Prefix Changer für iPhone – iPod Touch – iPad

Nur zwei Tage, nachdem der Prefix Changer den Status „Waiting for Review“ erreicht hat, wurde die App freigegeben. Der Prefix Changer steht ab sofort im AppStore zum Download bereit.

Vorwahlen verwalten mit dem iPhone

Der zweite Teil meiner App-Collection für Reisende ist somit erfolgreich abgeschlossen. Der Prefix Changer ist eine App für iPhone, iPod Touch und das iPad, mit der man die Vorwahlen seiner Kontakte manipulieren kann.

Automatische Änderung der Ländervorwahl

Wenn man aus dem Ausland telefonieren möchte, dann muss man der eigentlichen Telefonnummer die Ländervorwahl voranstellen. Für Deutschland ist das die 0049. Oftmals aber hat man nur die Telefonnummer ohne Ländervorwahl in seinem Telefon gespeichert. Mit dem Prefix Changer kann man den Telefonnummern die Ländervorwahl voranstellen. Ebenfalls lassen sich bestehende Ländervorwahlen die mit einem + beginnen in 00 ändern und umgekehrt.

Manuelle Änderung des Präfixes

Der Grund, warum diese App entstanden ist, war die Tatsache, dass wir in Thailand eine Pre-Paid Karte gekauft haben. Wenn man mit dieser Pre-Paid Karte ins Ausland telefonieren will, muss man jeder Nummer eine Vorwahl voranstellen. Die Vorwahl entscheidet über den Preis und die Sprachqualität. Hilfreich ist die Funktion auch dann, wenn man beispielsweise Calling Cards oder günstige Vorwahlnummern verwendet.

Sichern, Wiederherstellen und Exportieren

Gerade wenn es um sensible Daten wie das eigene Telefonbuch geht, ist es wichtig die Daten wiederherstellen zu können. Aus diesem Grund lassen sich über die App alle Kontakte sichern und wiederherstellen. Als besonderes Feature besteht die Möglichkeit, alle Kontakte im standardisierten vCard Format via E-Mail zu exportieren. Somit lässt sich das Telefonbuch des iPhone auf alle Systeme übertragen. So kann man beispielsweise seine iPhone Kontakte an ein Windows System senden, und diese in Outlook importieren.

Prefix Changer und weitere Apps für iPhone / iPod Touch / iPad

Der Prefix Changer ist ab sofort im AppStore erhältlich. Weitere Apps von Peter Lakatos findet man hier.

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden

Mit zwei Stunden Verspätung kommen wir am Flughafen von Sri Lanka an. Direkt vom Immigrationsbeamten erhalte ich eine Pre-Paid Sim Karte für Sri Lanka mit 50 Sri-Lanka-Rupien Guthaben. Während wir darauf warten, dass unser Fahrer den Wagen holt, werden wir in vier verschiedenen Sprachen gefragt, ob wir ein Taxi brauchen. Und das ist auch gleich das Erste was auffällt. Neben der Landessprache Singhalesisch sprechen hier fast alle sehr gut Englisch, Deutsch und Russisch.

Es ist uns eine Ehre

Auf der Fahrt zum Hotel fällt mir auf, dass unser Fahrer mitten in der Nacht, ohne jeglichen Verkehr, an roten Ampeln stehen bleibt. Die einzige Person, die wir auf der gesamten Fahrt zum Hotel gesehen haben, war ein junger Mönch. Direkt neben dem Mönch hat unser Fahrer ebenfalls gehalten. Nach einer kurzen Unterhaltung auf Singhalesisch ist der Mönch bei uns eingestiegen und wir durften ihn ein Stück weit mitnehmen.

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden

Wir sind fast zwei Stunden unterwegs, als wir um 3.30 Uhr morgens endlich an unserem Hotel ankommen. Wir werden auf deutsch begrüßt und zu unserem Zimmer gebracht. Als wir acht Stunden später endlich aufstehen, bekommen wir trotzdem noch ein Frühstück. Da wir nur noch 12 weitere Tage in Sri Lanka sein werden, erkundige ich mich beim Besitzer des Hotels nach einer Tour. Es besteht die Möglichkeit, eine Tour mit sechs Übernachtungen zu buchen, bei der man so ziemlich alle Highlights von Sri Lanka besichtigt. Inklusive Übernachtungen, täglich zwei Mahlzeiten und allen Eintrittspreisen kostet die 7-Tage Tour 750 US Dollar pro Person. Das hört sich im ersten Moment zwar ziemlich teuer an, aber dafür hat man absolut keinen Stress und man kann im Kleinbus mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden. Wir überlegen, rechnen und diskutieren und kommen zum Entschluss, dass wir diese Tour buchen werden.

Warum die Strandliegen nicht am Strand liegen

Jetzt wird es aber erstmal Zeit, endlich mal wieder im Meer zu baden. Warum die Strandliegen nicht am Strand liegen, sondern in der Hotelanlage, wird mir dann auch klar. Denn es ist nahezu unmöglich, Zeit am Strand zu verbringen, ohne dass man von einem Beachboy, ach was sag ich, mehreren Beachboys belagert wird. Also schnell rein ins Meer, das Wellenbad genießen und gleich wieder zurück zum Hotel.

Green Shadows Beach Hotel

Unser Ausbick vom Hotelzimmer

Am Abend, als wir uns den Sonnenuntergang anschauen wollen, das selbe Bild. Vom Sonnenuntergang haben wir kaum etwas mitbekommen, weil ständig diese Beachboys um einen herumschwirren. Also auch hier, schnell ein paar Fotos machen und gleich wieder zurück zum Hotel. Und weil wir am nächsten morgen bereits um 5.00 Uhr mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden werden, war es das auch schon mit unserem ersten Tag auf Sri Lanka.

Sonnenuntergang Kalutara

Beachboys ignorieren, Auslöser drücken und schnell zurück zum Hotel

Wie buche ich das richtige Zimmer

Wenn man ständig unterwegs ist, dann ist eines der wichtigsten Dinge, die man benötigt, eine Unterkunft. Aber wie genau buche ich das richtige Zimmer? Pauschal sagen kann man das meiner Meinung nach nicht.

