Von Siem Reap nach Phnom Penh

Sebastian hat mir aus Deutschland, so wie es sich für einen guten Neffen gehört, natürlich auch etwas mitgebracht und zwar gute und allerorts bekannte, frische, deutsche Grippebakterien. Da bin ich erstmal platt gewesen.

Mit dem Speedboat nach Phnom Penh

Trotzdem wollten wir mit dem Speedboat von Siem Reap nach Phnom Penh fahren. Ich habe die meiste Zeit der Bootsfahrt geschlafen. Als wir dann aber aufgrund von Fischernetzen in der Schiffsschraube einen Zwangsstopp einlegen mussten, habe ich meinen Schlafplatz auf das Dach des Speedboats verlegt. Nach endlosen Tauchgängen des Kapitäns im trüben, braunen Wasser, war die Schiffsschraube wieder frei von Fischernetzen.

Von Siem Reap nach Phnom Penh

Aufgrund von Fischernetzen in der Schiffsschraube mussten wir einen Zwangsstopp einlegen.

Sebastian auf der Reling

Danach ging es weiter mit vollem Tempo…

Schwimmendes Dorf

…vorbei an schwimmenden Dörfern nach Phnom Penh.

Phnom Penh Hafen

In ein paar Wochen kann man diese Bootsfahrt nicht mehr machen. Dann ist der Fluss zu ausgetrocknet und das Speedboat kann nicht mehr verkehren.

Einsame Bakterien

Am späten Nachmittag haben wir Phnom Penh erreicht. Eigentlich haben wir gedacht, wir gehen auf den Nachtmarkt um etwas zu essen. Aber in Wirklichkeit war es so, dass wir zum Nachtmarkt gegangen sind, damit sich meine Grippebakterien nicht so alleine fühlen. Wenn ich nichts Schlechtes gegessen habe, dann habe ich zumindest etwas zu Fettiges gegessen. Die Khmer’er Küche hat mir an diesem Abend auf jeden Fall nicht gut getan.

Phnom Penh Nachtmarkt

Auf dem Nachtmarkt von Phnom Penh kann man unter anderem…

Essen auf dem Nachtmarkt

…essen. Tische und Stühle gibt es nicht, nur einen Teppich mitten auf dem Markt.

Logistische Herausforderung

Während Sebastian und Beatrice am nächsten Tag gemeinsam die Killing Fields besucht haben, bin ich im Hotel geblieben und habe versucht mich zu erholen. Am selben Abend fühlte ich mich zwar noch nicht besser, aber Hunger hatte ich trotzdem. Wir haben dem Essen auf dem Nachtmarkt eine zweite Chance gegeben. Diesmal hat uns allen das Essen geschmeckt und es ist auch nicht zu fettig gewesen. Aber anscheinend haben sich die restlichen Grippeviren im Körper von Sebastian ebenfalls alleine gefühlt.

Phnom Penh Killing Fields

Während sich Sebastian und Beatrice die Killing Fields angesehen haben…

Phnom Penh

…habe ich mich im Hotel ausgeruht. Am Abend sind wir dann gemeinsam in Phnom Penh herumgeschlendert.

Es erfordert nun präzise Toilettenplanung bei der morgigen Busfahrt von Phnom Penh nach Koh Rong.

Vergesst bitte alle Geschichten über die Preise in Asien

Endlich ausgeschlafen, wunderschönes Wetter und ein schöner Strand. Auch eine Hängematte hängt wieder direkt vor unserer Haustür. Doch als erstes geht es in das nächste Restaurant um die thailändischen Köstlichkeiten auszuprobieren.

