Mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi

In unserer Unterkunft waren die Leute ziemlich verdutzt, als wir mit unseren Rucksäcken die Treppe runtergekommen sind. „Ich fahrt doch jetzt nicht wirklich, oder?“ Und obwohl es uns hier sehr gut gefallen hat, wird es Zeit mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi zu fahren.

Von Bangkok nach Kanchanaburi

Auf Tripadvisor kann man lesen, dass man von Bangkok nach Kanchanaburi am besten mit dem Zug fährt. Aber will man wirklich fast sechs Stunden lang auf einer Holzbank sitzen? Viel zu sehen gibt es laut den Einheimischen auf dieser Zugstrecke auch nicht. Bei einer Touristeninformation kostet das Ticket für den Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi 150 Baht pro Person. Allerdings ist man dabei ziemlich unflexibel, da dieser Minibus nur einmal am Tag von Bangkok nach Kanchanaburi fährt. Am besten finde ich die einheimische Lösung für den Transport von Bangkok nach Kanchanaburi. An der Kreuzung Ratchadamnoen Klang Road und Buranasat befindet sich ein kleiner unscheinbarer Stand, an dem man sich für 120 Baht ein Ticket für den Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi kaufen kann. Feste Abfahrtzeiten gibt es nicht, der Minibus verkehrt täglich zwischen 7.00 Uhr und 17.00 Uhr. Er fährt los, sobald er voll ist. Das dauert im Schnitt etwa eine halbe Stunde. Danach steht sofort der nächste Minibus bereit. Die Fahrt mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi dauert knapp zwei Stunden.

Der Zug nach Nam Tok

Zwischenstopp Kanchanaburi – Endstation Nam Tok

Was gibt es eigentlich in Kanchanaburi?

Sicherlich kennt jeder von Euch den Filmklassiker „Die Brücke am Kwai.“ Der mit sieben Oscars ausgezeichnete Film handelt vom Bau der Brücke während des zweiten Weltkriegs. Die Eisenbahnstrecke, die von Siam (heute Thailand) nach Burma (heute Myanmar) über die Brücke am Kwai führt, wird umgangssprachlich Todeseisenbahn genannt. Über 100.000 Kriegsgefangene verloren beim Bau der Strecke ihr Leben. Warum lernen wir Menschen nicht aus der Geschichte? Warum können wir nicht einfach in Frieden miteinander leben? Und heute muss ich auch noch in der Zeitung lesen, dass die Deutschen wieder Waffen nach Saudi Arabien geschickt haben. Da kommt mir einfach das Kotzen. Also was gibt es eigentlich in Kanchanaburi? Ein historisches Ereignis, welches die Menschen, die hier her kommen, zum Nachdenken bewegen soll.

Den Toten Gedenken

Kanchanaburi soll die Menschen zum Nachdenken bewegen

Zeit zum Nachdenken

Gestern habe ich geschrieben, dass mich meine Reise verändert hat. Aber die Beispiele, die ich angeführt habe, waren nur ein paar von vielen. Am meisten beschäftigt mich im Augenblick mein Blog. Ich habe aus vielen Gründen kein Interesse daran, zu beschreiben, wie man von A nach B kommt. Ich denke darüber nach, wie die Menschen vor 20 Jahren gereist sind. Es gab kein Internet und die Menschen haben es trotzdem geschafft. Ich will zwar weiterhin meine Eindrücke und Gefühle niederschreiben, aber Überschriften wie: “Mit dem Minibus von Bangkok nach Kanchanaburi“ möchte ich in Zukunft nicht mehr schreiben. Wenn man Reisen will, dann braucht man nicht viel. Wir sind lediglich mit zwei kleinen Rucksäcken nach Kanchanaburi gefahren. Unsere riesigen Reiserucksäcke lassen wir in Bangkok aufbewahren. In der Zwischenzeit wasche ich meine Wäsche selber, und bringe sie nicht einmal mehr zur Wäscherei. Wenn ich etwas benötige, dann kaufe ich es. Wenn ich etwas nicht mehr brauche, dann schenke ich es her. Ich will in Zukunft nur noch über meine Gedanken schreiben, und wie ich mich fühle. Ich will nicht vergessen, wie mich meine Reise verändert hat. Wenn ich wissen will, wie ich von A nach B komme, dann lese ich es einfach wo anders nach.

Zeit zum Nachdenken

Auf der Zugfahrt nach Kanchanaburi habe ich viel Zeit zum Nachdenken…

Die Natur bewundern

…ich kann die wunderschöne Natur bewundern…

Nicht die Brücke am Kwai

…und mir in etwa vorstellen, was hier abging.

So wie ich, verändert sich der Blog

Natürlich freue ich mich sehr darüber, wenn Ihr weiterhin meinen Blog verfolgt. Und selbstverständlich freue ich mich darüber, wenn jemand meine Links anklickt oder gar etwas über meine Links kauft. Aber das alles ist mir nicht mehr so wichtig. Ich fange langsam an, der Mensch zu werden, der ich sein möchte. Ich möchte meine Mitmenschen respektieren, egal welcher Religion oder Rasse sie angehören. Ich möchte den Wahnsinn auf dieser Welt nicht unterstützen. Ich will weiterhin gegen den Strom schwimmen, auch wenn das verdammt schwer ist. An jeder Ecke wird man wieder und wieder verführt. Coca Cola hier, MC Donald’s dort. Statt zu kommunizieren starren wir auf unsere Handys. Wir sehen nicht mehr das, was um uns herum passiert. Abends sitzen wir vor unseren Computern und Fernsehern und lassen uns manipulieren. Wir denken, dass wir Herr über unser Leben sind, aber statt dessen werden wir kontrolliert und bevormundet.

Neue Freunde gefunden

Das schönste auf unserer Reise sind die Menschen, die wir kennenlernen. Egal ob Männlein…

Uns geht es sehr sehr gut

…oder Weiblein.

Viele werden jetzt denken: „Der ist doch total verrückt und hat den Sinn für die Realität verloren!“ Aber Einige wissen garantiert ganz genau, wovon ich rede und dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Letzter Tag

Ehrlich gesagt sind wir absolut planlos nach Sri Lanka geflogen. Aber genau deshalb machen wir diese Reise. Wir wollen andere Länder und Kulturen kennenlernen. Wir wollen alles mit eigenen Augen sehen, frei nach dem Motto: Ich seh’ dann mal los

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden

Mit jeder Sehenswürdigkeit, die wir uns angesehen haben, haben wir mehr von Sri Lanka erfahren. Abends, wenn ich meinen Blog geschrieben habe, habe ich mich dann noch etwas detaillierter mit dem Gesehenen auseinandergesetzt. Sri Lanka hat seine eigene Jahrtausende alte Geschichte, und das kann man überall sehen.

Sri Lanka in den letzten Jahren

Gestern habe ich über die vielen Kleinigkeiten geschrieben, die mir persönlich unangenehm aufgefallen sind. Aber in Wirklichkeit ist es einfach so, dass auf Sri Lanka vor fünf Jahren noch Krieg geherrscht hat. Vom großen Tsunami im Jahr 2004 wurde Sri Lanka mit am schwersten getroffen. Ich persönlich habe Gott sei Dank noch nie einen Krieg erlebt. Ich kann mir trotz den Bildern, die ich vom Tsunami gesehen habe, nur schwer vorstellen, was dieser angerichtet hat. Aber ich weiss genau, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren. Wenn man einfach nichts hat, nicht einmal mehr eine Familie, die einen auffängt, dann braucht man Geld, um zu überleben. Auf Sri Lanka gibt es kein Hartz IV. Wenn es mir so ginge, dann würde ich garantiert auch dort betteln, wo die reichen Touristen sind. Und allein durch die Tatsache, dass man in der Lage ist, Sri Lanka zu besuchen, wird man als reicher Tourist abgestempelt.

