Kleine Stadtrundfahrt durch Battambang

Das ist doch Kacke, wenn ich immer nur so selten schreibe. Das Schreiben dauert länger, weil ich länger zurück denken muss. Der Eintrag ist viel weniger genau und emotional, und ich muss mir erst einmal durchlesen warum ich schreibe: „Was Battambang mit 50Cent zu tun hat, erfahrt ihr heute!“ Bei unserer kleinen Stadtrundfahrt durch Battambang bekommen wir des Rätsels Lösung.

Eine Stadtrundfahrt durch Battambang

Bevor wir uns wieder zurück auf den Weg nach Bangkok machen, wollen wir in Battambang mit einem Bamboo Train fahren. Das hört sich abenteuerlich an, und das ist es am Ende auch gewesen. Um nach Battambang zu kommen, müssen wir mit dem Bus fahren. Wir entscheiden uns gegen den Minibus und für den Preis und den Platz im Reisebus. Wie immer schlafe ich nach dem Startgeräusch des Motors ein. Als ich jedoch aufwache, bin ich etwas verwundert, weil wir mitten auf der Strasse stehen. Irgendwie vermisse ich den sonst üblichen Shop oder Cousin, der sonst bei jedem Halt inklusive ist.
Ein Blick aus dem Fenster bringt keinen Aufschluss über die Situation, also steige ich aus und schaue mir das Debakel aus der Nähe an. An irgendeiner Stelle am hinteren Teil des Busses tropft es. In etwa alle zwei bis drei Sekunden ein Tropfen. Ich weiss nicht ob es Kühlflüssigkeit, Benzin, Wasser oder einfach nur die Toilette undicht ist. Auf jeden Fall geht es mit diesem Bus nicht mehr weiter. Der Ersatzbus wird in etwa drei bis vier Stunden hier sein.
Vor unserem Bus reiht sich ein Minibus ein. Der Minibusfahrer steigt aus, und beginnt mit unserem Busfahrer zu diskutieren. Ich stelle mich total interessiert daneben und frage, ob der Minibus nicht zufällig nach Battambang fährt. Für fünf US$ pro Person würde uns der Minibusfahrer mitnehmen. Das ist besser als vier Stunden warten. Wir verladen unser Gepäck und ein paar Stunden später sind wir endlich angekommen. Natürlich werden wir schon alle von einer Schar Tuk-Tuk Fahrern empfangen. Wie immer gehen wir an den Hunden, die am lautesten Bellen vorbei und setzen uns in ein Tuk-Tuk, welches in hinterster Reihe steht. Selbstverständlich kennt Kim, unser Tuk-Tuk Fahrer, ein Hotel bei dem er eine Provision erhält, wenn er uns dort abliefert. Nachdem die günstigen Zimmer für 13 US$ pro Nacht schon vergeben waren, ist uns Kim behilflich gewesen, ein größeres Zimmer zum selben Preis zu bekommen. Darüber waren wir so sehr erfreut, dass wir Kim für den nächsten Tag engagiert haben, um uns zum Bamboo Train zu fahren. Für drei US$ pro Person haben wir eine kleine Stadtrundfahrt durch Battambang inklusive perfekt Englisch sprechenden Guide ausgehandelt.

