Zeit für Papayasalat

Also irgendwie vermisse ich Thailand. Statt dessen müssen wir jeden Tag selbst kochen und abspülen. Natürlich kann man hier auch in Restaurants essen gehen, aber die Preise sind vergleichbar mit unseren Preisen. Manchmal gibt es allerdings auch Angebote wie: „Dienstags ab 19:30 Uhr: Steak mit Pommes für 10$“

Auf dem Weg nach Townsville haben wir sogar eine weitere Möglichkeit gefunden, günstig zu essen und uns ein bisschen wie daheim zu fühlen, auch wenn wir nicht aus Schweden kommen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich die Gürkchen und die getrockneten Zwiebeln bei den 1$ Hot Dogs bei IKEA Australia vermisst habe. Nach dieser eher weniger nahrhaften Mahlzeit wird es Zeit für etwas Asiatisches.

Brisbane

Kurz nach Brisbane…

Ikea Australien

…kann man bei IKEA Hot Dogs für 1$ kaufen.

Papayasalat

Die größte Schwierigkeit bei der Zubereitung von Papayasalat in Deutschland, dürfte wohl das Auffinden eines Verkäufers für grüne Papaya sein. Ich habe es versucht, Papayasalat mit gelber Papaya schmeckt mir persönlich überhaupt nicht. Eine rote Papaya kann man ebenfalls nicht nehmen, weil der Salat dann viel zu matschig wird und keinen Biss hat. Eine grüne Papaya ist eine unreife rote Papaya. Richtig frisch ist die grüne Papaya, wenn beim Schälen weisse Flüssigkeit austritt. Das Fruchtfleisch ist dann schön hart und knackt beim Reinbeissen.

Zutaten

Grüne Papaya

1/2 Knoblauchzehe

1-? Chilis

Zucker

1 Limette

Fischsauce

2 Tomaten

Erdnusssplitter

Zubereitung

Für zwei Personen habe ich eine halbe Papaya verwendet. Dazu eine halbe Knoblauchzehe und drei Birds Eye Chilis. Für den typischen Geschmack sind diese Zutaten essentiell, lassen sich aber nach Belieben variieren.

Am Zeitaufwendigsten ist das Schneiden der Papaya. Diese muss in dünne Streifen geschnitten werden. Die Thailänder haben dafür eine fantastische Technik. Allerdings habe ich beim Versuch, das genauso zu machen, kläglich versagt. Also die Papaya in Scheiben und anschließend in Streifen schneiden.

Etwa die Hälfte davon gibt man zusammen mit den klein gehackten Chilis, dem Knoblauch, etwa 1TL Zucker, einer klein geschnittenen Tomate, dem Saft einer Limette und ein paar Erdnusssplittern, sowie 5 EL Fischöl in einen Mörser. Nun vermengt man das Ganze, bis sich der Geschmack aller Zutaten gleichmässig verteilt hat und die Papayastreifen geschmeidig sind. Je nachdem wie knackig man den Salat möchte, kann man jetzt die restlichen Papayastreifen dazu geben und ebenfalls geschmeidig mörsen oder als Grundlage für den Salat verwenden.

Den Inhalt vom Mörser auf den Tellern verteilen, die zweite kleingeschnittene Tomate und mit – in meinem Fall – vielen Erdnusssplittern garnieren. Fertig.

Knoblauch

Knoblauch dazu geben…

Limette

…eine Limette auspressen…

...ein paar Spritzer Fischsauce...

…ein paar Spritzer Fischsauce…

Tomaten

…und wenn man keinen Mörser hat, tuts auch sowas…

Papayasalat

…die zweite Tomate dazu, und mit reichlich Erdnusssplittern garnieren – Fertig!

Weiter nach Townsville

Gestärkt geht es jetzt weiter nach Townsville. In ein paar Tagen werden wir dort erwartet, um ein Haus, einen Hund, zwei Katzen und einen Fisch zu sitten.

Auf dem Weg nach Townsville haben wir dann endlich auch Mal lebende Kängurus gesehen...

Auf dem Weg nach Townsville haben wir dann endlich auch Mal lebende Kängurus gesehen…

Neue Freunde

…neue Freundschaften geschlossen…

Kakadu

…und jede Menge…

Papageie

…komische Vögel getroffen…

Papagei

…Australien ist echt einzigartig.

