Von Chiang Mai nach Pai

Schon seit längerer Zeit habe ich ein paar Ideen für neue Apps. Aber wenn ich die ganze Zeit unterwegs bin, dann reicht die Zeit oftmals nicht, um einen Blog zu schreiben, geschweige denn, eine App zu entwickeln. Wir möchten die Gültigkeit von unserem Visa für Thailand ausnutzen. Deshalb machen wir uns auf den Weg von Chiang Mai nach Pai.

762 Kurven zwischen Chiang Mai nach Pai

Beim Eigentümer unseres Homestay haben wir eine Fahrt nach Pai gebucht. Für 170 Baht pro Person wird man mit einem kleinem Bus direkt vor dem Hotel abgeholt. Der kleine Bus ist ein Pick-Up mit einer überdachten Sitzfläche hinten drauf. Nachdem alle Fahrgäste eingesammelt sind, fährt der kleine Bus zum Busbahnhof von Chiang Mai. Dort wartet der eigentliche Untersatz für die kurvenreiche Fahrt von Chiang Mai nach Pai. Mit laufendem Motor wartet der Fahrer neben seinem Toyota Commuter. Insgesamt 12 Personen passen in so ein Fahrzeug. Aber der Platz neben dem Fahrer ist standesgemäß heruntergeklappt und dient dem Fahrer als Ablage. Der Sitz direkt vor der Ladeklappe ist ebenfalls immer heruntergeklappt. Auf diesem Sitz befinden sich die Gepäckstücke der Reisenden. Wenn alles und jeder verstaut ist, beginnt die vierstündige Fahrt über 762 Kurven von Chiang Mai nach Pai. Ich persönlich habe die 762 Kurven nicht gezählt, aber T-Shirts und Souvenirs mit der Aufschrift 762 sind der Verkaufshit in der Walking Street in Pai.

Toyota Commuter

Mit dem Toyota Commuter nach Pai

762 Kurven von Chiang Mai nach Pai Shirt

762 Kurven von Chiang Mai nach Pai Shirts…

Verkaufshit in Pai

…sind der Verkaufshit in der Walking Street in Pai.

Ankunft in Pai

Die Walking Street war auch der Grund, warum wir in Pai nicht bis zum Busbahnhof gebracht werden konnten. Ab 17.00 Uhr ist die Walking Street für Autos und Busse gesperrt. Trotzdem konnten wir uns alle das Klatschen nicht verkneifen, zu froh waren wir alle dann doch, dass wir die kurvenreiche Fahrt überstanden haben. Nach ein paar Schritten standen wir mit unseren Rucksäcken mitten auf der Walking Street, aber glücklicherweise direkt vor einem Taxiservice. Da unsere Unterkunft in Pai etwas ausserhalb liegt, benötigen wir einen Transport. Die vierstündige Fahrt von Chiang Mai nach Pai hat, wie bereits erwähnt, 170 Baht gekostet. Die viertelstündige Fahrt von Pai zu unserer Unterkunft hat 250 Baht gekostet. Die Mail vom Eigentümer unserer Unterkunft in Pai, in der er uns angeboten hat, uns für 100 Baht abzuholen, ist wohl im Spamordner gelandet.

Taxiservice Pai

In Pai wurden wir direkt vor einem Taxiservice abgesetzt

Das Alles ist aber nicht so wild, denn der Grund, warum wir uns für eine Übernachtung im Pai Bamoo Hut entschieden haben, war die Tatsache, dass der Betreiber deutsch sprechen kann. Als wir im Pai Bamboo Hut angekommen sind, wurden wir von Pascal bereits erwartet. Bis spät in die Nacht sind wir zusammen gesessen und Pascal hat uns einiges über Pai erzählt.

Links eine Elefantenfarm

Links eine Elefantenfarm…

Rechts das Pai Bamboo Hut

…rechts das Pai Bamboo Hut.

