Durch Meditation zum Nichtraucher werden (3)

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, warum ich nach den knapp zwei Wochen im Kloster kein Verlangen nach einer Zigarette verspüre. Während dieser Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, warum ich jetzt keine Zigarette rauchen will. Was ist der Unterschied? Was mache ich hier anders? Was hat mein Umdenken ausgelöst? Wie kann ich durch Meditation zum Nichtraucher werden?

Den Körper reinigen

Ich glaube, mein Aufenthalt im Kloster ist einfach nur der Abschluss eines lange andauernden Prozesses gewesen. Nichtraucher wollte ich schon vor meiner Reise sein, aber mal ganz ehrlich, wie soll man aufhören zu rauchen, wenn die Schachtel Zigaretten nichtmal einen Euro kostet? Und da ist auch schon mein erster Denkfehler. Soll die Tatsache, dass ich rauche oder nicht davon abhängen, ob ich es mir leisten kann? Definitiv nicht! Im Kloster haben wir extrem bewusst gelebt. Jeden Tag Frühsport machen, jeden Tag vegetarische Kost essen und die gesamte Zeit in der Natur leben. Ich habe gemerkt, wie sich jeden Tag mein Körper mehr und mehr gereinigt hat.

Bewusst Leben

Irgendwie hatte dieser Mönch schon recht, als er was von einem System erzählt hat und wie alles zusammenhängt. Wie soll man neun Monate Asienreise in einem kleinen Blogeintrag erklären? Da kommt so vieles zusammen. Kleinigkeiten, die mir zuerst total unwichtig erschienen sind, ergeben plötzlich einen Sinn. Letztendlich ist es so, dass wir uns unterbewusst schon sehr lange auf unsere Reise in ein neues Leben vorbereitet haben. Alles, worüber wir uns Gedanken gemacht haben, sei es unser Körper, unsere Ernährung, unser Geist, unser Dasein, unsere Natur oder was auf unserer Welt passiert – all das wurde in Suan Mokkh auf die Spitze getrieben.

Schwitzen

Bereits auf den Gilis habe ich geschwitzt

Der Körper

Und in Bangkok habe ich Frühsport gemacht

Bewusst Entscheiden

Du machst Dir Gedanken um Deinen Körper? Dann mach Sport! Jeden Tag zwei Stunden! Du machst Dir Gedanken darüber, dass Du rauchst? Dann hör auf damit! Du machst Dir Gedanken um Deine Ernährung? Dann ernähre Dich gesund und lebe vegetarisch! Du machst Dir Gedanken um Deinen Geist? Dann meditiere! Jeden Tag vier Stunden! Du machst Dir Gedanken um unsere Dasein? Dann beschäftige Dich mit den Kulturen und Religionen dieser Welt! Du machst Dir Gedanken über unsere Natur? Dann beschütze und respektiere sie! Vermeide Müll und unnötigen Stromverbrauch! Du machst Dir Gedanken darüber, was auf unserer Welt passiert? Dann gehe mit gutem Beispiel voran und zeige, dass es auch anders geht! Schwimme gegen den Strom!

Obst

Die Mischung macht’s

Gleichgesinnte finden

Egal was wir bisher auf unserer Reise erlebt oder unternommen haben, selbst der über 4000m hohe Rinjani war ein Witz gegen Suan Mokkh. Wenn man einmal das Gesamtpaket überstanden hat, dann ist man in erster Linie stolz und dankbar. Stolz darauf, dass man so lange durchgehalten hat. Dankbar dafür, dass man von 150 Gleichgesinnten unterstützt wurde.

Rinjani in Indonesien

Der über 4000m hohe Rinjani…

Rinjani

…war ein Witz gegen Suan Mokkh.

Am Ende bleibt es einem selbst überlassen, was man aus Suan Mokkh mitnehmen möchte. Manche nehmen nichts mit, weil sie nach ein paar Tagen abgebrochen haben. Aber auch das bleibt einem selbst überlassen. Manche machen nach Suan Mokkh genauso weiter wie zuvor. Manche bleiben mehrere Monate und erfreuen sich der absoluten Ruhe in den 20 Tagen im Monat, in denen keine Meditationstouristen die Ruhe stören. Vielleicht ist sogar jemand dabei, der zum Mönch werden will.

Immer am Ball bleiben

Ich für meinen Teil möchte weder so weiter machen wie zuvor, noch zum Mönch werden. Aber ich möchte mich mehr um meinen Körper kümmern. Also mache ich jeden Tag Sport. Allerdings keine zwei Stunden. Ich möchte noch länger fit und gesund diesen wunderschönen Planeten bereisen. Ich möchte Berge besteigen ohne mich übergeben zu müssen. Ich möchte nicht wie mein Vater mit 52 Jahren an Lungenkrebs sterben. Also rauche ich nicht mehr. Ich werde weiterhin versuchen, so wenig Fleisch wie möglich zu essen, und esse Obst anstelle von Schokolade. Ich mache mir weiterhin Gedanken um mich und meine Umwelt. Ich versuche lokale Geschäfte und Produkte zu unterstützen und verzichte auf Produkte von Coca Cola und Nestlé.

Die Natur

Ich möchte mir auch in Zukunft unsere wunderschöne Natur ansehen können

Und weil gestern Muttertag war...

Und weil gestern Muttertag war…

Orchidee

…eine Orchidee für meine Mama.