Eins mit der Natur

Genau das selbe habe ich auch getan, die Einheimischen aus Sri Lanka abgestempelt als aufdringliche Bettler. Aber anders wie in anderen Ländern haben es die Einheimischen von Sri Lanka geschafft, die unglaubliche Schönheit ihres Landes zu erhalten. Die Menschen auf Sri Lanka leben mit der Natur. Sie wissen von jeder einzelnen Pflanze, die auf der Insel wächst, wozu sie dient. Oft ist es schwer, ein Gebäude zwischen den Pflanzen zu erkennen. Sie haben Bücher mit den Tieren, die auf Sri Lanka leben in ihren Autos, damit sie einem Touristen zeigen können, welcher Vogel dieses Nest gebaut hat.

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Whale Watching

Selbst einem ahnungsloses Touristen, werden die schönsten Orte gezeigt. So auch am letzten Tag von unserem Road Trip mit Ruba. Um 6.00 Uhr fahren wir gemeinsam mit Ruba in Richtung Hafen. Nachdem er uns absetzt, werden wir von einem Tuk-Tuk Fahrer abgeholt, der uns zum Hafen bringt. Nach kleinen Kommunikationsschwierigkeiten bekommen wir unsere Tickets für ein Schiff, dass uns hinaus aufs Meer fahren soll. Bevor wir ablegen, bekommen wir auf dem Schiff noch Tee und ein Frühstück serviert. Danach fahren wir etwa eine Stunde lang hinaus aufs Meer. Als um uns herum überall nur noch Wasser zu sehen ist, sowie etwa zehn weitere Schiffe unserer Größe, hört man plötzlich ein Raunen, das von den Insassen aller Schiffe gleichzeitig ertönt. Denn nicht weit von uns entfährt, ist ein Blauwal aufgetaucht, um wieder Luft zu holen. Insgesamt drei Stunden lang verfolgen wir den Blauwal. Immer wieder sehen wir eine Luftfontäne aus dem Wasser schießen. Dann sieht man, wenn auch nur kurz, wie das größte Tier, das jemals auf der Erde gelebt hat, an die Wasseroberfläche kommt. Die Schwanzflosse für das beste Foto aller Zeiten hat uns der Blauwal heute leider nicht gezeigt. Dafür allerdings wurden wir Zeuge der Zeugung von Meeresschildkröten.

Frühstück an Bord

Bevor wir ablegen, bekommen wir ein Frühstick an Bord

Ein Blauwal beim Luft holen

Ein Blauwal beim Luft holen

Blauwal an der Oberfläche

Die Schwanzflosse haben wir nicht gesehen…

In Flagranti

…aber dafür wurden wir Zeuge…

Festgebissen

…der Zeugung von Meeresschildkröten.

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Mondsteinmine

Das letzte Ziel unserer Tour ist eine Mondsteinmine. Wir sehen, wie ein alter Mann aus der Mine nach oben kommt, um einen Korb mit Sand oben abzugeben. Danach verschwindet er wieder im Dunkeln und wir sehen, wie der Sand gewaschen wird. Wir werden zur Manufaktur gebracht, wo die Steine gleich vor Ort geschliffen und zu Schmuck verarbeitet werden. Und am Ende des Rundgangs befinden wir uns in einem Schmuckladen, wo es überall um uns herum funkelt. Und weil sich die Mine inmitten von Zimtbäumen befindet, kann man neben dem Schmuck dort natürlich auch noch Zimt kaufen.

Mondsteinmine

Mondsteinmine

Mondstein wird gewaschen

Mondstein wird gewaschen

Mondstein wird geschliffen

Mondstein wird geschliffen

Um uns herum funkelt es

Neben dem ganzen Schmuck…

Zimt in allen Formen

…gibt es auch Zimt zu kaufen.

Würde ich noch einmal mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden? Auf alle Fälle, denn wir waren in sehr guten Händen! Und wenn mich in Zukunft irgendjemand fragt: „Sag mal, was weisst Du eigentlich über Sri Lanka?“ Dann werde ich fragen: „Hast Du etwas Zeit mitgebracht?”

Sandpipers Guesthouse Langkawi

Heute ist es uns wirklich schwer gefallen, uns zu verabschieden. Wir haben im Sandpipers Guesthouse so viele sympathische Menschen kennengelernt. Vor allem der Eigentümer des Sandpipers Guesthouse ist sehr freundlich und hilfsbereit. Man konnte merken, dass ihm das Wohl seiner Gäste sehr am Herzen liegt.

Das Sandpipers Guesthouse in Langkawi

Mit unserem angemieteten Wagen haben wir uns von Google Maps zum Guesthouse navigieren lassen. Wir sind ungefähr zehn Minuten gefahren, bis wir unser Ziel erreicht haben. Nur leider konnte man dort kein Guesthouse sehen, welches den Bildern der Reservierung gleicht. Zuerst haben wir einige Einheimische gefragt, wo wir hin müssen, doch leider konnte uns niemand weiterhelfen. Auf der Reservierung war auch die Telefonnummer vom Sandpipers Guesthouse angegeben. Wir konnten zuerst niemanden erreichen und deshalb haben wir uns weiter durchgefragt. Doch dann klingelte mein Telefon und der Eigentümer hat uns angeboten, uns abzuholen. Wir haben das Angebot dankend angenommen und sind dann in etwa noch zwei Kilometer gefahren und in eine kleine Seitenstrasse eingebogen.

Guesthouse ausgebucht – kein Problem

Der Besitzer des Sandpipers Guesthouse stellte sich uns mit MK vor. Er meinte, seinen echten Namen kann sich sowieso keiner merken. Da die Zimmer im Sandpipers Guesthouse schon alle belegt sind, hat uns MK sein Eigenheim für die Übernachtungen zur Verfügung gestellt. Es gibt eine Dusche mit Warmwasser, zwei Toiletten, eine Küche mit Bar sowie einen großen Gemeinschaftsbereich. Im selben Geschoss gibt es noch einen Schlafsaal mit acht Betten. Im oberen Stockwerk gibt es zwei Zimmer. Das hintere Zimmer hat eine Tür mit Schloss, aber keinen Schlüssel. Unser Zimmer hatte eine Tür mit Schloss und Schlüssel, war aber an der gesamten Front offen und nur mit einem Vorhang geschützt. Über dem Bett hängt ein Moskitonetz und es gibt einen Ventilator.

Frühstückspreise

Die Küche im Sandpipers Guesthouse kann jeder nutzen. Oben stehen die Frühstückspreise. MK bereitet es höchst persönlich zu.

Sehr netter und hilfsbereiter Besitzer

Das Schöne an einem Guesthouse ist, dass man ständig neue Leute kennenlernt. Bisher waren alle Eigentümer immer sehr hilfsbereit und freundlich gewesen, MK ist da keine Ausnahme. MK, wo bekommen wir was gutes und günstiges zu Essen? MK, wie kommt man von hier nach dort? MK, kannst du uns mit dem Visa für Thailand helfen? MK, was sollten wir uns unbedingt ansehen? MK, kannst du uns eine günstige Tour organisieren? MK, soll ich dir noch ein Bier bringen? Wenn uns MK nicht weiterhelfen konnte, hatte er einen Freund, der es konnte. Es waren immer ein paar einheimische Freunde von MK im Sandpipers Guesthouse. Und abends, wenn alle Gäste erschöpft von ihren Touren zurückgekommen sind, sind wir alle gemeinsam vor MK’s Haus gesessen.

