Mein Tag in Pai

Eigentlich verläuft mein Tag in Pai genau so wie zu Hause, nur ein kleines bisschen anders. Oder wie der Thailänder sagen würde: „Same Same, But Different.“

Mein Tag in Pai in Bildern

Zugegeben, abends wird es um diese Jahreszeit auch hier in Pai kalt. Doch morgen feiern wir Weihnachten und da wird einem ja auch im Herzen warm. Neben Weihnachten feiern meine Freundin und ich morgen auch unser 16 1/2 jähriges. Und es ist ein schönes Gefühl, wenn man sich nach so langer Zeit immer noch gerne aneinander kuschelt. Ausserdem bringt es einen gewaltigen Vorteil bezüglich der Kälte mit sich.

Vormittag in Pai

Nachdem die ersten Sonnenstrahlen durch das offene Fenster auf meinen Bauch scheinen, beginnt mein Tag in Pai. Seit ein paar Tagen kommt immer öfters eine Katze bei uns vorbei. Mit einer Hand streichelnd, versuche ich ein paar Zeilen Code in mein MacBook zu tippen.

Fenster auf

Mein Tag in Pai beginnt

Frühstuck in der Hängematte

Auf der Hängematte genieße ich mein Frühstück

Fegen

Statt Schnee zu schippen, fege ich die Veranda

Blumen im Garten

Statt einem Christbaum, blühen bei uns die Blumen im Garten

Nachdenken

Statt im kalten Büro, sitze ich gemütlich in der Sonne

Ente im Garten

Diese Ente hätte ich jedoch auch lieber gebraten als im Garten

Nachmittag in Pai

Langsam breitet sich ein kleines Hungergefühl aus. Nachdem wir auf dem Markt gewesen sind, fahren wir zu Sue. Sue ist die Besitzerin vom Krazy Kitchen. An einem anderen Tag in Pai, als wir bei den Heissen Quellen waren, haben wir dieses abgeschiedene Restaurant entdeckt. Heute bekommen wir von Sue eine Riesenportion Pad Thai.

Moped fahren

Schnee wird hier sicher keiner fallen

Wäsche abgeben

Aber zuerst die Wäsche abgeben. Zettel gibt es keinen, die Frau erkennt mich am Moped.

Kamerafrau

Vorbildlich mit Helm, fahre ich mit meiner Kamerafrau zum Markt

Diese Paprika ist OK

Nach reichlicher Überlegung beschliese ich, diese Paprika zu kaufen

Ein wenig Shopping

Bei diesem Bild fällt mir auf, ich habe noch eine Dose Red Bull im Kühlschrank

Sue zeigt uns ihren Garten

Daheim gibt es jetzt sicher auch Bananen, aber bei Sue wachsen sie wie Unkraut im Garten

Pad Thai

Neben der Riesenportion Pad Thai, bekommen wir von Sue noch ein wenig Zimt. Morgen gibt es Glühwein.

Mein Name ist Curry

Nach dem Essen gibt es noch Streicheleinheiten für Curry

Elefant auf der Strasse

Das Verkehrsaufkommen in Pai könnte man als groß Bezeichnen…

Tankstelle But Different

…aber dafür sind die Tankstellen kleiner.

Abend in Pai

Man sollte abends auf dem Moped auf jeden Fall lange Kleidung tragen. Wenn man keine bei sich hat, sollte man sich auf den Heimweg machen, bevor die Sonne untergeht. Daheim angekommen gibt es eine oder mehrere Tassen Tee, und dann heißt es ran an den Blog.

Sonnenuntergang

Wenn man zu spät nach Hause kommt, wird es kalt auf dem Moped. Und den Sonnenuntergang hat man dann ebenfalls verpasst.

Fenster zu

Ich mache dann die Fensterläden zu, was eigentlich nichts bringt, weil wir garkeine Scheiben haben…

...aber dann fliegt das Viech aus der Küche wenigstens nicht rein.

…aber dann fliegt das Viech aus der Küche wenigstens nicht rein.

Tee am Abend

Schon beim letzten Mal haben wir bei Sue einen Blütentee gekauft. Wie zu Hause, wärme ich meine Hände an der heissen Tasse…

...und sitze vor dem Computer.