Ich habe in Suan Mokkh gelernt zu verzichten und durchzuhalten. Einfach nur durch tiefes Ein- und Ausatmen. Wenn ich dann spüre, wie die Luft ungehindert durch meine Nase in meine Lunge strömt, weiss ich warum ich das mache. Breathe in, Breathe out.

Durch Meditation zum Nichtraucher werden (2)

Am nächsten Tag reisst mich das Läuten der Glocke wieder aus meinen Träumen. Im Laufe des Retreats werde ich lernen, dass man durch Meditation und durch ein Leben mit Verzichten auch Albträumen vorbeugen kann. Genau das werden wir bei diesem Retreat lernen. Wir werden lernen zu verzichten. Wir werden lernen, mit dem Nötigsten auszukommen. Durch Meditation zum Nichtraucher werden ist mein Ziel, und das werde ich weiterhin verfolgen.

Beschäftigung statt Rauchen

Ich würde jetzt schon gerne einmal mit Beatrice reden. Aber ich reiss mich zusammen, lächle sie an, bekomme ein Lächeln zurück und gehe weiter. Ich fülle meine Wasserfasche mit gefiltertem Regenwasser und gehe meinem streng geregeltem Alltag nach. Ich komme überhaupt nicht dazu, ans Rauchen zu denken, weil ich ständig beschäftigt bin. Anstatt ans Rauchen zu denken, denke ich über die Worte nach, die ich bei den täglichen Dhamma-Talks zu hören bekomme. Wieso soll man denn bitte auf Sex verzichten? Die Erfüllung des Lebens kann doch nicht sein, kein neues Leben zeugen zu dürfen. Oder vielleicht meint der Mönch mit Sex überhaupt nicht die Fortpflanzung. Ich weiss es nicht und kann auch niemanden fragen. Ich darf ja mit niemanden reden.

Also mache ich mir weiterhin meine Gedanken über diese skurrile Situation, in der ich mich befinde. Wie soll ich denn bitte in der Gegenwart leben, und mir keine Gedanken über meine Vergangenheit machen? Wie soll ich denn bitte in der Gegenwart leben, und mir keine Gedanken über meine Zukunft machen? Die Mönche haben leicht reden, denke ich mir und die Glocke läutet erneut.

Mein neuer Zimmergenosse

Beim Essen denke ich mir, warum macht der Kerl vor mir seinen Teller bis zum Rand voll mit Essen? Und in der anderen Hand hat er noch ein paar Scheiben Wassermelone. Bis zum zehnten Tag hat es gedauert, bis ich herausgefunden habe, dass er sich für diese Aktion ganz schön geschämt hat. Während ich darauf warte, bis alle ihr Essen genommen haben und die Danksagung für das Essen vorgelesen wird, denke ich mir, warum der Kerl da drüben eigentlich schon isst. Warum uns ausdrücklich gesagt wurde, es wird erst die Danksagung für das Essen vorgelesen, bis alle anfangen zu essen. Bis zum zehnten Tag hat es gedauert, bis ich herausgefunden habe, warum er das getan hat. Ich sitze beim Essen und endlich wurde die Danksagung vorgelesen. Ich nehme meine Petersilie, meinen Dill und noch so anderes Grünzeug, was ich bis dato noch nie gesehen habe, und zupfe es langsam in meine Schüssel. Und ich denke mir, wie um alles in der Welt kann sich denn der Kerl jetzt schon seinen zweiten Nachtisch holen, wo ich noch nicht einmal einen Bissen zu mir genommen habe. Um das herauszufinden, musste ich jedoch nur zehn Minuten warten. Der Nachtisch war supersüß, lecker und natürlich schon längst alle, bis ich das geschnallt habe. Nachdem ich mein Geschirr abgespült habe, begebe ich mich zu den heißen Quellen. Das war das erste Mal, dass mich jemand angesprochen hat, und dass ich mit jemanden geredet habe. Ich musste mehrmals nachfragen, was er überhaupt von mir will, bis mein Gehirn dann den Sprachmodus auf ungarisch umgestellt hat. Redet mich in Thailand im Kloster ein Ungar an, der in China wohnt. Ab diesem Moment fühle ich mich ein wenig Daheim in diesem abgelegenem Kloster.

Suan Mokkh

Umgeben von Palmen

Umgeben von Palmen und in absoluter Stille genieße ich mein Bad in den heißen Quellen und freue mich, dass ich meinen Chore nur jeden zweiten Tag ausüben muss. Ich freue mich darüber, was für tolle Freunde ich habe, die mir den besten aller Jobs hier empfohlen haben. Danach gehe ich wieder zu den Schlafräumen, putze meine Zähne und wasche meine Wäsche. Von aussen öffne ich meine Fensterläden und mir bleibt vor Schreck fast mein Herz stehen. Im Inneren des Fensterladens sitzt ein über 20cm großer Gecko. Nachdem ich tief ein und ausgeatmet habe, stelle ich mich vor den Gecko und betrachte ihn von allen Seiten. Während ich mir denke, was für ein schönes Tier dieser Gecko auf meinem Fensterladen ist, verschwindet er durch mein Fenster in mein Zimmer. Ab diesem Moment habe ich mir keine Gedanken mehr über Ungeziefer in meinem Zimmer gemacht. Bis zum letzten Tag hat mich der Gecko vor Spinnen und anderen Insekten beschützt. Jeden Tag wenn ich vom Frühstück in mein Zimmer gegangen bin, hing der Gecko irgendwo in meinem Zimmer an der Decke oder an der Wand. Jedes Mal wenn ich nachts ins Bett gegangen bin, ist er verschwunden und hat zum Glück irgendwo anders seine GECKOO-GECKOO-GECKOOO-OOO Laute gemacht.

