Visa Run von Ranong möglich

Langsam bin ich mit meinem Blog wieder auf dem Laufenden. Langsam schließt sich die Lücke zwischen den Bildern, die ich auf Facebook poste, sowie den Bildern die man hier im Blog sehen kann. Damit sich die Lücke noch ein wenig mehr schließen kann, heisst es den perfekten Plan einzuhalten.

Visa Run von Ranong möglich

Damit wir uns während unserem Aufenthalt in Suan Mokkh keine Gedanken über unser Visa machen müssen, haben wir am 30.März Koh Phayam verlassen. Gemeinsam mit Alex, den wir ebenfalls aus Bangkok kennen, sind wir mit dem Speedboat nach Ranong gefahren. Von Alex wissen wir, dass ein Visa Run von Ranong möglich ist. Er hat uns erklärt und gezeigt, wohin wir für unseren Visa Run gehen müssen, bevor er in einem Sammeltaxi verschwunden ist.

Abfahrt von Koh Phayam

Abfahrt von Koh Phayam mit dem Speedboat (350 Baht pro Person pro Fahrt)

Ankunft mit dem Speedboat

Ankunft in Ranong mit dem Speedboat

Bevor Alex im roten Sammeltaxi verschwindet...

Bevor Alex im roten Sammeltaxi verschwindet…

Da geht es lang

…zeigt er uns noch den Weg zum Visa Pear.

Seitdem wir in Asien sind, habe ich schon viele Geschichten über Visa Runs gehört und gelesen. Wahrscheinlich ändert sich zur Zeit so vieles, dass jede Geschichte zu irgendeinem Zeitpunkt vielleicht wahr gewesen ist. Ich persönlich kann auf jeden Fall mit 100% Sicherheit sagen, dass ich am 30.März 2015 einen Visa Run von Ranong nach Myanmar / Burma gemacht habe.

Schritt 2: Visa Run von Ranong nach Myanmar

Ankunft am Pier: Zwei Leute stehen bei der Grenzstelle vor mir. Als Aussenstehender könnte man diese Grenzstelle vielleicht auch mit einem Ticketschalter verwechseln. Aber nach ein paar Minuten erhalte ich an dem Schalter einen Ausreisestempel in meinen Reisepass.

Das Visa Pear in Ranong

Das Visa Pear in Ranong, rechts geht es zur…

Einreise und Ausreise

…Einreise und Ausreise, gerade aus weiter stehen die Boote bereit.

Während wir zu den Booten gehen, handeln wir 100 Baht für die Hin- und Rückfahrt nach Myanmar pro Person aus. Nachdem das Boot voll mit Passagieren ist, geht es los. Nach 5 Minuten ein kurzer Stopp an einer Insel. Ein Bootsgehilfe läuft mit einem Stapel Reisepässe zu der kleinen Hütte auf der Insel. Nach ein paar Minuten kommt er mitsamt den Ausweisen wieder zurück und wir fahren mit dem Boot nach Myanmar. Das dauert in etwa 15 Minuten. Wir steigen aus dem Boot aus, gehen an Dutzenden Duty Free Shops vorbei in eine klimatisierte Hütte. Dort bezahlen wir 10US$ für unser Visa, bekommen einen Einreisestempel und wir gehen wieder zurück zu unserem Boot. Auf dem Rückweg wieder das selbe Spiel. Fünf Minuten Bootsfahrt zu einer kleiner Insel. Dieses Mal muss jeder dem Bootsgehilfen seinen Reisepass geben. Auch dieses mal kommt er nach ein paar Minuten mitsamt den Ausweisen inklusive Ausreisestempel wieder zurück. Auf dem Rückweg nach Thailand bleiben wir auf etwa halber Strecke noch einmal stehen. An einer Insel die nicht größer ist als ein Fußballfeld machen wir Halt. Auf der Insel steht ein Zelt. Darunter sitzen fünf thailändische Militärs im Schatten. Der Bootsgehilfe läuft zu dem Zelt und redet kurz mit den Militärs, danach legen wir auch schon wieder ab. Kurze Zeit später legen wir in Ranong an. Am Einreiseschalter der Grenzstelle bekommen wir ein Thailand Visa gültig bis 28.April.

Die ganze Aktion hat nicht mal eine Stunde gedauert. Worauf man auf jeden Fall achten sollte ist, dass man einen glatten, knitter- und knickfreien 10 US$ Schein für das Myanmar Visa dabei hat. Die Fotokopie des Ausweises, die wir vor der Überfahrt nach Myanmar gemacht haben, haben wir nicht benötigt.

