Hua Chang Wasserfall in Pai – oder auch nicht

Eigentlich wollte ich über unseren misslungenen Ausflug zum Hua Chang Wasserfall erzählen. Doch mir ist gerade aufgefallen, dass heute der 31.Dezember 2014 ist. Sechs Stunden früher als zu Hause beginnt hier bereits das neue Jahr.

Nicht der Hua Chang Wasserfall in Pai

Wenn man viel Zeit auf der Hängematte verbringen kann, dann vergeht die Zeit wie im Flug. Wir sind jetzt schon fast drei Wochen in Pai und in acht Tagen reisen wir bereits wieder ab. Man hat aber auch viel Zeit zum Nachdenken auf der Hängematte. Das Jahr neigt sich dem Ende, und ich versuche das letzte Jahr in meinem Kopf zu ordnen. Es hat sich so viel ereignet, dass ich froh bin, irgendwann einmal hier alles nachlesen zu können. Ich liege in der Hängematte, und verfolge das Geschehen in Deutschland und in der Welt. Zugegeben, meistens lese ich nur die Überschriften. Es fühlt sich alles zu weit entfernt an. Egal, ob man jetzt die Strecke oder die Zeit nimmt. Ich denke darüber nach, wie ich von einem Ort zum anderen gereist bin. Sehr oft sind auch wir im Flugzeug gesessen. Auch ich bin vor kurzer Zeit noch in einer Air Asia Maschine gesessen, als wir bei starkem Gewitter von Kota Bharu nach KL geflogen sind. Ich lese den Artikel über Flug QZ8501 und denke noch mehr nach.

Wie viele Leben hat man eigentlich? Und ich bin mir sicher, ich habe nur dieses Eine. Täglich passieren so viele schreckliche Dinge, und während ich bei Google nach der Flugnummer suche, lese ich, dass heute im Kongo ebenfalls ein Flugzeug abgestützt ist. Ich bin wirklich froh darüber, dass ich hier sitzen und mein eines Leben genießen darf. Ich bin glücklich darüber, dass ich sehen und erleben kann, was ich möchte.

Doch der Hua Chang Wasserfall in Pai

Ach, irgendwie ist der letzte Satz doch eine schöne Einleitung für den misslungenen Ausflug. Denn manchmal sehe und erlebe ich nicht, was ich möchte. So wie gestern, als wir uns eigentlich einen den Hua Chang Wasserfall ganz bei uns in der Nähe ansehen wollten. Eigentlich soll der Wasserfall nur 40 Minuten zu Fuss entfernt sein. Eigentlich ist er immer nur die Strasse entlang. Eigentlich ist man dort total alleine.

In jedem Baum ein Geist

Buddhistische Mönche binden orange Schleifen um die Bäume, damit sie nicht abgeholzt werden. Es hat funktioniert, denn sobald ein Mönch eine Schleife um einen Baum wickelt, wird dieser heilig für Buddhisten. So kann ihm kein Leid mehr zugefügt werden. (Quelle)

Oder auch nicht

Das man aber zuerst noch eine halbe Stunde mit dem Moped fahren muss, bevor man 40 Minuten zu Fuss gehen muss, hat unser Nachbar nicht erwähnt. Wir sind etwa zwei Stunden zu Fuß unterwegs. Natürlich wieder genau zur Mittagszeit bei über 30°C. Irgendwann führt die Strasse an einen Fluss, aber da ist keine Brücke. Auf der gegenüberliegenden Seite jedoch, geht die Strasse weiter. Auf jeden Fall ist hier kein Wasserfall zu sehen, also gehen wir weiter.

Das ist keine Erbse

Das ist keine Erbse

Wir überqueren ein paar Minuten später den Fluss erneut, und stehen ein paar Minuten später erneut vor dem kleinen Fluss, der sich um den Fußweg zu schlängeln scheint. Von weitem konnten wir ein Motorengeräusch hören, das immer näher kam. Der dazugehörige Jeep erschien kurz darauf, und ist an uns vorbei, über den Fluss gefahren. Nachdem der Jeep den Fluss überquert hat, bleibt er stehen. Während wir dabei zusehen, wie aus dem Jeep ein älterer Mann aussteigt, um Fotos vom Fluss zu machen, fragen wir uns, ob wir wieder umkehren sollen. Wir fragen also den älteren Mann, wie weit denn der Wasserfall noch entfernt ist. „Schon noch ein Stück, aber wir können Euch gerne mitnehmen.“ Wir ziehen also wieder unsere Schuhe und Socken aus, laufen noch einmal durch den kleinen Fluss, und setzen uns auf die Ladefläche des Jeeps. Wir fahren noch ein paar Mal durch den Fluss, bevor wir stehen bleiben und der ältere Mann wieder aussteigt, um weitere Fotos zu machen. Wie aus dem Nichts, kommt von hinten ein Buggy und fährt an uns vorbei.

Sieht aus wie ein Herz

Zwischenstopp: Das sieht aus wie ein Herz

Buggy zum Ersten

Eigentlich ist man dort total alleine

Wir fahren weiter und nach ein paar Minuten bleiben wir wieder stehen. Vor uns der Buggy, der nicht mehr weiter fahren kann, weil ein Baum quer über den Weg liegt. Erneut fragen wir nach dem Wasserfall und weit weg ist er wohl nicht mehr. Ein Tag, ein bis zwei Stunden, einen Kilometer, gleich da vorne, waren die Antworten der vier Anwesenden. In der Hoffnung, dass „gleich da vorne“ die korrekte Antwort ist, gehen wir die Strasse weiter, bis wir erneut an den Fluss kommen. Nur dieses mal befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses keine Strasse mehr.

Kein Hua Chang Wasserfall

Ende der Strasse, kein Hua Chang Wasserfall, nur ein kleiner Fluss

Trotzdem ein Erlebnis

Also gehen wir zurück. Nach einer guten halben Stunde fährt der Jeep wieder an uns vorbei, der uns freundlicherweise mit zurück nimmt. Immer wieder bleiben wir stehen, weil der ältere Mann Fotos machen möchte. Irgendwann überholt uns der Buggy wieder von hinten. Und irgendwann setzt uns der Jeep direkt vor unserem Haus ab.

Der Jeep im Fluss

Zwischenstopp: Jeep im Fluss

Buggy zum Zweiten

Wir fahren weiter und bekommen erneut Besuch von hinten

Vogelscheuche in Thailand

Zwischenstopp: Vogelscheuche

Stopp bei den Reisfeldern

Zwischenstopp: Reisfelder

Dort findet man den Hua Chang Wasserfall

Wir erzählen unserem Nachbarn die Geschichte und anscheinend ist das so: „Man fährt mit dem Moped so lange, bis man das erste Mal an den Fluss kommt. Dort stellt man das Moped ab. Von dort aus muss man eine Stunde gehen, er geht sehr schnell, darum braucht er nur 40 Minuten. Bis man zum Wasserfall kommt, muss man den Fluss 18 mal überqueren. An der Stelle, wo an der gegenüberliegenden Flussseite keine Strasse mehr sieht, muss man im Fluss stromaufwärts gehen. Am Ende dann rechts halten, nicht den Berg hoch, sondern den kleinen Weg entlang.“ Das hätte er doch mal gleich sagen können.