Mein Zimmergenosse

Mein neuer Zimmergenosse

Das Ziel im Auge behalten…

Ganze drei Tage haben Beatrice und ich es geschafft, nicht miteinander zu reden. Seit 17 Jahren reden wir immer miteinander. Am nächsten Tag gab es dann auch prompt eine Verwarnung einer Dame von der der Verwaltung. Keinen Plan, wie sie das mitbekommen haben, aber wenn wir das Retreat verlassen, dann aus eigener freier Entscheidung und nicht, weil wir drei Mal negativ aufgefallen sind. Wir reissen uns also die nächsten Tage zusammen, aber das wird von Tag zu Tag schwerer. Von Tag zu Tag sehe ich immer mehr leere Plätze in der Meditationshalle. Von Tag zu Tag sehe ich, wie immer mehr von denen verschwinden, mit denen ich vor ein paar Tagen noch eine Zigarette geraucht habe oder ein Bierchen trinken wollte. Aber egal wie, ich werde das durchstehen.

Ich werde das durchstehen, denke ich mir auch, nachdem ich am achten Tag kaum geschlafen habe. Ich glaube, ich habe mir beim morgendlichen Yoga eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Mein rechter Oberschenkel hat sich taub angefühlt und eiskalt zugleich. Egal, ob ich auf dem Rücken, dem Bauch oder auf der Seite gelegen bin, nichts hat geholfen. Ich weiss nicht wie ich das durchgestanden habe, denn auch die letzten beiden Nächte habe ich nicht schlafen können. Sehnsüchtig habe ich auf das Läuten der Glocke um 4:00 Uhr morgens gewartet. Und einmal habe ich es sogar geschafft, vor dem Chinesen vorne in der ersten Reihe auf meinem Platz in der Meditationshalle zu sitzen und im Schneidersitz meditierend darauf zu warten, bis die restlichen 130 Teilnehmer auf ihren Plätzen sitzen. Und langsam merke ich, wie der andere Peter in mir zum Vorschein kommt. Ich werde zickig und störrisch, und wenn mich jemand anlächelt, dann lächele ich nicht zurück, sondern schau besonders grimmig drein. Dabei fällt mir gar nicht auf, dass ich in diesem Moment einer von denen werde, über deren Verhalten ich mich all die Tage zuvor gedanklich aufgeregt habe. Erst Tage später wird mir klar werden, dass im Retreat in Suan Mokkh 150 Peters waren. Der Peter, der seinen Teller nicht voll genug bekommt. Der Peter, der nachts schnarcht. Der Peter, der lieber in den heißen Quellen schwimmt anstatt zu meditieren. Der Peter, der früher abgehauen ist. Der Peter, der einmal geraucht hat. Letztendlich ist es aber so wie es uns der Mönch bei meiner Lieblingsveranstaltung erzählt hat: Mache Dir keine Gedanken über die Vergangenheit. Mache Dir keine Gedanken über die Zukunft. Lebe in der Gegenwart. Du kannst in jedem Augenblick Dein altes Ich hinter Dir lassen und ein neues Leben beginnen. Du kannst in jedem Augenblick Dein altes Ich hinter Dir lassen und ein neuer Mensch werden.

Nichtraucher werden

Das Ziel im Auge behalten und nicht vom Weg abkommen

…jeden Tag aufs Neue

Auf jeden Fall macht es keinen Sinn, sich darüber Gedanken zu machen, warum irgend jemand, irgend etwas macht. Wenn man das einmal verstanden hat, dann versteht man auch, dass es keinen Sinn macht sich darüber Gedanken zu machen, was andere Menschen über einen selbst Denken.

Darum habe ich mein altes Ich hinter mir gelassen und ein neues, gesünderes, bewussteres Leben begonnen. Ich mache mir keine Gedanken mehr darüber, ob ich mit einer Zigarette im Mund cool aussehe, sondern frage mich, ob das gut für meinen Körper ist. Ich mache mir keine Gedanken mehr darüber wie verdammt gut so eine Coca Cola schmeckt, sondern frage mich, ob das gut für meinen Körper ist. Ich mache mir keine Gedanken darüber, ob ich morgen immer noch keine Cocal Cola trinken werde, oder ob ich morgen immer noch Nichtraucher bin. Ich muss mich in jedem Augenblick daran erinnern, dass ich ein neuer Mensch sein möchte. Ich muss mich bei jedem Gang in ein Geschäft daran erinnern, dass ich mir keine Coca Cola und Nestlé Produkte mehr kaufen werde. Ich muss bei jedem Schokoriegel, den ich im Regal sehe, feststellen, dass irgendwie alles von Nestlé ist. Ich atme dann tief ein und tief aus, drehe mich um und fühle mich gut.

