Was weisst Du eigentlich über Sri Lanka?

Der Monat in Pai ist zu Ende, aber eine Frage bleibt noch offen. Wohin geht es eigentlich als nächstes? Bis heute war eigentlich Myanmar das nächste Ziel unserer Reise. „Sag mal, was weisst Du eigentlich über Sri Lanka, mein Schatz?“ – “Wie kommst Du denn jetzt auf Sri Lanka?“ – „Julian ist gerade dort, wir überraschen ihn einfach.“

Und weisst Du was über Sri Lanka?

„Ausser, dass es da seit Wochen geregnet hat, nicht viel. Aber laut Julian hat der Regen endlich aufgehört! Ansonsten ist Sri Lanka eine Insel unterhalb von Indien, die in etwa so groß ist wie Bayern.“ – „Das hört sich doch gut an, dann gibt es da bestimmt auch schöne Strände!“ Na, wenn diese Informationen mal nicht ausreichen, um einen Abstecher nach Sri Lanka zu machen, dann weiss ich auch nicht weiter. Wie sich später noch herausstellen wird, hat Sri Lanka weitaus mehr zu bieten als nur schöne Strände. Aber zuerst müssen wir von Pai in Thailand dort hinkommen.

762 Kurven zurück nach Chiang Mai

Früh am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Pai. Man kann sagen, dass wir uns bereits sehr gut an asiatische Transportmöglichkeiten gewöhnt haben, denn wir sind 2 Personen und drei Rucksäcke auf unserem Roller. Ich gebe meinen Roller unfallfrei retour und bekomme sowohl meinen Personalausweis, als auch die Kaution für die Helme zurück. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich sehr ungern meinen Reisepass aus der Hand gebe. Wenn es nur irgendwie möglich ist, versuche ich immer meinen Personalausweis als Pfand zu hinterlegen.

Am Busbahnhof in Pai, der sich mitten in der Walking Street befindet, steigen wir wieder in einen Toyota Commuter. Auch dieses Mal habe ich die Kurven nicht mitgezählt. Aber wenn man drei Stunden unterwegs ist, und alle 15 Sekunden in die nächste Kurve fährt, dann kommt das schon hin mit den 762 Kurven.

Ankunft nach 762 Kurven

Ankunft nach 762 Kurven in Chiang Mai

Mit dem Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok

Vom Busbahnhof in Chiang Mai fahren wir mit dem Taxi zum Bahnhof. Zehn Minuten später sind wir 100 Baht los und gehen am Bahnhof zum Schalter.

Mit dem Taxi zum Bahnhof

Bei Regen muss man nicht unbedingt zu Fuss gehen

Jeden Tag um 17.00 Uhr fährt der Special Express Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok. Ein Schlafplatz in der ersten Klasse kostet 1.253 Baht pro Person. Wenn man so wie wir zu zweit unterwegs ist, bekommt man dann für umgerechnet 65 EUR ein ganzes Abteil. Kurz nachdem der Zug losgefahren ist, bekommt man ein frisches Bettlaken, einen Kissenbezug sowie eine Decke. Das Abteil kann man von innen verschließen und die Betten sind recht bequem. Der Zug gleitet mit gefühlten 80 km/h innerhalb von 14 Stunden nach Bangkok.

Preisliste Chiang Mai nach Bangkok

Preisliste Chiang Mai nach Bangkok Stand: 08.01.2015

Unser Schlafabteil

Die Lehne wird nach oben geklappt und schon hat man ein Stockbett

Frische saubere Bettwäsche

Ich finde es gemütlich, bequem und kuschelig

Planlos am internationalen Flughafen von Bangkok

Pünktlich um 6.50 Uhr kommen wir ausgeschlafen in Bangkok am Bahnhof an. Im Prinzip eine super Sache, wäre da nicht die Tatsache, dass unser Flug erst um 21.00 Uhr geht. Das ist genug Zeit, um die Frage: „Was weisst Du eigentlich über Sri Lanka?“ zu beantworten. Bevor wir uns am Bahnhof ein Taxi nehmen, lade ich noch einmal meine thailändische Pre-Paid Karte auf. Obwohl wir den ganzen Tag Zeit haben, fahren wir über den Highway zum Flughafen. Zu den 75 Baht Highway Gebühren kommen noch 200 Baht für die Taxifahrt. Am Flughafen angekommen, schreibe ich Julian eine Nachricht. „Wir sitzen am Flughafen, wir fliegen jetzt nach Sri Lanka, um Dich zu besuchen!“ – „Wann seid ihr da? Denn in 12 Stunden fliegen wir wieder zurück nach Deutschland.“ – „Wir ähm, fliegen erst in 11 Stunden los!“

Flughafen Bangkok

Der internationale Flughafen von Bangkok ist riesig

Fantastisch. Das sind 11 Stunden Zeit, um endlich die Frage zu beantworten: Was weisst Du eigentlich über Sri Lanka? Soviel möchte ich schonmal verraten: Wenn man nach Sri Lanka fliegt, kann es vorkommen, dass der Flieger zwei Stunden Verspätung hat. Es kann vorkommen, dass man dann 13 Stunden planlos am internationalen Flughafen von Bangkok sitzt. Aber dafür weiss ich jetzt einiges über unser nächstes Reiseziel: Sri Lanka

Hallo Du da oben äh unten

Was will man auch machen, wenn man nichts zu tun hat…

Eigentlich will ich überhaupt nicht weg von Pai

Ganz ehrlich, eigentlich will ich überhaupt nicht weg von Pai. Wir hatten hier alles, was wir zum glücklich sein brauchten. Tagsüber fantastisches Wetter bei über 30°C und nachts konnte man schlafen wie ein Murmeltier.

Eigentlich will ich nicht weg von Pai

Ich vermisse jetzt schon unser kleines Haus in den Bergen. Ich vermisse unseren Nachbarn, der den lieben langen Tag auf seiner Mundharmonika spielte. Ich vermisse die schwarze Katze, die Enten und die Hühner, die uns fast jeden Tag besucht haben. Ich vermisse jetzt schon die vielen netten Leute, die wir in Pai kennengelernt haben.

