schülern überall auf der Welt zu bringen. Labdoo.org möchte so helfen, den “digitale Graben” zu überwinden. Labdoo unterstützt z.Zt. Schulen, Waisenhäuser und Jugendprojekte in über 90 Ländern auf 5 Kontinenten. Labdoo nennt diese unter- stützten Projekte “Edoovillages”. Aktuell gibt es auch ein Edoovillage in Indonesien und ich bin der Meinung, dass dies eine super Sache ist. Daher haben wir unsere alten Laptops dort eingeschickt und nach ein paar Wochen bekamen wir diese repariert und mit einem Indonesischen Ubuntu Betriebssystem installiert zurück. Aus diesem Grund ist unser nächster Stop die Youth Creation Foundation in Mataram.

Labdoo

Unser Labdoo Paket mit den beiden Laptops für das Youth Center in Mataram

Doch zuerst heisst es, von Bintan dort hin zu kommen. Im Ressort wurde uns gesagt, dass die Fähre von Bintan nach Singapur um 12.30 Uhr ablegt. An der Fähre angekommen, haben wir dann festgestellt, dass die Fähre erst um 14:00 Uhr ablegt und wir somit noch fast zwei Stunden Zeit haben. Diese habe ich genutzt, um mir eine Prepaid Telefonkarte für Indonesien zu besorgen. Für 60.000 Rupien, das entspricht vier EUR, bekommt man 5GB Datenvolumen. Wenn man die Telefonkarte auch zum Telefonieren nutzen möchte, dann muss man sich eine Rubbelkarte kaufen und den freigelegten Code mittels *101*Code# in sein Mobiltelefon eingeben. Ich habe mir die kleinste Prepaid Karte zugelegt, die ein Guthaben von 10.000 Rupien hat. Warum diese Karte 12.000 Rupien gekostet hat, bleibt mir allerdings ein Rätsel. Gleich ums Eck war auch das Büro der Fährgesellschaft und ich habe mir dort die Tickets für die Fähre gekauft. Als ich wieder zurück zur Fähranlegestelle gekommen bin, kam mir ein Mann entgegen: „Mr. Peter Lacosta, you remember me? I took you to the driver to Majorly Beach last week“. Dafür, dass normalerweise kein Mensch sich auf Anhieb meinen Namen merken kann, war ich wirklich überrascht, dass dieser Mann sich meinen Namen so gut merken konnte. Er wollte wissen, warum wir denn schon wieder abreisen und wo es denn hingehen soll. Als ich ihm dann erzählt habe, dass es über Singapur nach Mataram gehen soll, fragte er mich, ob ich denn wüsste, dass ich bei einer erneuten Einreise nach Indonesien abermals ein Visa erwerben muss. Und in der Tat, das wusste ich nicht. Denn ich habe bei der Ankunft in Mataram beim Kauf des Visa extra gefragt, ob es möglich ist, mit dem selben Visa über Singapur wieder nach Indonesien einzureisen. Diese Frage wurde mir mit Ja beantwortet, und darum habe ich dann gleich das 30 Tage Visa gekauft, weil das insgesamt billiger ist als das 7 Tage Visa. Jetzt hat sich allerdings herausgestellt, dass dies nicht so ist, und sobald man das Land verlässt, verliert das Visa seine Gültigkeit. Um nicht wieder ein Visa kaufen zu müssen, wäre eigentlich die beste Route gewesen, mit der Fähre von Bintan nach Batam zu fahren und von dort aus mit dem Flieger direkt nach Bali zu fliegen. Aber hätte, hätte Fahrradkette und die Fähre nach Singapur war bereits bezahlt. Doch zumindest kann ich diesen Blog dafür nutzen, um anderen Menschen diesen Fauxpas zu ersparen.

Als wir dann total frustriert und durchgeschwitzt im Fährterminal angekommen sind, stand da ein freundlich lächelnder Familienvater mit einer Kühlbox. Aus dieser holte er etwa 20 cm lange, tiefgefrorene in Plastik gehüllte Eisstäbe hervor und winkte uns zu. Wie selbstverständlich bot er uns diese an und wir dachten uns, die Leute hier haben es echt drauf mit dieser Hitze umzugehen. Was für eine simple aber effiziente Abkühlung. Auf der Fähre haben wir diesen Singapurer gefragt, wie wir am besten zum Flughafen kommen. Bus Nummer 35, bis zur ersten Bahn (MRT) Station und dann mit dem MRT zum Airport. Wenn man längere Zeit in Singapur ist, dann lohnt sich auf jeden Fall ein 12 SGD teueres Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Preis setzt sich zusammen aus fünf SGD für das Ticket selbst, sowie sieben SGD Guthaben. Das Guthaben kann man an jedem Fahrkartenautomaten aufladen. Wenn man mit dem Bus (LRT) fährt, sollte man auf jeden Fall Kleingeld dabei haben, denn Wechselgeld haben die Busfahrer anscheinend keines. Wenn man nur mit dem MRT unterwegs ist, kann man sich auch ein Standard Ticket für eine einfache Fahrt kaufen. Für zwei Personen hat die Fahrt von der Fähre zum Flughafen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zusammen knapp fünf SGD gekostet.

Tanah Merrah

Das MRT Terminal in Tanah Merah in Singapur

MRT Route

Nur zwei Stationen bis zum Flughafen

Am Flughafen angekommen, haben wir uns bei Air Asia ein Ticket nach Bali gekauft. Das funktioniert dort in etwa so, als würde man sich in Deutschland ein Bahnticket kaufen. Genauso wie bei der Bahn variieren die Preise abhängig davon, wie früh man sein Ticket bucht. Wenn man etwa zwei Wochen vorher online einen Flug bucht, dann kann man diesen für etwa die Hälfte des Preises bekommen. Eine Stunde vor Abflug kostete das Flugticket für zwei Personen inklusive 20kg Gepäck und allen Gebühren 398 SGD. Das sind umgerechnet 245 EUR. Der Flug dauerte 3 Stunden 25 Minuten. In Bali angekommen haben wir uns mit zwei Italienern ein Taxi nach Kuta geteilt. Im Handumdrehen hatten wir ein Zimmer für 125.000 Rupien bekommen, das entspricht in etwa acht EUR. Wir haben dann zwar lieber doch unseren Schlafsack ausgepackt, aber für eine Nacht war das vollkommen in Ordnung.

Geld verdienen

Ausserdem wollte ich noch darauf hinweisen, das meine iPhone App Wusstest Du… jetzt auch für das iPad verfügbar und in der aktuellen iOS Version im AppStore zum Download bereit steht.

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