Der letzte Tag bevor das Abenteuer weiter geht

Der gestrige Tag war das bisherige Highlight auf unserer bisher noch nicht so lange andauernden Reise. Ich kann mich nicht vorstellen, dass sich das hier auf Bintan für uns noch toppen lässt. Ich muss gestehen, dass mir diese Insel viel zu teuer ist. Wir werden uns hier keinen Roller oder Ähnliches ausleihen. Nicht weil wir uns das nicht leisten könnten, sondern weil es einfach unverschämt teuer ist. Wir werden unseren letzten Tag hier im Ressort jetzt einfach genießen, relaxen und versuchen aus der Vergangenheit zu lernen. Da ich unbedingt sehen wollte, wie die Sonne aus dem Meer aufsteigt, bin ich heute bereits vor 6.00 Uhr aufgestanden, doch leider war der Himmel zu sehr bewölkt und man konnte das Spektakel nicht in vollen Zügen verfolgen. Doch selbst wenn die Sonne kaum zu sehen war, ist es wichtig, stets Sonnenschutzlotion aufzutragen. Ständig weht ein leichter Wind und es kommt einem so vor, als bräuchte man keinen Sonnenschutz. Wenn man sich dann sowieso schon am Eincremen ist, sollte man auch noch gleich einen Mückenschutz auftragen. Momentan haben wir noch ein paar Fläschchen Autan-Spray aus Deutschland, doch nach den ersten fünf Tagen geht das erste Fläschchen langsam zur Neige. Ich mache das mit dem Auftragen so, wie mein sehr guter Freund Martin das empfohlen hat: „Sonnen- oder Nivea-Creme in die Hand, Insektenschutz drauf sprühen, alles miteinander vermischen und einreiben“. Mit dieser Taktik bin ich bisher super gefahren – kein Sonnenbrand und nur sehr wenige Insektenstiche.

Als wir gestern Abend noch mit ein paar Leuten zusammengesessen sind, muss Deddy wohl mein Foto mit der Kokosnuss gesehen haben, denn auf einmal kam er zu unserem Bungalow und meinte, dass er jetzt Kokosnüsse sammeln geht, und ob ich nicht Lust hätte mitzukommen. Natürlich hatte ich Lust und wir sind gemeinsam losgezogen. Ungesichert, barfuß und mit einer Machete bewaffnet ist Deddy dann auf die höchste Palme gestiegen, die es im Umkreis gab. Er hatte zwar ein Seil umgebunden, dieses war aber nicht zur Sicherung, sondern zum Herablassen der Kokosnüsse gedacht. Beim ersten Baum hat das aber anscheinend nicht so funktioniert wie es sollte, denn plötzlich tat es einen Riesenknall und eine komplette Kokosnussstaude krachte auf den Boden. Er meinte nur: „All broken, go next Tree“. Diese Palme war dann zwar nicht so hoch, aber auf die Frage: „Want try“ antwortete ich dann doch lieber mit: „No i am to fat“. Diesmal hat Deddy dann wohl alles richtig gemacht und nach kurzer Zeit konnten wir die Kokosnüsse abseilen. Ich habe dann noch gelernt, dass es gelbe, grüne und rote Kokosnüsse gibt, die alle zum Verzehr geeignet sind. Diese braunen, haarigen Dinger, die es bei uns gibt, sind in Indonesien alte Kokosnüsse, die eher auf dem Müll landen als in den Mägen der Einheimischen.

Langsam abseilen

Bei der zweiten Kokosnusspalme hat alles so funktioniert wie geplant

Deddy auf den Weg nach unten

Abstieg aus schwindelerregender Höhe

Ich habe in meinem Blog bisher schon mehrere Male geschrieben, wo und was wir abends gegessen haben, doch ein Foto von diesem Strassenverkauf wollte ich unbedingt noch nachreichen. Bei der Auswahl meines Abendessens war ich heute einmal mutig und habe etwas Scharfes bestellt, und da auf dem Teller meiner Lebenspartnerin ebenfalls ein paar Paprikaschoten zu finden waren, hab ich diese ebenfalls auf meinen Teller bekommen, da sie nicht so sehr auf scharfes Essen steht. Ich bin überglücklich, dass ich ungarische Wurzeln habe, und dass Paprika quasi in meinem Blut fließt. Ich habe diese Mahlzeit mehr als genossen und freue mich schon auf die wahren Herausforderungen der indonesischen Küche.