Dich vermisse ich nicht

Dich vermisse ich nicht

Unser Haus in den Bergen

Da haben wir mal wirklich ein glückliches Händchen bewiesen. Wir hatten hier immer absolute Ruhe. Und dazu gehört auch, dass unser Nachbar auf seiner Mundharmonika gespielt hat, denn er hat wirklich saugut gespielt. Ich hoffe er kann die beiden Decken gebrauchen, die wir ihm heute vor seine Tür gelegt haben.

Ich vermisse unser Haus

Ich vermisse unser Haus…

Die Natur in Pai ist fantastisch

…und die wunderschöne Landschaft

Abrechnung auf Thailändisch

Bereits gestern haben wir die Endabrechnung mit Dijem, unserem Vermieter gemacht. Stromkosten für einen Monat: 138 Baht – umgerechnet 3,50 EUR. Warum geht das in Deutschland nicht? Für die Endreinigung wurden wie besprochen 150 Baht von der Kaution einbehalten. Die restliche Kaution haben wir sofort wieder zurückbekommen. Auf die Kaution unserer Wohnung in München warten wir nach vier Monaten immer noch.

Pai ist schon was Besonderes

Durch die Bank waren hier alle Menschen stets freundlich und ehrlich. Ich möchte hier auch noch niederschreiben, dass unser Nachbar einmal die halbe Stadt mit einer Suchanzeige seiner Mundharmonika zugepflastert hat. Bereits am nächsten Tag hat sich ein ehrlicher Finder bei ihm gemeldet. Pai hat sogar eine eigene Facebook Gruppe. Wenn man mal überhaupt nicht mehr weiterkommt, hilft die Community sofort. Von Reis mit Curry über Pizza bis frische Brötchen gibt es hier alles. Doch am besten hat mir gefallen, als ich selbst meine ersten Thai-Gerichte gekocht habe.

Kochen mit Su

Kochen mit Su

Mehr als nur Urlaub

Wir haben wirklich viel erlebt in Pai. Fast alle Sehenswürdigkeiten haben wir abgeklappert. Doch am Besten hat mir gefallen, dass ich Zeit gefunden habe, etwas zu programmieren. Zwei Apps inklusive Grafik, Design, Tests und allem notwendigen Schnick Schnack habe ich im AppStore eingereicht. Der Currency Exchange Converter ist bereits im AppStore erhältlich. Der Prefix Changer wartet momentan noch auf die Freigabe durch Apple. Und wenn ich keinen Bock auf programmieren gehabt habe, dann habe ich mich in meine Hängematte gelegt.

Auch im Urlaub produktiv

Wenn ich mal keinen Bock zum Programmieren hatte…

Ich vermisse die schwarze Katze

…habe ich mich auf die Hängematte gelegt

Aber jetzt ist der Monat plötzlich vorbei. Wir haben unsere Habseligkeiten wieder in unsere Rucksäcke gepackt. Und als wir mit gepackten Rucksäcken ein letztes Mal vor unserem Haus in Pai stehen, sind uns plötzlich die Tränen gekommen. Eigentlich will ich überhaupt nicht weg von Pai. Aber der Bus, der Zug, der Flug – alles schon gebucht.

Ausflug zu den Lod Caves

Bevor wir nächsten Donnerstag Pai verlassen, stehen noch zwei Punkte auf unserem Programm. Erster Punkt: Ein Ausflug zu den Lod Caves im Nordwesten von Pai. Wir waren uns nur nicht ganz sicher, wie wir dort hinkommen sollen.

Mit dem Van zu den Lod Caves

Um von Pai zu den Lod Caves zu kommen, muss man mit dem Roller etwa eine Stunde auf der Route 1095 Richtung Mae Hong Son fahren. Alternativ kann man auch eine Tour in Pai buchen. Diese kostet zwischen 400 Baht und 600 Baht, je nachdem, wie viele Leute an der Tour teilnehmen. Die zusätzlich anfallenden 400 Baht für die Fahrt mit dem Bambusfloss sowie die 150 Baht für den Guide können dann ebenfalls geteilt werden. Da wir die Einzigen waren, die heute einen Ausflug zu den Lod Caves gebucht haben, mussten wir die gesamten Kosten von 1750 Baht selber tragen. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass wir mit dem Van gefahren wurden, denn ich habe auf der gesamten Strecke keine Tankstelle gesehen.

Mit dem Bambusfloß in die Höhle

Nach über 100 Kurven und viel Schlucken zum Druckausgleich, sind wir bei den Lod Caves angekommen. Gleich am Eingang bezahlt man die 400 Baht für das Bambusfloß sowie die 150 Baht für den Guide. Diese Kosten fallen auf jeden Fall an, denn es ist verboten die Höhlen ohne Guide zu betreten. Unser Guide war eine etwa 70 Jahre alte Frau, die in einem Beutel alles Notwendige dabei hatte, um ihre silberne Gaslaterne zum Leuchten zu bringen. Mit dem Bambusfloß fährt man durch das etwa knietiefe Wasser in die dunkle Höhle. Aber so dunkel ist es eigentlich gar nicht gewesen, denn vor, hinter und neben uns war ein weiteres Bambusfloß, mit Guide und Laterne. Manche Besucher hatten sogar ihre eigenen Lampen dabei sowie unser Fahrer, der uns während des gesamten Ausflugs begleitet hat.

Ausflug zu den Lod Caves

Unser Ausflug zu den Lod Caves

Eingang zu den Lod Caves

Sieht garnicht so groß aus…

Unser Guide und der Fahrer

Immer dabei: Der Fahrer und der Guide

Stalaktiten und Stalagmiten

Die etwa 1km langen Lod Caves bestehen aus drei Kammern, die man zu Fuß begehen kann. In der ersten Kammer, der Column Cave sieht man Gebilde, die aussehen wie zu Stein erstarrte Wasserfälle. In der zweiten Kammer, die Doll Cave genannt wird, kann man Stalaktiten und Stalagmiten sehen, deren Formen an Puppen erinnern sollen. Ich habe zwar Gebilde gesehen, die Aussehen wie ein Krokodil, ein Elefant oder Jabba von Star Wars, aber Puppen konnte ich keine erkennen. Nebenbei bemerkt hängen Stalaktiten von der Decke und Stalagmiten wachsen vom Boden empor.