Typisch Australien

Typisch Australien! Was fällt mir da als erstes ein? Kängurus. Aber ganz ehrlich, Kängurus habe ich bisher leider nur tot am Strassenrand liegen sehen. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum man auf den Highways in Australien höchstens nur 110 km/h fahren darf. Meistens jedoch geht es mit maximal 100 km/h vorwärts.

Points of Interest

Wenn man diese Highways – die eigentlich nur etwas bessere Landstrassen sind – entlang fährt, sieht man neben toten Wildtieren auch komische Dinge. Und während man noch am Schmunzeln ist, befindet man sich mitten in einem Dorf, dass aussieht wie aus einer 70er Jahre TV-Serie. Folgt man dann einem der braunen Schilder mit weisser Schrift, befindet man sich plötzlich mitten in einem Nationalpark.

Australischer Humor

In Australien fährt man stundenlang den Highway entlang…

Dorf in Australien

…und auf einmal befindet man sich mitten in einem Dorf.

Nationalpark

Wenn man dann irgendwo abbiegt…

Mitten im Dschungel

…befindet man sich auf einmal mitten im Dschungel.

Natürlich gibt es dort dann einen BBQ Grill, eine überdachte Hütte zum Essen und voll ausgebaute Fußgängerwege zum Wandern.

Geteerte Wege

Mitten im Wald gibt es geteerte Fußgängerwege…

Gesicherte Wege

…über die man zu den gesicherten Aussichtsplattformen kommt…

Yosephine Falls

…um sich, wie hier zu sehen, die Yosephine Falls anschauen zu können.

BBQ an den Yosephine Falls

Nach einer Wanderung durch den Wald, darf ein anständiges BBQ natürlich nicht fehlen

Bananen statt Erdbeeren

Wir haben uns dann aber doch für Bananen entschieden…

Nicht weit davon entfernt findet man dann einen Campingplatz mitten im Grünen, mit frisch gemähter Wiese, Duschen und Trinkwasser – ebenfalls typisch Australien.

Campingplatz

…und sind zu unseren neuen Campingplatz gefahren.

Golden Hole

Der Campingplatz am Golden Hole besticht durch seine Landschaft…

Park am Golden Hole

…verfügt über einen BBQ Grill und öffentliche Toiletten.

Camping in Australien

Tags zuvor haben wir uns noch gewundert, warum alles so geschleckt aussieht…

G'mahte Wiesen

…am nächsten Tag wurden wir dann für den Grund dafür aus dem Schlaf gerissen.

Australische Blumen

Nach dem vielen Fotografieren…

...und Blümchen schauen...

…und Blümchen schauen…

Folgt man dann einem anderen braunen Schild mit weisser Schrift, befindet man sich plötzlich mitten am Strand und kann im Meer baden und den Australischen Winter geniessen. Ansonsten fährt man einfach den Highway entlang und passt auf, damit man kein Känguru überfährt.

Mission Beach

…ging es für uns weiter zum Mission Beach.

Am Strand relaxen

Dort habe ich den typisch Australischen Winter genossen…

Sonnenuntergang in Australien

…damit ich für die Fahrt zur nächsten Destination fit bin.

In Australien ein Auto mieten

Unser Ausflug zum Great Barrier Reef war absolut unvergesslich. Nachdem wir den ganzen Tag im Meer verbracht haben, wird es jetzt Zeit für eine warme Dusche. Nichts wie auf nach Port Douglas ins Dougies und so tun, als würde man dort wohnen.

Woher kommt dieses Geräusch?

Die Küstenstrasse von Cairns nach Port Douglas ist angeblich die schönste Strecke an der Ostküste Australiens. Die Strecke mit den zahlreichen Kurven erinnert mich ein wenig an die Fahrt von Chiang Mai nach Pai. Allerdings sitze ich diesmal hinter dem Steuer. Mich würde echt Mal interessieren, woher dieses komische Geräusch kommt. Das war doch heute Vormittag noch nicht da. Ausserdem muss ich unbedingt stehen bleiben. Meine Frontscheibe ist total verschmiert, die Sonne steht verdammt tief und blendet mich.

Links ran fahren

An der nächsten möglichen Stelle fahre ich links ran und putze meine Frontscheibe. Richtig gelesen, links ran, denn in Australien herrscht Linksverkehr. Auf den ersten Blick scheint die Scheibe jetzt sauber zu sein. Weiter geht es nach Port Douglas, aber schon nach der ersten Kurve muss ich feststellen, dass meine Frontscheibe immer noch verschmiert ist. Das komische Geräusch ist ebenfalls noch da und ich frage mich ernsthaft, was das ist. Zum Glück ist nach ein paar Kilometern wieder ein Parkplatz zu sehen und ich kann nochmal links ran fahren.