Super Gastgeber, super BBQ, super Gäste

Super Gastgeber, super BBQ, super Gäste

Und für die besonderen Gäste ein BBQ

Am ersten Abend wollte MK von uns wissen, ob wir Fisch mögen und wir nicht Lust auf ein BBQ hätten. Aber bei dieser Frage musste keiner der Gäste lange überlegen, und so veranstaltete MK ein BBQ. Für seine besonderen Gäste macht er das gerne und wir alle haben uns sehr geehrt gefühlt. Am Abend des BBQ waren alle Gäste erstaunlich früh wieder von ihren Touren zurück. Ich weiss das so genau, weil wir die Ersten waren. Während des BBQ habe ich dann erfahren, dass MK mit seinen Freunden mehrmals die Woche ein BBQ veranstaltet. Wir sind somit gar nicht so besondere Gäste. Aber es zeigt, dass für MK alle seine Gäste etwas Besonderes sind. Ich möchte mich auf diesen Weg auch noch einmal für das fantastische BBQ bedanken. Ich habe mich sehr darüber gefreut, MK und seine Freunde kennen zu lernen. SKOL

BBQ

BBQ

Sorry I'm late

Sorry I’m late

SKOL

SKOL

Jeder liebt MK

Jeder liebt MK

MK mit seinen Freunden und Gästen

MK mit seinen Freunden und Gästen

Zusammenfassung

Eine Nacht pro Person kostet im Sandpipers Guesthouse 60 MYR. Unser Zimmer mit Fenstern, Doppelbett, Moskitonetz und Ventilator war sehr groß. Die Gäste teilen sich eine Warmwasser Dusche und zwei Toiletten. Es gibt eine Küche sowie kostenloses W-Lan im gesamten Bereich. Der Besitzer ist sehr nett und hilfsbereit. Es gibt Frühstück gegen Aufpreis. Das Haus selber ist schon sehr alt, aber alles wurde sehr liebevoll renoviert. Es ist nicht perfekt, aber es handelt sich auch nicht um ein Luxusressort. Auch wenn die eine oder andere Dichtung in der Dusche nicht so dicht ist, hat es mir dort sehr gut gefallen.

Best Guesthouse ever

Best Guesthouse ever

Warum mir Malaysia besser gefällt als Indonesien

Wir sind jetzt bereits ein paar Wochen unterwegs und mittlerweile wurde ich bereits ein paar Mal gefragt, welches der beiden Länder mir besser gefällt. Und jedes Mal ist die Antwort die selbe: Malaysia!

Aber warum gefällt es mir hier so viel besser? Das Wetter kann es nicht sein, denn seit dem wir hier sind, regnet es fast jeden Abend. Hauptsächlich sind es die folgenden Gründe, warum mir Malaysia besser gefällt als Indonesien.

Darum gefällt mir Malaysia besser als Indonesien

Sauberkeit in Indonesien

Wenn man in Indonesien auf den Boden schaut, dann ist dort Dreck. Indonesien ist mir vorgekommen wie ein großer Mülleimer. Die Menschen dort scheren sich einen Dreck um ihre eigentlich wunderschöne Umwelt. Mülleimer sieht man dort so gut wie nirgendwo, stattdessen sieht man häufig am Strassenrand ein kleines Feuer brennen. Da dort so ziemlich alles verbrannt wird, was die Leute nicht mehr verwenden können, riecht es auch dementsprechend. Selbst auf dem höchsten Berg in 3700m liegen zahlreiche Plastikflaschen und Verpackungsmaterial herum.

Ein typisch indonesiches Bild

Eigentlich wollte ich dieses Affenbild gar nicht veröffentlichen, zu viel Müll liegt im Hintergrund herum. Doch für diesen Punkt ist es das perfekte Beispiel.

Statt dem Schild sollte dort ein Mülleimer sein

Statt dem Schild sollte dort ein Mülleimer stehen.

Sauberkeit in Malaysia

Wenn ich sagen würde, Malaysia wäre sauber, dann würde ich lügen. Aber es ist wesentlich sauberer als Indonesien. In Kuala Lumpur beispielsweise gibt es an jeder Strassenecke einen Mülleimer. Dort habe ich das erste Mal auf unserer Reise, Strassenfeger gesehen. Auch die zahlreichen Nationalparks, die wir bisher besucht haben, waren im großen und ganzen sauber. Ich habe nur ganz selten eine Dose oder Plastikflasche gesehen. Ich sollte mich allerdings selbst noch ein wenig umweltbewusster benehmen. Ich nehme zwar meinen eigenen Müll immer wieder mit, doch in Zukunft sollte ich eine leere Plastiktüte bei mir tragen, um die vereinzelten Dosen oder Plastikfaschen einsammeln zu können.

Mülleimer und grüne Oase

An jeder Ecke stehen Mülleimer. Und auch mitten in der Stadt gibt es grüne Oasen.

Menschen in Indonesien

Ohne Frage, die Menschen hier sind eigentlich alle freundlich und fast jeder lächelt. Aber in Indonesien ist es nahezu unmöglich, auf der Strasse entlang zu gehen, ohne angequatscht zu werden. Sei es ein Roller, Tücher oder Armbändchen. Die Leute lassen einen nicht einmal im Restaurant in Ruhe und kommen an den Tisch und wollen einem irgendwas verkaufen. Wenn man an einem Stand vorbeigeht, an dem es etwas zu Essen gibt, wird man am Oberarm gepackt und in kaum verständlichen Englisch zugetextet. Englisch sprechen nur sehr wenige, aber zumindest was diesen Punkt betrifft, hatte ich den Eindruck, dass sich das in Zukunft ändern wird.

Man wird regelrecht belagert

Man wird regelrecht belagert, egal ob am Strand oder im Restaurant.

Menschen in Malaysia

Auch hier sind nahezu alle Menschen freundlich und lächeln. Doch wenn man hier die Strasse entlang geht, wird man höchstens freundlich gegrüßt. Dann grüßt man freundlich zurück und kann in aller Ruhe weitergehen. Nur wenn man stehen bleibt und planlos umherschaut, kommt jemand und versucht weiterzuhelfen. Ich habe das Gefühl als würde hier jeder Englisch sprechen können. Auch die ältere Generation kann sich verständlich ausdrücken. Ich wurde hier noch nie bedrängt oder von fünf, sechs Leuten auf einmal belagert, wenn ich mich hinsetze. Wenn man nicht gestört werden möchte, wird man in Ruhe gelassen. Sucht man das Gespräch, kann man sich stundenlang unterhalten.

Die Preise in Indonesien

Dieser Punkt hat mich in Indonesien gegen Ende unseres Aufenthalts bereits so sehr genervt, dass wir bereits vor Ablauf unseres Visa das Land verlassen haben. Denn Preise in Indonesien gibt es so gut wie gar nicht. Nur in Supermärkten und manchen Restaurants stehen die Preise. Ansonsten wird man zuerst von unten nach oben begutachtet, und je nachdem wie man aussieht, bekommt man irgendeinen Preis genannt. Dazu kommt, dass die Leute richtig sauer werden, wenn man nicht mit ihnen verhandelt. Wenn man eine Tour bucht und sich auf der Tour dann mit den anderen Teilnehmern unterhält, gibt es garantiert niemanden, der den selben Preis bezahlt hat, wie man selbst.

Die Preise in Malaysia

Man kann sich kaum vorstellen, wie es nach fünf Wochen Indonesien ist, ein Preisschild zu sehen. Hier in Malaysia ist alles mit einem Preisschild versehen. Wenn man im Hotel seinen Aufenthalt verlängern möchte, wird man sogar darauf hingewiesen, online zu buchen, weil es billiger ist. Lediglich in China Town in Kuala Lumpur muss man mit den Verkäufern verhandeln. Ansonsten bezahlt jeder, egal ob In- oder Ausländer, den selben Preis. Lediglich in den Nationalparks bezahlen Ausländer den doppelten Preis, den ein Einheimischer bezahlt, doch zum Einen finde ich das völlig legitim, und zum Anderen steht das auf der Preisliste, die fast immer in englischer Sprache aushängen.

Was mir in Malaysia ebenfalls besser gefällt als Indonesien

Wie Ihr bereits mitbekommen habt: Die Internetverbindung! Nicht nur, dass man in Malaysia in nahezu jedem Bus und öffentlichen Gebäude, in Reinigungen und Banken, in Kneipen und Unterkünften kostenloses Internet zu Verfügung hat – es ist auch noch um Welten schneller als in Indonesien.

