Mediale Verzerrung der Wirklichkeit

Weihnachtlicher Trubel in Bangkok

Weihnachtlicher Trubel in Bangkok

Wir sind nun schon seit 2 Wochen in Thailand. Thailand ist eigentlich ein wunderschönes Land. Es bietet wunderschöne abgelegene Strände, unberührten Dschungel, eine große Artenvielfalt an Tieren, interessante Märkte, geile Parties und typisches Großstadtleben. Dies ist zumindest der Eindruck, den Hollywood mir persönlich vermittelt hat. Dieses Bild haben anscheinend aber auch etliche andere Touristen dieses Landes vor Augen, die ihren Urlaub hier geplant haben. Wunderschöne Strände gibt es zweifellos in diesem Land, aber nahezu unberührte Strände wie in dem Film ‘The Beach’ sind entweder bereits zu Touristenattraktionen verkommen oder unbezahlbar. Unter Bangkok hatte ich mir eine Metropole wie New York vorgestellt. Ich stelle mir immer New York vor, wenn ich eine Großstadt besuche. Kuala Lumpur in Malaysia ist auf einem guten Weg eine derartige Großstadt zu werden. Bangkok würde ich dagegen eher mit München vergleichen. Die Stadt ist natürlich wesentlich verdreckter als München, hat weitaus mehr Einwohner als München und wesentlich mehr Stadtbezirke. Dagegen ist das öffentliche Verkehrsnetz in München eindeutig besser ausgebaut. Es gibt jedoch ähnlich wenige Hochhäuser wie in München und die Ausbreitung der Stadt verläuft eher flächenmäßig wie in München. Eventuell hätte ich beim Film ‘Hangover in Bangkok’ mehr auf die Umgebung als auf die ziemlich vorhersehbare Story achten sollen, dann hätte ich besser vergleichen können, ob Hollywood mir wenigstens mit diesem Film ein realistischeres Bild hätte liefern können. Nachdem also meine Vorstellungen doch eklatant von der Wirklichkeit abweichen und bei mir anscheinend eine leichte mediale Verzerrung der Wirklichkeit vorliegt, bin ich nun um so mehr gespannt, wie sich unser weiterer Aufenthalt im angeblich weniger touristischen Norden Thailands entwickelt, den wir in den nächsten Tagen besuchen möchten.

Unsere bisherige Asienreise hat mich definitiv schon viel gelehrt. Reisen ist nicht immer so aufregend und exotisch wie in vielen Reiseblogs beschrieben. Es ist beispielsweise sehr zeitaufwendig sich ständig über diverse Bewertungsportale im Internet eine Unterkunft zu suchen. Das Ergebnis der Suche kann dann ebenso maßlos enttäuschend wie auch positiv überraschend sein. Es ist auch meistens sehr erschöpfend von einem Ort zum nächsten Ort zu reisen und das oftmals unabhängig vom gewählten Transportmittel, denn auch dafür muss man permament das Internet oder Reiseführer durchforsten. Oftmals ist der Transport selber dann auch meistens weniger abenteuerlich oder witzig, wie oftmals in vielen Reiseblogs beschrieben, sondern eher anstrengend und mit vielen Mißverständnissen behaftet. Grenzübergänge in asiatischen Ländern sind bisweilen teilweise auch sehr dubios. Die Verständigung mit den Einheimischen ist manchmal auch sehr schleppend, da diese vor allem in Thailand dann doch öfter als gedacht mit lediglich zwei bis vier englischen Wörtern auskommen muß. Die bekannsten englischen Aussagen von Thailändern werden hier sogar auf billig produzierten T-Shirts verkauft: „Same same, but different“ und „No have“. Lediglich die Nahrungssuche gestaltet sich in Asien mehr als einfach, denn Essen gibt es hier wirklich an jeder Ecke und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Letztendlich ist reisen wie das Leben auch, so wie Liebe nicht immer romatisch ist, so wie nicht immer alle glücklich lebten bis an ihr Ende und so wie nicht immer alles läuft, wie man sich das vorgestellt hat. Trotzdem ist reisen sehr viel besser, abwechslungsreicher und aufregender als sich in Deutschland über das schlechte Wetter, die Politiker und ihre gebrochenen Solidaritätszuschlagsversprechen, die dreisten Banken, die schamlosen Versicherungsgesellschaften, die miserable Wohnungssituation in den Großstädten, die Strom- und Benzinpreise oder die Beschäftigungsverhältnisse in deutschen Unternehmen aufzuregen.

