Koh Rong

Auf Koh Rong gibt es wunderschöne Strände.

Auf Koh Rong gibt es wunderschöne Strände.

Nachdem wir uns in Phnom Penh die Killing Fields angeschaut und uns auf dem Nachtmarkt die Bäuche vollgeschlagen haben, hatten wir erstmal genug von großen Städten. Deshalb wollten wir weiterreisen in den Süden Kambodschas auf die Insel Koh Rong. Zuerst fuhren wir mit dem Bus nach Sihanouk Ville, um von dort aus unsere nächste Bootsfahrt anzutreten. Mit dem Speedboat fuhren wir auf die Insel Koh Rong. Diese Fahrt dauerte eine knappe Stunde inklusive der obligatorischen Verspätung und das Ticket kostete für Hin- und Rückfahrt 25 USD.

Das Innere der Insel ist bewachsen mit üppigem Dschungel.

Das Innere der Insel ist bewachsen mit üppigem Dschungel.

Die Insel Koh Rong ist eine kleine Partyinsel voller Kiddies. Ich spreche so, denn ich habe im Epizentrum der Insel geschlafen. Es hätte auch die Möglichkeit bestanden, abseits zu schlafen, aber die Preise dieser Unterkünfte war dann doch etwas unverhältnismäßig für deren Standard. Die Insel Koh Rong ist aber auch eine kleine Insel mit wunderschönen Stränden und einem Dschungel in der Mitte.

Die Strände, die wir auf unserer Bootstour besucht haben, waren zu Fuß nicht erreichbar.

Die Strände, die wir auf unserer Bootstour besucht haben, waren zu Fuß nicht erreichbar.

Das Wasser war klar, aber es war nicht vergleichbar mit den Perhentian Inseln.

Das Wasser war klar, aber es war nicht vergleichbar mit den Perhentian Inseln.

Einfach wunderschön ... so fast ohne Partyvolk

Einfach wunderschön … so fast ohne Partyvolk

Auf der Insel Koh Rong kann man am Strand relaxen, schlecht bis gar nicht im Internet surfen, schnorcheln, eine Bootstour um die Insel machen, am Police Beach Filme auf einer großen Leinwand anschauen oder ausgiebig feiern. Also haben wir die Bootstour gemacht. Um 10:00 Uhr morgens starteten wir mit dem Boot von dem Strand vor unserer Unterkunft. Wir machten Halt an verschiedenen menschenleeren Stränden der Insel, um zu schnorcheln, zu schwimmen, am Strand zu faulenzen oder auch Tempel zu besichtigen. Abends machten wir an Board unseres Holzbootes ein kleines Barbeque, bevor es dann an den Long Beach ging, um den Sonnenuntergang zu bewundern. Danach ging es mit dem Boot zurück zu dem Strand vor unserer Unterkunft und wir hatten die gesamte Insel einmal mit dem kleinen Holzboot umrundet. Ich freute mich sehr darauf, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Leider währte die Freude nicht lange, den ich bin den ganzen Abend über die Insel gewankt, als hätte ich viel zu viel gefeiert. Am nächsten Morgen fühlte sich der Boden wieder nach Boden an und wir beendeten am Abend unsere Bootstour und gingen zum Planktonschwimmen. Das ist gar nicht so einfach bei Vollmond. Eine kleine Insel, welche 10 Minuten vor Koh Rong liegt, bot uns jedoch genügend Schatten vor dem hellen Mondlicht, und wir konnten schwimmen gehen.

Die Sonnenuntergänge kann man vom Long Beach aus bewundern.

Die Sonnenuntergänge kann man vom Long Beach aus bewundern.

Sie waren jedes Mal wunderschön.

Sie waren jedes Mal wunderschön.

Die Boote haben die Touristen dann wieder zurück ins Dorf gebracht.

Die Boote haben die Touristen dann wieder zurück ins Dorf gebracht.