Das Mahnmal in Form eines Naga

Am nächsten Tag geht es los. Pünktlich steht Kim vor unserem Hotel. Schon beginnt unsere kleine Stadtrundfahrt durch Battambang und wir hören eine Geschichte, die wir davor ganz anders gehört haben. Vor ein paar Tagen haben wir auf den Killing Fields noch erzählt bekommen, dass Pol Pot der Böse war, der Millionen von Khmer tötete. Die Vietnamesen haben diese Diktatur beendet und gelten seitdem als beste Freunde Kambodschas.
Unser Tuk-Tuk Fahrer hat uns jedoch erzählt, dass damals der König auf Staatsbesuch in England gewesen ist. Zu diesem Zeitpunkt gab es einen Militärputsch und die Generäle wollten sich das Land unter den Nagel reissen. Als der König wieder zurück kam, bat er Pol Pot das Land wieder zurück zu gewinnen. Da der König sehr gute politische Verhältnisse zu Vietnam hatte, haben diese den König und somit auch Pol Pot unterstützt. Zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt haben sich die Vietnamesen jedoch gegen Pol Pot gestellt, und Pol Pot aus Kambodscha vertrieben. Da die USA den Krieg mit Waffen versorgt hat, und somit viel Geld mit dem Krieg verdient hat, wurde Pol Pot letztendlich in den USA auch nicht mehr weiter verfolgt.
Welche Geschichte am Ende auch immer näher an der Wahrheit war, sicher ist jedoch, dass nachdem der Krieg beendet war, alle Waffen eingesammelt und eingeschmolzen worden sind. Vor dem ehemaligen Herrscherhaus von Battambang welches heute als Verwaltungsgebäude genutzt wird, steht ein Mahnmal in Form eines Naga, welches aus den Überresten der eingeschmolzenen Waffen erbaut wurde.
Französische Architektur

Die früheren Besetzer haben ihre Architektur hinterlassen…

Italienische Architektur

…oder hatten so viel Geld, dass sie Architekten aus Europa engagieren konnten.

Mahnmal

Dieser Naga wurde aus den verbrannten Waffen errichtet

Was Battambang mit 50Cent zu hat

Unsere kleine Stadtrundfahrt durch Battambang ging weiter, aber schon nach kurzer Zeit blieben wir mitten im Kreisverkehr, vor einer Statue stehen. Diese Statue ist das Wahrzeichen von Battambang und beschreibt, warum die Stadt so heisst. Die Sage beschreibt einen Bauern, der einen magischen Stab gefunden haben soll. Der Besitzer des magischen Stabes gilt als unverwundbar und ist mit Hilfe des magischen Stabes in der Lage, das Land zu regieren. Zu dieser Zeit wurde ein Mensch geboren, der als magischer König in die Geschichte von Battambang eingehen soll. Da er ständig den selben Albtraum hat, bittet er um den Rat eines Weisen, um herauszufinden, was der Albtraum bedeutet. Der weise Mann blickt in die Zukunft und erklärt dem magischen König, dass nur er in der Lage ist, die Tyrannei des Königs zu beenden.
Für den bevorstehenden Kampf bekommt der magische König ein weißes Pferd, mit dem er in die Lüfte fliegt, um den König zu besiegen. Wie zu erwarten war, wirft der König seinen magischen Stab auf das fliegende Pferd des magischen Königs. Der magische Stab jedoch prallt ab.
Irgendwo dort wo wir uns gerade befinden, muss der Stab wieder auf der Erde gelandet sein. Gefunden wurde er jedoch nie. Aber die Magie des Stabes ist dort immer noch vorhanden. Angeblich gibt es nirgendwo anders in Kambodscha so viele Geburten wie in Battambang Die Erde ist so fruchtbar, dass jeder dort mehr produziert, als benötigt wird. Aus diesem Grund wurde der Stadt der Name Battambang gegeben. Battam bedeutet übersetzt „magic stick“ also magischer Stab. Bang bedeutet „disappear“, also verschwinden. Battambang ist also die Stadt, in der der magische Stab verschwand und somit sollte auch klar sein, was das ganze mit 50Cent zu tun hat.
Kleine Stadtrundfahrt durch Battambang

Die Einwohner glauben, der magische Stab befindet sich immer noch hier und beten für Gesundheit, Wohlstand und eine ertragreiche Ernte

Mit dem Drogenkurier zur Grenze

Unser letztes Ziel am heutigen Tag war der Bamboo Train. Ein witziges kleines Abenteuer, dass jedoch irgendwie seinen Charme zu früher verloren hat. An Stelle von Menschenkraft, die mit Hilfe von Bambusstäben den Zug ähnlich einer Gondel auf den Schienen bis ins Dorf manövrieren, tuckert heute ein kleiner Motor am hinteren Ende des Gefährts. Das Dorf am anderen Ende der Strecke ist auch nichts anderes wie ein großer Shop. T-Shirts, Getränke, Röcke, Armbänder und Souvenirs. Nach einer Kokosnuss geht es wieder zurück.
Bambootrain

Mit diesem Bambootrain geht es gleich zum Dorf…

Dorf am anderen Ende

…auch wenn es dort nicht viel zu sehen gibt…

Wir haben Spass

…haben wir jede menge Spass!

