Das war eine harte Angelegenheit

Jeden Morgen beim Yoga konnte ich diesen Anblick geniessen.

Jeden Morgen beim Yoga konnte ich diesen Anblick geniessen.

Ich kann leider nicht mehr ganz nachvollziehen, wie genau folgende Begebenheit wirklich zustande gekommen ist, aber am Ende haben Peter und ich an einem 10-tägigen Meditations- und Schweigeretreat in einem buddhistischen Kloster in Thailand teilgenommen. Sicher sagen kann ich aber, dass es nicht das Ergebnis irgendeiner Suffwette war, sondern schon eine sehr schwammig geplante Etappe unserer Reise. Also machten Peter und ich uns am 30.03. auf den Weg nach Suan Mokkh in Thailand. In Suan Mokkh werden in englischer Sprache Meditationstechniken, Yoga und die Lehren Buddhas unterrichtet. Das Meditationsretreat ist explizit auf westliche Teilnehmer ausgerichtet und beginnt immer am letzten Tag eines Monats. In dem Retreat wird nahezu den ganzen Tag meditiert und es darf nicht gesprochen werden. Alle elektronischen Geräte sowie Kommunikationsmittel werden für 10 Tage bei der Leitung abgegeben. Man besitzt nichts mehr außer seiner Kleidung und Kosmetikartikeln. Es sind auch keine Bücher oder Schreibunterlagen gestattet. Das war eine harte Angelegenheit auch aufgrund des Tagesablaufs.

Es sah definitiv ein bißchen nach Knast aus ...

Es sah definitiv ein bißchen nach Knast aus …

Mein Schlafgemach: Bambusmatte als Matratze und Holzblockkopfkissen

Mein Schlafgemach: Bambusmatte als Matratze und Holzblockkopfkissen

Der Tagesablauf sah an den meisten Tagen folgendermaßen aus:

04:00 Uhr – Wecken

04:30 Uhr – Morgenlesung

04:45 Uhr – Sitzmeditation

05:15 Uhr – Yoga

07:00 Uhr – Morgenansage

08:00 Uhr – Frühstück und Putzaufgabe

10:00 Uhr – Sound of Dhamma

11:00 Uhr – Gehmeditation

11:45 Uhr – Sitzmeditation

12:30 Uhr – Mittagessen

14:30 Uhr – Sound of Dhamma

15:30 Uhr – Gehmeditation

16:15 Uhr – Sitzmeditation

17:00 Uhr – Chanting (oder wie Peter zu sagen pflegte: Hosianna singen)

18:00 Uhr – Tee und Hotsprings

19:30 Uhr – Sitzmeditation

20:00 Uhr – Gehmeditation

20:30 Uhr – Sitzmediation

21:15 Uhr – Licht aus

Meditationshalle (Man sieht noch die Abdrücke der Sitzkisten.)

Meditationshalle (Man sieht noch die Abdrücke der Sitzkisten.)

Nach diesen 10 Tagen des langen und schmerzhaften Herumsitzens, des Schweigens, des Zuhörens und des Nachdenkens kann ich Folgendes feststellen:

  1. Ich kann mittlerweile schon fast eine Stunde lang still sitzen.

  2. Ich kann auch eine Stunde lang über ein Käsebrot nachdenken.

  3. Ich muss versuchen, jeden Morgen Sport/Yoga zu machen und zu meditieren. Ich werde schließlich nicht jünger und es muß wirklich jeden Tag sein.

  4. Gerade sitzen. Das hat mir meine Mama auch schon immer gesagt.

  5. Ich muss mich gesund und vernünftig ernähren und mir Zeit zum Essen nehmen. Es darf auch nicht mehr soviel zwischendurch genascht werden. :-(

  6. Ich muss mir jeden Tag Zeit für meinen Körper nehmen.

  7. In Beziehungen darf ich keine Erwartungen an meine Mitmenschen stellen. Aufrichtige Liebe ist frei von Gegenleistungen und Erwartungen. Nicht erfüllte Erwartungen führen immer zu Enttäuschungen.

  8. Es ist wunderschön seine lieben Gedanken in der Meditation an seine Lieben zu schicken, aber es ist nahezu unmöglich, seine lieben Gedanken an Menschen zu schicken, denen man nicht wohlgesonnen ist und zwar vielleicht nur aus Essensneidgründen, welche beim gemeinsamen schweigsamen Mittagessen entstanden sind.

Es war eine wirklich harte aber auch tolle und sehr persönliche Erfahrung, aber wir haben es durchgestanden, wobei wir die Schweigeregel ein bißchen gebogen haben. Meine wichtigste Erkenntnis in dem Meditationsretreat war: Punkt 7.

Glockenturm/Wecker

Glockenturm/Wecker

Sangkhlaburi in Thailand

Holzbrücke von Sangkhlaburi bei Sonnenuntergang

Holzbrücke von Sangkhlaburi bei Sonnenuntergang

Sangkhlaburi in Thailand ist eine kleine verschlafene Stadt an der Grenze zu Myanmar mit vielfältigen ethnischen Hintergründen. In Sangkhlaburi leben Thailänder, Karen, Mon, Chinesen und Laoten. Sangkhlaburi ist berühmt für seine 400 Meter lange Holzbrücke, welche sich über den Vajiralongkorn See erstreckt und das Mon Dorf “Wang Kha” mit den Stadtteilen der Thailänder und Karen verbindet. Die Brücke wurde 1993 erbaut.

Mon-Tempel Wat Wang Wiwekaram im Morgennebel

Mon-Tempel Wat Wang Wiwekaram im Morgennebel

Trotz seiner Jahrhunderte alten Geschichte ist Sangkhlaburi heute eine neue Stadt. Im Jahr 1984 wurde der hydroelektrische Vajiralongkorn Damm fertiggestellt und das ehemalige Sangkhlaburi wurde dabei fast vollständig zerstört beziehungsweise vom Stausee überschwemmt. Die Stadt musste auf höherem Grund wieder aufgebaut werden. Von der alten Stadt sind nur noch die überschwemmten Strukturen des alten Mon-Tempels und die Fundamente einiger Gebäude erhalten. Auch eine vor 400 Jahren erbaute Pagode nahe des neuen Mon Tempels “Wat Wang Wiwekaram” ist noch teilweise erhalten.

