Rette die Welt – rette die Tiere – rette Dich

Endlich habe ich Zeit. Sehr viel dieser Zeit investiere ich in die Recherche meiner Reiseziele. OK zugegeben, meistens erst nachdem ich das Reiseziel fluchtartig verlassen habe, aber besser spät als nie.

Heute habe ich mir Zeit genommen, mein letztes Erlebnis hier in Bangkok zu verarbeiten. Dabei handelt es sich um eines der Themen, welches wir hier im Haus diskutiert haben. Wenn ich allerdings genauer darüber nachdenke, dann handelt es sich um ein Thema, welches mich unterbewusst bereits meine gesamte Reise verfolgt.

Wie viele Blogs habe ich schon verfasst, in denen ich geschrieben habe, dass ich einen Tempel besucht habe? Wie viele Male habe ich bereits Mönche gesehen? Wie oft bin ich bereits an vegetarischen Restaurants vorbeigegangen? Wie oft habe ich mich in meinem Urlaub bewusst um meinen Körper gekümmert?

Tempel gesehen

Wie viele Tempel…

Noch mehr Tempel

…habe ich bereits gesehen?

Mönche gesehen

Wie viele Mönche habe ich gesehen?

Liegestützen

Bewusst um den Körper kümmern

Alle diese Themen befassen sich mit dem Buddhismus. Genauer gesagt mit Buddha selbst. In diesem Zusammenhang wurde mir der Film Siddhartha empfohlen. In einer Dokumentation, die ich mir heute angesehen habe, gab es folgende Szene:

Siddhartha sieht als kleiner Junge, wie ein Bauer das Feld pflügt. In der Furche, die der Bauer mit seinem Pflug zieht, kommt ein Regenwurm zum Vorschein. Ein Vogel sieht den Regenwurm, und frisst ihn auf. Daraufhin setzt sich Siddhartha unter einen Baum und beginnt über den Pflug nachzudenken, und wie alles zusammenhängt.

Die Dokumentation war wirklich sehr interessant und aufschlussreich. Weil ich gerade nichts Besseres zu tun habe, habe ich über die Dokumentation nachgedacht. Auch dann noch, als ich gemeinsam mit meiner Freundin zum Essen gegangen bin. Während wir an der roten Ampel gestanden sind, habe ich ihr von der Dokumentation erzählt.

Mein nächster Gedankengang mag vielleicht etwas wirr erscheinen, aber ich habe darüber nachgedacht, wie der Bauer mit seinem Pflug den Regenwurm aus der Erde holt und der Vogel den Regenwurm frisst. Ich denke darüber nach, wie diese Geschichte dafür verantwortlich ist, dass ich gerade in diesem Moment darüber nachdenken muss, ob der Bauer dafür verantwortlich ist, dass ich auf die grüne Ampel warte.

In der Dokumentation geht es auch darum, wie Siddhartha zu Buddha wurde. Während Siddhartha meditierend unter einem Bodhi Baum saß, erkannte er für einen kleinen Augenblick, wie alles zusammenhängt. Er wurde erleuchtet und konnte dadurch den Kreislauf von Sterben und Wiedergeburt durchbrechen und ins Nirvana eintreten.

Mein nächster Gedankengang mag vielleicht ebenso wirr erscheinen wie der davor, aber ich habe darüber nachgedacht, wenn alle Menschen auf dieser Welt diesen Zustand erreichen würden, dann würde es keine Menschen mehr auf der Welt geben. Und ich denke darüber nach, dass es nur noch vier Breitmaul Nashörner auf dieser Welt gibt, und wie viele Tierarten wir Menschen schon ausgerottet haben. Ich denke darüber nach, wie wir Menschen den Urwald roden, um dort Kühe weiden zu lassen, um unsere Fleischeslust zu befriedigen.

Tierarten ausgerottet

Wie viele Tierarten haben wir bereits ausgerottet?

Ich denke darüber nach, was passieren würde, wenn alle Menschen diesen Zustand der Ruhe und des Glücks erreichen würden. Wir würden die Welt retten. Es wäre kein Mensch mehr hier, der Plastiktüten ins Meer werfen kann. Wir würden die Tiere retten. Es gäbe keine Plastiktüten mehr, an denen Tiere qualvoll zu Grunde gehen. Wir würden uns selbst retten.

Angespülter Abfall

Das Plastik wird wieder angespült…

Abfall überall

…oder von wilden Tieren gefressen.