Kim bringt uns zum Hotel, wir holen unser Gepäck, checken aus und lassen uns zu einem Restaurant bringen. Natürlich kennt Kim auch einen Taxifahrer, der uns an die Grenze bringen kann. An die Grenze wurden wir gebracht, jedoch glaube ich nicht, dass wir in einem Taxi gesessen sind. Wir sind entweder bei einem Postfahrer, Apotheker, Paketfahrer oder Drogenkurier im Auto gesessen. Auf jeden Fall hat die Fahrt von Battambang an die Grenze nach Thailand ewig gedauert, weil wir ständig Päckchen abliefern mussten.
An der Grenze gab es auf jeden Fall keine Probleme und mir sind bis heute keine illegalen Substanzen in meinem Gepäck aufgefallen. Zusammen mit meinem Neffen werden wir die nächsten Tage bis zu seinem Abflug in Bangkok verbringen.

Ein paar Tage in Kampot und Kep

Koh Rong war wirklich schön, aber man sollte auf einer Insel auf keinen Fall – nein falsch. Man sollte bei über 30°C an einem Fruchtshake-Stand keinen Milchshake bestellen. Während wir ein paar Tage in Kampot und Kep sein werden, werde ich eine Nulldiät machen – es bleibt sowieso nichts im Magen.

Von Koh Rong nach Kampot

Mit dem Speedboat geht es wieder zurück aufs Festland. Anschließend fahren wir mit dem Bus weiter nach Kampot. Die Busfahrt habe ich ohne Zwischenfälle überstanden, trotzdem war ich froh, als wir in unserem Guesthouse angekommen sind. Beatrice ist gemeinsam mit Sebastian beim Abendessen, während ich im Bett liege und mein Magen krampft. Auch am nächsten Tag geht es mir noch nicht besser. Ich werde den ganzen Tag im Bett verbringen. In der Zwischenzeit werden sich Beatrice und Sebastian einen Roller mieten und sich ein paar Sehenswürdigkeiten um Kampot ansehen.

Die Gegend unsicher machen

Während es mir am nächsten Tag ein wenig besser geht, fängt heute Beatrice an zu kränkeln. Vorsichtshalber bleibt sie im Guesthouse und ich werde heute mit Sebastian die Gegend unsicher machen. Gleich vor unserem Guesthouse halten wir das nächste Tuk-Tuk auf. Wir wollen uns natürlich anschauen, wo der weltberühmte Pfeffer aus Kampot angebaut wird.

Keep it Gangster

Gemeinsam machen wir die Gegend um Kampot unsicher.

Asiatischer Hopfen

Man muss sich das ganze folgendermaßen vorstellen: Ein Asiate hat im seinem Leben noch nie gesehen, wie Hopfen angebaut wird. Da er sowieso in Deutschland ist, beschließt er von München in die Hallertau zu fahren. Dort steht er dann vor einem riesigen Feld, auf dem Hopfen wächst. Und bei Pfeffer ist das nicht anders. Und da stehen wir, vor einem riesigen Feld, auf dem Pfeffer wächst. Ja äh – schön wars.

Pfeffer aus Kampot

Für mehr Bilder: Fahr’ doch selbst dort hin, wo der Pfeffer wächst!

Ackerbau in Kambodscha

Die Menschen um uns waren wieder einmal interessanter, als die Sehenswürdigkeiten.