Stausee Vajiralongkorn

Stausee Vajiralongkorn

Fischerhütte inmitten des Stausees

Fischerhütte inmitten des Stausees

Die Überreste einer kleinen Stadt mit einer derart aufregenden Geschichte müssen natürlich genauer erkundet werden. Deshalb verabredeten sich Peter und ich mit einem lokalen Bootsbesitzer für den Morgen unseres letzten Tages in Sangkhlaburi für einen Bootsausflug auf dem Stausee. Um 06:30 Uhr morgens startete unsere kleine zweistündige Bootstour für 300 Baht pro Person und diese war wirklich sagenhaft, wunderschön und jeden Baht wert. Wir sahen riesige Vogelschwärme im Zentimeterabstand über die Wasseroberfläche segeln. Silberreiher, große Greifvögel und weitere mir unbekannte Vögel mit einem Federkleid in sattem Türkisblau konnten wir auch erspähen. Da unsere Bootstour früh am Morgen stattfand, bekamen wir natürlich auch einen fantastischen Sonnenaufgang geboten. Wir konnten die Ruinen der alten Gebäude vom Wasser aus bestaunen und die abgestorbenen Baumstämme ehemaliger Wälder. Unsere Bootstour führte uns auch auf eine kleine Insel zu einem Buddhatempel, der nur per Boot erreichbar war. Dort konnten wir für 20 Baht Orchideen und Räucherstäbchen kaufen und in dem Buddhatempel auf der Insel opfern. Abschließend hielten wir noch bei dem meist überschwemmten alten Mon-Tempel und besichtigten diesen. Dieser Bootsausflug war wirklich ein wunderschönes Erlebnis, dass noch durch die übermäßige Freude des Bootsbesitzers über sein verdientes Geld gesteigert wurde. Es finden nicht viele Touristen den Weg nach Sangkhlaburi und es ist nicht wirklich einfach für einen Bootsbesitzer eine Bootstour zu verkaufen.

Ein kleiner Vogelschwarm segelt über die Wasseroberfläche.

Ein kleiner Vogelschwarm segelt über die Wasseroberfläche.

Silberreiher auf einem abgestorbenen Baumstumpf

Silberreiher auf einem abgestorbenen Baumstumpf

Zahlreiche Greifvögel saßen auf einem Baum am Stausee ...

Zahlreiche Greifvögel saßen auf einem Baum am Stausee …

... oder segelten durch die Lüfte.

… oder segelten durch die Lüfte.

Das Farbenspiel von Mutter Natur ist nicht zu übertreffen.

Das Farbenspiel von Mutter Natur ist nicht zu übertreffen.

Der wunderschöne Sonnenaufgang ...

Der wunderschöne Sonnenaufgang …

... bildete eine spektakuläre Kulisse für unseren Bootsausflug.

… bildete eine spektakuläre Kulisse für unseren Bootsausflug.

Versunkener Tempel

Versunkener Tempel

Buddhatempel auf kleiner Insel im Stausee

Buddhatempel auf kleiner Insel im Stausee

Die Natur ergreift bereits Besitz von dem Tempel.

Die Natur ergreift bereits Besitz von dem Tempel.

Buddhastatue mit Opfergaben

Buddhastatue mit Opfergaben

Alter Mon-Tempel

Alter Mon-Tempel

Die versunkenen Gebäude sind ein unwirklicher und wunderschöner Anblick.

Die versunkenen Gebäude sind ein unwirklicher und wunderschöner Anblick.

Tempeltour

Ausblick vom ersten Stop unserer Tempeltour

Ausblick vom ersten Stop unserer Tempeltour

Im Laufe unserer Reise haben mein Freund und ich bereits die Länder Indonesien, Malaysia, Sri Lanka und Thailand besucht. Mit ungefähr 200 Millionen Muslimen stellt Indonesien den Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt dar. Der Islam ist jedoch nicht Staatsreligion. In Malaysia bekennen sich 60 Prozent der Bevölkerung zum Islam. Der Islam ist in Malaysia Staatsreligion. In diesen beiden Ländern können entsprechend viele Moscheen besichtigt werden.

In Sri Lanka dagegen sind über 70 Prozent der Bevölkerung bekennende Buddhisten. Auch in Thailand ist der überwiegende Teil der Bevölkerung buddhistisch. Dementsprechend gibt es sowohl in Sri Lanka als auch in Thailand zahlreiche unterschiedliche Tempelanlagen zu besichtigen und bestaunen.

Ein Menschenleben würde definitiv nicht ausreichen, sich alle Gotteshäuser, Tempel und Moscheen dieser Erde anzuschauen. Alleine in Thailand gibt es beispielsweise über 40.000 buddhistische Tempel. Trotzdem haben mein Freund und ich uns ein Moped ausgeliehen und haben eine Tempeltour in der Umgebung der Stadt Kanchanaburi gemacht.

Erster Stop: Wat in Kanchanaburi Stadt

Trotz intensiver Internetrecherche war es mir nicht möglich, Informationen über diesen Tempel in Kanchanaburi zu erhalten. Wie in vielen buddhistischen Tempelanlagen gab es in diesem Tempel kleine Stände an denen Essen und Getränke verkauft werden. Kinder spielten in der Anlage, Gläubige zündeten Räucherstäbchen an und beteten, Mönche gingen ihrem Tagwerk nach und Hunde streunten durch die Gegend. Es ist immer ein reges und buntes Durcheinander in den buddhistischen Tempelanlagen, dass hat uns gut gefallen.

Wunderschön anzuschauen

Wunderschön anzuschauen

Zweiter Stop: Riesiger chinesischer Friedhof

Auf dem Weg zum nächsten Tempel fuhren wir an einem chinesischen Friedhof vorbei, der von derart gewaltigem Ausmaß war, dass wir anhalten mussten und Fotos machen mussten. Der Friedhof war wirklich beeindruckend.

