Wir stehen vor einem Zeitproblem

Fantastisch! Die Hütte steht noch und die Arbeit an meinen Apps und meiner Webseite wird weniger. Wir stehen vor einem Zeitproblem, denn am 30. März wollen wir in Suan Mokkh in Surat Thani sein.

Eins nach dem anderen

Welche Hütte? Die Hütte auf die wir letzte Woche aufgepasst haben! Auch wenn man auf so einer Reise ab und zu mit dem Gedanken spielt, ein Guesthouse zu eröffnen, so sollte man sich das wirklich ganz genau überlegen. Wir haben in dieser Woche nur einen Bruchteil von dem gemacht, was unser Freund dort täglich macht. Viele Dinge werden zwar zur Routine, aber irgend etwas ist immer los. Mal gehen die Getränke aus, mal sitzt ein Japaner mitten in der Nacht im Wohnzimmer. Manchmal wird Abends gekocht, und irgendwo ist immer irgendjemand, von dem ich mich vom Arbeiten abhalten lasse.

Schritt für Schritt

Arbeit an meinen Apps und meiner Webseite? Um die Verkäufe meiner Apps sowie den Erlös durch Werbeeinnahmen zu steigern, arbeite ich seit kurzem mit einer angeblichen Marketing Expertin zusammen. Ich habe die Frau noch nie gesehen. Wir haben lediglich über Skype Kontakt. Sie sagt mir was ich alles ändern muss. Ich ändere alles. Webseiten Design, Meta Tags, Keywords, Deadlinks, Content Seiten, Links, Pages und URL’s. Ich nehme Einstellungen an Google Analytics, Webmaster Tools und meiner Webseite vor, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Ich schreibe Content um Backlinks zu erzeugen und nebenbei schreibe ich auch noch an einer neuen App.

Der perfekte Plan

Wir stehen vor einem Zeitproblem? Es ist auf jeden Fall so, dass man als Deutscher bei der Einreise von Kambodscha nach Thailand über den Landweg, vier Wochen Visa erhält. Das bedeutet für uns, unser Visa läuft am 10. April aus. Unser Zeitproblem besteht darin, dass unser Aufenthalt in Suan Mokkh erst am 11.April enden wird. Um unsere Asienreise mit ein paar ruhigen und entspannten Tagen ausklingen zu lassen, um unsere Eindrücke der letzten acht Monate Revue passieren zu lassen, um uns von Suan Mokkh zu erholen, um uns ein wenig auf Australien vorzubereiten und weil uns gesagt wurde, von Phuket kann man günstig nach Perth fliegen, haben wir uns folgenden Plan ausgedacht:

  • Nach Koh Phayam fahren um herauszufinden, ob es uns dort gefällt
  • Am 30. März einen Visa Run nach Myanmar machen, um bis einschließlich 28.April Visa zu haben
  • Mit dem Bus nach Suan Mokkh fahren
  • Am 31. März in Suan Mokkh die Anmeldeprozedur überstehen
  • Am 11. April wieder auf Koh Phayam sein, um uns von Suan Mokkh zu erholen
  • Mit dem Bus nach Phuket fahren
  • Ende April von Phuket nach Perth fliegen

Schritt 1: Nach Koh Phayam fahren

Wie bereits erwähnt, wir stehen vor einem Zeitproblem! Keine Hektik! Wie der Thailänder gerne sagt: Easy! Eins nach dem anderen! Ich fahre die Scheuklappen hoch, und arbeite Schritt für Schritt meine Liste ab. Ich folge meinem mehr oder weniger perfekten Plan, und befinde mich plötzlich auf Koh Phayam. Nachdem wir schon vor der Ankunft gewusst haben, dass uns die Insel gefallen wird, haben wir Zeit gehabt das zu tun, was man tut, wenn einem ein Stück Land gefällt. Man vermisst den Grund!

Wir stehen vor einem Zeitproblem

Der erste Schritt lautet: Nach Ranong fahren

Koh Phayam

Von Ranong geht es weiter mit dem Slow Boat nach Koh Phayam…

Heimat des Hornbill

…der Heimat des Hornbill. Überall auf der Insel sieht man diese wunderbaren Vögel herum fliegen.

Koh Phayam hat uns gefallen

Koh Phayam hat uns so gut gefallen…

Land vermessen

…das wir das Land vermessen haben.

Zeit, um aus der Reihe zu tanzen

Zeit, ohne Musik und Tanz

Die wenigen, die meine Reise verfolgen, werden sich vielleicht ein wenig über meinen letzten Eintrag gewundert haben. Und selbst wenn man mein schlechtes Englisch meint verstanden zu haben, so werden trotzdem nur sehr wenige wirklich verstanden haben. Ab und zu ist nunmal die Zeit, um aus der Reihe zu tanzen. Das Selbe gilt auch für meinen letzten Eintrag.

Housesitter gesucht!

Das ist jetzt doch schon ein wenig her, das wir aus Kambodscha wieder in Bangkok angekommen sind. Vor allem ist dort einiges passiert. Zusammen mit meinem Neffen kommen wir in Bangkok an. Der Eigentümer unseres Guesthouses hat uns schon sehnlichst erwartet, denn alle Zimmer sind belegt und er muss unbedingt etwas auf seinem Land im Süden Thailands erledigen. Zusammen mit Beatrice sollen wir das Guesthouse am laufen halten.

Obwohl wir uns erst seit ein paar Monaten kennen, vertraut er uns sein Haus an. Die gesamte nächste Woche dürfen wir für das Haus und die Gäste sowohl Hausmeister, Gärtner und Klempner sowie Tourguide, Rezeptionist und Zimmermädchen sein. Wenn man bei seiner Ankunft jedoch mit „You look so tinny“ begrüßt wird, dann baut man das bisschen Guest-Hausarbeit gerne in den Tagesablauf mit ein.