Wasserfall aus Stein

Wasserfall aus Stein

Höhlenmalerei

In den Lod Caves kann man auch diese 2-3 Tausend Jahre alte Höhlenmalerei erahnen

Krokodil aus Stein

Krokodil aus Stein

Elefant aus Stein

Elefant aus Stein

Jabba aus Star Wars

Jabba aus Star Wars

Stalaktiten

Stalaktiten

Stalagmiten

Stalagmiten

Die dritte Kammer

Zur letzten Kammer geht es wieder weiter mit dem Bambusfloss. Auf der Fahrt dorthin, befinden sich nicht nur tausende Tonnen von Gestein über einem, sondern auch tausende Fledermäuse. Dementsprechend riecht es auch in diesem Abschnitt der Höhle. Die über 500 Jahre alten Särge, die der Coffin Cave ihren Namen geben, tragen wahrscheinlich ebenfalls einen Teil zum Geruch bei. Deshalb haben wir auch gleich wieder kehrt gemacht.

Fledermäuse an der Decke

Direkt von dort kommt das Gefiepe der Fledermäuse

Treppe zum Vergleich

Im Hintergrund ist eine Treppe zu erkennen. Diese führt zu den Särgen.

Eine Fahr mit dem Bambusfloß

Unser Ausflug zu den Lod Caves endete wie er begonnen hat, mit einer Fahrt im Bambusfloß.

Mit Hin- und Rückfahrt, sowie Zwischenstopp an einem Viewpoint, hat die gesamte Tour knapp vier Stunden gedauert. Deshalb sollte man unbedingt vor einem Ausflug zu den Lod Caves etwas essen. Vielleicht ist dann auch der Geruch in der Coffin Cave erträglich.

Viewpoint Richtung Pai

Viewpoint Richtung Pai

Viewpoint Richtung Mae Hong Son

Viewpoint Richtung Mae Hong Son

Silvester woanders aber trotzdem daheim

Dieses Jahr verbringe ich Silvester woanders aber trotzdem daheim. Ich befinde mich in Pai, einem Künstlerdorf mit Dutzenden Bars und Kneipen. Und in eine dieser Kneipen hat es mich heute gezogen.

Silvester in Pai mit Essen wie daheim

Wenn es um scharfes Essen geht, sage ich immer, ich komme aus Ungarn. Aber wenn es um eine Schweinshaxe und ein Weissbier geht, dann sage ich immer, ich komme aus Bayern. Also war es eigentlich so, dass mich der Bayer in besagte Kneipe gezogen hat, und das nicht es war.

Sonnenuntergang

Die Sonne geht gerade unter. Schnell noch ein Foto, bevor es in die Stadt geht.

Dahoam is Dahoam

Die Schweinshaxe auf dem Foto hat einfach zu verführerisch ausgesehen. Wenn die hält, was sie verspricht, dann wird das ein super Silvesteressen. Etwas weniger als die Schweinshaxe, aber immerhin umgerechnet 5,50 EUR kostet eine Flasche Weissbier, direkt aus Bayern importiert. Tja, was soll ich noch großartig um den heissen Brei herumreden. Nach vier Monaten ein Weissbier, da kann man schon Mal feuchte Augen bekommen. Und die Kruste der Schweinshaxe war perfekt. Es gab sogar noch Kraut- und Kartoffelsalat dazu. Kurz habe ich mich gefühlt, als würde ich in München mit meinen Kumpels im Stüberl sitzen.

Weissbier

Prost!

Schweinshaxe

Mehr Kruste, durch mehr Fläche. Genial!

An Silvester ist in Pai die Hölle los

Es ist bereits dunkel, als wir das Restaurant verlassen. In Pai ist gerade die Hölle los. Auf der Walking Street kommt man kaum noch vorwärts. Und auf den Strassen drum herum schaut es nicht viel besser aus. Immer wieder sieht man Kong-Ming-Laternen in den Himmel steigen und ab und zu explodiert irgendwo ein Knallkörper. Wir machen uns wieder auf den Heimweg, denn hier ist es uns einfach zu voll.

Walking Street in Pai an Silvester

In und um die Walking Street war an Silvester in Pai die Hölle los

Silvester woanders aber trotzdem daheim

Ich bin sehr froh über diese Entscheidung, denn die Aussicht von den Bergen auf die Stadt war wunderschön. Ich habe noch nie zuvor so eine Masse an Kong-Ming-Laternen in den Himmel steigen sehen. Das war wirklich ein aussergewöhnliches Silvester und ein noch viel aussergewöhnlicheres Jahr. Für das Jahr 2015 wünsche ich jedem, was ich auch uns wünsche: Viel Glück, Gesundheit und das unsere Wünsche in Erfüllung gehen.

Kong-Ming-Laternen

Die roten Punkte sind Kong-Ming-Laternen. Zu Weihnachten wünsche ich mir ein Stativ.

Hua Chang Wasserfall in Pai – oder auch nicht

Eigentlich wollte ich über unseren misslungenen Ausflug zum Hua Chang Wasserfall erzählen. Doch mir ist gerade aufgefallen, dass heute der 31.Dezember 2014 ist. Sechs Stunden früher als zu Hause beginnt hier bereits das neue Jahr.