Eine Stunde reicht…

Als ich auf das Armaturenbrett schaue, ob ich die Automatik auf „P“ steht, sehe ich wie die Temperaturanzeige in den roten Bereich steigt. Eigentlich wollte ich ja nur meine Scheibe putzen, aber dazu komme ich nicht mehr. Im selben Moment als wir aussteigen, fängt der Motor an zu rauchen, welcher sich unter dem Beifahrersitz befindet. Als ich den Beifahrersitz nach oben klappe, kommt mir eine Dampfwolke entgegen und uns bleibt nichts anderes übrig, als zu warten. Nachdem wir aus unseren bisherigen Fehlern nicht gelernt haben und Port Douglas nur noch 15km entfernt ist, beschließen wir nach etwa einer Stunde, weiter zu fahren. Die Temperaturanzeige ist wieder im grünen Bereich, Kühlerwasser haben wir nachgefüllt und der Ölstand ist perfekt.

…nicht

Das Ganze geht dann auch etwa 5km gut, bevor der Motor erst anfängt zu stottern, um dann völlig unbeeindruckt vom Druck auf das Gaspedal immer langsamer zu werden beginnt, bis er letztendlich vollkommen den Geist aufgibt. Glücklicherweise ist das Ganze nur ein paar hundert Meter vor einer Seitenstraße passiert und wir konnten mit letzter Kraft auf irgendeinen Vorgarten einer Farm rollen. Wahrscheinlich haben wir gedacht, dass am nächsten Tag das Auto schon wieder anspringen wird, als wir uns dann einfach schlafen gelegt haben.

Morgenspaziergang

Am nächsten Tag ist der Van natürlich nicht mehr angesprungen. Google Maps hat mir verraten, dass die nächste Werkstatt nur 2km entfernt ist. Während Bea den Van bewacht hat, bin ich zur Werkstatt spaziert. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es Samstag war? Auf jeden Fall haben samstags die Werkstätten in Port Douglas nicht geöffnet und ich bin wieder zurück zum Van spaziert. Es ist mir nichts anderes übrig geblieben, als beim RACQ anzurufen. Das ist das Queensland Pendant zum Deutschen ADAC. Nachdem ich vier verschiedenen Mitarbeitern mein Problem geschildert habe, haben sie mir, da ich ja nicht Mitglied beim RACQ bin, folgendes Angebot gemacht: Sie können mir entweder für 150$ einen Mechaniker schicken, der mir sagen kann, ob der Motor hinüber ist oder nicht. Oder sie können mir für 150$ einen Abschleppwagen schicken, der den Van zur nächsten Werkstatt bringen kann. Nachdem ich die Mitarbeiterin gefragt habe, was passiert, wenn der Mechaniker feststellt, dass der Motor hinüber ist, war die Antwort: Dann müssen Sie den Abschleppwagen zusätzlich bezahlen. Wir haben uns dann für den Abschleppwagen entschieden. Wahrscheinlich hatte der Fahrer des Abschleppwagens schon so viel Ahnung von Autos, dass er uns, nachdem er den Zündschlüssel umgedreht hatte, sagen konnte, dass der Motor hinüber ist. Zu den 150$ Abschleppgebühr bezahlen wir also noch weitere 40$ für das Verschrotten. Zumindest habe ich einen Beleg für den Transport zum Schrottplatz bekommen, aber vielleicht hat er den Van auch zu irgendeinem Händler gebracht. Ich weiss es nicht.

Dougies

Immerhin haben wir im Dougies…

Pool und Fahrrad

…einen Pool, können Fahrräder mieten…

Billard

…haben noch mehr Pool…

Kochstelle

…und eine Küche zur Verfügung.

