Wir stehen vor einem Zeitproblem

Fantastisch! Die Hütte steht noch und die Arbeit an meinen Apps und meiner Webseite wird weniger. Wir stehen vor einem Zeitproblem, denn am 30. März wollen wir in Suan Mokkh in Surat Thani sein.

Eins nach dem anderen

Welche Hütte? Die Hütte auf die wir letzte Woche aufgepasst haben! Auch wenn man auf so einer Reise ab und zu mit dem Gedanken spielt, ein Guesthouse zu eröffnen, so sollte man sich das wirklich ganz genau überlegen. Wir haben in dieser Woche nur einen Bruchteil von dem gemacht, was unser Freund dort täglich macht. Viele Dinge werden zwar zur Routine, aber irgend etwas ist immer los. Mal gehen die Getränke aus, mal sitzt ein Japaner mitten in der Nacht im Wohnzimmer. Manchmal wird Abends gekocht, und irgendwo ist immer irgendjemand, von dem ich mich vom Arbeiten abhalten lasse.

Schritt für Schritt

Arbeit an meinen Apps und meiner Webseite? Um die Verkäufe meiner Apps sowie den Erlös durch Werbeeinnahmen zu steigern, arbeite ich seit kurzem mit einer angeblichen Marketing Expertin zusammen. Ich habe die Frau noch nie gesehen. Wir haben lediglich über Skype Kontakt. Sie sagt mir was ich alles ändern muss. Ich ändere alles. Webseiten Design, Meta Tags, Keywords, Deadlinks, Content Seiten, Links, Pages und URL’s. Ich nehme Einstellungen an Google Analytics, Webmaster Tools und meiner Webseite vor, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Ich schreibe Content um Backlinks zu erzeugen und nebenbei schreibe ich auch noch an einer neuen App.

Der perfekte Plan

Wir stehen vor einem Zeitproblem? Es ist auf jeden Fall so, dass man als Deutscher bei der Einreise von Kambodscha nach Thailand über den Landweg, vier Wochen Visa erhält. Das bedeutet für uns, unser Visa läuft am 10. April aus. Unser Zeitproblem besteht darin, dass unser Aufenthalt in Suan Mokkh erst am 11.April enden wird. Um unsere Asienreise mit ein paar ruhigen und entspannten Tagen ausklingen zu lassen, um unsere Eindrücke der letzten acht Monate Revue passieren zu lassen, um uns von Suan Mokkh zu erholen, um uns ein wenig auf Australien vorzubereiten und weil uns gesagt wurde, von Phuket kann man günstig nach Perth fliegen, haben wir uns folgenden Plan ausgedacht:

  • Nach Koh Phayam fahren um herauszufinden, ob es uns dort gefällt
  • Am 30. März einen Visa Run nach Myanmar machen, um bis einschließlich 28.April Visa zu haben
  • Mit dem Bus nach Suan Mokkh fahren
  • Am 31. März in Suan Mokkh die Anmeldeprozedur überstehen
  • Am 11. April wieder auf Koh Phayam sein, um uns von Suan Mokkh zu erholen
  • Mit dem Bus nach Phuket fahren
  • Ende April von Phuket nach Perth fliegen

Schritt 1: Nach Koh Phayam fahren

Wie bereits erwähnt, wir stehen vor einem Zeitproblem! Keine Hektik! Wie der Thailänder gerne sagt: Easy! Eins nach dem anderen! Ich fahre die Scheuklappen hoch, und arbeite Schritt für Schritt meine Liste ab. Ich folge meinem mehr oder weniger perfekten Plan, und befinde mich plötzlich auf Koh Phayam. Nachdem wir schon vor der Ankunft gewusst haben, dass uns die Insel gefallen wird, haben wir Zeit gehabt das zu tun, was man tut, wenn einem ein Stück Land gefällt. Man vermisst den Grund!

Wir stehen vor einem Zeitproblem

Der erste Schritt lautet: Nach Ranong fahren

Koh Phayam

Von Ranong geht es weiter mit dem Slow Boat nach Koh Phayam…

Heimat des Hornbill

…der Heimat des Hornbill. Überall auf der Insel sieht man diese wunderbaren Vögel herum fliegen.

Koh Phayam hat uns gefallen

Koh Phayam hat uns so gut gefallen…

Land vermessen

…das wir das Land vermessen haben.

Zeit, um aus der Reihe zu tanzen

Zeit, ohne Musik und Tanz

Die wenigen, die meine Reise verfolgen, werden sich vielleicht ein wenig über meinen letzten Eintrag gewundert haben. Und selbst wenn man mein schlechtes Englisch meint verstanden zu haben, so werden trotzdem nur sehr wenige wirklich verstanden haben. Ab und zu ist nunmal die Zeit, um aus der Reihe zu tanzen. Das Selbe gilt auch für meinen letzten Eintrag.