Deutscher Humor

Unser nächstes Ziel, der Tempel in der Höhle, war in etwa genauso spektakulär wie die Pfefferplantage. Die Fahrt mit unserem Tuk-Tuk an sich allerdings, war vor allem für meinen Neffen das Beste an unserem Ausflug. Bei jedem Schlagloch – also alle paar Sekunden – hat sich mein Neffe kaputt gelacht. Ich dagegen war froh, dass ich die letzten Tage nichts gegessen habe, denn worauf wir uns fortbewegt haben, war definitiv keine Strasse.

Tempel in der Höhle

Definitiv ein Tempel. Definitiv eine Höhle. Nur ein wenig kleiner als in meiner Vorstellung.

Mit dem Tuk-Tuk unterwegs

Unser Tuk-Tuk Fahrer kann die Strecke auch mit geschlossenen Augen fahren.

Von Kampot nach Kep

Unser letztes Ziel um Kampot war Kep. Genauer gesagt, die Insel Koh Tonsay vor Kep. Viel gibt es dort nicht außer ein paar wenigen Bungalows, einem Restaurant und einer Bar. Am Strand kann man sich massieren lassen oder einfach in einer Hängematte relaxen. Den ganzen Tag haben wir dort die absolute Ruhe genossen. Morgen geht es weiter nach Batambong. Was das Ganze mit 50 Cent zu tun hat, erfahrt Ihr im nächsten Blog.

Koh Tonsay

Koh Tonsay – auch Rabbit Island genannt – ist perfekt zum relaxen

Die Insel Koh Rong

Unser nächstes Ziel ist die Insel Koh Rong. Von Sihanouk Ville fährt drei Mal am Tag ein Speedboot auf die Insel. Der Preis für den Round Trip, also Hin- und Rückfahrt beträgt 25 US$ pro Person. Die Rückfahrt kann man antreten, wann immer man möchte, man muss lediglich einen Tag vorher eine Reservierung vornehmen.

Ankunft am Tui Beach auf Koh Rong

Nach etwa 40 Minuten sind wir auf der Insel Koh Rong angekommen – natürlich pünktlich zur Mittagshitze. Strassen gibt es auf Koh Rong (bis jetzt) noch nicht. Überall ist feinster Sand. Wir ziehen unsere Schuhe aus und entschließen demokratisch, dass wir nach links gehen. Denn dort wo wir uns gerade befinden, ist eine Bar neben der anderen und es ist irre laut. Wir folgen einem Pfad zu unserer Linken, doch nach etwa 15 Minuten Gehzeit ist der Trampelpfad zu Ende, und wir stehen vor einer Bungalowhütte.

Nicht unsere Liga

Nachdem uns diese Unterkunft etwas zu teuer erschien, haben wir uns für eine Nacht den Bungalow geteilt

Keine Geldautomaten auf Koh Rong

Für eine Nacht nehmen wir den übertrieben hohen Preis von 45 US$ pro Nacht in Kauf, und teilen uns zu dritt einen Bungalow. Leider gibt es weder Haken an der Wand, noch Druck auf der Wasserleitung. Wir bekommen zwar ein Schloss für unsere Tür, aber der Türstock und die Fensterrahmen sind so stark verzogen, dass ein Schloss eigentlich keinen Sinn macht. Das sind Dinge die man zwar in Kauf nimmt, aber nicht für 45 US$ die Nacht.

Lieber lecker essen statt ruhig schlafen

Die nächsten paar Tage werden wir im Dorf verbringen. Dort ist es zwar irre laut, aber die Nacht kostet dort nur 12 US$ pro Nacht. Wir brauchen zwar zwei Zimmer, aber unterm Strich bleiben 21 US$ für BBQ und Fruchtshakes übrig. Mehr werden wir die nächsten paar Tage nicht benötigen. Da es hier auf der Insel so gut wie kein Internet gibt, werden wir hier ausschließlich am Strand relaxen.

Im Meer liegen

Die meiste Zeit haben wir im Meer verbracht…

Longbeach auf Koh Rong

…oder kurz davor.

