Eine Woche Bangkok reicht vollkommen

Wenn man sich im Internet auf diversen Seiten darüber informiert, was es in Bangkok zu sehen gibt, dann ist das nicht sehr viel. Das straffeste Programm, welches ich gefunden habe, war Bangkok in 6,5 Stunden.

Deshalb reicht eine Woche in Bangkok vollkommen

Zwar gibt es in Bangkok über 400 Buddhistische Tempelanlagen und Klöster, aber mittlerweile ist das so wie mit den Gekkos, man nimmt sie wahr, aber das war es auch schon. Viel interessanter für mich ist die Stadt an sich. Über 8 Millionen Menschen leben hier, und wenn man die Aussenbezirke dazu nimmt, sind es über 14 Millionen Menschen. Dementsprechend viel ist auch auf den Strassen von Bangkok los. Quer durch die Stadt führen diverse Autobahnen, um die einzelnen Stadtteile miteinander zu verbinden.

Fortbewegung in Bangkok

Obwohl Bangkok eine verdammt große Stadt ist, gibt es hier nur eine einzige U-Bahn Linie. Dazu kommen zwei Hochbahnen und der Airport Rail Link. Man kann jedoch lediglich die beiden Hochbahnen mit dem selben Ticketsystem nutzen. Die Tickets der Hochbahnen gelten nicht für die U-Bahn oder den Airport Rail Link. Die Tickets der U-Bahn funktionieren nur für die U-Bahn und die Tickets des Airport Rail Link sind nur für den Airport Rail Link nutzbar. Es gibt jedoch zahlreiche Buslinien und Expressboote. Aber ein Bus in Bangkok ist kaum mit einem Linienbus aus Deutschland vergleichbar. Feste Fahrzeiten gibt es nicht, und überall klappert es. Das Ticket kauft man direkt im Bus bei dem Ticketverkäufer, der die ganze Zeit im Bus auf und abgeht. Wenn man in den Bus einsteigen möchte, dann muss man an der Bushaltestelle die Hand ausstrecken, sonst kann es passieren, dass der Bus einfach weiterfährt. Beim Ein- und Aussteigen muss man sehr schnell sein. Der Bus kommt schon mit offener Tür an der Haltestelle an, und während man die Stufen in den Bus steigt, fährt er auch schon weiter. Viele Strecken werden überhaupt nicht mit Linienbussen befahren, sondern mit umgebauten Pickups oder LKW’s mit Sitzen auf der Ladefläche. Wenn alle Sitze belegt sind, dann muss man eben stehen. Wem das zu gefährlich ist, der sollte ebenfalls nicht mit einem Motorradtaxi fahren. Vogelwild, wie diese sich durch den Verkehr schlängeln. Einen Helm bekommt man dort natürlich auch nicht. Ein bisschen komfortabler sind da schon die Tuk-Tuks. Einen Taximeter haben diese Dreiräder mit Sitzfläche allerdings nicht. Man muss schon sehr genau wissen, wo man hinmöchte, wie weit das entfernt ist, und wie viel die Fahrt in etwa kosten darf. Wir haben für eine Fahrt mit dem Tuk-Tuk alles zwischen 100 Baht und 250 Baht bezahlt. Um die Preise besser vergleichen zu können, sind wir dann auch mehrere Male mit einem gewöhnlichen Taxi gefahren. Dabei muss man immer darauf bestehen, dass das Taximeter eingeschaltet wird, ansonsten aussteigen und das nächste Taxi nehmen. Ich hatte den Eindruck, dass das Taxifahren an sich in Bangkok ungefähr genauso viel kostet, wie die Fahrten mit dem Tuk-Tuk. Allerdings wollen die Taxis immer über die Autobahnen fahren, und für die Fahrt auf der Autobahn muss man die Maut bezahlen. Das günstigste Verkehrsmittel in Bangkok ist das Expressboot. Für 35 Baht kann man über 18 Kilometer auf dem Maenam Chao Phraya entlang fahren.

Bus fahrt schon los

Hier ist der Bus bereits wieder los gefahren

Expressboot Plan

Es gibt diverse Expressbootlinien…

Expressboothaltestelle

…die Expressboote halten an Anlegestellen wie dieser.

Hochbahn

Es gibt genau zwei Hochbahnlinien…

Hochbahn Nah

…die sehr stark genutzt werden.

Taxis und Tuk-Tuks

Alternativ kann man ein Tuk-Tuk oder ein Taxi nehmen.