Die Ampel schaltet auf Grün und wir gehen etwas essen. Wir holen unsere frisch gewaschene Wäsche ab. Wir gehen gemütlich nach Hause und nehmen uns Zeit für eine kalte Dusche. Ich denke darüber nach, einen Blog über meine Gedanken zu verfassen. Ich denke darüber nach, wie es wohl ist, wenn sich alle Menschen etwas mehr Zeit für ihre Gedanken nehmen würden. Ich denke darüber nach, wie der Bauer mit seinem Pflug den Regenwurm aus der Erde holt und der Vogel den Regenwurm frisst. Ich denke darüber nach, wie das Warten auf das Umschalten der Ampel dafür verantwortlich ist, dass ich in diesem Augenblick, diesen Blog schreibe. Alles hängt zusammen.

Zeit zum Nachdenken

Ein wenig Zeit zum Nachdenken

Ich denke darüber nach, dass der Vogel im Flug eine Feder verliert. Ich frage mich, was Du denkst, was in diesem Zusammenhang mit der Feder passiert. Ich denke darüber nach, wie wohl der Kommentar auf Deine Antwort aussieht. Ich frage mich, wie es wohl ist, wenn ich diese Frage auf Facebook poste, und sich jeder Mensch etwas mehr Zeit für seine Gedanken nehmen würde.

Im Flug verliert er eine Feder

Im Flug verliert der Vogel eine Feder

Ich kann zwar nicht die Welt, die Tiere oder Dich retten, aber ich kann weiterhin mit gutem Beispiel voran gehen. Ich kann weiterhin in den Nationalparks den Müll einsammeln, den ich im Gebüsch liegen sehe. Ich kann in Zukunft etwas mehr darauf achten, Gemüse an Stelle von Fleisch zu essen. Und ich kann vielleicht mit diesem Blog dafür sorgen, das Du Dir etwas mehr Zeit für Deine Gedanken nimmst.

Weniger Fleisch essen

Weniger Fleisch essen

So nah und doch so fern – Myanmar will mich nicht

Egal wie sehr ich darüber nachdenke, wann wir uns für eine Reise nach Myanmar entschieden haben, ich kann es nicht beantworten. Aber irgendwo in meinem Kopf sind Bilder von einer Tempelstadt und von einer Höhle mit Buddha Statuen. Spätestens als wir nach Kanchanaburi gefahren sind, haben wir aber Myanmar in unsere Reise eingeplant. Alleine deshalb sind wir nach Sangkhlaburi weitergefahren, um von dort aus über die Grenze nach Myanmar zu fahren.

Myanmar so nah und doch so fern

Ob wir dort überhaupt die Grenze passieren können, wussten wir nicht sicher. Manche haben gesagt: „Kein Problem,“ andere haben gesagt: „Auf keinen Fall.“ Manche Quellen im Internet haben behauptet: „Die Einreise ist möglich,“ andere Quellen haben genau das Gegenteil behauptet. Aber da wir einen Roller gemietet hatten, und nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt sind, sind wir über den Drei-Pagoden-Pass an die Grenze Thailand-Myanmar gefahren. Genauso enttäuschend wie der Drei-Pagoden-Pass war auch die Information des Grenzbeamten. Wenn wir nach Bagan in Myanmar wollen, dann müssen wir über Bangkok einreisen. Obwohl wir im Besitz eines gültigen Einreisevisum sind, war es uns nicht gestattet, die Grenze zu passieren. Wir stehen an der Grenze und uns trennen nur wenige Schritte von Myanmar. Wir sind unserem Ziel so nah und doch so fern.

Sangkhlaburi

Mit dem Roller ging es über den Drei-Pagoden Pass an die Grenze von Myanmar

Drei-Pagoden-Pass

Am Ende des Passes haben wir diese drei Pagoden vorgefunden

Myanmar will mich nicht

Der Grenzbeamte meinte: “Du kommst hier net rein”

Ein One-Way Ticket nach Yangon

Das war der Punkt, an dem ich das erste Mal gesagt habe: „Lass uns nach Bangkok zur Botschaft gehen, und für 900 Baht das Visa verlängern!“ Aber nachdem wir bereits ein Visa für Myanmar haben, wollen wir eigentlich schon gerne dort hin fahren. Darum sind wir dann mit dem Bus wieder zurück nach Bangkok gefahren. Anstatt zur Botschaft sind wir zum Flughafen gefahren und sind von Bangkok nach Yangon in Myanmar geflogen. Da wir eigentlich von Mandalay zurückfliegen wollten, haben wir natürlich nur ein einfaches Ticket gebucht.