Schritt 3: Mit dem Bus nach Suan Mokkh

Nachdem wir unsern neuen Stempel im Reisepass haben, geht es mit dem Sammeltaxi zur Busstation nach Ranong. Kurze Zeit später steht der Bus nach Surat Thani zur Abfahrt bereit. Das nenne ich perfektes Timing. Das Ticket für die Fahrt kaufen wir im Bus und dem Ticketverkäufer sagen wir, dass wir nach Suan Mokkh wollen. Über vier Stunden quält sich der Bus über Berge und Kurven, bis wir endlich am Kloster angekommen sind. Zwischendurch habe ich gedacht, wir müssen aussteigen und schieben helfen, so langsam ging es teilweise voran. Mitten auf der Autobahn bleibt der Bus stehen und der Ticketverkäufer winkt uns zu. Anscheinend sind wir angekommen.

So, da sind wir also. Ist doch bisher alles wunderbar nach Plan verlaufen. Man kann sich jetzt höchstens noch denken: Warum um alles in der Welt wollten die beiden denn überhaupt in ein Kloster?

Als wir damals unsere Asienreise angetreten haben, haben wir uns vorgenommen auf einer Farm zu arbeiten. Wir wollten mit Tieren arbeiten und wir wollten als Informatiker arbeiten. Wir wollten aussergewöhnliche Sachen machen und die Kultur der Länder besser verstehen. Wir wollten bei Einheimischen wohnen und wir wollten wie die Einheimischen leben.

Vor ein paar Monaten sind wir in Bangkok mit ein paar Mitbewohnern zusammengesessen und sind irgendwie auf das Thema Meditieren gekommen. Ein Mitbewohner ist vor ein paar Tagen erst von Suan Mokkh zurückgekommen und er strahlte über beide Ohren. Sein Kommentar war lediglich: „Absolut geil“. Dann schlürfte er wieder grinsend an seinem Mate Tee. Während der letzten Monate hatten wir genug Zeit, uns über Suan Mokkh, Meditation, Buddhismus, Vipassana und über uns selbst Gedanken zu machen. Wir wollen die Möglichkeit nutzen, etwas über die Kultur Thailands zu lernen. Wir werden lernen einen geregelten Lebensablauf zu folgen. Wir werden lernen zu verzichten. Wir werden auf einem Steinbett und einem Holzkissen schlafen. Wir werden zehn Tage lang nicht sprechen und zehn Stunden am Tag Meditieren.

Auf Wiedersehen Malaysia – Hallo Thailand

Nur noch zwei Tage, dann treffen wir uns endlich mit unseren Freunden aus München. Nach dem Aufstehen haben wir von Jim unsere Ausweise inklusive Visa für zwei Monate zurückbekommen. Da unser Bus erst um 15.00 Uhr abfährt, haben wir uns die Zeit mit Wäsche waschen, einkaufen und essen vertrieben.

Nie das Gepäck aus den Augen lassen

Die letzten Tage war immer sehr wenig los bei Jim, aber heute waren alle Stühle mit wartenden Reisenden belegt. Pünktlich um 15.00 Uhr stand der erste Kleinbus vor der Tür. Insgesamt zwei Kleinbusse sollten alle Wartenden nach Thailand bringen. Wie ich bereits geschrieben habe, ist das mit dem Visa nach Thailand etwas kompliziert. Viel komplizierter jedoch, sollte der Transport nach Thailand verlaufen. Denn der eine Kleinbus hatte ein thailändisches Nummernschild und sollte die ersten acht Wartenden durch den Dschungel nach Thailand bringen. Der zweite Bus, in dem auch wir mitfahren sollten, hatte ein malaysisches Nummernschild, und wir werden an der Grenze den Bus wechseln müssen. Uns wurde gesagt, das sei aus versicherungstechnischen Gründen so kompliziert. Kurz bevor der erste Kleinbus abgefahren ist, bin ich auf der Toilette gewesen. Als ich zurück gekommen bin, habe ich mich gefragt, wo unser Gepäck auf einmal abgeblieben ist. Meine Lebensgefährtin hat es auf Anweisung in den ersten Kleinbus geräumt. Nach mehrmaligen Nachfragen, stellte sich jedoch heraus, dass dies nicht unser Bus war. Ich bin heilfroh, dass ich noch mehrmals nachgefragt hatte, ob unser Gepäck nun wirklich im richtigen Bus verstaut ist. Nachdem ich mein Gepäck wieder aus dem Bus geholt habe, ist er abgefahren. Lasst Euer Gepäck niemals aus den Augen, verlasst euch niemals auf die Aussagen Dritter und lasst niemals jemand anderen darauf aufpassen.

