Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Tag 1

Heute ist der erste Tag, an dem wir mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden. Bereits um 5.00 Uhr morgens stehen wir mit unserem gesamten Gepäck auf der Matte. Eine Woche lang werden wir zusammen mit unserem Fahrer Ruba einen Road Trip auf Sri Lanka machen.

Sri Lanka – Natur Pur

Wir bekommen von unserem Hotel noch ein Frühstück ToGo, bevor wir uns in einem Toyota Hiace auf den Weg machen. Überall wo man hinsieht ist saftige Natur. Man kann zwar hin und wieder ein Haus am Strassenrand erkennen, aber alles scheint in die Natur integriert zu sein.

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Kautschukplantage

Bereits nach kurzer Zeit bleiben wir das erste Mal stehen. Auf beiden Seiten der Strasse befindet sich eine große Kautschukplantage. Obwohl es noch nicht einmal 6.00 Uhr morgens ist, arbeiten die ersten Menschen bereits auf der Plantage. Der getrocknete Kautschuk wird abgezogen, das Schälchen gelehrt und mit dem Messer eine neue Rille gezogen. Sofort fließt die weisse Gummimasse die neue Rille entlang in das Schälchen.

Kautschukbaum

Kautschukernte

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Ananasplantage

Im Anschluss fahren wir zu einer Ananasplantage. Wir schauen uns jedes einzelne Stadium der Entstehung einer Ananas an. Nach einer frischen Ananas geht es dann auch schon wieder weiter.

Ananasplantage

Auf der Ananasplantage sieht man jedes Stadium der Ananas

Junge Ananas

Zuerst schaut das ganze aus, wie ein blühender Kaktus

Kleine Ananas

Langsam erkennt man eine Ananas

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Elefantenwaisenhaus

Der nächste Halt auf unserer Tour ist das Elefantenwaisenhaus in Kegalle. Für den Eintritt gibt uns Ruba das Geld aus einem Bündel Sri-Lanka-Rupien. Vor dem Elefantenwaisenhaus verkaufen Einheimische Bananen, die einem am Eingang des Waisenhauses auch gleich wieder abgenommen werden. Ursprünglich diente das Elefantenwaisenhaus dazu, verlassene Elefantenbabys aufzuziehen. Heute wird dort auch verletzten und kranken Elefanten geholfen. Wir kamen genau pünktlich zur Fütterung der Babyelefanten. Aber ob den Tieren wirklich geholfen wird, wenn hunderte Touristen den kleinen Elefantenbabys literweise Milch in den Rachen schieben, sei dahin gestellt.

Elefantenbabyfütterung

Jeder will dem Baby einen Liter Milch geben

Elefantenfütterung

Oder dem Elefanten am liebsten gleich in den Hals springen

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Kräutergärten

Ein paar Meter weiter befindet sich einer von vielen Kräutergärten. Auch dieses Mal gibt uns Ruba das Geld für den Eintritt. Wie sich später herausstellen wird, werden wir von einem Einzelhandelskaufmann durch den Kräutergarten geführt. Sobald wir eine Pflanze gezeigt bekommen, wird uns gesagt, was daraus hergestellt wird. Am Ende des Kräutergartens bekommen wir eine „kostenlose“ Massage mit all den Wundermitteln. “Aber wenn wir dem Masseur danach ein wenig Geld geben, freut er sich bestimmt.“ Bevor wir den Kräutergarten verlassen, werden wir in den Verkaufsraum geführt. Barzahlung, Visa, Mastercard – alles ist möglich. Soll ich jetzt dem Beachboy glauben, der mich am Tag davor noch vor den viel zu hohen Preisen gewarnt hat? Oder soll ich dem Einzelhandelskaufmann glauben, der mir auswendig alle 30 Produkte mit Zutaten, Wirkung und Preis nennen konnte? Oder sollte ich mich fragen, was diese Verkaufsveranstaltung mit meiner Sri Lanka Tour zu tun hat?

Pfeffer

Das ist Pfeffer

Mimose

Berührt man die Mimose, dann lässt sie die Blätter hängen. Fünf Minuten später, stellen sie sich wieder auf.