Bangkok Tourguide

Jedes Mal, wenn ich mitbekomme, dass jemand meinen Blog liest, dann freut mich das sehr. Und mein Neffe ist während seiner Vorlesungen anscheinend absolut unterfordert. Denn er hat jeden meiner Einträge gelesen und wusste daher auch in Bangkok, was wir uns alles anzuschauen haben. Während der nächsten vier Tage haben wir in Bangkok folgendes erlebt:

  • Wir haben Stunden auf dem Jatujak Wochenendmarkt verbracht. Danach hat sich mein Neffe eine Massage gegönnt.
  • Wir haben einen gesamten Nachmittag im IMAX 4D Kino verbracht. Danach hatten wir alle einen Ohrwurm.
  • Wir sind mit den kleinen Booten auf dem Klong, mit dem Bus, dem Skytrain, Taxis aber keinem Tuk-Tuk gefahren.
  • Wir haben uns den Park angesehen, wo wir – wie auch heute – morgens Sport machen. Von dort ging es weiter zum Essen nach India Town.
  • Wir waren auf dem Fruchtmarkt und haben frische Kokosnüsse getrunken.

Warum wir sogar zwei Mal bei einem Tempel gewesen sind und warum das mehrere Tausend Baht gekostet hat, möchte Euch mein Neffe selbst erzählen. Das Ende seiner Geschichte wird auf jeden Fall sein, dass wir beide im Anschluss daran auf der Khao San Road gelandet sind. Und obwohl sich mein Neffe für den nächsten Morgen einen Wecker gestellt hat, kam er komischerweise nicht aus dem Bett. Blöd nur, wenn der Flieger zurück nach Deutschland erreicht werden muss. Gut allerdings, wenn der Onkel auch einen Wecker dabei hat.

Ein guter Chef

Als wir auf Koh Rong in Kambodscha waren, habe ich meinen Neffen gefragt, was er eigentlich genau studiert. Ich wollte wissen, wie denn so eine typische Stellenanzeige aussieht, auf die er sich später einmal bewerben möchte. Also so ganz habe ich das Ganze immer noch nicht verstanden, aber ich glaube, er studiert „Chef werden“. Wenn ich damals schon gewusst hätte, dass es so einen Studiengang gibt, dann hätte ich gar nicht den Umweg über den Informatiker nehmen müssen. Aber die Zeiten ändern sich. Alles ist schneller und hektischer geworden. Da freut es mich persönlich sehr, dass sich mein Neffe die Zeit genommen hat, sich mit uns gemeinsam Bangkok und Kambodscha anzusehen. Ich habe jede Minute genossen und ich glaube, mein Neffe wird bestimmt ein guter Chef werden. Das nächste Mal aber, lieber Sebastian, bring bitte Deine Schwester mit.

Ich werde die nächsten paar Tage in Bangkok noch nutzen, ebenfalls ein guter Chef zu sein. Ich habe die letzten drei Wochen kaum mit meiner Angestellten kommunizieren können. Ich muss die nächsten paar Tage ganz schön ranklotzen, damit die gute Frau wieder weiter arbeiten kann. Wenn ich das Timing für diese Aktion so im Nachhinein betrachte, dann ist der Zeitpunkt für eine SEO einer Webseite wirklich sehr schlecht gewählt. Es ist nicht immer einfach, Arbeit und Vergnügen zu vereinen, vor allem nicht, wenn man teilweise mehrere Tage keine Verbindung zum Internet hat.

Eine Reise von Bangkok zum Angkor Wat

Nachdem ihm sein Onkel genau erklärt hat, wie er vom Flughafen in Bangkok zur Khao San Road kommt, ist er mit herausgestreckter Brust gemeinsam mit zwei anderen Backpackern in den Skytrain gestiegen. Sie haben den Zug verlassen, haben aber die Bushaltestelle nicht gefunden. Immerhin waren sie zu dritt und konnten sich die Taxikosten teilen.

Zuerst in Bangkok ankommen

Mit ein wenig Verspätung und am falschen Ende der Strasse, hat es dann aber nur einen Anruf gebraucht, bis die Familie vereint gewesen ist. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Kambodscha.

Mit dem Zug nach Cambodia

Gemeinsam haben wir uns dazu entschieden, mit dem Zug von Bangkok an die Grenze nach Kambodscha zu fahren. Bereits während der Fahrt hat sich herausgestellt, dass dies eine sehr gute Entscheidung gewesen ist. Trotz unserem ganzen Gepäck hatten wir genug Platz. Wir konnten uns während der gesamten Fahrt die Beine vertreten. Wenn man zwischen zwei Wagons auf der Treppe sitzend den Fahrtwind des dahin tuckernden Zuges im Gesicht spürt, kommt ein Gefühl von Freiheit auf.

Wir hatten genug Platz

Wir hatten genug Platz

Ein Gefühl von Freiheit

Zwischen den Wagons auf der Treppe sitzend

Von der Grenze nach Siem Reap

An der Grenze bekamen wir für 30 US$ pro Person ein 30 Tage Visa on Arrival ausgestellt. Mit dem Tuk Tuk ging es dann weiter zum Bus, der uns nach Siem Reap bringen sollte. Eine Unterkunft haben wir dort schnell gefunden, genauso wie einen Tuk Tuk Fahrer, der uns früh am nächsten Morgen abholen würde. Wir wollten die Sonne hinter Angkor Wat aufgehen sehen.

Touristischer geht es nicht

Eine Tageskarte für die gesamte Tempelanlage kostet stolze 20 US$ pro Person. Die nächste Preisstufe liegt bei 40 US$ – damit ist man berechtigt, an drei verschiedenen Tagen innerhalb einer Woche, die Tempelanlage zu betreten. Weder uns noch die Hundertschar an Touristen an den Ticketschaltern haben die Preise allerdings davon abgehalten, dieses UNESCO Weltkulturerbe zu besichtigen. Das perfekte Foto eines Sonnenaufgangs wird man persönlich allerdings von Angkor Wat nicht machen können. Wir Touristen stehen einfach immer und überall im Bild.

Warten auf den Sonnenaufgang

Alle warten auf den Sonnenaufgang…

Das perfekte Foto

…für das perfekte Foto.

Gesichertempel

Der Gesichtertempel

Morgen ist auch noch ein Tag

Am nächsten Tag wollten wir uns einen Roller mieten, und die Tempelanlage auf eigene Faust erkunden. Angeblich dürfen Touristen aber nur mit dem Fahrrad auf die Tempelanlage. Das war uns dann doch zu viel bei der Hitze und deshalb haben wir uns erneut einen Tuk Tuk Fahrer gesucht. Dieser hat uns zu ein paar abgelegenen Tempeln gefahren. Weil wir noch vom vorherigen Tag geschockt waren, wollten wir uns den Sonnenuntergang nicht vom „Berg mit Blick auf Angkor Wat“ ansehen. Am Ende waren der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang das Enttäuschendste bei unserem Ausflug auf die Tempelanlage. Aber wenn man die vielen vielen Menschen um sich herum für einen kleinen Moment ausblendet und sich ein wenig Zeit nimmt, dann ist man mit viel Glück in einem kurzen Moment in der Lage, das perfekte Foto zu machen.