Vergesst was Ihr über die Preise in Asien gehört habt

Die Preise hier auf Koh Samui sind bei weitem nicht so, wie immer alle sagen. Eine Mahlzeit für zwei Personen kostet inklusive Getränke mehr als 10 EUR. Einen großen Unterschied zum Essen in Malaysia oder Indonesien konnte ich bisher nicht feststellen. Ich glaube dieser Ort ist einfach zu touristisch. Wenn ich etwas Scharfes essen möchte, dann schauen mich die Einheimischen komisch an und fragen mehrfach nach. Am Nachbartisch wird die Frage, ob das Essen scharf sein darf, mit mehrfachen „NO NO NO“ beantwortet. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, zu jeder Mahlzeit fünf Chilis zu bestellen.

Preisliste eines Restaurants auf Koh Samui

Preisliste eines Restaurants auf Koh Samui

Man kann nicht für 1 EUR essen

Ganz ehrlich, vergesst alles war Ihr von Pauschalreisenden bisher über die Preise in Asien gehört habt. Man kann zu 100% nicht für 1 EUR inklusive Getränke essen. Man bekommt zu 100% kein scharfes Essen, auch wenn man es bestellt. Es gibt hier mittlerweile so viele Touristen, dass sich die Länder viel zu sehr angepasst haben.

Ich persönlich habe noch nie einen Asiaten gesehen, der Trinkgeld gegeben hat. In vielen Ländern wird das sogar als Beleidigung angesehen. Trotzdem geben Touristen bis zu 25% Trinkgeld. Das Einzige, was damit erreicht wird, ist, dass die Asiaten davon ausgehen, das Essen sei viel zu günstig und man kann leicht 25% mehr dafür verlangen. Und wenn die Touristen schon für Essen freiwillig 25% mehr bezahlen, dann kann man die Unterkunft auch gleich teurer machen. Genauso den Transport und so weiter und so fort.

Preise für Cocktails auf Koh Samui

Preise für Cocktails auf Koh Samui

Man kann sich nicht für 1 EUR massieren lassen

Mir wurde gesagt, ich könne mich in Thailand für 1 EUR eine Stunde lang massieren lassen. Massieren lassen kann man sich hier überall. Egal ob am Strand, an der Strasse, oder im Hinterhof eines Privathauses. Die günstigste Massage, die ich bisher gefunden habe, liegt bei 200 Baht. Das sind umgerechnet 5 EUR. Dann bekommt man aber nicht mal Massageöl aufgetragen. Das Massageöl kostet dann 100 Baht extra. Natürlich ist das immer noch günstig und nicht mit den Preisen in Deutschland vergleichbar. Aber in Deutschland kann man sich sicher sein, dass der Masseur eine Ausbildung hat. Hier weiss man das nie so genau. Aber was ich eigentlich sagen möchte, der Preis liegt mittlerweile 500% über dem Preis, der mir vor meiner Abreise in Deutschland genannt wurde.

Preise auf Koh Samui für Massage

Preise auf Koh Samui für Massage

Das bekommt man für 1 EUR in Asien

Für 1 EUR etwas zu Essen? 1 EUR sind 40 Baht, für 40 Baht bekommt man im Supermarkt eine große Flasche Wasser. Am Strand bekommt man für 40 Baht einen Schaschlik Spiess mit vier Bissen Hühnerfleisch. Selbst bei einem Strassenverkäufer bekommt man für 40 Baht gerade mal eine einfache Suppe. Im Restaurant bekommt man für 40 Baht eine Schüssel Reis. Und Reis ist bekanntlich das Hauptnahrungsmittel der Asiaten. Also vergesst bitte alle Geschichten darüber, wie billig es in Asien ist. Wir sind gestern in der heruntergekommensten thailändischen Imbissbude gewesen, die es hier auf der Insel gibt. Das Essen war kalt und die Angestellten konnten kein Wort Englisch. Das Essen hat dort tatsächlich nur 40 Baht pro Person gekostet, aber ich bin mir sicher, dass von den typischen Touristen dort niemand essen wird. Selbst die Angestellten waren so überrascht darüber, dass wir dort gegessen haben, dass sie den ganzen Abend Fotos von uns gemacht haben. Trotzdem haben wir uns dort hin gewagt, und keiner hatte am nächsten Tag Magenbeschwerden. Aber Getränke waren auch dort nicht im Preis von 1 EUR inbegriffen und die Toilette dort möchte niemand freiwillig betreten. Ausserdem war das Essen dort für 50% von uns viel zu scharf und es war, wie bereits erwähnt, kalt.