Ein weiterer nicht unwesentlicher Punkt ist die Tatsache, dass man in Malaysia weder bei der Einreise, noch bei der Ausreise etwas bezahlen muss. In Indonesien dagegen muss man bei der Einreise für das Visa 35 US$ pro Person bezahlen und bei der Ausreise, noch einmal 21 US$ pro Person für Steuern. Das empfand ich persönlich als eine echte Unverschämtheit. Und wehe man hat kein Bargeld mehr, dann kostet die Abhebung an den aufgestellten Geldautomaten plötzlich 10 US$ und ist nicht mehr, wie sonst, kostenlos.

Mein letzter und auch nicht unwesentlicher Punkt ist die Tatsache, dass es hier ein gut ausgebautes Verkehrsnetz gibt. Im Vergleich zu Indonesien muss man in Malaysia nicht den Großteil seines Budgets für Transporte ausgeben.

Mülleimer und Busbahnhof

Selbst mitten in der Nacht fahren die öffentlichen Verkehrsmittel. Und auch hier wieder zu sehen: Ein Mülleimer

Zusammengefasst kann man sagen, Malaysia ist viel westlicher als Indonesien. Und das finde ich als verwöhnter Deutscher gut. Natürlich ist das nur meine Meinung und jemand anderes findet es vielleicht toll, selbst für eine Flasche Wasser herum zu handeln, aber mein Ding ist das nicht. Ebenso wenig möchte ich in meinem Urlaub ständig belästigt werden. Wenn ich etwas möchte, dann bezahle ich den Preis, der ausgeschrieben ist. Wenn mir das zu teuer ist, dann kaufe ich es nicht. Mein Geld lasse ich sowieso hier, doch in Malaysia habe ich das Gefühl, es dafür auszugeben, wofür ich möchte.

Semenggoh Nationalpark – zweiter Versuch

Erster Stopp: Semenggoh Nationalpark

Zusammen mit Franky, Moses und zwei weiteren Gästen des Home Stay NOOK, sind wir heute zum zweiten Mal zum Semenggoh Nationalpark gefahren. Doch als wir am Eingangsbereich angekommen sind, hatte ich die Hoffnung bereits aufgegeben, Richie heute zu sehen. Denn dort standen zwei Reisebusse und überall waren kleine Kinder. Trotzdem sind wir zum Futterplatz gegangen, aber die Eltern hatten weder sich noch ihre kleinen Kinder unter Kontrolle. Mobiltelefone klingelten, die Kinder schrien und weinten, so dass man den Parkranger, der versucht hat die Orang Utans anzulocken, kaum hören konnte. Nach einer halben Stunde sind wir wieder hoffnungslos zurück gegangen, als uns ein Parkranger entgegenkam und in Richtung Fruchtgarten zeigte. Während alle anderen noch an der Hauptfutterstelle vergeblich warteten, hatten wir beide erneut Glück und konnten abermals zwei Orang Utans aus nächster Nähe beobachten. Als die anderen mit ihren Kleinkindern ankamen, und man sich vor lauter Lärm schon fast die Ohren zu halten musste, sind die beiden Orang Utans auch schon wieder in den dichten Dschungel verschwunden. Ich kann ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen, warum die Eltern mit ihren Kindern nicht einfach in den Zoo gehen. Statt dessen beschweren sie sich, weil sie Eintritt bezahlt haben, und keine Orang Utans gesehen haben. Obwohl man eine Einweisung bekommt, in der deutlich mehrfach darauf hingewiesen wird, leise zu sein, und die Heimat der Tiere zu respektieren. Zusätzlich stehen überall Schilder, auf denen nichts anderes ausser „Be quiet“ steht. Trotzdem führen sich die Leute auf, als wären sie im Bierzelt auf dem Oktoberfest. Es wird auch darauf hingewiesen, kein Blitzlicht zu verwenden, weil die Tiere dadurch aggressiv werden könnten. Trotzdem blitzt es bei strahlendem Sonnenschein an jeder Ecke. Die wirklichen Affen im Nationalpark waren an diesem Tag die Menschen, die keinen Respekt vor der Natur und der Heimat einer bedrohten Tierart haben.

Selena trägt ihr Baby auf dem Rücken

Selena trägt ihr Baby auf dem Rücken

Mutter mit Kind

Selena mit ihrem 6 Jahre alten Nachwuchs

Zweiter Stopp: Padawan

Nachdem alle Orang Utans verschwunden waren, sind wir nach Padawan gefahren. In dieser Region Borneos leben die Iban. Für diverse religiöse Rituale, wie beispielsweise bei einer Hochzeit, benötigten die Iban frische Schädel. Um an die Köpfe zu kommen, wurden diese ihren Feinden bei lebendigem Leibe abgeschlagen. Aus diesem Grund sind die Iban auch als Kopfjäger bekannt. Frei nach dem Motto: Wie Du mir, so ich Dir, wurden die Iban selbst auch Opfer von Vergeltungsschlägen, bei denen auch ihnen die Köpfe abgeschlagen wurden. Neben den traditionellen Langhäusern, kann man in Padawan auch diese Köpfe sehen. Im höchsten Haus des Dorfes werden diese auf Grund des unangenehmen Geruchs aufbewahrt. Franky hat mit uns einen Rundgang durch Padawan gemacht, und uns alles gezeigt. Von der Herstellung von Reis und Kakao bis zu den Körben, die immer nur für eine spezielle Sache verwendet werden, hat sie uns alles gezeigt und erklärt und uns jede einzelne Frucht kosten lassen. Bevor wir dann wieder zurück nach Kuching gefahren sind, haben wir noch zusammen mit den Einwohnern von Padawan eine traditionelle Mahlzeit eingenommen, welche im Bambusgrill zubereitet wurde.

Langhaus

Langhaus der Iban

Bea isst mal wieder eine Banane

Bea isst mal wieder eine Banane

Zuckerrohrpresse

Zuckerrohrpresse

Reis beim Trocknen

Reis beim Trocknen

Kakaofrucht

Kakaofrucht

Kakao beim Trocknen

Kakao beim Trocknen

Die Natur um Padawan

Die Natur um Padawan

Bambusbrücke in Padawan

Bambusbrücke in Padawan

Junge Ananas

Junge Ananas

Sauerapfel - Belimbing

Sauerapfel – Belimbing

Hühnersuppe im Bambusrohr zubereitet

Hühnersuppe im Bambusrohr zubereitet

Dritter Stopp: Semenggoh Nationalpark

Ursprünglich wollten wir zum Wochenendmarkt nach Kuching fahren, doch ich wollte unbedingt noch einmal die Möglichkeit nutzen, um im Semenggoh Nationalpark Richie sehen zu können. Obwohl es bereits nach 15:00 Uhr war, sind wir dann noch einmal zur Fütterung gefahren. Als Beatrice und ich zur Futterstelle kamen, winkten uns die Parkranger bereits zu und deuteten an, dass wir uns beeilen sollen. Es sind bereits drei Orang Utans an der Futterstelle und einer der Parkranger hatte angeblich Richie gesehen. Zusammen mit den Parkrangern sind wir schnellen Schrittes zur Futterstelle geeilt, denn selbst sie hatten Richie bereits seit Wochen nicht mehr zu Gesicht bekommen. Als wir kurz darauf an der Futterstation angekommen sind, konnten wir insgesamt fünf Orang Utans sehen. Und plötzlich ist das Alphamännchen wie aus dem Nichts aus dem Urwald erschienen und hat sich in mitten seines Harem gesetzt. Was für ein beeindruckendes Tier. Ich kann kaum fassen, was für ein Glück wir hatten, bereits bei unserem zweiten Besuch das Alphatier zu sehen, welches im Schnitt nur dreimal im Monat an die Futterstelle kommt.