Das richtige Zimmer ist Geschmacksache

Zu viele Faktoren spielen dabei eine Rolle, und jeder Mensch hat andere Vorlieben, Ansprüche und Vorstellungen über das richtige Zimmer. Manchen reicht ein Zimmer alleine nicht aus, da müssen es gleich mehrere sein, andere wiederum wollen nur in einem Bungalow übernachten. Für einige ist es das Beste sich einfach ein Wohnmobil zu mieten und das richtige Zimmer immer dabei zu haben. Sei es ein Home Stay, eine Privatvilla oder eine 6* Suite, nicht alleine das Budget entscheidet über die Art der Unterkunft.

Home Stay im Hinterhof

Tut es das Homestay im Hinterhof?

Klein aber fein

Oder doch das kleine Hotel in der Seitenstraße?

Bungalow

Oder sollte es schon ein eigener Bungalow sein?

Privatvilla

Vielleicht sogar die Privatvilla inklusive  Gärtner?

Was für mich wichtig ist

Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass man sich vorher genau überlegen muss, worauf es einem persönlich ankommt. Bei mir haben sich im Laufe meines Aufenthalts die Auswahlkriterien bereits so stark geändert, dass es mir mittlerweile schon fast egal ist, wo ich schlafe. Hauptsache kostenloses W-Lan ist im Preis inbegriffen.

Was mir einmal wichtig war

Anfangs war es mir noch wichtig, dass es eine Klimaanlage sowie warmes Wasser gibt, aber mal ganz ehrlich: Wenn es tagsüber total heiss ist, hält man sich sowie nicht im Zimmer auf, und wenn es dann abends kühler wird, kann ich mittlerweile auch wunderbar mit einem Ventilator schlafen. Warmes Wasser ist zwar ab und zu in Ordnung, aber bei der Hitze, die in Asien herrscht, ist eine kalte Dusche einfach nur wunderbar. Wenn man eine warme Dusche möchte, dann duscht man einfach am Nachmittag, wenn die pralle Sonne die Wassertanks aufheizt. Aber Vorsicht, damit man sich nicht verbrüht.

Jeder hat seinen eigenen Wasserturm

Wenn den ganzen Tag die Sonne auf die Tanks scheint, ist das Wasser brühend heiss

Einfach drauf los

Wenn es einem nichts ausmacht, mit seinem gesamten Gepäck durch die Mittagshitze zu spazieren, um das richtige Zimmer zu finden, dann kann man das machen. Ob man so jedoch das richtige Zimmer findet, ist dann eine Frage des Durchhaltevermögens. Früh am Morgen ist das vielleicht noch möglich, doch in der prallen Mittagssonne bin ich persönlich dann froh, wenn ich endlich einen Platz habe, wo ich meinen Rucksack abstellen kann und mich vom Schweiss befreien kann. Wenn ich am Abend ein Zimmer suchen muss, bin ich meistens bereits den ganzen Tag unterwegs gewesen. Auch dann bin ich eigentlich froh, wenn ich endlich mein Gepäck ablegen und mich duschen kann. Am besten man bezahlt dann nur für eine Nacht und nutzt die Unterkunft als Basis zur Wahl des richtigen Zimmers.

Vorteile von Onlineportalen

Natürlich stehen auch noch die diversen Onlineportale zur Verfügung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man über diese Portale die meisten Zimmer sogar günstiger bekommen kann, als wenn man direkt vor Ort nach dem Preis fragt. Manchmal kann man sich noch zusätzlich Geld sparen, wenn es beispielsweise einen kostenlosen Airport-Shuttle gibt, oder man mit einem Klick und ohne Aufpreis noch Frühstück dazu buchen kann. Diese Onlineportale sind auch ein Grund, warum ich immer kostenloses W-Lan bei meiner Unterkunft dabei haben möchte.


Bewertungen richtig beurteilen und filtern

Falls ich über ein Onlineportal ein Zimmer buche, dann sehe ich mir auch die Bewertungen zu der Unterkunft an. Diese Bewertungen sind eigentlich der Grund, warum ich gerade diesen Blog schreibe. Es ist immer wieder faszinierend, diese Bewertungen zu lesen. Wie man dadurch das richtige Zimmer findet, ist mir bisher ein Rätsel. Ich lese mir die ersten zehn Bewertungen durch, dabei finden sich welche, in denen steht: Das Personal war total unfreundlich. Gleich darunter stehen Bewertungen in denen das Personal ständig ein Lächeln auf den Lippen hatte und bei jedem Problem geholfen hat. Ein anderer schreibt, dass das Bad dreckig und abstoßend ist. Eine Seite weiter schreibt dann ein Gast, der nur drei Tage vorher seine Bewertung abgegeben hat, er habe noch nie so ein schönes Badezimmer in diesem Land gesehen. Cool finde ich auch die negativen Bewertungen über ein Hotel, in denen dann zu lesen ist: Das Wetter war viel zu heiss. Es war zu windig und die Wellen waren zu hoch. Was bitte hat das mit dem Zimmer zu tun? Die meisten deutschen Gäste geben eine negative Beurteilung ab, weil es beim Frühstück keine Wurst oder Käse gibt. Manche finden, das Zimmer ist in die Jahre gekommen und andere wiederum schreiben es ist OK. Wie man sieht, ist es am wichtigsten die ganzen Beurteilungen danach zu filtern, was einem persönlich für das richtige Zimmer für sinnvoll erscheint.