Gesund leben

Diese Produkte sind garantiert nicht von Coca Cola oder Nestlé

Durch Meditation zum Nichtraucher werden

Schon abgefahren wie ruhig es hier auf einmal ist. Ich verzichte sogar darauf, meine elektrische Zahnbürste zu benutzen. Also nicht die Zahnbürste im Allgemeinen, sondern ich schalte sie nicht ein – zu laut. Und selbst wenn ich sie einschalten würde, aufladen kann ich sie sowieso nicht. Es gibt keinen Strom und wir sollten im Idealfall nur noch unsere Kleidung und Hygieneartikel auf dem Zimmer haben. Ich für meinen Teil ziehe das voll durch. Kein Stift, kein Papier, keine Bücher, kein iPhone, kein Getränkesirup, keine Snacks und vor allem keine Zigaretten. Ich werde durch Meditation zum Nichtraucher werden!

Wenn ich schreibe, dass wir keinen Strom haben, dann ist das nicht 100% richtig. Denn abends von 18:00 Uhr bis 21:30 Uhr und morgens von 4:00 Uhr bis 4:30 Uhr haben wir Licht in unseren Unterkünften. Darüber hinaus hat jeder Teilnehmer eine Laterne und ein paar Kerzen auf seinem Zimmer. Insgesamt gibt es vier Unterkünfte, zwei für Frauen und zwei für Männer. Am ersten Tag sind wir in etwa 150 Teilnehmer, wovon ziemlich genau die Hälfte davon Männer sind. Bis auf die nervige Musik, die in den Abendstunden irgendwo aus Dutzenden Kilometer Entfernung zu hören ist, höre ich nur Geckos, Eulen und Zikaden. Nachdem ich mein Zimmer nach Skorpionen, Tausendfüßlern und Schlangen abgesucht habe, lege ich mich unter mein Moskitonetz. Während sich mein Kopf langsam in Richtung Holzkopfkissen bewegt, denke ich Juhu – seit fünf Stunden keine Zigarette mehr geraucht. Nachdem mein Kopf das Holzkopfkissen berührt, schlafe ich ein.

Darüber, dass man am nächsten Tag um 4:00 Uhr aufstehen muss, braucht man sich keine Gedanken machen. Jedes Mal, wenn man die Beschäftigung wechselt, ertönt eine Glocke. Das kann man unmöglich überhören. Von jetzt an wird das, was ich gerade mache, die nächsten zehn Tage lang, am folgenden Tag wieder genauso gemacht. Ich stehe auf und hänge mein Moskitonetz nach oben. Ich gehe auf die Toilette und wasche mich kurz. Ab dem ersten Glockenschlag haben wir 30 Minuten, um auf unseren Plätzen zu sitzen. Meine Zähne putze ich nicht, da ich nichts gegessen habe und sowieso mit niemanden reden darf.

Die große Glocke

Die große Glocke kann man nicht überhören

Pünktlich um 4:30 Uhr sitzt jeder der 150 Teilnehmer auf einem Kissen, Schemel oder Deckchen in der Meditationshalle. Ganz vorne in der Meditationshalle befindet sich ein Podest, auf dem jeden morgen ein anderer Teilnehmer eine Morgenlesung hält. Die Morgenlesung dauert 15 Minuten.

Danach wird drei Mal ein kleines Glöckchen geläutet und um 4:45 Uhr beginnt dann die Sitzmediation. Nach endlosen 30 Minuten wird das kleine Glöckchen wieder drei Mal geläutet. Mir tun jetzt schon alle Knochen weh und weil das noch nicht reicht, müssen wir jetzt zum Morgensport.

Getrennt von den Frauen gehen wir um 5:15 Uhr zu einer weiteren Halle, in der wir 50 Minuten Yoga und im Anschluss 50 Minuten Thai Chi machen. In den nächsten zehn Tagen möchte uns unser Lehrer 16 Thai Chi Schritte beibringen, aber momentan muss ich aufpassen, dass ich nicht über meine eigenen Beine stolpere. Wir wiederholen die Bewegungsabläufe wieder und wieder.

Um exakt 7:00 Uhr ertönt die Glocke erneut. Wir treffen uns alle wieder in der Meditationshalle. Dieses Mal sitzt auf dem Podest ein Mönch. Fast eine Stunde lang hält er einen Monolog über Suan Mokkh, Meditation und Happyness (dem Streben nach Glück).

Um 8:00 Uhr werden für die nächsten zwei Stunden die Schlafräume wieder aufgesperrt und es gibt endlich Frühstück. Reissuppe, mir größtenteils unbekanntes Grünzeug und recht hässliche Bananen. Nachdem man die Schale entfernt hat, waren die Bananen allerdings sehr gut. Es sind nun mal die inneren Werte, die zählen. Nachdem ich mein Geschirr abgespült habe, begebe ich mich zu den Hot Springs und beginne meiner täglichen Aufgabe nachzukommen. Ich fische die Blätter aus der heissen Quelle und schrubbe die Treppe zum Becken. Nachdem ich sowieso schon fast 20 Minuten im heissen Becken herumgehe und schrubbe, halte ich es, nachdem ich meine Aufgabe erledigt habe, nicht mehr länger in den Hot Springs aus. Gleichzeitig fühlen sich meine Knochen und Muskeln wieder etwas entspannter. Solange die Schlafräume aufgesperrt sind, gibt es keine offiziellen Termine. Was man in dieser Zeit macht, bleibt einem selbst überlassen. Für mich heisst das, den Fensterladen meines Zimmers aufmachen, duschen, Zähne putzen, Wäsche waschen und Nickerchen machen bis die Glocke wieder ertönt.