Lokale Preise für Mangos

Für 1 EUR bekommt man eine Mango vom lokalen Verkäufer, der kein Wort Englisch spricht

Preise Frühstück

Eine Suppe kostet in diesem Restaurant zwischen 99 und 135 Baht

Lokales Taxi

Für 1 EUR kann man sich mit dem lokalen Taxi etwa 3 km weit transportieren lassen. Der Preis ist natürlich pro Person.

Quer durch die Asiatische Küche

Wir haben uns schon längst damit abgefunden, dass die Preise in Asien, die uns in Deutschland von unseren Freunden, egal ob Pauschalreisende oder Backpacker, die ebenfalls schon mehrfach in Asien gewesen sind, einfach nicht mehr stimmen. Wenn man so wie unsere Freunde aber in Asien ist, um sich quer durch die asiatische Küche zu schlemmen, dann kann ich jedem, der einmal Urlaub auf Koh Samui machen möchte den Nachtmarkt empfehlen. Der Nachtmarkt findet dreimal die Woche an unterschiedlichen Orten von Koh Samui statt. Freitags befindet er sich im Fischermans Village in Bophut. Man bekommt dort alles, von Vorspeisen über Hauptspeisen bis zum Nachtisch. Alles wird frisch zubereitet und eine Köstlichkeit schmeckt besser als die Nächste. Wenn man also nicht viel Zeit hat, man aber trotzdem so viele Speisen wie nur möglich probieren möchte, ist der Nachtmarkt genau das Richtige.

Essen bis zum Umfallen

Eine Sache kann einem, vorausgesetzt man hat ein paar EUR bei sich, in Malaysia nicht passieren. Man kann hier nicht verhungern. Es ist eher darauf zu achten, dass man nicht in einer Tour beim Essen ist.

Essen wohin man schaut

Wenn ich schreiben würde, an jeder Ecke gibt es etwas zu essen, dann ist das mehr als untertrieben. Alle paar Meter kann man sich die unterschiedlichsten Köstlichkeiten einverleiben. Zwischen den Restaurants sind kleine Geschäfte, in denen man Spielwaren, Kleidung oder Elektronikartikel kaufen kann. Doch selbst dort kann man sich meistens zumindest etwas zu trinken kaufen. Dann kommt gleich wieder der nächste Food Court und daneben ein Guest House. Vor allem im Stadtzentrum stehen dann zusätzlich noch am Strassenrand kleine Verkaufsstände an denen man ebenfalls Lebensmittel und Getränke kaufen kann. Seien es Frühlingsröllchen, Hühnerdärme, Fleischbällchen, Obst oder eisgekühlte Getränke, man kann hier essen bis zum Umfallen.

Manche Stände haben tagsüber geöffnet, andere werden erst abends aufgebaut und verschwinden dann wieder mitsamt Tischen und Stühlen. Manchmal bekommt man Teller, an einer anderen Stelle wird das Essen in Papier gewickelt oder es wird auf Bananenblättern serviert. Wobei serviert der falsche Ausdruck ist, denn in der Regel nimmt man sich einfach einen Teller und stellt sich sein Menu selbst zusammen. Als Grundlage dient überall Reis, dann beginnt die Qual der Wahl. Wobei es an manchen Stellen sogar schon beim Reis losgeht. Blauer Reis, gelber Reis, brauner Reis oder klassischer weisser Reis? Welche Beilagen möchte man dazu? Hühnchen, Fisch oder Gemüse? Scharf, süß oder sauer? Oder doch von jedem ein bisschen? Manchmal brauchen wir länger, um uns zu entscheiden, wo und was wir essen wollen, als es dann zu essen.

