Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen

Manche Erlebnisse stellen dein Leben auf den Kopf

Manche Erlebnisse stellen dein Leben auf den Kopf

Erstmal muss ich hier noch ein „Frohes Weihnachten“ nachreichen, obwohl sich bei mir auch 4 Tage nach Weihnachten immer noch keine winterliche und festliche Stimmung ausgebreitet hat. Das ist aber auch kein Wunder bei den Temperaturen, die tagsüber in den Bergen von Pai in Thailand herrschen.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. In allen Online-Zeitungen und Klatschmagazinen werden nun noch mal die gesamten wichtigen Ereignisse, Todesfälle, Hochzeiten, Geburten und etliches mehr des Jahres 2014 gesammelt und aufgeführt. Auch für mich war und ist das Jahr 2014 ein ganz besonderes Jahr. Denn seit dem 02. September 2014 befinden wir uns auf unserer einjährigen Reise durch Asien und Australien. Und wir haben in diesen ersten vier Monaten soviel erlebt, dass ich es kaum fassen kann. Wir haben so viel gesehen, dass wir niemals gesehen hätten, wenn wir diese Reise nicht gemacht hätten. Wir haben Orang-Utans, Nasenaffen, freche Makaken, Krokodile, träge und flinke Komodowarane, Meeresschildkröten, Haie, kleine Mantarochen und große Echsen in der Kanalisation gesehen. Wir haben wunderschöne Strände gesehen. Wir haben Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge gesehen. Wir sind in Thailand auf Elefanten geritten ohne Sitz. Wir waren auf dem Rinjani in Indonesien mit Trägern in Flip-Flops. Wir sind Tuk-Tuk gefahren in Bangkok. Wir sind mit Fähren, Booten, Bussen, Taxis, Motorrollern und Flugzeugen gereist. Wir haben im Meer, im Pool, in Wasserfällen und in heißen Quellen gebadet. Wir haben sogar eine Seilbahnfahrt gemacht. Wir haben Waschbären, Papageien, Hirschferkel und noch viel mehr Tiere gefüttert. Wir sind 762 Kurven von Chiang Mai nach Pai gefahren. Wir haben uns Tempel und Moscheen angeschaut. Wir haben unzählige Nachtmärkte besucht. Wir waren auch schon in einer Höhle und auf einem Canyon. Wir hatten Sonnenbrand. Wir haben aber auch schon wahnsinnig gefroren. Wir haben langjährige Freunde auf unserer Reise getroffen. Wir haben aber auch viele neue Freundschaften auf unserer Reise geschlossen. Wir haben neue Kulturen kennengelernt. Wir haben die Langhalsfrauen besucht. Wir haben viele neue, ungewohnte und leckere Gerichte gegessen. Und wir haben einen Riesenhaufen Kokosnüsse sowie verschiedenste asiatische Biere getrunken. Wir haben unsere Laptops gespendet. Wir waren bereits in Indonesien, Malaysia, Singapur und Thailand. Es war ein aufregendes und ereignisreiches Jahr. Es war bisher eine wunderschöne Reise.

Meine Wünsche für das kommende Jahr sind, dass unsere Reise weiterhin so gut, sicher aber trotzdem aufregend, spassig und ereignisreich verläuft. Ich freue mich auf 2015, denn es gibt noch eine Menge zu erleben und zu sehen auf diesen fernen Kontinenten. Es wird noch viel mehr Ärger mit Peter, ich und du geben. Vielen Dank, Peter, dass Du mich mitgenommen hast auf diese Reise.

Letzter Sonnenuntergang auf Gili Trawangan für uns

Letzter Sonnenuntergang auf Gili Trawangan für uns

Lethargischer Komodowaran

Lethargischer Komodowaran

Es war der reinste Affenstall

Es war der reinste Affenstall

Traumhaftes Wetter und wunderschöne Strände, ...

Traumhaftes Wetter und wunderschöne Strände, …

... wunderschöne Urwälder ...