Sonnenuntergang auf Koh Rong

Sonnenuntergang auf Koh Rong

Die Standard Touri-Tour

Man kann jedoch zu den gesparten 21 US$ noch 19 US$ pro Person oben drauf legen, dann kann man einen ganzen Tag lang mit einem Boot um die Insel Koh Rong schippern. Es gibt Stopps bei jedem Strand der Insel. Wenn man will kann man Schnorcheln oder einfach nur das türkise Wasser bewundern. Am frühen Nachmittag gibt es ein BBQ auf dem Boot. Pünktlich zum Sonnenuntergang befindet man sich am Longbeach und tuckert anschließend im Konvoi zurück zum Ausgangspunkt. Im Preis inbegriffen ist auch noch eine Nachtfahrt zu einer nahe gelegenen Insel, vor der man im lumineszierenden Plankton schwimmen kann. Wir hatten an diesem Tag jedoch alle genug vom Boot fahren. Selbst Stunden später im Bett hat immer noch alles gewackelt. Am nächsten Tag konnten wir jedoch ohne Probleme unsere Bootstour abschließen und im Plankton schwimmen.

Tempel besuchen

Während der Bootsfahrt kann man schnorcheln, Tempel besuchen…

Sonnenuntergang am Longbeach

…sich den Sonnenuntergang am Longbeach ansehen, oder Meeresleuchten beobachten.

Von Siem Reap nach Phnom Penh

Sebastian hat mir aus Deutschland, so wie es sich für einen guten Neffen gehört, natürlich auch etwas mitgebracht und zwar gute und allerorts bekannte, frische, deutsche Grippebakterien. Da bin ich erstmal platt gewesen.

Mit dem Speedboat nach Phnom Penh

Trotzdem wollten wir mit dem Speedboat von Siem Reap nach Phnom Penh fahren. Ich habe die meiste Zeit der Bootsfahrt geschlafen. Als wir dann aber aufgrund von Fischernetzen in der Schiffsschraube einen Zwangsstopp einlegen mussten, habe ich meinen Schlafplatz auf das Dach des Speedboats verlegt. Nach endlosen Tauchgängen des Kapitäns im trüben, braunen Wasser, war die Schiffsschraube wieder frei von Fischernetzen.

Von Siem Reap nach Phnom Penh

Aufgrund von Fischernetzen in der Schiffsschraube mussten wir einen Zwangsstopp einlegen.

Sebastian auf der Reling

Danach ging es weiter mit vollem Tempo…

Schwimmendes Dorf

…vorbei an schwimmenden Dörfern nach Phnom Penh.

Phnom Penh Hafen

In ein paar Wochen kann man diese Bootsfahrt nicht mehr machen. Dann ist der Fluss zu ausgetrocknet und das Speedboat kann nicht mehr verkehren.

Einsame Bakterien

Am späten Nachmittag haben wir Phnom Penh erreicht. Eigentlich haben wir gedacht, wir gehen auf den Nachtmarkt um etwas zu essen. Aber in Wirklichkeit war es so, dass wir zum Nachtmarkt gegangen sind, damit sich meine Grippebakterien nicht so alleine fühlen. Wenn ich nichts Schlechtes gegessen habe, dann habe ich zumindest etwas zu Fettiges gegessen. Die Khmer’er Küche hat mir an diesem Abend auf jeden Fall nicht gut getan.

Phnom Penh Nachtmarkt

Auf dem Nachtmarkt von Phnom Penh kann man unter anderem…

Essen auf dem Nachtmarkt

…essen. Tische und Stühle gibt es nicht, nur einen Teppich mitten auf dem Markt.

Logistische Herausforderung

Während Sebastian und Beatrice am nächsten Tag gemeinsam die Killing Fields besucht haben, bin ich im Hotel geblieben und habe versucht mich zu erholen. Am selben Abend fühlte ich mich zwar noch nicht besser, aber Hunger hatte ich trotzdem. Wir haben dem Essen auf dem Nachtmarkt eine zweite Chance gegeben. Diesmal hat uns allen das Essen geschmeckt und es ist auch nicht zu fettig gewesen. Aber anscheinend haben sich die restlichen Grippeviren im Körper von Sebastian ebenfalls alleine gefühlt.