Wenn also jemand den Hua Chang Wasserfall in Pai sehen will, dann weiss er ja jetzt, wie er dort hin kommt.

Ausflug zu Thom’s Pai Elefantencamp

Egal ob man sich Pauschaltourist, Individualreisender oder Backpacker nennt, letztendlich ist man Tourist in einem fremden Land. Genauso haben wir uns auch an Weihnachten benommen und haben einen Ausflug zu Thom’s Pai Elephant Camp gemacht.

Thom’s Elefantencamp in Pai

Südlich von Pai befinden sich die Elefantencamps der Gegend. Direkt neben einem der Camps befindet sich das Pai Bamboo Hut, indem wir unsere ersten beiden Nächte in Pai verbracht haben. Bereits an unserem ersten Morgen in Pai habe ich auf der Strasse, die sich vor unserer Unterkunft befindet, Elefanten vorbeigehen sehen.

Ein Elefant reitet vorbei

Direkt vor dem Pai Bamboo Hut reitet ein Elefant vorbei

Pascal hat uns erzählt, dass man bei Thom’s Pai Elefantencamp sogar direkt auf dem Hals oder dem Rücken des Dickhäuters sitzen kann. Deshalb sind nach unserem letzten Ausflug zu Thom’s Pai Elefantencamp gefahren.

Auf den ersten Blick – OK

Auf einem der vielen Plakate kann man lesen, dass das Elefantencamp bereits seit vier Elefantengeneration existiert. Auf einem anderen Plakat kann man lesen, dass die Ausbilder der Elefanten Mahout genannt werden. Darunter konnte man lesen, dass alle Mahout zwar einen Haken besitzen, aber immer versuchen werden, diesen nicht einzusetzen. Die Nacht verbringen die Elefanten zusammen mit ihrem Mahout auf den Bergen. In der Früh werden sie zum Elefantencamp gebracht. Während wir uns auf dem Gelände von Thom’s Pai Elefantencamp umgesehen haben, ist ein Mahout mit seinem Elefanten von einer Tour zurück gekommen. In der Hand hielt der Mahout einen Haken, eingesetzt hat er ihn nicht. Statt dessen legte er den Haken in den Rüssel des Elefanten. Nachdem der Mahout das Tor vom Gatter des Elefanten mit zwei freien Händen geöffnet hat, hat der Elefant den Haken wieder zurück gegeben.

Let join together

Nein, das ist kein Haken

Auf den zweiten Blick – Auch

Irgendwie hat das alles einen guten Eindruck bei uns hinterlassen, und wir haben an der Information nach den Preisen gefragt. Eine Stunde Elefantenreiten kostet bei Thom’s Pai Elefantencamp 800 Baht. Man kann zwischen Dschungel und Fluss wählen. Am Ende des Ausritts darf man sich in Becken, die mit Wasser aus den heissen Quellen gespeist werden, entspannen. Das Erstaunlichste aber ist, dass man am Ende der Tour eine CD mit Fotos von seinem Ausflug erhält, sowie eine DVD mit einem Video der eigenen Elefantentour. Man muss sich das mal vorstellen, da fährt ein Angestellter mit seinem Moped an strategisch günstige Stellen, und wartet dort mit seiner Kamera, bis man vorbeireitet.

Balance gefunden

Man merkt garnicht, dass Fotos gemacht werden

Wenn man am Camp ankommt, bekommt man die beiden Datenträger in einer Doppel-DVD-Hülle mit Farbcover gereicht, während man noch auf dem Elefanten sitzt. Und das alles wie gesagt, für 800 Baht. Das sind 20 EUR pro Person. Weitere Informationen sowie Touren inklusive Preise kann man auf der Homepage von Thom’s Pai Elefantencamp finden.

Streicheln – schauen – Balance halten

Die Überlegung war folgende: Wenn man sich nach dem Ausritt in heissem Wasser entspannen kann, dann kann man auch durch den Fluss reiten. Wenn man allerdings in heissem Wasser entspannen möchte, dann sollte man eine Badehose dabei haben. Also heute buchen sowie bezahlen, und morgen auf dem Hals eines Elefanten durch den Fluss reiten. Nebenbei bemerkt, kann man sich bei Thom’s Pai Elefantencamp sogar Badehosen ausleihen.

Ot die lebende Treppe

Ich bin Ot. Du darfst mein Bein als Treppe benutzen.

Am nächsten Tag sitzen wir um 11.00 Uhr auf dem Rücken von Ot. Als wir das erste Mal am Paparazzi vorbeifahren, fällt er uns überhaupt nicht auf. Wir sind viel zu sehr mit streicheln, Aussicht genießen und dem Gewackel des Elefanten beschäftigt. Im Fluss werden wir einige Male durch eine leichte Schüttelbewegung von Ot ins eiskalte Wasser befördert. Nachdem wir den Fluss wieder verlassen haben, reicht der Elefant mit seinem Rüssel dem Mahout dessen Kleidung und Schuhe. Als wir wieder am Camp ankommen, bekommen wir eine Doppel-DVD-Hülle mit Farbcover hochgereicht. Ot bekommt noch ein paar dutzend Bananen, bevor wir uns im warmen Wasser entspannen.

Die Aussicht geniessen

Links festhalten. Rechts streicheln. Rundum glücklich.

Ich steh auf Elefanten

Aufgrund der vielen Haare ist es überhaupt nicht rutschig auf Ot

Ausflug an Weihnachten in Pai in Thailand

Trotz Sonne ist es auch hier in Pai weihnachtlich. Hier und dort sieht man einen Christbaum. In den Geschäften kann man Lametta und Nikolausmützen kaufen. An den Bars sitzen Touristen in Badehosen und eben diesen Nikolausmützen.

Unser Ausflug an Weihnachten in Pai

Die Christbäume, die man an manchen Stellen sehen kann, haben in allen Farben leuchtende Lichterketten. Genau so eine Lichterkette will ich seit Tagen für unser kleines Haus in den Bergen kaufen, um für ein wenig weihnachtliche Stimmung zu sorgen. Aber neben den bereits erwähnten Lametta und Nikolausmützen, gibt es in keinem Geschäft in Pai, Lichterketten zu kaufen. Auch Wärmflaschen habe ich vergeblich gesucht. Quasi als Weihnachtsgeschenk gab es dann zwei warme Decken.

Ausflug zur Erdbeerfarm

Was soll ich sagen? Die Farm liegt auf dem Weg zum Canyon. Bei der Erdbeerfarm gibt es auch ein Erdbeerfeld. Erdbeeren pflücken darf man dort aber nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass alle Produkte die man dort kaufen kann, von den Erdbeeren dieses einen Erdbeerfeldes entstanden sind. Bei der Erdbeerfarm bekommt man einen wahren Erdbeerflash. Tische, Stühle, Speisen und Getränke – alles sieht aus wie Erdbeeren, oder es schmeckt danach. Da kann man stehen bleiben, wenn man zum Canyon unterwegs ist. Gemütlich etwas trinken und die Aussicht genießen.