Chinesischer Friedhof

Chinesischer Friedhof

Dritter Stop: Wat Ban Tham

Dieser buddhistische Tempel liegt in einer Höhle auf einem kleinen Berg. Um die circa 5,5 Meter hohe Buddhastatue des Tempels zu besichtigen, muss man durch das Maul eines chinesischen Drachen gehen und zahlreiche Stufen erklimmen. Dies ist ein wirklich sehr schöner und sehenswerter Tempel. In der Höhle führt dann eine weitere Treppe nach oben an die Spitze des Berges, welche mit weiteren Buddhastatuen geschmückt ist. Dort oben hat man eine wunderbare Aussicht über Kanchanaburi, den Fluss Khwae Yai und unser letztes Besichtigungsziel.

Eingang zum Wat Ban Tham

Eingang zum Wat Ban Tham

Aussicht vom Wat Ban Tham

Aussicht vom Wat Ban Tham

Vierter Stop: Wat Tham Seua

Dieser Tempel beherbergt eine 18 Meter hohe Buddhastatue in einem goldenen Mosaik. Die wenigen Stufen, welche erklommen werden müssen, können auch mit einer kleinen Standseilbahn zurückgelegt werden. Ein wunderschöner und beeindruckender Tempel, der sich allerdings auch noch im Aufbau befindet.

Wat Tham Seua

Wat Tham Seua

Standseilbahn zum Wat Tham Seua

Standseilbahn zum Wat Tham Seua

Buddhastatue in Wat Tham Seua

Buddhastatue in Wat Tham Seua

Kein Ende in Sicht

Wunderschöner Sonnenuntergang an einem Ort der schlimmsten Kriegsverbrechen

Wunderschöner Sonnenuntergang an einem Ort der schlimmsten Kriegsverbrechen

Es ist kein Ende in Sicht.

Verdammt, es ändert sich nichts.

Der Krieg bleibt im Geschäft.

Die Menschen sind leider schlecht.

Woher nehmen wir uns einfach das Recht?

Auch wenn der Song „Kein Ende in Sicht“ von der deutschen Rap-Combo „Die Firma“ bereits vor über 4 Jahren aufgenommen wurde, so ist er doch aktueller denn je. Man kann es überall in den Nachrichten lesen und auf den Strassen sehen.

Die Brücke am Kwai

Die Brücke am Kwai

Mein Freund und ich haben unsere Reise von Bangkok nach Kanchanaburi in Thailand fortgesetzt. Hier wollten wir uns die historische Brücke am Fluss Khwae Yai anschauen, welche die titelgebende Brücke für den berühmten Film „Die Brücke am Kwai“ ist. Die Brücke am Kwai ist Teil der Thailand-Burma-Eisenbahn auch Todeseisenbahn genannt. Die Thailand-Burma-Eisenbahn ist eine Eisenbahnverbindung, die die Kaiserlich Japanische Armee im Zweiten Weltkrieg zwischen dem von ihr besetzten Burma und Thailand von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen bauen ließ. Die Bahnlinie verlief auf einer Länge von knapp 415 km. Heute werden lediglich noch 131 km von der Thailändischen Staatsbahn betrieben, rund 284 km der Strecke sind nach Kriegsende wieder abgebaut worden. Beim Bau dieser Bahnstrecke verloren circa 94.000 asiatische Zwangsarbeiter und etwa 14.000 alliierte Kriegsgefangene ihr Leben. Insgesamt wurden ungefähr 200.000 asiatische Zwangsarbeiter und rund 60.000 Kriegsgefangene zum Bau der Bahnstrecke eingesetzt.

Kanchanaburi War Cemetry

Kanchanaburi War Cemetry

Es gibt in Kanchanaburi noch weitere historische Stätten zur Besichtigung, welche die Greueltaten des zweiten Weltkriegs dokumentieren, wie den Kanchanaburi War Cemetery. Auf diesem Friedhof befinden sich 6982 Gräber von Opfern des Baus der Thailand-Burma-Eisenbahn. Es ist ein sehr beklemmendes Gefühl diesen Friedhof zu besichtigen, denn unter den Opfern befanden sich so viele junge Menschen im Alter von 20 – 30 Jahren, dass einem der Atem stockt.

Lasst uns niemals vergessen.

Lasst uns niemals vergessen.

Ich sitze hier im Schatten auf dem Balkon unseres Guesthouses und kämpfe mit meinen Tränen, während ich versuche niederzuschreiben, was wir besichtigt haben. Unendliches und unvorstellbares Leid mussten die Menschen im zweiten Weltkrieg durchmachen, während die Sonne mit unerbittlicher Kraft auf sie niederschien. Ich möchte es verdeutlichen, indem ich hier anmerke, dass ich schon schwitze, obwohl ich nur im Schatten sitze. Hinzu kamen die schlechten hygienischen Bedingungen, Schwärme von Moskitos, Unterversorgung, Krankheiten, Folter und Gewalt.

Und nun möchte ich zu dem Punkt kommen, der mich meinen Glauben an die Menschheit verlieren lässt. Obwohl es auf der ganzen Welt zahlreiche solche Mahnmale gibt, obwohl auf der Welt unzählige Zeitzeugen über die damals geschehenen Greueltaten berichtet haben und diese sehr gut dokumentiert sind, machen wir weiter als wäre all dies nie geschehen. Wir bauen immer bessere und tödlichere Waffen. Weltweit werden immer mehr Waffen importiert und exportiert. Das Waffengeschäft und der Krieg sind eben ein sehr lukrativer Markt. Es geht immer nur um Geld und mit Krieg lässt sich sehr viel Geld verdienen. Nicht nur der waffenproduzierende Industrie verdient sehr viel Geld mit Krieg, auch ein Wiederaufbau nach einem Krieg ist ein sehr gewinnbringendes Geschäft.

Bei einem Krieg gibt es keine Gewinner. Wir Menschen hätten so viele wichtigere Probleme zu lösen, wie die Bekämpfung von Armut, Hungersnot und Umweltverschmutzung. Wir könnten diese Probleme auch lösen. Wir hätten die Kraft und die Mittel dafür, aber dies würde ja Geld kosten.

Diesen Blog widme ich meinen beiden geliebten Omis. Ich kann mir trotz Besichtigung zahlreicher solcher Mahnmale nicht annähernd vorstellen, was sie durchmachen mussten. Ich liebe Euch von ganzem Herzen und ich vermisse Dich so sehr, geliebte Tapsi-Oma.