Vier auf einen Streich

Vier auf einen Streich

Dieser Zeitgenosse hängt in den Seilen

Dieser Zeitgenosse hängt in den Seilen

Richie - The Big Boss

Richie – The Big Boss

Ein beeindruckendes Lebewesen

Ein beeindruckendes Lebewesen

Vierter Stopp: Wochenendmarkt von Kuching

Abschließend sind wir noch zum Wochenendmarkt gefahren, doch weil es zu sehr geregnet hat, haben wir ausser Gemüse für unser Abendessen nicht viel davon gesehen. Zum Glück, kann ich nur sagen, denn der Hauptgrund, warum Franky mit uns zum Wochenendmarkt fahren wollte, waren die noch lebendigen Maden, die man dort verspeist und die als Delikatesse gelten. Doch da wir auf der Rückfahrt einen Zwischenstopp im Semenggoh Nationalpark eingelegt haben, waren die Maden glücklicherweise schon ausverkauft.

Wochenendmarkt in Kuching

Wochenendmarkt in Kuching

Auf nach Borneo zu den Orang Utans

Geschlafen haben wir heute nicht, denn zum Einen bin ich mal wieder viel zu lange an meinem Blog gesessen, und zum Anderen wollten wir auf keinen Fall unseren Bus verpassen. Um halb drei haben wir aus unserem Hotel ausgecheckt und haben uns auf den Weg zum Bus gemacht. Bei den Ticketverkäufern, die wieder völlig unscheinbar auf ihren Gartenstühlen gesessen sind, haben wir uns für jeweils 12 MYR ein Busticket gekauft. Das war definitiv günstiger und unkomplizierter als die Anreise. Denn als wir in Kuala Lumpur eingetroffen sind, haben wir uns für jeweils 70 MYR ein Ticket für den Schnellzug gekauft, dann hat sich jeder ein Ticket für die Einschienenbahn gekauft und trotzdem waren wir am Schluss immer noch 2 km von unserem Hotel entfernt. Das wir heute bereits so früh zum Bus gegangen sind, war eine weise Entscheidung. Normalerweise fährt der Bus um 4:15 Uhr ab. Aus welchem Grund auch immer ist der Bus aber schon um 3:45 Uhr abgefahren.

Ticketverkäufer

Häuser bis in die Wolken, aber für einen Ticketschalter hat es nicht gereicht…

Um fünf Uhr waren wir dann am Flughafen. Schon beim Buchen unseres Fluges habe ich mich ein wenig darüber geärgert, dass der Flug mit jedem Klick teurer geworden ist. Als ich dann wie üblich einchecken wollte, wollte die Frau am Check-In-Schalter 10 MYR für den Check-In. Ganz schnell hab ich dann meinen Rucksack wieder von der Waage genommen und mir die App von Air Asia heruntergeladen. Nebenbei bemerkt, gibt es im Flughafen von KL, wie sollte es anders sein, kostenloses Internet. Die App von Air Asia ist aber anscheinend nicht dazu geeignet einen Check-In durchzuführen, denn obwohl ich meine malaiische Nummer korrekt eingegeben hatte, konnte die App sie nicht verifizieren. Also bin ich wieder zum Schalter gegangen und habe mich beschwert und schon war der Check-In plötzlich doch kostenlos.

Als wir in Kuching ankamen, wartete bereits wie versprochen unser Fahrer mit einem Beatrice & Peter Zettel in der Hand auf uns. Während der Fahrt haben wir erfahren, dass der Fahrer Moses heisst, und die Hotelbesitzerin gar keine Italienerin ist, obwohl sie Francesca heisst. Nach ungefähr 20 Minuten waren wir beim NOOK Home Stay angekommen. Eine kleine unscheinbare Tür zwischen einem Restaurant und einem Elektroladen führt zum NOOK Home Stay. Kurzfristig war ich etwas geschockt, denn das Zimmer ist nicht viel größer als das Bett, was darin steht. Doch alles ist sauber und Francesca ist mehr als freundlich. Ich muss einfach aus meinem Kopf streichen, dass wir davor in einem Hotel mit Jacuzzi und Warmwasser übernachtet haben. Plötzlich war das NOOK Home Stay besser als gedacht. Man kann die Küche benutzen, der Aufenthaltsraum ist super gemütlich und wie bereits erwähnt, ist die Besitzerin superfreundlich. Sie kennt sich super mit allen Nationalparks aus, weiss wann die Busse fahren, wann Fütterungszeiten sind und wie man sich viel Geld sparen kann. Manchmal organisiert sie selbst Touren, die ausser dem Eintritt für die Parks, nichts kosten. Heute haben wir sogar ein kostenloses Abendessen bekommen und sie war glücklich über die Gesellschaft ihrer Gäste. Auf einer Wand sind hunderte von farbigen Handabdrücken ihrer Gäste, die durch die Bank alle positive Nachrichten hinterlassen haben. Lediglich unser Moskitonetz haben wir zur Sicherheit angebracht, aber das war auch schon alles was ich zu bemängeln habe. Sie hat uns sogar einen Trick gezeigt, wie wir unsere deutschen Stecker in die malaiischen Steckdosen bekommen, ohne einen Adapter kaufen zu müssen. Bis spät in die Nacht saßen wir mit den restlichen Gästen, Moses und Francesca zusammen und haben uns unterhalten. Bevor wir ins Bett gegangen sind, hat sie uns einen Plan gezeichnet, wie wir morgen zum Bus kommen, der für 3 MYR pro Person zum Semenggoh Wildlife Center fährt. Wir sind also gut in Borneo angekommen und morgen geht es auf zu den Orang Utans.

Verschiedene Länder aber eine Meinung

Verschiedene Länder aber die gleiche Meinung

Unsere Küche im NOOK Home Stay

Unsere Küche im NOOK Home Stay

Einfach mal was Gutes tun

Als Erstes möchte ich mich bei allen Lesern bedanken, die meinen Blog lesen. Täglich verfolge ich meine Google Analytics Statistiken und freue mich über jeden Kommentar auf Facebook. Am meisten freut es mich, wenn meine Postings auf Facebook geteilt werden, in der Hoffnung, dass weitere Reisebegeisterte auf meinen Blog stoßen und zu „Ich seh’ dann mal los“-Stalkern konvertieren.

Ich möchte an dieser Stelle auf ein paar Dinge aufmerksam machen, welche vielleicht bisher von Euch noch unentdeckt geblieben sind.

  • Auf meinem Blog befindet sich oben rechts ein Menu mit vier Links sowie einem Lupensymbol. Einer dieser Links lautet Map, über den man unsere Reiseroute und unseren aktuellen Standort einsehen kann. Mit jedem Punkt auf der Karte ist ein Blog verknüpft, der zu diesem Ort gehört.
    • Mit Hilfe des Lupensymbols, was ebenfalls im Menu oben rechts zu finden ist, kann jedes beliebige Wort gesucht werden. Will man beispielsweise wissen, wie das in Asien mit dem Visa funktioniert, findet man über die Suche alle relevanten Blogs zu diesem Thema.
    • Wenn Euch die Bilder in meinem Blog zu klein sind, dann solltet Ihr einfach mal darauf klicken. Dann öffnet sich das Bild in einer für Euren Bildschirm angepassten Größe. Ist Euch das immer noch zu klein, könnt Ihr das Bild in der Auflösung von 2000 x 1500 Pixel öffnen. Befinden sich in einem Blog mehrere Bilder, so kann man alle Bilder mit den Links, welche mit <— Previous und Next —> beschriftet sind, durchstöbern. Wenn Euch ein Bild besonders gut gefällt, kann dieses genauso wie der Blog selbst auf jeder beliebigen sozialen Plattform geteilt werden.
    • Ich möchte nicht verheimlichen, dass ich mit meinem Blog auch Geld verdienen möchte. Wenn Ihr also den Ad-Blocker auf meiner Seite deaktivieren würdet, wäre ich Euch sehr dankbar. Ausserdem habe ich auf der rechten Seite ein Widget eingefügt, welches mit Partner beschriftet ist und in dem sich eine Amazon-Suche befindet. Solltet Ihr also sowieso schon Kunde bei Amazon sein und dort gelegentlich einkaufen, dann würde ich mich extrem darüber freuen, wenn Ihr Eure Artikel über die Amazon-Suche auf meinem Blog sucht und kauft. Ich garantiere Euch, dass dabei keinerlei zusätzlichen Kosten für Euch entstehen. Ich hingegen bekomme eine minimale Provision von Amazon.
    • Meine Lebenspartnerin und ich sind immer auf der Suche nach langfristigen, günstigen Übernachtungsmöglichkeiten in Asien oder Australien. Solltet Ihr also irgendjemanden kennen, oder selbst auf einem dieser Kontinente wohnen und z.B. einen Housesitter benötigen, dann hinterlasst mir einfach einen Kommentar auf meinem Blog.
    • Sollte Euch irgendetwas an meinen Blogs nicht gefallen, oder wenn Ihr weitere Fragen zu einem bestimmten Eintrag habt, und selbstverständlich auch, wenn Euch ein Blog gefällt, dann zögert nicht und hinterlasst mir einen Kommentar über den Link Leave a reply. Dieser Link befindet sich immer unterhalb des Blogs, gleich unter dem Sozialmedia Plugin.