Erdbeerfarm

Die Erdbeerfarm in Pai

Erdbeerflash

Wo man hinschaut, überall Erdbeeren

Pai Canyon

Genau das haben wir getan, bevor wir weiter zum Canyon gefahren sind. Langläufige Steintreppen führen vom Parkplatz den Berg hinauf zum Pai Canyon. Wenn man den Canyon erkunden möchte, sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk dabei haben. Die Waghalsigen, zu denen ich mich selbst nicht zähle, erforschen jeden Vorsprung. In schwindelerregender Höhe, werden Fotos in Nikolausmützen gemacht, um ihren Ausflug an Weihnachten in Pai zu dokumentieren. Über die erste, vielleicht 70cm schmale Felserhebung wage ich mich noch. Auf beiden Seiten geht es bis zu 50m steil nach unten. Auf der anderen Seite angekommen, windet sich ein schmaler Gang durch das Gestein etwa drei Meter nach unten. Wenn man den Canyon weiter entlang gehen möchte, muss man da irgendwie runter. Ich möchte aber nicht mehr weitergehen.

Aussichtsplattform

Memo an mich: Auf diesem Vorsprung standen die vier Holländer mit ihren Nikolausmützen und haben für ein Foto posiert

Pai Canyon

Irgendwie muss man da rüber…

Pai Canyon

…um dort hin zu kommen.

Pai Memorial Bridge

Statt dessen sind wir weiter gefahren, und haben uns die Pai Memorial Bridge angesehen. Während des zweiten Weltkriegs war diese Brücke ein strategisch wichtiger Punkt für die Japaner, auf dem Weg zum britisch kolonialisierten Burma. Das Material der ursprünglichen Brücke waren einfache Holzstämme. Diese wurden von Elefanten aus den umliegenden Wäldern zur Brücke transportiert. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich in dieser Ecke von Pai, alle Elefantencamps befinden.

Pai Memorial Bridge

Pai Memorial Bridge

Ta-Pai Bridge

Pai River

Bevor die Sonne untergeht, kommen wir wieder zu Hause an. Wir bringen unsere Decken noch oben und holen die Laptops nach unten. Den ersten wirklich schönen Weihnachtsbaum sehen wir, als wir mit den Eltern meiner Lebenspartnerin skypen. Wir erzählen von unserem Ausflug an Weihnachten in Pai und sehen live dabei zu, wie unsere Geschenke, die wir drei Wochen vorher nach Deutschland geschickt haben, ausgepackt werden. Irgendwie komisch. Komisch hat auch der Erdbeerwein geschmeckt, den wir mit Zimt und Orange einen weihnachtlichen Touch verpassen wollten. Der Effekt von warmen Erdbeerwein mit Zimt und Orange ist aber der selbe wie von jedem anderen warmen alkoholischen Getränk.

Frohe Weihnachten

Mein Tag in Pai

Eigentlich verläuft mein Tag in Pai genau so wie zu Hause, nur ein kleines bisschen anders. Oder wie der Thailänder sagen würde: „Same Same, But Different.“

Mein Tag in Pai in Bildern

Zugegeben, abends wird es um diese Jahreszeit auch hier in Pai kalt. Doch morgen feiern wir Weihnachten und da wird einem ja auch im Herzen warm. Neben Weihnachten feiern meine Freundin und ich morgen auch unser 16 1/2 jähriges. Und es ist ein schönes Gefühl, wenn man sich nach so langer Zeit immer noch gerne aneinander kuschelt. Ausserdem bringt es einen gewaltigen Vorteil bezüglich der Kälte mit sich.

Vormittag in Pai

Nachdem die ersten Sonnenstrahlen durch das offene Fenster auf meinen Bauch scheinen, beginnt mein Tag in Pai. Seit ein paar Tagen kommt immer öfters eine Katze bei uns vorbei. Mit einer Hand streichelnd, versuche ich ein paar Zeilen Code in mein MacBook zu tippen.

Fenster auf

Mein Tag in Pai beginnt

Frühstuck in der Hängematte

Auf der Hängematte genieße ich mein Frühstück

Fegen

Statt Schnee zu schippen, fege ich die Veranda

Blumen im Garten

Statt einem Christbaum, blühen bei uns die Blumen im Garten

Nachdenken

Statt im kalten Büro, sitze ich gemütlich in der Sonne

Ente im Garten

Diese Ente hätte ich jedoch auch lieber gebraten als im Garten

Nachmittag in Pai

Langsam breitet sich ein kleines Hungergefühl aus. Nachdem wir auf dem Markt gewesen sind, fahren wir zu Sue. Sue ist die Besitzerin vom Krazy Kitchen. An einem anderen Tag in Pai, als wir bei den Heissen Quellen waren, haben wir dieses abgeschiedene Restaurant entdeckt. Heute bekommen wir von Sue eine Riesenportion Pad Thai.

Moped fahren

Schnee wird hier sicher keiner fallen

Wäsche abgeben

Aber zuerst die Wäsche abgeben. Zettel gibt es keinen, die Frau erkennt mich am Moped.

Kamerafrau

Vorbildlich mit Helm, fahre ich mit meiner Kamerafrau zum Markt

Diese Paprika ist OK

Nach reichlicher Überlegung beschliese ich, diese Paprika zu kaufen

Ein wenig Shopping

Bei diesem Bild fällt mir auf, ich habe noch eine Dose Red Bull im Kühlschrank

Sue zeigt uns ihren Garten

Daheim gibt es jetzt sicher auch Bananen, aber bei Sue wachsen sie wie Unkraut im Garten

Pad Thai

Neben der Riesenportion Pad Thai, bekommen wir von Sue noch ein wenig Zimt. Morgen gibt es Glühwein.

Mein Name ist Curry

Nach dem Essen gibt es noch Streicheleinheiten für Curry

Elefant auf der Strasse

Das Verkehrsaufkommen in Pai könnte man als groß Bezeichnen…

Tankstelle But Different

…aber dafür sind die Tankstellen kleiner.

Abend in Pai

Man sollte abends auf dem Moped auf jeden Fall lange Kleidung tragen. Wenn man keine bei sich hat, sollte man sich auf den Heimweg machen, bevor die Sonne untergeht. Daheim angekommen gibt es eine oder mehrere Tassen Tee, und dann heißt es ran an den Blog.

Sonnenuntergang

Wenn man zu spät nach Hause kommt, wird es kalt auf dem Moped. Und den Sonnenuntergang hat man dann ebenfalls verpasst.

Fenster zu

Ich mache dann die Fensterläden zu, was eigentlich nichts bringt, weil wir garkeine Scheiben haben…

...aber dann fliegt das Viech aus der Küche wenigstens nicht rein.

…aber dann fliegt das Viech aus der Küche wenigstens nicht rein.