Das Leben ist ein ständiger Kampf mit sich selbst

Frühmorgens in Bangkok wird der Stock ans Schild gehängt und Sport getrieben.

Frühmorgens in Bangkok wird der Stock ans Schild gehängt und Sport getrieben.

Jeden Tag oder vielleicht auch manch Einer seltener setzt man sich auf’s Neue Ziele. Ziele, die man erreichen möchte, um ein gesünderes, besseres und glücklicheres Leben zu führen. Ziele, die es beinhalten, netter zu seinen Mitmenschen zu sein, fürsorglicher gegenüber sich selbst und seinen Liebsten und ressourcensparender der Umwelt zuliebe. Es ist schön und auch sehr wichtig, solche Ziele zu haben. Aber es ist manchmal sehr schwierig, diese Ziele zu verwirklichen.

Bei Einigen steht Badminton auf dem Programm.

Bei Einigen steht Badminton auf dem Programm.

Andere nutzen lieber die Fitnessgeräte im Park.

Andere nutzen lieber die Fitnessgeräte im Park.

Umso mehr bewundere ich die Mentalität der Asiaten. Zurück in Bangkok wurde ich Zeuge eines beeindruckenden morgendlichen Ritus. Um 06:00 Uhr morgens trifft man in Bangkok alt und jung im Park beim Frühsport. Da wird gedehnt, gejoggt, Badminton und Fußball gespielt, Fitnessübungen an Fitnessgeräten im Park oder auch wahlweise auf dem Rasen gemacht, oder es wird einfach nur getanzt. Es ist ein reges Treiben im Park und auch auf den Strassen drum herum. Beispielsweise macht eine kleine Truppe auf dem kleinen Parkplatz vor dem Park Fitnessübungen mit Trainer und Musik. 50 Meter weiter trifft man auf die nächste Gruppe dieser Art und zwar mitten auf der Strasse. Im Park selber kann man sich in einem Zelt den Blutdruck messen lassen. Auch abgepacktes Wasser ist überall im Park erhältlich. Es ist wirklich fantastisch, sich dieses morgendliche Schauspiel anzusehen. Alles ist auf den Beinen. Die Jüngeren sind beim Fußball spielen. Ältere Menschen hängen ihre Stöcke an die Schilder im Park und machen Übungen auf einer Art Stepper.

Beinahe jeder Zentimeter im Park wird ausgenutzt.

Beinahe jeder Zentimeter im Park wird ausgenutzt.

Jeden Morgen werden in Thailand in den Schulen und in den Firmen Sportübungen gemacht. So gehört der Sport ganz automatisch zum Alltag dazu, und man kann dann auch im hohen Alter nicht mehr auf die täglichen Bewegungseinheiten verzichten. Die alten Menschen in Bangkok müssen zugebenermassen aber auch auf Zack sein. Der Bus hält an den Bushaltestellen oftmal kurz bis gar nicht und aus dem Khlong-Boot rauszukommen, ist auch nicht immer ganz einfach. Auch die Strassenüberquerung erfordert in Bangkok mehr Aufmerksamkeit als in Deutschland beispielsweise. Es ist schön zu sehen, dass es Länder gibt, in denen Aktivität und Gesundheit bis ins hohe Alter wirklich gefördert wird. Viele Thailänder gehen auch regelmäßig zur Massage und verwenden gerne natürliche Heilmittel. Die Gesundheit des Körpers und der Seele wird in Asien wesentlich wichtiger eingestuft als in westlichen Industrieländern. Dass Fastfood und süße, zuckerhaltige Getränke auch hier längst zum alltäglichen Leben dazu gehören, kann man auch in Asien bemerken. Trotzdem sind alle gezwungen in Bewegung zu bleiben. Es ein Teil der Mentalität.

Ach, wäre es schön, wenn man sich in Deutschland zu den gleichen Preisen wie in Thailand massieren lassen könnte.

Ach, wäre es schön, wenn man sich in Deutschland zu den gleichen Preisen wie in Thailand massieren lassen könnte.

Auf seinen Körper zu achten und dererlei Ziele sind Aufgaben, die man sein ganzes Leben lang bewältigen muss. In Deutschland sind viele dieser Ziele leider optional und es wird bereits frühzeitig zu wenig Wert darauf gelegt. Deshalb fällt es auch leicht, diese aus dem stressigen Alltag entfallen zu lassen. Leider sind gerade Ziele wie regelmäßiger Sport, gesunde Ernährung, ein ausgeglichenes Leben und Zeit zur Gewährleistung eines stabilen Familienumfeldes Punkte, die sowohl erhebliche Eigenmühen erfordern, die aber auch mehr gefördert werden könnten.

Soviel Aktivität ist ansteckend.

Soviel Aktivität ist ansteckend.

Das Leben ist ein ständiger Kampf mit sich selbst und dem inneren Schweinehund. Einige erzwungene Maßnahmen wie Sport sind anscheinend gemeinsam leichter umzusetzen. Man darf seine Ziele aber auch nie aus den Augen verlieren und vergessen.