Wunderschöne Strände mit Strandbars für die Touristen

Wunderschöne Strände mit Strandbars für die Touristen

Urzeitechse frisst sich durch den Müll am Fluß Chao Phraya in Bangkok

Urzeitechse frisst sich durch den Müll am Fluß Chao Phraya in Bangkok

Viele Gebäude in Bangkok sind nicht wirklich hoch, ...

Viele Gebäude in Bangkok sind nicht wirklich hoch, …

... aber es gibt auch einige Hochhäuser.

… aber es gibt auch einige Hochhäuser.

Kein Weg ist lang mit einem Freund an der Seite.

Mmmmmh ...

Mmmmmh …

Kein Weg ist lang mit einem Freund an der Seite. Deshalb sind Freunde und Familie auch das Wichtigste im Leben. So sehr ich diese Asienreise mit meinem Freund auch genieße. So sehr ich es liebe im warmen Meer zu baden und die Unterwasserwelt beim Schnorcheln zu erkunden. So sehr ich es auch genieße am Strand meine Füße im Sand einzubuddeln, meinen Blick in die endlose Ferne zwischen Meer und Horizont schweifen zu lassen und mir einen wunderschönen Sonnenuntergang vor einer derartigen Kulisse anzuschauen. So sehr mich die wunderschöne Landschaft in Asien mit ihren Dschungeln, den Bergen, den Wasserfällen, den Höhlen und den zahllosen Inseln fasziniert. So sehr mich die außergewöhnliche Tierwelt in Asien wie die zahlreichen Affenarten, die Büffel, die verschiedenen Gekkos und all die anderen Tierarten immer wieder auf’s Neue beeindrucken und erfreuen. So sehr mich die andersartige Lebensweise und die Kulturen der Einheimischen auch faszinieren. So sehr mich die Lebensgeschichten und Reiseberichte unserer Reisebekanntschaften auch interessieren und fesseln. So sehr mich die köstliche asiatische Küche auch überrascht. So sehr ich die arbeitsfreie Zeit genieße, die mir die Freiheit gibt, mir Gedanken über das Leben und mich selbst zu machen. So sehr mir die Liebe und Fürsorge meines Freundes auch ein Lächeln ins Gesicht zaubert. So sehr vermisse ich auch meine Familie und meine Freunde. So sehr mache ich mir auch Sorgen, dass es allen meinen Lieben gesundheitlich gut geht, dass sie wohlauf und glücklich sind. So sehr genieße ich es nun mit einem Teil meines Freundeskreises eine kleine Auszeit von der Asienreise in einem Resort zu nehmen und mit ihnen am Strand zu relaxen, mit ihnen im Pool zu planschen, mit ihren Kindern im Sand zu buddeln, mit ihnen über Wichtiges und Unwichtiges zu reden und mit ihnen abends in Erinnerungen zu schwelgen. So sehr wünsche ich mir, dass meine Familie und meine Freunde daheim gut auf sich aufpassen, damit ich sie in einigen Monaten wieder alle unbeschadet in die Arme schließen kann. Ihr fehlt uns. Passt bitte gut auf euch auf. Tausend dicke Bussis von Peter und mir aus Thailand.

Immer wieder beeindruckend ist die Tierwelt Asiens.

Immer wieder beeindruckend ist die Tierwelt Asiens.

Die landschaftliche Vielfalt Asiens ist einfach atemberaubend.

Die landschaftliche Vielfalt Asiens ist einfach atemberaubend.