Ein letztes Mal Duty Free

Um 16.00 Uhr stand unser Bus endlich bei Jim vor der Tür und wir haben uns auf den Weg nach Thailand gemacht. Kurz vor der Grenze mussten wir dem Fahrer das erste Mal unsere Reisepässe geben, und wir hatten noch einmal die Möglichkeit, steuerfrei einzukaufen. Ich habe aber vor unserer Abfahrt alle Ringgit in Baht umgetauscht, und deshalb konnte ich nichts mehr einkaufen. Nach kurzer Zeit haben wir unsere Ausweise zusammen mit dem Einreiseformular wieder zurück bekommen. Wir sind gerade losgefahren und haben unsere Ausweise wieder weggeräumt, da sind wir an der Malaiischen Grenze angekommen und wir mussten die Reisepässe erneut raus holen. Zu Fuß sind wir dann über die Grenze und haben unseren Ausreisestempel in den Reisepass bekommen.

Kleinbus nach Thailand

Kleinbus nach Thailand

Komisches Einreiseprozedere

Je näher wir der thailändischen Grenze gekommen sind, umso lauter wurde das Getuschel in unserem Bus. Es ging darum, wie viel Geld man für die Einreise nach Thailand in den Ausweis legen soll. Ich habe zwar davon gehört, dass Thailand ein sehr korruptes Land ist, aber dass man Geld in den Ausweis legen soll, um einreisen zu können, habe ich davor noch nie gehört. Als wir dann an der Grenze angekommen sind, mussten wir den Bus wechseln. Nachdem wir unser Gepäck umgeladen haben, sind wir zu Fuß an den Grenzübergang gegangen und haben uns, wie es sich gehört, hinten angestellt. Weil wir aber unser Einreiseformular nicht vollständig ausgefüllt haben, mussten wir uns einen Kugelschreiber besorgen und erneut hinten anstellen. Wir konnten dann beobachten, wie unterschiedlich jeder Einreisende behandelt wird. Nach welchen Kriterien die unterschiedlichen Prozeduren ablaufen, konnte ich nicht herausfinden. Im Grenzposten saß ein Beamter und an der Theke stand eine Webcam. Manche Reisende mussten 20.000 Baht wie einen Fächer öffnen und in die Webcam zeigen. Andere wiederum mussten ihren Laptop herausholen, um Flugbestätigungen für die Ausreise vorzeigen zu können. Einige hatten 500 Baht Schmiergeld im Ausweis liegen, andere nur 200 Baht. In unserer Reisegruppe wurde ein Bündel mit 20 Stück 1000 Baht Scheinen hinter dem Rücken von einem Reisenden zum anderen gereicht. Auch ich hatte am Ende das Geldbündel in der Hosentasche, aber als ich meinen Ausweis ohne Schmiergeld beim Grenzbeamten eingereicht habe, hat er einen Stempel in den Ausweis gemacht und ihn mir wieder zurückgegeben. Fertig. Auch bei meiner Lebenspartnerin hat das Einreiseprozedere keine 30 Sekunden gedauert. Nachdem wir alle den Grenzposten passiert haben, sind wir in den neuen Bus gestiegen. Um 19.30 Uhr sind wir am Busbahnhof von Hat Yai angekommen.

Kommen Sie in fünf Minuten wieder

In Hat Yai angekommen haben wir uns sofort auf den Weg zu Schalter Nummer 13 gemacht und wollten uns ein Bus- und Fährticket für die Fahrt nach Koh Samui kaufen. Entweder hat uns die Dame am Schalter nicht verstanden, oder sie wollte uns keinen Sitzplatz verkaufen, aber ihre Antwort war die nächsten eineinhalb Stunden immer die selbe: „Kommen Sie in fünf Minuten wieder!“ Und kurz bevor der Bus am Busbahnhof eingetroffen ist, gab es auf einmal keine Sitzplätze mehr, und wir musste allesamt ein Stand-By Ticket kaufen, oder auf den Bus am nächsten Abend warten. Egal ob Stehplatz oder Sitzplatz, der Preis für Bus und Fähre beträgt 490 Baht pro Person. Wir haben dann ein Stand-By Ticket gekauft, was auf deutsch bedeutet: Es gibt keine Sitzplätze mehr, also muss man im Bus stehen, oder am Boden sitzen. Wenn man Glück hat, wird nach der ersten Station in ein paar Stunden ein Sitzplatz frei.