Das weiß ich bereits über Sri Lanka

Einer der Zwischenstops unserer Odysee war der Bahnhof in Chiang Mai

Einer der Zwischenstops unserer Odysee war der Bahnhof in Chiang Mai

Sehr spontan haben mein Freund und ich noch in Pai in Thailand beschlossen, dass wir uns nun statt Myanmar erstmal Sri Lanka anschauen möchten. Dies hatte zur Folge, dass wir erstmal eine kleine Odysee durch Thailand mit dem Bus, dem Nachtzug und verschiedenen Taxen unternehmen mussten, wie es mein Freund bereits in seinem Blog beschrieben hatte. Nach ungefähr 36 Stunden Reisezeit kamen wir schließlich stinkend und total übermüdet mit zweistündiger Verspätung in Sri Lanka am Flughafen an. Dort wurden wir von einem älteren, sehr netten Herrn namens Ruba in Empfang genommen. Ruba wurde uns von unserem vorab gebuchten Hotel, dem „Green Shadows Beach Hotel“, geschickt oder aber vom Himmel. Ruba spricht wie fast alle Einheimischen Sri Lankas perfekt englisch. Übrigens sprechen viele Einheimische hier überraschenderweise auch ausgezeichnet deutsch. Während unserer nächtlichen Fahrt zum Hotel gab er uns bereitwillig Auskunft zu allem Wissenswerten über sein Land, denn aufgrund unseres spontanen Entschlusses hatten wir noch nicht mal Informationen über die Währung des Landes beziehungsweise den Wechselkurs. Ruba warnte uns auch vor den Beachboys in Sri Lanka, welche zwar sehr charmant sind, aber auch immer Hintergedanken im Kopf haben. Als wir mit Ruba auf das Thema Sehenswürdigkeiten seines Landes zu sprechen kamen, erzählte er uns, dass es in unserem Hotel die Möglichkeit gibt, dass man eine einwöchige Tour buchen kann, bei der man zu den schönsten Highlights Sri Lankas gefahren wird. Peter ließ sich die Tour noch ein bißchen von Ruba erklären, während ich bereits in das Land der Träume gegleitet bin. Im Hotel angekommen, wurden wir vom Chef des Hotels in Empfang genommen und ohne großes Eincheckprozedere gleich ins Bett gesteckt. Wir schliefen sofort wohlig beim Rauschen des Meeres ein.

Orangene Kokosnuss zum Mittagessen

Orangene Kokosnuss zum Mittagessen

Als wir am nächsten Tag gegen Mittag aufwachten, gab es für uns zwei Langschläfer erstmal noch ein üppiges Frühstück. Anschließend gönnten wir uns ein kurzes Bad im Meer direkt vor unserer Zimmertür. Zum sehr verspäteten Mittagessen gab es orangene Kokosnüsse vom Hotel und noch eine grüne Kokosnuss vom Kokosnussmann. Immer wieder wurde sich nach unserem Wohlbefinden erkundigt. Als schließlich auch der Chef des Hotels wieder vorbeischaute, sprachen wir ihn auf die Tour an, von der uns Ruba erzählt hatte. Diese Tour beeinhaltete neben der Besichtigung zahlreicher Sehenswürdigkeiten auch eine Safari und Whale-Watching. Der Fahrer, das Auto sowie sämtliche Unterkünfte und Essen während der gesamten Tour waren bereits im Preis enthalten. Das klang einfach zu verlockend. Wir müssen unbedingt diese Tour machen und das weiß ich bereits über Sri Lanka.

Sonnenuntergang am Strand in Sri Lanka

Sonnenuntergang am Strand in Sri Lanka

Nachdem wir uns abends am Meer den Sonnenuntergang belagert von mehreren Beachboys angesehen hatten, trafen wir anschließend an der Hotelrezeption wieder auf Ruba. Wir freuten uns sehr, als wir erfuhren, dass Ruba unser Fahrer für die Tour sein würde, denn wir hatten diesen sympathischen und bescheidenen Mann schon während unserer nächtlichen Fahrt zum Hotel ins Herz geschlossen. Obwohl er gerade erst an der Rezeption von der Tour erfahren hatte, freute er sich riesig darauf, mit uns zu fahren. Ich persönlich wäre meinem Chef erst mal auf’s Dach gestiegen, wenn ich einen Abend vorher erfahren würde, dass ich am nächsten Morgen um 05:00 Uhr in der Früh eine Woche unterwegs wäre. Und dies war der Beginn unseres Roadtrips mit Ruba.

Die Zutatenbeschaffung ist die Herausforderung

Es waren zwar nicht alle gleichermaßen motiviert, aber trotzdem gab es einen Kochkurs.

Es waren zwar nicht alle gleichermaßen motiviert, aber trotzdem gab es einen Kochkurs.

Wenn man eine längere Reise in ferne Ländern macht, dann kommt man auf so einige Ideen. Man besteigt zum Beispiel einen Vulkan, reitet auf einem Elefanten oder macht einen Kochkurs. Kochen zählte bis jetzt nicht zu meinen großen Leidenschaften, und das wird sich auf dieser Reise wahrscheinlich auch nicht ändern. Es war jedoch ein echtes Erlebnis, zu sehen, wie hier in Thailand gekocht wird. Zu Beginn unseres Kochkurses sind wir erstmal mit unserer Kochlehrerin Sue in den Garten des Krazy Kitchen gegangen. Dort haben wir mit einem kleinen Spaten Wurzeln von Pflanzen ausgegraben und mit der Schere Blätter von Bäumen abgeschnitten. Nachdem wir alle Zutaten gesammelt hatten, ging es an die Zubereitung der Gerichte. Wir haben eine Kokosnusssuppe mit Hühnchen, eine Tom-Yam-Suppe mit Hühnchen, ein Pad-Thai-Omelette mit Hühnchen und eine Süßkartoffelnachspeise zubereitet.

Zu Beginn des Kochkurses musste der Garten umgegraben werden, ...

Zu Beginn des Kochkurses musste der Garten umgegraben werden, …

... denn Thai-Ingwer gehört zu den Grundzutaten einer Kokusnuss- oder Tom-Yam-Suppe.

… denn Thai-Ingwer gehört zu den Grundzutaten einer Kokusnuss- oder Tom-Yam-Suppe.

Kokosnusssuppe mit Hühnchen

Zutaten: Thai-Ingwer, Zitronengras, Kaffir-Limettenblätter, Hühnchen, Pilze, Karotte, Tomate, Frühlingszwiebel, Koriander, Petersilie, Chili, Limette, Salz, Zucker, Kokosnussmilch, Hühnerbrühe

Zubereitung:

  • Thai-Ingwer, Zitronengras, Karotte und Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden.

  • Die Tomate in große Stücke zerschneiden.

  • Die Pilze und das Hühnchenfleisch in mundgerechte Stücke reißen bzw. schneiden.

  • Eine Tasse Wasser, ein halbes Päckchen Kokosnussmilch und die drei Grundzutaten Thai-Ingwer, Zitronengras und Kaffir-Limettenblätter in einem kleinen Topf kurz aufkochen lassen.

  • Das Hühnchen hinzugeben und langsam weiterkochen.

  • Wenn die Hähnchenstücke gar sind, dann die Pilze, Karotten, Tomate und die Frühlingszwiebel hinzugeben.