Was uns bleibt…

Was uns bleibt sind Teller, Besteck, Gaskocher, Decken und Kissen, ein Skateboard, zwei Tennisschläger, ein paar verschließbare Plastikschüsseln, eine Kühlbox gefüllt mit ein paar Dosen sowie einem Kürbis, 5kg Reis ein USB-Lautsprecher und die Nummernschilder. Ich weiss auch nicht wirklich, ob wir dieses ganze Gerümpel in ein Zelt untergebracht hätten, aber im Dougies war sowieso nur noch ein Doppelzimmer für drei Nächte frei. Bisher war das Zelt unsere teuerste Unterkunft unserer gesamten Reise, jetzt war es dieses Zimmer. Und nachdem wir unser gesamtes Gerümpel endlich im Zimmer verstaut haben, war es endlich Zeit für die warme Dusche. Eigentlich haben wir uns das alles ja ein wenig anders vorgestellt, aber wir versuchen den finanziellen Verlust zu verdrängen und werden für den Rest unseres Roadtrips in Australien ein Auto mieten.

Das wars mit dem Van

Field wird das ganze Zeug schon an die richtigen Menschen weitergeben

…bekommt Field geschenkt

Die Versicherung für ein Mietauto kostet am Tag mehr, als die Miete für das Fahrzeug selbst. Bei zwei Monaten Mietdauer sind die Kosten für die Versicherung höher als die Selbstbeteiligung im Falle eines Unfalls. Um diesen Fall abzusichern, muss die Autovermietung diesen Betrag auf der Kreditkarte blocken. Was ja auch kein Problem ist, wenn man nicht ein paar Wochen zuvor einen Van gekauft hat. Habe ich schon erwähnt, dass es Sonntag ist? Auf jeden Fall haben sonntags in Deutschland die Banken geschlossen und dazu kommt noch die Zeitverschiebung. Anstatt für zwei Monate mieten wir das Fahrzeug nur für zwei Tage mit dem Rundum-Sorglos-Paket. Da wir jetzt keine Selbstbeteiligung haben, muss auch nichts auf der Kreditkarte geblockt werden und ich habe genug Zeit, mich mit meiner Bank in Verbindung zu setzen. Im zweiten Anlauf konnte die Autovermietung den Betrag blocken und wir konnten unseren Roadtrip wieder fortsetzen. Da unser neuer Camper mit allem ausgestattet ist, was man benötigt, haben wir aus unserem alten Van nur noch den USB-Lautsprecher und die Nummernschilder. Den Rest haben wir Field geschenkt, weil die karitative Einrichtung in Port Douglas dienstags geschlossen ist.

Unser neuer Van

Unser Van für die nächsten Monate – Jucy

Das Nummernschild

Uns wurde gesagt, dass man die Nummernschilder beim Kraftfahrzeugamt oder bei der Polizei abgeben muss. Das ist dann gleichbedeutend mit einer Abmeldung des Fahrzeuges. Ausserdem bekommt man einen Teil der REGO wieder zurückerstattet. In Wahrheit ist das aber so: Die Polizei nimmt das Nummernschild schonmal überhaupt nicht entgegen. Das Kraftfahrzeugamt nimmt das Nummernschild, aber man bekommt nur einen Beleg, den man dann bei der Kraftfahrzeugbehörde einreichen muss. Diese teilt einem mit, nachdem keine Strafen oder Bussgelder auf dem Nummernschild verzeichnet sind, dass man als Tourist kein Anrecht auf Rückerstattung der REGO hat. Also auch in Australien gilt: Same Same – But Different.

Bush BBQ

In Australien wird jeden Tag und überall ein BBQ veranstaltet. Fast auf jedem öffentlichen Platz findet man einen Münz BBQ Grill. Ob Parkanlage, Autobahnraststätte, Campingplatz oder der Parkplatz vor einem Wasserfall, überall gibt es einen Münz BBQ Grill. Wenn kein Grill zu finden ist, dann veranstaltet man einfach ein Bush BBQ. Rein in den Wald, Holz sammeln und dann improvisieren.

Überall ein ein BBQ

Gleich bei unserer Ankunft am Trinity Beach gab es zur Abwechslung einen selbst gemachten Burger. Die Franzosen neben uns haben immer noch keinen Fisch gefangen und essen Nudeln mit Ketchup. Die zwei Deutschen und der Engländer spielen währenddessen polnische Trinkspiele. Zwischendurch spazieren Einheimische mit ihren Hunden durch unseren netten Campingplatz. Die meisten allerdings fahren direkt mit ihren dicken Allradgetriebenen Trucks an uns vorbei und drehen ein paar Runden am feinen Sandstrand, bevor sie entweder ebenfalls mit ihren Hunden spazieren gehen oder die Angel auspacken. Viele bleiben sogar stehen und fragen, wie es uns geht, wo wir herkommen, und was wir doch für einen wunderschönen Campingplatz gefunden haben.