Wir haben eine Autovermietung – oder auch nicht

Noch am Flughafen in Bangkok haben wir ein Zimmer gebucht. Schon vor ein paar Wochen haben wir uns dieses Hotel ausgesucht, da es dort unter anderem eine Autovermietung gibt. Die Informationen, die wir über das Mieten eines Fahrzeugs in Myanmar hatten, waren genauso schwammig wie die Informationen über die Einreisemöglichkeiten in Sangkhlaburi. Deswegen wollten wir es einfach selbst herausfinden. Im Hotel angekommen, erwartete uns bereits die nächste Überraschung. Da es in der gesamten Stadt aus unbekannten Gründen heute kein Internet gibt, hat das Hotel unsere Reservierung nicht erhalten. Irgendwie haben wir dann doch ein Zimmer bekommen, und schon gab es die nächste Überraschung. Anscheinend ist es in dem Hotel noch nie vorgekommen, dass jemand ein Auto mieten möchte. Obwohl der Angestellte angeblich schon seit Jahren dort arbeitet, hat dort angeblich noch nie jemand ein Auto gemietet. Genauere Informationen konnte er uns aber nicht geben, da sein Chef nicht da ist.

Kuriose Wegbeschreibung

Wir haben uns dann nach einer Alternative umgehört, wie wir uns die Tempelstadt in Bagan bei Sonnenaufgang anschauen können. Wir sollten am nächsten Tag einen Bus reservieren, damit wir am übernächsten Tag nach Bagan fahren können. Wir sollten dort dann eine Nacht schlafen, um die Tempelstadt in Bagan bei Sonnenaufgang anschauen zu können.

Das „bessere Zimmer“ bekommen

Ganz ehrlich – das klingt schon ein wenig abenteuerlich. Wir sind dann im Hotel in unser “besseres Zimmer“ gegangen, und dort die nächste Überraschung. Auf unserer gesamten Asienreise habe ich noch nie so ein dreckiges Zimmer gehabt. Wobei ich noch bemerken möchte, dass der Preis für dieses Zimmer mit 35€ sowieso schon viel zu hoch war. Welche Farbe die Wand genau hatte, kann ich nicht sagen. Ich weiss aber noch, dass das weiße Bettlaken an manchen Stellen schwarz war. Auf dem Boden lagen Haarbüschel und Zigarettenstummel. Dazu kam noch, dass das Zimmer genau vom Treppenhaus abging. Einschlafen konnte man nur schwer, weil direkt vor der Tür anscheinend der Treffpunkt der gesamten Hotelcrew war. Zumindest konnte man die ganze Nacht nichts anderes hören als Gelächter und Walky-Talky Geräusche.

Myanmar will mich nicht

Das war dann der Punkt, an dem wir gesagt haben: „Jetzt fliegen wir wieder zurück!“ Natürlich bin ich selber schuld an der Situation, da ich einfach auch in ein anderes Hotel hätte gehen können. Ich hätte auch die eine oder andere Person mehr fragen sollen, wie ich dort hin komme, wo ich hin will. Vielleicht hätte ich auch einfach ein paar Tage im Hotelzimmer sitzen sollen, um mich wieder zu beruhigen. Aber ich war wirklich genervt und angewidert.

Welcome to Asean

Ganz so Willkommen sind wir in Asien anscheinend nicht

Selber Schuld

In Asien merken die Menschen sofort, in welcher Stimmungslage man sich befindet. Es heisst, wenn man sich aufregt, verliert man sein Gesicht. Vielleicht wollte ich auch deshalb weg von dort, weil ich einfach nicht in der Lage war, ruhig und sachlich zu bleiben. Ausserdem hat sich meine schlechte Stimmung auf das Wohlbefinden meiner Lebenspartnerin ausgewirkt. Ich glaube, es hat einfach nicht sollen sein. Wir waren so nah und doch so fern von den Orten, die wir uns ansehen wollten. Und natürlich hat der spontane Rückflug nach Bangkok auch noch Mal eine Stange Geld gekostet. Aber ich glaube fest daran, dass es irgendeinen Grund gibt, warum alles so gelaufen ist. Ich weiß ihn nur noch nicht.

Erawan Wasserfall im Erawan Nationalpark

Yippie Yeah, in zwei Wochen kommt mein Neffe. Mehr beschäftigt mich zur Zeit eigentlich nicht. Ich hoffe wir bekommen bis dahin die Adresse unserer Kontaktperson in Kambodscha. Bis dahin machen wir gemeinsam mit unseren neuen Freunden aus Österreich den Westen Thailands unsicher.