Nicht der Hua Chang Wasserfall in Pai

Wenn man viel Zeit auf der Hängematte verbringen kann, dann vergeht die Zeit wie im Flug. Wir sind jetzt schon fast drei Wochen in Pai und in acht Tagen reisen wir bereits wieder ab. Man hat aber auch viel Zeit zum Nachdenken auf der Hängematte. Das Jahr neigt sich dem Ende, und ich versuche das letzte Jahr in meinem Kopf zu ordnen. Es hat sich so viel ereignet, dass ich froh bin, irgendwann einmal hier alles nachlesen zu können. Ich liege in der Hängematte, und verfolge das Geschehen in Deutschland und in der Welt. Zugegeben, meistens lese ich nur die Überschriften. Es fühlt sich alles zu weit entfernt an. Egal, ob man jetzt die Strecke oder die Zeit nimmt. Ich denke darüber nach, wie ich von einem Ort zum anderen gereist bin. Sehr oft sind auch wir im Flugzeug gesessen. Auch ich bin vor kurzer Zeit noch in einer Air Asia Maschine gesessen, als wir bei starkem Gewitter von Kota Bharu nach KL geflogen sind. Ich lese den Artikel über Flug QZ8501 und denke noch mehr nach.

Wie viele Leben hat man eigentlich? Und ich bin mir sicher, ich habe nur dieses Eine. Täglich passieren so viele schreckliche Dinge, und während ich bei Google nach der Flugnummer suche, lese ich, dass heute im Kongo ebenfalls ein Flugzeug abgestützt ist. Ich bin wirklich froh darüber, dass ich hier sitzen und mein eines Leben genießen darf. Ich bin glücklich darüber, dass ich sehen und erleben kann, was ich möchte.

Doch der Hua Chang Wasserfall in Pai

Ach, irgendwie ist der letzte Satz doch eine schöne Einleitung für den misslungenen Ausflug. Denn manchmal sehe und erlebe ich nicht, was ich möchte. So wie gestern, als wir uns eigentlich einen den Hua Chang Wasserfall ganz bei uns in der Nähe ansehen wollten. Eigentlich soll der Wasserfall nur 40 Minuten zu Fuss entfernt sein. Eigentlich ist er immer nur die Strasse entlang. Eigentlich ist man dort total alleine.

In jedem Baum ein Geist

Buddhistische Mönche binden orange Schleifen um die Bäume, damit sie nicht abgeholzt werden. Es hat funktioniert, denn sobald ein Mönch eine Schleife um einen Baum wickelt, wird dieser heilig für Buddhisten. So kann ihm kein Leid mehr zugefügt werden. (Quelle)

Oder auch nicht

Das man aber zuerst noch eine halbe Stunde mit dem Moped fahren muss, bevor man 40 Minuten zu Fuss gehen muss, hat unser Nachbar nicht erwähnt. Wir sind etwa zwei Stunden zu Fuß unterwegs. Natürlich wieder genau zur Mittagszeit bei über 30°C. Irgendwann führt die Strasse an einen Fluss, aber da ist keine Brücke. Auf der gegenüberliegenden Seite jedoch, geht die Strasse weiter. Auf jeden Fall ist hier kein Wasserfall zu sehen, also gehen wir weiter.

Das ist keine Erbse

Das ist keine Erbse

Wir überqueren ein paar Minuten später den Fluss erneut, und stehen ein paar Minuten später erneut vor dem kleinen Fluss, der sich um den Fußweg zu schlängeln scheint. Von weitem konnten wir ein Motorengeräusch hören, das immer näher kam. Der dazugehörige Jeep erschien kurz darauf, und ist an uns vorbei, über den Fluss gefahren. Nachdem der Jeep den Fluss überquert hat, bleibt er stehen. Während wir dabei zusehen, wie aus dem Jeep ein älterer Mann aussteigt, um Fotos vom Fluss zu machen, fragen wir uns, ob wir wieder umkehren sollen. Wir fragen also den älteren Mann, wie weit denn der Wasserfall noch entfernt ist. „Schon noch ein Stück, aber wir können Euch gerne mitnehmen.“ Wir ziehen also wieder unsere Schuhe und Socken aus, laufen noch einmal durch den kleinen Fluss, und setzen uns auf die Ladefläche des Jeeps. Wir fahren noch ein paar Mal durch den Fluss, bevor wir stehen bleiben und der ältere Mann wieder aussteigt, um weitere Fotos zu machen. Wie aus dem Nichts, kommt von hinten ein Buggy und fährt an uns vorbei.

Sieht aus wie ein Herz

Zwischenstopp: Das sieht aus wie ein Herz

Buggy zum Ersten

Eigentlich ist man dort total alleine

Wir fahren weiter und nach ein paar Minuten bleiben wir wieder stehen. Vor uns der Buggy, der nicht mehr weiter fahren kann, weil ein Baum quer über den Weg liegt. Erneut fragen wir nach dem Wasserfall und weit weg ist er wohl nicht mehr. Ein Tag, ein bis zwei Stunden, einen Kilometer, gleich da vorne, waren die Antworten der vier Anwesenden. In der Hoffnung, dass „gleich da vorne“ die korrekte Antwort ist, gehen wir die Strasse weiter, bis wir erneut an den Fluss kommen. Nur dieses mal befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses keine Strasse mehr.

Kein Hua Chang Wasserfall

Ende der Strasse, kein Hua Chang Wasserfall, nur ein kleiner Fluss

Trotzdem ein Erlebnis

Also gehen wir zurück. Nach einer guten halben Stunde fährt der Jeep wieder an uns vorbei, der uns freundlicherweise mit zurück nimmt. Immer wieder bleiben wir stehen, weil der ältere Mann Fotos machen möchte. Irgendwann überholt uns der Buggy wieder von hinten. Und irgendwann setzt uns der Jeep direkt vor unserem Haus ab.