Phnom Penh Killing Fields

Während sich Sebastian und Beatrice die Killing Fields angesehen haben…

Phnom Penh

…habe ich mich im Hotel ausgeruht. Am Abend sind wir dann gemeinsam in Phnom Penh herumgeschlendert.

Es erfordert nun präzise Toilettenplanung bei der morgigen Busfahrt von Phnom Penh nach Koh Rong.

Eine Reise von Bangkok zum Angkor Wat

Nachdem ihm sein Onkel genau erklärt hat, wie er vom Flughafen in Bangkok zur Khao San Road kommt, ist er mit herausgestreckter Brust gemeinsam mit zwei anderen Backpackern in den Skytrain gestiegen. Sie haben den Zug verlassen, haben aber die Bushaltestelle nicht gefunden. Immerhin waren sie zu dritt und konnten sich die Taxikosten teilen.

Zuerst in Bangkok ankommen

Mit ein wenig Verspätung und am falschen Ende der Strasse, hat es dann aber nur einen Anruf gebraucht, bis die Familie vereint gewesen ist. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Kambodscha.

Mit dem Zug nach Cambodia

Gemeinsam haben wir uns dazu entschieden, mit dem Zug von Bangkok an die Grenze nach Kambodscha zu fahren. Bereits während der Fahrt hat sich herausgestellt, dass dies eine sehr gute Entscheidung gewesen ist. Trotz unserem ganzen Gepäck hatten wir genug Platz. Wir konnten uns während der gesamten Fahrt die Beine vertreten. Wenn man zwischen zwei Wagons auf der Treppe sitzend den Fahrtwind des dahin tuckernden Zuges im Gesicht spürt, kommt ein Gefühl von Freiheit auf.

Wir hatten genug Platz

Wir hatten genug Platz

Ein Gefühl von Freiheit

Zwischen den Wagons auf der Treppe sitzend

Von der Grenze nach Siem Reap

An der Grenze bekamen wir für 30 US$ pro Person ein 30 Tage Visa on Arrival ausgestellt. Mit dem Tuk Tuk ging es dann weiter zum Bus, der uns nach Siem Reap bringen sollte. Eine Unterkunft haben wir dort schnell gefunden, genauso wie einen Tuk Tuk Fahrer, der uns früh am nächsten Morgen abholen würde. Wir wollten die Sonne hinter Angkor Wat aufgehen sehen.

Touristischer geht es nicht

Eine Tageskarte für die gesamte Tempelanlage kostet stolze 20 US$ pro Person. Die nächste Preisstufe liegt bei 40 US$ – damit ist man berechtigt, an drei verschiedenen Tagen innerhalb einer Woche, die Tempelanlage zu betreten. Weder uns noch die Hundertschar an Touristen an den Ticketschaltern haben die Preise allerdings davon abgehalten, dieses UNESCO Weltkulturerbe zu besichtigen. Das perfekte Foto eines Sonnenaufgangs wird man persönlich allerdings von Angkor Wat nicht machen können. Wir Touristen stehen einfach immer und überall im Bild.

Warten auf den Sonnenaufgang

Alle warten auf den Sonnenaufgang…

Das perfekte Foto

…für das perfekte Foto.

Gesichertempel

Der Gesichtertempel

Morgen ist auch noch ein Tag

Am nächsten Tag wollten wir uns einen Roller mieten, und die Tempelanlage auf eigene Faust erkunden. Angeblich dürfen Touristen aber nur mit dem Fahrrad auf die Tempelanlage. Das war uns dann doch zu viel bei der Hitze und deshalb haben wir uns erneut einen Tuk Tuk Fahrer gesucht. Dieser hat uns zu ein paar abgelegenen Tempeln gefahren. Weil wir noch vom vorherigen Tag geschockt waren, wollten wir uns den Sonnenuntergang nicht vom „Berg mit Blick auf Angkor Wat“ ansehen. Am Ende waren der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang das Enttäuschendste bei unserem Ausflug auf die Tempelanlage. Aber wenn man die vielen vielen Menschen um sich herum für einen kleinen Moment ausblendet und sich ein wenig Zeit nimmt, dann ist man mit viel Glück in einem kurzen Moment in der Lage, das perfekte Foto zu machen.