… wunderschöne Urwälder …

... und glasklares Wasser machen diesen Ort einfach magisch. (Unterwasserbilder gibt es unter: http://www.mplx.de/Blog)

… und glasklares Wasser machen diesen Ort einfach magisch. (Unterwasserbilder gibt es unter: http://www.mplx.de/Blog)

Fütterung der Hirschferkel im Wildlife Park

Fütterung der Hirschferkel im Wildlife Park

Weiterreise nach Thailand in einem Bus mit Stehplätzen

Weiterreise nach Thailand in einem Bus mit Stehplätzen

Wunderschöner Sonnenaufgang auf der Fähre nach Koh Samui

Wunderschöner Sonnenaufgang auf der Fähre nach Koh Samui

Mmmmmh ...

Mmmmmh …

Der weiße Tempel - Wat Rong Khun

Der weiße Tempel – Wat Rong Khun

Es ist einfach unvorstellbar, dass diese Frauen dieses Gewicht ihr ganzes Leben lang tragen.

Es ist einfach unvorstellbar, dass diese Frauen dieses Gewicht ihr ganzes Leben lang tragen.

Thailändisches Curry mit Kokosnusssoße - Einfach unbeschreiblich lecker

Thailändisches Curry mit Kokosnusssoße – Einfach unbeschreiblich lecker

Hotsprings

Unsere erste heiße Quelle in Asien zum Baden: Pong Nam Ron

Unsere erste heiße Quelle in Asien zum Baden: Pong Nam Ron

Es gibt sie tatsächlich, eine heiße Quelle in der man baden kann. Nachdem wir während unserer Asienreise bereits mehrere enttäuschende Besichtigungen von Hotsprings absolviert haben, in denen außer Eiern zum Kochen, nichts in den Becken der heißen Quellen baden durfte, haben wir in Pai in Thailand nun den ersten Hotspring gefunden, indem auch Menschen baden dürfen. Die Anlage des Hotsprings ist wirklich sehr ansprechend hergerichtet. Sie befindet sich in einem schönen, lichten Wald und endet auf einem kleinen Hügel am Ursprung der Quelle. Dort gibt es wieder das für Asien obligatorische und offensichtlich auch sehr beliebte Eierkochbecken, welches eine Temperatur von 80° Celsius hat. Man kann in dieses natürliche Becken mit einer langen Stange einen kleinen Korb mit 3-4 Eiern legen und diese kochen lassen. Das Wasser dort ist also sehr heiß und die Temperatur des Wassers steht auch nochmal explizit auf einem großen Holzschild neben dem Becken. Umso erstaunter und perplexer waren wir, als plötzlich 2 Touristinnen ankamen, die Quelle fotografierten und dann begannen ihre Schuhe und Socken auszuziehen, um in das Wasser zu steigen. Im letzten Moment haben wir dann gegen die geplante Aktion der beiden interveniert, und ihnen erklärt, dass sie in dem Wasser nicht baden könnten.

Wenn man den Hotspring dann wieder hinunter wandert, folgen kurze Zeit später in einem langgezogenen Gefälle viele kleine Becken. Diese Becken werden dann immer 1° Celsius kälter, je weiter weg sie sich von der Quelle befinden. In diesen Becken kann man wunderbar und gefahrlos baden. Vor allem morgens, wenn noch nicht so viele Touristen vor Ort sind und es in den Bergen von Thailand noch etwas kalt und frisch ist, dann ist ein Bad in einer heißen Quelle einfach fantastisch.

Temperatur des Eierkochers

Temperatur des Eierkochers

Eierkörbchen im Eierkocher

Eierkörbchen im Eierkocher

Es ist sogar eine kleiner Zaun vor dem Becken.

Es ist sogar eine kleiner Zaun vor dem Becken.

Wenn man die Quelle runter wandert, kommen zuerst diese kleinen Becken.

Wenn man die Quelle runter wandert, kommen zuerst diese kleinen Becken.

Doch dann werden die Becken größer und das Wasser kälter.

Doch dann werden die Becken größer und das Wasser kälter.