Tee am Abend

Schon beim letzten Mal haben wir bei Sue einen Blütentee gekauft. Wie zu Hause, wärme ich meine Hände an der heissen Tasse…

...und sitze vor dem Computer.

…und sitze vor dem Computer.

Tempel auf dem Hügel – Wat Pra Tat Mae Yen

Bei fast jeder Tourist Information oder beim AYA Service in der Walking Street in Pai bekommt man eine kostenlose Karte von Pai und den Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Der Buddha auf dem Berg

Auf diesen Karten findet man beim Wat Pra Tat Mae Yen den Zusatz: “Tempel auf dem Hügel“. Tatsächlich befindet sich auf dem Hügel ein Tempel. Den Tempel selber kann man erst sehen, wenn man oben auf dem Hügel ist. Ganz anders ist es mit dem riesigen Buddha, der sich auf dem Berg hinter dem Tempel befindet. Diesen Buddha auf dem Berg kann man von fast überall in und um Pai herum sehen.

Buddha auf dem Berg

Der Buddha auf dem Berg

Zuerst ein wenig Programmieren

Meine letzte App hat den Status „Warte auf Überprüfung“ erreicht, und ich habe die Homepage für die App fertig gestellt. Da wir uns den Tempel auf dem Hügel erst am späten Nachmittag ansehen wollen, kann ich die Zeit in unserem Haus in Pai nutzen, um die nächste App zu erstellen. Als wir auf Koh Samui mit unseren Feunden aus München abends auf der Veranda gesessen sind, haben wir uns das eine oder andere Mal über technischen Schnickschnack und Apps für Mobiltelefone unterhalten. Die Idee für die App an der ich gerade sitze, ist aus einem dieser Gespräche entstanden und passt wunderbar in meine App-Collection für Reisende.

Zwischenstopp in Pai

In der Zwischenzeit ist es so warm geworden, dass wir uns entschlossen haben, uns mit ein wenig Fahrtwind abzukühlen. Ausserdem haben wir beide Lust auf eine warme Mahlzeit. Wir haben uns beide eine Suppe mit Kokosmilch und Hühnchen eingebildet. Also haben wir in Pai einen Zwischenstopp eingelegt, bevor wir zum Tempel auf dem Hügel fahren. Ich dachte eigentlich, dass die Suppe Tom Kha Gai heisst, aber nachdem ich eine scharfe Suppe, die weder dickflüssig noch nach Kokosmilch geschmeckt hat, bekommen habe, bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Der Tempel auf dem Hügel

Um zum Buddha auf dem Berg zu kommen, fährt man auf den Hügel, vorbei am Tempel und an den Souvenirshops, bis man den großen Parkplatz erreicht. Von dort führen zahlreiche Stufen auf den Berg mit dem Buddha. Bereits vom Parkplatz hat man eine schöne Aussicht auf die Landschaft von Pai.

Wat Pra Tat Mae Yen

Tempel auf dem Hügel – Wat Pra Tat Mae Yen

Treppen zum Buddha auf dem Berg

Zahlreiche Stufen führen zum Buddha auf dem Berg

Treppengeländer im Bau

Die Treppe, die zum Buddha führt, befindet sich aktuell noch im Bau

Treppengeländer fertig gestellt

Das letzte Stück vor dem Buddha ist bereits vollendet und man sieht überall die typischen Verzierungen

Das letzte Stück vor dem Buddha ist bereits vollendet und man sieht überall die typischen Verzierungen. Der Buddha auf dem Berg befindet sich auf einer großen Plattform. Diese füllt sich abends mehr und mehr mit Menschen, die sich von dort oben den Sonnenuntergang ansehen wollen. Bis es soweit ist, vertreiben sich die Menschen die Zeit mit jonglieren, musizieren und beten. Die meisten aber haben so wie ich, ihren Fotoapparat in der Hand, und warten bis die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Heute war es leider zu bewölkt, und ausserdem glaube ich, dass man von den Stühlen und Bänken, die am Tempel auf dem Hügel stehen, einen noch besseren und vor allem baumfreien Ausblick hat.

Jonglieren

Die Menschen vertreiben sich die Zeit mit Jonglieren…

Die Plattform füllt sich

…machen Fotos…

Gestützt von einem Bambusgerüst

…vom Bambusgerüst hinter dem Buddha…

Sonnenuntergang

…und vom Sonnenuntergang.

Walking Street in Pai

Bevor alle Menschen vom Tempel auf dem Hügel wieder zurück in Pai ankommen, wollen wir schnell noch zur Walking Street in Pai fahren, um dort etwas zu essen. Tatsächlich wurde es auf der Walking Street auch schnell immer voller. Nach ein paar Snacks an diesem Stand und weiteren Leckereien am nächsten Stand haben wir uns abschließend noch eine Kokosnuss to Go gekauft, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht haben.

Parkplatz

Auf dem Parkplatz vor den Treppen zum Buddha war viel los

Pai - Walking Street

Auf der Walking Street in Pai…

Pilze im Speckmantel

…gab es heute Pilze im Speckmantel für uns.

Eine Woche in Pai, die geht schnell vorbei

Mittlerweile haben wir es uns in unserer Berghütte ein wenig gemütlich gemacht. Eine Hängematte ziert jetzt unseren Eingangsbereich und der Kühlschrank ist mit dem Nötigsten gefüllt. Meine erste App ist fertig programmiert, und wird heute bei Apple zur Überprüfung eingereicht. Und die Umgebung von Pai haben wir auch ein wenig erkundet.

Die erste Woche in Pai verging wie im Flug

Zuerst komme ich nicht klar, weil ich vor lauter Sehenswürdigkeiten und Bloggen keine Zeit finde, etwas zu programmieren. In unserer Berghütte nehme ich mir jetzt die Zeit zum Programmieren. Aber einmal am Tag müssen wir nach Pai fahren, um uns zu versorgen. Mittlerweile haben wir auch schon ein paar Geschäfte gefunden, die nicht zur 7-Eleven Kette gehören. Neben Kleinigkeiten wie Spülmittel, Müllbeuteln und Toilettenpapier habe ich mir für ein paar Euro eine Hängematte zugelegt. Zwischen die beiden Pfosten an der Front unserer Berghütte scheint den ganzen Tag die Sonne hin. Das ist ein perfekter Platz für meine neue Errungenschaft.

Hängematte

Eine Hängematte gehört ab jetzt zur Ausstattung unserer Berghütte dazu

Currency Exchange Converter

Die ersten Tage habe ich viel Zeit auf dieser Hängematte verbracht, und darüber gegrübelt, welche Apps ich programmieren möchte. Ich will am Ende unseres Aufenthalts eine App-Collection für Reisende im App Store haben. Alle kleinen Apps, die ich bisher im Urlaub benutzt habe, und vieles was ich mir wünschen würde. Dafür müssen einige kleine Programme, die ich bisher nur für mich geschrieben habe, benutzerfreundlich gemacht werden. Manches muss völlig neu programmiert werden. Eine Woche in Pai vergeht schnell, wenn man versucht, eine App an den App Store zu senden. Ich habe in der letzten Woche viele Tage damit verbracht, Sprachdateien, Grafiken und Screenshots zu erstellen. Die Validierung der App ist zumindest schonmal erfolgreich gewesen. Wenn alles gut geht, kann ich die App, im Anschluss an die Veröffentlichung dieses Blogs, bei Apple zur Überprüfung einreichen. Und gerade ist mir eingefallen, dass ich für die App auch noch eine Homepage erstellen muss.

