Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Tag 4

Wir befinden uns immer noch in den Bergen in Sri Pada. Unser Ziel am vierten Tag, an dem wir mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden, wird unser Hotel am Yala Nationalpark sein.

In einer Woche Sri Lanka erkunden

Obwohl Sri Lanka nicht größer als Bayern ist, werden wir die gesamte Woche im unteren Drittel der Insel verbringen. Die Strassen sind nicht überall die Besten, und in den Städten herrscht reger Verkehr. Dazu hat der viele Regen in den letzten Wochen dazu geführt, dass Bergstrassen weggespült oder Erdrutsche ausgelöst wurden. Die Bergstrassen sind zwar wieder befahrbar, aber an manchen Stellen nur einspurig. Dafür habe ich umso mehr Zeit, die Wahnsinnsnatur zu genießen. Immer wieder bleibt Ruba stehen, um uns zu zeigen, was sein Land zu bieten hat. Dazu gehört auch, dass er an einem Strassenstand stehen bleibt, um uns frische Maracuja, Kakaobohnen oder Litschis zu kaufen. Und endlich habe ich nach vier Monaten einmal gesehen, wo sich die Reiskörner an einer Reispflanze befinden.

Maracuja

Eine Maracuja schmeckt sowas von abgefahren gut

Das ist Reis

20 bis 30 Reiskörner hängen an einer Reisplanze

Sieht aus wie eine Sternenwarte

Sieht aus wie eine Sternenwarte im Bau

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Small Adam’s Peak

Wir befinden uns immer noch in der Bergen umgeben von Teeplantagen. Im kleinen Örtchen Ella, haben wir an einer dieser Teeplantagen Halt gemacht, um auf den Small Adam’s Peak zu gehen. Nichtmal eine Stunde benötigt man, um auf den Gipfel des Berges zu kommen. Der Aufstieg ist sehr leicht, da Steinstufen bis fast an den Gipfel führen. Eine Flasche Wasser sollte man sich jedoch trotzdem mit auf den Weg nehmen. Die Wanderung muss man einfach gemacht haben, wenn man sich in Ella befindet. Der Ausblick vom Small Adam’s Peak ist einfach der Hammer.

Small Adam's Peak

Rund um den Small Adam’s Peak sind Teeplantagen

Aufstieg zum Small Adam's Peak

Vorbei an diesen ging es auf den Small Adam’s Peak

Ausblick vom Small Adam's Peak

Panorama Small Adam’s Peak

Mit eigenem Fahrer Sri Lanka erkunden – Rawana Wasserfall

Nachdem wir uns endlich von der Aussicht auf dem Small Adam’s Peak losreissen konnten, ging es weiter in Richtung Yala Nationalpark. An fast jeder Kurve der Bergstrasse könnte man stehen bleiben, um Erinnerungsfotos zu machen. Alle paar Minuten fährt man an einem Wasserfall vorbei. An einem dieser Wasserfälle, der sich ebenfalls direkt an der Hauptstrasse befindet, sind wir stehen geblieben. Wir sind auf unserer Reise bis jetzt schon an einigen Wasserfällen gewesen, oder an Rinnsalen, die einen Hügel heruntergetropft sind, und uns als Wasserfall angepriesen wurden. Aber der Rawana Wasserfall, direkt am Strassenrand hinter Ella in Sri Pada auf Sri Lanka, ist endlich mal ein Wasserfall, so wie ich ihn mir vorstelle.

Rawana Wasserfall

Der Rawana Wasserfall

Ich glaube, wir sind fast eine halbe Stunde lang nur auf einem Felsen vor dem Wasserfall gesessen, bevor wir wieder zu Ruba zurückgegangen sind, um uns auf den Weg zu unserem Hotel am Yala Nationalpark zu machen. Auf der Fahrt zum Hotel bekamen wir schon einen kleinen Eindruck davon, was uns morgen erwarten wird.

Wasserbüffel am Strassenrand

Ein kleiner Eindruck davon…

Wasserbüffel im Schlamm

…was uns morgen erwarten wird.