Housesitter gesucht!

Das ist jetzt doch schon ein wenig her, das wir aus Kambodscha wieder in Bangkok angekommen sind. Vor allem ist dort einiges passiert. Zusammen mit meinem Neffen kommen wir in Bangkok an. Der Eigentümer unseres Guesthouses hat uns schon sehnlichst erwartet, denn alle Zimmer sind belegt und er muss unbedingt etwas auf seinem Land im Süden Thailands erledigen. Zusammen mit Beatrice sollen wir das Guesthouse am laufen halten.

Obwohl wir uns erst seit ein paar Monaten kennen, vertraut er uns sein Haus an. Die gesamte nächste Woche dürfen wir für das Haus und die Gäste sowohl Hausmeister, Gärtner und Klempner sowie Tourguide, Rezeptionist und Zimmermädchen sein. Wenn man bei seiner Ankunft jedoch mit „You look so tinny“ begrüßt wird, dann baut man das bisschen Guest-Hausarbeit gerne in den Tagesablauf mit ein.

Bangkok Tourguide

Jedes Mal, wenn ich mitbekomme, dass jemand meinen Blog liest, dann freut mich das sehr. Und mein Neffe ist während seiner Vorlesungen anscheinend absolut unterfordert. Denn er hat jeden meiner Einträge gelesen und wusste daher auch in Bangkok, was wir uns alles anzuschauen haben. Während der nächsten vier Tage haben wir in Bangkok folgendes erlebt:

  • Wir haben Stunden auf dem Jatujak Wochenendmarkt verbracht. Danach hat sich mein Neffe eine Massage gegönnt.
  • Wir haben einen gesamten Nachmittag im IMAX 4D Kino verbracht. Danach hatten wir alle einen Ohrwurm.
  • Wir sind mit den kleinen Booten auf dem Klong, mit dem Bus, dem Skytrain, Taxis aber keinem Tuk-Tuk gefahren.
  • Wir haben uns den Park angesehen, wo wir – wie auch heute – morgens Sport machen. Von dort ging es weiter zum Essen nach India Town.
  • Wir waren auf dem Fruchtmarkt und haben frische Kokosnüsse getrunken.

Warum wir sogar zwei Mal bei einem Tempel gewesen sind und warum das mehrere Tausend Baht gekostet hat, möchte Euch mein Neffe selbst erzählen. Das Ende seiner Geschichte wird auf jeden Fall sein, dass wir beide im Anschluss daran auf der Khao San Road gelandet sind. Und obwohl sich mein Neffe für den nächsten Morgen einen Wecker gestellt hat, kam er komischerweise nicht aus dem Bett. Blöd nur, wenn der Flieger zurück nach Deutschland erreicht werden muss. Gut allerdings, wenn der Onkel auch einen Wecker dabei hat.

Ein guter Chef

Als wir auf Koh Rong in Kambodscha waren, habe ich meinen Neffen gefragt, was er eigentlich genau studiert. Ich wollte wissen, wie denn so eine typische Stellenanzeige aussieht, auf die er sich später einmal bewerben möchte. Also so ganz habe ich das Ganze immer noch nicht verstanden, aber ich glaube, er studiert „Chef werden“. Wenn ich damals schon gewusst hätte, dass es so einen Studiengang gibt, dann hätte ich gar nicht den Umweg über den Informatiker nehmen müssen. Aber die Zeiten ändern sich. Alles ist schneller und hektischer geworden. Da freut es mich persönlich sehr, dass sich mein Neffe die Zeit genommen hat, sich mit uns gemeinsam Bangkok und Kambodscha anzusehen. Ich habe jede Minute genossen und ich glaube, mein Neffe wird bestimmt ein guter Chef werden. Das nächste Mal aber, lieber Sebastian, bring bitte Deine Schwester mit.

Ich werde die nächsten paar Tage in Bangkok noch nutzen, ebenfalls ein guter Chef zu sein. Ich habe die letzten drei Wochen kaum mit meiner Angestellten kommunizieren können. Ich muss die nächsten paar Tage ganz schön ranklotzen, damit die gute Frau wieder weiter arbeiten kann. Wenn ich das Timing für diese Aktion so im Nachhinein betrachte, dann ist der Zeitpunkt für eine SEO einer Webseite wirklich sehr schlecht gewählt. Es ist nicht immer einfach, Arbeit und Vergnügen zu vereinen, vor allem nicht, wenn man teilweise mehrere Tage keine Verbindung zum Internet hat.