Unsere Bambushütte

Und irgendwo da hinten… Unsere Bambushütte

Pai im Nordwesten Thailands

Pai befindet sich am nordwestlichsten Ende Thailands, in der Provinz Mae Hong Son. Im Norden grenzt Pai bereits an Myanmar, und um von Pai weiterreisen zu können, kann man entweder weiter zur Hauptstadt der Provinz reisen, oder wieder zurück nach Chiang Mai. Seit ein paar Jahren gibt es auch einen Flughafen in Pai, von dem aus einmal am Tag ein Flugzeug nach Chiang Mai fliegt. Pai befindet sich inmitten von Bergen und einer wunderschönen Natur. Pai ist besonders bei den Einheimischen ein sehr beliebter Urlaubsort. Vor allem zischen dem 15. Dezember und dem 15. Januar, nutzen die Einheimischen ihre Weihnachtsferien, um im kalten Norden zu zelten. Kalter Norden bedeutet um diese Jahreszeit: Tagsüber hat es über 30°C und in den führen Morgenstunden wacht man bei Nebel und 5°C Aussentemperatur auf. Das ist das Erste mal in Asien, dass ich meinen dicken Pulli und eine lange Hose wirklich brauche, was mich aber nicht stört. Ich finde, Pai ist ein geeigneter Ort, um die Gültigkeit von unserem Visa für Thailand auszunutzen. Wir erzählen Pascal von unserem Vorhaben, und wie das in Asien immer ist: Pascal kennt da jemanden, der uns weiter helfen kann.

Mitten in den Bergen

Pai liegt mitten in den Bergen im Norden von Thailand

Wir leihen uns für die nächsten 24 Stunden von Pascal einen Roller, und fahren noch in die Stadt Pai, um uns auf der Walking Street nach einer Mütze für meine Lebenspartnerin umzusehen. Ausserdem haben wir bereits ein paar Schilder gesehen, auf denen Häuser zur Miete angeboten werden. Wir wollen uns nicht zu sehr auf Pascal verlassen, und uns zur Sicherheit auch selber nach einer Unterkunft für den nächsten Monat umsehen.

Ärger mit Peter, ich und Du

Wahnsinn, wie schnell die Zeit mit guten Freunden vergeht. Trotz immer schlechter werdenden Wetter haben wir jede Minute genossen. Wir haben uns durch die Küche Thailands gegessen, Ausflüge gemacht und sind jeden Abend stundenlang auf der Veranda gesessen. Im Mittelpunkt war immer die kleine Anna, die selbstverständlich rund um die Uhr beschäftigt werden will. Im Meer baden, im Pool plantschen, im Sand buddeln oder einfach nur Blödsinn machen.

Meine Freunde

Prost Jungs

Im Sand buddeln

Ob im Sand buddeln…

Blödsinn machen

…oder Blödsinn machen…

Die kleine Anna

…im Mittelpunkt war immer die kleine Anna.

Zu viel Regen auf Koh Samui

Wir selber haben zwar keine Kinder, aber ich muss zugeben, dass ich jede Minute genossen habe. Wenn dann mal etwas nicht so gelaufen ist, wie sie sich das vorgestellt hat, dann gab es Ärger mit Peter, ich und Du. Was das bedeutet? Ich habe keine Ahnung! Aber nach den ersten paar Tagen, war das der Spruch für uns alle, wenn uns irgendetwas nicht gepasst hat. Wenn das Internet mal wieder gesponnen hat, hiess es: „Ich gehe jetzt vor zur Rezeption und beschwer mich, und wenn das Internet nicht gleich wieder geht, gibts Ärger mit Peter, ich und Du“. Hat das Wetter verrückt gespielt, oder hat es nicht aufgehört zu regnen, dann riefen wir in den Himmel: „Jetzt reicht es wieder mit Regen, sonst gibt es Ärger mit Peter, ich und Du“. Geholfen hat das ganze allerdings überhaupt nicht, lustig war es aber trotzdem.

Ärger mit Peter, ich und Du

Ärger mit Peter, ich und Du

Mit dem Bus nach Bangkok

Der letzte Punkt war dann auch der Grund, warum meine Lebenspartnerin und ich unseren ursprünglichen Plan über den Haufen geworfen haben. Eigentlich wollten wir von Koh Samui nach Koh Pangan. Koh Pangan ist die Nachbarinsel, auf der es die berühmten Full Moon Partys gibt. Aber nachdem es überhaupt nicht mehr aufgehört hat zu regnen, und wir unsere Freunde für sehr lange Zeit nicht mehr sehen werden, haben wir uns dazu entschieden, ebenfalls nach Bangkok zu fahren.

In einem Tourist Office haben wir uns nach dem Preis für eine Busfahrt von Koh Samui nach Bangkok erkundigt. Im Tourist Office kostet eine Busfahrt pro Person 1400 Baht, also etwa ungefähr 35 EUR. Dazu kommt das Ticket für die Fähre. Bisher ist es aber immer so gewesen, dass ein Busticket am Schalter immer günstiger war als im Tourist Office. Also sind wir am nächsten Tag ohne Busticket mit der Fähre auf das Festland gefahren. Am Hafen mussten wir dann feststellen, dass dort zwar der Bus abfährt, man aber keine Bustickets kaufen kann. Um ein Busticket kaufen zu können, muss man in das 5km entfernte Dorf zum Ticketschalter fahren. Mit dem Motorradtaxi kostet die Hin- und Rückfahrt 200 Baht. Nachdem ich dort angenommen bin und beide Bustickets in der Hand hatte, dachte ich mir nur: „YES!“ Wieder einmal hat es sich bewahrheitet, dass man sich die Servicegebühren eines Tourist Office getrost sparen kann. Denn anstelle der 2800 Baht für zwei Bustickets im Tourist Office, habe ich am Ticketschalter lediglich 900 Baht für beide Tickets bezahlt. Das macht inklusive der Motorradtaxifahrt eine Ersparnis von 1700 Baht.