  • Die Suppe mit jeweils 2 Teelöffeln Salz und Zucker abschmecken.

  • Anschließend noch die restliche Kokosmilch und falls nötig noch etwas Wasser hinzugeben.

  • Zum Schluß wird noch etwas Hühnerbrühe, Koriander, frische Petersilie zur Garnierung und der Saft einer halben Limette hinzugefügt.

  • Immer wieder zwischendurch probieren und schauen, ob noch etwas Salz oder Zucker fehlt.

  • Wenn man seine Suppe etwas schärfer haben möchte, dann gibt man noch ein wenig Chilli hinzu.

Die meisten der Zutaten für eine Kokosnusssuppe oder eine Tom-Yam-Suppe sind auf diesem Bild zu finden.

Die meisten der Zutaten für eine Kokosnusssuppe oder eine Tom-Yam-Suppe sind auf diesem Bild zu finden.

Es war wie früher in der Schule.

Es war wie früher in der Schule.

Tom-Yam-Suppe mit Hühnchen

Zutaten: Thai-Ingwer, Zitronengras, Kaffir-Limettenblätter, Hühnchen, Pilze, Karotte, Tomate, Frühlingszwiebel, Koriander, Petersilie, Chili, Limette, Salz, Zucker, Kondensmilch, Hühnerbrühe, scharfe Chilisauce

Zubereitung:

Die Zubereitung der Tom-Yam-Suppe läuft im Prinzip ähnlich wie die Zubereitung der Kokosnusssuppe. Es wird jedoch keine Kokosnussmilch hinzugegeben. Bei der Tom-Yam-Suppe kann zum Schluß Kondensmilch hinzugefügt werden, wenn man die Suppe cremiger haben möchte. Außerdem werden bei der Tom-Yam-Suppe für die Farbe zum Schluß noch einige Tropfen rote scharfe Chillisauce hinzugefügt.

Die Kochstellen sehen geringfügig anders aus als in Deutschland.

Die Kochstellen sehen geringfügig anders aus als in Deutschland.

Das Ergebnis der ersten Kochrunde konnte sich jedoch sehen lassen.

Das Ergebnis der ersten Kochrunde konnte sich jedoch sehen lassen.

Pad-Thai-Omlette mit Hühnchen

Zutaten: Knoblauch, Zwiebeln, Hühnchen, Reisnudeln (3-4 mm breit), Sojasprossen, Ketchup, Zucker, Ladis (salzige Karotten), kleingehackte Nüsse, Öl, Essig, Ei

Zubereitung:

  • Zwiebeln und Knoblauch schälen und in kleine Stücke schneiden.

  • Das Hühnchenfleisch in mundgerechte Stücke schneiden.

  • Die obigen drei Zutaten dann in etwas Öl in einem Wok anbraten.

  • Ketchup, 2 Teelöffel Zucker, 1 Teelöffel Essig, 1 Esslöffel Ladis und eine Tasse Wasser hinzugeben und verrühren. (Ladis schmeckte wie gestampfte in Salz eingelegte Karotten. Ob dieses Gewürz wirklich Ladis heißt und Ladis geschrieben wird, kann nicht bestätigen. Im Internet habe ich keine weiteren Informationen dazu gefunden, allerdings gibt es Ladis laut Sue in Thailand für 20 Baht auf dem Markt zu kaufen.)

  • Anschließend müssen die Reisnudeln und Sojasprossen hinzugegeben werden.

  • Die Reisnudeln vorsichtig verrühren, damit sie nicht brechen. Das schaut nicht schön aus.

  • Danach gibt man noch die gehackten Nüsse hinzu.

  • Dann drapiert man das Pad-Thai mit Hilfe des Pfannenwenders kunstvoll am Rande des Woks und brät unterhalb des Pad-Thais noch ein Rührei an. Bevor es ganz gar ist, plaziert man dann das Pad-Thai wieder darauf.

  • Das Kunstwerk löst man dann vorsichtig aus dem Wok und klatscht es mit der Unterseite nach oben auf den Teller. Frische Sojasprossen neben das Pad-Thai-Omlette legen, weitere gehackte Nüsse über das Omlette streuen, eine halbe aufgeschnittene Limette auf den Teller legen und schon kann verkostet werden.

In der zweiten Kochrunde lernten wir noch Pad Thai kochen.

In der zweiten Kochrunde lernten wir noch Pad Thai kochen.

Das Wok-Pad-Thai-Ei-Kunstwerk sah sehr gut aus.

Das Wok-Pad-Thai-Ei-Kunstwerk sah sehr gut aus.

Das Pad-Thai-Omlette anschließend richtig auf den Teller zu legen, müssen wir allerdings nochmal üben.

Das Pad-Thai-Omlette anschließend richtig auf den Teller zu legen, müssen wir allerdings nochmal üben.

Schaut aber servierfertig trotzdem lecker aus. Mmmmh.

Schaut aber servierfertig trotzdem lecker aus. Mmmmh.

Süßkartoffelnachspeise

Zutaten: Süßkartoffeln, Kokosnussmilch, Zucker, Salz

Zubereitung:

  • Süßkartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden.

  • Wasser und Kokosnussmilch in einem kleinen Topf erhitzen.

  • Süßkartoffeln, 7 Teelöffel Zucker und einen halben Teelöffel Salz hinzugeben und kochen lassen.

  • Beim Servieren noch einen Schuß Kokosnussmilch über das Dessert gießen.

Die Süßkartoffelnachspeise war köstlich und mir bis dahin absolut unbekannt.

Die Süßkartoffelnachspeise war köstlich und mir bis dahin absolut unbekannt.

Die Zubereitung aller Gericht ging sehr schnell und alles war köstlich. Die Zutatenbeschaffung ist die Herausforderung, und die wird in Deutschland wahrscheinlich noch etwas kniffeliger werden.