Wie buche ich das richtige Zimmer

Wenn man ständig unterwegs ist, dann ist eines der wichtigsten Dinge, die man benötigt, eine Unterkunft. Aber wie genau buche ich das richtige Zimmer? Pauschal sagen kann man das meiner Meinung nach nicht.

Das richtige Zimmer ist Geschmacksache

Zu viele Faktoren spielen dabei eine Rolle, und jeder Mensch hat andere Vorlieben, Ansprüche und Vorstellungen über das richtige Zimmer. Manchen reicht ein Zimmer alleine nicht aus, da müssen es gleich mehrere sein, andere wiederum wollen nur in einem Bungalow übernachten. Für einige ist es das Beste sich einfach ein Wohnmobil zu mieten und das richtige Zimmer immer dabei zu haben. Sei es ein Home Stay, eine Privatvilla oder eine 6* Suite, nicht alleine das Budget entscheidet über die Art der Unterkunft.

Home Stay im Hinterhof

Tut es das Homestay im Hinterhof?

Klein aber fein

Oder doch das kleine Hotel in der Seitenstraße?

Bungalow

Oder sollte es schon ein eigener Bungalow sein?

Privatvilla

Vielleicht sogar die Privatvilla inklusive  Gärtner?

Was für mich wichtig ist

Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass man sich vorher genau überlegen muss, worauf es einem persönlich ankommt. Bei mir haben sich im Laufe meines Aufenthalts die Auswahlkriterien bereits so stark geändert, dass es mir mittlerweile schon fast egal ist, wo ich schlafe. Hauptsache kostenloses W-Lan ist im Preis inbegriffen.

Was mir einmal wichtig war

Anfangs war es mir noch wichtig, dass es eine Klimaanlage sowie warmes Wasser gibt, aber mal ganz ehrlich: Wenn es tagsüber total heiss ist, hält man sich sowie nicht im Zimmer auf, und wenn es dann abends kühler wird, kann ich mittlerweile auch wunderbar mit einem Ventilator schlafen. Warmes Wasser ist zwar ab und zu in Ordnung, aber bei der Hitze, die in Asien herrscht, ist eine kalte Dusche einfach nur wunderbar. Wenn man eine warme Dusche möchte, dann duscht man einfach am Nachmittag, wenn die pralle Sonne die Wassertanks aufheizt. Aber Vorsicht, damit man sich nicht verbrüht.

Jeder hat seinen eigenen Wasserturm

Wenn den ganzen Tag die Sonne auf die Tanks scheint, ist das Wasser brühend heiss

Einfach drauf los

Wenn es einem nichts ausmacht, mit seinem gesamten Gepäck durch die Mittagshitze zu spazieren, um das richtige Zimmer zu finden, dann kann man das machen. Ob man so jedoch das richtige Zimmer findet, ist dann eine Frage des Durchhaltevermögens. Früh am Morgen ist das vielleicht noch möglich, doch in der prallen Mittagssonne bin ich persönlich dann froh, wenn ich endlich einen Platz habe, wo ich meinen Rucksack abstellen kann und mich vom Schweiss befreien kann. Wenn ich am Abend ein Zimmer suchen muss, bin ich meistens bereits den ganzen Tag unterwegs gewesen. Auch dann bin ich eigentlich froh, wenn ich endlich mein Gepäck ablegen und mich duschen kann. Am besten man bezahlt dann nur für eine Nacht und nutzt die Unterkunft als Basis zur Wahl des richtigen Zimmers.

Vorteile von Onlineportalen

Natürlich stehen auch noch die diversen Onlineportale zur Verfügung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man über diese Portale die meisten Zimmer sogar günstiger bekommen kann, als wenn man direkt vor Ort nach dem Preis fragt. Manchmal kann man sich noch zusätzlich Geld sparen, wenn es beispielsweise einen kostenlosen Airport-Shuttle gibt, oder man mit einem Klick und ohne Aufpreis noch Frühstück dazu buchen kann. Diese Onlineportale sind auch ein Grund, warum ich immer kostenloses W-Lan bei meiner Unterkunft dabei haben möchte.