Drei unserer Entscheidungen möchte ich in diesem Blog mit Euch teilen.

Der Inder um die Ecke

Vom indischen Essen sind wir bisher noch nie enttäuscht worden. Teller nehmen, Reis drauf und meistens Hühnchen in süßer Sauce. Am besten schmeckt mir dort aber die Beilage. Habt Ihr schonmal Gurken mit Ananas gegessen? Super Lecker!

Inder um die Ecke

Der Inder um die Ecke

Sweet Chicken

Auf Bananenblätter servierter Reis, super leckeres Gemüse und süße Karotten. Kartoffeln, sowie drei Stück Hühnchen, 1,5 Liter Wasser und ein Teh – zusammen 2o Ringgit

Das Abendrestaurant

Ab 18.00 Uhr wird jeden Abend direkt an der Hauptstrasse groß aufgekocht. Tagsüber ist dort nur ein Parkplatz, aber abends riecht es dort fantastisch. Man kann beobachten wie aus jeder Richtung kleine mobile Küchen zu dem Parkplatz am Strassenrand gezogen werden. Tische und Stühle werden angeschleppt, und während diese noch aufgestellt werden, werden alle Gerichte frisch zubereitet. Innerhalb kürzester Zeit verwandelt sich der Gehweg und der Parkplatz davor in ein Abendrestaurant, das spätestens um 23.00 Uhr wieder verschwunden ist.

Abendrestaurant

Schon von weitem riecht man das köstliche Essen vom Abendrestaurant

Mahlzeit beim Abenrestaurant

Zwei Portionen Reis, Hühnchen, Riesengarnele und Gemüse – zusammen 21 Ringgit – wobei alleine die Riesengarnele 15 Ringgit vom Preis ausmacht

Der Nachtmarkt

Ebenfalls ab 18.00 Uhr eröffnet der Nachtmarkt. Dort gibt es unter anderem den berühmten blauen Reis, der seine Farbe von der Schmetterlings-Erbsenblume erhält. Durch die Blume schmeckt der Reis ein wenig süßlich. Angeblich schmeckt der blaue Reis nirgendwo in Asien so gut wie in Kota Bharu. Ich habe bis heute noch nie zuvor blauen Reis gegessen, daher kann ich das nicht beurteilen. Aber die Einwohner stehen voll hinter dieser Aussage. Und ich stehe voll auf diesen Reis. Sehr empfehlenswert!

Nachtmarkt von Kota Bharu

Auf dem Nachtmarkt von Kota Bharu gibt es Hauptspeisen…

Süßspeisen auf dem Nachtmarkt

…Süßspeisen (z.B. 4 Kokosbällchen für 1 Ringgit)…

Murtabak

…sowie frisch zubereitetes Murtabak.

Hier gibt es den blauen Reis

Hier gibt es den blauen Reis

Blauer Reis

Blauer Reis, in Paprika eingelegte Fischpastete, Ei und ein Stück Hühnchen – zusammen 5 Ringgit – 1,20 EUR

