Don’t visit Sydney

Sydney

Sydney

Wenn man sich in Australien auf der anderen Seite der Erdkugel befindet, dann muss man definitiv die Chance ergreifen und sich Sydney ansehen. Durch Australien zu reisen, ohne Sydney zu besichtigen, ist wie Kambodscha zu bereisen, ohne in Angkor Wat mit tausenden von Touristen den Sonnenaufgang zu fotographieren, Paris zu besichtigen, ohne den Eifelturm erklommen zu haben, Pisa zu bereisen, ohne sich gegen den schiefen Turm gelehnt zu haben, London zu besichtigen, ohne Versuch die Tower-Wachen zum Lächeln zu bringen, New York zu besuchen, ohne am Times Square die bunten Lichter zu bestaunen oder mit der Fähre nach Staten Island vorbei an der Freiheitsstatue zu fahren und so weiter. Diese Liste liese sich noch sehr viel weiter fortführen, der springende Punkt jedoch ist, dass man sich in Australien unbedingt das Sydney Opera House, die Sydney Harbour Bridge sowie den Bondi Beach anschauen muss.

Die olympischen Anlagen in Sydney haben wir uns angeschaut ...

Die olympischen Anlagen in Sydney haben wir uns angeschaut …

... und natürlich die Sydney Harbour Bridge.

… und natürlich die Sydney Harbour Bridge.

Der Ausblick von der Brücke war grandios.

Der Ausblick von der Brücke war grandios.

Das Sydney Opera House durfte natürlich auf der Besichtigungstour auch nicht fehlen.

Das Sydney Opera House durfte natürlich auf der Besichtigungstour auch nicht fehlen.

Das Gebäude ist aus nächster Nähe betrachtet gefliest.

Das Gebäude ist aus nächster Nähe betrachtet gefliest.

Während unserer Reise durch Asien erfuhren wir bereits von einigen Australiern, die wir unterwegs kennengelernt hatten, dass sich die Bewohner Sydneys und die Bewohner des restlichen australischen Kontinents nicht wirklich gut leiden können. Deshalb war es auch nicht weiter verwunderlich, dass uns einige Australier, welche wir auf unserem Trip entlang der Ostküste kennenlernten und denen wir von unseren Reiseplänen erzählten, uns von einem Besuch Sydneys abraten wollten. Die Bewohner Sydneys wären allesamt Yuppies, Snobs und Langweiler. Die Gebäude in Sydney zu benennen hätte vermutlich einen Nachmittag gedauert. Es wurden Beispiele wie das Sydney Opera House und die Sydney Harbour Bridge angeführt. Ein Opernhaus, dass in Sydney steht, lasst es uns Sydney Opera House nennen. Die Brücke im Hafen von Sydney heisst dann logischerweise Sydney Harbour Bridge. Die Beispiele der sagenhaften Kreativität der Australier wurden zwar dann noch auf den gesamten Kontinent ausgeweitet, wie auf die Great Sandy Desert, welche ihren Namen daher hat, dass diese Wüste eine große Sandwüste ist, oder das Great Barrier Reef, welches seinen Namen ebenfalls seiner Größe zu verdanken hat, jedoch die Bewohner Sydneys sind trotzdem laut ihren australischen Landsleuten die größten Langweiler und Yuppies. Sie haben die besseren Jobs, wohnen in kleinen überteuerten Wohnungen in der Stadt und meiden die raue Natur des restlichen Landes.

Der Bondi Beach ...

Der Bondi Beach …

... ist nicht nur bei Surfern beliebt ...

… ist nicht nur bei Surfern beliebt …

... sondern scheinbar auch bei Schlittschuhläufern.

… sondern scheinbar auch bei Schlittschuhläufern.

Wir wollten aber glücklicherweise nicht nach Sydney, um Freundschaften dort zu schliessen, sondern um uns die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Auch wenn die Sehenswürdigkeiten Sydneys langweilige Namen haben, sehenswert ist die Stadt definitiv und diesen Punkt konnte kein Australier bestreiten. Und nach einem Besuch dieser Stadt kann ich nur sagen, von mir wird garantiert niemals jemand hören: Don’t visit Sydney. Don’t go there.

Sydney bei Nacht darf man natürlich auch nicht verpassen.

Sydney bei Nacht darf man natürlich auch nicht verpassen.

Das Opernhaus ist ebenso ...

Das Opernhaus ist ebenso …

... wie die Hafenbrücke wunderschön beleuchtet.

… wie die Hafenbrücke wunderschön beleuchtet.