Bewertungen

Bewertungen filtern und richtig beurteilen

Manchen kann man es nicht recht machen

Ich weiss nicht, ob es den Leuten auffällt, das es Zimmer für 8 EUR die Nacht und 800 EUR für eine Nacht gibt. Man kann doch nicht erwarten, dass ich bei einer 8 EUR Unterkunft die selbe Ausstattung habe wie bei einem Luxusressort. Es gibt nunmal sehr selten einen Wasserkocher oder kostenloses Shampoo und Duschgel bei einem Zimmer in der untersten Preiskategorie. Ich verstehe auch nicht, warum sich Leute darüber beschweren dass es in einem Strandhaus, welches 15 Meter vom Meer entfernt ist, zu wenig Programme im Fernseher gibt. Aber diese Leute verstehen wahrscheinlich auch nicht, warum für mich kostenloses W-Lan wichtig ist. Warum man allerdings eine negative Bewertung darüber abgibt, weil es nachts auf dem Zimmer viel zu leise ist, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Vielleicht sollten diese Leute einfach das nächste mal in einer Diskothek buchen anstatt in einem Hotel.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wie Ihr lesen könnt, ist es überhaupt nicht einfach, das richtige Zimmer zu finden. Jeder Mensch hat ein anderes Empfinden darüber, was er von einem Hotel erwartet. Ich erwarte mittlerweile nichts mehr, so kann ich so gut wie nicht enttäuscht werden. Ausser das angepriesene Internet funktioniert nicht, weil die Rechnung nicht bezahlt wurde. Da bin ich dann froh darüber, dass ich eine Pre-Paid Karte besitze, mit der ich mir zur Not eine andere Unterkunft suchen kann. Oder ich gehe abends los und klappere eine Unterkunft nach der anderen ab, lasse mir die Zimmer zeigen und frage die Gäste in der Lobby ob sie Internet haben.

Die Lobby

In der Lobby einfach mal die Gäste fragen, wie es ihnen gefällt

Alternativen zu den Onlineportalen

Wenn es einem nichts ausmacht, bei völlig fremden Menschen an der Haustür zu klingeln und nach einem Schlafplatz zu fragen, dann kann man das machen. Alternativ dazu gibt es neben den folgenden Möglichkeiten sicherlich auch noch weitere. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Couchsurfing

Reisebekanntschaften

Housesitting

Flughafen

Hängematte

In einem Schlafbus oder Schlafwagon reisen

Campingplatz

Ein Wohnmobil mieten oder kaufen

Zelten

Alternativ kann man auch mal Zelten. Equipment vorrausgesetzt.

Alternative

Hey, immerhin gibt es Matratzen und Kissen. Wer braucht da schon eine Wand?

Entspannen in Kuala Lumpur

Ich kann gar nicht oft genug erwähnen, dass es hier in Kuala Lumpur super schnelles Internet gibt. In Bussen, Einkaufszentren, Restaurants, Bars, öffentlichen Gebäuden und Hotels gibt es kostenloses, schnelles Internet. Sogar die 3G Verbindung meiner malaiischen Pre-Paid Karte, die ich mir im Mobilfunkladen um die Ecke für 40 MYR geholt habe, ist besser als das schnellste Internet in Indonesien. Wunderbare Vorraussetzungen um ein wenig zu entspannen in Kuala Lumpur. Viel zu wenig konnte ich mich um meinen Blog kümmern, denn vieles kann ich noch verbessern. Geteilte Inhalte haben bislang fürchterlich ausgesehen, und auf Twitter konnte man immer nur einen Link sehen. Auch meine Videos habe ich bisher noch nicht auf meiner Dropbox gesichert. Ausserdem habe ich mich in letzter Zeit viel zu wenig um meinen Körper gekümmert, denn wie ich bereits erwähnt hatte, möchte ich Gewicht verlieren, und da muss ich dran bleiben. Darum habe ich mir heute mal wieder meine langen Klamotten angezogen und bin in das oberste Stockwerk unseres Hotels gegangen, denn dort gibt es ein Gym. Mit wahnsinnigen 4,5 km/h habe ich 75 Minuten lang die 15% starke Steigung auf dem Laufband absolviert. Das hatte zwar nicht gerade viel mit Entspannung zu tun, das anschließende Schaumbad hingegen schon. Es hat richtig gut getan, sich von den Düsen ein wenig massieren zu lassen.

Training beendet

Immerhin 186,3 Kalorien verbrannt. Besser als nichts.

Da wir nur noch zwei Nächte in KL bleiben wollen, müssen wir uns auch noch um unser nächstes Reiseziel kümmern. Ein Grund, warum ich Malaysia besuchen wollte, sind die Orang Utans in den Nationalparks von Borneo. Also haben wir in aller Ruhe das Internet nach Flügen von KL nach Borneo durchstöbert. Die Dauer unseres Aufenthalts wird sich nach den Preisen der Flüge, die wir bekommen werden, richten. Nach ein wenig Recherche und ein bisschen Glück, haben wir einen passenden Flug gefunden. Am 8. Oktober geht es für 13 Nächte nach Kuching im malaysischen Bundesstaat Sarawak. Kuching ist die größte Stadt auf der Insel Borneo. Für zwei Personen inklusive Hin- und Rückflug sowie jeweils 20kg Gepäck pro Person kosten alle vier Flüge zusammen 150 EUR. Nachdem wir die Eckdaten geklärt hatten, haben wir uns nach einer günstigen aber sauberen Unterkunft umgesehen. Nachdem wir viele Kommentare und Bewertungen gelesen hatten, haben wir eine Unterkunft inklusive Frühstück und kostenlosem W-Lan für 13 Übernachtungen zum Gesamtpreis von 138 EUR gebucht. Kurz nach der Buchung haben wir eine E-Mail von der Besitzerin des Hotel bekommen, in der diese uns angeboten hat, uns für 26 MYR mit einem Taxi abholen zu lassen. Da das weniger ist, als alles was wir bisher in Indonesien für eine Fahrt bezahlt haben, haben wir ihr Angebot dankend angenommen.

Unser nächstes Ziel lautet also Kuching auf Borneo. Ich freue mich schon tierisch auf die Orang Utans und die Nasenaffen sowie die vielen Nationalparks. Ausserdem bin ich gespannt, ob Borneo zusätzlich auch noch schöne Strände zu bieten hat. Den restlichen Abend habe ich mir noch ein paar Videos auf YouTube angesehen, die ich in Deutschland wegen der GEMA nicht abspielen konnte. Danach bin ich noch einmal zusammen mit meiner Lebenspartnerin auf den Nachtmarkt in China Town gegangen. Wegen dem moslemischen Feiertag Grand Baram war auf dem Nachtmarkt heute richtig wenig los, und wir konnten völlig entspannt und ohne Gedrängel über die Jalan Petaling schlendern.