Sehr nett und sehr schön

Sehr nett und sehr schön

Home Sweet Home

Aussicht vom oberen Stockwerk unseres Häuschen

Aussicht vom oberen Stockwerk unseres Häuschen

Wir sind jetzt schon seit über 3 Monaten auf unserer Asienreise. Wir waren schon in Indosien und Malaysia. Zur Zeit befinden wir uns in Thailand. Für Thailand haben wir uns ein Visum für zwei Monate in Malaysia ausstellen lassen, denn wenn man nach Thailand über den Land- oder Seeweg einreist, erhält man nur ein zweiwöchiges Visum. Da uns dies zu kurz war, haben wir uns ein zweimonatiges Visum gekauft. Die ersten zwei Wochen in Thailand haben wir es uns mit unseren Freunden aus München auf Koh Samui im Luxusresort gut gehen lassen. Auch in Bangkok haben wir uns noch ein luxeriöses Hotelzimmer gegönnt. Doch in Chiang Mai ging es dann wieder zurück zu den guten, familiären und gut vernetzten Backpackerunterkünften. Auch in Pai hatten wir in den ersten beiden Nächten eine günstige Bleibe, aber eben nur anfangs. Denn wir hatten ein kleines Vorhaben, dass wir auch erfolgreich umgesetzt haben. Wir haben uns in Pai für einen Monat ein kleines, günstiges Häuschen gemietet. Dies ist genau der Zeitraum, indem unser Thailand-Visum noch gültig ist.

Das Häuschen liegt etwas außerhalb von Pai mitten im Urwald und zwischen den Reisfeldern. Wir bezahlen 115 Euro Monatsmiete und Strom für unser möbliertes Häuschen in den Bergen. Es ist sogar ein zweistöckiges Häuschen. Im Erdgeschoss befinden sich die Terasse und die Freiluftküche. Im oberen Stockwerk befinden sich Schlafzimmer, Badezimmer und ein kleiner Flur. Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten in der Nähe, wie den Wasserfällen oder den heißen Quellen, können wir mit einem gemieteten Motorroller machen, dessen monatliche Miete inklusive Versicherungen 75 Euro kostet. Wir haben uns in unserem Häuschen jetzt auch schon ein bißchen heimisch eingerichtet. Wir haben eine Hängematte gekauft und aufgehängt.

Die neue Hängematte war jedoch nicht unsere einzige neue Investion. Pai liegt im Norden Thailands in den Bergen. Da muss sich Peter immerhin keine Sorgen bezüglich eines Tsunamis machen. Tagsüber wird es hier sehr warm. Das Thermometer an einem Geschäft in Pai hat vor zwei Tagen 40° Celcius angezeigt, obwohl ich das nicht so ganz glauben kann. Nachts wird es hier dagegen richtig kalt. Also mussten wir für mich noch einen dicken Pulli und eine Mütze kaufen. Ein bißchen Weihnachtsbeleuchtung brauchen wir dann auch noch, aber die gibt es hier in unzähligen Varianten auf dem chinesischen Nachtmarkt. Ja, und dann fehlt eigentlich nur noch der Brief von der GEZ. Home Sweet Home, eben.

Vielleicht ist diese Art des Reisens eine günstigere und weniger anstrengende Art des Reisens. Man muss sich nicht alle paar Tage eine neue Unterkunft suchen und seinen Rucksack dann von A nach B zerren. Man mietet sich eine Unterkunft längerfristig und erkundet die Umgebung auf eigene Faust. Auf alle Fälle wissen wir jetzt, wo wir Weihnachten und Neujahr feiern werden, nämlich in Pai in Thailand.

Unser Häuschen ...

Unser Häuschen …

... liegt auf einer ehemaligen Reisterasse ebenso wie das Häuschen unseres Nachbarn.

… liegt auf einer ehemaligen Reisterasse ebenso wie das Häuschen unseres Nachbarn.

Schlafzimmer mit Bett und Muschelvorhang

Schlafzimmer mit Bett und Muschelvorhang

Kleiderschrank (Kennt man als Backpacker gar nicht mehr)

Kleiderschrank (Kennt man als Backpacker gar nicht mehr)

Badezimmer mit Warmwasserdusche und Toilette mit Spülung (nicht im Bild)

Badezimmer mit Warmwasserdusche und Toilette mit Spülung (nicht im Bild)

Flur

Flur

Ho ho ho

Fleißiger Weihnachtswichtel beim Ausruhen nach getaner Arbeit.