Menschen ausblenden

Für einen kleinen Moment die Menschen ausblenden…

Abgelegener Tempel

…und sich Vorstellen, wie es hier ausgesehen hat…

Durch nichts aufzuhalten

…bevor sich die Natur…

Baum frisst Tempel

…wieder alles zurück holt.

Winkende Statue

Der winkende Baumtempel

König der Löwen

Auch beim Sonnenuntergang waren wir nicht alleine…

Sonnenuntergang

…aber diesmal sind wir ganz vorne gesessen.

Mit etwas Glück – und vielleicht zu einer anderen Jahreszeit – kann man diesen kurzen Moment mehrmals auf seinem Ausflug erleben. Und auch wenn dort doppelt so viele Touristen gewesen wären: Diese Tempelanlage ist so einzigartig auf der Welt, dass muss man einfach selbst gesehen haben.

Noch ein paar Tage Bangkok

Zusammengefasst kann ich sagen: In Bangkok gefällt es mir. Eigentlich bevorzuge ich das Meer und den Strand, aber in Bangkok genieße ich gerade mein Leben.

Nur noch ein paar Tage Bangkok

Gut das in ein paar Tagen mein Neffe zu Besuch kommt. Nur noch ein paar Tage Bangkok, dann geht es wieder weiter auf Reisen. In der Zwischenzeit nutze ich die Vorteile dieser großen und verrückten Stadt.

Ideale Voraussetzungen

Einen nicht geringen Beitrag zu meinem Wohlbefinden leistet meine Unterkunft in Bangkok. Ich fühle mich hier wie zu Hause. Einerseits kann ich tun und lassen, was ich möchte, andererseits muss ich meine Mitbewohner respektieren und mit ihnen gemeinsam klar kommen. Die meisten von Euch haben ihr Leben sowieso im Griff, so dass die folgenden Zeilen wohl nichts Besonderes sind. Aber für mich persönlich ist es etwas Besonderes, wenn ich einem geregelten Tagesablauf nachkommen kann, ohne Druck zu verspüren. Jede meiner Handlungen entstehen aus eigenem freien Willen. Jeden meiner Schritte mache ich, weil ich das will. Niemand sitzt mir im Rücken und übt Druck aus. Niemand sagt mir, welcher mein nächster Schritt sein wird.

Schnell noch eine kleine Geschichte

So einfach wie ich mir das in Deutschland gemacht habe, ist es nicht. Der Wecker klingelt und plötzlich muss alles schnell gehen. Schnell die Zähne putzen, schnell abwaschen und schnell zum Bus rennen. Am Besten zwischen jedem Schritt noch schnell eine Zigarette rauchen. Obwohl, wenn der Bus nicht pünktlich war, dann sind es auch schon mal zwei Glimmstängel gewesen. Von 8.00 bis 12.00 Uhr für jemanden Anderen arbeiten, dann schnell zur Kantine rennen, schnell einen Teller Fertigessen reinwürgen, um ganz schnell wieder am Arbeitsplatz sein zu können. Schnell noch etwas zu Ende programmieren – und nach ein paar Überstunden – schnell wieder nach Hause. Daheim angekommen, schnell wieder zum Bus, sonst macht das Lebensmittelgeschäft zu. Schnell was kochen, oder am besten einfach schnell etwas in den Backofen werfen. Wenn man ganz schnell ist, dann hat man vielleicht noch etwas Zeit, um in den Turnverein zu gehen. Aber dann muss es wieder schnell unter die Dusche. Morgen geht der Wahnsinn wieder von vorne los.

Zuerst der Körper, dann der Geist

Hier in Bangkok läuft das für mich alles ein wenig anders ab. Mein Wecker klingelt und ich bleibe im Bett liegen. Nicht weil ich noch müde bin, sondern weil ich mich zuerst um meinen Körper kümmere. Mit gestreckten Beinen schreibe ich Zahlen in die Luft. Nach dem Aufstehen ziehe ich meine Sporthose an und spaziere in den nächsten Park. Nach einer guten halben Stunde Frühsport geht es auf dem Heimweg vorbei am Markt. Ich nehme mir zwei, in Bananenblätter eingepackte Portionen Klebereis mit geraspelter Kokosnuss oder Eierschaum mit nach Hause. Dort angekommen, geht es unter die kalte Dusche und ich habe sogar Zeit mich zu rasieren. Ich kann mir sogar die Zeit nehmen, mich nicht abzutrocknen. Statt dessen wickele ich mich in meinen Sarong, den ich in Indonesien gekauft habe, und geniesse den süßen Klebereis auf der Terrasse. Nachdem ich meinen Löffel – und ein paar Tassen meiner Mitbewohner – abgespült habe, suche ich mir im Haus einen ruhigen Platz zum Arbeiten.
Spaziergang zum Park

Eine riesige Blumenschaukel zum Park…

Jeder macht mit

…und viele kleine im Park. Beim Sport machen alle mit, egal ob jung…

Sport mit den Einheimischen

…oder alt. Ausser uns beiden sind hier keine Farangs. Nur Einheimische.

Für mich selber arbeiten

Ich gebe offen zu, von Erfolg ist meine Arbeit bisher noch nicht gekrönt worden. Aber ich arbeite daran. Ich habe verstanden, dass ich von Marketing keine Ahnung habe, und deshalb habe ich seit kurzem Mitarbeiter, die für mich arbeiten. Ich bin vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber geworden. Im Zuge dessen muss ich viel Zeit in den Re-Launch meiner Homepage investieren. Google interessiert sich nicht für Javascript und kompakte Webseiten. Für ein optimales Suchmaschinen Ergebnis müssen eine klare Struktur sowie auf den Inhalt abgestimmte Schlüsselwörter in den Vordergrund gestellt werden. Bis mein Neffe in ein paar Tagen zu Besuch kommt, werde ich ausschließlich damit beschäftigt sein.
Chaos mit System

