Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai

Gleich am Tag unserer Ankunft in Chiang Mai haben wir in unserem Homestay einen Tagesausflug zu den den Langhalsfrauen gebucht. Die Langhalsfrauen sind der letzte Punkt eines 12 Stunden langen Tagesausflugs, bei dem man die meiste Zeit im Kleinbus verbringt.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai

Seit unserer total planlosen Besteigung des Schichtvulkans Rinjani fragen wir bei jeder Tour, die wir buchen nach, ob man dort Bergsteigen muss. Wenn dem so ist, dann machen wir die Tour nicht mit. Denn der Aufstieg auf den Rinjani hat uns unsere Grenzen gezeigt, und diesen Fehler wollen wir nicht noch einmal machen. Bei unserem heutigen Ausflug werden wir allerdings die meiste Zeit im Kleinbus sitzen, während wir von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gefahren werden.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Hot Spring

Jedes Mal wenn wir an einen Hot Spring denken, gehen wir davon aus, dass es sich um eine heisse Quelle handelt, an der man sich seine Badeklamotten anziehen kann, und sich in einem warmen See ein bisschen entspannen kann. Aber auch heute wurden wir diesbezüglich enttäuscht. Der Hot Spring von Chiang Mai ist ein heisser Wasserstrahl, der etwa drei Meter in die Luft strahlt. Gleich daneben befindet sich ein kleines heissen Becken, in dem die Einheimischen kleine Wachteleier kochen. Ringsherum gibt es zahlreiche Souvenirstände und kleine Cafés. Lange hat der Aufenthalt dort auch nicht gedauert. Nach zehn Minuten ging es weiter zum nächsten Highlight.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai - Hot Spring

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Hot Spring

Wachteleier kochen

Gleich daneben werden in der heissen Quelle Wachteleier gekocht

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der weisse Tempel – Wat Rong Khun

Und das war definitiv ein Highlight. Wenn nicht sogar das Highlight unserer gesamten Thailandreise. Wenn man den weissen Tempel gesehen hat, muss man sich keinen anderen Tempel mehr ansehen. So eine wunderschöne Tempelanlage habe ich bisher noch nie zuvor gesehen. Die gesamte Anlage ist schneeweiss. Überall, wo man hinsieht, gibt es Verzierungen. Am Zaun, den Stufen, den Wänden und den Decken. Einfach alles was man sich vorstellen kann, ist mit Totenköpfen, Drachen, Elefanten, Statuen und Ornamenten verziert. Auf jeder Verzierung befinden sich je nach Größe, hunderte von kleinen Spiegeln, die in der Sonne funkeln. Alles scheint in Bewegung zu sein. Direkt am Eingang ist eine lebensgroße Pappfigur des Architekten der Tempelanlage, Chalermchai Kositpipat. Zum Wat Rong Khun gelangt man über eine Brücke. Sie symbolisiert den Übergang vom Zyklus der Wiedergeburt zum Raum Buddhas. Wenn man über die Brücke geht, sieht man auf beiden Seiten hunderte steinerne Hände und Gesichter, die sich gen Himmel strecken. Das Innere des Tempels ist im Gegensatz zum Tempel kunterbunt. Leider hat unser Aufenthalt dort nur eine halbe Stunde gedauert. Gerne hätte ich dort noch ein wenig mehr Zeit verbracht, um mir die vielen Figuren und Malereien im Inneren des Tempels genauer anzusehen.

Wat Rong Khun

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der weisse Tempel – Wat Rong Khun

Hunderte Spiegel

Alles war mit hunderten kleinen Spiegeln verziert…

Verspiegelte Figuren

…jede Figur…

Du!

…das Brückengeländer zum weissen Tempel…

Verzierte Fenster

…und jedes Fenster war wunderschön anzusehen.

Hände strecken sich gen Himmel

Auf beiden Seiten der Brücke zum Tempel, strecken sich Hände gen Himmel

Durch ein Fenster in den Tempel

Im Inneren des Tempels war das Fotografieren verboten. Durch ein Fenster konnte man dann aber von aussen Fotos machen.