Um 10:00 Uhr versammeln sich alle Teilnehmer wieder in der Meditationshalle. Dieses Mal sitzt mein Yoga Lehrer auf dem Podest und nach einer kurzen Einleitung seinerseits, beginnen wir einer CD zu lauschen. Ein ehemaliger Teilnehmer aus Suan Mokkh, der in der Zwischenzeit Mönch ist und in den USA ebenfalls ein Kloster wie Suan Mokkh leitet, erzählt auf dieser CD über den Buddhismus und vieles mehr. Die CD wurde aber wahrscheinlich in einem Hühnerstall aufgenommen. Die Tonqualität ist furchtbar schlecht und im Hintergrund gackern ständig Hühner und es krähen Hähne. Egal, denke ich mir. Versuch dich auf die Stimme zu konzentrieren.

Nachdem der erste Teil der CD zu Ende war, gab es eine kurze Beschreibung dessen, was uns als Nächstes erwarten wird. Von 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr werden wir im Gehen meditieren. Einatmen, Fuß anheben, nach vorne bewegen, ausatmen während man den Fuß wieder ablegt und sich nach vorne bewegt. Dann wieder einatmen, Fuß anheben, nach vorne bewegen, ausatmen während man den Fuß wieder ablegt und sich nach vorne bewegt. Das Ganze gibt es in der Drei- und Fünftschritt Variante.

Der Glockenschlag um 11:45 Uhr reisst mich aus meiner Schrittfolge und wir müssen wieder alle in die Meditationshalle gehen. Die nächsten 45 Minuten sitzen wir im Schneidersitz wie eine Pyramide und atmen ein und atmen aus. Wir versuchen zu spüren, wie die Luft in unseren Körper strömt, und wie sie nach einer kurzen Pause wieder ausströmt. Wir suchen die Stelle an unserer Nase, an der wir den Luftstrom spüren. Wir atmen ein und atmen aus und nach 20 oder 30 Minuten sind meine Beine eingeschlafen, ich muss mich eher darauf konzentrieren gerade zu sitzen, als das ich irgendwelche Luftströme spüre. Mein Rücken tut weh und ich stehe auf. Ich schaue mich um und bin ein wenig erleichtert, dass ich nicht der Einzige bin, der mittlerweile aufgestanden ist. Ich atme tief ein und atme tief aus, und nach ein paar Minuten setze ich mich wieder in den Schneidersitz, und bin endlos glücklich, nachdem ich das kleine Glöckchen wieder drei Mal klingeln höre.

Zwischen 12:30 Uhr und 14:30 Uhr sind die Schlafräume wieder geöffnet und es gibt Mittagessen. Es gibt Reis und zwei verschiedene vegetarische Gerichte zur Auswahl sowie das mir mittlerweile vom Frühstück bekannte Grünzeug. Daneben steht noch ein Schild mit der Aufschrift: Only a few each, welches für die Schale mit in Scheiben geschnittenen Wassermelonen aufgestellt wurde. Ups, jetzt habe ich zu weit vor gegriffen, denn am ersten Tag habe ich nur das Schild gesehen und mich gefragt, was wohl in der Schale gewesen sein mag. Meine Freizeitgestaltung in der Mittagshitze beschränkt sich auf Abspülen, Zähne putzen und Nickerchen machen.

Gefiltertes Regenwasser

Zu trinken gibt es gefiltertes Regenwasser zum selber Zapfen

Der Glockenschlag um 14:30 Uhr reisst mich aus meinen Träumen. Die nächste Stunde werden wir uns in der Meditationshalle den nächsten Teil der CD anhören. Davor gibt es wieder eine kleine Geschichte von unserem Yoga Lehrer, der vorne im Schneidersitz auf dem Podest sitzt. Die CD dauert nicht ganz eine Stunde, also meditieren wir bis das kleine Glöckchen wieder drei Mal erklingt.

Um 15:30 Uhr verteilen sich die Teilnehmer wieder an ihre Lieblingsorte für die Meditation im Gehen. Exakt eine Stunde dauert es, bis die Schläge der großen Glocke über das gesamte Gelände erklingen. Wir machen uns alle wieder auf zur Meditationshalle und nehmen unsere Plätze ein.

Es ist 16:15 Uhr und das heisst, dass wir erneut im Schneidersitz meditieren. Auf dem Podest vor uns sitzt ein freiwilliger Helfer, der uns verschiedene Sitzmöglichkeiten erklärt und zeigt. Die nächsten 45 Minuten spüren wir wieder wie die Luft in unseren Körper strömt, und wie sie nach einer kurzen Pause wieder ausströmt. Wieder schlafen meine Beine ein aber eigentlich tut mir die Schulter weh. Als das kleine Glöckchen wieder drei Mal ertönt, sitze ich mit geschlossenen Augen im Schneidersitz am Boden und versuche meinen Rücken gerade zu halten.