Aber eigentlich sind wir im Urlaub

Viele Sehenswürdigkeiten, die es in und um Pai gibt, haben wir bisher nicht gesehen. Vor einigen Tagen waren wir beim Mor Paeng Wasserfall, am Yun Lai Aussichtspunkt und in Chinese Village. Die heißen Quellen von Tha Pai waren bereits zweimal Ziel eines Ausflugs. Aber mal ganz ehrlich, wenn ich jeden Tag vor meiner Haustür das Wasser plätschern höre, dann muss persönlich nicht jeden Wasserfall sehen. Wenn ich jeden Tag mit meinem Moped aus den Bergen in die Stadt tuckere, dann muss ich nicht extra zu einem Aussichtspunkt fahren. Wenn dann in Pai überall Chinesen zu sehen sind, weil in Pai ein chinesischer Liebesfilm gedreht wurde, und alle Chinesen extra nach Pai fahren, um Fotos von den Drehorten machen zu können, dann muss ich persönlich auch nicht unbedingt noch einmal extra ins Chinese Village fahren. Aber es macht wirklich einen Unterschied, ob man die heißen Quellen besucht, um sie gesehen zu haben, oder ob man früh am Morgen extra einen Wecker stellt, um sich nach einer kühlen Nacht im 35°C warmen Wasser aufzuwärmen, noch bevor die Sonnenstrahlen die Umgebungstemperatur auf die selbe Höhe ansteigen lässt.

Wasserfall

Auch die Schilder bei den Sehenswürdigkeiten sind an vielen Drehorten auf Chinesisch

Mor Paeng Wasserfall

Mor Paeng Wasserfall

Yun Lai Aussichtspunkt

Yun Lai Aussichtspunkt

heißen Quellen von Tha Pai

Aus diesem kleinem Loch im Boden entstehen die heißen Quellen von Tha Pai

Eierkochen strikt geregelt

Zum Eierkochen? Rechts bitte!

Krazy Kitchen

Und essen waren wir natürlich auch

Ein Haus in den Bergen von Pai

Als wir heute Vormittag aufgestanden sind, war Pascal bereits unterwegs. Also haben wir uns unseren Roller geschnappt und wollten ein paar Schilder mit „Haus zu vermieten“ suchen.

Heimatgefühl im eigenem Haus in Pai

Wir mussten nicht lange suchen, um das erste Schild zu finden. Wir sind über Landstraßen, kleine Gassen und durch Pai gefahren. In Pai haben wir in einigen Guesthouses nach Rabatt für Monatsaufenthalte gefragt. Man wollte uns auch fast überall Rabatt geben, doch weil am 15.Dezember die Hochsaison beginnt, waren die Preise dort zu hoch. OK, man bekommt jeden Tag sein Zimmer gemacht, und man ist mitten in der Stadt. Einen Roller braucht man aber trotzdem, egal ob man von der Stadt ins Grüne oder aus den Bergen in die Stadt fahren möchte. Ohne einen fahrbaren Untersatz ist Transport teuer in Pai.

War nicht cheaper

Das erste Schild war schnell gefunden

Anzeigen herausfiltern

Manche Anzeigen gab es an mehreren Stellen, manche waren schon so alt, dass die Nummer darauf nicht mehr existierte. Andere Angebote wiederum waren so teuer, dass am Ende die Auswahl gar nicht mehr so groß war. Ein Angebot hat uns aber von Anfang an schon am besten gefallen. Haus zu vermieten, 7 km von Pai. Schlafzimmer, Wohnzimmer, heisses Wasser, Küche, Kühlschrank, Kochgas, Wifi. Schöner Ausblick auf die Berge.

Das beste Angebot

Wir haben für uns das beste Angebot herausgefiltert

Ein Haus in den Bergen von Pai

Wir hatten Glück, es war noch ein Haus frei. Also haben wir sofort einen Termin ausgemacht und sind in die Berge gefahren, um uns die Hütte anzusehen. Zu finden war das Haus trotz der Beschreibung nicht, aber der Besitzer war so freundlich und hat am Strassenrand auf uns gewartet. Auf sechs Betonpfeilern steht das eigentliche Haus im ersten Stockwerk. Die hinterste Wand, sowie die links und rechts daneben sind aus Beton. Dort befindet sich auch die Küche sowie der Kühlschrank. Der Rest ist offen und vom vorderen Teil führt eine Treppe in das eigentliche Haus. Das Wohnzimmer ist eigentlich der Flur, der zum Bad und dem Schlafzimmer führt. Das Haus ist ansonsten komplett aus Holz, und Glas befindet sich lediglich in der Eingangstür. In den Fenstern hängen Muscheln an Fäden und dienen als Vorhang. Über der großen dicken Matratze, die am Boden liegt, hängt ein Moskitonetz. Es befindet sich sogar eine Art Schrank im Schlafzimmer. Der Ausblick aus dem Wohnzimmer ist fantastisch. Vor allem aber wegen der Miete von 4500 Baht zuzüglich Strom, mussten wir nicht lange überlegen.

Blick in den Westen

Blick in den Westen

Blick in den Süden

Blick in den Süden

Blick in den Osten

Blick in den Osten

Details klären

Am nächsten Tag hat uns Pascal zu unserer neuen Unterkunft gebracht. Der Besitzer war zwar nicht anwesend, hat uns aber davor telefonisch darüber informiert und der Schlüssel steckte bereits im Vorhängeschloss. Ich wurde von Pascal wieder nach Pai gebracht, damit ich mir dort einen Roller ausleihen kann. Die Miete für einen Roller in Pai kostet inklusive der beiden Versicherungen für Diebstahl und Unfallschutz 3000 Baht im Monat.

Am Nachmittag kam Dijem, unser Vermieter mit dem Mietvertrag zu uns auf die Terrasse, wo wir es uns bereits gemütlich gemacht haben. Wir haben den Zählerstand des Stromzählers, der direkt am Haus hängt, notiert. Das Gas für den Gaskocher ist im Mietpreis inbegriffen. Wenn die Gasflasche leer ist, sollen wir Dijem Bescheid sagen. Donnerstags kommt frisches Trinkwasser mit einem LKW. Ein 20 Liter Kanister kostet 10 Baht. Die Mülltonne befindet sich oben an der Strasse, dort sollen wir auch den leeren Wasserkanister abstellen, wenn er leer ist. Auf Plastikflaschen gibt es zwar keinen Pfand, aber sie werden separat eingesammelt, damit das Plastik verkauft werden kann. Von den 3000 Baht Kaution werden am Ende die Stromkosten und 150 Baht für die Endreinigung abgezogen. Wir bezahlen unsere Miete und die Kaution und Dijem verabschiedet sich auch schon wieder. Er muss in die Walking Street, seine Bilder und Fotografien an Touristen verkaufen.