…und sitze vor dem Computer.

Auf nach Borneo zu den Orang Utans

Geschlafen haben wir heute nicht, denn zum Einen bin ich mal wieder viel zu lange an meinem Blog gesessen, und zum Anderen wollten wir auf keinen Fall unseren Bus verpassen. Um halb drei haben wir aus unserem Hotel ausgecheckt und haben uns auf den Weg zum Bus gemacht. Bei den Ticketverkäufern, die wieder völlig unscheinbar auf ihren Gartenstühlen gesessen sind, haben wir uns für jeweils 12 MYR ein Busticket gekauft. Das war definitiv günstiger und unkomplizierter als die Anreise. Denn als wir in Kuala Lumpur eingetroffen sind, haben wir uns für jeweils 70 MYR ein Ticket für den Schnellzug gekauft, dann hat sich jeder ein Ticket für die Einschienenbahn gekauft und trotzdem waren wir am Schluss immer noch 2 km von unserem Hotel entfernt. Das wir heute bereits so früh zum Bus gegangen sind, war eine weise Entscheidung. Normalerweise fährt der Bus um 4:15 Uhr ab. Aus welchem Grund auch immer ist der Bus aber schon um 3:45 Uhr abgefahren.

Ticketverkäufer

Häuser bis in die Wolken, aber für einen Ticketschalter hat es nicht gereicht…

Um fünf Uhr waren wir dann am Flughafen. Schon beim Buchen unseres Fluges habe ich mich ein wenig darüber geärgert, dass der Flug mit jedem Klick teurer geworden ist. Als ich dann wie üblich einchecken wollte, wollte die Frau am Check-In-Schalter 10 MYR für den Check-In. Ganz schnell hab ich dann meinen Rucksack wieder von der Waage genommen und mir die App von Air Asia heruntergeladen. Nebenbei bemerkt, gibt es im Flughafen von KL, wie sollte es anders sein, kostenloses Internet. Die App von Air Asia ist aber anscheinend nicht dazu geeignet einen Check-In durchzuführen, denn obwohl ich meine malaiische Nummer korrekt eingegeben hatte, konnte die App sie nicht verifizieren. Also bin ich wieder zum Schalter gegangen und habe mich beschwert und schon war der Check-In plötzlich doch kostenlos.

Als wir in Kuching ankamen, wartete bereits wie versprochen unser Fahrer mit einem Beatrice & Peter Zettel in der Hand auf uns. Während der Fahrt haben wir erfahren, dass der Fahrer Moses heisst, und die Hotelbesitzerin gar keine Italienerin ist, obwohl sie Francesca heisst. Nach ungefähr 20 Minuten waren wir beim NOOK Home Stay angekommen. Eine kleine unscheinbare Tür zwischen einem Restaurant und einem Elektroladen führt zum NOOK Home Stay. Kurzfristig war ich etwas geschockt, denn das Zimmer ist nicht viel größer als das Bett, was darin steht. Doch alles ist sauber und Francesca ist mehr als freundlich. Ich muss einfach aus meinem Kopf streichen, dass wir davor in einem Hotel mit Jacuzzi und Warmwasser übernachtet haben. Plötzlich war das NOOK Home Stay besser als gedacht. Man kann die Küche benutzen, der Aufenthaltsraum ist super gemütlich und wie bereits erwähnt, ist die Besitzerin superfreundlich. Sie kennt sich super mit allen Nationalparks aus, weiss wann die Busse fahren, wann Fütterungszeiten sind und wie man sich viel Geld sparen kann. Manchmal organisiert sie selbst Touren, die ausser dem Eintritt für die Parks, nichts kosten. Heute haben wir sogar ein kostenloses Abendessen bekommen und sie war glücklich über die Gesellschaft ihrer Gäste. Auf einer Wand sind hunderte von farbigen Handabdrücken ihrer Gäste, die durch die Bank alle positive Nachrichten hinterlassen haben. Lediglich unser Moskitonetz haben wir zur Sicherheit angebracht, aber das war auch schon alles was ich zu bemängeln habe. Sie hat uns sogar einen Trick gezeigt, wie wir unsere deutschen Stecker in die malaiischen Steckdosen bekommen, ohne einen Adapter kaufen zu müssen. Bis spät in die Nacht saßen wir mit den restlichen Gästen, Moses und Francesca zusammen und haben uns unterhalten. Bevor wir ins Bett gegangen sind, hat sie uns einen Plan gezeichnet, wie wir morgen zum Bus kommen, der für 3 MYR pro Person zum Semenggoh Wildlife Center fährt. Wir sind also gut in Borneo angekommen und morgen geht es auf zu den Orang Utans.