Die nächste Stunde von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr ist die beste Zeit des ganzen Tages gewesen und nannte sich Chanting. Nachdem dort buddhistische Gesänge angestimmt werden, ist das Chanting keine Pflichtveranstaltung. Ich für meinen Teil habe zwar an der Veranstaltung teilgenommen, habe aber nicht mitgesungen. Stattdessen habe ich nur den Worten der Mönche zwischen den Gesängen gelauscht. Weise Worte, schlaue Worte und Worte zum Nachdenken, aber vor allem witzige Worte. Man habe ich mich köstlich amüsiert dabei. Nach einer halben Stunden wurde aufgehört zu singen. Dann kam ein weiterer, junger Mönch. An seinem Akzent höre ich, dass er aus Russland kommt, und seine Geschichten und wie er sie erzählt, ist das Highlight des Tages. Schon alleine wie er uns begrüßt. Good afternoon, good friends. Sehr sympathisch. Die letzten Minuten setzen wir uns wieder in den Schneidersitz und gehen in uns. Wir spüren die Liebe und senden die Liebe in uns an unsere Nachbarn, verteilen sie auf ganz Suan Mokkh, auf Surat Thani, auf Thailand, auf Asien, auf die Welt, auf das ganze Universum. Mitten drin, als wir gerade all unsere Liebe im gesamten Universum verteilen, ertönt der Schlag der großen Glocke.

Beste Zeit des Tages

Hier verbringen wir die beste Zeit des Tages

18:00 Uhr war gleich darin, wenn nicht sogar ebenbürtig, wenn es darum geht, die beste Zeit des ganzen Tages gewesen zu sein. Denn um 18:00 Uhr werden die Schlafräume wieder aufgesperrt und es gibt heissen Kakao. Ich wusste gar nicht, dass man 20 Minuten an einer einer warmen Tasse Kakao schlürfen kann. Danach heisst es wieder Abspülen, Zähne putzen, meinen Fensterladen schließen und ein Nickerchen machen.

Exakt um 19:30 Uhr reissen mich die Schläge der Glocke wieder aus dem Schlaf. Ich ziehe mir lange Kleidung an, trage Anti-Moskito-Zeug auf und gehe zur Meditationshalle. Yippie wieder 30 Minuten lang im Schneidersitz meditieren. Kurz bevor ich meine eingeschlafenen Füße ausstrecken möchte, höre ich, wie das kleine Glöckchen drei Mal ertönt. Ich bin verwundert, dass ich so lange ruhig sitzen konnte. Draussen vor der Meditationshalle hat sich in der Zwischenzeit eine Menschenkette gebildet.

Ich reihe mich in die Kette ein, und um 20:00 Uhr gehen Männer und Frauen getrennt voneinander meditierend um zwei der Seen, die sich auf dem Gelände von Suan Mokkh befinden. Jeweils vorne geht ein freiwilliger Helfer und gibt das Tempo vor. Nur an den Ecken des Sees sind große Kerzen aufgestellt. Der Mond leuchtet uns den Weg und beim Anblick des Sternenhimmels bin ich ein wenig traurig darüber, dass ich diesen romantischen Augenblick nicht Händchen haltend mit Beatrice verbringe.

Einmal um den See

Einmal um den See und nicht mehr als 1m Abstand zum Vordermann

Eine halbe Stunde brauchen wir ein Mal um den gesamten See. Um 20:30 Uhr setzen wir uns ein letztes Mal im Schneidersitz auf den Boden der Meditationshalle. Ich halte es einfach nicht mehr aus. Ich konzentriere mich immer mehr darauf, dass die Person auf dem Podest endlich das kleine Glöckchen drei Mal läutet.

Um 21:00 Uhr ist es endlich soweit. Die nächste halbe Stunde sind die Schlafräume wieder aufgesperrt. Die nächste halbe Stunde haben wir noch elektrisches Licht. Für mich bedeutet das, auf die Toilette gehen und mich kurz zu waschen. Ich sehe nach, ob unter meinem Bett eine Schlange ist, und schüttle meine Decke aus. Kein Skorpion oder Tausendfüßler zu sehen. Ich richte mein Moskitonetz wieder hin. Ich poliere kurz mein Holzkopfkissen, nachdem ich merke, dass ich es nicht ausschütteln muss. Ich lege mich auf meinen Rücken, schließe die Augen und frage mich: Was mache ich hier eigentlich? Dann fällt mir auf, dass ich den ganzen Tag nicht einmal das Bedürfnis danach hatte, eine Zigarette zu rauchen. Ich werde doch nicht etwa durch Meditation zum Nichtraucher werden?

Fünf Minuten vor 21:30 Uhr gehen die Lichter drei Mal kurz aus und wieder an. Fünf Minuten später gehen die Lichter für diesen Tag endgültig aus und die Schlafräume werden abgesperrt. Das alles bekomme ich aber gar nicht mit, denn ich befinde mich schon längst im Schlummerland.

Rette die Welt – rette die Tiere – rette Dich

Endlich habe ich Zeit. Sehr viel dieser Zeit investiere ich in die Recherche meiner Reiseziele. OK zugegeben, meistens erst nachdem ich das Reiseziel fluchtartig verlassen habe, aber besser spät als nie.

Heute habe ich mir Zeit genommen, mein letztes Erlebnis hier in Bangkok zu verarbeiten. Dabei handelt es sich um eines der Themen, welches wir hier im Haus diskutiert haben. Wenn ich allerdings genauer darüber nachdenke, dann handelt es sich um ein Thema, welches mich unterbewusst bereits meine gesamte Reise verfolgt.

Wie viele Blogs habe ich schon verfasst, in denen ich geschrieben habe, dass ich einen Tempel besucht habe? Wie viele Male habe ich bereits Mönche gesehen? Wie oft bin ich bereits an vegetarischen Restaurants vorbeigegangen? Wie oft habe ich mich in meinem Urlaub bewusst um meinen Körper gekümmert?

Tempel gesehen

Wie viele Tempel…

Noch mehr Tempel

…habe ich bereits gesehen?