    Ich hoffe man merkt, dass mir das Bloggen wirklich verdammt viel Spass macht. Für mich persönlich ist dieser Blog eine Art Tagebuch, das mich in vielen Jahren wieder an diese außergewöhnliche Reise zurückerinnern soll. Ich bin absolut begeistert von den Orten, die ich bisher sehen durfte, und ich bin wahnsinnig glücklich darüber, dass ich mich vor ziemlich genau einem Jahr dazu entschieden habe, meine Augen Lasern zu lassen. Doch das wirklich absolut Beste, was mir bisher in meinem Leben gelungen ist, ist die Tatsache, dass ich vor 16 Jahren meinen ganzen Mut zusammengenommen habe, um die Liebe meines Lebens anzusprechen. Diese Reise gemeinsam mit meiner Lebenspartnerin machen zu können, ist für mich das Beste und Schönste, was ich mir nur vorstellen kann.

    Terima kasih. Saya suka Anda di atas segalanya.

    Am Ende möchte ich jedoch noch erwähnen, dass Ihr alle mit dem Lesen, dem Verwenden meines Amazon Links und der Benutzung meiner Google-Adds könnt Ihr nicht nur meiner Partnerin und mir etwas Gutes tun, sondern sehr viel mehr Menschen als Ihr Euch vorstellen könnt. Bisher haben wir zwei auf unserer Reise vielen Menschen etwas Gutes tun können, sei es der Bedienung unserer ersten Unterkunft auf Bintan, den mittellosen Kindern in Mataram, oder dem Mann in unserer Unterkunft auf Flores, oder den obdachlosen Menschen hier in Kuala Lumpur, die nicht einmal ein T-Shirt besitzen. Auch wenn meine Lebenspartnerin absolut schlechte Videoaufnahmen macht, und man kaum etwas erkennen kann, kann man trotzdem die Freude in den Augen der Leute erkennen. Gemeinsam mit Eurer Hilfe sind wir in der Lage auch in Zukunft etwas zurückzugeben.

    Gib dem Affen Zucker

    Bevor es morgen auf unsere 4-Tages Tour nach Komodo geht, wollen wir heute in Kuta noch versuchen, ein paar Äffchen zu füttern. Ausserdem müssen wir noch herausfinden, wie wir wieder zurück nach Bangsal kommen, denn von dort aus startet unsere Komodo Tour. Siyol hat uns angeboten über seinen Touristenshop einen Shuttleservice dorthin zu besorgen. 175.000 Rupien pro Person war uns etwas zu viel, und wir haben mal wieder ein wenig verhandelt. Vor ein paar Tagen haben wir für die gleiche Strecke nur 250.000 Rupien für zwei Personen bezahlt, und nach einem kurzen Telefonat mit dem Fahrer bekamen wir auch diese Fahrt zum gleichen Preis. Nachdem wir nun alles für den Komodo Trip organisiert haben, konnten wir uns auf den Weg zu den Affen machen. Einen Roller haben wir uns heute nicht mehr ausgeliehen, weil man den Affenwald in einer guten halbe Stunde zu Fuß erreichen kann. Ausserdem wollte meine Lebenspartnerin noch ein wenig shoppen. Gleich im ersten Laden hat sie ein Kleidchen gefunden, das für 20.000 Rupien zwar vom Preis her in Ordnung war aber leider viel zu groß. Immerhin hatten wir eine Vorstellung darüber, was so etwas ungefähr kosten darf. Wir haben dann festgestellt, dass es in allen Shops, die wir aufgesucht haben, in etwa die gleichen Sachen gegeben hat. Identische Stoffe, Farben und Muster, nur die Preise waren von Laden zu Laden unterschiedlich. Das gleiche Kleid hat in einem Laden 80.000 Rupien gekostet, im nächsten 120.000 Rupien, dann wieder 90.000 Rupien und im nächsten wieder 110.000 Rupien. Ich war schon wieder einmal sichtlich genervt von dem ganzen Verhandeln und den immensen Preisunterschieden, welche die Verkäufer wild in der Gegend herumposaunten. Es ist absolut unmöglich in einen Laden zu gehen, zu fragen, was etwas tatsächlich kostet und es einfach zu kaufen, wenn es einem gefällt. Preisschilder sucht man vergeblich und nur um zu erfahren, was ein Kleid kostet, muss man 20 Minuten mit den Verkäufern verhandeln und diskutieren. Das geht mir gewaltig auf die Nerven, noch dazu will ich überhaupt gar kein Kleidchen haben. Am Ende haben wir dann 45.000 Rupien für das Kleid bezahlt, und ich hatte vom ganzen Verhandeln und Diskutieren schon einen trockenen Mund und mein Magen hat geknurrt. Wir haben uns dann in ein kleines Restaurant gesetzt.

    1Std warten auf einen Salat

    Im Warung Rasta haben wir 1Std auf unseren Salat gewartet

    Dieses Mal war es kein einheimisches Restaurant sondern einen „Wir haben alles, von Pasta über Burger bis Traditionell“ Restaurant. Ich habe mir eine Coke Zero von der Karte bestellt – hatten sie nicht. Meine Lebenspartnerin wollte einen Avocadosalat von der Karte – hatten sie auch nicht. Immerhin mit einer Coke Light und einem Rasta-Salat sowie einem Griechischen Salat konnten sie dienen. Aber anscheinend mussten sie die Salate erst anpflanzen und warten bis man sie ernten konnte, denn wir haben fast eine Stunde auf unsere Salate gewartet, bis wir diese bekommen haben. An den vier anderen Gästen, die ebenfalls ungeduldig warteten, konnte es nicht liegen, dass es gar so lange gedauert hat, bis wir endlich einen Teller mit ein paar Salatblättern, Gurkenscheiben und Zwiebelringen bekommen haben, denn diese mussten ebenfalls außergewöhnlich lange auf ihr Essen warten. Salatdressing scheint in Indonesien ebenfalls ein Fremdwort zu sein. Dazu kam noch, dass man in diesem Restaurant nicht einmal die Möglichkeit hatte, sich in Ruhe zu unterhalten.

    1L Tanken, 3 Armbändchenverkäufer

    Nebenan haben Touristen 1L Benzin getankt, und wurden gleich von drei Armbändchenverkäufern belagert


    Ständig kommt ein Straßenhändler vorbei, der einem irgendetwas verkaufen möchte. Wenn man sie fragt, ob sie nicht verstehen können, dass man hier einfach nur etwas essen möchte, dann schütteln sie den Kopf und verstehen plötzlich kein Wort Englisch mehr. Zu Fuß weitergehen, ohne dass man abermals belagert wird, ist ebenfalls unmöglich. Wenn man nicht auf einem Roller unterwegs ist, wird man alle paar Meter gefragt, ob man nicht einen Roller mieten möchte, ein Transportmittel benötigt oder irgendeine Tour kaufen möchte. Das mag am ersten Tag vielleicht noch witzig sein, aber irgendwann ist man leider einfach nur noch genervt.