China Town Nachtmarkt

Wegen dem moslemischen Feiertag, war auf dem Nachtmarkt in China Town richtig wenig los

Weil unser Flieger bereits um 8:15 Uhr abhebt, sind wir zur Sicherheit noch losgezogen, um herauszufinden, von wo aus der Shuttle Bus zum Flughafen abfährt, und wo wir unsere Tickets kaufen können. Das Busterminal und den Ticketschalter haben wir relativ schnell gefunden, doch von dort aus wurden wir dorthin geschickt, von wo aus der Shuttle Bus abfährt. Uns wurde gesagt, dass wir dort auch die Tickets kaufen sollen. Wir sind dann noch fast eine Stunde um mehrere Blocks geirrt und wurden von verschiedenen Leuten weiss Gott wohin geschickt, bis wir dann endlich zwei Einheimische auf Gartenstühlen sitzend vor einer unscheinbaren Bushaltestelle entdeckt haben. Schließlich ist uns dann aufgefallen, dass dieser doch sehr aussergewöhnliche Ticketverkauf 200m von unserem Hotel entfernt ist. Wir sind auf der Suche danach sogar mehrfach daran vorbei gegangen. So richtig konnte ich mich heute also gar nicht entspannen in Kuala Lumpur, doch vielleicht klappt es ja in Borneo.

Mahun Beach in Kuta auf Lombok

Wie bisher jeden Morgen, werde ich wieder von Siyol begrüßt und gefragt, wie es mir geht. Er möchte wissen, was wir gestern so getrieben haben und was wir heute so vor haben. Die ganze Zeit lächelt er und macht einen ungemein glücklichen Gesichtsausdruck. Da meine Pre-Paid Karte aus mir unerklärlichen Gründen in Kuta nicht funktioniert, frage ich ihn, ob ich später einen Anruf tätigen kann, oder ob ich irgendwo telefonieren könnte. Ich erkläre ihm, dass wir in zwei Tagen eine Tour nach Komodo gebucht haben und ich herausfinden möchte, wie ich denn nun überhaupt wieder zurück zum Hafen komme. Er bietet mir sofort sein Mobiltelefon an und erwähnt ganz nebenbei, dass er ebenfalls Touren nach Komodo anbietet. Sein Laden ist ein paar Meter die Strasse hoch und ich könne bei ihm vorbeikommen, falls ich später noch irgendwelche Fragen habe. Also nicht nur das diese Großfamilie hier ein Hotel, einen Shop, eine Reinigung und einen Motorradverleih hat, sie haben auch noch ein Veranstaltungsbüro. Das ich meinen Roller auch gleich hier auftanken kann, verwundert mich daher überhaupt nicht mehr.

Meine Lebenspartnerin hat im Internet gelesen, dass es in der Mitte von Lombok einen Affenwald gibt, und ich frage Siyol, wie man dort am besten hinkommt. Er meinte, dass dieser Ort ziemlich weit weg ist, und die Fahrt mit dem Roller Stunden dauert. Wir sollen doch einfach am Strand links abbiegen, denn auch dort ist ein kleiner Wald, an dem nachmittags die Affen vom Berg kommen und am Strand abhängen. Ich könne sie füttern, und es sei auf keinen Fall gefährlich, und obendrein müsste man dort nicht mal Eintritt bezahlen, weil es ein frei zugängliches Gebiet ist. Gut zu wissen, denke ich mir, und merke mir seine Wegbeschreibung.

Der Fischer ist wohl Raucher

Ein kleines Fischerboot in der Bucht des Mahun Beach

Doch zuerst haben wir uns auf den Weg zum Mahun Beach gemacht. Um dort hin zu kommen, muss man etwa eine viertel Stunde mit dem Roller fahren. Die Parkgebühr für diesen Strand beträgt 10.000 Rupien. Als wir dort angekommen sind, war der Strand noch leer, und wir konnten dort die Zweisamkeit genießen, bis dann auch dort der erste Verkäufer anfing, uns langsam aber sicher auf die Nerven zu gehen. Ich habe wirklich nichts dagegen, mich mit Menschen zu unterhalten, aber diese aufdringliche Art, wie alle paar Minuten der Nächste und der Nächste und der Nächste und der Nächste und der Nächste kommt, geht mir langsam aber sicher auf die Nerven. Zu unserem Glück kam gegen Mittag eine Schulklasse an den Strand. Die Schulklasse bestand ausschließlich aus Mädchen im Alter von 16 Jahren, und sie waren an den Strand gekommen, um mit Hilfe der Touristen ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Sie hatten sogar Buttons angesteckt auf denen stand: Please talk English to me! Und das haben wir dann auch gemacht. Stundenlang saßen wir gemeinsam im Schatten, haben uns mit ihnen auf Englisch unterhalten, gesungen und gelacht. Immer wieder haben sie uns gefragt, ob es OK sei, wenn sie sich noch weiter mit uns unterhalten, oder ob wir lieber alleine sein möchten. Wir haben uns wirklich gerne mit ihnen unterhalten, und wir waren gleichzeitig auch froh, denn während der gesamten Zeit hat uns kein einziger Verkäufer belästigt. Stattdessen kamen immer mehr von den Mädels zu uns und haben sich dazu gesetzt. Ich glaube am Ende ist die ganze Schulklasse bei uns gesessen. Irgendwann haben sie sich dann von uns verabschiedet, unsere Hände geschüttelt und die Mädels sind mitsamt ihren Schuluniformen ins Meer gesprungen. Das haben wir dann auch gemacht jedoch in Badekleidung, versteht sich.