Verschiedene Länder aber eine Meinung

Verschiedene Länder aber die gleiche Meinung

Unsere Küche im NOOK Home Stay

Unsere Küche im NOOK Home Stay

Einfach mal was Gutes tun

Als Erstes möchte ich mich bei allen Lesern bedanken, die meinen Blog lesen. Täglich verfolge ich meine Google Analytics Statistiken und freue mich über jeden Kommentar auf Facebook. Am meisten freut es mich, wenn meine Postings auf Facebook geteilt werden, in der Hoffnung, dass weitere Reisebegeisterte auf meinen Blog stoßen und zu „Ich seh’ dann mal los“-Stalkern konvertieren.

Ich möchte an dieser Stelle auf ein paar Dinge aufmerksam machen, welche vielleicht bisher von Euch noch unentdeckt geblieben sind.

  • Auf meinem Blog befindet sich oben rechts ein Menu mit vier Links sowie einem Lupensymbol. Einer dieser Links lautet Map, über den man unsere Reiseroute und unseren aktuellen Standort einsehen kann. Mit jedem Punkt auf der Karte ist ein Blog verknüpft, der zu diesem Ort gehört.
    • Mit Hilfe des Lupensymbols, was ebenfalls im Menu oben rechts zu finden ist, kann jedes beliebige Wort gesucht werden. Will man beispielsweise wissen, wie das in Asien mit dem Visa funktioniert, findet man über die Suche alle relevanten Blogs zu diesem Thema.
    • Wenn Euch die Bilder in meinem Blog zu klein sind, dann solltet Ihr einfach mal darauf klicken. Dann öffnet sich das Bild in einer für Euren Bildschirm angepassten Größe. Ist Euch das immer noch zu klein, könnt Ihr das Bild in der Auflösung von 2000 x 1500 Pixel öffnen. Befinden sich in einem Blog mehrere Bilder, so kann man alle Bilder mit den Links, welche mit <— Previous und Next —> beschriftet sind, durchstöbern. Wenn Euch ein Bild besonders gut gefällt, kann dieses genauso wie der Blog selbst auf jeder beliebigen sozialen Plattform geteilt werden.
    • Ich möchte nicht verheimlichen, dass ich mit meinem Blog auch Geld verdienen möchte. Wenn Ihr also den Ad-Blocker auf meiner Seite deaktivieren würdet, wäre ich Euch sehr dankbar. Ausserdem habe ich auf der rechten Seite ein Widget eingefügt, welches mit Partner beschriftet ist und in dem sich eine Amazon-Suche befindet. Solltet Ihr also sowieso schon Kunde bei Amazon sein und dort gelegentlich einkaufen, dann würde ich mich extrem darüber freuen, wenn Ihr Eure Artikel über die Amazon-Suche auf meinem Blog sucht und kauft. Ich garantiere Euch, dass dabei keinerlei zusätzlichen Kosten für Euch entstehen. Ich hingegen bekomme eine minimale Provision von Amazon.
    • Meine Lebenspartnerin und ich sind immer auf der Suche nach langfristigen, günstigen Übernachtungsmöglichkeiten in Asien oder Australien. Solltet Ihr also irgendjemanden kennen, oder selbst auf einem dieser Kontinente wohnen und z.B. einen Housesitter benötigen, dann hinterlasst mir einfach einen Kommentar auf meinem Blog.
    • Sollte Euch irgendetwas an meinen Blogs nicht gefallen, oder wenn Ihr weitere Fragen zu einem bestimmten Eintrag habt, und selbstverständlich auch, wenn Euch ein Blog gefällt, dann zögert nicht und hinterlasst mir einen Kommentar über den Link Leave a reply. Dieser Link befindet sich immer unterhalb des Blogs, gleich unter dem Sozialmedia Plugin.

