Schnuppertauchgang für Anfänger

Uns fehlt es an nichts. Kostenlose, öffentliche, saubere Duschen sind fünf Minuten vom Campingplatz entfernt. Bisher sind alle öffentlichen Toiletten vorbildlich sauber und anders als in Asien gibt es hier immer Klopapier. Eine Sache ist uns jedoch aufgefallen, die genauso ist wie in Asien: Es gibt öffentliche Sportplätze mit Sportgeräten. Im nächsten Dorf gibt es eine Bücherei mit kostenlosem Internetzugang und Strom. Bisher habe ich das Gefühl, Australien ist perfekt für Backpacker.

Für jeden was dabei

Wie wir von unseren neuen Freunden auf dem Campingplatz erfahren haben, kann man in Australien auch relativ einfach einen Job finden. Da wir aber nur mit einem Touristenvisa in Australien sind, interessieren wir uns eher für Angebote für Touristen. Die Auswahl an Touren ist riesig. Fallschirmspringen, Tauchen, Geländewagenfahren, Angeln oder Surfen – für jeden gibt es irgendeine Freizeitaktivität. Immer wieder haben wir uns Flyer sowie Prospekte mitgenommen und die Angebote und Preise verglichen. Am Ende sind wir mit unserem Campervan nach Cairns zur Touristeninformation gefahren und haben einen Tagesausflug zum Great Barrier Reef gebucht. 195$ pro Person inklusive drei Mahlzeiten und einem Schnuppertauchgang für Anfänger.

Aufbruchstimmung am Trinity Beach

Als wir wieder auf dem Campingplatz ankommen, herrscht bei einem Teil der Franzosen Aufbruchstimmung. In einer anderen Stadt gibt es für die Jungs lukrative Jobs und deshalb verlassen sie gerade fluchtartig den Campingplatz. Während die Jungs am Packen sind, gehen immer wieder Einheimische über den Campingplatz zum Strand. Eine davon macht uns darauf Aufmerksam, dass es keine gute Idee ist, eine Hängematte zwischen zwei Kokosnuss Palmen aufzuspannen. Angeblich sind bereits mehrere Menschen durch herunterfallende Kokosnüsse gestorben als durch Haiangriffe. Die Australier haben eben ein bisschen andere Statistikgrundlagen. Der nächste Australier untermauert seine Aussagen mit Hilfe einer App für sein Handy. Diese App behauptet, dass der Meeresspiegel bei Flut am Trinity Beach in den nächsten 48 Stunden um etwa 50 cm höher sein wird als heute. Es wird wirklich Zeit, den Standort zu wechseln.

Reef Experience

Am nächsten Tag um 6:00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Cairns. Nachdem die Flut bereits gefährlich hoch angestiegen ist, wecke ich die Franzosen und die beiden Engländer, die in der Zwischenzeit ihre Hängematten von den Kokosnuss Palmen am Strand zum Campingplatz verlegt haben. Einige Stunden später bekomme ich ein Foto auf Facebook zu sehen, auf dem der gesamte Campingplatz unter Wasser steht. Von alldem bekommen wir allerdings nichts mehr mit. Nachdem wir unseren Campervan in Cairns auf dem öffentlichen Parkplatz abgestellt haben, suchen wir am Pier die Reef Experience.

Reef Experience

Auf der Suche nach der Reef Experience

Great Barrier Reef

Ich bin mir nicht ganz sicher ob es nur eine Verkaufsmasche gewesen ist, aber letztendlich bin ich schon froh darüber, dass ich mir für 4$ Tabletten gegen Seekrankheit gekauft habe. Die Raue See war auch der Grund, warum wir am heutigen Tag nur ein Riff gesehen haben. Trotz der rauen See war das Wasser angenehm warm. Der Schnuppertauchgang für Anfänger hat uns so gut gefallen, dass wir für 55$ pro Person einen weiteren Tauchgang absolviert haben. Und auch wenn irgendwie alles inklusive ist bei so einer Tour, habe ich zusätzlich 40$ zum Leihen einer Unterwasserkamera ausgegeben. Und obwohl der Akku nicht den ganzen Tag gehalten hat und die Bildqualität zu wünschen übrig lässt, habe ich ein paar Bilder vom Great Barrier Reef und Frank machen können.