Den letzten Tag genießen

Die Busfahrt nach Bangkok hat etwa 12 Stunden gedauert. Es war bereits 2.00 Uhr nachts als wir in der Hauptstadt von Thailand angekommen sind. Darum haben wir uns mit dem Tuk-Tuk zu unserer Unterkunft bringen lassen. Die Fahrt mit dem Tuk-Tuk hat 250 Baht gekostet. Ich glaube, der Preis war etwas zu hoch, aber immerhin wurden wir direkt vor unserer Unterkunft abgesetzt, und wurden nicht zum nächsten Schneider oder in eine Nachtbar gebracht.

Den gesamten nächsten Tag haben wir dann ein letztes Mal mit unseren Freunden aus München verbracht. Sightseeing, Mittagessen, Lachen und Abendessen. Anschliessend haben wir noch mit einem Bier die Aussicht aus dem 20. Stockwerk des Pullman G Hotels auf Bangkok genossen. Aber auch dieser Tag ist wieder einmal viel zu schnell vergangen. Dieses mal können wir uns nicht einfach in den Bus setzten und hinterherfahren. Darum sagen wir:

“Auf Wiedersehn.

Die Zeit mit euch, war wunderschön.

Es ist wohl besser

jetzt zu gehn,

wir können keine Tränen sehn.

Schönen Gruß und auf Wiedersehen.“ (Die Toten Hosen)

Sightseeing

Beim Sightseeing in Bangkok…

Weihnachten bei 30°

…haben wir bei 30° diesen Weihnachtsbaum entdeckt…

Hangover in Bangkok

…sowie die Location des Films “Hangover in Bangkok”

Sonnenuntergang in Bangkok

Aussicht aus dem 20. Stockwerk des Pullman G Hotels auf Bangkok

Auf Wiedersehen Malaysia – Hallo Thailand

Nur noch zwei Tage, dann treffen wir uns endlich mit unseren Freunden aus München. Nach dem Aufstehen haben wir von Jim unsere Ausweise inklusive Visa für zwei Monate zurückbekommen. Da unser Bus erst um 15.00 Uhr abfährt, haben wir uns die Zeit mit Wäsche waschen, einkaufen und essen vertrieben.

Nie das Gepäck aus den Augen lassen

Die letzten Tage war immer sehr wenig los bei Jim, aber heute waren alle Stühle mit wartenden Reisenden belegt. Pünktlich um 15.00 Uhr stand der erste Kleinbus vor der Tür. Insgesamt zwei Kleinbusse sollten alle Wartenden nach Thailand bringen. Wie ich bereits geschrieben habe, ist das mit dem Visa nach Thailand etwas kompliziert. Viel komplizierter jedoch, sollte der Transport nach Thailand verlaufen. Denn der eine Kleinbus hatte ein thailändisches Nummernschild und sollte die ersten acht Wartenden durch den Dschungel nach Thailand bringen. Der zweite Bus, in dem auch wir mitfahren sollten, hatte ein malaysisches Nummernschild, und wir werden an der Grenze den Bus wechseln müssen. Uns wurde gesagt, das sei aus versicherungstechnischen Gründen so kompliziert. Kurz bevor der erste Kleinbus abgefahren ist, bin ich auf der Toilette gewesen. Als ich zurück gekommen bin, habe ich mich gefragt, wo unser Gepäck auf einmal abgeblieben ist. Meine Lebensgefährtin hat es auf Anweisung in den ersten Kleinbus geräumt. Nach mehrmaligen Nachfragen, stellte sich jedoch heraus, dass dies nicht unser Bus war. Ich bin heilfroh, dass ich noch mehrmals nachgefragt hatte, ob unser Gepäck nun wirklich im richtigen Bus verstaut ist. Nachdem ich mein Gepäck wieder aus dem Bus geholt habe, ist er abgefahren. Lasst Euer Gepäck niemals aus den Augen, verlasst euch niemals auf die Aussagen Dritter und lasst niemals jemand anderen darauf aufpassen.