Die Zeit nutzen

Wir haben das schönste Angebot für uns herausgefiltert. Mit dem Vermieter haben wir alle Details für unser Haus in den Bergen von Pai abgeklärt. Jetzt wird es Zeit, die Situation auszunutzen und ein paar Apps zu programmieren. Zwischendurch kann man Ausflüge in die Natur machen, oder einfach die Seele baumeln lassen. Doch jetzt heisst es, sich unter die warmen Decken zu kuscheln, denn um unser Haus in den Bergen von Pai wird es nachts sehr frisch. Bei geöffneten Fensterläden höre ich Wasser plätschern, Frösche quaken und Grillen zirpen. Da kommt bei mir richtiges Heimatgefühl auf.

Unser Haus in der Bergen von Pai

Unser Haus in der Bergen von Pai

Und das Beste an der ganzen Sache ist, dass das im Mietpreis inbegriffene W-Lan hier im Haus, eine hervorragende Internetverbindung bietet.

Von Chiang Mai nach Pai

Schon seit längerer Zeit habe ich ein paar Ideen für neue Apps. Aber wenn ich die ganze Zeit unterwegs bin, dann reicht die Zeit oftmals nicht, um einen Blog zu schreiben, geschweige denn, eine App zu entwickeln. Wir möchten die Gültigkeit von unserem Visa für Thailand ausnutzen. Deshalb machen wir uns auf den Weg von Chiang Mai nach Pai.

762 Kurven zwischen Chiang Mai nach Pai

Beim Eigentümer unseres Homestay haben wir eine Fahrt nach Pai gebucht. Für 170 Baht pro Person wird man mit einem kleinem Bus direkt vor dem Hotel abgeholt. Der kleine Bus ist ein Pick-Up mit einer überdachten Sitzfläche hinten drauf. Nachdem alle Fahrgäste eingesammelt sind, fährt der kleine Bus zum Busbahnhof von Chiang Mai. Dort wartet der eigentliche Untersatz für die kurvenreiche Fahrt von Chiang Mai nach Pai. Mit laufendem Motor wartet der Fahrer neben seinem Toyota Commuter. Insgesamt 12 Personen passen in so ein Fahrzeug. Aber der Platz neben dem Fahrer ist standesgemäß heruntergeklappt und dient dem Fahrer als Ablage. Der Sitz direkt vor der Ladeklappe ist ebenfalls immer heruntergeklappt. Auf diesem Sitz befinden sich die Gepäckstücke der Reisenden. Wenn alles und jeder verstaut ist, beginnt die vierstündige Fahrt über 762 Kurven von Chiang Mai nach Pai. Ich persönlich habe die 762 Kurven nicht gezählt, aber T-Shirts und Souvenirs mit der Aufschrift 762 sind der Verkaufshit in der Walking Street in Pai.

Toyota Commuter

Mit dem Toyota Commuter nach Pai

762 Kurven von Chiang Mai nach Pai Shirt

762 Kurven von Chiang Mai nach Pai Shirts…

Verkaufshit in Pai

…sind der Verkaufshit in der Walking Street in Pai.

Ankunft in Pai

Die Walking Street war auch der Grund, warum wir in Pai nicht bis zum Busbahnhof gebracht werden konnten. Ab 17.00 Uhr ist die Walking Street für Autos und Busse gesperrt. Trotzdem konnten wir uns alle das Klatschen nicht verkneifen, zu froh waren wir alle dann doch, dass wir die kurvenreiche Fahrt überstanden haben. Nach ein paar Schritten standen wir mit unseren Rucksäcken mitten auf der Walking Street, aber glücklicherweise direkt vor einem Taxiservice. Da unsere Unterkunft in Pai etwas ausserhalb liegt, benötigen wir einen Transport. Die vierstündige Fahrt von Chiang Mai nach Pai hat, wie bereits erwähnt, 170 Baht gekostet. Die viertelstündige Fahrt von Pai zu unserer Unterkunft hat 250 Baht gekostet. Die Mail vom Eigentümer unserer Unterkunft in Pai, in der er uns angeboten hat, uns für 100 Baht abzuholen, ist wohl im Spamordner gelandet.

Taxiservice Pai

In Pai wurden wir direkt vor einem Taxiservice abgesetzt

Das Alles ist aber nicht so wild, denn der Grund, warum wir uns für eine Übernachtung im Pai Bamoo Hut entschieden haben, war die Tatsache, dass der Betreiber deutsch sprechen kann. Als wir im Pai Bamboo Hut angekommen sind, wurden wir von Pascal bereits erwartet. Bis spät in die Nacht sind wir zusammen gesessen und Pascal hat uns einiges über Pai erzählt.

Links eine Elefantenfarm

Links eine Elefantenfarm…

Rechts das Pai Bamboo Hut

…rechts das Pai Bamboo Hut.

Unsere Bambushütte

Und irgendwo da hinten… Unsere Bambushütte

Pai im Nordwesten Thailands

Pai befindet sich am nordwestlichsten Ende Thailands, in der Provinz Mae Hong Son. Im Norden grenzt Pai bereits an Myanmar, und um von Pai weiterreisen zu können, kann man entweder weiter zur Hauptstadt der Provinz reisen, oder wieder zurück nach Chiang Mai. Seit ein paar Jahren gibt es auch einen Flughafen in Pai, von dem aus einmal am Tag ein Flugzeug nach Chiang Mai fliegt. Pai befindet sich inmitten von Bergen und einer wunderschönen Natur. Pai ist besonders bei den Einheimischen ein sehr beliebter Urlaubsort. Vor allem zischen dem 15. Dezember und dem 15. Januar, nutzen die Einheimischen ihre Weihnachtsferien, um im kalten Norden zu zelten. Kalter Norden bedeutet um diese Jahreszeit: Tagsüber hat es über 30°C und in den führen Morgenstunden wacht man bei Nebel und 5°C Aussentemperatur auf. Das ist das Erste mal in Asien, dass ich meinen dicken Pulli und eine lange Hose wirklich brauche, was mich aber nicht stört. Ich finde, Pai ist ein geeigneter Ort, um die Gültigkeit von unserem Visa für Thailand auszunutzen. Wir erzählen Pascal von unserem Vorhaben, und wie das in Asien immer ist: Pascal kennt da jemanden, der uns weiter helfen kann.