Der Jeep im Fluss

Zwischenstopp: Jeep im Fluss

Buggy zum Zweiten

Wir fahren weiter und bekommen erneut Besuch von hinten

Vogelscheuche in Thailand

Zwischenstopp: Vogelscheuche

Stopp bei den Reisfeldern

Zwischenstopp: Reisfelder

Dort findet man den Hua Chang Wasserfall

Wir erzählen unserem Nachbarn die Geschichte und anscheinend ist das so: „Man fährt mit dem Moped so lange, bis man das erste Mal an den Fluss kommt. Dort stellt man das Moped ab. Von dort aus muss man eine Stunde gehen, er geht sehr schnell, darum braucht er nur 40 Minuten. Bis man zum Wasserfall kommt, muss man den Fluss 18 mal überqueren. An der Stelle, wo an der gegenüberliegenden Flussseite keine Strasse mehr sieht, muss man im Fluss stromaufwärts gehen. Am Ende dann rechts halten, nicht den Berg hoch, sondern den kleinen Weg entlang.“ Das hätte er doch mal gleich sagen können.

Wenn also jemand den Hua Chang Wasserfall in Pai sehen will, dann weiss er ja jetzt, wie er dort hin kommt.

Ausflug zu Thom’s Pai Elefantencamp

Egal ob man sich Pauschaltourist, Individualreisender oder Backpacker nennt, letztendlich ist man Tourist in einem fremden Land. Genauso haben wir uns auch an Weihnachten benommen und haben einen Ausflug zu Thom’s Pai Elephant Camp gemacht.

Thom’s Elefantencamp in Pai

Südlich von Pai befinden sich die Elefantencamps der Gegend. Direkt neben einem der Camps befindet sich das Pai Bamboo Hut, indem wir unsere ersten beiden Nächte in Pai verbracht haben. Bereits an unserem ersten Morgen in Pai habe ich auf der Strasse, die sich vor unserer Unterkunft befindet, Elefanten vorbeigehen sehen.

Ein Elefant reitet vorbei

Direkt vor dem Pai Bamboo Hut reitet ein Elefant vorbei

Pascal hat uns erzählt, dass man bei Thom’s Pai Elefantencamp sogar direkt auf dem Hals oder dem Rücken des Dickhäuters sitzen kann. Deshalb sind nach unserem letzten Ausflug zu Thom’s Pai Elefantencamp gefahren.

Auf den ersten Blick – OK

Auf einem der vielen Plakate kann man lesen, dass das Elefantencamp bereits seit vier Elefantengeneration existiert. Auf einem anderen Plakat kann man lesen, dass die Ausbilder der Elefanten Mahout genannt werden. Darunter konnte man lesen, dass alle Mahout zwar einen Haken besitzen, aber immer versuchen werden, diesen nicht einzusetzen. Die Nacht verbringen die Elefanten zusammen mit ihrem Mahout auf den Bergen. In der Früh werden sie zum Elefantencamp gebracht. Während wir uns auf dem Gelände von Thom’s Pai Elefantencamp umgesehen haben, ist ein Mahout mit seinem Elefanten von einer Tour zurück gekommen. In der Hand hielt der Mahout einen Haken, eingesetzt hat er ihn nicht. Statt dessen legte er den Haken in den Rüssel des Elefanten. Nachdem der Mahout das Tor vom Gatter des Elefanten mit zwei freien Händen geöffnet hat, hat der Elefant den Haken wieder zurück gegeben.

Let join together

Nein, das ist kein Haken

Auf den zweiten Blick – Auch

Irgendwie hat das alles einen guten Eindruck bei uns hinterlassen, und wir haben an der Information nach den Preisen gefragt. Eine Stunde Elefantenreiten kostet bei Thom’s Pai Elefantencamp 800 Baht. Man kann zwischen Dschungel und Fluss wählen. Am Ende des Ausritts darf man sich in Becken, die mit Wasser aus den heissen Quellen gespeist werden, entspannen. Das Erstaunlichste aber ist, dass man am Ende der Tour eine CD mit Fotos von seinem Ausflug erhält, sowie eine DVD mit einem Video der eigenen Elefantentour. Man muss sich das mal vorstellen, da fährt ein Angestellter mit seinem Moped an strategisch günstige Stellen, und wartet dort mit seiner Kamera, bis man vorbeireitet.

Balance gefunden

Man merkt garnicht, dass Fotos gemacht werden

Wenn man am Camp ankommt, bekommt man die beiden Datenträger in einer Doppel-DVD-Hülle mit Farbcover gereicht, während man noch auf dem Elefanten sitzt. Und das alles wie gesagt, für 800 Baht. Das sind 20 EUR pro Person. Weitere Informationen sowie Touren inklusive Preise kann man auf der Homepage von Thom’s Pai Elefantencamp finden.

Streicheln – schauen – Balance halten

Die Überlegung war folgende: Wenn man sich nach dem Ausritt in heissem Wasser entspannen kann, dann kann man auch durch den Fluss reiten. Wenn man allerdings in heissem Wasser entspannen möchte, dann sollte man eine Badehose dabei haben. Also heute buchen sowie bezahlen, und morgen auf dem Hals eines Elefanten durch den Fluss reiten. Nebenbei bemerkt, kann man sich bei Thom’s Pai Elefantencamp sogar Badehosen ausleihen.

Ot die lebende Treppe

Ich bin Ot. Du darfst mein Bein als Treppe benutzen.

Am nächsten Tag sitzen wir um 11.00 Uhr auf dem Rücken von Ot. Als wir das erste Mal am Paparazzi vorbeifahren, fällt er uns überhaupt nicht auf. Wir sind viel zu sehr mit streicheln, Aussicht genießen und dem Gewackel des Elefanten beschäftigt. Im Fluss werden wir einige Male durch eine leichte Schüttelbewegung von Ot ins eiskalte Wasser befördert. Nachdem wir den Fluss wieder verlassen haben, reicht der Elefant mit seinem Rüssel dem Mahout dessen Kleidung und Schuhe. Als wir wieder am Camp ankommen, bekommen wir eine Doppel-DVD-Hülle mit Farbcover hochgereicht. Ot bekommt noch ein paar dutzend Bananen, bevor wir uns im warmen Wasser entspannen.

Die Aussicht geniessen

Links festhalten. Rechts streicheln. Rundum glücklich.