Hotsprings und Wasserfälle

Hotsprings und Wasserfälle gibt es reichlich in und um Pai in Thailand. Ich war im Laufe unserer Reise schon auf den Gedanken gekommen, dass es in Asien nur Hotsprings zum Eierkochen gibt, aber Pai hat mich eines Besseren belehrt. Hier gibt es nicht nur zahlreiche Hotsprings sondern auch wunderschöne Wasserfälle. Von beiden haben wir uns jetzt im Laufe der Zeit schon einige angeschaut, aber wir haben es immer noch nicht zu allen Wasserfällen und Hotsprings geschafft.

Mor Paeng Wasserfälle

Die Mor Paeng Wasserfälle waren die ersten Wasserfälle, die wir uns in Pai angesehen haben und zwar am frühen Morgen. Zu diesem Zeitpunkt war es einfach noch viel zu kalt, um darin zu baden. Deshalb haben wir uns das lieber für die heißen Quellen aufgehoben. Trotz verpasstem Bad waren die Mor Paeng Wasserfälle sehr schön anzuschauen. Laut unserem Häusle-Nachbarn sollen es in Pai auch die angeblich schönsten Wasserfälle sein. Mir persönlich haben die Pam Bok Wasserfälle, welche wir uns ebenfalls angeschaut haben, wesentlich besser gefallen.

Mor Paeng Wasserfälle

Mor Paeng Wasserfälle

Schöner Wasserfall und schöne Aussicht

Schöner Wasserfall und schöne Aussicht

Pam Bok Wasserfälle

Die Pam Bok Wasserfälle fallen in ein kleines Becken, welches auf drei Seiten von Felswänden umrandet ist. An der vierten Seite läuft das Becken in einen kleinen gebirgigen Bach, den man mittels einer Holzbrücke überqueren muss, um zum Wasserfall zu gelangen. Der Boden des Beckens ist mit groben Sand und einigen großen Steinen bedeckt.Wenn man unten am Becken des Wasserfalls steht und die Sonne von oben durch die Bäume auf das Becken fällt, dann war das schon ein sehr schöner Anblick.

Pam Bok Wasserfälle

Pam Bok Wasserfälle

Brücke zu den Pam Bok Wasserfällen

Brücke zu den Pam Bok Wasserfällen

Immer muss man auf die Kamerafrau warten und trotzdem kommt nix Gescheits bei rum.

Immer muss man auf die Kamerafrau warten und trotzdem kommt nix Gescheits bei rum.

Obwohl das Abschlussfoto an den Wasserfällen ist fast gelungen.

Obwohl das Abschlussfoto an den Wasserfällen ist fast gelungen.

Hotsprings

Über unseren Besuch bei den Tha Pai Hotsprings hatte ich ja bereits ausführlich berichtet und dies sollte nicht unser letzter Besuch von Hotsprings sein, in denen man baden kann. Die heißen Quellen des Exotic Spa haben wir vor einigen Abenden ausgetestet und es war im wahrsten Sinne des Wortes einfach umwerfend. Wir sind anschließend zu unserem kleinen Häuschen gefahren und einfach ins Bett gefallen.

Ein U-förmiger Hotspring ...

Ein U-förmiger Hotspring …

... mit richtig heißen Wasser

… mit richtig heißen Wasser

Auch wenn im Prinzip alle Wasserfälle ähnlich sind ebenso wie die Hotsprings, kann ich mich nicht daran satt sehen, wie Wasser einen Berg runterfällt oder an den Strand gespült wird. Gegen ein Bad in heißen Quellen habe ich auch nie etwas einzuwenden. Deshalb wird es wahrscheinlich noch einige solche Blogbeiträge von mir geben, die zwar ähnlich aber doch unterschiedlich sind.

Same, Same but different

Der kleine Kuchen hat die erste Stunde des neuen Jahres nicht überlebt.

Der kleine Kuchen hat die erste Stunde des neuen Jahres nicht überlebt.

Es ist der 01.01.2015 und ein neues Jahr voller guter Vorsätze hat begonnen. Ich wünsche allen ein frohes, neues Jahr und dass alle gesund bleiben. Das ist nämlich das Wichtigste.

Wir haben in Pai auch das neue Jahr begrüßt ähnlich wie in Deutschland. Der Spruch: Same, Same but different dürfte den meisten Thailand-Reisenden durchaus bekannt vorkommen. Und so war es auch. Es gab Parties und Feuerwerk wie in Deutschland auch. Aber in Pai haben wir erstens das neue Jahr 6 Stunden früher begrüßt als in Deutschland und zweitens haben die Menschen neben Feuerwerksraketen noch unzählige brennende Papierlaternen gen Himmel geschickt. Der ganze Himmel hing voll mit diesen rötlich brennenden Papierlaternen. Ich wollte mir ursprünglich auch eine solche Papierlaterne kaufen, bin aber von dem Vorhaben abgewichen, als ich gelesen hatte, dass diese zu Unfällen sowohl bei Menschen als auch bei Tieren geführt haben. Trotzdem muss ich gestehen, dass ein Himmel voller roter Papierlaternen schon ein besonderer Anblick ist. Manchmal konnte man aus der Ferne sehen, wenn eine noch brennende Papierlaterne gen Boden abstürzte. Das sah dann aus, als würde eine Sternschnuppe zu Boden fallen. Ich habe mir dann vorgestellt, dass man für jeden Wunsch, den man für das neue Jahr hat, eine solche Laterne anzündet und gen Himmel schickt. Ich wollte diesen Gedanken auch auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen, aber bei Wikipedia konnte ich nur in Erfahrung bringen, dass diese Laternen Kong-Ming-Laternen heißen. Sie haben aber auch noch etliche andere Bezeichnungen. Vor 2000 Jahren wurden die Laternen als Kommunikationsmittel genutzt und somit sind sie die ältesten Heißluftballons der Welt. Außerdem konnte ich noch in Erfahrung bringen, dass die Laternen saugefährlich sind, wie bereits eingangs erwähnt. Ich habe jedoch keinerlei Informationen gefunden, ob nun einfach eine willkürliche Anzahl an Laternen steigen gelassen wird, oder ob es doch vielleicht traditionelle Bräuche gibt, die sich mit meinen romatischen Vorstellungen decken. Aber ganz gleich, wie es nun genau ist, der Anblick der zahlreichen Papierlaternen im Nachthimmel war definitiv wunderschön und auch sehr romantisch. Ich muss das leider zugeben, trotz aller Gefahren, welche von den Laternen ausgehen.