Aloe Vera

Aloe Vera – und gleich davor – das fertige Produkt als Creme

Verkaufsveranstaltung

Hier werden uns noch einmal alle 30 Produkte auswendig aufgesagt

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Sigiriya

Unser letztes Ziel am ersten Tag unserer Sri Lanka Tour ist Sigiriya. Der Monolith, der oftmals auch Löwenfelsen genannt wird, wurde 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auf dem Monolith befinden sich die Ruinen einer historischen Felsenfestung. Der Weg zum Felsen führt vorbei an alten Wassergärten, den sogenannten Lustgärten. Überhaupt ist der ganze Berg ziemlich sexy, denn im mittleren Bereich, den man über eine Wendeltreppe erreichen kann, kann man Fresken von barbusigen Frauen sehen. Die Spiegelwand, die früher auf Hochglanz poliert war, ist heute, 1500 Jahre später, matt. Von den Graffitis, die die ältesten Zeugnisse singhalesischer Dichtkunst darstellen, ist nichts mehr zu sehen. Auch der Löwenkopf, durch dessen Maul man den letzten Aufstieg begann, ist nicht mehr zu sehen. Nur noch zwei Tatzen lassen erahnen, wie beeindruckend dieses Gebilde gewesen sein muss. Auf dem Plateau des Sigiriya befand sich eine Festung. Da diese aus Holz gebaut war, kann man heute nur noch die Grundmauern erkennen. Aber der Ausblick von dort oben ist im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Höhenangst habe?

Sigiriya

Sigiriya

Da geht es hoch

Da geht es jetzt hoch

Audienzhalle

Dies war einmal eine Audienzhalle

Wassergarten

Von oben hat man den besten Blick auf die Lustgärten

Fresken

Fresken von Barbusigen Frauen

Löwenfüße

Heute sind nur noch die Füße des Löwen zu sehen…

Aussicht vom Sigiriya

…sowie die Grundmauern des Palastes.

Nach etwa zwei Stunden sind wir wieder unten angekommen. Ich mit weichen Knien und meine Lebenspartnerin mit schlechtem Gewissen, weil sie mich dort hoch gescheucht hat. Genauso wie den Eintritt zum Sigiriya bezahlt Ruba das Hotel für die erste Nacht. Es ist ein wirklich schönes Hotel mit Pool sowie Abend- und Frühstücksbuffet.

Hotel Sanda Diya

Hotel Sanda Diya

Ausflug zu Thom’s Pai Elefantencamp

Egal ob man sich Pauschaltourist, Individualreisender oder Backpacker nennt, letztendlich ist man Tourist in einem fremden Land. Genauso haben wir uns auch an Weihnachten benommen und haben einen Ausflug zu Thom’s Pai Elephant Camp gemacht.

Thom’s Elefantencamp in Pai

Südlich von Pai befinden sich die Elefantencamps der Gegend. Direkt neben einem der Camps befindet sich das Pai Bamboo Hut, indem wir unsere ersten beiden Nächte in Pai verbracht haben. Bereits an unserem ersten Morgen in Pai habe ich auf der Strasse, die sich vor unserer Unterkunft befindet, Elefanten vorbeigehen sehen.

Ein Elefant reitet vorbei

Direkt vor dem Pai Bamboo Hut reitet ein Elefant vorbei

Pascal hat uns erzählt, dass man bei Thom’s Pai Elefantencamp sogar direkt auf dem Hals oder dem Rücken des Dickhäuters sitzen kann. Deshalb sind nach unserem letzten Ausflug zu Thom’s Pai Elefantencamp gefahren.

Auf den ersten Blick – OK

Auf einem der vielen Plakate kann man lesen, dass das Elefantencamp bereits seit vier Elefantengeneration existiert. Auf einem anderen Plakat kann man lesen, dass die Ausbilder der Elefanten Mahout genannt werden. Darunter konnte man lesen, dass alle Mahout zwar einen Haken besitzen, aber immer versuchen werden, diesen nicht einzusetzen. Die Nacht verbringen die Elefanten zusammen mit ihrem Mahout auf den Bergen. In der Früh werden sie zum Elefantencamp gebracht. Während wir uns auf dem Gelände von Thom’s Pai Elefantencamp umgesehen haben, ist ein Mahout mit seinem Elefanten von einer Tour zurück gekommen. In der Hand hielt der Mahout einen Haken, eingesetzt hat er ihn nicht. Statt dessen legte er den Haken in den Rüssel des Elefanten. Nachdem der Mahout das Tor vom Gatter des Elefanten mit zwei freien Händen geöffnet hat, hat der Elefant den Haken wieder zurück gegeben.

