Visa Run von Ranong möglich

Langsam bin ich mit meinem Blog wieder auf dem Laufenden. Langsam schließt sich die Lücke zwischen den Bildern, die ich auf Facebook poste, sowie den Bildern die man hier im Blog sehen kann. Damit sich die Lücke noch ein wenig mehr schließen kann, heisst es den perfekten Plan einzuhalten.

Visa Run von Ranong möglich

Damit wir uns während unserem Aufenthalt in Suan Mokkh keine Gedanken über unser Visa machen müssen, haben wir am 30.März Koh Phayam verlassen. Gemeinsam mit Alex, den wir ebenfalls aus Bangkok kennen, sind wir mit dem Speedboat nach Ranong gefahren. Von Alex wissen wir, dass ein Visa Run von Ranong möglich ist. Er hat uns erklärt und gezeigt, wohin wir für unseren Visa Run gehen müssen, bevor er in einem Sammeltaxi verschwunden ist.

Abfahrt von Koh Phayam

Abfahrt von Koh Phayam mit dem Speedboat (350 Baht pro Person pro Fahrt)

Ankunft mit dem Speedboat

Ankunft in Ranong mit dem Speedboat

Bevor Alex im roten Sammeltaxi verschwindet...

Bevor Alex im roten Sammeltaxi verschwindet…

Da geht es lang

…zeigt er uns noch den Weg zum Visa Pear.

Seitdem wir in Asien sind, habe ich schon viele Geschichten über Visa Runs gehört und gelesen. Wahrscheinlich ändert sich zur Zeit so vieles, dass jede Geschichte zu irgendeinem Zeitpunkt vielleicht wahr gewesen ist. Ich persönlich kann auf jeden Fall mit 100% Sicherheit sagen, dass ich am 30.März 2015 einen Visa Run von Ranong nach Myanmar / Burma gemacht habe.

Schritt 2: Visa Run von Ranong nach Myanmar

Ankunft am Pier: Zwei Leute stehen bei der Grenzstelle vor mir. Als Aussenstehender könnte man diese Grenzstelle vielleicht auch mit einem Ticketschalter verwechseln. Aber nach ein paar Minuten erhalte ich an dem Schalter einen Ausreisestempel in meinen Reisepass.

Das Visa Pear in Ranong

Das Visa Pear in Ranong, rechts geht es zur…

Einreise und Ausreise

…Einreise und Ausreise, gerade aus weiter stehen die Boote bereit.

Während wir zu den Booten gehen, handeln wir 100 Baht für die Hin- und Rückfahrt nach Myanmar pro Person aus. Nachdem das Boot voll mit Passagieren ist, geht es los. Nach 5 Minuten ein kurzer Stopp an einer Insel. Ein Bootsgehilfe läuft mit einem Stapel Reisepässe zu der kleinen Hütte auf der Insel. Nach ein paar Minuten kommt er mitsamt den Ausweisen wieder zurück und wir fahren mit dem Boot nach Myanmar. Das dauert in etwa 15 Minuten. Wir steigen aus dem Boot aus, gehen an Dutzenden Duty Free Shops vorbei in eine klimatisierte Hütte. Dort bezahlen wir 10US$ für unser Visa, bekommen einen Einreisestempel und wir gehen wieder zurück zu unserem Boot. Auf dem Rückweg wieder das selbe Spiel. Fünf Minuten Bootsfahrt zu einer kleiner Insel. Dieses Mal muss jeder dem Bootsgehilfen seinen Reisepass geben. Auch dieses mal kommt er nach ein paar Minuten mitsamt den Ausweisen inklusive Ausreisestempel wieder zurück. Auf dem Rückweg nach Thailand bleiben wir auf etwa halber Strecke noch einmal stehen. An einer Insel die nicht größer ist als ein Fußballfeld machen wir Halt. Auf der Insel steht ein Zelt. Darunter sitzen fünf thailändische Militärs im Schatten. Der Bootsgehilfe läuft zu dem Zelt und redet kurz mit den Militärs, danach legen wir auch schon wieder ab. Kurze Zeit später legen wir in Ranong an. Am Einreiseschalter der Grenzstelle bekommen wir ein Thailand Visa gültig bis 28.April.

Die ganze Aktion hat nicht mal eine Stunde gedauert. Worauf man auf jeden Fall achten sollte ist, dass man einen glatten, knitter- und knickfreien 10 US$ Schein für das Myanmar Visa dabei hat. Die Fotokopie des Ausweises, die wir vor der Überfahrt nach Myanmar gemacht haben, haben wir nicht benötigt.

Schritt 3: Mit dem Bus nach Suan Mokkh

Nachdem wir unsern neuen Stempel im Reisepass haben, geht es mit dem Sammeltaxi zur Busstation nach Ranong. Kurze Zeit später steht der Bus nach Surat Thani zur Abfahrt bereit. Das nenne ich perfektes Timing. Das Ticket für die Fahrt kaufen wir im Bus und dem Ticketverkäufer sagen wir, dass wir nach Suan Mokkh wollen. Über vier Stunden quält sich der Bus über Berge und Kurven, bis wir endlich am Kloster angekommen sind. Zwischendurch habe ich gedacht, wir müssen aussteigen und schieben helfen, so langsam ging es teilweise voran. Mitten auf der Autobahn bleibt der Bus stehen und der Ticketverkäufer winkt uns zu. Anscheinend sind wir angekommen.

So, da sind wir also. Ist doch bisher alles wunderbar nach Plan verlaufen. Man kann sich jetzt höchstens noch denken: Warum um alles in der Welt wollten die beiden denn überhaupt in ein Kloster?

Als wir damals unsere Asienreise angetreten haben, haben wir uns vorgenommen auf einer Farm zu arbeiten. Wir wollten mit Tieren arbeiten und wir wollten als Informatiker arbeiten. Wir wollten aussergewöhnliche Sachen machen und die Kultur der Länder besser verstehen. Wir wollten bei Einheimischen wohnen und wir wollten wie die Einheimischen leben.

Vor ein paar Monaten sind wir in Bangkok mit ein paar Mitbewohnern zusammengesessen und sind irgendwie auf das Thema Meditieren gekommen. Ein Mitbewohner ist vor ein paar Tagen erst von Suan Mokkh zurückgekommen und er strahlte über beide Ohren. Sein Kommentar war lediglich: „Absolut geil“. Dann schlürfte er wieder grinsend an seinem Mate Tee. Während der letzten Monate hatten wir genug Zeit, uns über Suan Mokkh, Meditation, Buddhismus, Vipassana und über uns selbst Gedanken zu machen. Wir wollen die Möglichkeit nutzen, etwas über die Kultur Thailands zu lernen. Wir werden lernen einen geregelten Lebensablauf zu folgen. Wir werden lernen zu verzichten. Wir werden auf einem Steinbett und einem Holzkissen schlafen. Wir werden zehn Tage lang nicht sprechen und zehn Stunden am Tag Meditieren.

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