Ein Bild meines Gehirns – Chaos mit System. Same Same – But Different

Immer der Körper, immer der Geist

Wie bereits gesagt, sind hier ideale Vorraussetzungen. Denn ab und zu spinnt auch hier das Internet. Dann wird es Zeit, das MacBook auf die Seite zu legen und ein paar Übungen für den Körper zu machen. Nachdem jeder Knochen einmal geknackst hat und die Bänder ein wenig gedehnt wurden, funktioniert das Internet wieder. Auch in Bangkok mache ich mittags eine Pause. Hier gibt es allerdings keinen abgepackten Fertigfrass, sondern frisch zubereitete thailändische Köstlichkeiten. Da es zum Arbeiten viel zu heiss ist, wird es entweder Zeit für eine Siesta oder zum Meditieren. Danach ist sowohl mein Körper als auch mein Geist gestärkt für ein paar Stunden Arbeit. Langsam kommen meine Mitbewohner wieder nach Hause. Heute hat jemand frische Früchte mitgebracht. Ich klappe mein MacBook zu und geselle mich zu ihnen. Bevor ich mich schlafen lege, mache ich meine Liegestützen und schreibe Zahlen in die Luft. Ich drehe mich noch einmal nach links und sage: “Ich Liebe Dich!“. Ich schließe meine Augen und freue mich auf morgen. Ich freue mich auf die Leute im Park, auf meinen Klebereis und schon bin ich eingeschlafen.
Frisch zubereitete thailändische Köstlichkeiten

Frisch zubereitete thailändische Köstlichkeiten

Ein Nachtmarkt in Bangkok

Ein Vorteil dieser großen und verrückten Stadt: Immer und überall gibt es einen Markt.

Mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi

In unserer Unterkunft waren die Leute ziemlich verdutzt, als wir mit unseren Rucksäcken die Treppe runtergekommen sind. „Ich fahrt doch jetzt nicht wirklich, oder?“ Und obwohl es uns hier sehr gut gefallen hat, wird es Zeit mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi zu fahren.

Von Bangkok nach Kanchanaburi

Auf Tripadvisor kann man lesen, dass man von Bangkok nach Kanchanaburi am besten mit dem Zug fährt. Aber will man wirklich fast sechs Stunden lang auf einer Holzbank sitzen? Viel zu sehen gibt es laut den Einheimischen auf dieser Zugstrecke auch nicht. Bei einer Touristeninformation kostet das Ticket für den Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi 150 Baht pro Person. Allerdings ist man dabei ziemlich unflexibel, da dieser Minibus nur einmal am Tag von Bangkok nach Kanchanaburi fährt. Am besten finde ich die einheimische Lösung für den Transport von Bangkok nach Kanchanaburi. An der Kreuzung Ratchadamnoen Klang Road und Buranasat befindet sich ein kleiner unscheinbarer Stand, an dem man sich für 120 Baht ein Ticket für den Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi kaufen kann. Feste Abfahrtzeiten gibt es nicht, der Minibus verkehrt täglich zwischen 7.00 Uhr und 17.00 Uhr. Er fährt los, sobald er voll ist. Das dauert im Schnitt etwa eine halbe Stunde. Danach steht sofort der nächste Minibus bereit. Die Fahrt mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi dauert knapp zwei Stunden.

Der Zug nach Nam Tok

Zwischenstopp Kanchanaburi – Endstation Nam Tok

Was gibt es eigentlich in Kanchanaburi?

Sicherlich kennt jeder von Euch den Filmklassiker „Die Brücke am Kwai.“ Der mit sieben Oscars ausgezeichnete Film handelt vom Bau der Brücke während des zweiten Weltkriegs. Die Eisenbahnstrecke, die von Siam (heute Thailand) nach Burma (heute Myanmar) über die Brücke am Kwai führt, wird umgangssprachlich Todeseisenbahn genannt. Über 100.000 Kriegsgefangene verloren beim Bau der Strecke ihr Leben. Warum lernen wir Menschen nicht aus der Geschichte? Warum können wir nicht einfach in Frieden miteinander leben? Und heute muss ich auch noch in der Zeitung lesen, dass die Deutschen wieder Waffen nach Saudi Arabien geschickt haben. Da kommt mir einfach das Kotzen. Also was gibt es eigentlich in Kanchanaburi? Ein historisches Ereignis, welches die Menschen, die hier her kommen, zum Nachdenken bewegen soll.

Den Toten Gedenken

Kanchanaburi soll die Menschen zum Nachdenken bewegen

Zeit zum Nachdenken

Gestern habe ich geschrieben, dass mich meine Reise verändert hat. Aber die Beispiele, die ich angeführt habe, waren nur ein paar von vielen. Am meisten beschäftigt mich im Augenblick mein Blog. Ich habe aus vielen Gründen kein Interesse daran, zu beschreiben, wie man von A nach B kommt. Ich denke darüber nach, wie die Menschen vor 20 Jahren gereist sind. Es gab kein Internet und die Menschen haben es trotzdem geschafft. Ich will zwar weiterhin meine Eindrücke und Gefühle niederschreiben, aber Überschriften wie: “Mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi“ möchte ich in Zukunft nicht mehr schreiben. Wenn man Reisen will, dann braucht man nicht viel. Wir sind lediglich mit zwei kleinen Rucksäcken nach Kanchanaburi gefahren. Unsere riesigen Reiserucksäcke lassen wir in Bangkok aufbewahren. In der Zwischenzeit wasche ich meine Wäsche selber, und bringe sie nicht einmal mehr zur Wäscherei. Wenn ich etwas benötige, dann kaufe ich es. Wenn ich etwas nicht mehr brauche, dann schenke ich es her. Ich will in Zukunft nur noch über meine Gedanken schreiben, und wie ich mich fühle. Ich will nicht vergessen, wie mich meine Reise verändert hat. Wenn ich wissen will, wie ich von A nach B komme, dann lese ich es einfach wo anders nach.

Zeit zum Nachdenken

Auf der Zugfahrt nach Kanchanaburi habe ich viel Zeit zum Nachdenken…

Die Natur bewundern

…ich kann die wunderschöne Natur bewundern…

Nicht die Brücke am Kwai

…und mir in etwa vorstellen, was hier abging.