Thailändisches Curry mit Kokosnusssoße - Einfach unbeschreiblich lecker

Thailändisches Curry mit Kokosnusssoße – Einfach unbeschreiblich lecker

Planschen mit Freunden im Meer - Einfach unbezahlbar

Planschen mit Freunden im Meer – Einfach unbezahlbar

Relaxen mit Freunden im Pool - Ebenfalls unbezahlbar

Relaxen mit Freunden im Pool – Ebenfalls unbezahlbar

Talk to the hand

Talk to the hand

Leider verloren

Alle sind wohlbehalten auf Koh Samui eingetroffen. :-)

Alle sind wohlbehalten auf Koh Samui eingetroffen. 🙂

Mein Freund und ich befinden uns nun schon seit über 2 Monaten auf einer Asienreise. Wie man unseren Blogs entnehmen kann, waren wir bereits in Indonesien und Malaysia. Nun hat uns unsere Reise nach Thailand verschlagen, weil wir uns hier mit sehr guten, langjährigen und lieben Freunden verabredet haben. Eine Reise quer durch Asien beinhaltet natürlich den häufigen Wechsel von Übernachtungsquatieren und Transportmitteln. Wir sind stets bemüht, sehr gut auf unser Gepäck zu achten. Niemals vertrauen wir unser Gepäck Reisebekanntschaften oder Einheimischen zur Obhut an, obwohl wir dies schon mehrfach für andere gemacht haben. Jedes Mal, wenn wir aus einer Unterkunft auschecken, überprüfen wir, ob wir auch wieder alles eingepackt haben. Jedes Mal, wenn wir ein Transportmittel wie Bus, Bahn, Flugzeug oder Fähre benutzen, schauen wir, dass unser Gepäck ordentlich verstaut oder getaggt wurde. Danach stehen wir wieder geduldig bereit, um es bei Beendigung des Transports in Empfang zu nehmen. In Indonesien beispielsweise hatten wir eine Taxifahrt zur Fähre gebucht. Wir wurden natürlich, wie es in Indonesien üblich ist, bereits vorher bei einem Tourist Office abgesetzt, da man uns eine teure Fahrt mit dem Fastboat andrehen wollte. Das Taxi ist noch nicht mal richtig gestanden, da hatten die Angestellten des Tourist Offices schon unsere Rucksäcke aus dem Kofferraum des Taxis gezerrt und in das Tourist Office getragen. Wir haben dann erstmal den Taxifahrer stehen lassen und sind blitzschnell hinter unseren Rucksäcken hergerannt, um diese wieder aus dem Tourist Office herauszutragen. Wir waren stinksauer, und mit einem Ticket für das Fastboat haben sie uns dann schon gleich dreimal nicht mehr kommen brauchen. Bei unserem Gepäck verstehen wir hier keinen Spaß, denn man kann schließlich gerade in einem fremden Land nicht vorsichtig genug sein. Trotzdem sind uns durch Übermüdung und Schusseligkeit schon einige Dinge abhanden gekommen. Gerade wenn man über Nacht von einem Ort zum nächsten Ort weiterreist, muss man sehr gut aufpassen. Nach einer ungemütlichen Nacht im Bus und wenn, wie es eigentlich immer der Fall ist, der genaue Ablauf des Transports nicht wirklich gut beschrieben ist, kann es leicht zu Mißverständnissen und Irritationen kommen, ob der Zielort schon erreicht ist oder ob ein Stop nur eine kurze Pause ist. Wir haben auch bereits festgestellt, dass wir beispielsweise nach einer Nachtfahrt mit einem Bus immer sehr anfällig dafür sind, auf den Lautesten und damit auch immer auf den teuersten Anbieter für eine Weiterreise zum Endziel reinzufallen. Denn merke, derjenige, der am lautesten schreit und versucht, die Reisenden vor allen anderen abzufangen, ist mit Sicherheit nicht der billigste Anbieter. Ich habe auf alle Fälle bereits meine Sonnenbrille und meinen weißen Strohhut verloren. Unsere gute Nagelschere hatten wir bei einem Flug in dem Rucksack, der für das Handgepäck vorgesehen war. Diese mussten wir dann bei der Kontrolle des Handgepäcks abgeben. Dies waren jedoch Gott sei Dank alles nur Kleinigkeiten. Bei unserer Nachtfahrt mit dem Bus von Penang in Malaysia nach Thailand haben wir ein sehr nettes ukrainisches Pärchen kennengelernt, welches einen Visarun von Thailand nach Malaysia und wieder zurück unternommen hat. Als wir schließlich an der Fährstation in Thailand angekommen sind, waren auf einmal deren Rucksäcke mit den Reisepässen und Kreditkarten noch im Bus, aber der Bus war bereits wieder weg. Ich weiß leider nicht, wie die Geschichte ausgegangen ist, denn wir sind dann auf unterschiedliche Inseln in Thailand weitergereist, aber ich hoffe inständig für die beiden, dass sie ihre Rucksäcke wieder bekommen haben und das diese nicht für immer leider verloren waren. Es gibt nicht wirklich sehr viele schlimmere Sachen, die einem auf einer Reise durch Asien passieren können, als dass das Gepäck mit den Reisepässen plötzlich verschwunden ist. Es gibt zwar noch einige sehr schreckliche Dinge, die ich weder hier aufzählen möchte noch mir auch nur ansatzweise Gedanken darüber machen möchte, die noch schlimmer wären, aber dann kommt auch schon das verlorene oder anderweitig abhandene Gepäck. Um so mehr freue ich mich nun, dass unsere Freunde aus München auch wohlbehalten auf Koh Samui eingetroffen sind, und sogar am Abend dann noch der beim Flug ebenfalls abhanden gekommene Koffer. Es ist sehr schön, wenn man nach einer zweimonatigen Reise mal wieder vertraute Gesichter sieht, und dann wenigstens diese doch noch innerhalb kürzester Zeit ihr Gepäck wieder bekommen.