Plattform 13

Plattform 13, für die Fahrt nach Koh Samui

Mit der Fähre nach Koh Samui

Am nächsten Tag um 4.55 Uhr morgens sind wir an der Fähre angekommen. Einen Sitzplatz haben wir nicht bekommen und schlafen konnte man auf dem Busboden ebenfalls nur bedingt. Ich war noch damit beschäftigt unsere Rucksäcke aus dem Bus zu holen, da kam meine Lebenspartnerin angerannt, um mich darauf hinzuweisen, dass unsere Fähre in 5 Minuten abfährt. Wir haben es gerade noch auf die Fähre geschafft, bevor nach uns die Seile gelöst und die Maschinen angeworfen wurden. Nach 90 Minuten sind wir total erschöpft auf Koh Samui angekommen. Wir haben uns dann das nächste Taxi genommen und haben uns ins Mae Nam Village fahren lassen. Stolze 600 Baht hat die knapp 10 Minuten lange Taxifahrt gekostet. Immerhin durften wir dann schon um 7.00 Uhr morgens einchecken, und obwohl die Matratzen im Zimmer steinhart gewesen sind, haben wir uns hingelegt und sind sofort eingeschlafen. Was für eine Tortour.

Sonnenaufgang

Den Sonnenaufgang habe ich nicht mitbekommen…

Ein wenig Schlaf

…weil ich auf der Fähre endlich ein wenig Schlaf gefunden habe.

Mae Nam Village

Um 7.00 Uhr konnten wir bereits im Mae Nam Village einchecken. Am Nachmittag ging es dann ins Meer.

Für ein Thailand Visa nach Penang

Eigentlich ist es ganz einfach nach Thailand einzureisen. Vor allem wenn man das erste Mal dorthin fährt, und Thailand nicht nur kurz verlassen hat, um mit neuem Visa wieder einzureisen.

Unser Weg zum Visa für Thailand

Wenn man sich so planlos wie wir durch Asien bewegt, dann muss man manchmal improvisieren. Wir wollen uns am 13. November unbedingt mit unseren Freunden auf Koh Samui in Thailand treffen. Die Visa Bestimmungen für Thailand ändern sich fast täglich. Wenn man das Land nur besuchen möchte, dann bekommt man bei der Einreise ohne Probleme ein Visa. Allerdings ist es so, dass man nur bei der Einreise über den Luftweg ein Monatsvisa bekommt. Wenn man wie wir über den Landweg einreist, gibt es nur ein Zweiwochen Visa. Wir möchten aber definitiv mehr als nur zwei Wochen in Thailand verbringen. Es gibt zwar noch die Möglichkeit, sowohl das Monatsvisa als auch das Zweiwochen Visa in Thailand für einen Monat zu verlängern, das kostet aber 1.900 Baht (umgerechnet 46 EUR pro Person).

Von Langkawi nach Penang

In Langkawi hat uns MK seinen Freund Jim in Penang empfohlen. Jim ist Thailand Experte und er hat uns empfohlen ein 2+1 Thailand Visa zu beantragen. 2+1 Visa bedeutet, zwei Monate Visa + die Möglichkeit für ein Monat zu verlängern. Das Thailand Visa für zwei Monate kostet bei Jim inklusive Servicegebühren 150 Ringgit (umgerechnet 36 EUR pro Person). Verlängert werden kann das Visa dann wieder in Thailand für 1.900 Baht. Wir haben uns dann mit der Fähre auf den Weg von Langkawi nach Penang gemacht, um Jim unsere Reisepässe geben zu können. Neben den 150 Ringgit pro Person, benötigt man noch zwei Ausweisbilder pro Person.

Mit der Fähre nach Penang

Mit der Fähre nach Penang

Ankunft in Georgetown

Am Sonntag Abend sind wir in Georgetown in Penang angekommen. Neben dem Thailand Visa Service bietet Jim eine Unterkunft, Busfahrten nach Thailand, einen Wäscheservice sowie jede Menge Tipps für Thailand an. Die Unterkunft von Jim ist zwar mit 25 Ringgit pro Nacht sehr günstig, aber ohne Fenster im Zimmer war die Luft zum schneiden. Am Montag werden die Ausweise zum Konsulat gebracht und am Dienstag bekommen wir sie wieder zurück. Am späten Dienstag Nachmittag können wir dann sofort mit dem Bus nach Thailand reisen. Für den Transfer von Penang zum Busbahnhof in Hat Yai verlangt Jim 40 Ringgit pro Person.