Nachdem wir 5 Tage auf Koh Rong verbracht hatten, wurde es für uns wieder Zeit, die Insel zu verlassen. Dafür mussten wir wieder eine Bootsfahrt machen, und es sollte immer noch nicht unsere letzte Bootsfahrt in Kambodscha gewesen sein. Unser nächstes Ziel lautete Kampot, die Stadt des Pfeffers.

Sangkhlaburi in Thailand

Holzbrücke von Sangkhlaburi bei Sonnenuntergang

Holzbrücke von Sangkhlaburi bei Sonnenuntergang

Sangkhlaburi in Thailand ist eine kleine verschlafene Stadt an der Grenze zu Myanmar mit vielfältigen ethnischen Hintergründen. In Sangkhlaburi leben Thailänder, Karen, Mon, Chinesen und Laoten. Sangkhlaburi ist berühmt für seine 400 Meter lange Holzbrücke, welche sich über den Vajiralongkorn See erstreckt und das Mon Dorf “Wang Kha” mit den Stadtteilen der Thailänder und Karen verbindet. Die Brücke wurde 1993 erbaut.

Mon-Tempel Wat Wang Wiwekaram im Morgennebel

Mon-Tempel Wat Wang Wiwekaram im Morgennebel

Trotz seiner Jahrhunderte alten Geschichte ist Sangkhlaburi heute eine neue Stadt. Im Jahr 1984 wurde der hydroelektrische Vajiralongkorn Damm fertiggestellt und das ehemalige Sangkhlaburi wurde dabei fast vollständig zerstört beziehungsweise vom Stausee überschwemmt. Die Stadt musste auf höherem Grund wieder aufgebaut werden. Von der alten Stadt sind nur noch die überschwemmten Strukturen des alten Mon-Tempels und die Fundamente einiger Gebäude erhalten. Auch eine vor 400 Jahren erbaute Pagode nahe des neuen Mon Tempels “Wat Wang Wiwekaram” ist noch teilweise erhalten.

Stausee Vajiralongkorn

Stausee Vajiralongkorn

Fischerhütte inmitten des Stausees

Fischerhütte inmitten des Stausees

Die Überreste einer kleinen Stadt mit einer derart aufregenden Geschichte müssen natürlich genauer erkundet werden. Deshalb verabredeten sich Peter und ich mit einem lokalen Bootsbesitzer für den Morgen unseres letzten Tages in Sangkhlaburi für einen Bootsausflug auf dem Stausee. Um 06:30 Uhr morgens startete unsere kleine zweistündige Bootstour für 300 Baht pro Person und diese war wirklich sagenhaft, wunderschön und jeden Baht wert. Wir sahen riesige Vogelschwärme im Zentimeterabstand über die Wasseroberfläche segeln. Silberreiher, große Greifvögel und weitere mir unbekannte Vögel mit einem Federkleid in sattem Türkisblau konnten wir auch erspähen. Da unsere Bootstour früh am Morgen stattfand, bekamen wir natürlich auch einen fantastischen Sonnenaufgang geboten. Wir konnten die Ruinen der alten Gebäude vom Wasser aus bestaunen und die abgestorbenen Baumstämme ehemaliger Wälder. Unsere Bootstour führte uns auch auf eine kleine Insel zu einem Buddhatempel, der nur per Boot erreichbar war. Dort konnten wir für 20 Baht Orchideen und Räucherstäbchen kaufen und in dem Buddhatempel auf der Insel opfern. Abschließend hielten wir noch bei dem meist überschwemmten alten Mon-Tempel und besichtigten diesen. Dieser Bootsausflug war wirklich ein wunderschönes Erlebnis, dass noch durch die übermäßige Freude des Bootsbesitzers über sein verdientes Geld gesteigert wurde. Es finden nicht viele Touristen den Weg nach Sangkhlaburi und es ist nicht wirklich einfach für einen Bootsbesitzer eine Bootstour zu verkaufen.

Ein kleiner Vogelschwarm segelt über die Wasseroberfläche.

Ein kleiner Vogelschwarm segelt über die Wasseroberfläche.