Strandrestaurant

Hier haben vor allem Einheimische gegessen

Nudeln mit Meeresfrüchten

Und das haben wir gegessen

Abends saßen wir auf der Terrasse unseres Bungalows und haben mit unserem Fotoapparat herumgespielt. Vor allem das Feature mit der Belichtungszeit hat es mir besonders angetan. Mehere Stunden haben wir damit verbracht, das perfekte Abschiedsfoto aus Bintan zu schießen. Und wie wir da so gesessen sind, habe ich aus der Ferne Laute einer Gitarre vernommen. Wir sind dann den Lauten gefolgt und haben Deddy sowie zwei weitere Angestellte Gitarre spielend und singend am Hotelrestaurant vorgefunden. „Can we join you?“ – „Yes please come sit with us“. Ich konnte gar nicht so schnell schauen, dann stand bereits das erste alkoholische Getränk vor meiner Nase. Obwohl diese Menschen wirklich nicht viel besitzen, haben sie Sonnenblumenkerne, Erdnüsse und einheimische Getränke mit uns geteilt. Wieder hatten wir einen schönen Abend, den wir singend und lachend zusammen mit den Einheimischen verbracht haben und ich bin wirklich froh, dass ich aus Deutschland noch ein paar Sachen mitnehmen konnte, um mich auf meine Art erkenntlich zeigen zu können. In diesem Fall hatte ich noch eine nie benutzte Frisbee Scheibe im Gepäck, die ich gerne bereit war Deddy zu schenken, damit er diese seinen Kindern mitbringen kann.

Mit Gitarre gemütlich zusammensitzen

Und wieder hatten wir einen schönen Abend mit den Einheimischen

Bye Bye Bintan

Bintan abgehakt

Tag 3

Der heutige Tag war für mich bisher der Schönste hier auf Bintan. Ich habe mich schon gestern die ganze Zeit gefragt, was das für Lichter auf dem Meer sind. Wir sind dann auf diesen ewig langen Steg gegangen und haben von dort aus beobachten können, wie Leute mit einer Taschenlampe auf den Kopf und einem Stock bewaffnet durch das Meer gingen. Ich habe dann meinen ganzen Mut zusammen genommen und einen Einheimischen gefragt, was diese Leute da draußen machen. Er meinte, dass die Leute da draußen Krabben sammeln, aber nicht um sie selbst zu verzehren, sondern um sie auf dem Markt zu verkaufen. Er fragte mich gleich, ob ich nicht auch Lust hätte, mit ihm heute Nacht gemeinsam aufs Meer herauszugehen und ebenfalls ein paar Krabben zu suchen. Natürlich habe ich diese Frage sofort mit Ja beantwortet, denn mich interessiert diese Kultur und die Menschen und wie sie leben. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass Deddy mich dazu eingeladen hat. Ich konnte es also kaum erwarten bis die Ebbe endlich einsetzt, doch dafür mussten wir bis etwa 23:00 Uhr warten. Bis dahin habe ich mich mal wieder mit dem Internet herum geärgert, und schon langsam finde ich mich mit diesem Thema ab. Ich muss meine Internet Gepflogenheiten ein wenig umstellen. Hier ist es nun mal nicht so wie in Deutschland, was die Internetverbindung betrifft. Im Laufe des Vormittags habe ich dann mitbekommen, wie ein neuer Gast in das Ressort eingecheckt hat. Und da wir uns fest vorgenommen haben, mit den Leuten hier zu reden und uns Tipps von den Menschen zu holen, die schon etwas länger hier in Indonesien unterwegs sind, habe ich das Gespräch mit diesem Gast gesucht. Es hat sich dann herausgestellt, dass dieser junge Mann bereits seit zwei Monaten auf der Nachbarinsel Nikoi arbeitet, und er heute seinen freien Tag hat. Stuart kommt aus London und hat Maschinenbau studiert. Während seines Studiums wurde ihm der Job in Indonesien auf der kleinen Insel angeboten. Er meinte, dass man in 25 Minuten einmal die Insel zu Fuss umrunden kann. Dort kümmert er sich hauptsächlich darum, dass die Insel mit Solarstrom versorgt und das Abwasser gefiltert wird, so dass es wieder so sauber ins Meer gelangen kann, ohne das es der Umwelt schadet. Von ihm haben wir dann erfahren, dass das mit der Internetverbindung nun einmal so ist. Er hat uns empfohlen, dass wir uns eine Telefonkarte besorgen sollen, mit der man zumindest mit 3G eine Verbindung zum Internet herstellen kann. Das hört sich jetzt zwar für uns nicht nach viel an, ist aber trotzdem besser als das Internet hier im Ressort. Es reicht vollkommen aus, um Videos auf YouTube zu schauen oder sich auch einmal einen Film herunterladen zu können. Nachdem er schon seit zwei Monaten hier arbeitet, konnte er uns sogar ein paar indonesische Wörter beibringen.Und schon beim ersten Einkauf habe ich gesehen, wie sich die Einheimischen darüber gefreut haben, als ich mich in ihrer Sprache bedankt habe (Dankeschön -> Makasi). Bisher kann ich zwar nur bis zwei zählen (Eins -> Satu, Zwei -> Dua), aber ich denke, dass ist schon einmal ein guter Anfang, und ich kann den Leuten einen Guten Abend (Malam) und einen Guten Morgen(Pagi) wünschen. Ich kann fragen ob sie zum Beispiel ein Wasser für mich haben (Ada Stanford), oder ob ich noch ein weiteres (Satu Lagi) bekommen könnte. Stuart bestätigte uns dann noch einmal, dass wir uns in einer absoluten Touristengegend befinden. Darum haben wir dann auch entschieden, dass wir bereits am Montag abreisen und uns auf den Weg nach Mataram machen werden.

