Ausflug an Weihnachten in Pai in Thailand

Trotz Sonne ist es auch hier in Pai weihnachtlich. Hier und dort sieht man einen Christbaum. In den Geschäften kann man Lametta und Nikolausmützen kaufen. An den Bars sitzen Touristen in Badehosen und eben diesen Nikolausmützen.

Unser Ausflug an Weihnachten in Pai

Die Christbäume, die man an manchen Stellen sehen kann, haben in allen Farben leuchtende Lichterketten. Genau so eine Lichterkette will ich seit Tagen für unser kleines Haus in den Bergen kaufen, um für ein wenig weihnachtliche Stimmung zu sorgen. Aber neben den bereits erwähnten Lametta und Nikolausmützen, gibt es in keinem Geschäft in Pai, Lichterketten zu kaufen. Auch Wärmflaschen habe ich vergeblich gesucht. Quasi als Weihnachtsgeschenk gab es dann zwei warme Decken.

Ausflug zur Erdbeerfarm

Was soll ich sagen? Die Farm liegt auf dem Weg zum Canyon. Bei der Erdbeerfarm gibt es auch ein Erdbeerfeld. Erdbeeren pflücken darf man dort aber nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass alle Produkte die man dort kaufen kann, von den Erdbeeren dieses einen Erdbeerfeldes entstanden sind. Bei der Erdbeerfarm bekommt man einen wahren Erdbeerflash. Tische, Stühle, Speisen und Getränke – alles sieht aus wie Erdbeeren, oder es schmeckt danach. Da kann man stehen bleiben, wenn man zum Canyon unterwegs ist. Gemütlich etwas trinken und die Aussicht genießen.

Erdbeerfarm

Die Erdbeerfarm in Pai

Erdbeerflash

Wo man hinschaut, überall Erdbeeren

Pai Canyon

Genau das haben wir getan, bevor wir weiter zum Canyon gefahren sind. Langläufige Steintreppen führen vom Parkplatz den Berg hinauf zum Pai Canyon. Wenn man den Canyon erkunden möchte, sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk dabei haben. Die Waghalsigen, zu denen ich mich selbst nicht zähle, erforschen jeden Vorsprung. In schwindelerregender Höhe, werden Fotos in Nikolausmützen gemacht, um ihren Ausflug an Weihnachten in Pai zu dokumentieren. Über die erste, vielleicht 70cm schmale Felserhebung wage ich mich noch. Auf beiden Seiten geht es bis zu 50m steil nach unten. Auf der anderen Seite angekommen, windet sich ein schmaler Gang durch das Gestein etwa drei Meter nach unten. Wenn man den Canyon weiter entlang gehen möchte, muss man da irgendwie runter. Ich möchte aber nicht mehr weitergehen.

Aussichtsplattform

Memo an mich: Auf diesem Vorsprung standen die vier Holländer mit ihren Nikolausmützen und haben für ein Foto posiert

Pai Canyon

Irgendwie muss man da rüber…

Pai Canyon

…um dort hin zu kommen.

Pai Memorial Bridge

Statt dessen sind wir weiter gefahren, und haben uns die Pai Memorial Bridge angesehen. Während des zweiten Weltkriegs war diese Brücke ein strategisch wichtiger Punkt für die Japaner, auf dem Weg zum britisch kolonialisierten Burma. Das Material der ursprünglichen Brücke waren einfache Holzstämme. Diese wurden von Elefanten aus den umliegenden Wäldern zur Brücke transportiert. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich in dieser Ecke von Pai, alle Elefantencamps befinden.

Pai Memorial Bridge

Pai Memorial Bridge

Ta-Pai Bridge

Pai River

Bevor die Sonne untergeht, kommen wir wieder zu Hause an. Wir bringen unsere Decken noch oben und holen die Laptops nach unten. Den ersten wirklich schönen Weihnachtsbaum sehen wir, als wir mit den Eltern meiner Lebenspartnerin skypen. Wir erzählen von unserem Ausflug an Weihnachten in Pai und sehen live dabei zu, wie unsere Geschenke, die wir drei Wochen vorher nach Deutschland geschickt haben, ausgepackt werden. Irgendwie komisch. Komisch hat auch der Erdbeerwein geschmeckt, den wir mit Zimt und Orange einen weihnachtlichen Touch verpassen wollten. Der Effekt von warmen Erdbeerwein mit Zimt und Orange ist aber der selbe wie von jedem anderen warmen alkoholischen Getränk.

Frohe Weihnachten

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