    Nachdem wir uns dann endlich durch den Wald an Verkäufern, Vermietern und Geld aus den Taschenzieher gekämpft hatten, hatten wir an einem abgeschiedenen Strandstückchen zumindest für ein paar Minuten unsere Ruhe, während wir darauf warteten bis die Affen vom Berg an den Strand kommen.

    Auf diesem Berg leben die Affen tagsüber

    Hier leben die Affen tagsüber…

    Abends kommen die Affen an den Strand

    …abends kommen die Affen an diesen Strand…

    Der Strand ist nicht sandig, sonder kugelig

    …der Strand ist nicht sandig, sonder kugelig


    Ich weiss wirklich nicht, woran es liegt, dass ich solche Situationen magisch anziehe, denn kurz nach unserer Ankunft kamen zwei Einheimische mit drei Touristen an, die wie die Verrückten in der Gegend herumgeschrien haben. Ok, sie haben nur versucht, die Affen anzulocken und haben deshalb genau wie selbige herumgeschrien, aber ich verstehe das nicht ganz. Beatrice und ich konnten auch in aller Ruhe an Strand sitzen und einfach warten. Wenn es um Pünktlichkeit geht, dann kennen die Indonesier anscheinend keine Uhrzeit und haben kein Gefühl für Zeit im Allgemeinen, aber dort am Affenwald kommen sie an und fangen an zu schreien, und es kann ihnen nicht schnell genug gehen. Sie können nicht warten bis die Affen ihrem natürlichen Ablauf folgen. Aus diesem Grund war es mir dann eine Freude zu sehen, wie die Affen schnurstracks an den Einheimischen mit ihren Keksen und Chips vorbeigelaufen sind und zu Beatrice und mir gekommen sind, denn wir hatten frische, zuckersüße, gut riechende Bananen im Gepäck.
    Es scheint zu Schmecken

    Es geht nichts über frische, süße Bananen

    Du bekommst Deine Banane schon

    Die Affen sind, weil das kein Touristenort ist, wirklich sehr lieb und nicht aufdringlich

    Zwei Affen unter sich

    Zwei Affen unter sich


    Da hat auch alles plärren und schreien nichts genutzt, und wir konnten in aller Ruhe den Affen eine Banane nach der anderen überreichen. Insgesamt sind drei Affen den Berg zu uns herunter gekommen, darunter auch ein kleines Babyäffchen. Doch man konnte sehen wir verängstigt und verschüchtert diese kleine Äffchen gewesen ist, nicht unbedingt wegen uns, sondern wegen den zwei größeren Äffchen, die dem Kleinen keine Chance ließen, sich von uns eine Banane geben zu lassen. Den Gesichtsausdruck des kleinen Äffchen werde ich nie vergessen. Vergessen habe ich in diesem Moment aber alle Verkäufer, Tourenanbieter und Rollerverleiher. Auch das ich über eine Stunde auf einen einfachen Salat gewartet habe, war mir in diesem Moment völlig egal. Unbezahlbar war dieses Erlebnis für mich und apropos bezahlen: Bezahlt haben wir nichts für dieses Erlebnis ausser der paar Cent für die vielen Bananen. Das war ein wirklich gelungener und unvergesslicher Abschluss unserer Woche in Kuta.

    Unvergesslicher Gesichtsausdruck

    Das Affenbaby hatte einen unvergesslichen Gesichtsausdruck


    Mahun Beach in Kuta auf Lombok

    Wie bisher jeden Morgen, werde ich wieder von Siyol begrüßt und gefragt, wie es mir geht. Er möchte wissen, was wir gestern so getrieben haben und was wir heute so vor haben. Die ganze Zeit lächelt er und macht einen ungemein glücklichen Gesichtsausdruck. Da meine Pre-Paid Karte aus mir unerklärlichen Gründen in Kuta nicht funktioniert, frage ich ihn, ob ich später einen Anruf tätigen kann, oder ob ich irgendwo telefonieren könnte. Ich erkläre ihm, dass wir in zwei Tagen eine Tour nach Komodo gebucht haben und ich herausfinden möchte, wie ich denn nun überhaupt wieder zurück zum Hafen komme. Er bietet mir sofort sein Mobiltelefon an und erwähnt ganz nebenbei, dass er ebenfalls Touren nach Komodo anbietet. Sein Laden ist ein paar Meter die Strasse hoch und ich könne bei ihm vorbeikommen, falls ich später noch irgendwelche Fragen habe. Also nicht nur das diese Großfamilie hier ein Hotel, einen Shop, eine Reinigung und einen Motorradverleih hat, sie haben auch noch ein Veranstaltungsbüro. Das ich meinen Roller auch gleich hier auftanken kann, verwundert mich daher überhaupt nicht mehr.

    Meine Lebenspartnerin hat im Internet gelesen, dass es in der Mitte von Lombok einen Affenwald gibt, und ich frage Siyol, wie man dort am besten hinkommt. Er meinte, dass dieser Ort ziemlich weit weg ist, und die Fahrt mit dem Roller Stunden dauert. Wir sollen doch einfach am Strand links abbiegen, denn auch dort ist ein kleiner Wald, an dem nachmittags die Affen vom Berg kommen und am Strand abhängen. Ich könne sie füttern, und es sei auf keinen Fall gefährlich, und obendrein müsste man dort nicht mal Eintritt bezahlen, weil es ein frei zugängliches Gebiet ist. Gut zu wissen, denke ich mir, und merke mir seine Wegbeschreibung.

    Der Fischer ist wohl Raucher

    Ein kleines Fischerboot in der Bucht des Mahun Beach

    Doch zuerst haben wir uns auf den Weg zum Mahun Beach gemacht. Um dort hin zu kommen, muss man etwa eine viertel Stunde mit dem Roller fahren. Die Parkgebühr für diesen Strand beträgt 10.000 Rupien. Als wir dort angekommen sind, war der Strand noch leer, und wir konnten dort die Zweisamkeit genießen, bis dann auch dort der erste Verkäufer anfing, uns langsam aber sicher auf die Nerven zu gehen. Ich habe wirklich nichts dagegen, mich mit Menschen zu unterhalten, aber diese aufdringliche Art, wie alle paar Minuten der Nächste und der Nächste und der Nächste und der Nächste und der Nächste kommt, geht mir langsam aber sicher auf die Nerven. Zu unserem Glück kam gegen Mittag eine Schulklasse an den Strand. Die Schulklasse bestand ausschließlich aus Mädchen im Alter von 16 Jahren, und sie waren an den Strand gekommen, um mit Hilfe der Touristen ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Sie hatten sogar Buttons angesteckt auf denen stand: Please talk English to me! Und das haben wir dann auch gemacht. Stundenlang saßen wir gemeinsam im Schatten, haben uns mit ihnen auf Englisch unterhalten, gesungen und gelacht. Immer wieder haben sie uns gefragt, ob es OK sei, wenn sie sich noch weiter mit uns unterhalten, oder ob wir lieber alleine sein möchten. Wir haben uns wirklich gerne mit ihnen unterhalten, und wir waren gleichzeitig auch froh, denn während der gesamten Zeit hat uns kein einziger Verkäufer belästigt. Stattdessen kamen immer mehr von den Mädels zu uns und haben sich dazu gesetzt. Ich glaube am Ende ist die ganze Schulklasse bei uns gesessen. Irgendwann haben sie sich dann von uns verabschiedet, unsere Hände geschüttelt und die Mädels sind mitsamt ihren Schuluniformen ins Meer gesprungen. Das haben wir dann auch gemacht jedoch in Badekleidung, versteht sich.

