Gesagt, getan

Hier ist es einfach viel zu schön, um schon abzureisen. Eine Nacht mehr muss defi,nitiv drin’ sein, und es hat sich absolut gelohnt. Heute war ich wieder einmal so glücklich darüber, dass ich mir letztes Jahr meine Augen mit einer LASIK operieren lassen habe. Ohne diese Operation hätte ich heute nicht gesehen, was da ein oder zwei Meter unter mir durchgeschwommen ist. Denn heute war unser zweiter Tag an dem wir uns an das Schnorcheln gewagt haben. Wir haben beide zuvor noch nie geschnorchelt. Wir haben uns es zwar immer vorgenommen, und wir besitzen sogar seit ungefähr fünf Jahren eine Taucherbrille und Schnorchel. Jedoch haben wir sie bisher noch nie benutzt. Nachdem wir gestern an einer Stelle waren, an der man durch die Strömung stark abgetrieben wurde, haben wir uns in unserem Hotel erkundigt, wo man auf Gili Trawangan am besten Schnorcheln kann, und wo man nicht so stark abtreibt. Ganz in der Nähe der Hafenstation ist eine Stelle mit ein paar Korallenriffen, an der es kaum eine Strömung gibt. Man muss nur immer wieder auch mal nach oben schauen, weil dort ab und zu Boote vorbeifahren, die die unzähligen Taucher wieder zurück an Land bringen. Gleich neben dem Hotel führt ein Weg vorbei an ein paar Bauernhöfen und einem angelegten Palmenwald. Quer durch die Insel kann man so fernab von allen Touristen die Zweisamkeit genießen. Ausserdem haben wir ja bereits in der Schule gelernt, dass der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten eine Gerade ist. Wir haben uns also den Umweg über die Inselpromenade erspart und haben die Stille der Inselmitte genossen.

Vorbei an Bauernhöfen

Vorbei an Bauernhöfen

Ging es durch den angelegten Palmenwald

Ging es durch den angelegten Palmenwald

Kokosnüsse für die Touristen

Hier werden die Kokosnüsse für die Touristen angebaut

Einmal quer über die Insel

Einmal quer über die Insel

Zu starke Strömung für Schnorchelanfänger

Hier ist die Strömung für Tauchanfänger zu stark

Endlich am Strand angekommen haben wir unsere Schnorchel geschnappt und haben uns ins Wasser gestürzt. Nach ein paar Metern konnten wir uns auf den Bauch legen und den ersten Blick nach unten wagen. Und da waren sie, all die bunten Fische und Korallen, wie ich sie bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Ich hätte nicht gedacht, dass diese mir bisher verschlossene Welt sich so nah am Strand befindet. Leuchtend blaue Fischlein sind nur wenige Meter um mich herum geschwommen. Die unterschiedlichsten Formen und Farben schwimmen an mir vorbei und nehmen mich wie selbstverständlich in ihre Umwelt auf. Fingerdicke, längliche weiße Fische mit schwarzen Rallyestreifen schwimmen an KFZ-Großen rosa schimmernden Korallen vorbei. Da ein Kugelfisch, dort ein Halterfisch, dann wieder eine mir völlig unbekannte Spezies. Nachdem wir uns dann zu einem weiteren Tauchgang aufgemacht haben, war ich überglücklich darüber, dass ich jetzt brillenlos bin. Denn wie wir uns die relativ kleinen Fische von vielleicht maximal 30 Zentimeter so ansehen, schwimmt plötzlich eine ca. ein Meter große Schildkröte direkt unter mir hindurch und lässt sich von der Strömung treiben. Ich konnte alles so klar und scharf erkennen, und die Freude darüber war verantwortlich dafür, dass ich trotz einer dichten Taucherbrille salziges Wasser in selbiger hatte.

Über meine anschließenden abendlichen Erlebnisse kann ich eigentlich nicht all zu viele Details berichten. Aber sie sind es auf jeden Fall wert, für einen besseren Eindruck von Indonesien erwähnt zu werden. Denn als ich gestern Abend meine Bilder auf den Blog geladen habe, ging zum einen für etwa eine viertel Stunde der Strom auf der gesamten Insel aus, und wieder einmal hatte ich kein Internet. Und kurz bevor ich ins Bett gehen wollte, machte es einen unbeschreiblich lauten Knall, gefolgt von einem einzigen heftigen Beben der Erde. Ein weiteres unbeschreibliches Naturschauspiel, bei dem ich allerdings froh darüber bin, dass es bei einem einzigen Beben geblieben ist.

Und auf einmal war der Strom aus

Und auf einmal war der Strom aus

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