Mitten in den Bergen

Pai liegt mitten in den Bergen im Norden von Thailand

Wir leihen uns für die nächsten 24 Stunden von Pascal einen Roller, und fahren noch in die Stadt Pai, um uns auf der Walking Street nach einer Mütze für meine Lebenspartnerin umzusehen. Ausserdem haben wir bereits ein paar Schilder gesehen, auf denen Häuser zur Miete angeboten werden. Wir wollen uns nicht zu sehr auf Pascal verlassen, und uns zur Sicherheit auch selber nach einer Unterkunft für den nächsten Monat umsehen.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai

Gleich am Tag unserer Ankunft in Chiang Mai haben wir in unserem Homestay einen Tagesausflug zu den den Langhalsfrauen gebucht. Die Langhalsfrauen sind der letzte Punkt eines 12 Stunden langen Tagesausflugs, bei dem man die meiste Zeit im Kleinbus verbringt.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai

Seit unserer total planlosen Besteigung des Schichtvulkans Rinjani fragen wir bei jeder Tour, die wir buchen nach, ob man dort Bergsteigen muss. Wenn dem so ist, dann machen wir die Tour nicht mit. Denn der Aufstieg auf den Rinjani hat uns unsere Grenzen gezeigt, und diesen Fehler wollen wir nicht noch einmal machen. Bei unserem heutigen Ausflug werden wir allerdings die meiste Zeit im Kleinbus sitzen, während wir von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gefahren werden.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Hot Spring

Jedes Mal wenn wir an einen Hot Spring denken, gehen wir davon aus, dass es sich um eine heisse Quelle handelt, an der man sich seine Badeklamotten anziehen kann, und sich in einem warmen See ein bisschen entspannen kann. Aber auch heute wurden wir diesbezüglich enttäuscht. Der Hot Spring von Chiang Mai ist ein heisser Wasserstrahl, der etwa drei Meter in die Luft strahlt. Gleich daneben befindet sich ein kleines heissen Becken, in dem die Einheimischen kleine Wachteleier kochen. Ringsherum gibt es zahlreiche Souvenirstände und kleine Cafés. Lange hat der Aufenthalt dort auch nicht gedauert. Nach zehn Minuten ging es weiter zum nächsten Highlight.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai - Hot Spring

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Hot Spring

Wachteleier kochen

Gleich daneben werden in der heissen Quelle Wachteleier gekocht

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der weisse Tempel – Wat Rong Khun

Und das war definitiv ein Highlight. Wenn nicht sogar das Highlight unserer gesamten Thailandreise. Wenn man den weissen Tempel gesehen hat, muss man sich keinen anderen Tempel mehr ansehen. So eine wunderschöne Tempelanlage habe ich bisher noch nie zuvor gesehen. Die gesamte Anlage ist schneeweiss. Überall, wo man hinsieht, gibt es Verzierungen. Am Zaun, den Stufen, den Wänden und den Decken. Einfach alles was man sich vorstellen kann, ist mit Totenköpfen, Drachen, Elefanten, Statuen und Ornamenten verziert. Auf jeder Verzierung befinden sich je nach Größe, hunderte von kleinen Spiegeln, die in der Sonne funkeln. Alles scheint in Bewegung zu sein. Direkt am Eingang ist eine lebensgroße Pappfigur des Architekten der Tempelanlage, Chalermchai Kositpipat. Zum Wat Rong Khun gelangt man über eine Brücke. Sie symbolisiert den Übergang vom Zyklus der Wiedergeburt zum Raum Buddhas. Wenn man über die Brücke geht, sieht man auf beiden Seiten hunderte steinerne Hände und Gesichter, die sich gen Himmel strecken. Das Innere des Tempels ist im Gegensatz zum Tempel kunterbunt. Leider hat unser Aufenthalt dort nur eine halbe Stunde gedauert. Gerne hätte ich dort noch ein wenig mehr Zeit verbracht, um mir die vielen Figuren und Malereien im Inneren des Tempels genauer anzusehen.

Wat Rong Khun

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der weisse Tempel – Wat Rong Khun

Hunderte Spiegel

Alles war mit hunderten kleinen Spiegeln verziert…

Verspiegelte Figuren

…jede Figur…

Du!

…das Brückengeländer zum weissen Tempel…

Verzierte Fenster

…und jedes Fenster war wunderschön anzusehen.

Hände strecken sich gen Himmel

Auf beiden Seiten der Brücke zum Tempel, strecken sich Hände gen Himmel

Durch ein Fenster in den Tempel

Im Inneren des Tempels war das Fotografieren verboten. Durch ein Fenster konnte man dann aber von aussen Fotos machen.

Nebentempel

Nebentempel des Wat Rong Khun

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Das Goldene Dreieck

Unser nächster Halt war das Goldene Dreieck. Das Goldene Dreieck ist ein Synonym für die Opium- bzw. Heroinherstellung und den Drogenhandel in Südostasien. Der Begriff stammt aus dem Jahr 1971. Er geht zum einen auf die geometrische Form der ein Dreieck bildenden Länder Myanmar, Thailand und Laos zurück, zum anderen wahrscheinlich auf das Gold, mit dem chinesische Händler anfänglich das Opium bezahlten. Am Goldenen Dreieck hätten wir noch die Möglichkeit gehabt, mit dem Boot nach Laos zu fahren und dort auf dem Markt ein paar günstige Souvenirs einzukaufen. Aber nachdem der Tagesausflug an sich schon fast 12 Stunden dauert und die Überfahrt inklusive Aufenthalt auf dem Markt weitere eineinhalb Stunden, haben wir uns alle dagegen entschieden. Also sind wir mit dem Kleinbus weiter zur Grenze nach Myanmar gefahren.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai - Das Goldene Dreieck

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Das Goldene Dreieck

Boote nach Laos

Wir haben uns alle gegen eine Bootsfahrt nach Laos entschieden

Drei Länder Eck

…zwischen Thailand, Myanmar und Laos.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der Grenzübergang zu Myanmar

Was will man da viel schreiben? Der nächste Halt war der Grenzübergang zu Myanmar. Wir waren am nördlichsten Punkt Thailands und konnten mit bloßem Auge nach Myanmar sehen. Rings um den Grenzübergang gibt es einen Markt, aber auch hier wollte keiner der Teilnehmer etwas einkaufen. Lediglich ein paar Erfrischungsgetränke haben wir uns gekauft. Anschließend sind wir in ein Restaurant gefahren worden, um dort zu essen. Die Kosten für das Essen ist im Preis der Tour inbegriffen. Es gab ein All-You-Can-Eat Buffet mit Vorspeisen, Hauptgerichten, Suppen und Nachspeisen. Nach etwa einer Stunde ging es dann endlich zu den Langhalsfrauen.