Let join together

Nein, das ist kein Haken

Auf den zweiten Blick – Auch

Irgendwie hat das alles einen guten Eindruck bei uns hinterlassen, und wir haben an der Information nach den Preisen gefragt. Eine Stunde Elefantenreiten kostet bei Thom’s Pai Elefantencamp 800 Baht. Man kann zwischen Dschungel und Fluss wählen. Am Ende des Ausritts darf man sich in Becken, die mit Wasser aus den heissen Quellen gespeist werden, entspannen. Das Erstaunlichste aber ist, dass man am Ende der Tour eine CD mit Fotos von seinem Ausflug erhält, sowie eine DVD mit einem Video der eigenen Elefantentour. Man muss sich das mal vorstellen, da fährt ein Angestellter mit seinem Moped an strategisch günstige Stellen, und wartet dort mit seiner Kamera, bis man vorbeireitet.

Balance gefunden

Man merkt garnicht, dass Fotos gemacht werden

Wenn man am Camp ankommt, bekommt man die beiden Datenträger in einer Doppel-DVD-Hülle mit Farbcover gereicht, während man noch auf dem Elefanten sitzt. Und das alles wie gesagt, für 800 Baht. Das sind 20 EUR pro Person. Weitere Informationen sowie Touren inklusive Preise kann man auf der Homepage von Thom’s Pai Elefantencamp finden.

Streicheln – schauen – Balance halten

Die Überlegung war folgende: Wenn man sich nach dem Ausritt in heissem Wasser entspannen kann, dann kann man auch durch den Fluss reiten. Wenn man allerdings in heissem Wasser entspannen möchte, dann sollte man eine Badehose dabei haben. Also heute buchen sowie bezahlen, und morgen auf dem Hals eines Elefanten durch den Fluss reiten. Nebenbei bemerkt, kann man sich bei Thom’s Pai Elefantencamp sogar Badehosen ausleihen.

Ot die lebende Treppe

Ich bin Ot. Du darfst mein Bein als Treppe benutzen.

Am nächsten Tag sitzen wir um 11.00 Uhr auf dem Rücken von Ot. Als wir das erste Mal am Paparazzi vorbeifahren, fällt er uns überhaupt nicht auf. Wir sind viel zu sehr mit streicheln, Aussicht genießen und dem Gewackel des Elefanten beschäftigt. Im Fluss werden wir einige Male durch eine leichte Schüttelbewegung von Ot ins eiskalte Wasser befördert. Nachdem wir den Fluss wieder verlassen haben, reicht der Elefant mit seinem Rüssel dem Mahout dessen Kleidung und Schuhe. Als wir wieder am Camp ankommen, bekommen wir eine Doppel-DVD-Hülle mit Farbcover hochgereicht. Ot bekommt noch ein paar dutzend Bananen, bevor wir uns im warmen Wasser entspannen.

Die Aussicht geniessen

Links festhalten. Rechts streicheln. Rundum glücklich.

Ich steh auf Elefanten

Aufgrund der vielen Haare ist es überhaupt nicht rutschig auf Ot

Tagesausflug auf Koh Samui

Es ist jetzt leider schon ein paar Tage her, dass ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. Dafür gibt es drei Gründe:

  1. Wir machen gerade Urlaub vom Urlaub
  2. Wir verbringen den gesamten Tag mit unseren Freunden
  3. Das Internet hier im World Resort ist schlechter als alles, was ich bisher erlebt habe

Ausflug auf Koh Samui mit dem Mietauto

Auch auf Koh Samui gibt es an jeder Ecke ein Tourist Office. Doch bei sechs Personen inklusive Kind ist es schwierig eine Tour zu buchen. Nicht weil es nicht möglich ist, sondern weil wir unabhängig sein wollen. In einer Gruppe mit anderen Touristen ist es nicht einfach zu sagen, uns gefällt es hier nicht. Ausserdem werden die Touristen auf Koh Samui auf der Ladefläche eines Pick-Ups transportiert. Das ist nicht so ganz das Wahre mit einem Kleinkind. Darum haben wir uns gemeinsam dazu entschieden, für einen Tag ein Auto zu mieten. Da wir alle im Urlaub sind, hat sich die Umsetzung dieses Vorhabens ein wenig heraus gezögert. Aber auch die absolut schlechte Internetverbindung hat unsere Planungen immer wieder zurück geworfen. Irgendwann letzte Woche haben wir dann ein Auto für den übernächsten Tag reserviert.