Doch bevor es gleich zum Krabben fangen geht, sind wir noch einmal zu diesem Straßenrestaurant gegangen und haben zu abend gegessen. Sicherlich muss man sich erst daran gewöhnen, dass das Hühnerfleisch mitsamt den Knochen serviert wird, doch geschmacklich gab es auch heute wieder keinen Anlass zur Beschwerde.

Sicy Chicken

Hühnerfleisch mit frischem Obst und Gemüse

Als wir dann wieder im Ressort angekommen sind, ging es endlich auf Krabbenjagd. Gemeinsam mit Deddy, einem seiner Kumpels und Stuart sind wir mit einer Taschenlampe sowie einem Eimer bewaffnet los marschiert. Bereits nach ein paar Metern haben wir die ersten Krabben entdeckt, und da ging der Spaß dann erst richtig los. Denn außer unseren Händen hatten wir nichts und diese Krabben hatten teilweise so beachtliche Scheren, dass man schon Angst um seine Finger haben musste. Nichtsdestotrotz haben wir es versucht und es auch geschafft einige Krabben zu fangen und trotzdem unsere Finger zu behalten. Auf die Frage, warum sie denn kein Netz oder einen kleinen Käscher benutzen, antwortete mir Deddy: „Wir machen das so, wie die Indonesier alles machen, im extrem Style.” Wir hatten eine Menge Spaß und am Ende hat uns Deddys Kumpel die Krabben zubereitet. Wir haben uns dann noch bis spät in die Nacht unterhalten und miteinander gelacht. Für mich persönlich war das bisher mein schönster Tag hier in Indonesien. Also immer freundlich sein, lächeln und auf die Leute zu gehen, denn so kann man hier Außergewöhnliches erleben.

Krabben mit Spicy Sauce

Den Snack für den heutigen Abend haben wir selbst gefangen

Tag 1

Endlich sind wir angekommen. Wir sind zwar noch immer total geschlaucht von der langen Reise, aber wir haben gut geschlafen. Das Zimmer ist sauber und das Moskitonetz über dem Bett hat dicht gehalten. Gleich nach dem Frühstück habe ich mich hingesetzt um meinen ersten Blog aus Asien zu schreiben.

Unsere Bleibe für die nächsten Tage

Unsere Bleibe für die nächsten Tage

Mein neuer Arbeitsplatz

So lässt es sich aushalten

Spabereich

Der Spabereich, aber bei 30 Singapur Dollar für eine Massage, wird dieser unbenutzt bleiben

Eigentlich sollte hier in diesem Ressort eine Internetverbindung bestehen, doch diese funktionierte nur auf Anfrage. Ich habe es nicht einmal geschafft, meinen Blog mit allen Bildern hochzuladen, da war auch schon die gesamte Kapazität von einem Tag verbraucht. Angeblich haben die hier täglich nur 1GB Datenvolumen zur Verfügung. Durch einige Downloads der Dropbox und ein bisschen Zeitung lesen war diese bereits vollständig aufgebraucht. Das habe ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt. Auffällig sind hier auch die extrem hohen Preise. Eine 1,5 Liter Flasche Wasser kostet 25.000 Rupien, das sind knapp zwei Euro. Ich kann mich sehr gut daran erinnern das alle meine Freunde und Bekannte von den günstigen Preisen in Indonesien geschwärmt haben. Aber hier in diesem Ressort besteht keine Chance für die angeblichen zwei EUR für Essen und Trinken für zwei Personen ran zu kommen.

