Noch ein paar Tage Bangkok

Zusammengefasst kann ich sagen: In Bangkok gefällt es mir. Eigentlich bevorzuge ich das Meer und den Strand, aber in Bangkok genieße ich gerade mein Leben.

Nur noch ein paar Tage Bangkok

Gut das in ein paar Tagen mein Neffe zu Besuch kommt. Nur noch ein paar Tage Bangkok, dann geht es wieder weiter auf Reisen. In der Zwischenzeit nutze ich die Vorteile dieser großen und verrückten Stadt.

Ideale Voraussetzungen

Einen nicht geringen Beitrag zu meinem Wohlbefinden leistet meine Unterkunft in Bangkok. Ich fühle mich hier wie zu Hause. Einerseits kann ich tun und lassen, was ich möchte, andererseits muss ich meine Mitbewohner respektieren und mit ihnen gemeinsam klar kommen. Die meisten von Euch haben ihr Leben sowieso im Griff, so dass die folgenden Zeilen wohl nichts Besonderes sind. Aber für mich persönlich ist es etwas Besonderes, wenn ich einem geregelten Tagesablauf nachkommen kann, ohne Druck zu verspüren. Jede meiner Handlungen entstehen aus eigenem freien Willen. Jeden meiner Schritte mache ich, weil ich das will. Niemand sitzt mir im Rücken und übt Druck aus. Niemand sagt mir, welcher mein nächster Schritt sein wird.

Schnell noch eine kleine Geschichte

So einfach wie ich mir das in Deutschland gemacht habe, ist es nicht. Der Wecker klingelt und plötzlich muss alles schnell gehen. Schnell die Zähne putzen, schnell abwaschen und schnell zum Bus rennen. Am Besten zwischen jedem Schritt noch schnell eine Zigarette rauchen. Obwohl, wenn der Bus nicht pünktlich war, dann sind es auch schon mal zwei Glimmstängel gewesen. Von 8.00 bis 12.00 Uhr für jemanden Anderen arbeiten, dann schnell zur Kantine rennen, schnell einen Teller Fertigessen reinwürgen, um ganz schnell wieder am Arbeitsplatz sein zu können. Schnell noch etwas zu Ende programmieren – und nach ein paar Überstunden – schnell wieder nach Hause. Daheim angekommen, schnell wieder zum Bus, sonst macht das Lebensmittelgeschäft zu. Schnell was kochen, oder am besten einfach schnell etwas in den Backofen werfen. Wenn man ganz schnell ist, dann hat man vielleicht noch etwas Zeit, um in den Turnverein zu gehen. Aber dann muss es wieder schnell unter die Dusche. Morgen geht der Wahnsinn wieder von vorne los.

Zuerst der Körper, dann der Geist

Hier in Bangkok läuft das für mich alles ein wenig anders ab. Mein Wecker klingelt und ich bleibe im Bett liegen. Nicht weil ich noch müde bin, sondern weil ich mich zuerst um meinen Körper kümmere. Mit gestreckten Beinen schreibe ich Zahlen in die Luft. Nach dem Aufstehen ziehe ich meine Sporthose an und spaziere in den nächsten Park. Nach einer guten halben Stunde Frühsport geht es auf dem Heimweg vorbei am Markt. Ich nehme mir zwei, in Bananenblätter eingepackte Portionen Klebereis mit geraspelter Kokosnuss oder Eierschaum mit nach Hause. Dort angekommen, geht es unter die kalte Dusche und ich habe sogar Zeit mich zu rasieren. Ich kann mir sogar die Zeit nehmen, mich nicht abzutrocknen. Statt dessen wickele ich mich in meinen Sarong, den ich in Indonesien gekauft habe, und geniesse den süßen Klebereis auf der Terrasse. Nachdem ich meinen Löffel – und ein paar Tassen meiner Mitbewohner – abgespült habe, suche ich mir im Haus einen ruhigen Platz zum Arbeiten.
Spaziergang zum Park

Eine riesige Blumenschaukel zum Park…

Jeder macht mit

…und viele kleine im Park. Beim Sport machen alle mit, egal ob jung…

Sport mit den Einheimischen

…oder alt. Ausser uns beiden sind hier keine Farangs. Nur Einheimische.

Für mich selber arbeiten

Ich gebe offen zu, von Erfolg ist meine Arbeit bisher noch nicht gekrönt worden. Aber ich arbeite daran. Ich habe verstanden, dass ich von Marketing keine Ahnung habe, und deshalb habe ich seit kurzem Mitarbeiter, die für mich arbeiten. Ich bin vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber geworden. Im Zuge dessen muss ich viel Zeit in den Re-Launch meiner Homepage investieren. Google interessiert sich nicht für Javascript und kompakte Webseiten. Für ein optimales Suchmaschinen Ergebnis müssen eine klare Struktur sowie auf den Inhalt abgestimmte Schlüsselwörter in den Vordergrund gestellt werden. Bis mein Neffe in ein paar Tagen zu Besuch kommt, werde ich ausschließlich damit beschäftigt sein.
Chaos mit System

Ein Bild meines Gehirns – Chaos mit System. Same Same – But Different

Immer der Körper, immer der Geist

Wie bereits gesagt, sind hier ideale Vorraussetzungen. Denn ab und zu spinnt auch hier das Internet. Dann wird es Zeit, das MacBook auf die Seite zu legen und ein paar Übungen für den Körper zu machen. Nachdem jeder Knochen einmal geknackst hat und die Bänder ein wenig gedehnt wurden, funktioniert das Internet wieder. Auch in Bangkok mache ich mittags eine Pause. Hier gibt es allerdings keinen abgepackten Fertigfrass, sondern frisch zubereitete thailändische Köstlichkeiten. Da es zum Arbeiten viel zu heiss ist, wird es entweder Zeit für eine Siesta oder zum Meditieren. Danach ist sowohl mein Körper als auch mein Geist gestärkt für ein paar Stunden Arbeit. Langsam kommen meine Mitbewohner wieder nach Hause. Heute hat jemand frische Früchte mitgebracht. Ich klappe mein MacBook zu und geselle mich zu ihnen. Bevor ich mich schlafen lege, mache ich meine Liegestützen und schreibe Zahlen in die Luft. Ich drehe mich noch einmal nach links und sage: “Ich Liebe Dich!“. Ich schließe meine Augen und freue mich auf morgen. Ich freue mich auf die Leute im Park, auf meinen Klebereis und schon bin ich eingeschlafen.
Frisch zubereitete thailändische Köstlichkeiten

Frisch zubereitete thailändische Köstlichkeiten

Ein Nachtmarkt in Bangkok

Ein Vorteil dieser großen und verrückten Stadt: Immer und überall gibt es einen Markt.

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