Schnuppertauchgang für Anfänger

Uns fehlt es an nichts. Kostenlose, öffentliche, saubere Duschen sind fünf Minuten vom Campingplatz entfernt. Bisher sind alle öffentlichen Toiletten vorbildlich sauber und anders als in Asien gibt es hier immer Klopapier. Eine Sache ist uns jedoch aufgefallen, die genauso ist wie in Asien: Es gibt öffentliche Sportplätze mit Sportgeräten. Im nächsten Dorf gibt es eine Bücherei mit kostenlosem Internetzugang und Strom. Bisher habe ich das Gefühl, Australien ist perfekt für Backpacker.

Für jeden was dabei

Wie wir von unseren neuen Freunden auf dem Campingplatz erfahren haben, kann man in Australien auch relativ einfach einen Job finden. Da wir aber nur mit einem Touristenvisa in Australien sind, interessieren wir uns eher für Angebote für Touristen. Die Auswahl an Touren ist riesig. Fallschirmspringen, Tauchen, Geländewagenfahren, Angeln oder Surfen – für jeden gibt es irgendeine Freizeitaktivität. Immer wieder haben wir uns Flyer sowie Prospekte mitgenommen und die Angebote und Preise verglichen. Am Ende sind wir mit unserem Campervan nach Cairns zur Touristeninformation gefahren und haben einen Tagesausflug zum Great Barrier Reef gebucht. 195$ pro Person inklusive drei Mahlzeiten und einem Schnuppertauchgang für Anfänger.

Aufbruchstimmung am Trinity Beach

Als wir wieder auf dem Campingplatz ankommen, herrscht bei einem Teil der Franzosen Aufbruchstimmung. In einer anderen Stadt gibt es für die Jungs lukrative Jobs und deshalb verlassen sie gerade fluchtartig den Campingplatz. Während die Jungs am Packen sind, gehen immer wieder Einheimische über den Campingplatz zum Strand. Eine davon macht uns darauf Aufmerksam, dass es keine gute Idee ist, eine Hängematte zwischen zwei Kokosnuss Palmen aufzuspannen. Angeblich sind bereits mehrere Menschen durch herunterfallende Kokosnüsse gestorben als durch Haiangriffe. Die Australier haben eben ein bisschen andere Statistikgrundlagen. Der nächste Australier untermauert seine Aussagen mit Hilfe einer App für sein Handy. Diese App behauptet, dass der Meeresspiegel bei Flut am Trinity Beach in den nächsten 48 Stunden um etwa 50 cm höher sein wird als heute. Es wird wirklich Zeit, den Standort zu wechseln.

Reef Experience

Am nächsten Tag um 6:00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Cairns. Nachdem die Flut bereits gefährlich hoch angestiegen ist, wecke ich die Franzosen und die beiden Engländer, die in der Zwischenzeit ihre Hängematten von den Kokosnuss Palmen am Strand zum Campingplatz verlegt haben. Einige Stunden später bekomme ich ein Foto auf Facebook zu sehen, auf dem der gesamte Campingplatz unter Wasser steht. Von alldem bekommen wir allerdings nichts mehr mit. Nachdem wir unseren Campervan in Cairns auf dem öffentlichen Parkplatz abgestellt haben, suchen wir am Pier die Reef Experience.

Reef Experience

Auf der Suche nach der Reef Experience

Great Barrier Reef

Ich bin mir nicht ganz sicher ob es nur eine Verkaufsmasche gewesen ist, aber letztendlich bin ich schon froh darüber, dass ich mir für 4$ Tabletten gegen Seekrankheit gekauft habe. Die Raue See war auch der Grund, warum wir am heutigen Tag nur ein Riff gesehen haben. Trotz der rauen See war das Wasser angenehm warm. Der Schnuppertauchgang für Anfänger hat uns so gut gefallen, dass wir für 55$ pro Person einen weiteren Tauchgang absolviert haben. Und auch wenn irgendwie alles inklusive ist bei so einer Tour, habe ich zusätzlich 40$ zum Leihen einer Unterwasserkamera ausgegeben. Und obwohl der Akku nicht den ganzen Tag gehalten hat und die Bildqualität zu wünschen übrig lässt, habe ich ein paar Bilder vom Great Barrier Reef und Frank machen können.

Schnuppertauchgang

Der Schnuppertauchgang für Anfänger ist ein voller Erfolg

Great Barrier Reef

Die Unterwasserkamera ist zwar nicht die beste…

Great Barrier Reef

…und viel zu oft…

Great Barrier Reef

…bin ich mit schauen beschäftigt…

...aber hin und wieder...

…aber hin und wieder…

Great Barrier Reef

…kommt mir ein Fisch vor die Linse.