Fleißiger Weihnachtswichtel beim Ausruhen nach getaner Arbeit.

Es ist jetzt zwar schon ein paar Tage her, und wir sind in der Zwischenzeit bereits von Chiang Mai nach Pai weitergereist, aber trotzdem muss ich heute noch über diese mehrere Tage füllende Beschäftigung berichten. Bald wird Weihnachten gefeiert. Natürlich wollten wir unsere Lieben zu Hause an diesem schönen Familienfest auch beschenken. Deshalb waren wir noch in Chiang Mai jeden Abend auf dem chinesischen Nachtmarkt unterwegs, um schöne Geschenke für unsere Familien zu finden, dann Preise zu verhandeln, um anschließend alles vorsichtig in unserem mitgebrachten Rucksack zu verstauen. Wir wären sonst mit Plastiktüten vollgemüllt worden. Nachdem wir hoffentlich schöne Geschenke für alle Familienangehörigen gefunden hatten, war unser kleiner Rucksack voll.

Jetzt galt es jedoch weitaus kniffeligere Fragen zu lösen. Wir bekamen zwar noch schöne Geschenkanhänger auf dem chinesischen Nachtmarkt, aber mit Geschenkpapier und Tesafilm sah es schlecht aus. Nach längerer erfolgloser Suche wurde die Verpackungsmaterialsuche auf den nächsten Tag verlegt. Am nächsten Tag ging die Suche zuerst ebenso erfolglos weiter. Wir haben uns dann entschieden unsere Geschenke in Blätter eines chinesischen Kalender zu verpacken. Tesafilm haben wir dann noch in einem chinesischen Geschäft gefunden, welches eigentlich Opfergaben, wie Räucherstäbchen, Blumen und Kerzen, verkauft hat. Das war bestimmt das erste Mal, dass die Besitzer einem Kunden Tesafilm verkauft haben. Na ja, die verrückten Touristen halt, aber damit war ein Problem schon mal gelöst :-).

Das zweite Problem, welches gelöst werden musste, war der Versand nach Deutschland. Wir hatten schon einige Vorabinformationen bei einem Shipping Service auf dem Nachtmarkt von Chiang Mai und im thailändischen Postamt bezüglich eines Cargotransports unserer Geschenke nach Deutschland eingeholt. Doch wir wussten absolut nicht, welche der zahlreichen angebotenen Möglichkeiten wir nehmen sollten. Nachdem wir unsere Geschenke also verpackt hatten, machten wir uns nochmal auf den Weg zum Shipping Service. Dieser angeblich täglich von 9:00 bis 21:00 Uhr geöffnete Laden hatte natürlich geschlossen. Also gingen wir erstmal Mittagessen. Als wir vom Mittagessen zurück kamen, war der Laden immer noch geschlossen. Ein Anruf beim Ladenbesitzer ergab, dass dieser heute erst wieder um 18:00 Uhr seinen Laden öffnen würde. Wir entschieden uns dann doch zur thailändischen Post zu gehen und dort das Paket zu versenden. Ich hatte zwar im Internet gelesen, dass der Versand mit der thailändischen Post angeblich günstiger sei, aber dies kann ich leider nicht bestätigen. Der Versand war geringfügig teurer als mit dem Cargo Shipping Service, aber dafür ist er angeblich zuverlässiger und schneller. Jetzt hoffe ich einfach, dass unser Weihnachtspäckchen pünktlich in Deutschland eintrifft. Laut der Homepage, wo ich die Trackingnummer des Pakets suchen lassen kann, war das Paket jetzt auf alle Fälle schon im Lamphun Post Office sowie im Bangkok Post Office, und ist jetzt auf dem Weg nach Deutschland.

Ho ho ho.

Viele, viele Geschenke

Viele, viele Geschenke

Wir mussten auf alternatives Verpackungsmaterial umsteigen, ...

Wir mussten auf alternatives Verpackungsmaterial umsteigen, …

... aber dafür konnten wir Tesafilm auftreiben. Schere und goldener Edding gehören bei uns selbstverständlicherweise zur Standardausrüstung.