    Ich hoffe man merkt, dass mir das Bloggen wirklich verdammt viel Spass macht. Für mich persönlich ist dieser Blog eine Art Tagebuch, das mich in vielen Jahren wieder an diese außergewöhnliche Reise zurückerinnern soll. Ich bin absolut begeistert von den Orten, die ich bisher sehen durfte, und ich bin wahnsinnig glücklich darüber, dass ich mich vor ziemlich genau einem Jahr dazu entschieden habe, meine Augen Lasern zu lassen. Doch das wirklich absolut Beste, was mir bisher in meinem Leben gelungen ist, ist die Tatsache, dass ich vor 16 Jahren meinen ganzen Mut zusammengenommen habe, um die Liebe meines Lebens anzusprechen. Diese Reise gemeinsam mit meiner Lebenspartnerin machen zu können, ist für mich das Beste und Schönste, was ich mir nur vorstellen kann.

    Terima kasih. Saya suka Anda di atas segalanya.

    Am Ende möchte ich jedoch noch erwähnen, dass Ihr alle mit dem Lesen, dem Verwenden meines Amazon Links und der Benutzung meiner Google-Adds könnt Ihr nicht nur meiner Partnerin und mir etwas Gutes tun, sondern sehr viel mehr Menschen als Ihr Euch vorstellen könnt. Bisher haben wir zwei auf unserer Reise vielen Menschen etwas Gutes tun können, sei es der Bedienung unserer ersten Unterkunft auf Bintan, den mittellosen Kindern in Mataram, oder dem Mann in unserer Unterkunft auf Flores, oder den obdachlosen Menschen hier in Kuala Lumpur, die nicht einmal ein T-Shirt besitzen. Auch wenn meine Lebenspartnerin absolut schlechte Videoaufnahmen macht, und man kaum etwas erkennen kann, kann man trotzdem die Freude in den Augen der Leute erkennen. Gemeinsam mit Eurer Hilfe sind wir in der Lage auch in Zukunft etwas zurückzugeben.

    Mal was neues Probieren

    Diejenigen, die uns gut kennen, vor allem aber meine Lebenspartnerin Beatrice – werden mir niemals glauben, was hier passiert. Aber damit mir auch jeder glaubt, habe ich das ganze auf Fotos festgehalten. Wir sind jetzt bereits seit über 16 Jahren zusammen, um genau zu sein, seit dem 24.06.1998 und sie hat bisher noch nie eine Banane gegessen. Bananen schmecken ihr einfach nicht. Oft habe ich mich dabei erwischt, wie ich mich über sie lustig mache. Wenn wir z.B. mal ein Eis essen gehen, frage ich sie, ob sie auch eine Kugel Bananeneis möchte oder doch eine andere Sorte.

    Bea isst eine Banane

    Beatrice isst tatsächlich eine Banane

    Beatrice schmeckt die Banane

    Und es scheint ihr zu schmecken

    Doch heute ist bereits der vierte aufeinanderfolgende Tag, an dem sie Bananen isst. Zwar keine ganze, aber drei bis vier Stücke schiebt sie sich genüsslich in den Mund. Ebenfalls auf der Obstplatte, die hier schlicht Obstsalat heisst, sind noch in Scheiben beschnitte Papayas, Ananas, Wassermelonen sowie ein paar Scheiben Limetten. Ihr müsst unbedingt einmal zuhause Limetten auf einer Wassermelone ausdrücken. Die Säure der Limette vermischt sich mit dem süßen Geschmack der Wassermelone. Wer wie ich auf Süß-Sauer steht, sollte diese Kombination unbedingt probieren. Ebenso völlig neu für mich war die Kombination von Ananas mit Meersalz. Ich salze normalerweise nicht einmal Tomaten oder meine Suppe, doch Salz auf Ananas kann ich persönlich empfehlen. Zumindest sollte man es einmal probiert haben.