Papageien in den Bäumen

Hier sitzen Papageien auf dem Baum wie bei uns die Spatzen

Hua Chang Wasserfall in Pai – oder auch nicht

Eigentlich wollte ich über unseren misslungenen Ausflug zum Hua Chang Wasserfall erzählen. Doch mir ist gerade aufgefallen, dass heute der 31.Dezember 2014 ist. Sechs Stunden früher als zu Hause beginnt hier bereits das neue Jahr.

Nicht der Hua Chang Wasserfall in Pai

Wenn man viel Zeit auf der Hängematte verbringen kann, dann vergeht die Zeit wie im Flug. Wir sind jetzt schon fast drei Wochen in Pai und in acht Tagen reisen wir bereits wieder ab. Man hat aber auch viel Zeit zum Nachdenken auf der Hängematte. Das Jahr neigt sich dem Ende, und ich versuche das letzte Jahr in meinem Kopf zu ordnen. Es hat sich so viel ereignet, dass ich froh bin, irgendwann einmal hier alles nachlesen zu können. Ich liege in der Hängematte, und verfolge das Geschehen in Deutschland und in der Welt. Zugegeben, meistens lese ich nur die Überschriften. Es fühlt sich alles zu weit entfernt an. Egal, ob man jetzt die Strecke oder die Zeit nimmt. Ich denke darüber nach, wie ich von einem Ort zum anderen gereist bin. Sehr oft sind auch wir im Flugzeug gesessen. Auch ich bin vor kurzer Zeit noch in einer Air Asia Maschine gesessen, als wir bei starkem Gewitter von Kota Bharu nach KL geflogen sind. Ich lese den Artikel über Flug QZ8501 und denke noch mehr nach.

Wie viele Leben hat man eigentlich? Und ich bin mir sicher, ich habe nur dieses Eine. Täglich passieren so viele schreckliche Dinge, und während ich bei Google nach der Flugnummer suche, lese ich, dass heute im Kongo ebenfalls ein Flugzeug abgestützt ist. Ich bin wirklich froh darüber, dass ich hier sitzen und mein eines Leben genießen darf. Ich bin glücklich darüber, dass ich sehen und erleben kann, was ich möchte.

Doch der Hua Chang Wasserfall in Pai

Ach, irgendwie ist der letzte Satz doch eine schöne Einleitung für den misslungenen Ausflug. Denn manchmal sehe und erlebe ich nicht, was ich möchte. So wie gestern, als wir uns eigentlich einen den Hua Chang Wasserfall ganz bei uns in der Nähe ansehen wollten. Eigentlich soll der Wasserfall nur 40 Minuten zu Fuss entfernt sein. Eigentlich ist er immer nur die Strasse entlang. Eigentlich ist man dort total alleine.

In jedem Baum ein Geist

Buddhistische Mönche binden orange Schleifen um die Bäume, damit sie nicht abgeholzt werden. Es hat funktioniert, denn sobald ein Mönch eine Schleife um einen Baum wickelt, wird dieser heilig für Buddhisten. So kann ihm kein Leid mehr zugefügt werden. (Quelle)

Oder auch nicht

Das man aber zuerst noch eine halbe Stunde mit dem Moped fahren muss, bevor man 40 Minuten zu Fuss gehen muss, hat unser Nachbar nicht erwähnt. Wir sind etwa zwei Stunden zu Fuß unterwegs. Natürlich wieder genau zur Mittagszeit bei über 30°C. Irgendwann führt die Strasse an einen Fluss, aber da ist keine Brücke. Auf der gegenüberliegenden Seite jedoch, geht die Strasse weiter. Auf jeden Fall ist hier kein Wasserfall zu sehen, also gehen wir weiter.