Auf Englisch bedeutet übermorgen „the day after tomorrow“, und genau das habe ich dem thailändischen Angestellten an der Rezeption auch mehrmals gesagt. Als es so schien, als würde er mich verstehen, hat er bei der Autovermietung angerufen, und das Fahrzeug reserviert. Nachdem er aufgelegt hatte, meinte er zu mir: „Ok, car have, tomorrow“. Als ich ihm dann noch einmal gesagt habe: „No, the day after tomorrow“, lachte ihn sein Kollege neben ihm aus. Nach einem weiteren Telefonat habe ich dann eine Reservierungsbestätigung für „the day after tomorrow“ um 9.00 Uhr erhalten.

Zwei Tage später, pünktlich um 9.00 Uhr wollten wir dann unser Auto in Empfang nehmen. Nach einem weiteren Telefonat war das Auto dann um 9.30 Uhr auch schon da. Das mit der Kommunikation in Thailand ist wirklich eine Qual. Für unseren Tagesausflug auf Koh Samui haben wir uns dafür entschieden, einmal um die Insel zu fahren. Am Abend zuvor hatten wir bereits auf einer Karte alle Punkte markiert, die uns interessieren.

Tagesausflug auf Koh Samui – Big Buddha

Auf einem kleinen Inselvorsprung im Norden von Koh Samui gibt es den größten Buddha auf der Insel. Inmitten einer Tempelanlage sitzt er hoch oben auf seinem Thron. Wie die gesamte Insel ist auch diese Tempelanlage sehr touristisch ausgelegt. Um zum Parkplatz fahren zu können, muss man im Schritttempo an zahlreichen Shops und Boutiquen vorbeifahren. In der Tempelanlage selbst, kann man sich von einem Mönch weihen lassen oder Opfergaben kaufen. Nach ein paar Fotos und einer Kokosnuss ging es deshalb für uns weiter zum nächsten Stopp.

Big Buddha Temple

Big Buddha Temple

Kokosnuss ist lecker

Kokosnuss ist lecker

Tagesausflug auf Koh Samui – Viewpoint

Auf Koh Samui gibt es zahlreiche Viewpoints, von denen man eine wunderschöne Aussicht auf die Insel oder auf das Meer hat. Das war es aber auch schon. Schnell noch ein paar Fotos und weiter zur nächsten Attraktion.

Ausblick vom Viewpoint

Ausblick vom Viewpoint

Viewpoint

Ostblick vom Viewpoint

Tagesausflug auf Koh Samui – Elefant Rock

Da wir nur die Karte mit den Sehenswürdigkeiten hatten, wussten wir nicht wirklich, was es mit dem Elefant Rock auf sich hat. Wir haben immer Richtung Meer geschaut und sind prompt an der Attraktion vorbeigefahren. Als wir wieder umgedreht sind, haben wir ein Schild mit zwei Pfeilen gesehen. Neben einem der Pfeile stand „Elefant Rock“ neben dem anderen stand „Foto here“. Wir mussten wirklich lange suchen und unsere gesamte Fantasie einsetzen, um am Ende hinter den typisch thailändischen Stromleitungen einen Berg zu entdecken, der wie gesagt, mit viel Fantasie, aussieht wie ein Elefant.

Elefant Rock

Strengt mal Eure Fantasie an…

Tagesausflug auf Koh Samui – Snorkeling Point

Mit besten Absichten und der Hoffnung auf wunderschönes Wetter haben wir alle unsere Badeklamotten und Schnorchel dabei gehabt. Nur leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Wellen waren viel zu hoch, das Meer aufgewühlt und auf der Windschutzscheibe konnte man die ersten Regentropfen sehen. Deshalb sind wir weiter gefahren, um uns auf den Weg zur Tigershow zu machen.