    Fruchtsalat mit Lemone

    Und für die Ananas ein wenig Meersalz

    Man kann auch einmal probieren, sich sportlich zu betätigen, ohne gleich viel Geld für ein Fitness Studio zu bezahlen. Die Veranda eignet sich hervorragend zum Liegestützen machen. Heute bin ich beim Umrunden der Insel an einem abgelegenen Ort stehen geblieben und habe mir zwei Ziegelsteine genommen, die hier überall herumliegen, da an jeder Ecke irgendetwas gebaut wird. Entschuldigung, aber Ecke ist nicht ganz richtig, denn es müsste heißen: An jeder Kurve. Ich nehmen die Steine in meine Hand und benutze sie als Hanteln. Später steigt man dann einfach um auf das, was auf dem nächsten Bild zu erkennen ist. Für meine Inselumrundung habe ich daher heute eine Stunde 27 Minuten gebraucht. Zum einen war Stau auf der Hauptstraße, und zum anderen habe ich mir dieses mal einfach mehr Zeit genommen.

    Liegestützen

    Die Veranda eignet sich hervorragend um Liegestützen zu machen

    Bambusgerüst

    Ein Turm nach dem anderen

    Turmbau

    Bevor etwas gebaut wird, muss erst das Gerüst gebaut werden

    Hausbau

    Um das Haus wird erstmal ein Gerüst gebaut

    Baustelle

    So sieht es an vielen Stellen aus

     

    Stau auf Gili Trawangan

    Stau auf Gili Trawangan

    Stau auf Gili Trawangan

    Zum Glück ist Nebensaison

    Am Abend, als Rijals Hand vom vielen Trommeln bereits ein wenig weh tat, habe ich mich dann an seine Trommel gesetzt und probiert zu trommeln. Und auch in diesem Fall ist der Meister nicht vom Himmel gefallen. Ich trommle fürchterlich.

    Ich beim trommeln

    Was für ein schlechter Trommler

    Und noch eine Sache habe ich gestern probiert, nämlich einen YouTube Kanal zu erstellen. Als ich dann gedacht habe, ich sei fertig, stand da: „Sie haben jetzt ihren Google+ Kanal erfolgreich konfiguriert.“ Also noch einmal Fotos erstellen und bearbeiten, sowie mitten in der Nacht doch noch ein Foto von meinem Auge machen, welches dann auch gleich als Icon für den Blog dient. Und weil ich gerade dabei war, habe ich auch gleich noch ein Icon für den Blog Fremdgesteuert erstellt. Seitdem ich dann endlich mein Video hochgeladen und freigeschaltet habe, bin ich stolzer Besitzer eines YouTube Kanals. Jetzt benötige ich für meine Videos keinen eigenen Webspace und besitze zwei weitere Kanäle, über die die Menschen unsere Blogs und iPhone und iPad Apps finden können.

    YouTube Kanal erstellen

    Was würde ich nur ohne Computer machen

    Mein Tag auf Gili Trawangan

    Nachdem ich gestern Abend noch lange Zeit über das Leben von Rijal nachgedacht habe, war ich mir immer noch nicht sicher, ob diese Art zu leben meine Erfüllung wäre. Doch auch wenn mir diese Art doch ein wenig zu extrem erscheint, kann ich mir zumindest ein Stück von seiner Ruhe und Gelassenheit abschneiden.

    Zuhause in Deutschland habe ich vor lauter Stress es nicht einmal geschafft, täglich zu frühstücken. Nach einem langen Arbeitstag war ich froh, wenn ich endlich wieder zu Hause war. Sportliche Aktivitäten kamen viel zu kurz, denn gemütlich auf der Couch zu sitzen und mich von der Glotze berieseln zu lassen, war mein Alltag. Ich habe mir vor meine Reise vorgenommen, mir mehr Zeit zu nehmen für Dinge, die ich eigentlich gerne machen würde, aber nicht mache. Auf meiner Reise hat sich bisher herauskristallisiert, dass für mich der späte Abend die beste Zeit ist, mich um meinen Blog zu kümmern. Auch hier auf Gili Trawangan ist diese Zeit dafür die beste Zeit. Die Touristen haben den westlichen Teil der Insel verlassen und begeben sich Richtung Zentrum der Insel, wo das Nachtleben beginnt und es nach frischen Fisch und gegrilltem Mais riecht. Ich ziehe dann meinen dicken Pullover und eine lange Hose an, lege mich mit meinem Mac in eine der Hängematten, die hier überall zwischen den Bäumen hängen. Ich genieße das Rauschen des Meeres neben mir und schreibe über meinen gestrigen Tag.