So wie ich, verändert sich der Blog

Natürlich freue ich mich sehr darüber, wenn Ihr weiterhin meinen Blog verfolgt. Und selbstverständlich freue ich mich darüber, wenn jemand meine Links anklickt oder gar etwas über meine Links kauft. Aber das alles ist mir nicht mehr so wichtig. Ich fange langsam an, der Mensch zu werden, der ich sein möchte. Ich möchte meine Mitmenschen respektieren, egal welcher Religion oder Rasse sie angehören. Ich möchte den Wahnsinn auf dieser Welt nicht unterstützen. Ich will weiterhin gegen den Strom schwimmen, auch wenn das verdammt schwer ist. An jeder Ecke wird man wieder und wieder verführt. Coca Cola hier, MC Donald’s dort. Statt zu kommunizieren starren wir auf unsere Handys. Wir sehen nicht mehr das, was um uns herum passiert. Abends sitzen wir vor unseren Computern und Fernsehern und lassen uns manipulieren. Wir denken, dass wir Herr über unser Leben sind, aber statt dessen werden wir kontrolliert und bevormundet.

Neue Freunde gefunden

Das schönste auf unserer Reise sind die Menschen, die wir kennenlernen. Egal ob Männlein…

Uns geht es sehr sehr gut

…oder Weiblein.

Viele werden jetzt denken: „Der ist doch total verrückt und hat den Sinn für die Realität verloren!“ Aber Einige wissen garantiert ganz genau, wovon ich rede und dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Vielleicht bin ich einfach nur falsch abgebogen

Am liebsten würde ich jetzt raus in die Stadt gehen, denn egal welche Strasse ich entlang gehen werde, so wie heute, wird es dort morgen nicht mehr aussehen. Wenn ich mir heute an einem Strassenstand etwas zu essen kaufe, ist er morgen nicht mehr hier. Vielleicht steht er um die Ecke, vielleicht ist es die falsche Tageszeit, oder vielleicht bin ich einfach nur falsch abgebogen. Das Strassenbild verändert sich ständig. Dort wo eben noch ein Markt voller Menschen war, ist plötzlich niemand mehr. Manchmal wiederum kann es aber auch passieren, dass dort auf einmal ein Kick-Box Kampf statt findet.

Bangkok auf Thailändisch

Keine andere Hauptstadt der Welt, die von einem König regiert wird, hat so einen langen Namen wie Bangkok

Amulettmarkt

Auf dem Weg zum Grand Palace sehen wir einen Amulettmarkt…

Vor dem Kauf

…aber bevor die Ware den Besitzer wechselt…

Die Ware begutachten

…wird sie mit einer Lupe ganz genau begutachtet.

Grand Palace

Den Grand Palace können wir gut zu Fuß erreichen…

Kein Entspannen möglich

…alle anderen werden mit Reisebussen angekarrt…

Lädt zum Entspannen ein

…darum war für uns hier auch Schluss.

Kostenlose Fitnessgeräte

Am Nachmittag sind hier nur wenige unterwegs…

Zeit zum Entspannen

…wie es hier 6.00 Uhr morgens aussieht, kann man bei meiner Zuckermaus lesen.

Klimatisierter Linienbus

Befinden sich diese beiden Zeichen vor der Busnummer, ist der Linienbus klimatisiert.

Bus ohne Fenster

Keine Klimaanlage – keine Seitenfenster

Markt in Indian Town

Ist man den ganzen Tag unterwegs…

Samosa

…isst man den ganzen Tag unterwegs.

Khlong Boot

Wenn es schnell gehen soll, dann fährt man mit dem Khlong Boot

Kick-Box Kampf

Mitten in der Stadt findet ein kostenloser Kick-Box Kampf statt

IMAX 4D Kino Bangkok – Eine Dimension für die Sinne

Die letzten beiden Tage sind wir in Bangkok im Kino gewesen. Gestern im Bangkok Airways Cinema, heute im IMAX 4D Kino Bangkok. Dies sind nur zwei von vielen Kinos im Paragon Cineplex nahe der BTS Station Siam. Die Auswahl an Kinos ist riesig, und überall bekommt man etwas anderes für sein Geld geboten.

Das AIS IMAX 4D Kino in Bangkok

Wie jeden Abend sitzen wir zusammen und unterhalten uns mit unseren Mitbewohnern. Was kann man sich in Bangkok alles ansehen, oder was kann man in Bangkok unternehmen. „Seid Ihr in Bangkok schon einmal im Kino gewesen? Nein? Das solltet Ihr unbedingt machen! Ein unglaubliches Erlebnis!“ Daraufhin haben wir uns an unsere Laptops gesetzt, um uns ein Kino zu suchen. Das ist gar nicht so einfach, denn die Auswahl ist riesig. Da die neuen Filme in Bangkok auch donnerstags anlaufen, und wir nicht wussten wie voll es am Donnerstag sein würde, sind wir bereits am Mittwoch zum Paragon Cineplex gefahren. Wir wollten Karten für das AIS IMAX 4D Kino Bangkok vorbestellen. Am Donnerstag den 29.Januar 2015 läuft Projekt Alamanc im IMAX 4D Kino Bangkok an, also eine Woche früher als in Deutschland.

Paragon Cineplex nahe der BTS Station Siam

Seid Ihr in Bangkok schon einmal im Kino gewesen?

Paragon Cineplex Bangkok

Das solltet Ihr unbedingt machen! Ein unglaubliches Erlebnis!

Unbedingt eine Vorteilskarte kaufen

Am Informationsschalter kann man sich für 100 Baht eine Vorteilskarte kaufen. Dafür bekommt man bei jedem Kinobesuch 100 Baht Rabatt. Sprich, die Vorteilskarte ist eigentlich kostenlos. Wenn man seine persönlichen Daten nicht preisgeben will, kann man bei der Registrierung auch einfach irgendwas eintippen. Die Richtigkeit der Daten wird nicht überprüft. Die Vorteilskarte ist ein Jahr lang gültig und kann für jedes Kino im Paragon Cineplex genutzt werden.

Dem König die Ehre erweisen

Vor dem Hauptfilm wird in den Kinos die Nationalhymne gespielt. Um dem König von Thailand die Ehre zu erweisen, stehen alle Kinobesucher von ihren Sitzen auf. Bitte respektiert das und steht ebenfalls auf.