Ein Haus im Erawan Nationalpark mieten

Von Kanchanaburi sind wir gemeinsam mit dem Bus in den Erawan Nationalpark gefahren. Rein in den Bus, die gesamte Strecke geschlafen und kurz vor dem Nationalpark aufgewacht. Am Eingang des Nationalparks ist der Bus kurz stehen geblieben. Dort ist ein Parkranger zu uns in den Bus eingestiegen und hat während den letzten paar Metern von jedem Fahrgast das Eintrittsgeld für den Erawan Nationalpark kassiert. Im Nationalpark angekommen, haben wir uns direkt auf den Weg zur Rangerstation gemacht. Wir haben uns für eine Nacht ein Haus direkt im Erawan Nationalpark gemietet.

Eintritt inklusive

Der Eintritt für den Nationalpark beträgt 300 Baht pro Person. Das Haus mit zwei getrennten Wohneinheiten kostet pro Nacht 1.200 Baht und wir brauchen kein Ticket mehr für den nächsten Tag. Jede Wohneinheit verfügt über ein Schlafzimmer sowie ein Bad mit Warmwasser und westlicher Toilette. Wir haben einen Wasserkocher sowie einen Kühlschrank und eine riesige Terrasse. Weil wir am nächsten Tag keinen Eintritt mehr für den Nationalpark bezahlen müssen, wohnen wir dort quasi umsonst. Jetzt wird es aber Zeit, den Nationalpark zu erkunden.

Fußpflege inklusive

Leider haben sich das ein paar hundert andere Touristen auch gedacht, und deshalb hat es uns allen am ersten Tag nicht so gut gefallen. Trotzdem haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns im zweiten Becken des Erawan Wasserfall im Erawan Nationalpark eine Abkühlung zu gönnen. Gerry hat es „urgut“ gefallen, wie die Kangalfische an seinen Füßen geknabbert haben. Ich habe mich vor lauter Lachen nicht mehr eingekriegt, und Bea hat sich zuerst gar nicht ins Wasser getraut, weil die Fische teilweise über 40cm lang waren.

Kangalfische

Die Kangalfische sind teilweise über 40cm lang

Der Erawan Wasserfall im Erawan Nationalpark

Am nächsten Morgen sind wir bereits um 6.00 Uhr aufgestanden, um uns alle Ebenen vom Erawan Wasserfall im Erawan Nationalpark anzuschauen. Weil es noch so früh war, konnten wir in aller Ruhe Fotos machen und die Natur bewundern. Auf dem Rückweg kamen uns dann aber schon wieder die Massen an Touristen aus den Reisebussen entgegen. Deshalb haben wir pünktlich um 12.00 Uhr unseren Zimmerschlüssel abgegeben, und sind mit dem Bus wieder zurück nach Kanchanaburi gefahren. Von dort aus sind wir direkt weiter nach Sangkhlaburi gefahren. Eine direkte Busverbindung vom Erawan Nationalpark nach Sangkhlaburi gibt es nicht. Von Sangkhlaburi geht es in ein paar Tagen weiter nach Myanmar. Von Myanmar soll es dann wieder nach Bangkok gehen, wo wir uns mit meinem Neffen treffen werden. Von dort geht es dann nach Kambodscha.

Erawan Wasserfall im Erawan Nationalpark

Am nächsten Morgen sind wir bereits um 6.00 Uhr aufgestanden…

Erawan Wasserfall wie gemalt

…um uns alle Ebenen vom Erawan Wasserfall im Erawan Nationalpark anzuschauen.

Ebene zwei des Erawan Wasserfall

Weil es noch so früh war…

Wasserfall im Erawan Nationalpark

…konnten wir in aller Ruhe Fotos machen und die Natur bewundern.

Malerischer Wasserfall im Erawan Nationalpark

Jede einzelne Ebene des Wasserfalls…

Der Erawan Wasserfall

…ist wunderschön anzusehen.

Erawan Wasserfall

Weil wir uns richtig viel Zeit genommen haben…

Letzte Ebene

…haben wir mehrere Stunden für den Wanderweg benötigt.

Mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi

In unserer Unterkunft waren die Leute ziemlich verdutzt, als wir mit unseren Rucksäcken die Treppe runtergekommen sind. „Ich fahrt doch jetzt nicht wirklich, oder?“ Und obwohl es uns hier sehr gut gefallen hat, wird es Zeit mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi zu fahren.

