Widdewiddewitt und Drei macht Neune

Wer hätte gedacht, dass ich in meinem Urlaub einen Wecker brauchen werde. Aber wenn man sich das Zentrum von Gili Trawangan anschauen möchte, bevor es von den Touristen völlig überfüllt ist, muss man halt vor den anderen aufstehen. Da wir aber nicht jeden Abend Party feiern, sondern uns lediglich um unsere Blogs kümmern und die verfügbare Bandbreite ausnutzen, stellt das frühe Aufstehen kein Problem dar. Im Zentrum angekommen, versuchen wir die Hafenstation ausfindig zu machen. Es gibt zwar etwa alle zehn Meter einen Stand, an denen Trips nach Komodo, Lombok und die anderen Gili Inseln angeboten werden, aber wie das mit den Preisen und Methoden der Einheimischen funktioniert, darüber habe ich ja bereits gebloggt. Wir haben uns dorthin begeben, wo wir bei unserer Ankunft auf Gili Trawangan aus dem Boot ausgestiegen sind und haben die Ohren weit aufgemacht. Irgendwo muss doch diese Stimme herkommen, die immer wieder durch einen Lautsprecher zu hören ist. Denn da wo der Lautsprecher drauf geschraubt ist, dass ist meistens die Hafenstation, an der auch die Einheimischen ihre Tickets kaufen. 30.000 Rupien, also zwei EUR kostet der Kutter nach Gili Air. Wir möchten uns nämlich die anderen beiden Gili Inseln natürlich auch noch ansehen und dort vielleicht auch ein paar Tage verbringen. Die anderen beiden Inseln sind angeblich absolut keine Partyinseln und vielleicht können wir dort auch endlich einmal Schnorcheln.

Ankunft auf Gili Trawangan

Hier sind wir auf Gili Trawangan angekommen

Ticketoffice

Das Ticket Office, an dem man die Tickets für die Überfahrten kaufen kann, ohne einen Trip zu buchen

Schnorchel Trip

Schorcheltour mit Boot zu den angeblich besten Plätzen

Glasboot Trip

Bei diesem hier gibt es Glasboot Trips

Komodo Trips

An diesem Stand wird gleich alles angeboten

Dieser Plan wurde dann am Abend perfektioniert. Unsere Tour auf den Vulkan Rinjani auf Lombok haben wir bereits bezahlt. Uns wurde gesagt, wir müssen zu Beginn lediglich unsere Tickets hochhalten und am Ende würden wir entweder nach Sengigi oder irgendeine der Gili Inseln gebracht werden. Also werden wir uns hier abholen lassen, unsere Vulkantour machen, und uns abschließend auf eine der beiden anderen Gili Inseln bringen lassen. Wenn das so klappt, hätten wir uns immerhin vier EUR gespart. Das hört sich zwar nicht nach viel Geld an, aber es sind genau diese Kleinigkeiten, die sich langsam zu einem beachtlichen Betrag summieren und wie in diesem Fall völlig unnötig sind.

Es ist auch so, dass wir auch nicht täglich unser Essen hier im Hotel bestellen. Über die Preise kann man hier zwar wirklich nicht meckern, denn eine Portion Cah Kangkung kostet 35.000 Rupien. Cah Kangkung ist übrigens der Seespinat, von dem ich bereis geschwärmt habe. Die teuersten Speisen hier kosten 55.000 Rupien, das sind dann so Sachen wie Spaghetti Bolognese oder Chicken Schnitzel mit Pommes. Aber wer so etwas in Indonesien isst, dem ist nicht zu helfen. Wenn ich einmal um die Insel gehe, um mich mit langer Kleidung in der Mittagssonne zu saunen, nehme ich auch mal das Essen mit, was sonst eher die Einheimischen kaufen und essen. Über diese Papiertüten habe ich ja ebenfalls schon einmal geschrieben und auch dieses mal habe ich verpasst, ein Foto davon zu machen, da ich nach meiner Schwitztour doch sehr ausgelaugt war und wirklich Hunger hatte. Aufessen konnte ich das darin befindliche Essen heute aber nicht. Ich habe keine Ahnung, ob mein Magen bereits geschrumpft ist, oder ob mein Magen durch den Liter Wasser, den ich bei meiner Ankunft getrunken habe, einfach schon zu voll war. Eine Papiertüte mit reichlich und gut gewürztem Hühnchen mit Reis kostet nur 10.000 Rupien. Etwa eine halbe Stunde bevor ich am Hotel ankomme, gehe ich noch in einen kleinen Supermarkt und kaufe fünf Flaschen Wasser, die für zwei Personen ziemlich genau einen Tag reichen. Im Supermarkt kostet die Flasche genau die Hälfte, was sie hier im Hotel kostet. Und wieder befinden sich weitere kleine Beträge im Geldbeutel des Backpackers. Da wir aber nicht die typischen Backpacker sind, sind wir am überlegen, ob wir mit dem gesparten Geld nicht doch noch eine Nacht länger hier im „The Exile“ verbringen werden.

The Exile

Das Motto vom The Exile: Escape from the Center

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