Zurück zur Natur

In Kuching dreht sich alles um Orang-Utans

In Kuching dreht sich alles um Orang-Utans

Nachdem wir uns in Kuala Lumpur nun 7 Tage lang Shopping Malls, Hochhäuser, Banken, Hotels, Wahrzeichen, Moscheen, Hindu-Tempel, Kirchen, öffentliche Plätze, Springbrunnen, Märkte, Smog, Verkehrsinfarkte, Ratten, gigantische Kakerlaken und den Dreck in überteuerten Hotels angeschaut haben, war es für uns höchste Zeit die Schönheit der Natur in Malaysia zu erkunden und zurück zur Natur zu kehren. Die Strände und Wildtiere in Indonesien waren wirklich umwerfend und definitiv das Schönste an diesem Land, und auch wenn Kuala Lumpur absolut sehenswert war, so waren wir doch noch sehr viel gespannter auf die Wildtiere und Schönheiten der Natur in Malaysia. Vor allem da jede Urlaubsbekanntschaft, die wir bereits während unserer Reise gemacht haben, uns von der Natur dieses Landes vorgeschwärmt hat. Also haben wir uns in Kuala Lumpur einen Flug nach Kuching auf Borneo gebucht, und dort haben wir in ein nettes kleines Homestay eingecheckt. Kuching ist zwar auch eine größere Stadt, die nicht wirklich für ihre schönen Strände bekannt ist, aber dafür ist Kuching von zahlreichen Nationalparks umgeben. Gestern haben wir das Semenggoh Wildlife Center besucht, das die Heimat von ungefähr 27 halbwilden Orang-Utans sowie zahlreichen weiteren Tierarten ist. Wir sind dort einfach mit einem öffentlichen Bus hingefahren. Das Busticket kostete noch nicht mal 1 Euro. Und wir hatten wirklich unfassbar großes Glück, denn obwohl Fruchtsaison ist, und die Orang-Utans zu dieser Zeit äußerst selten zu den Fütterungszeiten an den Futterstellen auftauchen, konnten wir aus unmittelbarer Nähe drei halbwilde Orang-Utans beobachten. Es war einfach phantastisch diese Tiere so nah in freier Natur beobachten zu können, ohne das sich eine Glasscheibe zwischen dem Besucher und dem Tier befindet. Die Tiere im Semenggoh Wildlife Center leben frei in einem 740 Hektar großen Waldstück. Sie werden dort zu Forschungszwecken beobachtet und es wird versucht, diese wieder auszuwildern, da die meisten aus schlechten Haltungsbedingungen gerettet wurden. Teilweise wurden die Orang-Utans aber auch in dem Center geboren. Da sich die Affen dort frei bewegen dürfen, kann es also passieren, dass keine Orang-Utans zu den Fütterungszeiten auftauchen. Es wird absolut kein Druck auf diese ausgeübt. Wir haben den ganzen Tag in dem Wildlife Center verbracht, und am Morgen hatten wir das Glück, welche zu sehen. Am Nachmittag dagegen sind keine aufgetaucht, deshalb hatten die Besucher des Centers, die nur zur Fütterung am Nachmittag kamen, schlichtweg einfach Pech gehabt. Es ist eine sehr beeindruckende Einrichtung, da alle Besucher vorab eingewissen werden, dass sie sich respektvoll den Tieren gegenüber verhalten sollen und leise sein sollen, da dies die Heimat der Tiere ist, und dem Besucher lediglich gestattet wird, diese zu sehen. In diesem Center wird der natürliche Lebensraum der Orang-Utans geschützt und die Affen dürfen dort in Freiheit leben. Das ist eine sehr gute Sache, zumal einem als Besucher die Möglichkeit gegeben wird, etwas über diese bedrohten Tiere zu lernen und diese zu beobachten. Der Besuch des Semenggoh Wildlife Center war ein absolutes Highlight unserer Reise.

Geschützter Lebensraum für die Orang-Utans

Geschützter Lebensraum für die Orang-Utans

Die Ähnlichkeit ist frappierend

Die Ähnlichkeit ist frappierend

Fütterungszeit

Fütterungszeit

Es scheint zu schmecken

Es scheint zu schmecken

Man sollte niemals vergessen, dass es sich um wilde Tiere handelt

Man sollte niemals vergessen, dass es sich um wilde Tiere handelt

Es gab auch noch andere Tiere in dem Nationalpark

Es gab auch noch andere Tiere in dem Nationalpark