Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Tag 6

Heute ist der vorletzte Tag an dem wir mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden. Bisher hat mir unsere Tour, bis auf ein paar Kleinigkeiten, sehr gut gefallen. Allerdings bedarf es an manchen Stellen etwas an Optimierung.

Was hinter den Kulissen passiert

Das Interessante am heutigen Tag war nicht das, was wir gesehen haben. Interessant waren die Kleinigkeiten, die dazu geführt haben, dass mir Sri Lanka langsam aber sicher unsympathisch wird.

Aufdringliche Beachboys

Der aufmerksame Leser weiss bestimmt noch, warum in unserem Hotel die Strandliegen nicht am Strand liegen. Die Beachboys an den Stränden sind ungemein aufdringlich.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Wenn ich die einzelnen Sehenswürdigkeiten in meinem Kopf Revue passieren lasse, dann kommt zu den Beachboys folgendes dazu. Bei der Kautschukplantage soll ich der Frau, die mit einem Messer eine neue Furche in den Baum ritzt 100 Rupien geben.

Und obwohl mir beim Buchen noch gesagt wird “All Inclusive“ soll ich die Ananas, die uns unaufgefordert an den Tisch gebracht wird, bezahlen.

Das musst Du noch bezahlen

Das musst Du noch bezahlen

Sicherlich nur Kleinigkeiten, aber gleich im Elefantenwaisenhaus geht es weiter. Sobald man ein Foto von einem Elefanten machen will, halten die Wärter die Hände auf. Unabhängig davon, dass am Eingang Tickets verkauft werden, um 10 Minuten ein Elefantenbaby waschen zu dürfen. „Kommen Sie her, Foto machen.“ Dieses Geld kommt garantiert nicht den Elefanten im Waisenhaus zu Gute. Und wenn man dann ein paar 100 Rupien geben möchte, dann fragen sie einen: „Haben Sie keine großen Scheine?“

Tickets am Schalter

Zusätzlich halten die Wärter noch die Hände auf

Weiter ging es noch am selben Tag zu einem Kräutergarten. Wie ich bereits geschrieben habe, wurden wir von einem Einzelhandelskaufmann durch den Garten geführt. Einzelhandelskaufmann deshalb, weil bei jeder Pflanze, die er uns gezeigt hat, auch noch ein Tisch mit dem Produkt gestanden ist. „Das ist Nummer 21. Gut gegen Pickel, Akne und schwarze Flecken.“ Nummer 21 wird dann am Ende des Rundgangs für umgerechnet 10 EUR im Shop angeboten, der neben Visa, MasterCard und American Express auch gerne Barzahlung in Dollar, EUR oder wenn es sein muss, in Rupien annimmt. Davor soll man für die kostenlose Massage dem Masseur aber bitte noch 500 Rupien geben, „weil er sich dann freut“. Dieser Preis gilt selbstverständlich pro Person.

Einzelhandelskaufmann

Nur vier Tropfen in 500ml Wasser geben und auftragen

Herbalfarm

Das ist Nummer 14

Als letztes haben wir an diesem Tag noch den Sigiriya bestiegen. Ich habe Höhenangst. Trotzdem wollte ich dort hoch und bin deshalb langsam Schritt für Schritt dort hoch gegangen. Auf einmal schiebt mich von hinten jemand an. „Kommen Sie, ich helfe!“ Und ich werde bis an den Gipfel geschoben. Dort bekomme ich dann so weiche Knie, dass ich mich erstmal hinsetzen muss. Was genau mit mir los ist interessiert aber den alten Mann, der mich nach oben geschoben hat, überhaupt nicht. Er hält einfach seine Hand hin. Nachdem ich ihm, weil ich will das er endlich verschwindet, 200 Rupien gebe, fragt er mich: „Haben Sie nicht mehr?“

Sigiriya

Am Fuß der Metalltreppe stehen die Schubser

Da kommt einiges zusammen

Und das waren jetzt alles nur Kleinigkeiten vom ersten Tag. Ich kann schonmal soviel vorweg nehmen: In einer Woche mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden, „All Inclusive“ habe ich es geschafft, 50.000 Rupien auszugeben. Das sind umgerechnet 320 EUR für zwei Personen.

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Nichts

Wie bereits erwähnt, könnte man die Tour ein wenig optimieren. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir gestern nach der Safari gleich hierher nach Mirissa fahren hätten können. Statt dessen sind wir ab Mittag im Hotel gewesen. Heute sind wir dann den halben Tag nach Mirissa gefahren und sind ab Mittag wieder im Hotel gewesen. Dort gab weder W-Lan noch konnte man am Strand baden gehen. Dort sind die Beachboys sogar im Wasser und schwimmen einem hinterher. „Hello, Hello, come here?“ Das ist wirklich alles so passiert. Captain!

Da war noch eine Kleinigkeit

Da war noch eine Kleinigkeit heute

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