Zuerst ins Bangkok Airways Cinema

Bei der Suche nach einem Kino sind wir aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen. Jedes Kino bietet etwas anderes. In einem Kino bekommt hat man seinen eigenen Kühlschrank, bei dem man sich kostenlos bedienen kann. Im einem anderen Kino kann man die Bedienung mit einem Knopf am Kinosessel rufen, damit man keine Minute vom Film verpasst. Wir waren heute im Bangkok Airways Cinema. Für 1600 Baht bekommen zwei Personen ein absolutes VIP Kino Erlebnis geboten. Und wenn ich VIP sage, dann meine ich auch VIP. Ist man vor dem Kinobesuch beim Shoppen gewesen, muss man mit diesem Ticket keine Tüten mehr tragen. Sie werden von Angestellten in den VIP-Bereich getragen. Im Eintrittspreis inbegriffen ist auch ein Snack und ein Getränk. Anders wie in Deutschland muss man sich dafür aber nicht am Ende einer Schlange anstellten. Im Bangkok Airways Cinema kommt ein Kellner mit einem iPad an den Tisch. Der Hammer! Die App auf dem iPad ist Speisekarte und Bestellsystem in einem. Nachdem man seine Bestellung aufgegeben hat, kann man sich 15 Minuten lang die Füße massieren lassen. Man muss aber aufpassen, denn der Spa Bereich schliesst bereits um 20.00 Uhr. Möchte man also die Vorteile des VIP-Pakets ausnutzen, sollte man nicht in die Abendvorstellung gehen. Das Beste allerdings sind die elektrisch verstellbaren Kinosessel, die man komplett waagrecht ausrichten kann. Natürlich bekommt man auch ein Kissen sowie eine Decke, damit man einen kuscheligen Kinoabend verbringen kann.

Bangkok Airways Cinema VIP Bereich

Der VIP-Bereich des Bangkok Airways Cinema

Bangkok Airways Cinema

DAS nenne ich Beinfreiheit

IMAX 4D Kino Bangkok – Eine Dimension für die Sinne

Im IMAX 4D Kino Bangkok bekommt man zwar kein Kissen und auch keine Decke, aber dafür eine Dimension für die Sinne. Der Eintritt beträgt 450 Baht pro Person, und dafür wird einem Folgendes geboten: Jeder einzelne Kinosessel im IMAX 4D Kino Bangkok ist hydraulisch. Läuft gerade eine wilde Verfolgungsjagd, dann wackelt der Sitz. Man kann mit geschlossenen Augen sagen, in welche Richtung der Fluchtwagen gerade abgebogen ist. Findet die Verfolgungsjagd in einem Boot auf dem Wasser statt, spritzt kalter Wasserdampf aus einer Düse. Die Düse befindet sich in der Rückenlehne des Kinosessels vom Vordermann. Das eine Mal kommt der Fahrtwind von links, das andere Mal von rechts. Ist auch noch eine Schiesserei im Gange, zischen aus Düsen, die sich in der eigenen Rückenlehne befinden, Luftstrahlen und es kommt einem so vor, als ob die Kugel direkt am eigenen Kopf vorbeigeflogen ist. Zusätzlich blitzen im Kino verteile Lichter auf, die den Schusswechsel noch realistischer machen. Schlagen auf der Leinwand Granaten ein, dann steigt im Kino plötzlich Rauch auf. Im Film Projekt Alamanc gibt es eine Szene, in der Parfüm versprüht wird. Im Kino riecht es dann auf einmal nach Blumen. Angeblich gibt es auch noch so etwas wie Seifenblasen. Aber die sind heute entweder nicht zum Einsatz gekommen, oder der Effekt hat sich so sehr in das Geschehen auf der Leinwand integriert, dass es mir nicht aufgefallen ist.

Das IMAX 4D Kino Bangkok

In der Rückenlehne des Kinosessels vom Vordermann sind mehrere Düsen

Kinosessel im IMAX 4D Kino Bangkok

In der eigenen Rückenlehne befinden sich weitere Düsen und Lautsprecher

Wie der Film war? Absolut nebensächlich! Das IMAX 4D Kino Bangkok selbst war für mich heute die Attraktion. Somit ist das IMAX 4D Kino Bangkok für mich ein weiterer Grund, Bangkok zu besuchen.

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern

Dieses berühmte Zitat von Konrad Adenauer gilt in letzter Zeit auch immer öfter für mich. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, als ich gesagt habe, eine Woche Bangkok reicht vollkommen.

Was mich interessiert ist das Jetzt und Heute

Ein Jahr Urlaub. Ein Jahr Zeit, um die Welt erkunden. Ich bin wirklich froh darüber, dass ich momentan frei bin. Ich bin frei in meinen Entscheidungen und ich bin frei von allen Pflichten. Noch gestern haben wir diskutiert, ob wir nach Myanmar fahren beziehungsweise wann. Aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Warum muss ich denn alles minutiös planen? Genauso so spontan, wie wir entschieden haben, nach Sri Lanka zu fliegen, haben wir jetzt entschieden: Wir bleiben noch eine Woche in Bangkok.

Woher kommt der Sinneswandel?

Ich habe über einem Geheimtipp geschrieben, der geheim bleiben soll. Ich habe darüber geschrieben, dass wir hier nur drei Tage bleiben können. In den letzten paar Tagen haben wir in einem Hotel ganz in der Nähe übernachtet. Sterile weisse Wände, harte Betten und niemanden zum Reden ausser uns selbst. Darum sind wir auch die letzten Tage immer wieder hier gewesen. Manche Menschen hier haben eine unglaubliche Lebenserfahrung. Hier habe ich das erste Mal erfahren, was es eigentlich wirklich bedeutet, zu reisen. Hier gibt es Menschen, die schon durch die Welt reisten, da war ich noch nicht mal geboren. Und irgendwie sind wir beide anscheinend auch dem Eigentümer sympathisch. Er hat gemerkt, dass es uns hier gut gefällt und ihm gefällt es, wenn seine Gäste Kontakte knüpfen und Konversation betreiben. Da in der Zwischenzeit auch wieder ein Zimmer frei geworden ist, hat er uns angeboten zu bleiben. Morgen wollten wir eigentlich nach Myanmar reisen. Aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Reisen bedeutet, frei zu sein. Da kann es vorkommen, dass man irgendwo hängen bleibt, und man weiss nicht einmal warum. Doch dieses Mal weiss ich warum. Hier ist es einfach viel zu familiär und alle sind auf der selben Wellenlänge. Jeder der hier ist, hat seine persönlichen Gründe dafür, in Bangkok zu sein. Glaubt mir! Es gibt tausend Gründe, Bangkok zu besuchen.