… aber dafür konnten wir Tesafilm auftreiben. Schere und goldener Edding gehören bei uns selbstverständlicherweise zur Standardausrüstung.

Jede Medaille hat ihre zwei Seiten

Es fehlen einem die Worte.

Es fehlen einem die Worte.

Heute haben wir eine Tour gemacht, um uns die Sehenswürdigkeiten in der Nähe Chiang Mai’s in Thailand anzuschauen. Diese Tour beinhaltete die Besichtigung von fünf verschiedenen Sehenswürdigkeiten, welche sehr viel ausführlicher in dem Blog meines Freundes beschrieben sind. Zwei dieser Sehenswürdigkeiten waren auch wirklich absolut sehenswert, beeindruckend, empfehlenswert und denkwürdig.

Eine dieser zwei Sehenswürdigkeiten war der weiße Tempel Wat Rong Khun in der Stadt Chiang Rai. Es war der mit Abstand schönste Tempel, den ich je gesehen habe. Man kann die Schönheit des Tempels für einen Leser kaum in Worte fassen. Überall in der Tempelanlage waren kunstvolle Verzierungen und Figuren, wie Drachen, Elefanten und Totenköpfe, welche ebenfalls wie der Tempel alle komplett in Weiß gehalten waren. Jede Figur und die Tempelgebäude selber waren über und über mit kleinen Mosaikspiegeln besetzt. Die Details der Verzierungen und Figuren waren einfach nur unbeschreiblich. Das für mich Beeindruckenste jedoch war, dass man, um zum Tempel zu gelangen, über eine kleine ebenfalls üppig verzierte Brücke schreiten musste. Unter dieser Brücke waren hunderte von Steinhänden, die sich einem entgegen streckten, so als wollten die Menschen aus diesem Sumpf herausgezogen werden. Ich glaube, dieses Kunstwerk war schon Vorbild für einige Filme aus Hollywood, wie beispielsweise ‘Hinter dem Horizont’ mit Robin Williams, zur Darstellung der Hölle oder des Fegefeuers. Es ist irgendwie angsteinflössend über diese Brücke zu gehen. Das Innere des Tempels ist im Gegensatz zum opulenten Äußeren sehr schlicht gehalten. Es gibt sehr wenig Interieur, aber dafür wunderschöne farbenprächtige Wandmalereien. Auch alle weiteren Gebäude der Tempelanlage sind von außen sehr zierdereich sogar die Toilettenhäuser. Diese sind jedoch in Goldgelb gehalten. Gerne hätte ich mir diese Tempelanlage noch sehr viel länger angeschaut. Mein Freund und ich waren absolut beeindruckt von ihrer Schönheit. Es standen jedoch noch weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Tourprogramm und deshalb mussten wir diesen magischen Ort leider nach einer halben Stunde wieder verlassen.

Der weiße Tempel - Wat Rong Khun

Der weiße Tempel – Wat Rong Khun

Selbst die Zäune um den Tempel sind phantasievoll verziert.

Selbst die Zäune um den Tempel sind phantasievoll verziert.

Die Brücke, welche zum Tempel führt, ...

Die Brücke, welche zum Tempel führt, …

... war von beiden Seiten mit diesen Steinhänden gesäumt.

… war von beiden Seiten mit diesen Steinhänden gesäumt.

Nahezu jedes Gebäude der Tempelanlage war kunstvoll verziert.

Nahezu jedes Gebäude der Tempelanlage war kunstvoll verziert.

Selbst das "Toilettenhäuschen" war beeindruckend.

Selbst das “Toilettenhäuschen” war beeindruckend.

Es gab auch einen Wunschbrunnen mit allen Sternzeichen als Verzierungen.

Es gab auch einen Wunschbrunnen mit allen Sternzeichen als Verzierungen.

Man konnte seine Wünsche aber auch auf Plaketten notieren und auf diesen Bäumen aufhängen.

Man konnte seine Wünsche aber auch auf Plaketten notieren und auf diesen Bäumen aufhängen.