Mönche gesehen

Wie viele Mönche habe ich gesehen?

Liegestützen

Bewusst um den Körper kümmern

Alle diese Themen befassen sich mit dem Buddhismus. Genauer gesagt mit Buddha selbst. In diesem Zusammenhang wurde mir der Film Siddhartha empfohlen. In einer Dokumentation, die ich mir heute angesehen habe, gab es folgende Szene:

Siddhartha sieht als kleiner Junge, wie ein Bauer das Feld pflügt. In der Furche, die der Bauer mit seinem Pflug zieht, kommt ein Regenwurm zum Vorschein. Ein Vogel sieht den Regenwurm, und frisst ihn auf. Daraufhin setzt sich Siddhartha unter einen Baum und beginnt über den Pflug nachzudenken, und wie alles zusammenhängt.

Die Dokumentation war wirklich sehr interessant und aufschlussreich. Weil ich gerade nichts Besseres zu tun habe, habe ich über die Dokumentation nachgedacht. Auch dann noch, als ich gemeinsam mit meiner Freundin zum Essen gegangen bin. Während wir an der roten Ampel gestanden sind, habe ich ihr von der Dokumentation erzählt.

Mein nächster Gedankengang mag vielleicht etwas wirr erscheinen, aber ich habe darüber nachgedacht, wie der Bauer mit seinem Pflug den Regenwurm aus der Erde holt und der Vogel den Regenwurm frisst. Ich denke darüber nach, wie diese Geschichte dafür verantwortlich ist, dass ich gerade in diesem Moment darüber nachdenken muss, ob der Bauer dafür verantwortlich ist, dass ich auf die grüne Ampel warte.

In der Dokumentation geht es auch darum, wie Siddhartha zu Buddha wurde. Während Siddhartha meditierend unter einem Bodhi Baum saß, erkannte er für einen kleinen Augenblick, wie alles zusammenhängt. Er wurde erleuchtet und konnte dadurch den Kreislauf von Sterben und Wiedergeburt durchbrechen und ins Nirvana eintreten.

Mein nächster Gedankengang mag vielleicht ebenso wirr erscheinen wie der davor, aber ich habe darüber nachgedacht, wenn alle Menschen auf dieser Welt diesen Zustand erreichen würden, dann würde es keine Menschen mehr auf der Welt geben. Und ich denke darüber nach, dass es nur noch vier Breitmaul Nashörner auf dieser Welt gibt, und wie viele Tierarten wir Menschen schon ausgerottet haben. Ich denke darüber nach, wie wir Menschen den Urwald roden, um dort Kühe weiden zu lassen, um unsere Fleischeslust zu befriedigen.

Tierarten ausgerottet

Wie viele Tierarten haben wir bereits ausgerottet?

Ich denke darüber nach, was passieren würde, wenn alle Menschen diesen Zustand der Ruhe und des Glücks erreichen würden. Wir würden die Welt retten. Es wäre kein Mensch mehr hier, der Plastiktüten ins Meer werfen kann. Wir würden die Tiere retten. Es gäbe keine Plastiktüten mehr, an denen Tiere qualvoll zu Grunde gehen. Wir würden uns selbst retten.

Angespülter Abfall

Das Plastik wird wieder angespült…

Abfall überall

…oder von wilden Tieren gefressen.

Die Ampel schaltet auf Grün und wir gehen etwas essen. Wir holen unsere frisch gewaschene Wäsche ab. Wir gehen gemütlich nach Hause und nehmen uns Zeit für eine kalte Dusche. Ich denke darüber nach, einen Blog über meine Gedanken zu verfassen. Ich denke darüber nach, wie es wohl ist, wenn sich alle Menschen etwas mehr Zeit für ihre Gedanken nehmen würden. Ich denke darüber nach, wie der Bauer mit seinem Pflug den Regenwurm aus der Erde holt und der Vogel den Regenwurm frisst. Ich denke darüber nach, wie das Warten auf das Umschalten der Ampel dafür verantwortlich ist, dass ich in diesem Augenblick, diesen Blog schreibe. Alles hängt zusammen.

Zeit zum Nachdenken

Ein wenig Zeit zum Nachdenken

Ich denke darüber nach, dass der Vogel im Flug eine Feder verliert. Ich frage mich, was Du denkst, was in diesem Zusammenhang mit der Feder passiert. Ich denke darüber nach, wie wohl der Kommentar auf Deine Antwort aussieht. Ich frage mich, wie es wohl ist, wenn ich diese Frage auf Facebook poste, und sich jeder Mensch etwas mehr Zeit für seine Gedanken nehmen würde.

Im Flug verliert er eine Feder

Im Flug verliert der Vogel eine Feder

Ich kann zwar nicht die Welt, die Tiere oder Dich retten, aber ich kann weiterhin mit gutem Beispiel voran gehen. Ich kann weiterhin in den Nationalparks den Müll einsammeln, den ich im Gebüsch liegen sehe. Ich kann in Zukunft etwas mehr darauf achten, Gemüse an Stelle von Fleisch zu essen. Und ich kann vielleicht mit diesem Blog dafür sorgen, das Du Dir etwas mehr Zeit für Deine Gedanken nimmst.