Entspannen in Kuala Lumpur

Ich kann gar nicht oft genug erwähnen, dass es hier in Kuala Lumpur super schnelles Internet gibt. In Bussen, Einkaufszentren, Restaurants, Bars, öffentlichen Gebäuden und Hotels gibt es kostenloses, schnelles Internet. Sogar die 3G Verbindung meiner malaiischen Pre-Paid Karte, die ich mir im Mobilfunkladen um die Ecke für 40 MYR geholt habe, ist besser als das schnellste Internet in Indonesien. Wunderbare Vorraussetzungen um ein wenig zu entspannen in Kuala Lumpur. Viel zu wenig konnte ich mich um meinen Blog kümmern, denn vieles kann ich noch verbessern. Geteilte Inhalte haben bislang fürchterlich ausgesehen, und auf Twitter konnte man immer nur einen Link sehen. Auch meine Videos habe ich bisher noch nicht auf meiner Dropbox gesichert. Ausserdem habe ich mich in letzter Zeit viel zu wenig um meinen Körper gekümmert, denn wie ich bereits erwähnt hatte, möchte ich Gewicht verlieren, und da muss ich dran bleiben. Darum habe ich mir heute mal wieder meine langen Klamotten angezogen und bin in das oberste Stockwerk unseres Hotels gegangen, denn dort gibt es ein Gym. Mit wahnsinnigen 4,5 km/h habe ich 75 Minuten lang die 15% starke Steigung auf dem Laufband absolviert. Das hatte zwar nicht gerade viel mit Entspannung zu tun, das anschließende Schaumbad hingegen schon. Es hat richtig gut getan, sich von den Düsen ein wenig massieren zu lassen.

Training beendet

Immerhin 186,3 Kalorien verbrannt. Besser als nichts.

Da wir nur noch zwei Nächte in KL bleiben wollen, müssen wir uns auch noch um unser nächstes Reiseziel kümmern. Ein Grund, warum ich Malaysia besuchen wollte, sind die Orang Utans in den Nationalparks von Borneo. Also haben wir in aller Ruhe das Internet nach Flügen von KL nach Borneo durchstöbert. Die Dauer unseres Aufenthalts wird sich nach den Preisen der Flüge, die wir bekommen werden, richten. Nach ein wenig Recherche und ein bisschen Glück, haben wir einen passenden Flug gefunden. Am 8. Oktober geht es für 13 Nächte nach Kuching im malaysischen Bundesstaat Sarawak. Kuching ist die größte Stadt auf der Insel Borneo. Für zwei Personen inklusive Hin- und Rückflug sowie jeweils 20kg Gepäck pro Person kosten alle vier Flüge zusammen 150 EUR. Nachdem wir die Eckdaten geklärt hatten, haben wir uns nach einer günstigen aber sauberen Unterkunft umgesehen. Nachdem wir viele Kommentare und Bewertungen gelesen hatten, haben wir eine Unterkunft inklusive Frühstück und kostenlosem W-Lan für 13 Übernachtungen zum Gesamtpreis von 138 EUR gebucht. Kurz nach der Buchung haben wir eine E-Mail von der Besitzerin des Hotel bekommen, in der diese uns angeboten hat, uns für 26 MYR mit einem Taxi abholen zu lassen. Da das weniger ist, als alles was wir bisher in Indonesien für eine Fahrt bezahlt haben, haben wir ihr Angebot dankend angenommen.

Unser nächstes Ziel lautet also Kuching auf Borneo. Ich freue mich schon tierisch auf die Orang Utans und die Nasenaffen sowie die vielen Nationalparks. Ausserdem bin ich gespannt, ob Borneo zusätzlich auch noch schöne Strände zu bieten hat. Den restlichen Abend habe ich mir noch ein paar Videos auf YouTube angesehen, die ich in Deutschland wegen der GEMA nicht abspielen konnte. Danach bin ich noch einmal zusammen mit meiner Lebenspartnerin auf den Nachtmarkt in China Town gegangen. Wegen dem moslemischen Feiertag Grand Baram war auf dem Nachtmarkt heute richtig wenig los, und wir konnten völlig entspannt und ohne Gedrängel über die Jalan Petaling schlendern.