Die Schönheit dieses Anblicks konnte nur durch die Bodenkracher unterbrochen werden, welche wir noch in der Stadt besorgt hatten. Diese haben in den Bergen von Thailand nämlich nochmal für ein völlig neues Klangerlebnis gesorgt. Sie waren außerordentlich laut und es hat auch noch schön nachgehallt. Ein bißchen Spass darf schließlich auch im neuen Jahr nicht fehlen.

Es wurden viele Kong-Ming-Laternen entzündet.

Es wurden viele Kong-Ming-Laternen entzündet.

Der Himmel bot einen spektakulären Anblick.

Der Himmel bot einen spektakulären Anblick.

Der Mond und die Feuerwerke trugen ebenfalls dazu bei.

Der Mond und die Feuerwerke trugen ebenfalls dazu bei.

Wir haben unseren Teil zum Sound beigetragen.

Wir haben unseren Teil zum Sound beigetragen.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen

Manche Erlebnisse stellen dein Leben auf den Kopf

Manche Erlebnisse stellen dein Leben auf den Kopf

Erstmal muss ich hier noch ein „Frohes Weihnachten“ nachreichen, obwohl sich bei mir auch 4 Tage nach Weihnachten immer noch keine winterliche und festliche Stimmung ausgebreitet hat. Das ist aber auch kein Wunder bei den Temperaturen, die tagsüber in den Bergen von Pai in Thailand herrschen.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. In allen Online-Zeitungen und Klatschmagazinen werden nun noch mal die gesamten wichtigen Ereignisse, Todesfälle, Hochzeiten, Geburten und etliches mehr des Jahres 2014 gesammelt und aufgeführt. Auch für mich war und ist das Jahr 2014 ein ganz besonderes Jahr. Denn seit dem 02. September 2014 befinden wir uns auf unserer einjährigen Reise durch Asien und Australien. Und wir haben in diesen ersten vier Monaten soviel erlebt, dass ich es kaum fassen kann. Wir haben so viel gesehen, dass wir niemals gesehen hätten, wenn wir diese Reise nicht gemacht hätten. Wir haben Orang-Utans, Nasenaffen, freche Makaken, Krokodile, träge und flinke Komodowarane, Meeresschildkröten, Haie, kleine Mantarochen und große Echsen in der Kanalisation gesehen. Wir haben wunderschöne Strände gesehen. Wir haben Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge gesehen. Wir sind in Thailand auf Elefanten geritten ohne Sitz. Wir waren auf dem Rinjani in Indonesien mit Trägern in Flip-Flops. Wir sind Tuk-Tuk gefahren in Bangkok. Wir sind mit Fähren, Booten, Bussen, Taxis, Motorrollern und Flugzeugen gereist. Wir haben im Meer, im Pool, in Wasserfällen und in heißen Quellen gebadet. Wir haben sogar eine Seilbahnfahrt gemacht. Wir haben Waschbären, Papageien, Hirschferkel und noch viel mehr Tiere gefüttert. Wir sind 762 Kurven von Chiang Mai nach Pai gefahren. Wir haben uns Tempel und Moscheen angeschaut. Wir haben unzählige Nachtmärkte besucht. Wir waren auch schon in einer Höhle und auf einem Canyon. Wir hatten Sonnenbrand. Wir haben aber auch schon wahnsinnig gefroren. Wir haben langjährige Freunde auf unserer Reise getroffen. Wir haben aber auch viele neue Freundschaften auf unserer Reise geschlossen. Wir haben neue Kulturen kennengelernt. Wir haben die Langhalsfrauen besucht. Wir haben viele neue, ungewohnte und leckere Gerichte gegessen. Und wir haben einen Riesenhaufen Kokosnüsse sowie verschiedenste asiatische Biere getrunken. Wir haben unsere Laptops gespendet. Wir waren bereits in Indonesien, Malaysia, Singapur und Thailand. Es war ein aufregendes und ereignisreiches Jahr. Es war bisher eine wunderschöne Reise.

Meine Wünsche für das kommende Jahr sind, dass unsere Reise weiterhin so gut, sicher aber trotzdem aufregend, spassig und ereignisreich verläuft. Ich freue mich auf 2015, denn es gibt noch eine Menge zu erleben und zu sehen auf diesen fernen Kontinenten. Es wird noch viel mehr Ärger mit Peter, ich und du geben. Vielen Dank, Peter, dass Du mich mitgenommen hast auf diese Reise.

Letzter Sonnenuntergang auf Gili Trawangan für uns

Letzter Sonnenuntergang auf Gili Trawangan für uns

Lethargischer Komodowaran

Lethargischer Komodowaran

Es war der reinste Affenstall

Es war der reinste Affenstall

Traumhaftes Wetter und wunderschöne Strände, ...

Traumhaftes Wetter und wunderschöne Strände, …

... wunderschöne Urwälder ...

… wunderschöne Urwälder …

... und glasklares Wasser machen diesen Ort einfach magisch. (Unterwasserbilder gibt es unter: http://www.mplx.de/Blog)

… und glasklares Wasser machen diesen Ort einfach magisch. (Unterwasserbilder gibt es unter: http://www.mplx.de/Blog)

Fütterung der Hirschferkel im Wildlife Park

Fütterung der Hirschferkel im Wildlife Park

Weiterreise nach Thailand in einem Bus mit Stehplätzen

Weiterreise nach Thailand in einem Bus mit Stehplätzen

Wunderschöner Sonnenaufgang auf der Fähre nach Koh Samui

Wunderschöner Sonnenaufgang auf der Fähre nach Koh Samui

Mmmmmh ...

Mmmmmh …

Der weiße Tempel - Wat Rong Khun

Der weiße Tempel – Wat Rong Khun

Es ist einfach unvorstellbar, dass diese Frauen dieses Gewicht ihr ganzes Leben lang tragen.

Es ist einfach unvorstellbar, dass diese Frauen dieses Gewicht ihr ganzes Leben lang tragen.

Thailändisches Curry mit Kokosnusssoße - Einfach unbeschreiblich lecker

Thailändisches Curry mit Kokosnusssoße – Einfach unbeschreiblich lecker