Schnuppertauchgang

Der Schnuppertauchgang für Anfänger ist ein voller Erfolg

Great Barrier Reef

Die Unterwasserkamera ist zwar nicht die beste…

Great Barrier Reef

…und viel zu oft…

Great Barrier Reef

…bin ich mit schauen beschäftigt…

...aber hin und wieder...

…aber hin und wieder…

Great Barrier Reef

…kommt mir ein Fisch vor die Linse.

Great Barrier Reef

Leider war die See heute sehr rau…

Great Barrier Reef

…und die Sonne nicht so oft zu sehen…

Great Barrier Reef

…darum sind die Farben auf den Bildern…

Great Barrier Reef

…nicht die besten.

Great Barrier Reef

Trotzdem hat mir das Tauchen verdammt viel Spass gemacht.

Great Barrier Reef

Unser Ausflug zum Great Barrier Reef…

Great Barrier Reef

…war der Hammer!

Die Insel Koh Rong

Unser nächstes Ziel ist die Insel Koh Rong. Von Sihanouk Ville fährt drei Mal am Tag ein Speedboot auf die Insel. Der Preis für den Round Trip, also Hin- und Rückfahrt beträgt 25 US$ pro Person. Die Rückfahrt kann man antreten, wann immer man möchte, man muss lediglich einen Tag vorher eine Reservierung vornehmen.

Ankunft am Tui Beach auf Koh Rong

Nach etwa 40 Minuten sind wir auf der Insel Koh Rong angekommen – natürlich pünktlich zur Mittagshitze. Strassen gibt es auf Koh Rong (bis jetzt) noch nicht. Überall ist feinster Sand. Wir ziehen unsere Schuhe aus und entschließen demokratisch, dass wir nach links gehen. Denn dort wo wir uns gerade befinden, ist eine Bar neben der anderen und es ist irre laut. Wir folgen einem Pfad zu unserer Linken, doch nach etwa 15 Minuten Gehzeit ist der Trampelpfad zu Ende, und wir stehen vor einer Bungalowhütte.

Nicht unsere Liga

Nachdem uns diese Unterkunft etwas zu teuer erschien, haben wir uns für eine Nacht den Bungalow geteilt

Keine Geldautomaten auf Koh Rong

Für eine Nacht nehmen wir den übertrieben hohen Preis von 45 US$ pro Nacht in Kauf, und teilen uns zu dritt einen Bungalow. Leider gibt es weder Haken an der Wand, noch Druck auf der Wasserleitung. Wir bekommen zwar ein Schloss für unsere Tür, aber der Türstock und die Fensterrahmen sind so stark verzogen, dass ein Schloss eigentlich keinen Sinn macht. Das sind Dinge die man zwar in Kauf nimmt, aber nicht für 45 US$ die Nacht.

Lieber lecker essen statt ruhig schlafen

Die nächsten paar Tage werden wir im Dorf verbringen. Dort ist es zwar irre laut, aber die Nacht kostet dort nur 12 US$ pro Nacht. Wir brauchen zwar zwei Zimmer, aber unterm Strich bleiben 21 US$ für BBQ und Fruchtshakes übrig. Mehr werden wir die nächsten paar Tage nicht benötigen. Da es hier auf der Insel so gut wie kein Internet gibt, werden wir hier ausschließlich am Strand relaxen.

Im Meer liegen

Die meiste Zeit haben wir im Meer verbracht…

Longbeach auf Koh Rong

…oder kurz davor.

