Mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi

In unserer Unterkunft waren die Leute ziemlich verdutzt, als wir mit unseren Rucksäcken die Treppe runtergekommen sind. „Ich fahrt doch jetzt nicht wirklich, oder?“ Und obwohl es uns hier sehr gut gefallen hat, wird es Zeit mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi zu fahren.

Von Bangkok nach Kanchanaburi

Auf Tripadvisor kann man lesen, dass man von Bangkok nach Kanchanaburi am besten mit dem Zug fährt. Aber will man wirklich fast sechs Stunden lang auf einer Holzbank sitzen? Viel zu sehen gibt es laut den Einheimischen auf dieser Zugstrecke auch nicht. Bei einer Touristeninformation kostet das Ticket für den Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi 150 Baht pro Person. Allerdings ist man dabei ziemlich unflexibel, da dieser Minibus nur einmal am Tag von Bangkok nach Kanchanaburi fährt. Am besten finde ich die einheimische Lösung für den Transport von Bangkok nach Kanchanaburi. An der Kreuzung Ratchadamnoen Klang Road und Buranasat befindet sich ein kleiner unscheinbarer Stand, an dem man sich für 120 Baht ein Ticket für den Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi kaufen kann. Feste Abfahrtzeiten gibt es nicht, der Minibus verkehrt täglich zwischen 7.00 Uhr und 17.00 Uhr. Er fährt los, sobald er voll ist. Das dauert im Schnitt etwa eine halbe Stunde. Danach steht sofort der nächste Minibus bereit. Die Fahrt mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi dauert knapp zwei Stunden.

Der Zug nach Nam Tok

Zwischenstopp Kanchanaburi – Endstation Nam Tok

Was gibt es eigentlich in Kanchanaburi?

Sicherlich kennt jeder von Euch den Filmklassiker „Die Brücke am Kwai.“ Der mit sieben Oscars ausgezeichnete Film handelt vom Bau der Brücke während des zweiten Weltkriegs. Die Eisenbahnstrecke, die von Siam (heute Thailand) nach Burma (heute Myanmar) über die Brücke am Kwai führt, wird umgangssprachlich Todeseisenbahn genannt. Über 100.000 Kriegsgefangene verloren beim Bau der Strecke ihr Leben. Warum lernen wir Menschen nicht aus der Geschichte? Warum können wir nicht einfach in Frieden miteinander leben? Und heute muss ich auch noch in der Zeitung lesen, dass die Deutschen wieder Waffen nach Saudi Arabien geschickt haben. Da kommt mir einfach das Kotzen. Also was gibt es eigentlich in Kanchanaburi? Ein historisches Ereignis, welches die Menschen, die hier her kommen, zum Nachdenken bewegen soll.

Den Toten Gedenken

Kanchanaburi soll die Menschen zum Nachdenken bewegen

Zeit zum Nachdenken

Gestern habe ich geschrieben, dass mich meine Reise verändert hat. Aber die Beispiele, die ich angeführt habe, waren nur ein paar von vielen. Am meisten beschäftigt mich im Augenblick mein Blog. Ich habe aus vielen Gründen kein Interesse daran, zu beschreiben, wie man von A nach B kommt. Ich denke darüber nach, wie die Menschen vor 20 Jahren gereist sind. Es gab kein Internet und die Menschen haben es trotzdem geschafft. Ich will zwar weiterhin meine Eindrücke und Gefühle niederschreiben, aber Überschriften wie: “Mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi“ möchte ich in Zukunft nicht mehr schreiben. Wenn man Reisen will, dann braucht man nicht viel. Wir sind lediglich mit zwei kleinen Rucksäcken nach Kanchanaburi gefahren. Unsere riesigen Reiserucksäcke lassen wir in Bangkok aufbewahren. In der Zwischenzeit wasche ich meine Wäsche selber, und bringe sie nicht einmal mehr zur Wäscherei. Wenn ich etwas benötige, dann kaufe ich es. Wenn ich etwas nicht mehr brauche, dann schenke ich es her. Ich will in Zukunft nur noch über meine Gedanken schreiben, und wie ich mich fühle. Ich will nicht vergessen, wie mich meine Reise verändert hat. Wenn ich wissen will, wie ich von A nach B komme, dann lese ich es einfach wo anders nach.

Zeit zum Nachdenken

Auf der Zugfahrt nach Kanchanaburi habe ich viel Zeit zum Nachdenken…

Die Natur bewundern

…ich kann die wunderschöne Natur bewundern…

Nicht die Brücke am Kwai

…und mir in etwa vorstellen, was hier abging.

So wie ich, verändert sich der Blog

Natürlich freue ich mich sehr darüber, wenn Ihr weiterhin meinen Blog verfolgt. Und selbstverständlich freue ich mich darüber, wenn jemand meine Links anklickt oder gar etwas über meine Links kauft. Aber das alles ist mir nicht mehr so wichtig. Ich fange langsam an, der Mensch zu werden, der ich sein möchte. Ich möchte meine Mitmenschen respektieren, egal welcher Religion oder Rasse sie angehören. Ich möchte den Wahnsinn auf dieser Welt nicht unterstützen. Ich will weiterhin gegen den Strom schwimmen, auch wenn das verdammt schwer ist. An jeder Ecke wird man wieder und wieder verführt. Coca Cola hier, MC Donald’s dort. Statt zu kommunizieren starren wir auf unsere Handys. Wir sehen nicht mehr das, was um uns herum passiert. Abends sitzen wir vor unseren Computern und Fernsehern und lassen uns manipulieren. Wir denken, dass wir Herr über unser Leben sind, aber statt dessen werden wir kontrolliert und bevormundet.

Neue Freunde gefunden

Das schönste auf unserer Reise sind die Menschen, die wir kennenlernen. Egal ob Männlein…

Uns geht es sehr sehr gut

…oder Weiblein.

Viele werden jetzt denken: „Der ist doch total verrückt und hat den Sinn für die Realität verloren!“ Aber Einige wissen garantiert ganz genau, wovon ich rede und dass genau das Gegenteil der Fall ist.

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