Wer nichts Böses tut, hat damit noch nichts Gutes getan (Karl Heinrich Waggerl).

Seestern in der Underwater World

Seestern in der Underwater World

“Wer nichts Böses tut, hat damit noch nichts Gutes getan.” sagte einst Karl Heinrich Waggerl. Dies trifft auf viele Organisationen und auch Menschen zu. Wir haben auf Langkawi in Malaysia die Underwater World sowie den Wildlife Park besucht. In der Underwater World gibt es zahlreiche Aquarien, Terrarien und eine Vogelvoliere. Der Wildlife Park beinhaltet mehrere Vogelvolieren und Tiergehege. Die Besucher dieser Einrichtung können zu Beginn des Besuchs eine Tüte voller Tierfutter erwerben, um die Tiere zu füttern. Es handelt sich dabei eben um typische Touristenattraktionen. Ich brauche wahrscheinlich auch nicht explizit zu betonen, dass diese Tiere großteils in Gefangenschaft gehalten werden. Eine Tatsache, die mir viel zu denken gegeben hat. Grundsätzlich möchte ich während meiner Reise Natur pur erleben, und die Tiere bevorzugt in ihrer natürlichen Umgebung sehen. Trotzdem gehe ich auch immer wieder gerne in solche Einrichtungen. Ich war in Deutschland schon als Kind gerne im Zoo. Auf meiner Reise durch Amerika habe ich in Seaworld bei den Killerwalen Bauklötze gestaunt. Auch unsere Ausflüge in die Underwater World und den Wildlife Park haben mich fasziniert. Ich mag diese Einrichtungen, weil ich hier die Möglichkeit habe, etwas über die Tiere zu lernen. Ich hätte auch niemals die Chance, alle diese Tiere jemals in freier Wildbahn zu sehen zu bekommen. Das ist wahrscheinlich auch gut so, denn wir müssen mit Massentourismus nicht auch noch die letzten wilden Flecken dieser Erde zerstören, nur weil es moralisch und ethnisch besser erscheinen mag als Tiere in Gefangenschaft zu halten. Natürlich ist es zweifelhaft, dass Tiere in Käfige gehalten werden, damit wir sie betrachten können oder noch schlimmer, dass Tiere abgerichtet werden für eine Show wie in Seaworld. Es erscheint mir allerdings auch nicht schlimmer, als beispielsweise einen Tauchschein zu machen und die Fische in ihrer natürlichen Umgebung zu stören, oder einen Skikurs zu machen und dabei die Berge zu zerstören. Eventuell müsste man sich dann auch fragen, ob es richtig ist Haustiere zu halten oder Fleisch zu konsumieren. Es gibt kein Argument, dass ich guten Gewissens anbringen kann, um zu rechtfertigen, dass ich gerne in solche Einrichtungen gehe, um mir die Tiere dort anzuschauen und die gesammelten Informationen über die Tiere durchzulesen. Letztendlich habe ich mit den Besuchen dieser Einrichtungen nichts Böses getan, trotzdem habe ich Zweifel, ob der Besuch von Tierparks beispielsweise etwas Gutes ist. Wird in diesen Einrichtungen Tieren geholfen, welche in der freien Natur sowieso keine Überlebenschancen hatten, und man unterstützt diese gute Sache mit seinem Besuch, oder wurden wilde Tiere ihrer Freiheit beraubt?

Ich mache diese Reise, wie ich bereits in anderen Blogbeiträgen erwähnt habe, um mir die wunderschöne Natur dieses Planeten anzuschauen. Ich bin immer wieder begeistert von der Schönheit der Natur und ich versuche diese im Rahmen meiner mir gegebenen Möglichkeiten zu schützen. Reisen ist jedoch ebenso wie der Besuch von Tierparks ein zweiseitiges Schwert. Reisen fördert die Luftverschmutzung durch den Verbrauch fossiler Brennstoffe. Ich bereise Länder, welche den anfallenden Müll, den Touristen durch den Gebrauch von Plastikflaschen oder Weißblechdosen produzieren, nicht entsorgen können. Der Massentourismus, dessen Teil ich nun bin, bringt seltsame Blüten von sogenannten Touristenattraktionen zutage, wie beispielsweise der Fütterung wilder Seeadler auf Langkawi.

Augenscheinlich tue ich persönlich nichts Böses, aber es bleibt die Frage, ob es gut ist wie ich mein Leben gestalte. Ich versuche mich persönlich weiterzubilden und meinen Horizont zu erweitern, indem ich reise und die Erde erkunde, aber ich schade dabei der Umwelt. Aber selbst wenn ich nicht reisen würde, sondern einfach nur jeden Wochentag zur Arbeit fahren würde und verschiedene Freizeitaktivitäten in Deutschland ausüben würde, so würde ich ebenfalls der Umwelt schaden. Wenn ich also meinen ökologischen Fußabdruck betrachte, so scheint es keine erhebliche Rolle zu spielen, in welcher Phase meines Lebens ich mich gerade befinde. Ich tue weder etwas Unrechtes, wenn ich reise noch wenn ich meinen alltäglichen Verpflichtungen während meines beruflichen Alltags nachgehe. Es ist einfach wichtig, auch mal etwas Gutes zu tun.

In der Underwater World gab es auch für mich bis dahin Unbekanntes zu entdecken.

In der Underwater World gab es auch für mich bis dahin Unbekanntes zu entdecken.

Riesige Krabben in der Underwater World

Riesige Krabben in der Underwater World

Qualle in der Underwater World

Qualle in der Underwater World

Seepferdchen in der Underwater World

Seepferdchen in der Underwater World

Fütterung eines Papageis im Wildlife Park

Fütterung eines Papageis im Wildlife Park

Fütterung eines weiteren Papageis im Wildlife Park

Fütterung eines weiteren Papageis im Wildlife Park

Der Papagei wartet geduldig an der Futterlucke.

Der Papagei wartet geduldig an der Futterlucke.

Fütterung der Waschbären im Wildlife Park

Fütterung der Waschbären im Wildlife Park

Fütterung der Wellensittiche im Wildlife Park

Fütterung der Wellensittiche im Wildlife Park

Fütterung der Hirschferkel im Wildlife Park

Fütterung der Hirschferkel im Wildlife Park

Zum Abschluß noch was Lustiges.

Zum Abschluß noch was Lustiges.