Sonnenuntergang auf Koh Rong

Sonnenuntergang auf Koh Rong

Die Standard Touri-Tour

Man kann jedoch zu den gesparten 21 US$ noch 19 US$ pro Person oben drauf legen, dann kann man einen ganzen Tag lang mit einem Boot um die Insel Koh Rong schippern. Es gibt Stopps bei jedem Strand der Insel. Wenn man will kann man Schnorcheln oder einfach nur das türkise Wasser bewundern. Am frühen Nachmittag gibt es ein BBQ auf dem Boot. Pünktlich zum Sonnenuntergang befindet man sich am Longbeach und tuckert anschließend im Konvoi zurück zum Ausgangspunkt. Im Preis inbegriffen ist auch noch eine Nachtfahrt zu einer nahe gelegenen Insel, vor der man im lumineszierenden Plankton schwimmen kann. Wir hatten an diesem Tag jedoch alle genug vom Boot fahren. Selbst Stunden später im Bett hat immer noch alles gewackelt. Am nächsten Tag konnten wir jedoch ohne Probleme unsere Bootstour abschließen und im Plankton schwimmen.

Tempel besuchen

Während der Bootsfahrt kann man schnorcheln, Tempel besuchen…

Sonnenuntergang am Longbeach

…sich den Sonnenuntergang am Longbeach ansehen, oder Meeresleuchten beobachten.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai

Gleich am Tag unserer Ankunft in Chiang Mai haben wir in unserem Homestay einen Tagesausflug zu den den Langhalsfrauen gebucht. Die Langhalsfrauen sind der letzte Punkt eines 12 Stunden langen Tagesausflugs, bei dem man die meiste Zeit im Kleinbus verbringt.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai

Seit unserer total planlosen Besteigung des Schichtvulkans Rinjani fragen wir bei jeder Tour, die wir buchen nach, ob man dort Bergsteigen muss. Wenn dem so ist, dann machen wir die Tour nicht mit. Denn der Aufstieg auf den Rinjani hat uns unsere Grenzen gezeigt, und diesen Fehler wollen wir nicht noch einmal machen. Bei unserem heutigen Ausflug werden wir allerdings die meiste Zeit im Kleinbus sitzen, während wir von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gefahren werden.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Hot Spring

Jedes Mal wenn wir an einen Hot Spring denken, gehen wir davon aus, dass es sich um eine heisse Quelle handelt, an der man sich seine Badeklamotten anziehen kann, und sich in einem warmen See ein bisschen entspannen kann. Aber auch heute wurden wir diesbezüglich enttäuscht. Der Hot Spring von Chiang Mai ist ein heisser Wasserstrahl, der etwa drei Meter in die Luft strahlt. Gleich daneben befindet sich ein kleines heissen Becken, in dem die Einheimischen kleine Wachteleier kochen. Ringsherum gibt es zahlreiche Souvenirstände und kleine Cafés. Lange hat der Aufenthalt dort auch nicht gedauert. Nach zehn Minuten ging es weiter zum nächsten Highlight.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai - Hot Spring

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Hot Spring

Wachteleier kochen

Gleich daneben werden in der heissen Quelle Wachteleier gekocht

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der weisse Tempel – Wat Rong Khun

Und das war definitiv ein Highlight. Wenn nicht sogar das Highlight unserer gesamten Thailandreise. Wenn man den weissen Tempel gesehen hat, muss man sich keinen anderen Tempel mehr ansehen. So eine wunderschöne Tempelanlage habe ich bisher noch nie zuvor gesehen. Die gesamte Anlage ist schneeweiss. Überall, wo man hinsieht, gibt es Verzierungen. Am Zaun, den Stufen, den Wänden und den Decken. Einfach alles was man sich vorstellen kann, ist mit Totenköpfen, Drachen, Elefanten, Statuen und Ornamenten verziert. Auf jeder Verzierung befinden sich je nach Größe, hunderte von kleinen Spiegeln, die in der Sonne funkeln. Alles scheint in Bewegung zu sein. Direkt am Eingang ist eine lebensgroße Pappfigur des Architekten der Tempelanlage, Chalermchai Kositpipat. Zum Wat Rong Khun gelangt man über eine Brücke. Sie symbolisiert den Übergang vom Zyklus der Wiedergeburt zum Raum Buddhas. Wenn man über die Brücke geht, sieht man auf beiden Seiten hunderte steinerne Hände und Gesichter, die sich gen Himmel strecken. Das Innere des Tempels ist im Gegensatz zum Tempel kunterbunt. Leider hat unser Aufenthalt dort nur eine halbe Stunde gedauert. Gerne hätte ich dort noch ein wenig mehr Zeit verbracht, um mir die vielen Figuren und Malereien im Inneren des Tempels genauer anzusehen.