Das ist keine Erbse

Das ist keine Erbse

Wir überqueren ein paar Minuten später den Fluss erneut, und stehen ein paar Minuten später erneut vor dem kleinen Fluss, der sich um den Fußweg zu schlängeln scheint. Von weitem konnten wir ein Motorengeräusch hören, das immer näher kam. Der dazugehörige Jeep erschien kurz darauf, und ist an uns vorbei, über den Fluss gefahren. Nachdem der Jeep den Fluss überquert hat, bleibt er stehen. Während wir dabei zusehen, wie aus dem Jeep ein älterer Mann aussteigt, um Fotos vom Fluss zu machen, fragen wir uns, ob wir wieder umkehren sollen. Wir fragen also den älteren Mann, wie weit denn der Wasserfall noch entfernt ist. „Schon noch ein Stück, aber wir können Euch gerne mitnehmen.“ Wir ziehen also wieder unsere Schuhe und Socken aus, laufen noch einmal durch den kleinen Fluss, und setzen uns auf die Ladefläche des Jeeps. Wir fahren noch ein paar Mal durch den Fluss, bevor wir stehen bleiben und der ältere Mann wieder aussteigt, um weitere Fotos zu machen. Wie aus dem Nichts, kommt von hinten ein Buggy und fährt an uns vorbei.

Sieht aus wie ein Herz

Zwischenstopp: Das sieht aus wie ein Herz

Buggy zum Ersten

Eigentlich ist man dort total alleine

Wir fahren weiter und nach ein paar Minuten bleiben wir wieder stehen. Vor uns der Buggy, der nicht mehr weiter fahren kann, weil ein Baum quer über den Weg liegt. Erneut fragen wir nach dem Wasserfall und weit weg ist er wohl nicht mehr. Ein Tag, ein bis zwei Stunden, einen Kilometer, gleich da vorne, waren die Antworten der vier Anwesenden. In der Hoffnung, dass „gleich da vorne“ die korrekte Antwort ist, gehen wir die Strasse weiter, bis wir erneut an den Fluss kommen. Nur dieses mal befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses keine Strasse mehr.

Kein Hua Chang Wasserfall

Ende der Strasse, kein Hua Chang Wasserfall, nur ein kleiner Fluss

Trotzdem ein Erlebnis

Also gehen wir zurück. Nach einer guten halben Stunde fährt der Jeep wieder an uns vorbei, der uns freundlicherweise mit zurück nimmt. Immer wieder bleiben wir stehen, weil der ältere Mann Fotos machen möchte. Irgendwann überholt uns der Buggy wieder von hinten. Und irgendwann setzt uns der Jeep direkt vor unserem Haus ab.

Der Jeep im Fluss

Zwischenstopp: Jeep im Fluss

Buggy zum Zweiten

Wir fahren weiter und bekommen erneut Besuch von hinten

Vogelscheuche in Thailand

Zwischenstopp: Vogelscheuche

Stopp bei den Reisfeldern

Zwischenstopp: Reisfelder

Dort findet man den Hua Chang Wasserfall

Wir erzählen unserem Nachbarn die Geschichte und anscheinend ist das so: „Man fährt mit dem Moped so lange, bis man das erste Mal an den Fluss kommt. Dort stellt man das Moped ab. Von dort aus muss man eine Stunde gehen, er geht sehr schnell, darum braucht er nur 40 Minuten. Bis man zum Wasserfall kommt, muss man den Fluss 18 mal überqueren. An der Stelle, wo an der gegenüberliegenden Flussseite keine Strasse mehr sieht, muss man im Fluss stromaufwärts gehen. Am Ende dann rechts halten, nicht den Berg hoch, sondern den kleinen Weg entlang.“ Das hätte er doch mal gleich sagen können.

Wenn also jemand den Hua Chang Wasserfall in Pai sehen will, dann weiss er ja jetzt, wie er dort hin kommt.

Eine Woche in Pai, die geht schnell vorbei

Mittlerweile haben wir es uns in unserer Berghütte ein wenig gemütlich gemacht. Eine Hängematte ziert jetzt unseren Eingangsbereich und der Kühlschrank ist mit dem Nötigsten gefüllt. Meine erste App ist fertig programmiert, und wird heute bei Apple zur Überprüfung eingereicht. Und die Umgebung von Pai haben wir auch ein wenig erkundet.