Eine Seitenstraße in Georgetown

Eine Seitenstraße in Georgetown

Treffen mit neuen Freunden

Bis dahin werden wir uns die Zeit mit unseren neuen Freunden vertreiben, die wir bereits bei MK auf Langkawi kennen gelernt haben. Heute Abend geht es gemeinsam mit Kelly aus England und Julian aus Deutschland zum Nachtmarkt in Penang. Ich kann nur immer wieder betonen, dass das Schönste am Reisen die Leute sind, die man unterwegs trifft. Denn diesen schönen Food Court hätten wir ohne Julian nie gefunden. Das Essen war wie immer super lecker. Danke Julian für die schönen Abende und natürlich auch für den Fahrservice. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder.

Nachtmarkt von Penang

Nachtmarkt von Penang

Das Beste am Reisen

Das Beste am Reisen

Warum geht es jetzt nach Mataram?

Man könnte fast meinen, unsere Reiseziele seien willkürlich gewählt, aber tief hinten im Kopf haben wir einen Plan. Wir möchten unbedingt nach Mataram. Warum? In Deutschland haben sich meine Lebenspartnerin und ich uns neue Laptops zugelegt, und wir haben uns gefragt, was wir mit den alten Laptops machen. Hätten wir sie verkauft, würden wir nicht mehr sehr viel dafür bekommen. Die Akkus halten noch maximal 5 Minuten und die DVD-Laufwerke waren defekt. Zum Wegwerfen waren sie aber auch noch zu schade, da wir unsere Laptops bis zu diesem Zeitpunkt noch täglich genutzt haben. Ich habe mich dann im Internet einmal umgesehen, was man mit diesen alten Dingern machen kann. Dabei bin ich auf die Homepage der gemeinnützigen Organisation Labdoo gestoßen. Labdoo ist eine non-profit Organisation und NGO. Ihr Ziel ist es, nicht mehr benutzte Laptops, eBook Reader, Tablet-PCs u.a. mit kindgerechter Lernsoftware und -inhalten umweltfreundlich und ohne große Kosten zu Kindern und Schülern überall auf der Welt zu bringen. Labdoo.org möchte so helfen, den “digitale Graben” zu überwinden. Labdoo unterstützt z.Zt. Schulen, Waisenhäuser und Jugendprojekte in über 90 Ländern auf 5 Kontinenten. Labdoo nennt diese unter- stützten Projekte “Edoovillages”. Aktuell gibt es auch ein Edoovillage in Indonesien und ich bin der Meinung, dass dies eine super Sache ist. Daher haben wir unsere alten Laptops dort eingeschickt und nach ein paar Wochen bekamen wir diese repariert und mit einem Indonesischen Ubuntu Betriebssystem installiert zurück. Aus diesem Grund ist unser nächster Stop die Youth Creation Foundation in Mataram.

Labdoo

Unser Labdoo Paket mit den beiden Laptops für das Youth Center in Mataram

Doch zuerst heisst es, von Bintan dort hin zu kommen. Im Ressort wurde uns gesagt, dass die Fähre von Bintan nach Singapur um 12.30 Uhr ablegt. An der Fähre angekommen, haben wir dann festgestellt, dass die Fähre erst um 14:00 Uhr ablegt und wir somit noch fast zwei Stunden Zeit haben. Diese habe ich genutzt, um mir eine Prepaid Telefonkarte für Indonesien zu besorgen. Für 60.000 Rupien, das entspricht vier EUR, bekommt man 5GB Datenvolumen. Wenn man die Telefonkarte auch zum Telefonieren nutzen möchte, dann muss man sich eine Rubbelkarte kaufen und den freigelegten Code mittels *101*Code# in sein Mobiltelefon eingeben. Ich habe mir die kleinste Prepaid Karte zugelegt, die ein Guthaben von 10.000 Rupien hat. Warum diese Karte 12.000 Rupien gekostet hat, bleibt mir allerdings ein Rätsel. Gleich ums Eck war auch das Büro der Fährgesellschaft und ich habe mir dort die Tickets für die Fähre gekauft. Als ich wieder zurück zur Fähranlegestelle gekommen bin, kam mir ein Mann entgegen: „Mr. Peter Lacosta, you remember me? I took you to the driver to Majorly Beach last week“. Dafür, dass normalerweise kein Mensch sich auf Anhieb meinen Namen merken kann, war ich wirklich überrascht, dass dieser Mann sich meinen Namen so gut merken konnte. Er wollte wissen, warum wir denn schon wieder abreisen und wo es denn hingehen soll. Als ich ihm dann erzählt habe, dass es über Singapur nach Mataram gehen soll, fragte er mich, ob ich denn wüsste, dass ich bei einer erneuten Einreise nach Indonesien abermals ein Visa erwerben muss. Und in der Tat, das wusste ich nicht. Denn ich habe bei der Ankunft in Mataram beim Kauf des Visa extra gefragt, ob es möglich ist, mit dem selben Visa über Singapur wieder nach Indonesien einzureisen. Diese Frage wurde mir mit Ja beantwortet, und darum habe ich dann gleich das 30 Tage Visa gekauft, weil das insgesamt billiger ist als das 7 Tage Visa. Jetzt hat sich allerdings herausgestellt, dass dies nicht so ist, und sobald man das Land verlässt, verliert das Visa seine Gültigkeit. Um nicht wieder ein Visa kaufen zu müssen, wäre eigentlich die beste Route gewesen, mit der Fähre von Bintan nach Batam zu fahren und von dort aus mit dem Flieger direkt nach Bali zu fliegen. Aber hätte, hätte Fahrradkette und die Fähre nach Singapur war bereits bezahlt. Doch zumindest kann ich diesen Blog dafür nutzen, um anderen Menschen diesen Fauxpas zu ersparen.