Ein letztes Mal Duty Free

Um 16.00 Uhr stand unser Bus endlich bei Jim vor der Tür und wir haben uns auf den Weg nach Thailand gemacht. Kurz vor der Grenze mussten wir dem Fahrer das erste Mal unsere Reisepässe geben, und wir hatten noch einmal die Möglichkeit, steuerfrei einzukaufen. Ich habe aber vor unserer Abfahrt alle Ringgit in Baht umgetauscht, und deshalb konnte ich nichts mehr einkaufen. Nach kurzer Zeit haben wir unsere Ausweise zusammen mit dem Einreiseformular wieder zurück bekommen. Wir sind gerade losgefahren und haben unsere Ausweise wieder weggeräumt, da sind wir an der Malaiischen Grenze angekommen und wir mussten die Reisepässe erneut raus holen. Zu Fuß sind wir dann über die Grenze und haben unseren Ausreisestempel in den Reisepass bekommen.

Kleinbus nach Thailand

Kleinbus nach Thailand

Komisches Einreiseprozedere

Je näher wir der thailändischen Grenze gekommen sind, umso lauter wurde das Getuschel in unserem Bus. Es ging darum, wie viel Geld man für die Einreise nach Thailand in den Ausweis legen soll. Ich habe zwar davon gehört, dass Thailand ein sehr korruptes Land ist, aber dass man Geld in den Ausweis legen soll, um einreisen zu können, habe ich davor noch nie gehört. Als wir dann an der Grenze angekommen sind, mussten wir den Bus wechseln. Nachdem wir unser Gepäck umgeladen haben, sind wir zu Fuß an den Grenzübergang gegangen und haben uns, wie es sich gehört, hinten angestellt. Weil wir aber unser Einreiseformular nicht vollständig ausgefüllt haben, mussten wir uns einen Kugelschreiber besorgen und erneut hinten anstellen. Wir konnten dann beobachten, wie unterschiedlich jeder Einreisende behandelt wird. Nach welchen Kriterien die unterschiedlichen Prozeduren ablaufen, konnte ich nicht herausfinden. Im Grenzposten saß ein Beamter und an der Theke stand eine Webcam. Manche Reisende mussten 20.000 Baht wie einen Fächer öffnen und in die Webcam zeigen. Andere wiederum mussten ihren Laptop herausholen, um Flugbestätigungen für die Ausreise vorzeigen zu können. Einige hatten 500 Baht Schmiergeld im Ausweis liegen, andere nur 200 Baht. In unserer Reisegruppe wurde ein Bündel mit 20 Stück 1000 Baht Scheinen hinter dem Rücken von einem Reisenden zum anderen gereicht. Auch ich hatte am Ende das Geldbündel in der Hosentasche, aber als ich meinen Ausweis ohne Schmiergeld beim Grenzbeamten eingereicht habe, hat er einen Stempel in den Ausweis gemacht und ihn mir wieder zurückgegeben. Fertig. Auch bei meiner Lebenspartnerin hat das Einreiseprozedere keine 30 Sekunden gedauert. Nachdem wir alle den Grenzposten passiert haben, sind wir in den neuen Bus gestiegen. Um 19.30 Uhr sind wir am Busbahnhof von Hat Yai angekommen.

Kommen Sie in fünf Minuten wieder

In Hat Yai angekommen haben wir uns sofort auf den Weg zu Schalter Nummer 13 gemacht und wollten uns ein Bus- und Fährticket für die Fahrt nach Koh Samui kaufen. Entweder hat uns die Dame am Schalter nicht verstanden, oder sie wollte uns keinen Sitzplatz verkaufen, aber ihre Antwort war die nächsten eineinhalb Stunden immer die selbe: „Kommen Sie in fünf Minuten wieder!“ Und kurz bevor der Bus am Busbahnhof eingetroffen ist, gab es auf einmal keine Sitzplätze mehr, und wir musste allesamt ein Stand-By Ticket kaufen, oder auf den Bus am nächsten Abend warten. Egal ob Stehplatz oder Sitzplatz, der Preis für Bus und Fähre beträgt 490 Baht pro Person. Wir haben dann ein Stand-By Ticket gekauft, was auf deutsch bedeutet: Es gibt keine Sitzplätze mehr, also muss man im Bus stehen, oder am Boden sitzen. Wenn man Glück hat, wird nach der ersten Station in ein paar Stunden ein Sitzplatz frei.