Nebentempel

Nebentempel des Wat Rong Khun

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Das Goldene Dreieck

Unser nächster Halt war das Goldene Dreieck. Das Goldene Dreieck ist ein Synonym für die Opium- bzw. Heroinherstellung und den Drogenhandel in Südostasien. Der Begriff stammt aus dem Jahr 1971. Er geht zum einen auf die geometrische Form der ein Dreieck bildenden Länder Myanmar, Thailand und Laos zurück, zum anderen wahrscheinlich auf das Gold, mit dem chinesische Händler anfänglich das Opium bezahlten. Am Goldenen Dreieck hätten wir noch die Möglichkeit gehabt, mit dem Boot nach Laos zu fahren und dort auf dem Markt ein paar günstige Souvenirs einzukaufen. Aber nachdem der Tagesausflug an sich schon fast 12 Stunden dauert und die Überfahrt inklusive Aufenthalt auf dem Markt weitere eineinhalb Stunden, haben wir uns alle dagegen entschieden. Also sind wir mit dem Kleinbus weiter zur Grenze nach Myanmar gefahren.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai - Das Goldene Dreieck

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Das Goldene Dreieck

Boote nach Laos

Wir haben uns alle gegen eine Bootsfahrt nach Laos entschieden

Drei Länder Eck

…zwischen Thailand, Myanmar und Laos.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der Grenzübergang zu Myanmar

Was will man da viel schreiben? Der nächste Halt war der Grenzübergang zu Myanmar. Wir waren am nördlichsten Punkt Thailands und konnten mit bloßem Auge nach Myanmar sehen. Rings um den Grenzübergang gibt es einen Markt, aber auch hier wollte keiner der Teilnehmer etwas einkaufen. Lediglich ein paar Erfrischungsgetränke haben wir uns gekauft. Anschließend sind wir in ein Restaurant gefahren worden, um dort zu essen. Die Kosten für das Essen ist im Preis der Tour inbegriffen. Es gab ein All-You-Can-Eat Buffet mit Vorspeisen, Hauptgerichten, Suppen und Nachspeisen. Nach etwa einer Stunde ging es dann endlich zu den Langhalsfrauen.

Grenzübergang Myanmar

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der Grenzübergang zu Myanmar

Nördlichster Punkt Thailands

Vom nördlichsten Punkt Thailands…

Stachelzaun

…konnten wir vorbei am Stacheldrahtzaun…

Myanmar

…direkt nach Myanmar sehen.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Die Langhalsfrauen

Also irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt. Aber die Langhalsfrauen sind, wenn es mal realistisch betrachtet, nur noch eine Touristenattraktion. Im Dorf der Langhalsfrauen angekommen, befindet man sich auf einen riesigen großen Platz. Ringsherum steht eine Bambushütte neben der anderen. Unter jeder Bambushütte ist ein Souvenirshop und ein Webstuhl. An den Webstühlen sitzen die Langhalsfrauen und stellen Tücher für die Touristen her, vom fünf Jahre alten Kind bis zur 70 Jahre alten Frau. Alle tragen einen Halsschmuck, der ursprünglich dazu gedient hat, um sich vor Tigerbissen zu schützen. Die Langhalsfrauen, die ursprünglich aus Myanmar oder Laos stammen, haben keine Schulbildung und können kaum thailändisch sprechen. Durch die Massen an Touristen, die jeden Tag in das Dorf gekarrt werden, sprechen sie aber zumindest so gut Englisch, dass man sich ein wenig mit ihnen unterhalten kann. Mit den Tüchern, dem Schmuck und den kleinen Figuren, die es an jedem Souvenierstand zu kaufen gibt, verdienen sich die Langhalsfrauen ihren Lebensunterhalt. Die Männer des Dorfes arbeiten in der Stadt, und sie sind auch die einzigen im Dorf, die eine Schule besucht haben. Zwischen den Langhalsfrauen kann man auch ab und zu Langohrenfrauen sehen. Diese haben riesige Ringe in den Ohren, die „only for beautyful“ sind.

Das Langhalsfrauen Dorf

In den Bambushütten im Dorf der Langhalsfrauen…

Kleinkind beim Weben

…saßen kleine Kinder beim Weben…

Fast noch ein Baby

…angefangen vom Kleinkind…

Langhalsfrau

…bis hin zur alten Frau…

Souveniershop einer Langhalsfrau

…haben sie dort Souvenirs für die Touristen hergestellt und verkauft.

Mit 5 Jahren bekommen Mädchen die Ringe

Mit 5 Jahren bekommen die Mädchen im Dorf die Ringe um den Hals

Langohrenfrau

Neben den Langhalsfrauen gab es auch Langohrenfrauen im Dorf

Das war dann auch das Ende unserer Tour. Nach über drei Stunden fahrt im Minibus, wurden alle Teilnehmer wieder vor ihren Hotels oder Homestays abgesetzt. Die gesamte Tour, inklusive Abholung und Mittagsbuffet hat 1000 Baht pro Person gekostet. Ich finde, dass dies unsere schönste Tour gewesen ist, die wir in unserem Urlaub gemacht haben. Am Besten hat mir der weisse Tempel gefallen, der in seiner Schönheit alle anderen Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai in den Schatten gestellt hat.