Als wir dann total frustriert und durchgeschwitzt im Fährterminal angekommen sind, stand da ein freundlich lächelnder Familienvater mit einer Kühlbox. Aus dieser holte er etwa 20 cm lange, tiefgefrorene in Plastik gehüllte Eisstäbe hervor und winkte uns zu. Wie selbstverständlich bot er uns diese an und wir dachten uns, die Leute hier haben es echt drauf mit dieser Hitze umzugehen. Was für eine simple aber effiziente Abkühlung. Auf der Fähre haben wir diesen Singapurer gefragt, wie wir am besten zum Flughafen kommen. Bus Nummer 35, bis zur ersten Bahn (MRT) Station und dann mit dem MRT zum Airport. Wenn man längere Zeit in Singapur ist, dann lohnt sich auf jeden Fall ein 12 SGD teueres Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Preis setzt sich zusammen aus fünf SGD für das Ticket selbst, sowie sieben SGD Guthaben. Das Guthaben kann man an jedem Fahrkartenautomaten aufladen. Wenn man mit dem Bus (LRT) fährt, sollte man auf jeden Fall Kleingeld dabei haben, denn Wechselgeld haben die Busfahrer anscheinend keines. Wenn man nur mit dem MRT unterwegs ist, kann man sich auch ein Standard Ticket für eine einfache Fahrt kaufen. Für zwei Personen hat die Fahrt von der Fähre zum Flughafen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zusammen knapp fünf SGD gekostet.

Tanah Merrah

Das MRT Terminal in Tanah Merah in Singapur

MRT Route

Nur zwei Stationen bis zum Flughafen

Am Flughafen angekommen, haben wir uns bei Air Asia ein Ticket nach Bali gekauft. Das funktioniert dort in etwa so, als würde man sich in Deutschland ein Bahnticket kaufen. Genauso wie bei der Bahn variieren die Preise abhängig davon, wie früh man sein Ticket bucht. Wenn man etwa zwei Wochen vorher online einen Flug bucht, dann kann man diesen für etwa die Hälfte des Preises bekommen. Eine Stunde vor Abflug kostete das Flugticket für zwei Personen inklusive 20kg Gepäck und allen Gebühren 398 SGD. Das sind umgerechnet 245 EUR. Der Flug dauerte 3 Stunden 25 Minuten. In Bali angekommen haben wir uns mit zwei Italienern ein Taxi nach Kuta geteilt. Im Handumdrehen hatten wir ein Zimmer für 125.000 Rupien bekommen, das entspricht in etwa acht EUR. Wir haben dann zwar lieber doch unseren Schlafsack ausgepackt, aber für eine Nacht war das vollkommen in Ordnung.

Geld verdienen

Ausserdem wollte ich noch darauf hinweisen, das meine iPhone App Wusstest Du… jetzt auch für das iPad verfügbar und in der aktuellen iOS Version im AppStore zum Download bereit steht.

Anreise

Endlich hat das Warten ein Ende. Nach drei Monaten Vorbereitung sitzen wir endlich im Flieger Richtung Doha. Mit schweren Herzen und Tränen in den Augen haben wir uns am Flughafen von unserer Familie verabschiedet. Das erste mal in meinem Leben sitze ich in einem Dreamliner von Qatar Air.

Dreamliner von Qatar Air

Unser Flieger nach Doha

Holzboden verziert den Eingangsbereich des Fliegers und der Business Klasse. Doch für mich heisst es, hinten Platz nehmen. Aber das macht nichts, denn der Platz, den ich zur Verfügung habe, reicht mir völlig aus, ich kann sogar meine Beine durch den Sitz des Vordermanns ausstrecken, ohne diesen zu belästigen. In jeder Rückenlehne ist ein Entertainment System verbaut, welches die Reise im wahrsten Sinne des Wortes im Flug vergehen lassen.