Menschen ausblenden

Für einen kleinen Moment die Menschen ausblenden…

Abgelegener Tempel

…und sich Vorstellen, wie es hier ausgesehen hat…

Durch nichts aufzuhalten

…bevor sich die Natur…

Baum frisst Tempel

…wieder alles zurück holt.

Winkende Statue

Der winkende Baumtempel

König der Löwen

Auch beim Sonnenuntergang waren wir nicht alleine…

Sonnenuntergang

…aber diesmal sind wir ganz vorne gesessen.

Mit etwas Glück – und vielleicht zu einer anderen Jahreszeit – kann man diesen kurzen Moment mehrmals auf seinem Ausflug erleben. Und auch wenn dort doppelt so viele Touristen gewesen wären: Diese Tempelanlage ist so einzigartig auf der Welt, dass muss man einfach selbst gesehen haben.

Noch ein paar Tage Bangkok

Zusammengefasst kann ich sagen: In Bangkok gefällt es mir. Eigentlich bevorzuge ich das Meer und den Strand, aber in Bangkok genieße ich gerade mein Leben.

Nur noch ein paar Tage Bangkok

Gut das in ein paar Tagen mein Neffe zu Besuch kommt. Nur noch ein paar Tage Bangkok, dann geht es wieder weiter auf Reisen. In der Zwischenzeit nutze ich die Vorteile dieser großen und verrückten Stadt.

Ideale Voraussetzungen

Einen nicht geringen Beitrag zu meinem Wohlbefinden leistet meine Unterkunft in Bangkok. Ich fühle mich hier wie zu Hause. Einerseits kann ich tun und lassen, was ich möchte, andererseits muss ich meine Mitbewohner respektieren und mit ihnen gemeinsam klar kommen. Die meisten von Euch haben ihr Leben sowieso im Griff, so dass die folgenden Zeilen wohl nichts Besonderes sind. Aber für mich persönlich ist es etwas Besonderes, wenn ich einem geregelten Tagesablauf nachkommen kann, ohne Druck zu verspüren. Jede meiner Handlungen entstehen aus eigenem freien Willen. Jeden meiner Schritte mache ich, weil ich das will. Niemand sitzt mir im Rücken und übt Druck aus. Niemand sagt mir, welcher mein nächster Schritt sein wird.

Schnell noch eine kleine Geschichte

So einfach wie ich mir das in Deutschland gemacht habe, ist es nicht. Der Wecker klingelt und plötzlich muss alles schnell gehen. Schnell die Zähne putzen, schnell abwaschen und schnell zum Bus rennen. Am Besten zwischen jedem Schritt noch schnell eine Zigarette rauchen. Obwohl, wenn der Bus nicht pünktlich war, dann sind es auch schon mal zwei Glimmstängel gewesen. Von 8.00 bis 12.00 Uhr für jemanden Anderen arbeiten, dann schnell zur Kantine rennen, schnell einen Teller Fertigessen reinwürgen, um ganz schnell wieder am Arbeitsplatz sein zu können. Schnell noch etwas zu Ende programmieren – und nach ein paar Überstunden – schnell wieder nach Hause. Daheim angekommen, schnell wieder zum Bus, sonst macht das Lebensmittelgeschäft zu. Schnell was kochen, oder am besten einfach schnell etwas in den Backofen werfen. Wenn man ganz schnell ist, dann hat man vielleicht noch etwas Zeit, um in den Turnverein zu gehen. Aber dann muss es wieder schnell unter die Dusche. Morgen geht der Wahnsinn wieder von vorne los.