China Town Nachtmarkt

Wegen dem moslemischen Feiertag, war auf dem Nachtmarkt in China Town richtig wenig los

Weil unser Flieger bereits um 8:15 Uhr abhebt, sind wir zur Sicherheit noch losgezogen, um herauszufinden, von wo aus der Shuttle Bus zum Flughafen abfährt, und wo wir unsere Tickets kaufen können. Das Busterminal und den Ticketschalter haben wir relativ schnell gefunden, doch von dort aus wurden wir dorthin geschickt, von wo aus der Shuttle Bus abfährt. Uns wurde gesagt, dass wir dort auch die Tickets kaufen sollen. Wir sind dann noch fast eine Stunde um mehrere Blocks geirrt und wurden von verschiedenen Leuten weiss Gott wohin geschickt, bis wir dann endlich zwei Einheimische auf Gartenstühlen sitzend vor einer unscheinbaren Bushaltestelle entdeckt haben. Schließlich ist uns dann aufgefallen, dass dieser doch sehr aussergewöhnliche Ticketverkauf 200m von unserem Hotel entfernt ist. Wir sind auf der Suche danach sogar mehrfach daran vorbei gegangen. So richtig konnte ich mich heute also gar nicht entspannen in Kuala Lumpur, doch vielleicht klappt es ja in Borneo.

Willkommen in Kuala Lumpur

Bereits bei der Einreise habe ich mir gedacht, dass Malaysia im Gegensatz zu Indonesien ein sehr wohlhabendes Land zu sein scheint. Denn bei der Einreise muss man kein Visa kaufen und nachdem der linke und rechte Zeigefinger fotografiert worden sind, hat man das gesamte Einreiseprozedere auch schon wieder abgeschlossen. Der Flughafen ist riesig. Man kann dort jeden nur erdenklichen Luxusartikel kaufen. Alles ist blitzblank sauber, und an jeder Ecke findet man einen Infostand, an dem einem geholfen wird, wenn man sich in dem riesigen Komplex nicht zurechtfindet. Nachdem ich alle Geldautomaten dort durchprobiert hatte, habe ich mir dann meine ersten Malaysischen Ringgit gezogen. Der aktuelle Umrechnungskurs für 1 EUR beträgt 4,11 MYR. Um vom Flughafen nach Kuala Lumpur zu kommen, haben wir den Express Zug genommen. Ein Ticket für eine Fahrt kostet 35 MYR pro Person und man ist in etwa einer halben Stunde am Hauptbahnhof von Kuala Lumpur. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so eine Masse an Menschen gesehen zu haben. Nach dem überschaubaren Dörfchen Labuan Bajo auf Flores, war das hier genau das Gegenteil. Um in das Stadtzentrum Bukit Bintang zu kommen, mussten wir uns ein Ticket für die Einschienenbahn kaufen. Ich dachte zuerst, wir fahren mit dem Autoscooter ins Stadtzentrum, denn anstelle eines Fahrscheins haben wir einen blauen Jeton erhalten. Während der Fahrt kam ich mir dann vor, als wäre ich in New York, denn so viele Wolkenkratzer habe ich davor nur dort gesehen. Man liest und hört nur Englisch, überall sieht man Leuchtreklame, bunte Lichter und Taxis. Die Taxis waren jedoch größtenteils rot, von daher konnte ich mir sicher sein, dass ich in Kuala Lumpur bin. Als wir dann am Hotel angekommen sind, war es bereits dunkel. Doch egal wie ausgelaugt ich in diesem Moment auch war, ich musste unbedingt einmal das kostenlose W-Lan des Hotels ausprobieren, bevor es noch zum Nachtmarkt nach China Town ging. Ich konnte mich vor Freude kaum halten, denn hier habe ich seit einem Monat endlich mal wieder eine Internetverbindung, wie ich es aus Deutschland gewohnt bin. Endlich kann ich alle meine Bilder und Videos auf meine Dropbox kopieren, ohne dass die verbleibende Zeit in Tagen anstatt in Minuten angezeigt wird.