Anstrengende Reise von Malaysia nach Thailand mit den unterschiedlichsten Bussen

Anstrengende Reise von Malaysia nach Thailand mit den unterschiedlichsten Bussen

Weiterreise nach Thailand in einem Bus mit Stehplätzen

Weiterreise nach Thailand in einem Bus mit Stehplätzen

Totale Erschöpfung nach der Ankunft in Thailand auf der Fähre

Totale Erschöpfung nach der Ankunft in Thailand auf der Fähre

Wunderschöner Sonnenaufgang auf der Fähre nach Koh Samui

Wunderschöner Sonnenaufgang auf der Fähre nach Koh Samui

Trotzdem war die Reise nach Thailand sehr anstrengend.

Trotzdem war die Reise nach Thailand sehr anstrengend.

Wirtschaftskurs für Dummies

Meine neue billige, gefakte Plastikbrille

Meine neue billige, gefakte Plastikbrille

Marktwirtschaft verstehe wer will. Mir wird sich dieses Thema wohl niemals erschließen. Ich habe vor 3 Wochen meine Sonnenbrille auf den Perhentian Inseln in Malaysia verloren. Es hat mich sehr verärgert, da ich diese Sonnenbrille extra noch in Deutschland gekauft hatte. Ich wollte sicher gehen, dass es sich um eine geprüfte Sonnenbrille mit CE-Siegel und dem richtigen UV-Schutz handelt, und nun war die gute Sonnenbrille verschwunden. Zunächst haben wir danach noch eine Woche in Kota Bharu in Malaysia verbracht. Ich wollte mir keine neue Sonnenbrille zulegen, da ich gelesen hatte, dass es schädlicher für die Augen ist, wenn man eine schlechte Sonnenbrille trägt, als wenn man gar keine Sonnenbrille trägt. Doch danach auf Langkawi in Malaysia musste ich mir eingestehen, dass eine Sonnenbrille wirklich nicht schlecht wäre. Also habe ich angefangen zu recherchieren, wie man eine gute Sonnenbrille erkennt. Man kann den UV-Schutz einer Sonnenbrille entweder beim Optiker oder mittels eines UV-Stifts testen. Ein UV-Stift war jedoch auf Langkawi nicht aufzutreiben.

Duty Free Shop in Langkawi

Duty Free Shop in Langkawi

Sonnenbrillen werden auf Langkawi in allen Preiskategorien verkauft. Es gibt sowohl Markenbrillen als auch deren Kopien hier zu kaufen. Also ließ ich mich in mehreren Geschäften beraten und ich habe Erstaunliches herausgefunden. UV-Schutz in Sonnenbrillen ist mittlerweile ein weltweiter Standard. Entspiegelte Brillen bieten schonmal einen erhöhten UV-Schutz. Der entscheidene Preisunterschied bei Sonnenbrillen entsteht durch die Verwendung verschiedener Materialien. Es gibt einfache und billige Plastikbrillen. Es gibt Sonnenbrillen, welche Plastikgläser haben und ein Metallgestell. Dann gibt es auch noch Sonnenbrillen, welche richtige Gläser mit einem Metallgestell haben. Diese sind dann robuster als die Plastikbrillen. Meine beim deutschen Optiker gekaufte teure Sonnenbrille war eine Plastikbrille mit Metallgestell.