Qatar Entertainment

Individuelles Reiseprogramm

Musik, Spiele, Kinofilme und Serien in den verschiedensten Sprachen lassen sich mit dem Touchscreen aufrufen. Für mich persönlich war dies das erste mal in einem solchen Flieger. Durch “Das erstaunliche Leben des Walter Mitti” und den „Hobbit“ war am Ende nur noch eine Runde Backgammon gegen einen unbekannten Fluggast drin’ und schon waren wir in Doha angekommen. Wobei ich unbedingt los werden möchte, dass ich noch nie so einen unbefriedigenden Film wie den „Hobbit“ gesehen habe. Kein Anfang, kein Ende und keine Spannung hatte dieser stundenlang dauernde Film über Zwerge, Elfen und Orcs. Obwohl ich durch meine World of Warcraft Vergangenheit eigentlich auf so etwas stehen sollte, habe ich gegen Ende mehrmals den Schnellvorlauf betätigt, da ich selten so einen sinnlosen Film gesehen habe.

Die drei Stunden Aufenthalt in Doha haben wir genutzt, um uns die Beine nach dem Fug zu vertreten. Doha befindet sich im übrigen in Katar, dem „5 Star Gate to the World“ Heimatflughafen von Qatar Air. Durch die Zeitverschiebung von +1 Stunde, hat der Flug nach Doha effektiv „nur“ fünf einhalb Stunden gedauert. Und mit der Zeitverschiebung zwischen Doha und Singapur erklärt sich auch die Flugdauer von 12 Stunden und 50 Minuten. Einfach mal die sechs Stunden abziehen und man stellt fest, dass dieser Flug ebenfalls nur knapp sieben Stunden gedauert hat. Den Film „Divergent“ konnte ich mir noch anschauen, aber dann hat auch mich die Müdigkeit übermannt und ich bin erst wieder kurz vor der Landung wach geworden. In Singapur angekommen, habe ich als erstes den Tipp von meinem Arbeitskollegen befolgt und mir eine Mahlzeit in dem riesigen Food Court im Untergeschoß des Flughafens gegönnt.

Ente mit Reis

Airport Singapur, 2tes Untergeschoss

Am Flughafen gibt es natürlich auch Geldautomaten und diverse Möglichkeiten an die Währungen der angrenzenden Länder zu kommen. Mit dem Taxi ging es vom Flughafen zur Fähre und obwohl die Entfernung nicht all zu weit ist, kostete die Fahrt 13 Singapur Dollar. Unsere Tickets lagen bereits ausgedruckt am Schalter der Fährgesellschaft und wir mussten nur noch unsere Ausweise vorzeigen. Da es bereits angefangen hat dunkel zu werden, haben wir uns schon gefreut, dass die Fahrt mit der Fähre nur noch eine Stunde dauern wird. Nur leider haben wir dabei eine weitere Zeitzone durchquert und zwar diesmal in die andere Richtung, so dass wir dann zwei Stunden auf der Fähre unterwegs waren. Endlich auf Bintan angekommen, mussten wir noch ein Visa beantragen, welches mit 35 US$ für einen Monat zu Buche schlägt. Nachdem unser Gepäck dann das X-te mal gescannt worden ist, wartete am Pier bereits der Fahrer, der uns zu unserem Hotel bringen sollte und obwohl die Strassen geteert sind dauerte diese finale Fahrt ans andere Ende der Insel noch einmal eine Stunde. Das lag jedoch nicht daran, dass der Fahrer das Gaspedal nicht gefunden hat, sondern dass die Strassen mit Roller- und Mopedfahrern gespickt sind. Drei Personen auf einem Roller sind keine Seltenheit, Helme oder Rücklichter dagegen schon. Ich kann es jetzt kaum noch erwarten alles bei Tageslicht zu sehen.

Nur noch drei Wochen bis zum Abflug

Ich kann es noch gar nicht fassen, denn in drei Wochen um diese Zeit, sitze ich bereits im Flieger nach Singapur. Dort angekommen, werde ich mit der Fähre nach Pulau Bintan schippern.

Die Fähre ist gebucht und die Vorbereitungen für ein Visa für Indonesien sind getroffen. Wenn ich alles richtig verstanden habe, muss ich nur noch beim Visa Antrag für Indonesien, den ich auf der Fähre ausfüllen muss, angeben, dass ich ein Long-Term Visa haben möchte. Gegen einen geringen Aufpreis ist das Visa dann drei Monate statt nur einen Monat gültig.