Petronas Towers in der Ferne

Das Erste was mir ins Auge gestochen ist, als ich in Kuala Lumpur angekommen bin

Ankunft in Kuala Lumpur

Das Stadtzentrum von Kuala Lumpur ist nicht weit von unserem Hotel entfernt

Pavilion Einkaufszentrum

Bei der Ankunft haben wir einen kurzen Blick in ein Einkaufszentrum geworfen

Keine zehn Minuten zu Fuß von unserem Hotel entfernt, befindet sich China Town. Dort gibt es einen Nachtmarkt, auf dem man so ziemlich alles kaufen kann, was man essen oder fälschen kann.

China Town

Ankunft in China Town

Nachtmarkt

Weil es geregnet hat, war ziemlich wenig los

Ich will jetzt hier nicht alle Luxusmarken aufzählen, die es gibt, aber Original ist hier meiner Meinung nach nur das Markt selber. Das stört hier allerdings niemanden, denn der Markt ist zum Bersten voll von Menschen, die für wenig Geld ein Label tragen möchten. Rolex Uhr? Unter 100 EUR. Beats Kopfhörer? Keine 5 EUR. Nike Free? Nichtmal 10 EUR. In Deutschland wäre dieser Markt nach fünf Minuten komplett geschlossen, die gesamte Ware beschlagnahmt und in Plastiktüten abtransportiert worden.

Handtaschen

Von Handtaschen…

Noch mehr Plagiate

…T-Shirts, Rucksäcke, Baseballcaps…

Spielwaren

…über Spielwaren…

Hello Kitty

…wie Hello Kitty…

Mr Bean

…oder Mr.Bean Bären…

...bis zum aberwitzigsten Schnick Schnack, gibt es auch Elektronikartikel und Lebensmittel auf dem Nachtmarkt in China Town

…bis zum aberwitzigsten Schnick Schnack, gibt es auch Elektronikartikel und Lebensmittel auf dem Nachtmarkt in China Town

Aber zum Glück sind wir nicht in Deutschland, und darum habe ich mir gleich einmal das aktuelle Adidas Trikot der Deutschen Nationalmannschaft – Made in Thailand – gekauft. Bis ich wieder in Deutschland sein werde, ist das Trikot sowieso wieder kaputt, und von daher mache ich mir keine Sorgen um den Zoll. Zuerst wollte der Verkäufer 55 MYR also 11 EUR dafür haben, doch wer auf dem Nachtmarkt nicht handelt, hat definitiv zu viel bezahlt. Nach zähen Verhandlungen habe ich am Ende 30 MYR bezahlt, also 6 EUR, was wahrscheinlich immer noch das fünffache von dem ist, was das Shirt eigentlich wert ist. Völlig ausgelaugt von der Reise und dem Verhandeln sind wir dann noch eine Kleinigkeit essen gegangen. Ich dachte, wenn ich schon auf so einem chinesischen Nachtmarkt bin, kann ich dem Koch ja mal sagen, er soll meine Mahlzeit doch mal richtig scharf machen. Stefan Mross wäre wahrscheinlich wieder ins Krankenhaus eingeliefert worden, aber mich würde echt mal interessieren, was ich machen muss, um einmal einen Schweißtropfen auf Grund der Schärfe auf meiner Stirn zu haben. Gut war es trotzdem und auch günstig, denn für eine Meeresfrüchtesuppe, eine Portion Mie Goreng, einen Softdrink und einen frisch zubereiteten Limettensaft haben wir zusammen 17 MYR bezahlt, was nach dem aktuellen Umrechnungskurs genau 4,14 EUR sind.

Fressmeile

Verhungern kann man auf dem Nachtmarkt in China Town nicht…

Es gibt auch Schwein

…es gibt Speck vom Rind und sogar Schwein…

Pfannkuchen

…kleine Snacks, wie diese Pfannkuchen…

Kokosnüsse

…und natürlich auch Kokosnüsse.

Funkenflug

Überall riecht es nach Essen und alles wird frisch zubereitet bis die Funken fliegen

Teehaus

Zur Entspannung kann man sich es auch in einem Teehaus gemütlich machen