Wat Rong Khun

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der weisse Tempel – Wat Rong Khun

Hunderte Spiegel

Alles war mit hunderten kleinen Spiegeln verziert…

Verspiegelte Figuren

…jede Figur…

Du!

…das Brückengeländer zum weissen Tempel…

Verzierte Fenster

…und jedes Fenster war wunderschön anzusehen.

Hände strecken sich gen Himmel

Auf beiden Seiten der Brücke zum Tempel, strecken sich Hände gen Himmel

Durch ein Fenster in den Tempel

Im Inneren des Tempels war das Fotografieren verboten. Durch ein Fenster konnte man dann aber von aussen Fotos machen.

Nebentempel

Nebentempel des Wat Rong Khun

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Das Goldene Dreieck

Unser nächster Halt war das Goldene Dreieck. Das Goldene Dreieck ist ein Synonym für die Opium- bzw. Heroinherstellung und den Drogenhandel in Südostasien. Der Begriff stammt aus dem Jahr 1971. Er geht zum einen auf die geometrische Form der ein Dreieck bildenden Länder Myanmar, Thailand und Laos zurück, zum anderen wahrscheinlich auf das Gold, mit dem chinesische Händler anfänglich das Opium bezahlten. Am Goldenen Dreieck hätten wir noch die Möglichkeit gehabt, mit dem Boot nach Laos zu fahren und dort auf dem Markt ein paar günstige Souvenirs einzukaufen. Aber nachdem der Tagesausflug an sich schon fast 12 Stunden dauert und die Überfahrt inklusive Aufenthalt auf dem Markt weitere eineinhalb Stunden, haben wir uns alle dagegen entschieden. Also sind wir mit dem Kleinbus weiter zur Grenze nach Myanmar gefahren.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai - Das Goldene Dreieck

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Das Goldene Dreieck

Boote nach Laos

Wir haben uns alle gegen eine Bootsfahrt nach Laos entschieden

Drei Länder Eck

…zwischen Thailand, Myanmar und Laos.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der Grenzübergang zu Myanmar

Was will man da viel schreiben? Der nächste Halt war der Grenzübergang zu Myanmar. Wir waren am nördlichsten Punkt Thailands und konnten mit bloßem Auge nach Myanmar sehen. Rings um den Grenzübergang gibt es einen Markt, aber auch hier wollte keiner der Teilnehmer etwas einkaufen. Lediglich ein paar Erfrischungsgetränke haben wir uns gekauft. Anschließend sind wir in ein Restaurant gefahren worden, um dort zu essen. Die Kosten für das Essen ist im Preis der Tour inbegriffen. Es gab ein All-You-Can-Eat Buffet mit Vorspeisen, Hauptgerichten, Suppen und Nachspeisen. Nach etwa einer Stunde ging es dann endlich zu den Langhalsfrauen.

Grenzübergang Myanmar

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Der Grenzübergang zu Myanmar

Nördlichster Punkt Thailands

Vom nördlichsten Punkt Thailands…

Stachelzaun

…konnten wir vorbei am Stacheldrahtzaun…

Myanmar

…direkt nach Myanmar sehen.

Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai – Die Langhalsfrauen

Also irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt. Aber die Langhalsfrauen sind, wenn es mal realistisch betrachtet, nur noch eine Touristenattraktion. Im Dorf der Langhalsfrauen angekommen, befindet man sich auf einen riesigen großen Platz. Ringsherum steht eine Bambushütte neben der anderen. Unter jeder Bambushütte ist ein Souvenirshop und ein Webstuhl. An den Webstühlen sitzen die Langhalsfrauen und stellen Tücher für die Touristen her, vom fünf Jahre alten Kind bis zur 70 Jahre alten Frau. Alle tragen einen Halsschmuck, der ursprünglich dazu gedient hat, um sich vor Tigerbissen zu schützen. Die Langhalsfrauen, die ursprünglich aus Myanmar oder Laos stammen, haben keine Schulbildung und können kaum thailändisch sprechen. Durch die Massen an Touristen, die jeden Tag in das Dorf gekarrt werden, sprechen sie aber zumindest so gut Englisch, dass man sich ein wenig mit ihnen unterhalten kann. Mit den Tüchern, dem Schmuck und den kleinen Figuren, die es an jedem Souvenierstand zu kaufen gibt, verdienen sich die Langhalsfrauen ihren Lebensunterhalt. Die Männer des Dorfes arbeiten in der Stadt, und sie sind auch die einzigen im Dorf, die eine Schule besucht haben. Zwischen den Langhalsfrauen kann man auch ab und zu Langohrenfrauen sehen. Diese haben riesige Ringe in den Ohren, die „only for beautyful“ sind.

Das Langhalsfrauen Dorf

In den Bambushütten im Dorf der Langhalsfrauen…

Kleinkind beim Weben

…saßen kleine Kinder beim Weben…

Fast noch ein Baby

…angefangen vom Kleinkind…

Langhalsfrau

…bis hin zur alten Frau…

Souveniershop einer Langhalsfrau

…haben sie dort Souvenirs für die Touristen hergestellt und verkauft.

Mit 5 Jahren bekommen Mädchen die Ringe

Mit 5 Jahren bekommen die Mädchen im Dorf die Ringe um den Hals

Langohrenfrau

Neben den Langhalsfrauen gab es auch Langohrenfrauen im Dorf

Das war dann auch das Ende unserer Tour. Nach über drei Stunden fahrt im Minibus, wurden alle Teilnehmer wieder vor ihren Hotels oder Homestays abgesetzt. Die gesamte Tour, inklusive Abholung und Mittagsbuffet hat 1000 Baht pro Person gekostet. Ich finde, dass dies unsere schönste Tour gewesen ist, die wir in unserem Urlaub gemacht haben. Am Besten hat mir der weisse Tempel gefallen, der in seiner Schönheit alle anderen Sehenswürdigkeiten um Chiang Mai in den Schatten gestellt hat.

Tagesausflug auf Koh Samui

Es ist jetzt leider schon ein paar Tage her, dass ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. Dafür gibt es drei Gründe:

  1. Wir machen gerade Urlaub vom Urlaub
  2. Wir verbringen den gesamten Tag mit unseren Freunden
  3. Das Internet hier im World Resort ist schlechter als alles, was ich bisher erlebt habe

Ausflug auf Koh Samui mit dem Mietauto

Auch auf Koh Samui gibt es an jeder Ecke ein Tourist Office. Doch bei sechs Personen inklusive Kind ist es schwierig eine Tour zu buchen. Nicht weil es nicht möglich ist, sondern weil wir unabhängig sein wollen. In einer Gruppe mit anderen Touristen ist es nicht einfach zu sagen, uns gefällt es hier nicht. Ausserdem werden die Touristen auf Koh Samui auf der Ladefläche eines Pick-Ups transportiert. Das ist nicht so ganz das Wahre mit einem Kleinkind. Darum haben wir uns gemeinsam dazu entschieden, für einen Tag ein Auto zu mieten. Da wir alle im Urlaub sind, hat sich die Umsetzung dieses Vorhabens ein wenig heraus gezögert. Aber auch die absolut schlechte Internetverbindung hat unsere Planungen immer wieder zurück geworfen. Irgendwann letzte Woche haben wir dann ein Auto für den übernächsten Tag reserviert.