Es gibt verschiedene Tests für eine Sonnenbrille bezüglich des Schliffs. Wenn man in die Ferne schaut, dann muß man immer noch alles scharf sehen können. Gerade Linien dürfen sich beim Blick durch die Brille nicht wölben. Mit diesen Tests kann man jedoch leider nicht feststellen, ob eine Sonnenbrille über einen guten UV-Schutz verfügt. Also sind mein Freund und ich zum Optiker gegangen, um uns zu erkundigen, ob man hier den UV-Schutz einer Sonnenbrille messen lassen kann. Dies war kein Problem. Also haben wir die Sonnenbrille von meinem Freund testen lassen, welche dieser sich zeitgleich mit mir in gleicher Qualität bei demselben Optikfachgeschäft gekauft hatte. Der UV-Schutz war erwartungsgemäß sehr gut, jedoch lag er nicht bei 100 Prozent. Dann sind wir in ein Geschäft in Langkawi gegangen und haben eine billige, gefälschte Plastikbrille für 5 Euro für mich gekauft, also zu einem Zehntel des Preises, den wir für unsere Brillen vom Optikfachgeschäft in Deutschland bezahlt hatten. Wir haben auch den UV-Schutz dieser Sonnenbrille testen lassen, und dieser liegt bei 100%. An diesem Punkt habe ich einmal mehr realisiert, welche Ängste bezüglich Gesundheit, Jobsicherheit und Altersvorsorge bewusst in Deutschland geschürt werden. Es muss nicht immer das teuere Produkt vom Fachgeschäft sein. Deutsche Qualitätsware bietet auch nicht immer die Sicherheit, die es verspricht. Mit Ängsten lässt sich allerdings gut Geld machen.

Digital Mall in Penang

Digital Mall in Penang

Nachdem ich also eine neue Sonnenbrille hatte, schwebte mir noch der Kauf einer Unterwasserkamera vor, damit ich auch Bilder vom Schnorcheln auf meinem Blog posten kann. Zuerst haben wir uns verschiedene Modelle in verschiedenen Fachgeschäften in Penang angeschaut. Eigentlich war ich der Meinung, dass Elektronik- und Unterhaltungsartikel in asiatischen Ländern weitaus billiger sein müssten als in Deutschland. Schließlich sind in vielen asiatischen Ländern viele Produktionsstätten beheimatet. Trotzdem wollte ich nochmal im Internet in Erfahrung bringen, was gleichwertige Unterwasserkameras in Deutschland kosten. Meine Annahme bezüglich der Preise in Deutschland und Malaysia war jedoch weit gefehlt. Komischerweise sind Unterwasserkameras in Deutschland günstiger. Das erinnerte mich an unsere Shoppingtouren durch große Malls in Amerika. Mal davon abgesehen, dass in Amerika die meisten Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände noch nicht mal ein Fünftel dessen kosten, was sie in Deutschland kosten, so waren dort auch Artikel von deutschen Herstellern wie Adidas und Puma günstiger als in Deutschland. Es ist mir nicht klar, warum viele Artikel wie Kleidung in Deutschland überteuert sind, während andere Artikel wie Lebensmittel und Elektronikartikel günstiger zu haben sind als erwartet. Ist es der Lobbyismus, der diese seltsamen Preisblüten hervorbringt? Mit dieser Frage beende ich den Wirtschaftskurs für Dummies.

Smartphone-Klinik in Penang

Smartphone-Klinik in Penang

Wer nichts Böses tut, hat damit noch nichts Gutes getan (Karl Heinrich Waggerl).