Wie die Kinder stürzen wir uns die Wellen

Wie die Kinder stürzen wir uns die Wellen

Weglaufen bringt nichts

Weglaufen bringt nichts

Der Mahun Beach in Kuta auf Lombok hat einen wunderschönen, feinen Sandstrand und man kann ohne Bedenken barfuß ins Meer zum Baden gehen. Ich habe kein einziges Steinchen unter meinen Füßen gehabt, egal ob am Strand oder im Wasser. Nach ein paar Metern konnte man schwimmen, und wenn man nach unten ins klare Wasser geschaut hat, konnte man immer noch den feinen Sand am Boden erkennen. Die Bucht, in der sich der Strand befindet sieht aus wie gemalt. Gemeinsam mit meiner Lebenspartnerin, haben wir uns in die Wellen gestürzt und herumgetollt wie kleine Kinder. Viel zu schnell ging der Tag vorbei, und wir machten uns wieder auf den Weg zurück nach Kuta, um den Affenwald zu suchen, von dem uns Siyol am Morgen erzählt hat. Bis wir diesen aber endlich gefunden hatten, war es bereits dunkel, und wir haben uns dazu entschieden, morgen noch einmal hier her zum Affenwald zu kommen, um ein paar schöne Fotos zu machen.

Viel zu schnell ging der Tag vorbei

Viel zu schnell ging der Tag vorbei

Der Urlaub kann beginnen

Das war doch bisher ein gelungener Einstand in den wohlverdienten Urlaub. Nachdem wir uns die ersten Tage auf Bintan langsam an die indonesischen Gepflogenheiten gewöhnen konnten, ging es anschließend für einen guten Zweck nach Mataram. Da uns Sabri geholfen hat, dass Youth Hostel ausfindig zu machen und für uns alles so reibungslos und sogar kostenlos organisiert hat, haben wir bei ihm einen Transfer nach Gili Trawangan gebucht, ohne mit ihm zu verhandeln. Er verlangte 110.000 Rupien pro Person, also zusammen knapp 15 EUR. Pünktlich auf die Minute stand der Fahrer morgens um 8.00 Uhr vor unserem Hotel und hat uns nach Sengigi gefahren. Sengigi ist eine kleine Hafenstadt auf Lombok, und von dort aus wird alles auf die in der Nähe liegenden Inseln gebracht. Auf dem Weg von Mataram nach Sengigi mussten wir noch einen Zwischenstopp einlegen, um ein weiteres Pärchen mitzunehmen. Da diese auch deutsch gesprochen haben, sind wir schnell ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, dass sie ebenfalls aus München kommen. Wie klein doch die Welt ist.

Mataram

Es sieht nur so aus, als wäre hier nichts los

Einheimer Laden

Ein typischer Laden in Mataram

Wir wären nicht in Indonesien, wenn wir anschließend direkt zum Hafen gebracht worden wären. Nein, es ging zuerst zu einer, ich nenne es jetzt mal Sammelstelle für Touristen. Ein Ort, an dem man sich gemütlich ausruhen, eine Kleinigkeit essen, sowie etwas trinken konnte. Wir haben noch nichtmal unsere Getränke bekommen, da kam schon ein, sagen wir mal, Reiseveranstalter an unseren Tisch und stellte sich uns mit Ali vor. Wo geht es denn hin, wie kann ich euch helfen? Wir erzählten ihm, dass wir jetzt nach Gili Trawangan wollen und anschließend wieder zurück nach Lombok wollen, um den Vulkan zu sehen – schwups – holte er ein in Folie verschweißtes Blatt Papier hervor. Er präsentierte uns eine dreitägige Tour mit Übernachtungen, Verpflegung und allem drum und dran. Auch unser Gepäck müssen wir nicht selber den Vulkan hoch tragen. Stolze 1.750.000 Rupien also 100 EUR verlangt er pro Person.

Touristen Sammelstellte

Touristen Sammelstelle

Glücklicherweise haben wir tags zuvor mitbekommen, dass Fred genau die selbe Tour gebucht hat und nur 1.200.000 Rupien bezahlt. Nachdem ich das mit dem Handeln aber anscheinend nicht so gut drauf habe, konnte ich den Preis lediglich um 15% herunterhandeln. Ich denke, wenn wir das erste mal so eine Tour machen, sollten wir uns das zuerst einmal auf diese Weise ansehen, bevor wir so eine Tour auf die Backpacker Art angehen. Da in Indonesien oder zumindest dort wo wir bisher gewesen sind, an jeder Ecke ein Geldautomat steht, und ich nicht damit gerechnet habe, dass wir bevor es nach Gili Trawangan geht noch soviel Geld ausgeben werden, konnte ich die Tour allerdings nicht bezahlen. Alles kein Problem. Nach kürzester Zeit wurde ein Fahrer gefunden, der mich schnell noch zu einem Geldautomaten bringen kann, bevor das Boot ablegt. Doch entweder hatten vor mir bereits mehrere Leute das selbe Problem, oder irgendwas ist mit meinen Konto, denn der Geldautomat spuckte nichts aus. Ali hat in der Zwischenzeit zusammen mit meiner Lebenspartnerin bereits alle notwendigen Zettel ausgefüllt und wartete auf sein Geld. Und wieder einmal hat es sich gelohnt, dass ich eine indonesische Pre-Paid Karte habe. So konnte ich mit Ali Handynummern austauschen, um später die Tour bezahlen zu können. Er sagte uns, dass wir unsere Zettel bei der Abreise von Gili Trawangan einfach in die Höhe halten sollen und dann direkt von dort beginnend, die Tour auf Lombok beginnt.

Doch zuerst soll es jetzt erst einmal auf die Insel losgehen. Vor der Touristen-Sammelstelle standen einige Pferdekutschen und wir wurden mit einer davon zum Hafen gebracht. Als der Kutscher dann kurz vor dem Hafen nach rechts abgebogen ist, und ich sowieso schon schlecht drauf war, weil meine Kreditkarte nicht funktioniert hat, dachte ich mir nur: “Wo bringt denn der uns jetzt schon wieder hin…“, aber es war nur ein Umleitung.