Vorlagen für die Formen für die Verzierungen der Tempel

Vorlagen für die Formen für die Verzierungen der Tempel

Und wir bekamen tatsächlich noch einen weiteren aufsehenerregenden Programmpunkt geboten, nämlich den Besuch der Langhalsfrauen. Ich muss jedoch zugeben, dass ich mir diesen Besuch ganz anders vorgestellt habe, als er dann abgelaufen ist. Eigentlich sind die Langhalsfrauen nur noch eine Touristenattraktion, was den Besuch auch etwas zweifelhaft macht. Man betritt ein kleines Dorf, welches wesentlich weniger abgelegen ist, als man sich das vorstellen mag. In dem Dorf gibt es einen riesigen Platz, der von kleinen Bambushütten umringt ist. In jeder Bambushütte befindet sich ein Verkaufsstand. Dort bieten die Langhalsfrauen und -mädchen ihre selbst gebastelten Handwerkswaren feil. Sie sitzen dort und weben und lassen sich geduldig mit den Touristen fotografieren. Es hat alles ein wenig seltsam angemutet. Einerseits verdienen die Menschen so ihren Lebensunterhalt, was es weniger verwerflich macht, aber andererseits werden die Frauen dort angeschaut wie die Tiere im Zoo. Es hat mir auch nicht gefallen, dass lediglich die Jungen der Familien eine Schule besuchen, damit sie später wie ihre Väter einer Tätigkeit in der Stadt nachgehen können. Die Mädchen lernen weben und beginnen ab ihrem fünften Lebensjahr die Ringe um den Hals zu tragen, welche bis zu ihrem 25.ten Lebensjahr jedes Jahr mehr werden. Mit 25 Jahren tragen die Frauen dann um ihren Hals Ringe mit einem Gewicht von bis zu 5 Kilogramm. Alle diese Erkenntnisse lassen einen mit einem etwas beklemmden Gefühl ins Guesthouse zurückfahren. Jede Medaille hat ihre zwei Seiten.

Eine Langhalsfrau beim Weben der Tücher für den Souvenirshop

Eine Langhalsfrau beim Weben der Tücher für den Souvenirshop

Ein kleines Mädchen beim Weben der Tücher

Ein kleines Mädchen beim Weben der Tücher

Typischer Souvenirshop bei den Langhalsfrauen

Typischer Souvenirshop bei den Langhalsfrauen

Die Ringe hatten ein unglaubliches Gewicht.

Die Ringe hatten ein unglaubliches Gewicht.

Es ist einfach unvorstellbar, dass diese Frauen dieses Gewicht ihr ganzes Leben lang tragen.

Es ist einfach unvorstellbar, dass diese Frauen dieses Gewicht ihr ganzes Leben lang tragen.

Luxusbaby

Ruheoase im Luxushotel in Bangkok

Ruheoase im Luxushotel in Bangkok

Nachdem wir uns bereits mit unseren Freunden 11 Tage im Luxusresort mit einem eigenen Bungalow direkt am Strand von Koh Samui gegönnt hatten, haben wir uns in Bangkok nach 3 Nächten in einem einfachen Guesthouse und einem günstigen Hotel entschieden, uns in dieser Metropole ebenfalls nochmal ein teureres Hotel zu gönnen. Wir hatten ein riesiges Zimmer mit einer Klimaanlage, einem weichen und bequemen Bett, einem sauberen Badezimmer mit Warmwasserdusche und Toilette mit Toilettenspülung, 2 Fernsehern und einer Küche. Die Küche und die Fernseher hätte es allerdings nicht unbedingt gebraucht. Das Hotel hatte im 4. Stock einen wunderschönen, großen Außenpool, der überdacht war. Dazu gab es noch ein schönes, heißes Becken mit Whirlfunktion. Es gab Sauna, Dampfbad und einen großen Fitnessraum in dem Hotel. Und abschließend verfügte das Hotel noch über eine Lounge, in der Massagesessel zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung standen. Es ist mir selten so schwer gefallen, mich von einem Ort zu verabschieden. So könnte ich immer leben. Jeden Tag Sport machen, in die Sauna oder ins Dampfbad gehen, in den Pool hüpfen und mich danach noch von einem Sessel durchkneten lassen. Es war einfach nur wunderschön. Man ist es als Backpacker gewohnt, seine Ansprüche an Unterkünfte sehr weit herunterzuschrauben. Immerhin hatten wir schon Zimmer mit Toiletten ohne Toilettenspülung oder Zimmer ohne Dusche, wo wir dann einfach die Dusche vom Nachbarn benutzt haben, oder aber wir haben in Unterkünften gewohnt, wo sich alle Zimmer eine Toilette und eine Dusche geteilt haben. Es ist aber auch sehr schön, zwischendurch mal wieder etwas Luxus zu haben. Ich bin eben auch manchmal ein riesiges, verwöhntes Luxusbaby.