Die erste Woche in Pai verging wie im Flug

Zuerst komme ich nicht klar, weil ich vor lauter Sehenswürdigkeiten und Bloggen keine Zeit finde, etwas zu programmieren. In unserer Berghütte nehme ich mir jetzt die Zeit zum Programmieren. Aber einmal am Tag müssen wir nach Pai fahren, um uns zu versorgen. Mittlerweile haben wir auch schon ein paar Geschäfte gefunden, die nicht zur 7-Eleven Kette gehören. Neben Kleinigkeiten wie Spülmittel, Müllbeuteln und Toilettenpapier habe ich mir für ein paar Euro eine Hängematte zugelegt. Zwischen die beiden Pfosten an der Front unserer Berghütte scheint den ganzen Tag die Sonne hin. Das ist ein perfekter Platz für meine neue Errungenschaft.

Hängematte

Eine Hängematte gehört ab jetzt zur Ausstattung unserer Berghütte dazu

Currency Exchange Converter

Die ersten Tage habe ich viel Zeit auf dieser Hängematte verbracht, und darüber gegrübelt, welche Apps ich programmieren möchte. Ich will am Ende unseres Aufenthalts eine App-Collection für Reisende im App Store haben. Alle kleinen Apps, die ich bisher im Urlaub benutzt habe, und vieles was ich mir wünschen würde. Dafür müssen einige kleine Programme, die ich bisher nur für mich geschrieben habe, benutzerfreundlich gemacht werden. Manches muss völlig neu programmiert werden. Eine Woche in Pai vergeht schnell, wenn man versucht, eine App an den App Store zu senden. Ich habe in der letzten Woche viele Tage damit verbracht, Sprachdateien, Grafiken und Screenshots zu erstellen. Die Validierung der App ist zumindest schonmal erfolgreich gewesen. Wenn alles gut geht, kann ich die App, im Anschluss an die Veröffentlichung dieses Blogs, bei Apple zur Überprüfung einreichen. Und gerade ist mir eingefallen, dass ich für die App auch noch eine Homepage erstellen muss.

Aber eigentlich sind wir im Urlaub

Viele Sehenswürdigkeiten, die es in und um Pai gibt, haben wir bisher nicht gesehen. Vor einigen Tagen waren wir beim Mor Paeng Wasserfall, am Yun Lai Aussichtspunkt und in Chinese Village. Die heißen Quellen von Tha Pai waren bereits zweimal Ziel eines Ausflugs. Aber mal ganz ehrlich, wenn ich jeden Tag vor meiner Haustür das Wasser plätschern höre, dann muss persönlich nicht jeden Wasserfall sehen. Wenn ich jeden Tag mit meinem Moped aus den Bergen in die Stadt tuckere, dann muss ich nicht extra zu einem Aussichtspunkt fahren. Wenn dann in Pai überall Chinesen zu sehen sind, weil in Pai ein chinesischer Liebesfilm gedreht wurde, und alle Chinesen extra nach Pai fahren, um Fotos von den Drehorten machen zu können, dann muss ich persönlich auch nicht unbedingt noch einmal extra ins Chinese Village fahren. Aber es macht wirklich einen Unterschied, ob man die heißen Quellen besucht, um sie gesehen zu haben, oder ob man früh am Morgen extra einen Wecker stellt, um sich nach einer kühlen Nacht im 35°C warmen Wasser aufzuwärmen, noch bevor die Sonnenstrahlen die Umgebungstemperatur auf die selbe Höhe ansteigen lässt.

Wasserfall

Auch die Schilder bei den Sehenswürdigkeiten sind an vielen Drehorten auf Chinesisch

Mor Paeng Wasserfall

Mor Paeng Wasserfall

Yun Lai Aussichtspunkt

Yun Lai Aussichtspunkt

heißen Quellen von Tha Pai

Aus diesem kleinem Loch im Boden entstehen die heißen Quellen von Tha Pai

Eierkochen strikt geregelt

Zum Eierkochen? Rechts bitte!

Krazy Kitchen

Und essen waren wir natürlich auch