Tagesausflug auf Koh Samui – Tiger und Seelöwen Show

Auf der Karte, die wir von Koh Samui hatten, wurde die Tiger- und Seelöwen-Show groß beworben. Um 13.30 Uhr soll dort die Show statt finden. Als wir um kurz nach 13.00 Uhr dort angekommen sind, waren wir die einzigen Menschen dort. Uns wurde dann gesagt, dass die Show erst um 14.30 Uhr beginnt, und man ein Kombiticket für die Tiger, Seelöwen und die Vogelshow kaufen muss. Nach langer Diskussion haben wir uns dann auch dort entschieden, die Show nicht zu besuchen. 750 Baht pro Person, also umgerechnet fast 20 EUR war uns dann doch zuviel für ein Kombiticket für drei Shows, von denen wir aber nur eine sehen wollten. Ausserdem waren wir ein wenig stutzig, weil wir immer noch die einzigen Menschen dort weit und breit waren. Dazu kam noch, dass wir vor allem wegen der kleinen Anna, heute unbedingt noch Elefantenreiten wollten. Mit Show und Fahrt zum Elefant Trekking könnte es vielleicht doch zu spät werden.

Tagesausflug auf Koh Samui – Elefant Trekking

An den nächsten Viewpoints, Tempeln und Schießanlagen sind wir vorbeigefahren und haben uns zu dem Punkt auf der Karte begeben, auf dem Elefanten eingezeichnet waren. Die erste Strasse führte uns direkt in eine Sackgasse. Nachdem wir es endlich geschafft haben, im Nirgendwo auf engstem Raum umzudrehen, sind wir weiter zum nächsten Punkt auf der Karte gefahren, auf dem Elefanten eingezeichnet waren. Die Strasse dorthin war diesmal zwar wesentlich breiter, aber auch dort konnten wir keine Elefanten entdecken. Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns in den verschiedensten Gemütslagen. Enttäuscht, genervt, hungrig, ratlos, motiviert und verzweifelt zugleich. Doch wie heisst es so schön: „Aller guten Dinge sind drei.“ Obwohl wir fast alle dachten, es sei schon viel zu spät, selbst wenn wir die Elefanten noch finden würden, um auch noch auf ihnen reiten zu können, sind wir zum nächsten Punkt auf der Karte gefahren. Plötzlich haben wir auch Strassenschilder mit Elefant Trekking gesehen und wir mussten nur noch der Beschilderung folgen. Endlich angekommen, haben wir uns für die halbstündige Tour entschieden, die 750 Baht pro Person kostet. Kinder bis 4 Jahre dürfen kostenlos mit ihren Eltern mitreiten. Nachdem wir bezahlt haben, wurden wir von einer Frau auf einem Roller zum Elefant Trekking geleitet. Zusammengefasst waren wir an vier verschiedenen Orten, bis wir endlich den ersten Elefanten gesehen haben. Die Tour und alles drum herum ist wirklich sehr, sehr touristisch. Aber so ist das nunmal. Wenn wir die Tour nicht machen, macht sie jemand anderes. In Deutschland gehen wir auch alle in den Zoo und da macht sich kaum jemand Gedanken um die Tiere. Wenn ich dann aber sehe, mit welcher Freude die kleine Anna das Elefantenbaby am Ende unserer Tour gefüttert hat, sehe ich die kurze Eisenkette kaum noch. Wenn ich dann höre, wie viele Stunden und Tage die kleine Anna von dem Elefantenbaby schwärmt und sich ständig die Fotos anschaut, vergesse ich den Schlag mit der Eisenharke auf den Kopf des Elefanten. Wenn Elefanten dazu trainiert werden, schwere Baumstämme aus dem Urwald zu transportieren, um für uns aus den Bäumen Parkettböden und Möbel herstellen zu können, ist das OK. Wenn die selben Elefanten eingesetzt werden, um Touristen eine halbe Stunde im Kreis zu transportieren, macht man sich plötzlich Gedanken. Ist es in Ordnung einen Hund zu halten? Ist es in Ordnung ein Aquarium zu besitzen? Ist es in Ordnung ein Pferd im Stall zu haben? Oder sollte man am besten Veganer werden? Ich bin kein Philosoph oder Naturschützer, um diese Fragen beantworten zu können. Ich für meinen Teil kann aber sagen, dass das Elefant Trekking definitiv ein unvergessliches Erlebnis gewesen ist.

The Big Boss

The Big Boss

Ich will eine Banane

Ich will eine Banane

Oooh kleines Elefantenbaby

Oooh kleines Elefantenbaby

Waterfall 2

Der Nah Muang Wasserfall grenzt direkt an das Elefant Trecking