Plattform 13

Plattform 13, für die Fahrt nach Koh Samui

Mit der Fähre nach Koh Samui

Am nächsten Tag um 4.55 Uhr morgens sind wir an der Fähre angekommen. Einen Sitzplatz haben wir nicht bekommen und schlafen konnte man auf dem Busboden ebenfalls nur bedingt. Ich war noch damit beschäftigt unsere Rucksäcke aus dem Bus zu holen, da kam meine Lebenspartnerin angerannt, um mich darauf hinzuweisen, dass unsere Fähre in 5 Minuten abfährt. Wir haben es gerade noch auf die Fähre geschafft, bevor nach uns die Seile gelöst und die Maschinen angeworfen wurden. Nach 90 Minuten sind wir total erschöpft auf Koh Samui angekommen. Wir haben uns dann das nächste Taxi genommen und haben uns ins Mae Nam Village fahren lassen. Stolze 600 Baht hat die knapp 10 Minuten lange Taxifahrt gekostet. Immerhin durften wir dann schon um 7.00 Uhr morgens einchecken, und obwohl die Matratzen im Zimmer steinhart gewesen sind, haben wir uns hingelegt und sind sofort eingeschlafen. Was für eine Tortour.

Sonnenaufgang

Den Sonnenaufgang habe ich nicht mitbekommen…

Ein wenig Schlaf

…weil ich auf der Fähre endlich ein wenig Schlaf gefunden habe.

Mae Nam Village

Um 7.00 Uhr konnten wir bereits im Mae Nam Village einchecken. Am Nachmittag ging es dann ins Meer.

Tagesausflug zum Penang Hill

Wenn man durch Georgetown schlendert, läuft man garantiert auch an ein paar Tourist Offices vorbei. Auf den Schildern kann man dann lesen: „Du warst nicht in Penang, wenn Du nicht auf Penang Hill warst.“

In Penang muss man auf den Penang Hill

Wir haben uns für den heutigen Tag wieder mit Kelly verabredet, gemeinsam haben wir heute einen Tagesausflug zum Penang Hill gemacht. Nach einer kurzen Internet-Recherche konnten wir auch herausfinden, dass wir dafür mit der Buslinie 204 bis zur Endstation fahren müssen. Mit den Abfahrtszeiten in Asien ist das allerdings so eine Sache. Das Einzige, was wir herausfinden konnten, war die erste Abfahrtszeit. Der Internetseite des Busunternehmens konnten wir folgende Information entnehmen: „Erste Abfahrtszeit 5:50 Uhr, danach alle 20-45 Minuten. Abhängig vom Verkehr.“ Einfach ausgedrückt steht da also geschrieben, dass der Bus irgendwann kommt. Nachdem wir dann 20-45 Minuten an der Bushaltestelle gewartet haben, haben wir uns dann aber doch ein wenig gewundert, warum manche Buslinien schon das zweite Mal an der Bushaltestelle angehalten haben, unser Bus aber noch kein einziges Mal. Im Internet stand, dass der Bus 204 an der Lebuh Chulia hält. Nachdem wir uns dann durchgefragt haben, mussten wir feststellen, dass es drei Haltestellen an der Lebuh Chulia gibt. Wir standen an der Falschen. Zum Glück mussten wir nur bis zur nächsten Kreuzung gehen und gemeinsam mit uns ist auch der Bus an der Haltestelle eingetroffen.

Mit dem Bus zum Penang Hill

Die Fahrt zum Penang Hill mit der Buslinie 204 kostet 1,80 Ringgit pro Person. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde, das hängt aber, wie bereits der Webseite des Busunternehmens zu entnehmen war, stark vom Verkehr ab. Im Stadtzentrum sind momentan nur 40% der verfügbaren Wohnungen belegt, aber trotzdem platzt der Verkehr schon jetzt aus allen Nähten. Aber komischerweise nicht immer und auch zu keinen bestimmten Uhrzeiten. Es ist geplant, in den nächsten zehn Jahren eine U-Bahn auf Penang zu installieren, aber bis dahin werden wohl noch einige Touristen 20-45 Minuten auf den Bus warten.