    Auf Richtung Zentrum

    Die Menschen ziehen zurück Richtung Zentrum

    Wenn ich morgens aufwache und Richtung Strand gehe, werde ich gefragt, was ich gerne frühstücken möchte, die Auswahl ist zwar relativ klein, aber egal welche Mahlzeit ich bisher zu mir genommen habe, alles war super lecker und ich bin ein echter Fan von Seespinat geworden. Das einzig Negative was ich persönlich zu bemängeln habe, ist die Tatsache, dass ich bisher jedes Mal nach einer extra Portion geschnittener Chilischoten fragen musste. Doch ich denke der Großteil der Touristen, die hier ihren Urlaub verbringt, ist froh darüber, dass die Speisen hier nicht so scharf sind. Alle meine Freunde haben mir erzählt, wie scharf das Essen hier in Indonesien ist, aber ich muss diese Orte anscheinend erst noch finden. Auf diesem Teil der Insel, sollte man es laut den Einheimischen ehr vermeiden, ins Meer zu gehen. Die Strömung sei zu dieser Jahreszeit zu stark, und gestern ist angeblich ein Taucher nicht mehr zurückgekommen. Ich muss es ja nicht unbedingt herausfordern. Ich genieße einfach nur den schönen Ausblick und lausche der Musik, die von der Bar aus auch am Strand zu hören ist. Auch das kostenlose WiFi funktioniert am Strand. Die Verbindung ist zwar auch hier nicht das Gelbe vom Ei, aber ich habe in Indonesien bereits sehr viel Schlimmeres erlebt. Ich kann meine E-Mails checken, mich über die nächsten Reiseziele informieren, oder auf Facebook verfolgen, wie vielen Leuten meinen gestriger Beitrag gefallen hat, und ob er auch geteilt wurde. Vielen Dank im Übrigen dafür.

    Unsere Hütte

    Hütte Nummer 1

    Badezimmer

    Dusche im Freien

    Ausserdem habe ich mir vorgenommen, jeden Tag Sport zu treiben und Gewicht zu verlieren. Nach jedem Blog, den ich geschrieben habe, mache ich Liegestützen und falle dann ins Bett. Wenn man einen flotten Marsch hinlegt, kann man in einer Stunde um die gesamte Insel laufen. Während alle anderen mit ihren Fahrrädern an mir vorbeifahren, gehe ich in voller Montur einmal um die Insel. Bereits in Deutschland bin ich regelmäßig in der Sauna gewesen, aber mit einem dicken Pulli und langer Hose unter der 30°C heißen Sonne zur Mittagszeit zu marschieren, ist nicht mit einem Saunagang zu vergleichen. Wer jetzt denkt, das sei doch fürchterlich heiß und man würde einen Hitzschlag bekommen, den muss ich jetzt enttäuschen, denn durch den Schweiß bildet sich zwischen den verschiedenen Kleidungsschichten eine kühlende Schweißschicht. Exakt eine Stunde und 13 Minuten habe ich gebraucht, bis ich wieder an unserem Hotel angekommen bin. Ich stelle mich dann unter freien Himmel unter ein Bambusrohr, aus dem warmes Wasser kommt, mit dem ich mich dusche. Ich hänge meine völlig durchschwitzen Kleidungsstücke in der Sonne auf zum Trocknen auf. Und wenn sich dann gegen Abend alle auf zum Strand machen, die ersten Trommellaute ertönen und die Sonne langsam hinter der gegenüberliegenden Insel verschwindet, wird es Zeit sich die Kamera und die Sitzsäcke zu schnappen, und sich abermals auf zum Strand zu machen. Wenn dann ein paar Stunden später alle Touristen im Inselzentrum beim Feiern sind, suche ich mir wieder eine Hängematte und arbeite an meinem Blog.

    Sonnenuntergang

    Die Sonne verschwindet

    Licht aus

    Das Schattenspiel ist wirklich beeindruckend