Von Bangkok nach Kanchanaburi

Auf Tripadvisor kann man lesen, dass man von Bangkok nach Kanchanaburi am besten mit dem Zug fährt. Aber will man wirklich fast sechs Stunden lang auf einer Holzbank sitzen? Viel zu sehen gibt es laut den Einheimischen auf dieser Zugstrecke auch nicht. Bei einer Touristeninformation kostet das Ticket für den Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi 150 Baht pro Person. Allerdings ist man dabei ziemlich unflexibel, da dieser Minibus nur einmal am Tag von Bangkok nach Kanchanaburi fährt. Am besten finde ich die einheimische Lösung für den Transport von Bangkok nach Kanchanaburi. An der Kreuzung Ratchadamnoen Klang Road und Buranasat befindet sich ein kleiner unscheinbarer Stand, an dem man sich für 120 Baht ein Ticket für den Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi kaufen kann. Feste Abfahrtzeiten gibt es nicht, der Minibus verkehrt täglich zwischen 7.00 Uhr und 17.00 Uhr. Er fährt los, sobald er voll ist. Das dauert im Schnitt etwa eine halbe Stunde. Danach steht sofort der nächste Minibus bereit. Die Fahrt mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi dauert knapp zwei Stunden.

Der Zug nach Nam Tok

Zwischenstopp Kanchanaburi – Endstation Nam Tok

Was gibt es eigentlich in Kanchanaburi?

Sicherlich kennt jeder von Euch den Filmklassiker „Die Brücke am Kwai.“ Der mit sieben Oscars ausgezeichnete Film handelt vom Bau der Brücke während des zweiten Weltkriegs. Die Eisenbahnstrecke, die von Siam (heute Thailand) nach Burma (heute Myanmar) über die Brücke am Kwai führt, wird umgangssprachlich Todeseisenbahn genannt. Über 100.000 Kriegsgefangene verloren beim Bau der Strecke ihr Leben. Warum lernen wir Menschen nicht aus der Geschichte? Warum können wir nicht einfach in Frieden miteinander leben? Und heute muss ich auch noch in der Zeitung lesen, dass die Deutschen wieder Waffen nach Saudi Arabien geschickt haben. Da kommt mir einfach das Kotzen. Also was gibt es eigentlich in Kanchanaburi? Ein historisches Ereignis, welches die Menschen, die hier her kommen, zum Nachdenken bewegen soll.

Den Toten Gedenken

Kanchanaburi soll die Menschen zum Nachdenken bewegen

Zeit zum Nachdenken

Gestern habe ich geschrieben, dass mich meine Reise verändert hat. Aber die Beispiele, die ich angeführt habe, waren nur ein paar von vielen. Am meisten beschäftigt mich im Augenblick mein Blog. Ich habe aus vielen Gründen kein Interesse daran, zu beschreiben, wie man von A nach B kommt. Ich denke darüber nach, wie die Menschen vor 20 Jahren gereist sind. Es gab kein Internet und die Menschen haben es trotzdem geschafft. Ich will zwar weiterhin meine Eindrücke und Gefühle niederschreiben, aber Überschriften wie: “Mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi“ möchte ich in Zukunft nicht mehr schreiben. Wenn man Reisen will, dann braucht man nicht viel. Wir sind lediglich mit zwei kleinen Rucksäcken nach Kanchanaburi gefahren. Unsere riesigen Reiserucksäcke lassen wir in Bangkok aufbewahren. In der Zwischenzeit wasche ich meine Wäsche selber, und bringe sie nicht einmal mehr zur Wäscherei. Wenn ich etwas benötige, dann kaufe ich es. Wenn ich etwas nicht mehr brauche, dann schenke ich es her. Ich will in Zukunft nur noch über meine Gedanken schreiben, und wie ich mich fühle. Ich will nicht vergessen, wie mich meine Reise verändert hat. Wenn ich wissen will, wie ich von A nach B komme, dann lese ich es einfach wo anders nach.

Zeit zum Nachdenken

Auf der Zugfahrt nach Kanchanaburi habe ich viel Zeit zum Nachdenken…

Die Natur bewundern

…ich kann die wunderschöne Natur bewundern…

Nicht die Brücke am Kwai

…und mir in etwa vorstellen, was hier abging.