Bea im Meer

Ein Meer wie der Plattensee

Das fantastische Wetter und der Blick auf das Meer lassen mich den ersten Frust vergessen. Also nichts wie rein in die Badehose und ab ins Meer. Doch irgendwie komme ich mir gerade vor als wäre ich in Ungarn am Plattensee. Nach hunderten von Metern, die wir watend im Wasser verbracht haben, stehen wir endlich hüfttief im klaren, warmen Wasser. Die willkommene Abkühlung dauerte jedoch nicht all zu lange an. Bis wir wieder an unserer Strandhütte angekommen sind, waren wir bereits sonnengetrocknet. Die Dusche ist sauber und trotz nur einem Wasserhahn, hat das Duschwasser genau die richtige Temperatur. Noch etwas Sonnencreme und Mückenschutz auftragen und wir sind bereit für den ersten kleinen Erkundungstrip auf unserer Insel. Doch sobald wir das Ressort auf dem Strandweg verlassen haben, öffnet sich vor unseren Augen ein Bild der Verzweiflung. Überall liegt der Müll der Menschheit im sandigen Strand. Von Badeschlappen über intakte Glühbirnen, leere Glasflaschen, Fischernetze und jede Menge undefinierbarem Müll liegt hier alles rum, was man sich nur vorstellen kann. Ein Müllsack wäre in ein paar Minuten randvoll. Es ist wirklich traurig zu sehen, wie wir Menschen mit unserer Umwelt umgehen.

Ungestellte Szene

Kaum draussen aus dem Ressort, bietet sich dieser Anblick

Als wir dann wieder im Ressort angekommen sind, haben wir ein deutsches Paar kennengelernt, die ebenfalls ein paar Nächte hier verbringen. Während des Gesprächs wurde dann klar, das die Ressorts auf der Insel Bintan sowie der Nachbarinsel Batam hauptsächlich von den Bewohnern Singapurs genutzt werden. Da dies die nächstliegenden Destinationen sind, bitten die Indonesier die Singapurer und in diesem Fall auch uns heftig zur Kasse. Mit dieser Informationen im Hinterkopf müssen wir unser Kaufverhalten einfach nur ein wenig umstellen. Wasser kaufen wir jetzt ausserhalb des Ressorts am Strassenverkauf und gegessen wird ebenfalls ausserhalb.

Wir haben auch gleich am ersten Abend am Strassenrand eine kleine Hütte gefunden, an der Einheimische gegessen haben. Ich habe zwar kein Wort verstanden, was auf der Karte gestanden ist, oder was der nette Herr gesprochen hat, aber dieser hat dann einfach die Zutaten an den Tisch gebracht und ich habe dann einfach mit dem Finger darauf gezeigt, was mir am meisten zugesagt hat. Geschmacklich kann man absolut nichts sagen. Das Essen von uns beiden hat echt super geschmeckt. Und natürlich haben wir die Goldene Regel für Auslandsreisende beachtet: Cooked, Boiled, Fried. Aber wir wären ja nicht in Asien, wenn es hier nicht in jedem Essen etwas geben würde, was bei uns eher unvorstellbar ist. Denn ich habe mich anfangs ein wenig gewundert, warum die Sojasprossen so hart sind. Bis ich dann gesehen habe, dass die Sojasprossen kleine Augen haben und das dies eigentlich gar keine Sojasprossen waren, sondern kleine 2-3 cm Fischchen. Das hört sich vielleicht komisch an, war aber bissig und hat verdammt gut geschmeckt. Für zwei Personen haben wir dort inklusive Getränke und einer Kokosnuss, 50.000 Rupien, also knapp 3,50 EUR bezahlt. Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg. An der Kokosnuss habe ich dann meinen neuen Leatherman ausprobiert. Ein kleines Loch, ein Strohhalm und der erste Tag nahm ein erfrischendes Ende.

Kokosnuss

Erfrischungsgetränk

Anreise

Endlich hat das Warten ein Ende. Nach drei Monaten Vorbereitung sitzen wir endlich im Flieger Richtung Doha. Mit schweren Herzen und Tränen in den Augen haben wir uns am Flughafen von unserer Familie verabschiedet. Das erste mal in meinem Leben sitze ich in einem Dreamliner von Qatar Air.