Auf zum Boot

Irgendwo da vorne war die Umleitung

Am Hafen angekommen, zeigte der Kutscher Richtung Menschenmasse. Da warteten also dutzende Leute teilweise mit Koffern im Sand, während andere wie Ameisen, alles nur Vorstellbare auf die für 30 Personen ausgelegten Holzkutter karrten: Eier, Kloschüsseln, Bier, Plastikrohre, Butter und Fahrräder. Und wir mitten drin. Als wir endlich aufgefordert wurden, unsere Tickets vorzuzeigen, stellte sich heraus, dass der Zettel auf dem Ticket steht, gar nicht das Ticket ist. Wieder eine Umleitung. Wir haben dann zwar im Ticketoffice unsere Tickets erhalten, als ich dann aber den Preis von 15.000 Rupien darauf gelesen habe, fühlte ich mich irgendwie verarscht.

Als wir dann nach etwa einer halben Stunde auf Gili Trawangan angekommen sind, standen wir mitten im Touristengewusel. Vor uns war ein Schild, auf dem „All Hotels in this Area“ stand. Das Hotel, dass uns empfohlen wurde, stand nicht darauf. Während ich mir noch so dachte: „Wahnsinn, kann es denn wirklich sein, dass es das Hotel nicht mehr gibt?“, meinte mein Schatz: „Links, ich glaube, Martin meinte links.“. Und anstatt einfach nur einen von den hunderten von Menschen, die um uns herumwuselten zu fragen, wo “The Exile” ist, sind wir mit unseren Rucksäcken bei etwa 30 °C und prallen Sonnenschein losmarschiert. Bei irgendeinem Geldautomaten sind wir dann stehen geblieben, und ich habe noch einmal versucht Geld abzuheben. Diesmal hat alles einwandfrei funktioniert und wir sind dann doch von selbst drauf gekommen, mal jemanden nach dem Hotel zu fragen. Die Richtung hat gestimmt, und wir marschierten weiter.

Wir sind etwa 20 Minuten marschiert, dann waren wir endlich angekommen. Nachdem wir unser Quartier bezogen und ich mich mit den einheimischen Angestellten unterhalten hatte, war ich wieder einigermaßen beruhigt. Als es dann so ab 17:30 Uhr plötzlich auch dort an der Bar und vor allem am Strand immer voller wurde, und auch hier das Gewusel losging. Der Grund für diesen Menschenauflauf ist der Sonnenuntergang und den wollte ich auf gar keinen Fall verpassen. Ich habe mir deshalb den Sitzsack geschnappt, der vor unserem Bungalow lag, bin an den Strand gegangen, habe mich vor die Menge in erster Reihe auf meinen Sitzsack geworfen. Hinter mir spielten Einheimische zusammen mit Weißen auf ihren Trommeln, und vor mir habe ich den schönsten Sonnenuntergang erlebt, den ich jemals in meinem gesamten Leben gesehen habe. Dieser Anblick hat mich all die Strapazen, die ich bisher auf mich genommen habe, vergessen lassen.

Ein Einheimischer spielt auf seiner Trommel

Ein Einheimischer spielt auf seiner Trommel

Das Naturschauspiel beginnt

Das Naturschauspiel beginnt

Abendrot

Und ich seh’ warum es Abendrot heisst

Sonne geht unter

Die Sonne verschwindet hinter dem Berg

Der Berg brennt

Und es scheint, als würde der ganze Berg brennen

Nur auf Durchreise

Bali gehört sicherlich auch zu den Orten, die wir für längere Zeit besuchen möchten. Aber dieses mal waren wir nur auf der Durchreise hier. Aufgrund der langen Anreise haben wir heute ein bisschen länger geschlafen und haben deshalb den Bus, welcher um sieben, neun und elf Uhr Richtung Padang Bay abfährt, verpasst. Obwohl diese Stadt nie zu schlafen scheint, waren wir zu spät dran. Wir mussten uns also eine andere Möglichkeit suchen, um dort hin zu gelangen. Bei der Touristeninformation wurde uns gesagt, dass wir für eine Fahrt mit dem Taksi (Indonesisch für Taxi) mit ungefähr 150.000 Rupien rechnen müssen. Allerdings wollte uns Touristen nicht ein einziger Taxifahrer für diesen Preis mitnehmen. Wir sind nicht all zu lange in Kuta gewesen, aber ich hatte das Gefühl als würde die gesamte Stadt aus einer einzigen Strasse bestehen, in der das Leben dort statt findet. Ein Shop neben dem andern, dazwischen jede Menge Diskotheken, Bars und Essenstände. Zwischen all diesen Shops und Mini Markets war ein etwa 2×2 Meter großer Bretterverschlag, an dem man die verschiedensten Arten von Tagesausflügen buchen konnte. Von Radtouren über Tauchen bis hin zum Elefantenreiten durch den Dschungel gab es hier alles. Nach einem zähen Verhandlungsgespräch wollte uns der Betreiber eine Fahrtmöglichkeit für 250.000 Rupien nach Padang Bay besorgen. Ich muss zugeben, dass ich noch kein großes Verhandlungsgeschick besitze, aber dafür, dass der Betreiber ursprünglich 400.000 Rupien verlangt hat, war ich mit dem Ergebnis eigentlich zufrieden. Für umgerechnet 16,50 EUR wurden wir dann auf direktem Weg zum Fährhafen gebracht. Die Fahrt dauerte etwas mehr als eine Stunde, der Fahrer hat uns jedoch nicht direkt am Hafen abgesetzt, sondern ein paar hundert Meter davor. Ich hatte noch nicht einmal bezahlt, dann haben bereits wildfremde Leute unsere Rucksäcke aus dem Kofferraum geholt und vor einen Speedboattour Büro gestellt. „Come here fast, Speedboat leaves at 1:30, have 5 Minutes, fast“. Dort wollte man uns dann 350.000 Rupien pro Person für die Fahrt mit dem Speedboat inklusive Transfer nach Mataram abknüpfen. Ich bin heilfroh, dass ich mir eine Indonesische Pre-Paid Karte gekauft habe, denn so konnte ich mich bereis am Vortag auf der Homepage von LonelyPlanet über die Reiseroute informieren. Dort stand, dass die Fahrt mit dem Speedboat zwar schnell geht, aber preislich teilweise sogar teuerer ist als ein Flug von Bali nach Lombok. Die Einheimischen fahren mit einer ganz normalen Fähre, welche laut LonelyPlanet 15.000 Rupien kostet. Die Fahrt dauert zwar knapp fünf Stunden, aber wenn man keinen Druck hat und sich an Deck ein wenig sonnen möchte, dann ist dies eine sehr günstige Option. Deshalb haben wir uns schnell unsere Rucksäcke auf den Rücken geschnallt und sind die paar hundert Meter zur Fährstation gegangen und haben den, in der Zwischenzeit mehr als nervigen Speedboatticketverkäufer einfach ignoriert. An der Fährstation angekommen, hing am Schalter ein Preisschild, auf dem 40.000 Rupien stand. Das ist zwar fast dreimal soviel wie auf LonelyPlanet geschrieben wurde, aber trotzdem nur ein Neuntel von dem, was das Speedboat gekostet hat.