Silberreiher auf einem abgestorbenen Baumstumpf

Silberreiher auf einem abgestorbenen Baumstumpf

Zahlreiche Greifvögel saßen auf einem Baum am Stausee ...

Zahlreiche Greifvögel saßen auf einem Baum am Stausee …

... oder segelten durch die Lüfte.

… oder segelten durch die Lüfte.

Das Farbenspiel von Mutter Natur ist nicht zu übertreffen.

Das Farbenspiel von Mutter Natur ist nicht zu übertreffen.

Der wunderschöne Sonnenaufgang ...

Der wunderschöne Sonnenaufgang …

... bildete eine spektakuläre Kulisse für unseren Bootsausflug.

… bildete eine spektakuläre Kulisse für unseren Bootsausflug.

Versunkener Tempel

Versunkener Tempel

Buddhatempel auf kleiner Insel im Stausee

Buddhatempel auf kleiner Insel im Stausee

Die Natur ergreift bereits Besitz von dem Tempel.

Die Natur ergreift bereits Besitz von dem Tempel.

Buddhastatue mit Opfergaben

Buddhastatue mit Opfergaben

Alter Mon-Tempel

Alter Mon-Tempel

Die versunkenen Gebäude sind ein unwirklicher und wunderschöner Anblick.

Die versunkenen Gebäude sind ein unwirklicher und wunderschöner Anblick.

