Leute gibt’s, die gibt’s gar nicht

Es gibt Leute, die gibt’s gar nicht

Housesitting und Couchsurfing

Auch wenn wir heute wieder einmal einen Tag eingelegt haben, an dem wir nichts unternehmen wollten, irgendwas passiert immer. Da wir uns vor einigen Wochen bei TrustedHouseSitters angemeldet haben, und bisher noch keinen Job als Housesitter bekommen haben, sind wir zu Franky gegangen, um unser Bewerbungsprofil checken zu lassen. Da Franky in England studiert und somit mehrere Jahre dort gelebt hat, kann sie sehr gut Englisch sprechen. Sie hat auch gemerkt, dass unser Profil noch nicht ganz vollständig ist, und uns unter anderem noch ein Video fehlt. Man muss immer nur über alles reden, denn nur so konnte sie uns anbieten, zu ihrer Tante zu fahren. Ihre Tante hat mehrere Hunde und sie meinte, dass dies die perfekte Umgebung für ein solches Video sei. Wir können die Hunde waschen und mit ihnen spazieren gehen, und Franky hat uns angeboten, uns dabei zu filmen. Sie fragte uns dann, ob wir uns auch schon als Couchsurfer angemeldet haben. Man bekommt dort zwar nicht gleich ein ganzes Haus zur Verfügung gestellt, aber immerhin eine Couch und man braucht auch keine Tiere zu pflegen. In teuren Städten wie z.B. Singapur würden ein bis zwei Nächste ohnehin ausreichen und das Teuerste ist dort nunmal die Unterkunft. Als wir uns dort angemeldet hatten, zeigte uns Franky ihr Profil, und wir haben uns die Fotos angeschaut, die sie dort hochgeladen hat. Zu jedem Bild hat sie uns eine Geschichte erzählt und eine war unglaublicher als die andere.

Couchsurfing

Eigentlich alles was man braucht. Ein Platz zum Schlafen.

An Dreistigkeit kaum zu überbieten

Einige von ihren Geschichten möchte ich hier erwähnen, denn es gibt Leute, die gibt’s gar nicht. Einer ihrer Gäste beispielsweise hat sich für lediglich zwei Tage im Home Stay NOOK eingemietet. Doch das hat sie nicht davon abgehalten, nach den zwei Tagen immer noch unangemeldet in das Home Stay zu gehen. Dort hat sie sich dann aus der Wäschekammer ein Handtuch genommen und hat sich mehrfach eine Dusche gegönnt, bis Franky meinte, das geht so nicht.

Geld ist zum Ausgeben da

Ein anderes Mal hatte sie Gäste aus Afrika. Eigentlich wurden sie nach Malaysia eingeladen, um einen Kurs zu besuchen. Sogar Taschengeld für ihren Aufenthalt haben sie von der Malaiischen Regierung bekommen. Doch in dem Kurs haben die Leute nur geschlafen. Nachts haben sie gefeiert und am Wochenende haben sie ihr gesamtes Geld für Shopping ausgegeben. Sie haben ihr ganzes Geld verprasst, so dass sie sich nicht einmal mehr die Rückflugtickets kaufen konnten. Um die Gäste wieder loszuwerden, musste Franky die Flugtickets für sie bezahlen.

Hauptsache Geld verdienen

Ebenfalls witzig war die Geschichte der beiden Italiener, die ein vegetarisches Restaurant in Kuching eröffnet haben. Die beiden hatten keinerlei Gepäck, und die Kleidung die sie trugen war verdreckt und hat gestunken. Sie hatten nichts, ausser dem was sie an hatten. Vor lauter Mitleid hat Franky ihnen frische Hosen und T-Shirts gekauft und den beiden bei der Eröffnung ihres Restaurants geholfen.

Ich will hier nicht weg

Weniger witzig aber trotzdem erwähnenswert waren die beiden Jungs aus Deutschland. Den beiden hat das Home Stay NOOK so gut gefallen, dass sie insgesamt zwei Monate hier geblieben sind. Im Gegensatz zu den Afrikanern, die kein Geld mehr für ihre Rückflüge hatten, haben diese beiden insgesamt fünf mal ihre Flüge verfallen lassen. Nur weil einer der beiden eine Verabredung mit seiner Lebensgefährtin in Thailand hatte, sind sie dann schweren Herzens abgeflogen.

Ich will hier eigentlich schon weg

Die letzte Geschichte erinnert mich an die beiden Franzosen, die zur selben Zeit wie wir und den beiden Jeroens hier im Home Stay NOOK gewohnt haben. Bevor sie weiter auf die Philippinen fliegen wollten, sind wir am letzten Abend alle zusammengesessen, um noch ein paar Bierchen zu trinken. Alle haben die Zeit vergessen, denn wir hatten wirklich viel Spass. Zwei Stunden vor Abflug, sind die beiden Franzosen dann doch noch ins Bett gegangen. Obwohl Franky dann mehrmals versucht hat, sie zu wecken, haben die beiden Franzosen nicht reagiert und ihren Flug verpasst. Statt auf die Philippinen ging es dann für die beiden drei Tage später in Richtung Kambodscha.

Leute gibt's, die gibt's gar nicht

Leute gibt’s, die gibt’s gar nicht

Ich bin wirklich gespannt, ob meine Lebenspartnerin und ich am 21.Oktober unseren Flug erwischen. Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

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