Selbst gemachte Burger

Selbst gemachte Burger

Trinity Beach

Eine Runde drehen und Angeln

Lust auf Bush BBQ?

Auch am nächsten Tag haben die Franzosen immer noch keinen Fisch gefangen und man kann spüren, wie jeder mit den armen Jungs leidet. Wieder packen sie ihre Nudeln aus. Während sie am Nudelwasser kochen sind, fragt Paul plötzlich in die Runde: „Hey, wollen wir morgen vielleicht ein Bush BBQ machen?“ Stefan, der Tramper aus England, der nebenbei Koch ist, bietet sich sofort als Koordinator an und alle auf dem Campingplatz rufen vor lauter Euphorie: „Ja klar, natürlich!“

Zigarettenersatz

Queensland ist voll mit Zuckerrohr. Ein super Zigarettenersatz!

Machen wir ein BBQ

Wollen wir ein Bush BBQ machen?

Klar machen wir ein BBQ

Klar machen wir ein Bush BBQ!

BBQ verbindet die Welt

Am nächsten Tag hat jeder 20$ in einen Pot geworfen und ein Teil von uns hat sich zum Shopping Centre nach Townsville begeben. Nach ein paar Stunden machte sich bei den verbleibenden Anwesenden ein kleines Hungergefühl bemerkbar. Wir haben schon angefangen Witze darüber zu machen, dass Marius, Katarina und Stefan mit unserem Geld durchgebrannt sind, als Nikolas vom Strand angerannt kommt. Er hat tatsächlich einen Fisch gefangen! Plötzlich springen alle auf, schnappen sich ihre Angeln und rennen zum Strand. Im selben Augenblick höre ich ein Motorgeräusch, aber an Stelle der drei Einkäufer kommen zwei Engländer mit ihrem Jeep und belegen den letzten freien Campingplatz. Noch während die beiden Engländer ihr Zelt aufbauen, kommt der weisse Campervan von Marius um die Ecke. Einparken, Bier auf Eis legen, Fisch und Fleisch einlegen, Salat vorbereiten, Briketts anfeuern, Holz sammeln, jetzt geht alles ganz schnell.

Kein Fisch gefangen

Auf einmal kommt Nikolas mit seinem Fisch vom Strand angerannt

Bush BBQ Feuer

Während die Kartoffeln in der Glut garen…

Eis ausgegangen

…fahren die Jungs nochmal Eis kaufen.

Huhn vorgaren

Das Hühnerfleisch wird vorgegart…

Wurst und Salat

…die Würste und die Salate werden zubereitet.

Superlecker

Dieser Salat ist mit Obst und Gemüse. Kann man als Abendessen und Frühstück genießen!

Ein freier Campingplatz ist zwar nicht mehr da, aber das hindert die beiden anderen Engländer nicht daran, vor dem Campingplatz zu parken und eine Hängematte zwischen zwei Bäumen aufzuspannen. „Kommt doch her, esst mit uns, wir haben genug!“ Unser fantastisches, mehrgängiges Bush BBQ in bester Gesellschaft endete mit einem Lagerfeuer am Strand mit Chips und Marshmallows. Da haben wir dann alle entschieden, noch einen Tag am Trinity Beach zu bleiben.

Gemeinsam beschliessen wir zu bleiben

Gemeinsam beschliessen wir zu bleiben

In Australien einen Campervan kaufen

Australien! Gut, dass wir nicht mehr rauchen, denn eine Schachtel Zigaretten kostet 25$. Aber eigentlich ist hier alles teurer als in Asien. Die teuerste Unterkunft unserer bisherigen Reise ist ein Zelt mit Ventilator und Stromanschluss. Auf der Strasse Essen oder in Restaurants gehen, wie in Asien gehört für uns in Australien ebenfalls nicht zum Alltag. Um uns ein wenig Geld zu sparen, wollen wir uns deshalb in Australien einen Campervan kaufen.