Auf Englisch bedeutet übermorgen „the day after tomorrow“, und genau das habe ich dem thailändischen Angestellten an der Rezeption auch mehrmals gesagt. Als es so schien, als würde er mich verstehen, hat er bei der Autovermietung angerufen, und das Fahrzeug reserviert. Nachdem er aufgelegt hatte, meinte er zu mir: „Ok, car have, tomorrow“. Als ich ihm dann noch einmal gesagt habe: „No, the day after tomorrow“, lachte ihn sein Kollege neben ihm aus. Nach einem weiteren Telefonat habe ich dann eine Reservierungsbestätigung für „the day after tomorrow“ um 9.00 Uhr erhalten.

Zwei Tage später, pünktlich um 9.00 Uhr wollten wir dann unser Auto in Empfang nehmen. Nach einem weiteren Telefonat war das Auto dann um 9.30 Uhr auch schon da. Das mit der Kommunikation in Thailand ist wirklich eine Qual. Für unseren Tagesausflug auf Koh Samui haben wir uns dafür entschieden, einmal um die Insel zu fahren. Am Abend zuvor hatten wir bereits auf einer Karte alle Punkte markiert, die uns interessieren.

Tagesausflug auf Koh Samui – Big Buddha

Auf einem kleinen Inselvorsprung im Norden von Koh Samui gibt es den größten Buddha auf der Insel. Inmitten einer Tempelanlage sitzt er hoch oben auf seinem Thron. Wie die gesamte Insel ist auch diese Tempelanlage sehr touristisch ausgelegt. Um zum Parkplatz fahren zu können, muss man im Schritttempo an zahlreichen Shops und Boutiquen vorbeifahren. In der Tempelanlage selbst, kann man sich von einem Mönch weihen lassen oder Opfergaben kaufen. Nach ein paar Fotos und einer Kokosnuss ging es deshalb für uns weiter zum nächsten Stopp.

Big Buddha Temple

Big Buddha Temple

Kokosnuss ist lecker

Kokosnuss ist lecker

Tagesausflug auf Koh Samui – Viewpoint

Auf Koh Samui gibt es zahlreiche Viewpoints, von denen man eine wunderschöne Aussicht auf die Insel oder auf das Meer hat. Das war es aber auch schon. Schnell noch ein paar Fotos und weiter zur nächsten Attraktion.

Ausblick vom Viewpoint

Ausblick vom Viewpoint

Viewpoint

Ostblick vom Viewpoint

Tagesausflug auf Koh Samui – Elefant Rock

Da wir nur die Karte mit den Sehenswürdigkeiten hatten, wussten wir nicht wirklich, was es mit dem Elefant Rock auf sich hat. Wir haben immer Richtung Meer geschaut und sind prompt an der Attraktion vorbeigefahren. Als wir wieder umgedreht sind, haben wir ein Schild mit zwei Pfeilen gesehen. Neben einem der Pfeile stand „Elefant Rock“ neben dem anderen stand „Foto here“. Wir mussten wirklich lange suchen und unsere gesamte Fantasie einsetzen, um am Ende hinter den typisch thailändischen Stromleitungen einen Berg zu entdecken, der wie gesagt, mit viel Fantasie, aussieht wie ein Elefant.

Elefant Rock

Strengt mal Eure Fantasie an…

Tagesausflug auf Koh Samui – Snorkeling Point

Mit besten Absichten und der Hoffnung auf wunderschönes Wetter haben wir alle unsere Badeklamotten und Schnorchel dabei gehabt. Nur leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Wellen waren viel zu hoch, das Meer aufgewühlt und auf der Windschutzscheibe konnte man die ersten Regentropfen sehen. Deshalb sind wir weiter gefahren, um uns auf den Weg zur Tigershow zu machen.

Tagesausflug auf Koh Samui – Tiger und Seelöwen Show

Auf der Karte, die wir von Koh Samui hatten, wurde die Tiger- und Seelöwen-Show groß beworben. Um 13.30 Uhr soll dort die Show statt finden. Als wir um kurz nach 13.00 Uhr dort angekommen sind, waren wir die einzigen Menschen dort. Uns wurde dann gesagt, dass die Show erst um 14.30 Uhr beginnt, und man ein Kombiticket für die Tiger, Seelöwen und die Vogelshow kaufen muss. Nach langer Diskussion haben wir uns dann auch dort entschieden, die Show nicht zu besuchen. 750 Baht pro Person, also umgerechnet fast 20 EUR war uns dann doch zuviel für ein Kombiticket für drei Shows, von denen wir aber nur eine sehen wollten. Ausserdem waren wir ein wenig stutzig, weil wir immer noch die einzigen Menschen dort weit und breit waren. Dazu kam noch, dass wir vor allem wegen der kleinen Anna, heute unbedingt noch Elefantenreiten wollten. Mit Show und Fahrt zum Elefant Trekking könnte es vielleicht doch zu spät werden.