Sightseeing mit dem Expressboot

Zum Einen kommt man mit dem Expressboot schnell von einem Punkt zum nächsten Punkt, zum Anderen kann man mit dem Expressboot auch Expresssightseeing machen. Während man vom Central Pier in das Innere der Stadt fährt, fährt man an zahlreichen Tempelanlagen und Klöstern vorbei. Man kann den Königspalast sehen und hat eine gute Sicht auf die Skyline von Bangkok. Bei den Expressbooten gibt es verschiedene Linien, die je nach Farbe, jede Einzelne der über 30 Haltestellen anfahren oder nur einige davon. An jeder Haltestelle hängt ein Plan mit den Linien, und man kann auch ohne ein Wort thailändisch lesen zu können, sehen, mit welcher Linie man fahren muss.

Sehenswürdigkeiten vom Expressboot

Bei einer Fahrt mit dem Expressboot sieht man viele Sehenswürdigkeiten…

Tempel des liegenden Buddha

…am Pier S2 befindet sich der Tempel des liegenden Buddha…

Königspalast

…am Pier 9 sieht man den Königspalast…

Königspalast Nah

…und wenn man möchte kann man hier aussteigen, um ihn zu besichtigen.

Eine weitere Tempelanlage

Wir haben statt dessen weitere Tempelanlagen…

Brücke vom Expressboot

…sowie diverse Brücken fotografiert.

Tempel der Morgenröte

Am Ende unserer Expressboottour sind wir am Tempel der Morgenröte vorbeigefahren.

Speaking English? No Have!

Thailändisch lesen ist kurzum gesagt unmöglich. Ich habe keine Ahnung, was diese Schriftzeichen bedeuten und genau das ist das Problem. In Indonesien und Malaysia haben wir zwar ebenfalls kein Wort verstanden, aber wir konnten die Schriftzeichen lesen. Im Restaurant weiss man dann vielleicht immer noch nicht, was ein Nasi Goreng ist, aber man kann es aussprechen und bestellen. Dazu kommt, dass an den meisten Essenständen, Schildern und Geschäften, keine englische Übersetzung dabei steht. Das wäre ja auch nicht schlimm, wenn die Thailänder sich bemühen würden, Englisch zu lernen. Aber Pustekuchen. Seit vielen Jahrzehnten boomt der Tourismus in Thailand. Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle des gesamten Landes, aber Englisch spricht hier so gut wie kein Mensch. In Indonesien haben die älteren Menschen ebenfalls kein Englisch gesprochen, aber man hat gemerkt, dass sich die Menschen dort bemühen und Schulkinder sind auf mich zugekommen, um Englisch sprechen zu dürfen. In Thailand merke ich nichts davon. Egal welches Alter, egal wo wir sind, das Einzige, was die Einheimischen auf Englisch sagen können, ist „No have.“ Möchte man Batterien in einem 7-11 kaufen, dann sagen sie „No have“ anstatt zumindest zu versuchen, zu verstehen, was man möchte. Wenn man dann beim Verlassen des Ladens dann doch Batterien entdeckt, kann man nur noch den Kopf schütteln.

Dem ganzen Trubel entfliehen

Die verschiedensten Unterkünfte haben wir in Bangkok bewohnt. Vom 10 EUR Hostel über ein 15 EUR Hotel bis hin zum 45 EUR Hotel. Mehr muss es für uns wirklich nicht sein. Je teuerer das Hotel, umso besser sprechen die Einheimischen plötzlich auch Englisch. Zwar antworten sie als erstes auf jede Frage immer noch mit „No have“, aber wenn man dann mehrmals nachfragt, dann verstehen sie einen doch – ein wenig. Fragt man beispielsweise nach einem Bus, dann hat dieser laut Hotelpersonal eine blaue Farbe. Eingestiegen sind wir dann aber in einen gelben Bus. Ich könnte noch dutzende Beispiele anbringen, die uns hier durch die Sprachbarriere bereits widerfahren sind, aber ich merke gerade, dass mein heutiger Beitrag schon etwas länger ist als gewöhnlich. Eine Woche in Bangkok reicht vollkommen, und das schöne an teuren Hotels ist, dass man auch einfach mal auf dem Zimmer bleiben kann. Oder am Pool. Oder im Whirlpool. Oder in der Sauna. Oder im Dampfbad. Oder im Fitness Studio. Oder in einem Massagesessel.

Swimmingpool

In unserem Hotel konnten wir ungestört unsere Bahnen ziehen…

Whirlpool

…oder uns im Whirlpool entspannen.

Dampfbad

Man beachte die Schreibweise des Wortes Sauna…

FitnessManager

…sowie mein cooles T-Shirt.

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