Seestern in der Underwater World

Seestern in der Underwater World

“Wer nichts Böses tut, hat damit noch nichts Gutes getan.” sagte einst Karl Heinrich Waggerl. Dies trifft auf viele Organisationen und auch Menschen zu. Wir haben auf Langkawi in Malaysia die Underwater World sowie den Wildlife Park besucht. In der Underwater World gibt es zahlreiche Aquarien, Terrarien und eine Vogelvoliere. Der Wildlife Park beinhaltet mehrere Vogelvolieren und Tiergehege. Die Besucher dieser Einrichtung können zu Beginn des Besuchs eine Tüte voller Tierfutter erwerben, um die Tiere zu füttern. Es handelt sich dabei eben um typische Touristenattraktionen. Ich brauche wahrscheinlich auch nicht explizit zu betonen, dass diese Tiere großteils in Gefangenschaft gehalten werden. Eine Tatsache, die mir viel zu denken gegeben hat. Grundsätzlich möchte ich während meiner Reise Natur pur erleben, und die Tiere bevorzugt in ihrer natürlichen Umgebung sehen. Trotzdem gehe ich auch immer wieder gerne in solche Einrichtungen. Ich war in Deutschland schon als Kind gerne im Zoo. Auf meiner Reise durch Amerika habe ich in Seaworld bei den Killerwalen Bauklötze gestaunt. Auch unsere Ausflüge in die Underwater World und den Wildlife Park haben mich fasziniert. Ich mag diese Einrichtungen, weil ich hier die Möglichkeit habe, etwas über die Tiere zu lernen. Ich hätte auch niemals die Chance, alle diese Tiere jemals in freier Wildbahn zu sehen zu bekommen. Das ist wahrscheinlich auch gut so, denn wir müssen mit Massentourismus nicht auch noch die letzten wilden Flecken dieser Erde zerstören, nur weil es moralisch und ethnisch besser erscheinen mag als Tiere in Gefangenschaft zu halten. Natürlich ist es zweifelhaft, dass Tiere in Käfige gehalten werden, damit wir sie betrachten können oder noch schlimmer, dass Tiere abgerichtet werden für eine Show wie in Seaworld. Es erscheint mir allerdings auch nicht schlimmer, als beispielsweise einen Tauchschein zu machen und die Fische in ihrer natürlichen Umgebung zu stören, oder einen Skikurs zu machen und dabei die Berge zu zerstören. Eventuell müsste man sich dann auch fragen, ob es richtig ist Haustiere zu halten oder Fleisch zu konsumieren. Es gibt kein Argument, dass ich guten Gewissens anbringen kann, um zu rechtfertigen, dass ich gerne in solche Einrichtungen gehe, um mir die Tiere dort anzuschauen und die gesammelten Informationen über die Tiere durchzulesen. Letztendlich habe ich mit den Besuchen dieser Einrichtungen nichts Böses getan, trotzdem habe ich Zweifel, ob der Besuch von Tierparks beispielsweise etwas Gutes ist. Wird in diesen Einrichtungen Tieren geholfen, welche in der freien Natur sowieso keine Überlebenschancen hatten, und man unterstützt diese gute Sache mit seinem Besuch, oder wurden wilde Tiere ihrer Freiheit beraubt?

Ich mache diese Reise, wie ich bereits in anderen Blogbeiträgen erwähnt habe, um mir die wunderschöne Natur dieses Planeten anzuschauen. Ich bin immer wieder begeistert von der Schönheit der Natur und ich versuche diese im Rahmen meiner mir gegebenen Möglichkeiten zu schützen. Reisen ist jedoch ebenso wie der Besuch von Tierparks ein zweiseitiges Schwert. Reisen fördert die Luftverschmutzung durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe. Ich bereise Länder, welche den anfallenden Müll, den Touristen durch den Gebrauch von Plastikflaschen oder Weißblechdosen produzieren, nicht entsorgen können. Der Massentourismus, dessen Teil ich nun bin, bringt seltsame Blüten von sogenannten Touristenattraktionen zutage, wie beispielsweise der Fütterung wilder Seeadler auf Langkawi.