Der Chatuchak Markt in Bangkok

Einer dieser tausend Gründe, könnte beispielsweise der Chatuchak (auch Jatujak geschrieben) Markt in Bangkok sein. Dabei handelt es sich um den größten Markt dieser Art weltweit. Hier gibt es über 10.000 Stände, an denen alles verkauft wird, was man sich nur vorstellen kann. Ich habe bereits ein paar Märkte besucht, aber der Chatuchak Markt in Bangkok stellt alle anderen Märkte in den Schatten. Der Markt ist so groß, dass man am Eingang eine Art Stadtplan vom Markt bekommt, damit man sich nicht verläuft. Wir waren heute fast vier Stunden auf dem Chatuchak Markt in Bangkok und wir haben nur einen Bruchteil gesehen. Ich weiss überhaupt nicht, womit ich anfangen soll, was man hier alles bekommen kann. Am besten Ihr klickt Euch einfach durch die Bilder.

Ruhe vor dem Sturm

Als wir angekommen sind, war noch nicht so viel los

Gang 30 Chatuchak

Die kleinen Gänge sind wie ein Irrgarten

Plan vom Wochenendmarkt

Zur Orientierung kann man den Plan benutzen…

Jatujak Wochenendmarkt

…oder man stürzt sich mitten ins Getümmel…

Tipbox

…hier gibt es Kleidung…

Handgefertigte Spielwaren

…handgefertigte Spielwaren…

Elektronikartikel

…Elektronikartikel…

Haushaltswaren

…Haushaltswaren…

Gang 25 Chatuchak

…und vieles vieles vieles mehr.

Alles kann man natürlich nicht auf Bildern festhalten. Manchmal ist es sogar verboten, Bilder zu machen. Und wenn der Kellner direkt nach der Bestellung quer durch den Food Court die Bestellung an den Koch weiter brüllt, dann kann man das natürlich auch nicht fotografieren. Das muss man einfach selbst erlebt haben.

Pad Thai Tom Yam und Reis

Quer durch den Food Court wird die Bestellung an den Koch weiter gebrüllt

Tausend Gründe warum man Bangkok besucht

Vor ein paar Wochen habe ich noch geschrieben, eine Woche Bangkok reicht vollkommen. Aber natürlich kann man das nicht pauschal sagen. Es gibt tausend Gründe warum man Bangkok besucht. Unser Grund dieses mal: Ein Visa für Myanmar beantragen.

Wie das Leben so spielt

In der Zwischenzeit wisst Ihr bestimmt, dass ich mich auf meiner Reise eher treiben lasse. Ich habe bestimmte Länder in meinem Kopf, die ich Brillenlos und mit eigenen Augen sehen möchte. Auf Langkawi in Malaysia habe ich Kim kennen gelernt. Dadurch hat es sich ergeben, dass wir überhaupt in Pai gelandet sind. In Pai hat uns unser Nachbar Mickey für den Fall der Fälle, eine Unterkunft in Bangkok empfohlen. Und wie es der Zufall so will, sind wir jetzt mal wieder in Bangkok.

BBQ im Sandpipers Guesthouse

Auf Empfehlung von Kim (mitte), sind wir in Pai gelandet

Für ein Myanmar Visa nach Bangkok

Wir müssen hier ein paar Tage verbringen, weil wir für die Einreise nach Myanmar ein Visa beantragen müssen. Bei der Botschaft von Myanmar in Bangkok dauert das einen Tag und kostet 1.024 Baht pro Person. Also haben wir uns nach unserer Ankunft in Bangkok auf den Weg zu der Adresse gemacht, die uns Mickey empfohlen hat. Wir wissen weder, was die Nacht dort kostet, oder ob dort überhaupt ein Zimmer frei ist. Eine Klingel gibt es nicht, also klopfen wir an der Grundstückstür. Lediglich mit einem Sarong bekleidet, öffnet uns der Besitzer die Tür. Wir befinden uns mitten in Bangkok, trotzdem ist es hier absolut ruhig. Für eine Nacht in dem liebevoll eingerichteten Guest House bezahlen wir 7 EUR für unser Zimmer. Wir können hier zwar nur drei Nächte bleiben, aber wir hoffen sehr, dass wir irgendwann wieder zurückkommen können. Dieser Ort ist so speziell, dass ich ihn nicht auf diesem Blog teilen werde. Manche Geheimtipps müssen einfach geheim bleiben.

Bangkok wie er es sich vorstellt

Als wir vor knapp zwei Monaten das letzte Mal in Bangkok gewesen sind, waren wir gemeinsam mit unseren Freunden aus München hier. Fünf von uns sind zuvor noch nie in Bangkok gewesen, nur Daniel hat vor über zehn Jahren einmal mit seiner Schwester hier Urlaub gemacht. Dementsprechend veraltet waren auch jegliche Informationen, die wir von dieser großen Stadt hatten. Gemeinsam mit Roberto haben wir uns zu dritt auf den Weg gemacht, um den Teil von Bangkok zu finden, wie Daniel ihn uns beschrieben hat. Ich habe noch immer die Worte von Roberto in den Ohren, die da lauteten: „Das ist irgendwie überhaupt nicht so, wie ich mir Bangkok vorgestellt habe.“ Weiter als bis auf ein: „Das ist jetzt schon eher so, wie ich mir das vorgestellt habe,“ kamen wir an diesem Tag aber nicht hinaus.

Jeden Tag, seit dem wir von Sri Lanka zurück nach Bangkok gekommen sind, muss ich an Roberto’s Worte denken. Ich wünschte mir so sehr, dass er jetzt hier wäre, und ich ihm haargenau das Bangkok zeigen könnte, wie er sich das eigentlich vorgestellt hat. Strassen werden gesperrt, weil man sich wegen den vielen Ständen, die hier einfach am Strassenrand aufgebaut werden, kaum mehr bewegen kann. Live Musik, Souvenirs, Bars, Menschenmassen, Essen und Trinken. Dazwischen ein Massagesalon, vor dem nicht nur Touristen auf Liegestühlen liegen, um sich die Füße massieren zu lassen. Überall riecht es nach Essen und manchmal versteht man sein eigenes Wort nicht mehr, weil die Musik so laut ist. Egal ob man sich ein Armband mit www.mplx.de machen lassen will oder einen Presseausweis, in zehn Minuten ist beides abholbereit. Gleich neben dem veganen Restaurant befindet sich ein Strassenstand, der Schweine- und Rindersteaks verkauft. Ein paar Meter weiter kann man sich zum Nachtisch entweder ein Kokosnusseis oder eine Vogelspinne kaufen. Ich gehe wenige Minuten um ein paar Ecken, und auf einmal bekomme ich von alle dem nichts mehr mit. Ich höre nur noch Frösche quaken und Vögel zwitschern. Bangkok ist echt der Hammer.