Grenzübergang Myanmar

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der Grenzübergang zu Myanmar

Nördlichster Punkt Thailands

Vom nördlichsten Punkt Thailands…

Stachelzaun

…konnten wir vorbei am Stacheldrahtzaun…

Myanmar

…direkt nach Myanmar sehen.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Die Langhalsfrauen

Also irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt. Aber die Langhalsfrauen sind, wenn es mal realistisch betrachtet, nur noch eine Touristenattraktion. Im Dorf der Langhalsfrauen angekommen, befindet man sich auf einen riesigen großen Platz. Ringsherum steht eine Bambushütte neben der anderen. Unter jeder Bambushütte ist ein Souvenirshop und ein Webstuhl. An den Webstühlen sitzen die Langhalsfrauen und stellen Tücher für die Touristen her, vom fünf Jahre alten Kind bis zur 70 Jahre alten Frau. Alle tragen einen Halsschmuck, der ursprünglich dazu gedient hat, um sich vor Tigerbissen zu schützen. Die Langhalsfrauen, die ursprünglich aus Myanmar oder Laos stammen, haben keine Schulbildung und können kaum thailändisch sprechen. Durch die Massen an Touristen, die jeden Tag in das Dorf gekarrt werden, sprechen sie aber zumindest so gut Englisch, dass man sich ein wenig mit ihnen unterhalten kann. Mit den Tüchern, dem Schmuck und den kleinen Figuren, die es an jedem Souvenierstand zu kaufen gibt, verdienen sich die Langhalsfrauen ihren Lebensunterhalt. Die Männer des Dorfes arbeiten in der Stadt, und sie sind auch die einzigen im Dorf, die eine Schule besucht haben. Zwischen den Langhalsfrauen kann man auch ab und zu Langohrenfrauen sehen. Diese haben riesige Ringe in den Ohren, die „only for beautyful“ sind.

Das Langhalsfrauen Dorf

In den Bambushütten im Dorf der Langhalsfrauen…

Kleinkind beim Weben

…saßen kleine Kinder beim Weben…

Fast noch ein Baby

…angefangen vom Kleinkind…

Langhalsfrau

…bis hin zur alten Frau…

Souveniershop einer Langhalsfrau

…haben sie dort Souvenirs für die Touristen hergestellt und verkauft.

Mit 5 Jahren bekommen Mädchen die Ringe

Mit 5 Jahren bekommen die Mädchen im Dorf die Ringe um den Hals

Langohrenfrau

Neben den Langhalsfrauen gab es auch Langohrenfrauen im Dorf

Das war dann auch das Ende unserer Tour. Nach über drei Stunden fahrt im Minibus, wurden alle Teilnehmer wieder vor ihren Hotels oder Homestays abgesetzt. Die gesamte Tour, inklusive Abholung und Mittagsbuffet hat 1000 Baht pro Person gekostet. Ich finde, dass dies unsere schönste Tour gewesen ist, die wir in unserem Urlaub gemacht haben. Am Besten hat mir der weisse Tempel gefallen, der in seiner Schönheit alle anderen Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai in den Schatten gestellt hat.

Zwischen Myanmar und Laos

Der nächste Halt unserer Reise befindet sich im Norden von Thailand. Von Bangkok sind wir mit dem Flieger nach Chiang Mai in den Norden von Thailand geflogen. Wenn man bei Air Asia frühzeitig einen Flug bucht, kann man diesen für 30 EUR pro Person bekommen. Das war auch ein Grund, warum wir noch zwei Tage länger in Bangkok geblieben sind.

In der Mitte von Myanmar und Laos

Chiang Mai befindet sich ziemlich genau in der Mitte des Nordöstlichsten Zipfel Thailands. Auf der linken Seite befindet sich Myanmar, auf der rechten Seite Laos. Eines dieser beiden Länder wird auch unser nächstes Reiseziel sein. Doch das liegt noch in ferner Zukunft und im Augenblick wollen wir uns noch an Thailand erfreuen. Das Erste was mir in Chiang Mai aufgefallen ist, hier sprechen die meisten Einheimischen Englisch. Ich revidiere hiermit meine vorherigen Aussagen, dass die Thailänder kein Englisch sprechen können.

Zwischen Myanmar und Laos

Zwischen Myanmar und Laos

Cumpun Homestay in Chiang Mai

Da wir beim Buchen des Hotels davon ausgegangen sind, dass auch in Chiang Mai die Kommunikation ein Problem darstellen wird, haben wir uns für das Cumpun Homestay entschieden. Der Lebenspartner der einheimischen Eigentümerin ist Belgier und kann Englisch sprechen. Das Homestay befindet sich in einer Seitenstrasse in zentraler Lage. Wie sollte es auch anders sein, ist China Town mal wieder gleich um die Ecke. Obwohl eine Nacht nur 8 EUR kostet, haben wir eine Toilette mit Spülung, eine Warmwasserdusche sowie einen Ventilator im Zimmer. Diesen benötigen wir aber nicht, da es abends relativ frisch wird. Wie üblich werden auch im Cumpun Homestay Touren angeboten. Bei unserer Ankunft haben wir deshalb gleich eine Tour zu den Langhalsfrauen gebucht.

Auch in Thailand weihnachtet es

Am ersten Abend in Chiang Mai sind wir in Richtung China Town gegangen und haben dort zu Abend gegessen. Eine Kokosmilchsuppe mit Hühnchen kostet 70 Baht. Eine Jumbo Portion Pad Thai mit Ei kostet 40 Baht. Wobei Jumbo sich größer anhört als es ist. Wenn man großen Hunger hat, kann man auch leicht zwei dieser Portionen verdrücken. An Stelle einer zweiten Portion haben wir uns statt dessen einen frischen Fruchtshake für 25 Baht machen lassen. Kokosnuss mit Ananas – lecker. Anschließend sind wir weiter zum Nachtmarkt gegangen und haben uns von der weihnachtlichen Stimmung anstecken lassen. Nachdem wir uns darüber informiert haben, was ein Paket nach Deutschland kostet, sind wir auf Shopping Tour gegangen. Auch wenn die Geschenke nicht mehr pünklich zu Weihnachten ankommen werden, hoffen wir doch sehr, dass sich unsere Verwandtschaft über die Geschenke freuen wird. Was unsere Herzallerliebsten zu Weihnachten bekommen werden, wird nicht verraten. Sonst wäre es ja keine Überraschung mehr. Viele werden mich jetzt zwar hassen, wenn ich erzähle, dass ich im T-Shirt und kurzer Hose am Abend bei 25°C Weihnachtsgeschenke eingekauft habe, aber dieser Blog soll nunmal der Wahrheit entsprechen. Ich hoffe Ihr bleibt alle gesund und erkältet Euch nicht bei den Minusgraden in Deutschland. Viele Grüße aus Chiang Mai und eine wunderschöne Adventszeit. Und morgen geht es zum Goldenen Dreieck, näher werden wir in Thailand nicht mehr Zwischen Myanmar und Laos gelangen.

Kokosmilchsuppe mit Hühnchen

Nachdem wir Kokosmilchsuppe mit Hühnchen gegessen haben…

Chinamarkt Chiang Mai

…sind wir über den Chinamarkt in Chiang Mai…

Nachtmarkt Chiang Mai

…zum Nachtmarkt gegangen.

Bitte keine Fotos

Copyright gibt es hier nicht…

...aber dafür jede Menge Souveniers...

…aber dafür jede Menge Souveniers…

Chaing Mai Shirts

…und T-Shirts mit den unterschiedlichsten Motiven.

Frohe Weihnachten

Wir wünschen Euch allen eine besinnliche Adventszeit