Dreamliner von Qatar Air

Unser Flieger nach Doha

Holzboden verziert den Eingangsbereich des Fliegers und der Business Klasse. Doch für mich heisst es, hinten Platz nehmen. Aber das macht nichts, denn der Platz, den ich zur Verfügung habe, reicht mir völlig aus, ich kann sogar meine Beine durch den Sitz des Vordermanns ausstrecken, ohne diesen zu belästigen. In jeder Rückenlehne ist ein Entertainment System verbaut, welches die Reise im wahrsten Sinne des Wortes im Flug vergehen lassen.

Qatar Entertainment

Individuelles Reiseprogramm

Musik, Spiele, Kinofilme und Serien in den verschiedensten Sprachen lassen sich mit dem Touchscreen aufrufen. Für mich persönlich war dies das erste mal in einem solchen Flieger. Durch “Das erstaunliche Leben des Walter Mitti” und den „Hobbit“ war am Ende nur noch eine Runde Backgammon gegen einen unbekannten Fluggast drin’ und schon waren wir in Doha angekommen. Wobei ich unbedingt los werden möchte, dass ich noch nie so einen unbefriedigenden Film wie den „Hobbit“ gesehen habe. Kein Anfang, kein Ende und keine Spannung hatte dieser stundenlang dauernde Film über Zwerge, Elfen und Orcs. Obwohl ich durch meine World of Warcraft Vergangenheit eigentlich auf so etwas stehen sollte, habe ich gegen Ende mehrmals den Schnellvorlauf betätigt, da ich selten so einen sinnlosen Film gesehen habe.

Die drei Stunden Aufenthalt in Doha haben wir genutzt, um uns die Beine nach dem Fug zu vertreten. Doha befindet sich im übrigen in Katar, dem „5 Star Gate to the World“ Heimatflughafen von Qatar Air. Durch die Zeitverschiebung von +1 Stunde, hat der Flug nach Doha effektiv „nur“ fünf einhalb Stunden gedauert. Und mit der Zeitverschiebung zwischen Doha und Singapur erklärt sich auch die Flugdauer von 12 Stunden und 50 Minuten. Einfach mal die sechs Stunden abziehen und man stellt fest, dass dieser Flug ebenfalls nur knapp sieben Stunden gedauert hat. Den Film „Divergent“ konnte ich mir noch anschauen, aber dann hat auch mich die Müdigkeit übermannt und ich bin erst wieder kurz vor der Landung wach geworden. In Singapur angekommen, habe ich als erstes den Tipp von meinem Arbeitskollegen befolgt und mir eine Mahlzeit in dem riesigen Food Court im Untergeschoß des Flughafens gegönnt.

Ente mit Reis

Airport Singapur, 2tes Untergeschoss

Am Flughafen gibt es natürlich auch Geldautomaten und diverse Möglichkeiten an die Währungen der angrenzenden Länder zu kommen. Mit dem Taxi ging es vom Flughafen zur Fähre und obwohl die Entfernung nicht all zu weit ist, kostete die Fahrt 13 Singapur Dollar. Unsere Tickets lagen bereits ausgedruckt am Schalter der Fährgesellschaft und wir mussten nur noch unsere Ausweise vorzeigen. Da es bereits angefangen hat dunkel zu werden, haben wir uns schon gefreut, dass die Fahrt mit der Fähre nur noch eine Stunde dauern wird. Nur leider haben wir dabei eine weitere Zeitzone durchquert und zwar diesmal in die andere Richtung, so dass wir dann zwei Stunden auf der Fähre unterwegs waren. Endlich auf Bintan angekommen, mussten wir noch ein Visa beantragen, welches mit 35 US$ für einen Monat zu Buche schlägt. Nachdem unser Gepäck dann das X-te mal gescannt worden ist, wartete am Pier bereits der Fahrer, der uns zu unserem Hotel bringen sollte und obwohl die Strassen geteert sind dauerte diese finale Fahrt ans andere Ende der Insel noch einmal eine Stunde. Das lag jedoch nicht daran, dass der Fahrer das Gaspedal nicht gefunden hat, sondern dass die Strassen mit Roller- und Mopedfahrern gespickt sind. Drei Personen auf einem Roller sind keine Seltenheit, Helme oder Rücklichter dagegen schon. Ich kann es jetzt kaum noch erwarten alles bei Tageslicht zu sehen.