Ich weiß sehr zu schätzen, dass wir unsere Asien- und Australienreise überhaupt machen können und uns ein Jahr Auszeit von der Arbeit überhaupt leisten können. Sehr, sehr viele Menschen auch in Deutschland können das nicht. Es gibt sehr viele Tätigkeiten, da verdienen die Angestellten gerade genug, um überleben zu können. Für diese Menschen sind Luxuseskapaden wie ins Restaurant oder ins Pub gehen unerschwinglich. Diese Reise ist also wirklich ein großes Privileg. Dementsprechend ist es selbstverständlich, dass man zwischenzeitlich dafür auch auf einigen Luxus verzichtet. Gerade bei einer Reise durch Asien wird einem aber auch bewusst, wie priviligiert wir Deutsche unabhängig vom Einkommen sind. Nicht jedem Menschen dieser Erde steht das gleiche Kontigent an Nahrungsmitteln, Wasser, Strom und anderen Ressourcen zur Verfügung wie uns Deutschen. Die Amerikaner sprengen diesbezüglich natürlich sämtliche Dimensionen. Auch der gleiche Lebensstandard und Lebensraum steht nicht allen Menschen auf dieser Erde zur Verfügung. Trotzdem gebietet es mir mein Sinn für Fairness und Gerechtigkeit, mir dies für jeden Menschen zu wünschen. Ich bin keine Befürworterin des Kapitalismus, der reiche Menschen immer mehr Geld und Güter anhäufen lässt, während armen Menschen immer weniger zum Leben zur Verfügung steht. In Deutschland kämpfen bereits viele Menschen mit den horrenden Lebenshaltungskosten und Menschen aus der Mittelschicht drohen bei einem unvorhersehbaren Notfall in die Armut abzurutschen. In Asien ist die Situation noch viel eklatanter. Hier kämpfen die Menschen teilweise ums Überleben. Ich sehe hier immer wieder Menschen, die in einfachsten kleinen Wellblechhütten leben und die nichts haben. Eine Regenschauer wird von vielen ausgenutzt, um sich schlichtweg waschen zu können. Ich frage mich, wann wird diese Welt endlich gerechter werden? Wann werden wir endlich lernen, dass wir ohne einander nicht überleben können, und dass wir immer auf die Hilfe und das Können unserer Mitmenschen angewiesen sind? Wann werden die Ressourcen dieser Erde, die eigentlich allen Lebewesen zu gleichen Teilen gehören, endlich fair verteilt? Wann werden wir Menschen endlich in Frieden und Freiheit leben können, ohne dass wir uns gegenseitig Grenzen setzen? Es ist ein großes Glück in einem wohlhabenden Land ohne Kriegsabsichten oder in eine wohlhabende Familie geboren zu sein. Es hätte für jeden von uns auch anders kommen können.

Fitnessstudio im Hotel

Fitnessstudio im Hotel

Sauna und Dampfbad im Hotel

Sauna und Dampfbad im Hotel

Überdachter Außenpool des Hotels

Überdachter Außenpool des Hotels

Schade, dass ich den Whirlpool nicht einpacken konnte, ...

Schade, dass ich den Whirlpool nicht einpacken konnte, …

... und die Massagesessel hätte ich am liebsten auch mitgenommen.

… und die Massagesessel hätte ich am liebsten auch mitgenommen.