So wie ich, verändert sich der Blog

Natürlich freue ich mich sehr darüber, wenn Ihr weiterhin meinen Blog verfolgt. Und selbstverständlich freue ich mich darüber, wenn jemand meine Links anklickt oder gar etwas über meine Links kauft. Aber das alles ist mir nicht mehr so wichtig. Ich fange langsam an, der Mensch zu werden, der ich sein möchte. Ich möchte meine Mitmenschen respektieren, egal welcher Religion oder Rasse sie angehören. Ich möchte den Wahnsinn auf dieser Welt nicht unterstützen. Ich will weiterhin gegen den Strom schwimmen, auch wenn das verdammt schwer ist. An jeder Ecke wird man wieder und wieder verführt. Coca Cola hier, MC Donald’s dort. Statt zu kommunizieren starren wir auf unsere Handys. Wir sehen nicht mehr das, was um uns herum passiert. Abends sitzen wir vor unseren Computern und Fernsehern und lassen uns manipulieren. Wir denken, dass wir Herr über unser Leben sind, aber statt dessen werden wir kontrolliert und bevormundet.

Neue Freunde gefunden

Das schönste auf unserer Reise sind die Menschen, die wir kennenlernen. Egal ob Männlein…

Uns geht es sehr sehr gut

…oder Weiblein.

Viele werden jetzt denken: „Der ist doch total verrückt und hat den Sinn für die Realität verloren!“ Aber Einige wissen garantiert ganz genau, wovon ich rede und dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Ich sehe einen Menschen, der glücklich ist

Tatsächlich ist es so, dass mich meine Reise verändert. Vor allem die Menschen in Thailand haben es mir angetan. Manchmal kommt es mir so vor, als wäre ich hier irgendwann schon einmal gewesen. Ich treffe Menschen, die ich in meinem Leben noch nie gesehen habe, aber die genau darüber reden, was mich schon immer beschäftigt.

Vor meiner Reise war ich unglücklich

Ich mache diese Reise auch deshalb, weil ich mit meinem bisherigen Leben unglücklich war. Ich war es leid, den Traum eines Anderen zu leben, und nicht meinen eigenen. Ich habe mich viel zu wenig, um mich selber gekümmert. Statt dessen bin ich gestresst, genervt und deprimiert von der Arbeit gekommen. Anstatt mich mit Freunden zu treffen, bin ich stundenlang vor dem PC gesessen und habe meine Zeit verbrannt. Ich habe Nahrung zu mir genommen, von der ich nicht wusste, woraus sie besteht.

Meine Reise hat mich verändert

Aber jetzt und heute kann ich sagen: „Ich bin glücklich!“ Ich beginne meinen eigenen Traum zu leben und ich bin wahnsinnig glücklich darüber, dass ich diese Erfahrung gemeinsam mit meinem Engel teilen darf. Ich kümmere mich um meinen Körper und meine Seele. Ich stehe um 6.00 Uhr morgens auf, nicht weil ich das muss, sondern weil ich das will. Ich merke, wie meine täglichen Übungen Früchte tragen. Auf einmal rasiere ich mich täglich, und ich fühle mich wohl in meinem Körper. Ich bin viel ruhiger geworden und ich rege mich kaum mehr über etwas auf. Während unserer Reise haben wir bereits so viele Menschen kennen gelernt, und einige habe ich wirklich sehr in mein Herz geschlossen. Anstatt wie ein Zombie auf den Bildschirm zu starren, nutze ich das Internet, um mich über Kultur und Religionen schlau zu machen. Ich weiss, was ich esse, denn das Essen wird vor meinen Augen mit Zutaten zubereitet, die ich kenne.

Im Einklang mit der Natur

Ich musste nicht lange suchen…

Es lebe der Sport

…um ein Foto von mir zu finden…

Das Leben ist schön

…auf dem ich glücklich aussehe.

Meine Reise macht mich glücklich

Ich habe hier schon so viele Dinge gesehen, die mich wirklich beeindruckt haben. Ich habe hier in Asien noch nie ein Kind schreien gehört, statt dessen beschäftigen sich die Eltern zu 100% mit ihren Kindern und versuchen es immer zum Lachen zu bringen. Die Kinder hier werden nicht in einem Kinderwagen vorgeschoben, sondern vom Vater am Körper getragen. Wenn ich auf der Strasse ein kleines Kind sehe, dann lächelt es mich an und winkt mir zu. Das steckt wirklich an, denn wenn ich heute in den Spiegel sehe, dann sehe ich dort einen Menschen, der mich anlächelt. Ich sehe einen Menschen, der glücklich ist.

Auch Bea ist glücklich

Und wenn mein Engel glücklich ist, dann bin ich es auch