Rauf mit dem Cable-Train – Runter zu Fuß

Um auf dem Penang Hill zu kommen, kann man entweder die älteste Standseilbahn von Malaysia nehmen oder zu Fuß noch oben gehen. Der Gipfel liegt etwa bei 1000m und ist durch eine durchweg gepflasterte Straße zu erreichen. Um nach unten zu kommen, gilt natürlich das selbe. Gemeinsam mit Kelly haben wir uns dazu entschieden die Seilbahn nach oben zu nehmen, und zu Fuß wieder nach unten zu gehen. Die einfache Fahrt mit der Seilbahn kostet 17 Ringgit pro Person. Lange dauert die Fahrt nach oben nicht, so dass man einige Male schlucken muss, um den Höhenunterschied auszugleichen. Oben angekommen hat man einen wunderschönen Ausblick auf die gesamte Insel Penang, sowie die beiden Brücken, die Penang mit dem Festland verbinden. Auf dem Berg gibt es unter anderem ein Eulenmuseum, einen Tempel sowie eine Moschee. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, und die Preise auf dem Berg waren zu meiner Verwunderung sehr günstig. Der Weg nach unten ging aufgrund der Steigung von bis zu 30% zwar ziemlich in die Oberschenkel, war aber alles kein Vergleich zum Rinjani auf Lombok in Indonesien.

Blick auf Penang

Blick auf Penang

Penang Hill Temple

Penang Hill Temple

Penang Hill Moschee

Penang Hill Moschee

Da war doch noch ein Tempel

Bereits auf der Fahrt zum Penang Hill haben wir in der Ferne einen Tempel gesehen, in dem eine etwa 30m große Statue zu sehen war. Bevor wir wieder nach Georgetown fahren, wollten wir uns diesen Tempel auch noch ansehen. Nur irgendwie sind wir an einer völlig anderen Stelle am Fuß des Berges heruntergekommen, als wir mit dem Cable-Train hoch gefahren sind. Um ehrlich zu sein, haben wir alle drei total die Orientierung verloren. Wir haben uns dann so lange durchgefragt, bis wir wieder an einer Bushaltestelle standen, aber irgendwie konnte uns keiner genau sagen, wie wir zu diesem Tempel kommen können. Wir konnten ja nichtmal in die richtige Richtung zeigen. Wir haben aber herausgefunden, dass wir mit der Buslinie 203 fahren müssen, um dorthin zu kommen. Doch als wir dann nach 30 Minuten wieder in Georgetown angekommen sind, haben wir uns dazu entschieden, heute nicht mehr zum Tempel zu fahren. Es war dann doch schon zu spät, und wir mussten uns um noch um unseren Transport nach Thailand kümmern.

Ein weiterer Abend mit neuen Freunden

Am Abend haben wir uns dann noch einmal mit Julian und Kelly getroffen. Auch heute sind meine Worte, Danke und ich hoffe, wir sehen uns alle bald wieder.

Julian und Kelly

Julian und Kelly

Rochen

Heute Abend gab es Rochen

Auf ein Bier mit Kelly

Auf ein Bier mit Kelly

Steuerfrei einkaufen in Langkawi

Von Kota Bharu geht es heute nach Langkawi. Langkawi ist eine Insel im Nordwesten von Malaysia und bekannt dafür, dass man dort steuerfrei einkaufen kann. Die gesamte Insel ist ein riesiger Duty Free Shop. Zusätzlich gibt es dort natürlich auch noch wunderschöne Natur und einige Sehenswürdigkeiten.

Auf nach Langkawi zum steuerfreien einkaufen

Mit dem Bus von Kota Bharu zum Flughafen

Doch zuerst müssen wir von Kota Bharu dort hinkommen. Da unser Flieger erst um 22.55 Uhr abhebt, und der letzte Bus von Kota Bharu bereits um 18.00 Uhr abfährt, müssen wir ein paar Stunden am Flughafen verbringen. Freundlicherweise konnten wir bis zum Abend im My Place Guest House bleiben, obwohl eigentlich bereits um 10.00 Uhr Check-Out Zeit ist. Da unser Anschlussflug von Kuala Lumpur nach Langkawi erst am nächsten Morgen ist, und wir für die acht Stunden kein Hotel nehmen wollten, haben wir die Zeit hauptsächlich dafür genutzt, um zu schlafen. Gepäckaufbewahrung, um Mittagessen zu gehen – kein Problem. Kostenloses Internet nutzen, um uns eine Unterkunft in Langkawi zu suchen – kein Problem. Da wir auf gar keinen Fall mit dem Taxi zum Flughafen fahren wollten, und wir nicht 100% wussten, ob der letzte Bus tatsächlich um 18.00 Uhr abfährt, sind wir schon um 16.30 Uhr zur Bus Station gegangen. Wir haben dann den 17.00 Uhr Bus von Kota Bharu nach Langkawi genommen, der Preis dafür ist 1,80 MYR pro Person. Die Fahrt mit der Buslinie 9 dauert in etwa eine halbe Stunde.