Augenscheinlich tue ich persönlich nichts Böses, aber es bleibt die Frage, ob es gut ist wie ich mein Leben gestalte. Ich versuche mich persönlich weiterzubilden und meinen Horizont zu erweitern, indem ich reise und die Erde erkunde, aber ich schade dabei der Umwelt. Aber selbst wenn ich nicht reisen würde, sondern einfach nur jeden Wochentag zur Arbeit fahren würde und verschiedene Freizeitaktivitäten in Deutschland ausüben würde, so würde ich ebenfalls der Umwelt schaden. Wenn ich also meinen ökologischen Fußabdruck betrachte, so scheint es keine erhebliche Rolle zu spielen, in welcher Phase meines Lebens ich mich gerade befinde. Ich tue weder etwas Unrechtes, wenn ich reise noch wenn ich meinen alltäglichen Verpflichtungen während meines beruflichen Alltags nachgehe. Es ist einfach wichtig, auch mal etwas Gutes zu tun.

In der Underwater World gab es auch für mich bis dahin Unbekanntes zu entdecken.

In der Underwater World gab es auch für mich bis dahin Unbekanntes zu entdecken.

Riesige Krabben in der Underwater World

Riesige Krabben in der Underwater World

Qualle in der Underwater World

Qualle in der Underwater World

Seepferdchen in der Underwater World

Seepferdchen in der Underwater World

Fütterung eines Papageis im Wildlife Park

Fütterung eines Papageis im Wildlife Park

Fütterung eines weiteren Papageis im Wildlife Park

Fütterung eines weiteren Papageis im Wildlife Park

Der Papagei wartet geduldig an der Futterlucke.

Der Papagei wartet geduldig an der Futterlucke.

Fütterung der Waschbären im Wildlife Park

Fütterung der Waschbären im Wildlife Park

Fütterung der Wellensittiche im Wildlife Park

Fütterung der Wellensittiche im Wildlife Park

Fütterung der Hirschferkel im Wildlife Park

Fütterung der Hirschferkel im Wildlife Park

Zum Abschluß noch was Lustiges.

Zum Abschluß noch was Lustiges.

Getrieben, rastlos, ruhelos

An manchen Tagen in Kota Bharu waren wir einfach nur beim Essen.

An manchen Tagen in Kota Bharu waren wir einfach nur beim Essen.

Bevor ich meine Reise begonnen habe, habe ich von der Familie, vielen Freunden und Kollegen zu hören bekommen, dass ich immer schöne Bilder und viele Berichte liefern soll. Ich habe zahlreiche Tips bekommen, was ich mir alles anschauen soll. Sie werden meinen Weg dann mittels meines Blogs verfolgen. Eigentlich ist das eine schöne Sache. Ich reise durch die Welt und meine Familie, Freunde und Bekannte lesen meinen Blog. Sie wissen, wie es mir geht, wo ich mich aufhalte und was ich alles erlebe. Nebenbei lernt man auf einer längeren Reise unterwegs natürlich auch unzählige Reisende kennen, die einem erzählen, was sie bereits alles Tolles erlebt haben und wo man unbedingt hin muss. Und so plant man mehr oder weniger spontan seine Reise und lässt sich durch die Welt treiben. Theoretisch. Denn letztendlich reist man von einem Ort zum Nächsten und hat Befürchtungen, dass man das Beste verpasst hat, dass man nicht die schönsten Bilder gemacht hat, dass man nicht das aufregendste Erlebnis mitgenommen hat, dass man nicht das köstlichste Essen gegessen hat oder dass man nicht die interessantesten Menschen kennengelernt hat. Eigentlich ist einem das Dilemma, dass man sich nicht alle schönen Orte in einem Land anschauen kann, bereits durchaus vorher bewusst. Das geht teilweise schon aus finanzieller Sicht nicht und die Zeit für die Reise ist auch begrenzt. Man kann sich einfach nicht alles anschauen, aber es fällt schwer, das zu akzeptieren und man fühlt sich getrieben, rastlos, ruhelos.

Andererseits ist es wie im normalen Alltag auch, es gibt einfach nur Tage, an denen man seine Ruhe haben möchte, an denen man keine neuen Leute kennenlernen möchte, an denen man sich nicht die nächste Höhle, den nächsten Wasserfall, den nächsten abgelegen Strand oder den nächsten Dschungel ansehen möchte. Wenn man aber einige Tage Pause in seiner Reise einlegt und einfach nur mal bis mittags schläft, gibt es wahrscheinlich viele Freunde zu Hause und auch viele andere Reisende, speziell die Reiseprofis, welche schon etliche Jahre ihres Lebens auf Reisen verbracht haben, die nur verächtlich den Kopf schütteln. Wie konnte man die wertvolle Reisezeit nur so unnütz vergeuden. Letztendlich gehöre ich aber auch zu den Menschen, die auch im normalen Alltag gerne mal einen Tag sinnfrei vergeudet haben.