Bewertungen richtig beurteilen und filtern

Falls ich über ein Onlineportal ein Zimmer buche, dann sehe ich mir auch die Bewertungen zu der Unterkunft an. Diese Bewertungen sind eigentlich der Grund, warum ich gerade diesen Blog schreibe. Es ist immer wieder faszinierend, diese Bewertungen zu lesen. Wie man dadurch das richtige Zimmer findet, ist mir bisher ein Rätsel. Ich lese mir die ersten zehn Bewertungen durch, dabei finden sich welche, in denen steht: Das Personal war total unfreundlich. Gleich darunter stehen Bewertungen in denen das Personal ständig ein Lächeln auf den Lippen hatte und bei jedem Problem geholfen hat. Ein anderer schreibt, dass das Bad dreckig und abstoßend ist. Eine Seite weiter schreibt dann ein Gast, der nur drei Tage vorher seine Bewertung abgegeben hat, er habe noch nie so ein schönes Badezimmer in diesem Land gesehen. Cool finde ich auch die negativen Bewertungen über ein Hotel, in denen dann zu lesen ist: Das Wetter war viel zu heiss. Es war zu windig und die Wellen waren zu hoch. Was bitte hat das mit dem Zimmer zu tun? Die meisten deutschen Gäste geben eine negative Beurteilung ab, weil es beim Frühstück keine Wurst oder Käse gibt. Manche finden, das Zimmer ist in die Jahre gekommen und andere wiederum schreiben es ist OK. Wie man sieht, ist es am wichtigsten die ganzen Beurteilungen danach zu filtern, was einem persönlich für das richtige Zimmer für sinnvoll erscheint.

Bewertungen

Bewertungen filtern und richtig beurteilen

Manchen kann man es nicht recht machen

Ich weiss nicht, ob es den Leuten auffällt, das es Zimmer für 8 EUR die Nacht und 800 EUR für eine Nacht gibt. Man kann doch nicht erwarten, dass ich bei einer 8 EUR Unterkunft die selbe Ausstattung habe wie bei einem Luxusressort. Es gibt nunmal sehr selten einen Wasserkocher oder kostenloses Shampoo und Duschgel bei einem Zimmer in der untersten Preiskategorie. Ich verstehe auch nicht, warum sich Leute darüber beschweren dass es in einem Strandhaus, welches 15 Meter vom Meer entfernt ist, zu wenig Programme im Fernseher gibt. Aber diese Leute verstehen wahrscheinlich auch nicht, warum für mich kostenloses W-Lan wichtig ist. Warum man allerdings eine negative Bewertung darüber abgibt, weil es nachts auf dem Zimmer viel zu leise ist, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Vielleicht sollten diese Leute einfach das nächste mal in einer Diskothek buchen anstatt in einem Hotel.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wie Ihr lesen könnt, ist es überhaupt nicht einfach, das richtige Zimmer zu finden. Jeder Mensch hat ein anderes Empfinden darüber, was er von einem Hotel erwartet. Ich erwarte mittlerweile nichts mehr, so kann ich so gut wie nicht enttäuscht werden. Ausser das angepriesene Internet funktioniert nicht, weil die Rechnung nicht bezahlt wurde. Da bin ich dann froh darüber, dass ich eine Pre-Paid Karte besitze, mit der ich mir zur Not eine andere Unterkunft suchen kann. Oder ich gehe abends los und klappere eine Unterkunft nach der anderen ab, lasse mir die Zimmer zeigen und frage die Gäste in der Lobby ob sie Internet haben.

Die Lobby

In der Lobby einfach mal die Gäste fragen, wie es ihnen gefällt

Alternativen zu den Onlineportalen

Wenn es einem nichts ausmacht, bei völlig fremden Menschen an der Haustür zu klingeln und nach einem Schlafplatz zu fragen, dann kann man das machen. Alternativ dazu gibt es neben den folgenden Möglichkeiten sicherlich auch noch weitere. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Couchsurfing

Reisebekanntschaften

Housesitting

Flughafen

Hängematte

In einem Schlafbus oder Schlafwagon reisen

Campingplatz

Ein Wohnmobil mieten oder kaufen

Zelten

Alternativ kann man auch mal Zelten. Equipment vorrausgesetzt.

Alternative

Hey, immerhin gibt es Matratzen und Kissen. Wer braucht da schon eine Wand?