Busbahnhof von Kota Bharu

Busbahnhof von Kota Bharu

Übernachten am Flughafen von Kuala Lumpur

Mit Facebook und Lesen haben wir die Zeit bis zum Check-In überbrückt. Der Flug nach Kuala Lumpur war etwas furchteinflößend, denn wir haben kurz nach dem Start ein heftiges Gewitter durchflogen. Als wir dann aber die Reisehöhe erreicht haben, war wieder alles normal. Bis zu unserem Anschlussflug nach Langkawi haben wir versucht auf dem Flughafen zu schlafen. Dazu haben wir uns einfach zu den hunderten anderen Reisenden gesetzt, die im klimatisierten Flughafen überall auf dem Teppich schliefen. Es läuft überall Sicherheitsperson herum, aber niemand hat irgendetwas gesagt. Manche haben sogar ihren Schlafsack ausgepackt, um es sich auf dem Teppich gemütlich zu machen. Ich muss zugeben, dass der Boden trotzdem hart war, und ich kaum schlafen konnte, doch deshalb haben wir ja in Kota Bharu schon ein wenig vorgeschlafen.

Auto Mieten in Langkawi

Der Flug nach Langkawi verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. Eingestiegen, eingeschlafen, aufgeweckt worden, gelandet und wieder ausgestiegen. Bisher haben wir uns keine Gedanken darüber gemacht, wie wir vom Flughafen zu unserer Unterkunft kommen. Laut Google Maps ist die Unterkunft 4 Minuten mit dem Auto vom Flughafen entfernt. Die einfache Fahrt mit dem Taxi kostet 22 MYR. Wenn man sich dann pro Tag zwei oder drei Sehenswürdigkeiten anschauen möchte, ist man schnell bei 100 MYR am Tag nur für den Transport angekommen. Aus diesem Grund haben wir die Preise bei den Autovermietungen verglichen. Der kleinste Wagen mit Schaltgetriebe kostet lediglich 50 MYR am Tag, und 10 Liter Benzin kosten 23 MYR. (Stand: 5. November 2014) Mit 10 Litern kann man mit diesem Kleinwagen mit voll aufgedrehter Klimaanlage, über zwei mal um die gesamte Insel fahren. Die Entscheidung ist uns daher nicht schwer gefallen. Der Linksverkehr macht mir nichts aus und ist für mich auch nichts Neues. Lediglich die Tatsache, dass der Blinker auf der anderen Seite ist, bringt meine Lebenspartnerin mehrmals pro Fahrt zum Lachen, weil ich bei strahlendem Sonnenschein dann öfters mal aus Versehen den Scheibenwischer starte. Ich möchte noch erwähnen, dass der Wagen natürlich versichert ist und wir ihn bei der Anmietung gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Autovermietung begutachtet haben. Zusätzlich haben wir noch Fotos vom Zustand des Wagens gemacht. Es besteht auch die Möglichkeit, den am Flughafen angemieteten Wagen am Fährterminal abzugeben, wenn man so wie wir, Langkawi über den Fährweg verlassen möchte.

Auf Schaden überprüfen

Zusammen mit einem Mitarbeiter der Autovermietung haben wir den Wagen überprüft

Benzinpreis

10 Liter Benzin kosten 23 Ringgit – 5,80 EUR

50 Ringgit am Tag

Für 50 Ringgit am Tag bekommt man diesen Kleinwagen mit Schaltgetriebe und Klimaanlage

Eine gute Entscheidung

Wir sind beide sehr froh über unsere Entscheidung. Am Nachmittag sind wir dann noch in die Stadt gefahren und haben dort steuerfrei eingekauft. Beispielsweise gibt es dort ein Geschäft, indem man nach Ländern sortiert Schokolade steuerfrei einkaufen kann. Das aus den USA bekannte “Kauf zwei und erhalte eins Umsonst” ist auch hier sehr verbreitet. Trotzdem muss man immer noch darauf achten, was man kauft, denn eine Tafel Ritter Sport kostet trotzdem noch umgerechnet 1,50 EUR. Qualität hat nunmal seinen Preis.

Von Perhentian nach Kota Bharu

Einen Vorteil hat es, wenn gerade Nebensaison ist. Die Preise für die Zimmer sind erschwinglich. Man muss jedoch überhaupt erstmal eine Unterkunft finden, wenn alles geschlossen ist. Auch mit dem Essen ist es so eine Sache. Gerade einmal zwei verschiedene Restaurants gab es in unmittelbarer Nähe. Wenn man also nicht mit dem Boot zum Dorf gefahren werden möchte, hat man keine große Wahl.

