Das war eine gute Entscheidung

Der Ort Sengigi ist laut Wikipedia ein aufstrebendes Touristenzentrum, das erhebliche Bedeutung für die Wirtschaft der Insel erlangt hat, und dies konnte man auch deutlich an den Preisen dort erkennen. Ausser dem Hindutempel Pura Batu Bolong gibt es dort nicht viel zu sehen. Da ich mir sicher bin, dass es in Asien noch mehrere Hindutempel zu sehen gibt, bereue ich meine Entscheidung nicht.

Kuta hingegen ist eher ein kleines Fischerdorf, indem wir uns bisher wirklich wohl fühlen. In Kuta und der nächsten Umgebung gibt es zahlreiche, wunderschöne Sandstrände mit vielen Buchten und nie endenden Wellen, und es ist daher ein beliebtes Ziel von Surfern aus aller Welt. Das ist mir auch gleich aufgefallen, denn zum einen gibt es hier sehr viele Surfshops und zum anderen haben hier so ziemlich alle Roller eine Halterung an der Seite, auf die ein Surfbrett passt. Das sieht echt witzig aus, wenn so ein kleiner Roller mit zwei Personen und Surfbrett an einem vorbeifährt.

Die Strasse zum Strand von Kuta

Die Strasse zum Strand von Kuta

Der Strand von Kuta

Der Strand von Kuta

Gegenüber dem Strand von Kuta

Die gegenüberliegende Strassenseite des Strands von Kuta

Aber heute sind wir erstmal hier, um uns zu entspannen, und um es uns gut gehen zu lassen. Das Frühstück in unserem Hotel war gut, die Portion war aber kleiner als gewohnt. Da ich aber sowieso Gewicht verlieren möchte, ist das nicht schlimm. Statt viel zu essen, haben wir uns angewöhnt, viel zu trinken. Darum haben wir uns im Laden, der direkt an unser Hotel grenzt, und ebenfalls dem Hotelbesitzer gehört, Wasser gekauft und ich war positiv überrascht. Denn obwohl dies kein Supermarkt im herkömmlichen Sinne ist, und das hier ebenfalls ein Touristenort ist, kostet die 1,5 Liter Flasche Wasser nur 4000 Rupien. Nur einmal während unserem gesamten Indonesienaufenthalt habe ich weniger bezahlt. Ich finde, das ist immer ein guter Vergleich, um festzustellen, wie das Preisniveau in dieser Gegend ist. Gleich gegenüber von unserem Hotel ist ein kleiner Verkaufsstand, an dem es Obst und Gemüse gibt. Ich habe dort ein paar Limonen gekauft, und diese zusammen mit unserem Wasser zu Limonade verarbeitet. Ohne Zucker, aber trotzdem sehr, sehr lecker, wie ich meine. Wir haben uns dann zu Fuß auf die Suche nach einem Spa oder Ähnlichem gemacht, und sind auch ziemlich schnell fündig geworden. Für eine Stunde Massage wurden 100.000 Rupien pro Person veranschlagt. Ich hatte aber nur 174.000 Rupien dabei, da der Geldautomat, der sich ebenfalls genau vor unserem Hotel befindet, ausser Betrieb war. Ich zeigte der kräftigen Frau meine knapp 12 EUR und nach kurzer Diskussion mit ihrer Tochter, willigte sie ein und hat uns aufgefordert, gleich mitzukommen. Sie hat schnell noch frische Bezüge geholt und wir stiegen über zwei Bambusrohre, die als Treppe dienten, in eine kleine Hütte, die ebenfalls aus Bambus war. Auf dem Boden lagen zwei Matratzen und an einer weiteren Bambusstange hing ein Ventilator. Wir hatten so heftigen Muskelkater, dass sich unsere Waden anfühlten wie Betonklötze und die zwei Masseusen konnten sich das Lachen nicht verkneifen, weil wir gar so sehr gewinselt haben. Als es dann losging, wurden wir bei jeder Blase und jedem Kratzer den wir hatten gefragt, woher wir das haben, und unsere Antwort war immer die gleiche: Rinjani. Wir wurden eingeölt, durchgeknetet und verbogen, dass es nur so geknackt hat. Aber ich finde, die Massage hat sehr gut getan und war das Geld auf jeden Fall Wert. Denn schon gleich im Anschluss fühlen wir uns um einiges besser als vorher, und wir sind dann noch ein wenig durch Kuta spaziert. Am Strand von Kuta machten wir kehrt und sind wieder zurück zu unserem Hotel gegangen, wo wir dann endlich mal wieder mit unseren Eltern telefonieren konnten und über unsere Erlebnisse vom Schichtvulkan Rinjani gebloggt haben.

Ausser Betrieb

Ein defekter Geldautomat ist hilfreich beim Feilschen

Mamma Ayus Massage

Bei Mamma Ayus Massage haben wir uns es gut gehen lassen

Am Abend wurde ich dann abermals positiv überrascht, denn wir haben in einem einheimischen Restaurant für drei Gerichte inklusive Getränke gerade einmal 55.000 Rupien bezahlt. Ich glaube, dass ich nach fast einem Monat endlich dort angekommen bin, wo ich von Anfang an hin wollte.

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