Fremdgesteuert

Manche dachten schon wir wären zu dritt, bei dem ganzen Gepäck

Auf der Fähre angekommen, liefen uns bereits wieder Einheimische hinterher, die uns etwas zu Essen und Trinken verkaufen wollten. Eigentlich waren wir ganz froh darüber, denn wir haben den ganzen Tag noch nicht sonderlich viel gegessen. Statt 35.000 Rupien habe ich dann immerhin nur 13.000 Rupien für eine warme Mahlzeit bezahlt. Für knapp einen EUR gab es Reis mit Hühnchen verpackt in Bananenblättern und Papier, welches zu einer Essensbox gefaltet war. Ein bis zwei Flaschen Wasser haben wir sowieso immer dabei und das gab es auch relativ günstig und sogar gekühlt auf der Fähre zu kaufen. Die Menschen auf der Fähre waren zum größten Teil Einheimische aber auch Franzosen, Schweden und Italiener haben diese gemütliche Art des Reisens gewählt. Es ist der Wahnsinn, wie viele Backpacker unterwegs sind, und wo diese jungen Leute bereits überall gewesen sind, und was sie in ihren jungen Jahren bereits erlebt haben. Wir haben uns auf der Fähre mit drei Schweden unterhalten und diese haben bereits ein Jahr auf Australien verbracht, um dort zu arbeiten und das Land zu bereisen. Wir kamen dann auch den auf Speedboatticketverkäufer zu sprechen, der versucht hat uns über den Tisch zu ziehen. Und ich sage jetzt ganz bewusst, über den Tisch zu ziehen, denn er hat es tatsächlich geschafft, jedem einzelnen der drei Schweden ein Speedboatticket für 350.000 Rupien anzudrehen, obwohl das Speedboat bereits abgelegt hatte. Also saßen sie nun mit uns auf der langsamen Fähre und fühlten sich leicht verarscht, als wir ihnen gesagt haben, was wir bezahlt haben. Am Hafen von Lembar haben wir uns dann mit einem Franzosen namens Fred, eine Fahrt nach Mataram geteilt. Nach abermals zähen Verhandlungen haben wir den Preis von 100.000 Rupien pro Person immerhin auf 70.000 Rupien für uns drei zusammen drücken können. Das ist zwar immer noch Welten von den 1.500 Rupien entfernt, die auf LonelyPlanet für eine Fahrt mit dem Bemo nach Mataram veranschlagt werden, aber immerhin wurden wir direkt vor die Haustür des Hotels gebracht, welches Fred empfohlen bekommen hat. Eine Nacht für 80.000 Rupien, da kann man wirklich nicht meckern.

Hotel Brata

Unsere 80.000 Rupien Unterkunft

Nachdem wir uns mit der dringend benötigten Dusche abgekühlt und erfrischt haben, sind wir dann noch gemeinsam etwas Essen gegangen. Auch Fred konnte uns viele weitere Tipps geben, vor allem was das Reisen nach Australien betrifft, da er dort wie schon viele andere die wir kennengelernt haben, ein Working Visa gehabt hat.

Im Hotel angekommen konnte ich dann endlich wieder Blogs veröffentlichen, denn das im Hotel kostenlose W-Lan ist im Vergleich zu Bintan um einiges besser. Im Hotel konnte ich dann herausfinden, wo sich das Youth Center befindet und wie ich dort hinkommen kann. Wahrscheinlich werde ich mir einen Roller ausleihen müssen um dort hinzukommen, aber der Hotelbesitzer hat angeblich einen Roller zum Ausleihen. Ich bin jetzt schon gespannt auf morgen, wenn ich nach 20 Jahren das erste mal wieder auf einem Roller sitzen werde.

Warum geht es jetzt nach Mataram?

Man könnte fast meinen, unsere Reiseziele seien willkürlich gewählt, aber tief hinten im Kopf haben wir einen Plan. Wir möchten unbedingt nach Mataram. Warum? In Deutschland haben sich meine Lebenspartnerin und ich uns neue Laptops zugelegt, und wir haben uns gefragt, was wir mit den alten Laptops machen. Hätten wir sie verkauft, würden wir nicht mehr sehr viel dafür bekommen. Die Akkus halten noch maximal 5 Minuten und die DVD-Laufwerke waren defekt. Zum Wegwerfen waren sie aber auch noch zu schade, da wir unsere Laptops bis zu diesem Zeitpunkt noch täglich genutzt haben. Ich habe mich dann im Internet einmal umgesehen, was man mit diesen alten Dingern machen kann. Dabei bin ich auf die Homepage der gemeinnützigen Organisation Labdoo gestoßen. Labdoo ist eine non-profit Organisation und NGO. Ihr Ziel ist es, nicht mehr benutzte Laptops, eBook Reader, Tablet-PCs u.a. mit kindgerechter Lernsoftware und -inhalten umweltfreundlich und ohne große Kosten zu Kindern und Schülern überall auf der Welt zu bringen. Labdoo.org möchte so helfen, den “digitale Graben” zu überwinden. Labdoo unterstützt z.Zt. Schulen, Waisenhäuser und Jugendprojekte in über 90 Ländern auf 5 Kontinenten. Labdoo nennt diese unter- stützten Projekte “Edoovillages”. Aktuell gibt es auch ein Edoovillage in Indonesien und ich bin der Meinung, dass dies eine super Sache ist. Daher haben wir unsere alten Laptops dort eingeschickt und nach ein paar Wochen bekamen wir diese repariert und mit einem Indonesischen Ubuntu Betriebssystem installiert zurück. Aus diesem Grund ist unser nächster Stop die Youth Creation Foundation in Mataram.