    Wie die Kinder stürzen wir uns die Wellen

    Wie die Kinder stürzen wir uns die Wellen

    Weglaufen bringt nichts

    Weglaufen bringt nichts

    Der Mahun Beach in Kuta auf Lombok hat einen wunderschönen, feinen Sandstrand und man kann ohne Bedenken barfuß ins Meer zum Baden gehen. Ich habe kein einziges Steinchen unter meinen Füßen gehabt, egal ob am Strand oder im Wasser. Nach ein paar Metern konnte man schwimmen, und wenn man nach unten ins klare Wasser geschaut hat, konnte man immer noch den feinen Sand am Boden erkennen. Die Bucht, in der sich der Strand befindet sieht aus wie gemalt. Gemeinsam mit meiner Lebenspartnerin, haben wir uns in die Wellen gestürzt und herumgetollt wie kleine Kinder. Viel zu schnell ging der Tag vorbei, und wir machten uns wieder auf den Weg zurück nach Kuta, um den Affenwald zu suchen, von dem uns Siyol am Morgen erzählt hat. Bis wir diesen aber endlich gefunden hatten, war es bereits dunkel, und wir haben uns dazu entschieden, morgen noch einmal hier her zum Affenwald zu kommen, um ein paar schöne Fotos zu machen.

    Viel zu schnell ging der Tag vorbei

    Viel zu schnell ging der Tag vorbei

    (Motor)Radfahren verlernt man nie

    Kaum aufgestanden, setze ich mich wieder auf die Terrasse, um meine E-Mails zu checken und um die Zugriffsstatistiken meines Blogs abzufragen. Sehr ernüchternd. Immerhin zeigt die Kurve heute wieder nach oben und ermutigt mich weiter zu machen. Nach ein paar Minuten kommt der Bruder des Hotelbesitzers um die Ecke und wünscht mir einen guten Morgen und fragt mich, wie es mir und meinem Muskelkater geht. Ich antworte mit: “Bagus“, dem indonesischen Wort für gut, und ich schieße auch noch gleich ein: “Apa Kabar?“ hinterher, was „Wie gehts?“ auf indonesisch bedeutet. Er lacht und freut sich über meine Worte, und beantwortet meine Frage ebenfalls mit „Bagus“, und setzt sich mit seiner Heckenschere auf den Boden und beginnt damit den Rasen zu stutzen. Dabei unterhalten wir uns ein wenig, und er fragt mich, was ich denn sonst noch so auf indonesisch weiss, und ich sage ihm die paar Happen auf, die ich bisher aufgeschnappt habe. Als ich Anfang zu zählen und nach der zwei schon wieder aufhöre zu zählen, muss er lachen und setzt sich zu mir auf die Terrasse und erklärt mir das indonesische Zahlensystem. Ein paar neue Wörter und Ausdrücke bekomme ich ebenfalls noch mit auf meine Reise durch Indonesien. Sein Name ist im übrigen Siyol. „Ganz einfach zu merken” meint er „see all“, ich denk nur an „Big Brother is watching you“ und sein Name brennt sich in meinen Kopf.

    Indonesisch

    1 – Satu
    2 – Dua
    3 – Tiga
    4 – Ampat
    5 – Lima
    6 – Anam
    7 – Tuju
    8 – Delapan
    9 – Sembilan
    10 – Sepulo
    11 – Seblas
    12 – Duablas
    13 – Tigablas
    Das Wort blas steht nun immer für die 10, und mit den Zahlen 1 bis 9 kann ich jetzt bis 19 zählen. Für alle weiteren 10er Schritte verwendet man das Wort pulo, und setzt die Zahlen 1 bis 9 davor, also:
    20 – Duapulo
    30 – Tigapulo usw.
    100 – Seratus
    1000 – Seribu
    Möchte man nun z.B. die Zahl 121 sagen, so setzt man sie aus dem bisher gelernten zusammen, also Seratus Duapulo Satu.
    Nachmittag – Siang
    Guten Abend – Salamat Sore
    Gute Nacht – Salamat Malm
    Bitte – Silakan
    Und dir? – Dan anda?
    Wie heißt du? – Siapa nama anda?
    Ich heiße Peter – Nama saja Peter
    Ob die Rechtschreibung korrekt ist, bezweifle ich stark, denn ich habe mir die Wörter alle nur so gemerkt, wie sie ausgesprochen werden.

    Gestern Abend erzählten uns unsere Zimmernachbarn, dass sie sich ein Stück die Strasse hoch, einen Roller für 80.000 Rupien ausgeliehen haben. Ich frage Siyol, was hier im Hotel ein Roller pro Tag kostet. Siyol verlangt 50.000 Rupien pro Tag und zwei Helme sind natürlich auch mit dabei. Ich frage mich, warum die zwei Mädchen erst in der ganzen Stadt rumfragen, was ein Roller kostet anstatt zuerst hier zu fragen, aber OK. Da unsere Muskeln sich langsam wieder normal anfühlen, und wir nicht nach Kuta gekommen sind, um die ganze Zeit auf der Terrasse rum zu sitzen, nehme ich sein Angebot an, und leihe mir für zwei Tage einen Roller aus. Denn rund um Kuta gibt es zahlreiche Strände, die zu Fuß nur schwer zu erreichen sind, außerdem kann ich so nach 20 Jahren endlich mal wieder auf einem motorisierten Zweirad sitzen möchte.

    Tankstelle

    Das auf der rechten Seite sind 1L Flaschen, die mit Benzin befüllt sind. Wir haben 8.000 Rupien, also 50Cent pro Liter bezahlt. Diese “Tankstellen” gibt es an jeder Ecke.

    (Motor)Radfahren verlernt man nie

    Auch wenn ich hier aus fototechnischen Gründen stehe, (Motor)Radfahren verlernt man nie

    Im Gegensatz zum Großteil der Touristen und allen Einheimischen, setzen wir zwei uns einen Helm auf und ziehen Socken und festen Schuhwerk an. Schlimm genug, dass man hier halbnackt auf dem Roller durch die Gegend fährt. Wir fahren Richtung Strand und biegen links ab. Beim ersten Kreisverkehr war ich ein bisschen verwirrt und ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich alles richtig gemacht habe, aber zum Glück ist hier relativ wenig los und Polizisten waren auch keine da, die uns gleich abkassieren hätten können. Mir fällt auf, dass man bei jedem Strand eine Parkgebühr bezahlen muss, aber 5.000 Rupien, also 30 Cent, sind nun wirklich kein Grund zur Beschwerde. Egal wo wir ankommen um es uns im feinen Sandstrand gemütlich zu machen, werden wir sofort von zig Menschen belagert und jeder versucht uns irgendetwas zu verkaufen. Kokosnüsse, Ananas, Armbändchen oder handgewebte Tücher in allen Größen will man uns verkaufen. Anfangs ist das ja noch witzig, aber irgendwann möchte man sich auch mit seinem Partner unterhalten und den schönen Ausblick und die Ruhe genießen. Nach etwa einer halben Stunde haben sie dann glaub ich alle verstanden, dass es bei uns heute nichts zu holen gibt und wir haben endlich ein wenig Ruhe.

    Wolle Rose kaufen

    Zuerst werden wir fast eine halbe Stunde von den Tücherverkäuferinnen belagert…

    Endlich mal zurücklegen

    …bis wir uns endlich mal zurück legen können…

    Feinster Sand

    …den feinen Sandstrand genießen…

    Die Natur bewundern

    …und die Natur bewundern können.

    Als dann kurze Zeit später ein T-Shirt Verkäufer vorbeikommt, drehe ich den Spieß einfach um, und will ihm mein T-Shirt, meinen Rucksack und meine Kokosnuss verkaufen, die ich vom Obststand gegenüber von unserem Hotel mitgebracht habe. Das scheint zu wirken, denn im Null Komma Nichts ist er wieder verschwunden. Wir haben dann noch zwei weitere Strände besucht, bevor es dunkel geworden ist, und wir uns wieder auf den Heimweg gemacht haben.

    Bis auf den kleinen Fauxpas im Kreisverkehr habe ich mich auf Anhieb auf dem Roller wohlgefühlt. Doch viel wichtiger war es, dass sich meine Freundin hinten drauf ebenfalls sicher und wohl gefühlt hat, und somit unserem nächsten Roller-Ausflug nichts im Weg steht. Deshalb wollen wir morgen noch einmal zum schönsten der drei Strände fahren und einmal den ganzen Tag am Strand verbringen.

    Mahun Beach

    Hier möchten wir morgen am liebsten den ganzen Tag verbringen