Great Barrier Reef

Leider war die See heute sehr rau…

Great Barrier Reef

…und die Sonne nicht so oft zu sehen…

Great Barrier Reef

…darum sind die Farben auf den Bildern…

Great Barrier Reef

…nicht die besten.

Great Barrier Reef

Trotzdem hat mir das Tauchen verdammt viel Spass gemacht.

Great Barrier Reef

Unser Ausflug zum Great Barrier Reef…

Great Barrier Reef

…war der Hammer!

Von Flughafen zu Flughafen

Die nächsten drei Tage lassen sich sehr einfach zusammenfassen. Flughafen Phuket, Flughafen Kuala Lumpur, Flughafen Perth, Flughafen Cairns. Von Flughafen zu Flughafen!

Flughafenhopping

In ganz Thailand bekommt man für ein paar Euro leckeres, frisches Essen. Das gilt jedoch nicht für Flughäfen. Statt dessen versucht man mich an jeder Ecke zu verführen. Zahl zwei 500g Toblerone, nimm drei! Du trinkst doch gerne Grey Goose! Na komm schon, eine Stange Zigaretten! Am Ende konnte ich nicht widerstehen! Eine kleine Flasche SangSom gegen die Flugangst und ein labbriges Brötchen mit Schinken. Ausserdem haben wir uns darauf geeinigt, dass man keine CocaCola trinkt, wenn man sie mit SangSom mischt. Schwups – waren wir in Kuala Lumpur.

Grey Goose

Hier versucht man mich mit meinem Lieblingsvodka zu verführen

8 Stunden auf dem KLIA

So ein labbriges Brötchen ist nicht gerade der Bringer, vor allem wenn man die nächsten acht Stunden am Flughafen verbringen muss. Neben den üblichen Fast Food Ketten haben wir am Flughafen in der hintersten Ecke einen kleinen Inder gefunden. Während wir uns noch darüber gefreut haben, einen Eistee anstelle einer CocaCola gekauft zu haben, ist uns aufgefallen, dass der Eistee von Nestlé war. Neben einem köstlichen Inder hat der Flughafen von Kuala Lumpur noch kostenloses Internet zu bieten. Allerdings ist der Flughafen von Kuala Lumpur – gefühlt – der kälteste Flughafen der Welt. Obwohl wir lange Kleidung tragen, frieren wir uns unseren Allerwertesten ab. Um mich ein wenig aufzuwärmen, entschließe ich mich eine heisse Fertigsuppe zu essen. Warm wird mir allerdings schon vom Spaziergang zu dem einen Shop, der Fertigsuppen verkauft, die nicht von Knorr sind.

17 Stunden in Perth

Mensch, hab ich gut geschlafen. Im Gegensatz zu Perth war es richtig warm im Flieger. Wir holen unsere Rucksäcke vom Gepäckband ab und spazieren zum Terminal 2. Da wir satte 17 Stunden Aufenthalt in Perth haben, war es nicht weiter schlimm, dass wir im Terminal 2 gemütlich unser Frühstück zu uns genommen haben. Denn irgendwann haben wir herausgefunden, dass unser Flieger vom Terminal 3 abfliegt. Dieses Mal fahren wir mit dem kostenlosen Shuttle Bus zum nächsten Terminal. Nichtmal der Akku von meinem Macbook hält 17 Stunden. Beim Versuch mein Macbook aufzuladen, stehe ich das erste Mal seit unserer Reise vor einem Steckdosenproblem. Mit zehn Australischen Dollar konnte ich dieses Problem jedoch relativ einfach beheben und auch am Flughafen von Perth gibt es kostenloses Internet.

7 Stunden in Cairns

Ja fantastisch! Endlich in Cairns angekommen! Jetzt müssen wir ja nur noch sieben Stunden auf den Bus warten, der uns zu unserer Unterkunft nach Port Douglas bringt. Bei tropischen Temperaturen warten wir im schattigen Bushäuschen vor dem Flughafen. Pünktlich um 11:15 Uhr steht der Dougies Bus vor dem Bushäuschen. Nach einer kleinen Rundfahrt durch Cairns und Port Douglas werden wir im Dougies abgesetzt. Dort beziehen wir unser 52$ Zelt und machen uns auf den Weg zum Supermarkt.

Tja, was soll ich sagen? Das war das beste Angus Beef, dass ich jemals selbst zubereitet und verzehrt habe!

Unterkunft im Zelt

Zelt mit Parkettboden, zwei Betten, Ventilator, Licht und Steckdosen

Geschlecktes Port Douglas

Nicht ein Blatt liegt auf dem Boden. Der Rasen hat Golfplatzniveau…

Port Douglas Nordstrand

…die wunderschöne Umgebung…

Papagei statt Amsel

…zieht tropische Vögel an.

Port Douglas Suedstrand

Der wunderschöne Strand…

Peter in Port Douglas

…zieht Touristen an.