Mit dem Campervan die Küste entlang

Bereits in Deutschland hatten wir uns in den Kopf gesetzt, dass wir uns in Australien einen Campervan kaufen werden. Während der letzten Monate haben wir uns über alles erdenkliche schlau gemacht, wie man in Australien ein Auto kauft. Im Vergleich zu Deutschland gibt es einige Unterschiede. Manche Dinge sind einfacher, andere wiederum umständlicher. In jedem Bundesstaat gibt es unterschiedliche Regelungen. Strafen, Maut und Kredite laufen auf die Nummernschilder und eigentlich haben wir überhaupt keine Ahnung von Autos. Unser letztes eigenes Auto haben wir vor sieben Jahren besessen. Also haben wir bei unserer Unterkunft einen netten Australier im Rentneralter um Hilfe gebeten. Gemeinsam mit Field haben wir uns den ersten Campervan angesehen. Eigentlich ein Superteil. Es war alles mit dabei, Backpacker Vollausstattung sozusagen. Herd, Gas, Bett, Inverter, Besteck, Geschirr, Bettzeug und alles was man so benötigt. Laut Field war der Campervan in sehr gutem technischen Zustand, aber trotzdem sei der Campervan keine 5000$ wert. Wir sollen uns lieber was Billigeres holen für die paar tausend Kilometer die Küste entlang.

Ein Campervan muss her

Für einen Autokauf war unsere Unterkunft nicht die Beste. Die einfache Fahrt mit dem Bus in die nächste größere Stadt Cairns kostet 25$ pro Person. Also haben wir uns auf den Hostelbus für 5$ zwei Mal die Woche beschränkt. Nachdem wir stundenlang durch Cairns von Händler zu Händler spaziert sind, hatten wir einen Termin für eine Campervan Besichtigung. Für uns hat er einen soliden Eindruck gemacht, und wir waren uns sicher, dass er sein Geld wert ist und die paar tausend Kilometer die Küste entlang durchhält.

Port Douglas

Für einen Autokauf war unsere Unterkunft nicht die Beste, aber wir hatten wunderschöne Sonnenaufgänge in Port Douglas

Autokauf in Australien

Für uns hat er einen soliden Eindruck gemacht

Cape Tribulation im Daintree Nationalpark

Gerade rechtzeitig haben wir einen Campervan gefunden. Bevor wir in den Süden fahren, machen wir uns in unserem neuen Campervan auf in den Norden vorbei an Mossman nach Cape Tribulation gemacht. Cape Tribulation befindet sich im Daintree Nationalpark, der Heimat der Kasuare. Diese Tiere sehen aus wie aus einer anderen Welt. Leider konnten wir auf keiner unserer Wanderungen eins dieser Tiere sehen. Lediglich ein paar Buschtruthähne haben uns am frühen Morgen aus dem Schlaf gerissen. Geschlafen haben wir auf einem kostenlosen Campingplatz, den wir mit der Wiki Camps App gefunden haben.

Daintree Nationalpark

Mit der Fähre ging es zum Daintree Nationalpark…

Kasuare

…eigentlich wollten wir uns Kasuare ansehen…

Alexandra Range Lookout

…irgendwo da draussen müssen sie sein…

...vielleicht entlang eines Wanderweges...

…vielleicht entlang eines Wanderweges…

Cape Tribulation

…oder irgendwo an einem der Strände von Cape Tribulation.

Strand im Nationalpark

Wir haben keine Kasuare gesehen.

Trinity Beach vor Smithfield vor Cairns

Da unser Campervan nicht für die Fahrt durch den Daintree Nationalpark nach Cock Town geeignet ist, machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Süden. In Cairns wollen wir eine Schnorcheltour zum Great Barrier Reef buchen. Laut Wiki Camps ist der Campingplatz am Trinity Beach der nächste kostenlose Campingplatz vor Cairns. Wir machen uns auf nach Smithfield zum Trinity Beach. Angeblich ist der Weg dorthin schwer befahrbar, aber nachdem am Campingplatz bereits ein ähnlicher Campervan steht, beschliessen wir ebenfalls die in Wiki Camps mit Ruff Road beschriebene Strasse entlang zu fahren. Das selbe hat sich auch das junge Paar aus Hamburg gedacht, welches kurze Zeit später ebenfalls auf dem Campingplatz am Trinity Beach angekommen ist. Gemeinsam mit dem Tramper aus England, den sie im Gepäck hatten und den sechs Franzosen, die bereits seit ein paar Tagen erfolglos versucht haben einen Fisch zu fangen, waren wir auch dieses Mal nicht alleine im großen endlosen Australien, wo man angeblich auf jedem Quadratkilometer nur auf 1,9 weitere Menschen trifft.

Nach Smithfield zum Trinity Beach

Wir machen uns auf nach Smithfield zum Trinity Beach

Trinity Beach

Auch am Trinity Beach waren wir nicht alleine