Ich hatte zu Beginn meiner Reise auch die Befürchtung, dass ich mich langweilen könnte, weil ich eigentlich ein Mensch bin, der immer etwas zu tun haben muss. Das mag jetzt widersprüchlich klingen zu meinem vorherigen Satz, aber ich tue auch immer etwas, an Tagen, die ich sinnfrei vergeude. Ich tue dann einfach nur nichts Sinnvolles, was mir lange in Erinnerung bleibt. Die Befürchtung bezüglich der Langweile habe ich nach 2 Monaten Reise schonmal abgelegt. Denn ich habe meine Reise mit einem Haufen Vorsätze begonnen, die ich teilweise noch nicht mal annähernd in Angriff genommen habe. Ich wollte beispielsweise mal versuchen, einen Roman zu schreiben und jeden Tag Sport zu treiben. Und dann gibt es ja schließlich, wie bereits erwähnt, noch die ganzen Must-Have-Seens des bereisten Landes.

Also muss ich nach 2 Monaten des Reisens feststellen, dass Reisen ganz anders läuft, als ich es geplant hatte. Das mit dem Bloggen bekomme ich auch nur bedingt hin, denn ich liefere nicht unbedingt detailgetreue Reiseberichte ab, sondern schreibe einfach nur, wonach mir der Kopf steht. Meine Bilder, die ich dem Blog hinzufüge, sind meistens schief, verwackelt, unscharf oder alles zusammen, falls ich überhaupt Bilder habe. Alle Sehenswürdigkeiten eines Landes schaffe ich, wie bereits mehrfach erwähnt, auch nicht abzuklappern, so dass meine Reiseberichte vielleicht noch interessanter werden würden. Und sich an die Gepflogenheiten fremder Kulturen anzupassen, ist auch nicht immer ganz leicht. Ich hasse es wirklich, ewig über den Preis eines neuen Kleidchen zu verhandeln, aber andererseits will ich mich auch nicht über den Tisch ziehen lassen, also wird verhandelt, als stünde ich kurz vor dem Bankrott. Es gibt also noch viel zu tun und zu lernen.

Aber eigentlich gibt es nur ein wirklich wichtiges Ziel für meine Reise: Ich möchte einige schöne, lustige oder denkwürdige Momente erleben. Ich möchte schöne Erinnerungen für mich schaffen oder zumindest solche, über die ich später einmal lachen oder immer wieder staunen kann. Wie beispielsweise gestern, als wir einfach nur zum Essen gegangen sind, haben wir eine einundhalb Meter große Echse in der Kanalisation rumrennen sehen. Wir mussten gleich an den Mythos des Krokodils in der Kanalisation denken. Fotos gibt es davon natürlich nicht ;-).

Damit wir was zu erzählen haben, sind wir ins Museum gegangen, aber außer Blödsinn, wie Selfies vor dem Spiegel ....

Damit wir was zu erzählen haben, sind wir ins Museum gegangen, aber außer Blödsinn, wie Selfies vor dem Spiegel ….

... oder Herumgepose mit der Riesensäge, ist bei mir nicht viel hängengeblieben. Vielleicht weiß Peter noch mehr zu berichten.

… oder Herumgepose mit der Riesensäge, ist bei mir nicht viel hängengeblieben. Vielleicht weiß Peter noch mehr zu berichten.

Dann waren wir noch in dem Stadtteil für Kunsthandwerk.

Dann waren wir noch in dem Stadtteil für Kunsthandwerk.

Die großen Trommeln haben mir dort am besten gefallen.

Die großen Trommeln haben mir dort am besten gefallen.

Beim Vogelgesangswettbewerb waren wir auch. Ich würde lügen, wenn ich den als spannend bezeichnen würde.

Beim Vogelgesangswettbewerb waren wir auch. Ich würde lügen, wenn ich den als spannend bezeichnen würde.

Und dazwischen gab es immer wieder Essen ...

Und dazwischen gab es immer wieder Essen …