Bars und Kneipen

Überall sind Kneipen und Bars…

Wasserfall am Strassenrand

…größere Restaurants mit Live Musik…

...und Strassenstände...

…und Strassenstände…

Vogelspinne zum Nachtisch

…mit teilweise sehr exotischen Gerichten.

Massage am Strassenrand

Am Strassenrand lassen sich die Menschen massieren…

Die Strassen sind voll

…und wenn es dunkel wird, sperren sie die gesamte Strasse.

Bangkok wie er es sich vorstellt

Ich bin mir sicher: Das ist Bangkok wie er es sich vorstellt

Was weisst Du eigentlich über Sri Lanka?

Der Monat in Pai ist zu Ende, aber eine Frage bleibt noch offen. Wohin geht es eigentlich als nächstes? Bis heute war eigentlich Myanmar das nächste Ziel unserer Reise. „Sag mal, was weisst Du eigentlich über Sri Lanka, mein Schatz?“ – “Wie kommst Du denn jetzt auf Sri Lanka?“ – „Julian ist gerade dort, wir überraschen ihn einfach.“

Und weisst Du was über Sri Lanka?

„Ausser, dass es da seit Wochen geregnet hat, nicht viel. Aber laut Julian hat der Regen endlich aufgehört! Ansonsten ist Sri Lanka eine Insel unterhalb von Indien, die in etwa so groß ist wie Bayern.“ – „Das hört sich doch gut an, dann gibt es da bestimmt auch schöne Strände!“ Na, wenn diese Informationen mal nicht ausreichen, um einen Abstecher nach Sri Lanka zu machen, dann weiss ich auch nicht weiter. Wie sich später noch herausstellen wird, hat Sri Lanka weitaus mehr zu bieten als nur schöne Strände. Aber zuerst müssen wir von Pai in Thailand dort hinkommen.

762 Kurven zurück nach Chiang Mai

Früh am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Pai. Man kann sagen, dass wir uns bereits sehr gut an asiatische Transportmöglichkeiten gewöhnt haben, denn wir sind 2 Personen und drei Rucksäcke auf unserem Roller. Ich gebe meinen Roller unfallfrei retour und bekomme sowohl meinen Personalausweis, als auch die Kaution für die Helme zurück. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich sehr ungern meinen Reisepass aus der Hand gebe. Wenn es nur irgendwie möglich ist, versuche ich immer meinen Personalausweis als Pfand zu hinterlegen.

Am Busbahnhof in Pai, der sich mitten in der Walking Street befindet, steigen wir wieder in einen Toyota Commuter. Auch dieses Mal habe ich die Kurven nicht mitgezählt. Aber wenn man drei Stunden unterwegs ist, und alle 15 Sekunden in die nächste Kurve fährt, dann kommt das schon hin mit den 762 Kurven.

Ankunft nach 762 Kurven

Ankunft nach 762 Kurven in Chiang Mai

Mit dem Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok

Vom Busbahnhof in Chiang Mai fahren wir mit dem Taxi zum Bahnhof. Zehn Minuten später sind wir 100 Baht los und gehen am Bahnhof zum Schalter.

Mit dem Taxi zum Bahnhof

Bei Regen muss man nicht unbedingt zu Fuss gehen

Jeden Tag um 17.00 Uhr fährt der Special Express Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok. Ein Schlafplatz in der ersten Klasse kostet 1.253 Baht pro Person. Wenn man so wie wir zu zweit unterwegs ist, bekommt man dann für umgerechnet 65 EUR ein ganzes Abteil. Kurz nachdem der Zug losgefahren ist, bekommt man ein frisches Bettlaken, einen Kissenbezug sowie eine Decke. Das Abteil kann man von innen verschließen und die Betten sind recht bequem. Der Zug gleitet mit gefühlten 80 km/h innerhalb von 14 Stunden nach Bangkok.

Preisliste Chiang Mai nach Bangkok

Preisliste Chiang Mai nach Bangkok Stand: 08.01.2015

Unser Schlafabteil

Die Lehne wird nach oben geklappt und schon hat man ein Stockbett

Frische saubere Bettwäsche

Ich finde es gemütlich, bequem und kuschelig

Planlos am internationalen Flughafen von Bangkok

Pünktlich um 6.50 Uhr kommen wir ausgeschlafen in Bangkok am Bahnhof an. Im Prinzip eine super Sache, wäre da nicht die Tatsache, dass unser Flug erst um 21.00 Uhr geht. Das ist genug Zeit, um die Frage: „Was weisst Du eigentlich über Sri Lanka?“ zu beantworten. Bevor wir uns am Bahnhof ein Taxi nehmen, lade ich noch einmal meine thailändische Pre-Paid Karte auf. Obwohl wir den ganzen Tag Zeit haben, fahren wir über den Highway zum Flughafen. Zu den 75 Baht Highway Gebühren kommen noch 200 Baht für die Taxifahrt. Am Flughafen angekommen, schreibe ich Julian eine Nachricht. „Wir sitzen am Flughafen, wir fliegen jetzt nach Sri Lanka, um Dich zu besuchen!“ – „Wann seid ihr da? Denn in 12 Stunden fliegen wir wieder zurück nach Deutschland.“ – „Wir ähm, fliegen erst in 11 Stunden los!“

Flughafen Bangkok

Der internationale Flughafen von Bangkok ist riesig

Fantastisch. Das sind 11 Stunden Zeit, um endlich die Frage zu beantworten: Was weisst Du eigentlich über Sri Lanka? Soviel möchte ich schonmal verraten: Wenn man nach Sri Lanka fliegt, kann es vorkommen, dass der Flieger zwei Stunden Verspätung hat. Es kann vorkommen, dass man dann 13 Stunden planlos am internationalen Flughafen von Bangkok sitzt. Aber dafür weiss ich jetzt einiges über unser nächstes Reiseziel: Sri Lanka

Hallo Du da oben äh unten

Was will man auch machen, wenn man nichts zu tun hat…