Leute gibt’s, die gibt’s gar nicht

Es gibt Leute, die gibt’s gar nicht

Housesitting und Couchsurfing

Auch wenn wir heute wieder einmal einen Tag eingelegt haben, an dem wir nichts unternehmen wollten, irgendwas passiert immer. Da wir uns vor einigen Wochen bei TrustedHouseSitters angemeldet haben, und bisher noch keinen Job als Housesitter bekommen haben, sind wir zu Franky gegangen, um unser Bewerbungsprofil checken zu lassen. Da Franky in England studiert und somit mehrere Jahre dort gelebt hat, kann sie sehr gut Englisch sprechen. Sie hat auch gemerkt, dass unser Profil noch nicht ganz vollständig ist, und uns unter anderem noch ein Video fehlt. Man muss immer nur über alles reden, denn nur so konnte sie uns anbieten, zu ihrer Tante zu fahren. Ihre Tante hat mehrere Hunde und sie meinte, dass dies die perfekte Umgebung für ein solches Video sei. Wir können die Hunde waschen und mit ihnen spazieren gehen, und Franky hat uns angeboten, uns dabei zu filmen. Sie fragte uns dann, ob wir uns auch schon als Couchsurfer angemeldet haben. Man bekommt dort zwar nicht gleich ein ganzes Haus zur Verfügung gestellt, aber immerhin eine Couch und man braucht auch keine Tiere zu pflegen. In teuren Städten wie z.B. Singapur würden ein bis zwei Nächste ohnehin ausreichen und das Teuerste ist dort nunmal die Unterkunft. Als wir uns dort angemeldet hatten, zeigte uns Franky ihr Profil, und wir haben uns die Fotos angeschaut, die sie dort hochgeladen hat. Zu jedem Bild hat sie uns eine Geschichte erzählt und eine war unglaublicher als die andere.

Couchsurfing

Eigentlich alles was man braucht. Ein Platz zum Schlafen.

An Dreistigkeit kaum zu überbieten

Einige von ihren Geschichten möchte ich hier erwähnen, denn es gibt Leute, die gibt’s gar nicht. Einer ihrer Gäste beispielsweise hat sich für lediglich zwei Tage im Home Stay NOOK eingemietet. Doch das hat sie nicht davon abgehalten, nach den zwei Tagen immer noch unangemeldet in das Home Stay zu gehen. Dort hat sie sich dann aus der Wäschekammer ein Handtuch genommen und hat sich mehrfach eine Dusche gegönnt, bis Franky meinte, das geht so nicht.

Geld ist zum Ausgeben da

Ein anderes Mal hatte sie Gäste aus Afrika. Eigentlich wurden sie nach Malaysia eingeladen, um einen Kurs zu besuchen. Sogar Taschengeld für ihren Aufenthalt haben sie von der Malaiischen Regierung bekommen. Doch in dem Kurs haben die Leute nur geschlafen. Nachts haben sie gefeiert und am Wochenende haben sie ihr gesamtes Geld für Shopping ausgegeben. Sie haben ihr ganzes Geld verprasst, so dass sie sich nicht einmal mehr die Rückflugtickets kaufen konnten. Um die Gäste wieder loszuwerden, musste Franky die Flugtickets für sie bezahlen.

Hauptsache Geld verdienen

Ebenfalls witzig war die Geschichte der beiden Italiener, die ein vegetarisches Restaurant in Kuching eröffnet haben. Die beiden hatten keinerlei Gepäck, und die Kleidung die sie trugen war verdreckt und hat gestunken. Sie hatten nichts, ausser dem was sie an hatten. Vor lauter Mitleid hat Franky ihnen frische Hosen und T-Shirts gekauft und den beiden bei der Eröffnung ihres Restaurants geholfen.

Ich will hier nicht weg

Weniger witzig aber trotzdem erwähnenswert waren die beiden Jungs aus Deutschland. Den beiden hat das Home Stay NOOK so gut gefallen, dass sie insgesamt zwei Monate hier geblieben sind. Im Gegensatz zu den Afrikanern, die kein Geld mehr für ihre Rückflüge hatten, haben diese beiden insgesamt fünf mal ihre Flüge verfallen lassen. Nur weil einer der beiden eine Verabredung mit seiner Lebensgefährtin in Thailand hatte, sind sie dann schweren Herzens abgeflogen.

Ich will hier eigentlich schon weg

Die letzte Geschichte erinnert mich an die beiden Franzosen, die zur selben Zeit wie wir und den beiden Jeroens hier im Home Stay NOOK gewohnt haben. Bevor sie weiter auf die Philippinen fliegen wollten, sind wir am letzten Abend alle zusammengesessen, um noch ein paar Bierchen zu trinken. Alle haben die Zeit vergessen, denn wir hatten wirklich viel Spass. Zwei Stunden vor Abflug, sind die beiden Franzosen dann doch noch ins Bett gegangen. Obwohl Franky dann mehrmals versucht hat, sie zu wecken, haben die beiden Franzosen nicht reagiert und ihren Flug verpasst. Statt auf die Philippinen ging es dann für die beiden drei Tage später in Richtung Kambodscha.

Leute gibt's, die gibt's gar nicht

Leute gibt’s, die gibt’s gar nicht

Ich bin wirklich gespannt, ob meine Lebenspartnerin und ich am 21.Oktober unseren Flug erwischen. Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.