Zurück in der Realität

Boote unserer Komodotour

Boote unserer Komodotour

Ich habe heute einen Artikel im Spiegel Online gelesen, der mich wirklich sehr schockiert hat und mich zurück in der Realität hat ankommen lassen. In dem besagten Artikel http://www.spiegel.de/panorama/schiffbruch-vor-indonesien-untergang-der-versace-amara-a-996911.html ging es um ein Schiffsunglück bei einer Komodotour, welche ich selber auch erst vor wenigen Wochen gemacht habe. Es war jedoch nicht nur der Artikel, den ich schockierend fand, sondern auch die Kommentare, welche ich unter dem Artikel vorfinden musste. Denn laut den Foristen ist man offensichtlich selber schuld, wenn man in einem Land wie Indonesien drauf geht. Das gehört anscheinend zu einem Abenteuerurlaub dazu. Es gibt tatsächlich Menschen, die damit rechnen, dass sie absaufen, wenn sie in ein Boot steigen. Ich gehöre eher zu der anderen Sorte Menschen, die nicht damit rechnen, dass ein Boot untergeht. Viele der Foristen waren der Meinung, dass man bei einer Tour zu dem in dem Artikel genannten Preis keine Sicherheitsstandards erwarten kann. Auch wenn der Preis der Bootstour günstig war, so war er doch entsprechend dem Preisniveau, das sonst in Indonesien vorherrscht. Ein Mittagessen für 2 Personen kostet dort nun mal nur 2-3 Euro. Ich habe diese Bootstour gemacht, in der Annahme, dass sich alles Notwendige für meine Sicherheit im Falle eines Notfalls an Board befindet. Wenn wir uns ein Moped ausgeliehen haben, dann sind wir auch nie ohne Helm, sehr langsam und vorsichtig gefahren, und es haben sich auch nie mehr als 2 Personen auf dem Moped befunden. Unser Ausflug auf den Rinjani war zwar schon ziemlich leichtsinnig, da diese Bergtour sehr steil und anspruchsvoll ist. Nachdem wir aber gemerkt haben, dass es kräftemäßig nicht mehr geht, haben wir diese Tour verkürzt. Es gab viele andere Touristen, die das nicht so gehandhabt haben. Wir haben also trotz Abenteuerurlaub auf unsere Sicherheit geachtet, dachte ich zumindest. Denn dieser Artikel hat mich eines Besseren belehrt. Obwohl ich stark bezweifle, dass selbst wenn ich versucht hätte, einen teureren Komodotrip zu erwerben, dort mehr für meine Sicherheit gesorgt gewesen wäre, wie von vielen Foristen in den Kommentaren angemerkt wurde. Da man also in Indonesien als Tourist nur wie ein Geldautomat behandelt wird, die Einheimischen sich dort einen Dreck um ihre wunderschöne Natur scheren und das Leben eines Menschen dort anscheinend nichts wert ist, kann ich nur jedem interessierten Leser, dem sein Leben lieb und teuer ist, raten, sich genau zu überlegen, ob das Reiseziel wirklich Indonesien sein soll. Macht beispielsweise lieber Urlaub in Malaysia. Ein Mittagessen kostet in Malaysia auch nicht mehr als Indonesien. Hier habe ich sehr selten mehr als 2 Fahrer auf einem Motorrad gesehen und die allermeisten Fahrer tragen Helm. Bei unserer Überfahrt zu den Perhentian Inseln, zum Bako Nationalpark und auch bei unserer Schnorcheltour wurde jedem Fahrgast eine Schwimmweste angeboten. In jedem Laden gibt es Preisschilder, welche einem stundenlanges Herumhandeln wie in Indonesien ersparen. In Malaysia gab es weder Visagebühren noch Flughafensteuer wie in Indonesien. Man wird auf der Straße freundlich gegrüßt. In Indonesien wurde man nur alle 5 Meter gefragt, ob man einen Motorroller leihen möchte oder etwas kaufen möchte. Und in Malaysia gibt es im Gegensatz zu Indonesien viele Mülleimer, in die sowohl Einheimische wie auch Touristen ihren Müll entsorgen. Laut des Besitzers unseres Home Stays in Kota Bharu gibt es in Kuala Lumpur auch ein Freiwilligenprojekt, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, nach der Hauptsaison den Müll der Touristen auf den Perhentian Inseln zu entsorgen. In Malaysia ist zwar genau so wenig wie in Deutschland oder Indonesien alles Gold, was glänzt, aber es scheint hier doch weitaus sicherer zu sein als Indonesien. Man muss hier auch beispielsweise beim Gehen aufpassen, denn es gibt hier viele Löcher im Asphalt oder es ragen auch mal Eisenstangen aus dem Boden.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass dieser Blog von mir wahrscheinlich vielen renitenten Indonesien-Fans, zu denen ich auch einige der Foristen des Artikels zähle, gehörig gegen den Strich gehen wird, aber mir braucht keiner zu erzählen, dass die armen Indonesier nichts dafür können. Der Geschäftsinhaber der Touragentur ist mit Sicherheit kein armer Mann und finanziell dazu in der Lage, sowohl für die Sicherheit seiner Crews als auch für die der Bootspasagiere zu sorgen. Ein Funkgerät kostet nun wirklich nicht die Welt. Außerdem kann jeder der nur will und bereit ist hart zu arbeiten, sich in jedem Land dieser Welt Bildung aneignen und hocharbeiten, etwas aus sich machen und etwas an die Gesellschaft und sein Land zurückgeben.

Das Meer war bei unserem Ausflug Gott sei Dank ruhig.

Das Meer war bei unserem Ausflug Gott sei Dank ruhig.

Nach dem Lesen des Artikels war ich sehr erleichtert, dass bei uns alles gut gegangen ist, denn die Boote schauen alles andere als gut aus.

Nach dem Lesen des Artikels war ich sehr erleichtert, dass bei uns alles gut gegangen ist, denn die Boote schauen alles andere als gut aus.

Die Wildtierführer im Komodo-Nationalpark in Indonesien haben vorab nur die Kameragebühr kassiert.

Die Wildtierführer im Komodo-Nationalpark in Indonesien haben vorab nur die Kameragebühr kassiert.

Man bekommt bei jeder Bootsfahrt in Malaysia eine Schwimmweste angeboten.

Man bekommt bei jeder Bootsfahrt in Malaysia eine Schwimmweste angeboten.

Bei den Wildtierführern im Semengoh Wildlife Center in Malaysia gab es vorab eine Sicherheitseinführung.

Bei den Wildtierführern im Semengoh Wildlife Center in Malaysia gab es vorab eine Sicherheitseinführung.