Zuerst der Körper, dann der Geist

Hier in Bangkok läuft das für mich alles ein wenig anders ab. Mein Wecker klingelt und ich bleibe im Bett liegen. Nicht weil ich noch müde bin, sondern weil ich mich zuerst um meinen Körper kümmere. Mit gestreckten Beinen schreibe ich Zahlen in die Luft. Nach dem Aufstehen ziehe ich meine Sporthose an und spaziere in den nächsten Park. Nach einer guten halben Stunde Frühsport geht es auf dem Heimweg vorbei am Markt. Ich nehme mir zwei, in Bananenblätter eingepackte Portionen Klebereis mit geraspelter Kokosnuss oder Eierschaum mit nach Hause. Dort angekommen, geht es unter die kalte Dusche und ich habe sogar Zeit mich zu rasieren. Ich kann mir sogar die Zeit nehmen, mich nicht abzutrocknen. Statt dessen wickele ich mich in meinen Sarong, den ich in Indonesien gekauft habe, und geniesse den süßen Klebereis auf der Terrasse. Nachdem ich meinen Löffel – und ein paar Tassen meiner Mitbewohner – abgespült habe, suche ich mir im Haus einen ruhigen Platz zum Arbeiten.
Spaziergang zum Park

Eine riesige Blumenschaukel zum Park…

Jeder macht mit

…und viele kleine im Park. Beim Sport machen alle mit, egal ob jung…

Sport mit den Einheimischen

…oder alt. Ausser uns beiden sind hier keine Farangs. Nur Einheimische.

Für mich selber arbeiten

Ich gebe offen zu, von Erfolg ist meine Arbeit bisher noch nicht gekrönt worden. Aber ich arbeite daran. Ich habe verstanden, dass ich von Marketing keine Ahnung habe, und deshalb habe ich seit kurzem Mitarbeiter, die für mich arbeiten. Ich bin vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber geworden. Im Zuge dessen muss ich viel Zeit in den Re-Launch meiner Homepage investieren. Google interessiert sich nicht für Javascript und kompakte Webseiten. Für ein optimales Suchmaschinen Ergebnis müssen eine klare Struktur sowie auf den Inhalt abgestimmte Schlüsselwörter in den Vordergrund gestellt werden. Bis mein Neffe in ein paar Tagen zu Besuch kommt, werde ich ausschließlich damit beschäftigt sein.
Chaos mit System

Ein Bild meines Gehirns – Chaos mit System. Same Same – But Different

Immer der Körper, immer der Geist

Wie bereits gesagt, sind hier ideale Vorraussetzungen. Denn ab und zu spinnt auch hier das Internet. Dann wird es Zeit, das MacBook auf die Seite zu legen und ein paar Übungen für den Körper zu machen. Nachdem jeder Knochen einmal geknackst hat und die Bänder ein wenig gedehnt wurden, funktioniert das Internet wieder. Auch in Bangkok mache ich mittags eine Pause. Hier gibt es allerdings keinen abgepackten Fertigfrass, sondern frisch zubereitete thailändische Köstlichkeiten. Da es zum Arbeiten viel zu heiss ist, wird es entweder Zeit für eine Siesta oder zum Meditieren. Danach ist sowohl mein Körper als auch mein Geist gestärkt für ein paar Stunden Arbeit. Langsam kommen meine Mitbewohner wieder nach Hause. Heute hat jemand frische Früchte mitgebracht. Ich klappe mein MacBook zu und geselle mich zu ihnen. Bevor ich mich schlafen lege, mache ich meine Liegestützen und schreibe Zahlen in die Luft. Ich drehe mich noch einmal nach links und sage: “Ich Liebe Dich!“. Ich schließe meine Augen und freue mich auf morgen. Ich freue mich auf die Leute im Park, auf meinen Klebereis und schon bin ich eingeschlafen.
Frisch zubereitete thailändische Köstlichkeiten

Frisch zubereitete thailändische Köstlichkeiten

Ein Nachtmarkt in Bangkok

Ein Vorteil dieser großen und verrückten Stadt: Immer und überall gibt es einen Markt.