Abreise von Perhentian und direkt nach Kota Bharu

Da kann es dann schonmal vorkommen, dass so ein Geizhals wie ich schnell kein Geld mehr in der Tasche hat. Denn auf den Inseln gibt es keine Geldautomaten. Die Wechselstuben, die zumindest gegen eine Gebühr die Möglichkeit bieten, an Bargeld zu kommen, haben ebenfalls geschlossen. Zwar hatten wir trotzdem ein wenig Glück, weil uns zwei nette Franzosen 100 EUR in Ringgit gewechselt haben, doch wenn man zu zweit ist, kommt man damit nicht sehr weit. Unsere Unterkunft mussten wir bar bezahlen. Frühstück, Mittagessen und Abendessen für zwei Personen, dazu und dazwischen noch Getränke. Da sind 100 EUR auf Perhentian schnell weg. Die einzige Möglichkeit, die man hat, ist für 15 EUR ans Festland zu fahren, um dort zum Automaten zu gehen. Das würde bedeuten, um 8.00 Uhr mit dem Boot zum Festland und ab zum Geldautomaten. Das nächste Boot zurück zur Insel fährt dann allerdings erst vier Stunden später. Kann man machen, haben wir aber nicht getan. Wir haben uns dann nach fünf Nächten für die Abreise entschieden.

Die meisten Hotelanlagen waren geschlossen

Die meisten Hotelanlagen waren geschlossen

Gleich geht es auf das Boot

Damit haben wir Perhentian Kecil in Richtung Kuala Besut verlassen

Mit dem Taxi von Perhentian nach Kota Bharu

Also haben wir heute morgen noch gemütlich gefrühstückt und haben uns um 11.00 Uhr zum Pier begeben. Anfangs waren wir nur vier Passagiere, doch bis zur Abfahrt um 12.00 Uhr waren dort 40 Passagiere, die dann mit zwei Booten ans Festland gebracht wurden. Kaum aus dem Boot ausgestiegen, kamen die ersten Taxifahrer angelaufen und wollten uns überrumpeln. Aber merke: „Wer am lautesten schreit, hat auch die höchsten Preise.“ Je näher wir dem Busbahnhof gekommen sind, umso günstiger wurden die Taxipreise. Direkt am Busbahnhof wollte man nur noch 60 MYR für die Fahrt von Perhentian nach Kota Bharu. Mit so vielen Leuten kann man sich die Taxifahrt gar nicht teilen, dass diese günstiger wäre als der Bus.

Mit dem Bus von Perhentian nach Kota Bharu

Die Fahrt mit dem Bus von Perhentian nach Kota Bharu kostet (Stand: 27.Oktober 2014) 6 MYR. Sicherlich dauert die Fahrt etwas länger als mit dem Taxi, denn der öffentliche Bus bleibt nunmal an jeder Haltestelle stehen. Doch der Bus war klimatisiert, geräumig und kostete nur ein Zehntel des Preises einer Taxifahrt. Das Ticket kauft man im Übrigen direkt im Bus beim Fahrer.

Ankunft in Kota Bharu

Die letzten beiden Stationen auf der Busfahrt von Perhentian nach Kota Bharu ist es richtig voll geworden im Bus, denn anscheinend war gerade Schulschluss. An der Endstation angekommen, haben wir uns auf den Weg zu unserem Home Stay gemacht. Etwa fünf Minuten dauerte es zu Fuß vom Busbahnhof dort hin. Wir haben uns erneut für ein Home Stay entschieden, weil es uns auf Borneo bei Franky so gut gefallen hat. Natürlich ist der Preis von 8 EUR die Nacht inklusive Frühstück auch ein Grund gewesen, doch auch die gute Lage und das zweitbeste Bewertungsergebnis aller Hotels in Kota Bharu waren für unsere Wahl entscheidend. Lediglich ein 5* Hotel hatte bessere Bewertungen, dies kostet jedoch für eine Nacht mehr als die gesamte Woche im Home Stay. Und wir brauchen keinen Luxus sondern nur eine schöne kalte Dusche. Diese haben wir uns dann auch gegönnt, bevor wir uns auf die Suche nach einem bestimmten Hygieneartikel für Frauen gemacht haben. Ich kann sagen, dass wir bereits nach einem halben Tag in Kota Bharu ziemlich viel gesehen haben. Denn wir wurden von einem Laden in die nächste Apotheke und dann wieder weiter geschickt. Ich weiss nicht genau, in wie vielen Geschäften wir waren, bis überhaupt mal eine Verkäuferin wusste, was wir ihr da zeigen, und wo es dies zu kaufen gibt. Doch am Ende war meine Lebenspartnerin glücklich. Und das ist doch das Wichtigste überhaupt.

Hygieneartikel für Frauen

Diesen bestimmten Hygieneartikel für Frauen bekommt man in der Guardian Pharmacy