Tagesausflug auf Koh Samui – Elefant Trekking

An den nächsten Viewpoints, Tempeln und Schießanlagen sind wir vorbeigefahren und haben uns zu dem Punkt auf der Karte begeben, auf dem Elefanten eingezeichnet waren. Die erste Strasse führte uns direkt in eine Sackgasse. Nachdem wir es endlich geschafft haben, im Nirgendwo auf engstem Raum umzudrehen, sind wir weiter zum nächsten Punkt auf der Karte gefahren, auf dem Elefanten eingezeichnet waren. Die Strasse dorthin war diesmal zwar wesentlich breiter, aber auch dort konnten wir keine Elefanten entdecken. Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns in den verschiedensten Gemütslagen. Enttäuscht, genervt, hungrig, ratlos, motiviert und verzweifelt zugleich. Doch wie heisst es so schön: „Aller guten Dinge sind drei.“ Obwohl wir fast alle dachten, es sei schon viel zu spät, selbst wenn wir die Elefanten noch finden würden, um auch noch auf ihnen reiten zu können, sind wir zum nächsten Punkt auf der Karte gefahren. Plötzlich haben wir auch Strassenschilder mit Elefant Trekking gesehen und wir mussten nur noch der Beschilderung folgen. Endlich angekommen, haben wir uns für die halbstündige Tour entschieden, die 750 Baht pro Person kostet. Kinder bis 4 Jahre dürfen kostenlos mit ihren Eltern mitreiten. Nachdem wir bezahlt haben, wurden wir von einer Frau auf einem Roller zum Elefant Trekking geleitet. Zusammengefasst waren wir an vier verschiedenen Orten, bis wir endlich den ersten Elefanten gesehen haben. Die Tour und alles drum herum ist wirklich sehr, sehr touristisch. Aber so ist das nunmal. Wenn wir die Tour nicht machen, macht sie jemand anderes. In Deutschland gehen wir auch alle in den Zoo und da macht sich kaum jemand Gedanken um die Tiere. Wenn ich dann aber sehe, mit welcher Freude die kleine Anna das Elefantenbaby am Ende unserer Tour gefüttert hat, sehe ich die kurze Eisenkette kaum noch. Wenn ich dann höre, wie viele Stunden und Tage die kleine Anna von dem Elefantenbaby schwärmt und sich ständig die Fotos anschaut, vergesse ich den Schlag mit der Eisenharke auf den Kopf des Elefanten. Wenn Elefanten dazu trainiert werden, schwere Baumstämme aus dem Urwald zu transportieren, um für uns aus den Bäumen Parkettböden und Möbel herstellen zu können, ist das OK. Wenn die selben Elefanten eingesetzt werden, um Touristen eine halbe Stunde im Kreis zu transportieren, macht man sich plötzlich Gedanken. Ist es in Ordnung einen Hund zu halten? Ist es in Ordnung ein Aquarium zu besitzen? Ist es in Ordnung ein Pferd im Stall zu haben? Oder sollte man am besten Veganer werden? Ich bin kein Philosoph oder Naturschützer, um diese Fragen beantworten zu können. Ich für meinen Teil kann aber sagen, dass das Elefant Trekking definitiv ein unvergessliches Erlebnis gewesen ist.

The Big Boss

The Big Boss

Ich will eine Banane

Ich will eine Banane

Oooh kleines Elefantenbaby

Oooh kleines Elefantenbaby

Waterfall 2

Der Nah Muang Wasserfall grenzt direkt an das Elefant Trecking