Labdoo

Unser Labdoo Paket mit den beiden Laptops für das Youth Center in Mataram

Doch zuerst heisst es, von Bintan dort hin zu kommen. Im Ressort wurde uns gesagt, dass die Fähre von Bintan nach Singapur um 12.30 Uhr ablegt. An der Fähre angekommen, haben wir dann festgestellt, dass die Fähre erst um 14:00 Uhr ablegt und wir somit noch fast zwei Stunden Zeit haben. Diese habe ich genutzt, um mir eine Prepaid Telefonkarte für Indonesien zu besorgen. Für 60.000 Rupien, das entspricht vier EUR, bekommt man 5GB Datenvolumen. Wenn man die Telefonkarte auch zum Telefonieren nutzen möchte, dann muss man sich eine Rubbelkarte kaufen und den freigelegten Code mittels *101*Code# in sein Mobiltelefon eingeben. Ich habe mir die kleinste Prepaid Karte zugelegt, die ein Guthaben von 10.000 Rupien hat. Warum diese Karte 12.000 Rupien gekostet hat, bleibt mir allerdings ein Rätsel. Gleich ums Eck war auch das Büro der Fährgesellschaft und ich habe mir dort die Tickets für die Fähre gekauft. Als ich wieder zurück zur Fähranlegestelle gekommen bin, kam mir ein Mann entgegen: „Mr. Peter Lacosta, you remember me? I took you to the driver to Majorly Beach last week“. Dafür, dass normalerweise kein Mensch sich auf Anhieb meinen Namen merken kann, war ich wirklich überrascht, dass dieser Mann sich meinen Namen so gut merken konnte. Er wollte wissen, warum wir denn schon wieder abreisen und wo es denn hingehen soll. Als ich ihm dann erzählt habe, dass es über Singapur nach Mataram gehen soll, fragte er mich, ob ich denn wüsste, dass ich bei einer erneuten Einreise nach Indonesien abermals ein Visa erwerben muss. Und in der Tat, das wusste ich nicht. Denn ich habe bei der Ankunft in Mataram beim Kauf des Visa extra gefragt, ob es möglich ist, mit dem selben Visa über Singapur wieder nach Indonesien einzureisen. Diese Frage wurde mir mit Ja beantwortet, und darum habe ich dann gleich das 30 Tage Visa gekauft, weil das insgesamt billiger ist als das 7 Tage Visa. Jetzt hat sich allerdings herausgestellt, dass dies nicht so ist, und sobald man das Land verlässt, verliert das Visa seine Gültigkeit. Um nicht wieder ein Visa kaufen zu müssen, wäre eigentlich die beste Route gewesen, mit der Fähre von Bintan nach Batam zu fahren und von dort aus mit dem Flieger direkt nach Bali zu fliegen. Aber hätte, hätte Fahrradkette und die Fähre nach Singapur war bereits bezahlt. Doch zumindest kann ich diesen Blog dafür nutzen, um anderen Menschen diesen Fauxpas zu ersparen.

Als wir dann total frustriert und durchgeschwitzt im Fährterminal angekommen sind, stand da ein freundlich lächelnder Familienvater mit einer Kühlbox. Aus dieser holte er etwa 20 cm lange, tiefgefrorene in Plastik gehüllte Eisstäbe hervor und winkte uns zu. Wie selbstverständlich bot er uns diese an und wir dachten uns, die Leute hier haben es echt drauf mit dieser Hitze umzugehen. Was für eine simple aber effiziente Abkühlung. Auf der Fähre haben wir diesen Singapurer gefragt, wie wir am besten zum Flughafen kommen. Bus Nummer 35, bis zur ersten Bahn (MRT) Station und dann mit dem MRT zum Airport. Wenn man längere Zeit in Singapur ist, dann lohnt sich auf jeden Fall ein 12 SGD teueres Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Preis setzt sich zusammen aus fünf SGD für das Ticket selbst, sowie sieben SGD Guthaben. Das Guthaben kann man an jedem Fahrkartenautomaten aufladen. Wenn man mit dem Bus (LRT) fährt, sollte man auf jeden Fall Kleingeld dabei haben, denn Wechselgeld haben die Busfahrer anscheinend keines. Wenn man nur mit dem MRT unterwegs ist, kann man sich auch ein Standard Ticket für eine einfache Fahrt kaufen. Für zwei Personen hat die Fahrt von der Fähre zum Flughafen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zusammen knapp fünf SGD gekostet.

Tanah Merrah

Das MRT Terminal in Tanah Merah in Singapur

MRT Route

Nur zwei Stationen bis zum Flughafen

Am Flughafen angekommen, haben wir uns bei Air Asia ein Ticket nach Bali gekauft. Das funktioniert dort in etwa so, als würde man sich in Deutschland ein Bahnticket kaufen. Genauso wie bei der Bahn variieren die Preise abhängig davon, wie früh man sein Ticket bucht. Wenn man etwa zwei Wochen vorher online einen Flug bucht, dann kann man diesen für etwa die Hälfte des Preises bekommen. Eine Stunde vor Abflug kostete das Flugticket für zwei Personen inklusive 20kg Gepäck und allen Gebühren 398 SGD. Das sind umgerechnet 245 EUR. Der Flug dauerte 3 Stunden 25 Minuten. In Bali angekommen haben wir uns mit zwei Italienern ein Taxi nach Kuta geteilt. Im Handumdrehen hatten wir ein Zimmer für 125.000 Rupien bekommen, das entspricht in etwa acht EUR. Wir haben dann zwar lieber doch unseren Schlafsack ausgepackt, aber für eine Nacht war das vollkommen in Ordnung.

Geld verdienen

Ausserdem wollte ich noch darauf hinweisen, das meine iPhone App Wusstest Du… jetzt auch für das iPad verfügbar und in der aktuellen iOS Version im AppStore zum Download bereit steht.