Ich steh auf Elefanten

Aufgrund der vielen Haare ist es überhaupt nicht rutschig auf Ot

Ausflug an Weihnachten in Pai in Thailand

Trotz Sonne ist es auch hier in Pai weihnachtlich. Hier und dort sieht man einen Christbaum. In den Geschäften kann man Lametta und Nikolausmützen kaufen. An den Bars sitzen Touristen in Badehosen und eben diesen Nikolausmützen.

Unser Ausflug an Weihnachten in Pai

Die Christbäume, die man an manchen Stellen sehen kann, haben in allen Farben leuchtende Lichterketten. Genau so eine Lichterkette will ich seit Tagen für unser kleines Haus in den Bergen kaufen, um für ein wenig weihnachtliche Stimmung zu sorgen. Aber neben den bereits erwähnten Lametta und Nikolausmützen, gibt es in keinem Geschäft in Pai, Lichterketten zu kaufen. Auch Wärmflaschen habe ich vergeblich gesucht. Quasi als Weihnachtsgeschenk gab es dann zwei warme Decken.

Ausflug zur Erdbeerfarm

Was soll ich sagen? Die Farm liegt auf dem Weg zum Canyon. Bei der Erdbeerfarm gibt es auch ein Erdbeerfeld. Erdbeeren pflücken darf man dort aber nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass alle Produkte die man dort kaufen kann, von den Erdbeeren dieses einen Erdbeerfeldes entstanden sind. Bei der Erdbeerfarm bekommt man einen wahren Erdbeerflash. Tische, Stühle, Speisen und Getränke – alles sieht aus wie Erdbeeren, oder es schmeckt danach. Da kann man stehen bleiben, wenn man zum Canyon unterwegs ist. Gemütlich etwas trinken und die Aussicht genießen.

Erdbeerfarm

Die Erdbeerfarm in Pai

Erdbeerflash

Wo man hinschaut, überall Erdbeeren

Pai Canyon

Genau das haben wir getan, bevor wir weiter zum Canyon gefahren sind. Langläufige Steintreppen führen vom Parkplatz den Berg hinauf zum Pai Canyon. Wenn man den Canyon erkunden möchte, sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk dabei haben. Die Waghalsigen, zu denen ich mich selbst nicht zähle, erforschen jeden Vorsprung. In schwindelerregender Höhe, werden Fotos in Nikolausmützen gemacht, um ihren Ausflug an Weihnachten in Pai zu dokumentieren. Über die erste, vielleicht 70cm schmale Felserhebung wage ich mich noch. Auf beiden Seiten geht es bis zu 50m steil nach unten. Auf der anderen Seite angekommen, windet sich ein schmaler Gang durch das Gestein etwa drei Meter nach unten. Wenn man den Canyon weiter entlang gehen möchte, muss man da irgendwie runter. Ich möchte aber nicht mehr weitergehen.

Aussichtsplattform

Memo an mich: Auf diesem Vorsprung standen die vier Holländer mit ihren Nikolausmützen und haben für ein Foto posiert

Pai Canyon

Irgendwie muss man da rüber…

Pai Canyon

…um dort hin zu kommen.

Pai Memorial Bridge

Statt dessen sind wir weiter gefahren, und haben uns die Pai Memorial Bridge angesehen. Während des zweiten Weltkriegs war diese Brücke ein strategisch wichtiger Punkt für die Japaner, auf dem Weg zum britisch kolonialisierten Burma. Das Material der ursprünglichen Brücke waren einfache Holzstämme. Diese wurden von Elefanten aus den umliegenden Wäldern zur Brücke transportiert. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich in dieser Ecke von Pai, alle Elefantencamps befinden.

Pai Memorial Bridge

Pai Memorial Bridge

Ta-Pai Bridge

Pai River

Bevor die Sonne untergeht, kommen wir wieder zu Hause an. Wir bringen unsere Decken noch oben und holen die Laptops nach unten. Den ersten wirklich schönen Weihnachtsbaum sehen wir, als wir mit den Eltern meiner Lebenspartnerin skypen. Wir erzählen von unserem Ausflug an Weihnachten in Pai und sehen live dabei zu, wie unsere Geschenke, die wir drei Wochen vorher nach Deutschland geschickt haben, ausgepackt werden. Irgendwie komisch. Komisch hat auch der Erdbeerwein geschmeckt, den wir mit Zimt und Orange einen weihnachtlichen Touch verpassen wollten. Der Effekt von warmen Erdbeerwein mit Zimt und Orange ist aber der selbe wie von jedem anderen warmen alkoholischen Getränk.

Frohe Weihnachten

Mein Tag in Pai

Eigentlich verläuft mein Tag in Pai genau so wie zu Hause, nur ein kleines bisschen anders. Oder wie der Thailänder sagen würde: „Same Same, But Different.“

Mein Tag in Pai in Bildern

Zugegeben, abends wird es um diese Jahreszeit auch hier in Pai kalt. Doch morgen feiern wir Weihnachten und da wird einem ja auch im Herzen warm. Neben Weihnachten feiern meine Freundin und ich morgen auch unser 16 1/2 jähriges. Und es ist ein schönes Gefühl, wenn man sich nach so langer Zeit immer noch gerne aneinander kuschelt. Ausserdem bringt es einen gewaltigen Vorteil bezüglich der Kälte mit sich.

Vormittag in Pai

Nachdem die ersten Sonnenstrahlen durch das offene Fenster auf meinen Bauch scheinen, beginnt mein Tag in Pai. Seit ein paar Tagen kommt immer öfters eine Katze bei uns vorbei. Mit einer Hand streichelnd, versuche ich ein paar Zeilen Code in mein MacBook zu tippen.