Weniger Fleisch essen

Weniger Fleisch essen

Einfach mal was Gutes tun

Als Erstes möchte ich mich bei allen Lesern bedanken, die meinen Blog lesen. Täglich verfolge ich meine Google Analytics Statistiken und freue mich über jeden Kommentar auf Facebook. Am meisten freut es mich, wenn meine Postings auf Facebook geteilt werden, in der Hoffnung, dass weitere Reisebegeisterte auf meinen Blog stoßen und zu „Ich seh’ dann mal los“-Stalkern konvertieren.

Ich möchte an dieser Stelle auf ein paar Dinge aufmerksam machen, welche vielleicht bisher von Euch noch unentdeckt geblieben sind.

  • Auf meinem Blog befindet sich oben rechts ein Menu mit vier Links sowie einem Lupensymbol. Einer dieser Links lautet Map, über den man unsere Reiseroute und unseren aktuellen Standort einsehen kann. Mit jedem Punkt auf der Karte ist ein Blog verknüpft, der zu diesem Ort gehört.
    • Mit Hilfe des Lupensymbols, was ebenfalls im Menu oben rechts zu finden ist, kann jedes beliebige Wort gesucht werden. Will man beispielsweise wissen, wie das in Asien mit dem Visa funktioniert, findet man über die Suche alle relevanten Blogs zu diesem Thema.
    • Wenn Euch die Bilder in meinem Blog zu klein sind, dann solltet Ihr einfach mal darauf klicken. Dann öffnet sich das Bild in einer für Euren Bildschirm angepassten Größe. Ist Euch das immer noch zu klein, könnt Ihr das Bild in der Auflösung von 2000 x 1500 Pixel öffnen. Befinden sich in einem Blog mehrere Bilder, so kann man alle Bilder mit den Links, welche mit <— Previous und Next —> beschriftet sind, durchstöbern. Wenn Euch ein Bild besonders gut gefällt, kann dieses genauso wie der Blog selbst auf jeder beliebigen sozialen Plattform geteilt werden.
    • Ich möchte nicht verheimlichen, dass ich mit meinem Blog auch Geld verdienen möchte. Wenn Ihr also den Ad-Blocker auf meiner Seite deaktivieren würdet, wäre ich Euch sehr dankbar. Ausserdem habe ich auf der rechten Seite ein Widget eingefügt, welches mit Partner beschriftet ist und in dem sich eine Amazon-Suche befindet. Solltet Ihr also sowieso schon Kunde bei Amazon sein und dort gelegentlich einkaufen, dann würde ich mich extrem darüber freuen, wenn Ihr Eure Artikel über die Amazon-Suche auf meinem Blog sucht und kauft. Ich garantiere Euch, dass dabei keinerlei zusätzlichen Kosten für Euch entstehen. Ich hingegen bekomme eine minimale Provision von Amazon.
    • Meine Lebenspartnerin und ich sind immer auf der Suche nach langfristigen, günstigen Übernachtungsmöglichkeiten in Asien oder Australien. Solltet Ihr also irgendjemanden kennen, oder selbst auf einem dieser Kontinente wohnen und z.B. einen Housesitter benötigen, dann hinterlasst mir einfach einen Kommentar auf meinem Blog.
    • Sollte Euch irgendetwas an meinen Blogs nicht gefallen, oder wenn Ihr weitere Fragen zu einem bestimmten Eintrag habt, und selbstverständlich auch, wenn Euch ein Blog gefällt, dann zögert nicht und hinterlasst mir einen Kommentar über den Link Leave a reply. Dieser Link befindet sich immer unterhalb des Blogs, gleich unter dem Sozialmedia Plugin.

    Ich hoffe man merkt, dass mir das Bloggen wirklich verdammt viel Spass macht. Für mich persönlich ist dieser Blog eine Art Tagebuch, das mich in vielen Jahren wieder an diese außergewöhnliche Reise zurückerinnern soll. Ich bin absolut begeistert von den Orten, die ich bisher sehen durfte, und ich bin wahnsinnig glücklich darüber, dass ich mich vor ziemlich genau einem Jahr dazu entschieden habe, meine Augen Lasern zu lassen. Doch das wirklich absolut Beste, was mir bisher in meinem Leben gelungen ist, ist die Tatsache, dass ich vor 16 Jahren meinen ganzen Mut zusammengenommen habe, um die Liebe meines Lebens anzusprechen. Diese Reise gemeinsam mit meiner Lebenspartnerin machen zu können, ist für mich das Beste und Schönste, was ich mir nur vorstellen kann.

    Terima kasih. Saya suka Anda di atas segalanya.

    Am Ende möchte ich jedoch noch erwähnen, dass Ihr alle mit dem Lesen, dem Verwenden meines Amazon Links und der Benutzung meiner Google-Adds könnt Ihr nicht nur meiner Partnerin und mir etwas Gutes tun, sondern sehr viel mehr Menschen als Ihr Euch vorstellen könnt. Bisher haben wir zwei auf unserer Reise vielen Menschen etwas Gutes tun können, sei es der Bedienung unserer ersten Unterkunft auf Bintan, den mittellosen Kindern in Mataram, oder dem Mann in unserer Unterkunft auf Flores, oder den obdachlosen Menschen hier in Kuala Lumpur, die nicht einmal ein T-Shirt besitzen. Auch wenn meine Lebenspartnerin absolut schlechte Videoaufnahmen macht, und man kaum etwas erkennen kann, kann man trotzdem die Freude in den Augen der Leute erkennen. Gemeinsam mit Eurer Hilfe sind wir in der Lage auch in Zukunft etwas zurückzugeben.