Für die erste Unterkunft waren mir folgende Punkte wichtig: Direkt am Meer, hoher Entspannungsfaktor und Internet. Dafür habe ich mich bei verschiedenen Vergleichsportalen informiert. Doch den günstigsten Preis habe ich erhalten, als ich mich direkt mit dem Hotel in Verbindung gesetzt habe. Das waren dann noch einmal 15% weniger als das günstigste Vergleichsportalangebot. Für die erste Woche haben wir somit eine Unterkunft mit Internetanschluss und von dort aus können wir dann den nächsten Schritt planen.

Die für uns erfreulichste Nachricht allerdings ist, dass unsere Wohnung einen Nachmieter hat und dieser unsere Küche kaufen wird. Und auch den Laminatboden muss ich nicht heraus reißen, da ich diesen anscheinend sehr gut verlegt habe und er somit auch in der Wohnung verbleiben kann. Wir müssen unsere Küche nicht abbauen lassen und auch nicht einlagern lassen. Außerdem weiß ich sowieso nicht, ob diese in unsere neue Wohnung hinein passen würde. Daher sind wir glücklich über den Verkauf unserer Küche und hoffen, dass unsere Nachmieter dies auch sein werden. Für den Umzug und die Einlagerung der restlichen Möbel habe ich heute einen Kostenvoranschlag eingeholt. Alles was mit der Einlagerung zu tun hat, habe ich bereits geklärt.

Auf gutes Essen

Auf gutes Essen

Meine App für Farbenblinde, der Achromaster ist ebenfalls Up2Date und im App-Store erhältlich. Und für jeden, der in Asien sein Otohime vermisst, ist Overtone auf den neuesten Stand gebracht worden. Die App befindet sich im Moment noch im Status „In Review“. Im Laufe dieser Woche wird dann auch diese App für den App-Store frei geschaltet sein. Als nächstes werde ich die App Wusstest Du… auf den neuesten Stand bringen, sowie eine iPad Version hinzufügen. Ich Frage mich allerdings, ob der Name für die App nicht etwas unglücklich gewählt ist. Es sind zwar bereits Hunderte von Karteikarten mit Fragen und Antworten angelegt, aber eigentlich handelt es sich schlichtweg um eine App, mit der man Karteikarten anlegen und teilen kann. Also wenn es jemanden gibt, der einen passenderen Namen für meine App vorschlagen kann, dann scheut nicht davor zurück, das Kommentarfeld im unteren Teil von diesem Blog-Beitrag zu nutzen.

Ausserdem probiere ich zur Zeit noch verschiedene Offline Blog Editoren für den Mac aus. Meine letzten beiden Einträge habe ich mit ecto erstellt. Man kann seinen Blog sowohl im Text- als auch im HTML-Editor bearbeiten. Bilder kann man mittels iPhoto einfügen. In allen Berichten, die ich zum Thema ecto gelesen habe, wurde die Bildbearbeitung und vor allem das Bereitstellen von verschiedenen Auflösungen hervorgehoben und gelobt. Ich habe allerdings genau damit meine größten Probleme. Da ich den Upload von Medien Serverseitig geregelt habe, also Auflösungen, Komprimierung, Wasserzeichen, Dateinamen und so weiter, bin ich nicht so glücklich darüber, dass ecto Bilder auf meinen Server lädt, die ich dort nicht haben möchte. Denn Vorschaubilder werden von ecto automatisch erstellt und diese befinden sich dann sowohl doppelt auf dem Server, als auch doppelt in der Medienansicht von WordPress. Ich möchte diese auch nicht ständig von Hand löschen müssen. Benutzt man keine Vorschaubilder, dann ist natürlich die gesamte Darstellung des Beitrags falsch und das Bearbeiten des Blogs auf dem Server benötigt dann viel zu viel Zeit. Vor allem, weil es keine Möglichkeit gibt, den Offline erstellten Beitrag als Draft in WordPress zu speichern. Aus diesem Grund erstelle ich diesen Beitrag jetzt mit dem Offline Blog Editor MarsEdit. Ich hoffe, dass dieser Editor meinen Vorstellungen entspricht.

Und gerade als ich diesen Beitrag veröffentlichen wollte, hat sich MarsEdit selbst aus den Rennen geworfen, da ich meinen Blog nicht veröffentlichen kann. Der XML Parser erzeugt angeblich einen Fehler. Komisch, dass es mit diversen andern Editoren problemlos funktioniert. Was bringt mir ein Offline Blog Editor, wenn ich meinen Entwurf dann nicht Online verfügbar machen kann.