Fenster auf

Mein Tag in Pai beginnt

Frühstuck in der Hängematte

Auf der Hängematte genieße ich mein Frühstück

Fegen

Statt Schnee zu schippen, fege ich die Veranda

Blumen im Garten

Statt einem Christbaum, blühen bei uns die Blumen im Garten

Nachdenken

Statt im kalten Büro, sitze ich gemütlich in der Sonne

Ente im Garten

Diese Ente hätte ich jedoch auch lieber gebraten als im Garten

Nachmittag in Pai

Langsam breitet sich ein kleines Hungergefühl aus. Nachdem wir auf dem Markt gewesen sind, fahren wir zu Sue. Sue ist die Besitzerin vom Krazy Kitchen. An einem anderen Tag in Pai, als wir bei den Heissen Quellen waren, haben wir dieses abgeschiedene Restaurant entdeckt. Heute bekommen wir von Sue eine Riesenportion Pad Thai.

Moped fahren

Schnee wird hier sicher keiner fallen

Wäsche abgeben

Aber zuerst die Wäsche abgeben. Zettel gibt es keinen, die Frau erkennt mich am Moped.

Kamerafrau

Vorbildlich mit Helm, fahre ich mit meiner Kamerafrau zum Markt

Diese Paprika ist OK

Nach reichlicher Überlegung beschliese ich, diese Paprika zu kaufen

Ein wenig Shopping

Bei diesem Bild fällt mir auf, ich habe noch eine Dose Red Bull im Kühlschrank

Sue zeigt uns ihren Garten

Daheim gibt es jetzt sicher auch Bananen, aber bei Sue wachsen sie wie Unkraut im Garten

Pad Thai

Neben der Riesenportion Pad Thai, bekommen wir von Sue noch ein wenig Zimt. Morgen gibt es Glühwein.

Mein Name ist Curry

Nach dem Essen gibt es noch Streicheleinheiten für Curry

Elefant auf der Strasse

Das Verkehrsaufkommen in Pai könnte man als groß Bezeichnen…

Tankstelle But Different

…aber dafür sind die Tankstellen kleiner.

Abend in Pai

Man sollte abends auf dem Moped auf jeden Fall lange Kleidung tragen. Wenn man keine bei sich hat, sollte man sich auf den Heimweg machen, bevor die Sonne untergeht. Daheim angekommen gibt es eine oder mehrere Tassen Tee, und dann heißt es ran an den Blog.

Sonnenuntergang

Wenn man zu spät nach Hause kommt, wird es kalt auf dem Moped. Und den Sonnenuntergang hat man dann ebenfalls verpasst.

Fenster zu

Ich mache dann die Fensterläden zu, was eigentlich nichts bringt, weil wir garkeine Scheiben haben…

...aber dann fliegt das Viech aus der Küche wenigstens nicht rein.

…aber dann fliegt das Viech aus der Küche wenigstens nicht rein.

Tee am Abend

Schon beim letzten Mal haben wir bei Sue einen Blütentee gekauft. Wie zu Hause, wärme ich meine Hände an der heissen Tasse…

...und sitze vor dem Computer.

…und sitze vor dem Computer.

Tempel auf dem Hügel – Wat Pra Tat Mae Yen

Bei fast jeder Tourist Information oder beim AYA Service in der Walking Street in Pai bekommt man eine kostenlose Karte von Pai und den Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Der Buddha auf dem Berg

Auf diesen Karten findet man beim Wat Pra Tat Mae Yen den Zusatz: “Tempel auf dem Hügel“. Tatsächlich befindet sich auf dem Hügel ein Tempel. Den Tempel selber kann man erst sehen, wenn man oben auf dem Hügel ist. Ganz anders ist es mit dem riesigen Buddha, der sich auf dem Berg hinter dem Tempel befindet. Diesen Buddha auf dem Berg kann man von fast überall in und um Pai herum sehen.

Buddha auf dem Berg

Der Buddha auf dem Berg

Zuerst ein wenig Programmieren

Meine letzte App hat den Status „Warte auf Überprüfung“ erreicht, und ich habe die Homepage für die App fertig gestellt. Da wir uns den Tempel auf dem Hügel erst am späten Nachmittag ansehen wollen, kann ich die Zeit in unserem Haus in Pai nutzen, um die nächste App zu erstellen. Als wir auf Koh Samui mit unseren Feunden aus München abends auf der Veranda gesessen sind, haben wir uns das eine oder andere Mal über technischen Schnickschnack und Apps für Mobiltelefone unterhalten. Die Idee für die App an der ich gerade sitze, ist aus einem dieser Gespräche entstanden und passt wunderbar in meine App-Collection für Reisende.

Zwischenstopp in Pai

In der Zwischenzeit ist es so warm geworden, dass wir uns entschlossen haben, uns mit ein wenig Fahrtwind abzukühlen. Ausserdem haben wir beide Lust auf eine warme Mahlzeit. Wir haben uns beide eine Suppe mit Kokosmilch und Hühnchen eingebildet. Also haben wir in Pai einen Zwischenstopp eingelegt, bevor wir zum Tempel auf dem Hügel fahren. Ich dachte eigentlich, dass die Suppe Tom Kha Gai heisst, aber nachdem ich eine scharfe Suppe, die weder dickflüssig noch nach Kokosmilch geschmeckt hat, bekommen habe, bin ich mir da nicht mehr so sicher.

Der Tempel auf dem Hügel

Um zum Buddha auf dem Berg zu kommen, fährt man auf den Hügel, vorbei am Tempel und an den Souvenirshops, bis man den großen Parkplatz erreicht. Von dort führen zahlreiche Stufen auf den Berg mit dem Buddha. Bereits vom Parkplatz hat man eine schöne Aussicht auf die Landschaft von Pai.

Wat Pra Tat Mae Yen

Tempel auf dem Hügel – Wat Pra Tat Mae Yen

Treppen zum Buddha auf dem Berg

Zahlreiche Stufen führen zum Buddha auf dem Berg

Treppengeländer im Bau

Die Treppe, die zum Buddha führt, befindet sich aktuell noch im Bau

Treppengeländer fertig gestellt

Das letzte Stück vor dem Buddha ist bereits vollendet und man sieht überall die typischen Verzierungen

Das letzte Stück vor dem Buddha ist bereits vollendet und man sieht überall die typischen Verzierungen. Der Buddha auf dem Berg befindet sich auf einer großen Plattform. Diese füllt sich abends mehr und mehr mit Menschen, die sich von dort oben den Sonnenuntergang ansehen wollen. Bis es soweit ist, vertreiben sich die Menschen die Zeit mit jonglieren, musizieren und beten. Die meisten aber haben so wie ich, ihren Fotoapparat in der Hand, und warten bis die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Heute war es leider zu bewölkt, und ausserdem glaube ich, dass man von den Stühlen und Bänken, die am Tempel auf dem Hügel stehen, einen noch besseren und vor allem baumfreien Ausblick hat.

Jonglieren

Die Menschen vertreiben sich die Zeit mit Jonglieren…

Die Plattform füllt sich

…machen Fotos…

Gestützt von einem Bambusgerüst

…vom Bambusgerüst hinter dem Buddha…

Sonnenuntergang

…und vom Sonnenuntergang.

Walking Street in Pai

Bevor alle Menschen vom Tempel auf dem Hügel wieder zurück in Pai ankommen, wollen wir schnell noch zur Walking Street in Pai fahren, um dort etwas zu essen. Tatsächlich wurde es auf der Walking Street auch schnell immer voller. Nach ein paar Snacks an diesem Stand und weiteren Leckereien am nächsten Stand haben wir uns abschließend noch eine Kokosnuss to Go gekauft, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht haben.

Parkplatz

Auf dem Parkplatz vor den Treppen zum Buddha war viel los

Pai - Walking Street

Auf der Walking Street in Pai…

Pilze im Speckmantel

…gab es heute Pilze im Speckmantel für uns.

Eine Woche in Pai, die geht schnell vorbei

Mittlerweile haben wir es uns in unserer Berghütte ein wenig gemütlich gemacht. Eine Hängematte ziert jetzt unseren Eingangsbereich und der Kühlschrank ist mit dem Nötigsten gefüllt. Meine erste App ist fertig programmiert, und wird heute bei Apple zur Überprüfung eingereicht. Und die Umgebung von Pai haben wir auch ein wenig erkundet.

Die erste Woche in Pai verging wie im Flug

Zuerst komme ich nicht klar, weil ich vor lauter Sehenswürdigkeiten und Bloggen keine Zeit finde, etwas zu programmieren. In unserer Berghütte nehme ich mir jetzt die Zeit zum Programmieren. Aber einmal am Tag müssen wir nach Pai fahren, um uns zu versorgen. Mittlerweile haben wir auch schon ein paar Geschäfte gefunden, die nicht zur 7-Eleven Kette gehören. Neben Kleinigkeiten wie Spülmittel, Müllbeuteln und Toilettenpapier habe ich mir für ein paar Euro eine Hängematte zugelegt. Zwischen die beiden Pfosten an der Front unserer Berghütte scheint den ganzen Tag die Sonne hin. Das ist ein perfekter Platz für meine neue Errungenschaft.

Hängematte

Eine Hängematte gehört ab jetzt zur Ausstattung unserer Berghütte dazu

Currency Exchange Converter

Die ersten Tage habe ich viel Zeit auf dieser Hängematte verbracht, und darüber gegrübelt, welche Apps ich programmieren möchte. Ich will am Ende unseres Aufenthalts eine App-Collection für Reisende im App Store haben. Alle kleinen Apps, die ich bisher im Urlaub benutzt habe, und vieles was ich mir wünschen würde. Dafür müssen einige kleine Programme, die ich bisher nur für mich geschrieben habe, benutzerfreundlich gemacht werden. Manches muss völlig neu programmiert werden. Eine Woche in Pai vergeht schnell, wenn man versucht, eine App an den App Store zu senden. Ich habe in der letzten Woche viele Tage damit verbracht, Sprachdateien, Grafiken und Screenshots zu erstellen. Die Validierung der App ist zumindest schonmal erfolgreich gewesen. Wenn alles gut geht, kann ich die App, im Anschluss an die Veröffentlichung dieses Blogs, bei Apple zur Überprüfung einreichen. Und gerade ist mir eingefallen, dass ich für die App auch noch eine Homepage erstellen muss.

Aber eigentlich sind wir im Urlaub

Viele Sehenswürdigkeiten, die es in und um Pai gibt, haben wir bisher nicht gesehen. Vor einigen Tagen waren wir beim Mor Paeng Wasserfall, am Yun Lai Aussichtspunkt und in Chinese Village. Die heißen Quellen von Tha Pai waren bereits zweimal Ziel eines Ausflugs. Aber mal ganz ehrlich, wenn ich jeden Tag vor meiner Haustür das Wasser plätschern höre, dann muss persönlich nicht jeden Wasserfall sehen. Wenn ich jeden Tag mit meinem Moped aus den Bergen in die Stadt tuckere, dann muss ich nicht extra zu einem Aussichtspunkt fahren. Wenn dann in Pai überall Chinesen zu sehen sind, weil in Pai ein chinesischer Liebesfilm gedreht wurde, und alle Chinesen extra nach Pai fahren, um Fotos von den Drehorten machen zu können, dann muss ich persönlich auch nicht unbedingt noch einmal extra ins Chinese Village fahren. Aber es macht wirklich einen Unterschied, ob man die heißen Quellen besucht, um sie gesehen zu haben, oder ob man früh am Morgen extra einen Wecker stellt, um sich nach einer kühlen Nacht im 35°C warmen Wasser aufzuwärmen, noch bevor die Sonnenstrahlen die Umgebungstemperatur auf die selbe Höhe ansteigen lässt.

Wasserfall

Auch die Schilder bei den Sehenswürdigkeiten sind an vielen Drehorten auf Chinesisch

Mor Paeng Wasserfall

Mor Paeng Wasserfall

Yun Lai Aussichtspunkt

Yun Lai Aussichtspunkt

heißen Quellen von Tha Pai

Aus diesem kleinem Loch im Boden entstehen die heißen Quellen von Tha Pai

Eierkochen strikt geregelt

Zum Eierkochen? Rechts bitte!

Krazy Kitchen

Und essen waren wir natürlich auch